Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

St.Galler Stadtveränderung dokumentiert: Die Schätze des Fotohauses Zumbühl

Alte Fotos dokumentieren, wie sich St.Gallen seit Mitte des 19. Jahrhunderts verändert hat. Archive von Fotohäusern sind daher für Historiker wertvolle Quellen. Vor allem, wenn sie so weit zurückreichen wie die Sammlung der Fotografendynastie Zumbühl.
Reto Voneschen
Der Gebäudekomplex des alten Union am westlichen Ende des Marktplatzes bestand aus drei Häusern. Es wurde 1950/51 durch das heutige Gebäude ersetzt. Das Bild aus der Sammlung Zumbühl datiert aus den 1940er-Jahren. (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Der Gebäudekomplex des alten Union am westlichen Ende des Marktplatzes bestand aus drei Häusern. Es wurde 1950/51 durch das heutige Gebäude ersetzt. Das Bild aus der Sammlung Zumbühl datiert aus den 1940er-Jahren. (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Die gleiche Stelle mit der neuen Union. (Bilder: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

Die gleiche Stelle mit der neuen Union. (Bilder: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

Städtisches Leben bedeutet stetige Veränderung. Nirgends wird das so gut sichtbar wie im baulichen Gesicht einer Stadt. Auch St.Gallen hat sich diesbezüglich in den vergangenen 150 Jahren gewaltig verändert. Trotzdem ist vielenorts das Grundraster der alten Stadt immer noch zu erkennen, teils bis zurück ins Mittelalter.

Viele Bilder sind verloren gegangen

Alte Fotografien illustrieren nicht nur, wie die Stadt früher einmal aussah. Eine Serie von Bildern über mehrere Jahrzehnte kann helfen, bestimmte Entwicklungen nachvollziehbar zu machen. Für Laien sind alte Fotos aber vor allem eine nostalgische Augenweide.

Ende der 1950er-Jahre an der Abweizung der Konkordia- aus der Lämmlisbrunnenstrasse. Die Visiere stehen für den Neubau, in dem heute das Figurentheater untergebracht ist. Hinten rechts ist der 1931/32 gebaute «Säntis», hinter den Gärten sind die Rückseiten der Häuser entlang der Linsebühlstrasse zu erkennen. (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Ende der 1950er-Jahre an der Abweizung der Konkordia- aus der Lämmlisbrunnenstrasse. Die Visiere stehen für den Neubau, in dem heute das Figurentheater untergebracht ist. Hinten rechts ist der 1931/32 gebaute «Säntis», hinter den Gärten sind die Rückseiten der Häuser entlang der Linsebühlstrasse zu erkennen. (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Die gleiche Stelle mit dem Haus Lämmlisbrunnenstrasse 34 heute. (Bild: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

Die gleiche Stelle mit dem Haus Lämmlisbrunnenstrasse 34 heute. (Bild: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

An altes Bildmaterial zu kommen, ist gar nicht so einfach. Vieles ist im Laufe der Jahre und Jahrzehnte verloren gegangen. Eine der wertvollsten Quellen sind die Nachlässe grosser Fotohäuser. Im Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen liegen so etwa die Sammlungen von Foto Gross, in der Vadianischen Sammlung der Bestand von Bildern des Fotohauses Zumbühl.

Eine Fotografendynastie

Letzteres wurde 1906 von August Zumbühl an der Heimatstrasse 26 gegründet. Ein Glücksfall war, dass er 1924 das Atelier Schobinger und Sandherr an der Rorschacher Strasse 7 samt einer umfangreichen Sammlung von Negativen auf Glasplatten übernehmen konnte. In diesem Bestand befanden sich Bilder wichtiger Baudenkmäler bis weit zurück ins 19. Jahrhundert.

Die Linsebühlstrasse vor 1889: Links sind die Häuser 67 (1889 durch Neubau ersetzt, heute Standort Velo Pfiffner) und 77 (1898/99 durch Neubau mit Post und Polizeiposten ersetzt, heute ist darin unter anderem das Kaffeehaus untergebracht). (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Die Linsebühlstrasse vor 1889: Links sind die Häuser 67 (1889 durch Neubau ersetzt, heute Standort Velo Pfiffner) und 77 (1898/99 durch Neubau mit Post und Polizeiposten ersetzt, heute ist darin unter anderem das Kaffeehaus untergebracht). (Bild: Ortsbürgergemeinde der Stadt St.Gallen)

Linsebühlstrasse 67 und 77 heute. (Bild: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

Linsebühlstrasse 67 und 77 heute. (Bild: Reto Voneschen - 15. Mai 2019)

1936 folgten die Söhne Heinrich, Emil und Otto Zumbühl ihrem Vater im Atelier und führten es bis 1972 weiter. Dann übergaben sie dessen umfangreiche Bestände der Vadianischen Sammlung. Von dieser wurden sie systematisch katalogisiert. Was sich gelohnt hat: In dieser Sammlung finden sich einige der spannend­sten Bilder von Alt-St.Gallen während der Stickereiblüte. Erschlossen sind sie über den Katalog, aber auch über Bücher mit Fotokopien.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.