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In St.Gallen eröffnet bald ein Pop-Up-Store der Stille

Je näher das Weihnachtsfest rückt, desto hektischer wird unser Alltag. Um dem Trubel entgegen zu wirken, entsteht nun ein Pop-up-Store, der nichts verkauft.
Jonas Manser
Matthias Wenk von der Cityseelsorge im temporären Ort der Stille. (Bild: Michel Canonica)

Matthias Wenk von der Cityseelsorge im temporären Ort der Stille. (Bild: Michel Canonica)

Noch ist es unruhig im Pop-up-Store in der Hinterlauben 10 – ab Dezember soll dann für einen Monat Stille einkehren. Denn der neue Laden verkauft nichts, sondern schenkt Stille. «PopUpStille» heisst das neue Projekt der Cityseelsorge und von «Kirche in der City». Das Ressort «Spiritualität und neue Gottesdienstformen» der Cityseelsorge will mit dem Laden einen Ort der Ruhe inmitten des vorweihnachtlichen Trubels schaffen, eine Ergänzung zum üblichen Angebot in der Stadt: Entschleunigung, Berührung und Meditation.

Der Pop-up-Store besteht aus zwei Räumen. Der erste längliche Raum dient der Entschleunigung. Besucher werden am Tresen direkt beim Eingang begrüsst. Dort können sie ihre Einkäufe und Jacken abgegeben und sich mit einem Tee aufwärmen. «Ein Schreiner hat eigens für dieses Projekt Holzstühle gemacht», sagt Matthias Wenk von der Cityseelsorge. Auf diesen mit weissem Fell überzogenen Sitzgelegenheiten könne man zur Ruhe kommen, via MP3-Player sanfte Musik hören, oder sich die Hände massieren lassen. Im zweiten, dem Meditationsraum, werde es dann ganz still sein. Dort stehen Meditationsutensilien wie Matten, Kissen und Hocker bereit.

Auseinandersetzung mit sich selbst

Was verbindet die Kirche mit der Meditation? «In der Stille nimmt man sich anders wahr. Die Auseinandersetzung mit sich selbst ist für mich bereits eine Form der Spiritualität», erklärt Wenk. Die Stille und das In-Sich-Gehen sei schon immer ein wichtiger Aspekt von Glauben gewesen. Hier könne man unverbindlich vorbeikommen und ausprobieren. «Wir haben deshalb bewusst einen Laden in der Stadt gewählt und keinen kirchlichen Raum, um ein Angebot für viele zu sein.»

Andere Art von Gottesdienst

Das Bedürfnis für ein solches Angebot sei vorhanden. Aus eigener Erfahrung suchten in der heutigen Zeit viele Personen die Stille, sagt der Seelsorger. Er hofft, dass Besucherinnen und Besucher durch das Projekt erfahren, welchen positiven Einfluss die Stille auf ihren Alltag haben kann. Für Wenk ist dieser Ort der Stille im weiten Sinne eine Form des Gottesdienstes. Er hilft beim Bewältigen des Alltags.

Betreut wird der Laden jeweils von mindestens zwei Personen. An Helferinnen und Helfern mangelt es dem Pop-up-Store nicht. «Wir haben mindestens 25 Freiwillige, die uns aushelfen», sagt Wenk. Den Raum hat die Cityseelsorge bis Februar gemietet. Dort werden sie ihr Temporärbüro einrichten und den Raum für Projekte zur Verfügung stellen, die dem Motiv der Stille entsprechen. Eine Meditationsgruppe habe den Raum bereits für sich entdeckt. Aber auch eine Musikgruppe habe Interesse gezeigt. Diese werde aber wahrscheinlich kein Heavy Metal spielen.

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