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Wittenbacher Bauprojekt wird fast eine Million teurer als geplant

Für 3,3 Millionen Franken werden im Quartier Oberwiesen alle Strassen saniert und Leitungen ersetzt. Die Gemeinde muss nun tiefer in die Taschen greifen, als gedacht: Das Projekt kostet fast eine Million mehr.
Perrine Woodtli
Im Gebiet Oberwiesen in Wittenbach werden seit März 2017 verschiedene Bauprojekte an Kanalisation und Strassen realisiert. (Bild: Michel Canonica (13. April 2017))

Im Gebiet Oberwiesen in Wittenbach werden seit März 2017 verschiedene Bauprojekte an Kanalisation und Strassen realisiert. (Bild: Michel Canonica (13. April 2017))

Im Wittenbacher Gebiet Oberwiesen wandern seit fast zwei Jahren Baustellen von einem Ort zum nächsten. Im Rahmen eines Grossprojekts werden im Quartier verschiedene Teilprojekte gleichzeitig realisiert. Dazu gehören etwa die Einführung des neuen Abwassertrennsystems sowie neue elektrische Leitungen und Glasfaserkabel. Zudem werden die Telekommunikationsnetze erweitert, und diverse Haushalte erhalten neue Anschlüsse für die Stromzufuhr. Weiter werden die Hauptwasserleitung und ein Teil der Hausanschlüsse ersetzt. Hinzu kommen Strassensanierungen.

Seit März 2017 sind die verschiedenen Bauarbeiten im Gang. Sie sollen noch bis Mitte 2019 andauern. Ende 2016 bewilligten die Wittenbacher rund 2,68 Millionen Franken für die Sanierung der Kanalisation und die Umstellung auf das Trennsystem sowie rund 565 000 Franken für die Strassensanierung.

Bei den rund 3,3 Millionen Franken bleibt es aber nicht. Das Budget wurde überschritten, um fast eine Million Franken. Wie der Wittenbacher Gemeinderat mitteilt, ist beim Bauprojekt Oberwiesen ein Nachtragskredit von 911400 Franken nötig. Für die höheren Kosten gebe es unterschiedliche Gründe.

Schlechter Baugrund und ungenaue Pläne

Die Arbeiten an der Kanalisation kosteten 300000 Franken mehr als geplant. Zu diesem Zeitpunkt sei man noch davon ausgegangen, dass diese Mehrausgaben mit geringeren Ausgaben beim Teilprojekt der Strassensanierung kompensiert werden können, heisst es seitens der Gemeinde. Dies ist jedoch nicht möglich, da die Finanzierung dieser zwei Teilprojekte durch zwei unterschiedliche Kassen erfolgt.

Zu den höheren Vergabekosten kamen zusätzlich Kosten, die gemäss dem Wittenbacher Gemeinderat im Vorfeld nicht absehbar waren. So führten etwa nötige Änderungen der Auffangbecken für Regenwasser zu höheren Materialkosten.

Zusatzaufwände entstanden auch durch teilweise schlechten Baugrund, die Erstellung einer zusätzlichen Regenabwasserleitung, Kanalreinigungen oder aufgrund von ungenauen oder falschen Werkleitungsplänen bei den Arbeiten an Hauptleitungen und Hausanschlüssen. Mit den Mehrkosten sind auch zusätzliche Honorarkosten des Ingenieurbüros verbunden.

Der Gemeinderat bewilligt den Nachtragskredit. Er hält aber fest, dass die Mehrkosten unbefriedigend seien und früher hätten angezeigt werden müssen. «Es liegen hohe Mehrkosten vor, das will ich nicht schönreden und ich bedauere, dass die effektive Umsetzung nicht im geplanten finanziellen Rahmen realisiert werden kann», so Gemeindepräsident Fredi Widmer.

Kostenkontrolle wird verschärft

Nun gelte es aus der Situation zu lernen. Die Kostenentwicklung hat gemäss dem Gemeinderat in der Infrastrukturkommission zu einer kritischen Analyse geführt. Die Mehraufwände hätten früher rapportiert und Nachtragskredite früher beantragt und gesprochen werden sollen. Aus diesem Grund wird nun der Prozess der Kostenkontrolle verfeinert. Die Bauleitung wird der Infrastrukturkommission bei Bauprojekten künftig regelmässig einen verbindlichen Kostenstand vorlegen.

Abgesehen von den Kosten läuft beim Projekt Oberwiesen alles wie geplant. Bei der Sanierung der Kanalisation sind rund 85 Prozent der Bauleistungen ausgeführt worden. Bis Mitte 2019 wird das Projekt mit der Fichtenstrasse als letzte Etappe abgeschlossen. 2020 folgen im Rahmen der Umsetzung des Konzepts Tempo 30 noch die Deckbeläge. Das Gebiet Oberwiesen ist eines der Wittenbacher Quartiere, in dem die Tempo-30-Zone in Planung ist. Die Infrastrukturkommission hat im Sommer ein Konzept zur Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen vorgelegt. In Wittenbach soll während den nächsten Jahren nach und nach flächendeckend Tempo 30 eingeführt werden.

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