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St.Galler Stadtrat will vorerst nicht mehr Stellplätze für Wohnmobile

Ein CVP-Stadtparlamentarier hat in einer Einfachen Anfrage die unbefriedigende Situation für Caravans in St. Gallen kritisiert. In seiner Antwort erklärt der Stadtrat, das Angebot in der Region reiche aus.
Luca Ghiselli
Eine Ausnahme: Lehrerinnen campen während eines Weiterbildungskongresses vor dem Schulhaus Buchental. (Bild: Urs Bucher, 17. Juli 2017)

Eine Ausnahme: Lehrerinnen campen während eines Weiterbildungskongresses vor dem Schulhaus Buchental. (Bild: Urs Bucher, 17. Juli 2017)

Wohnmobile liegen im Trend: Über 50000 davon sind in der Schweiz zugelassen, in Deutschland sind es gar über 450000, Tendenz steigend. Und die Caravan-Touristen sind gefragt: Sie sind in der Regel über 50 Jahre alt, verdienen gut und geben gerne viel für Freizeitaktivitäten, Einkäufe und Gastronomie aus.

Zwar gibt es in der Tourismusregion St. Gallen-Bodensee zahlreiche Standplätze für die mobilen Ferienheime, in der Stadt selbst ist das Angebot aber äusserst überschaubar. Gerade einmal zwei Plätze beim Paul-Grüninger-Stadion im Krontal stehen für Wohnmobile zur Verfügung – und diese bedürfen erst noch dringend einer Sanierung.

Diese Umstände haben den Ende Januar zurücktretenden CVP-Stadtparlamentarier Werner Ruppeiner dazu bewogen, einen Vorstoss einzureichen. Unter anderem wollte er vom Stadtrat wissen, ob dieser sich vorstellen könnte, in den Sommermonaten zusätzliche Plätze, zum Beispiel auf der Kreuzbleiche, bereitzustellen.

Stadtrat äussert Bedenken

In seiner Antwort gibt der Stadtrat zu bedenken, dass ein solches Vorhaben verkehrs- und raumplanerisch nicht leicht umzusetzen sei. Zwar sei es vorstellbar, auf der chaussierten Fläche der Kreuzbleiche Stellplätze zur Verfügung zu stellen. Die Fläche werde aber unter anderem für Zirkusaufführungen und von der Voltige-Gruppe genutzt. Ausserdem äussert der Stadtrat verkehrstechnische Bedenken, da die Bogenstrasse bereits stark ausgelastet sei und die Fahrtenzahlen auf der Militärstrasse sich nicht massiv erhöhen sollten.

Zu klären wären ausserdem die Kosten, die anfallen würden, wenn man den Platz auf der Kreuzbleiche für Wohnmobile ausrüsten würde. Nötig wären unter anderem ein Wasser- und Stromanschluss sowie ein Zahlungssystem und eine Toilette. «Geeignete Plätze wären mittels einer vertieften Standortevaluation zu klären», kommt der Stadtrat in seiner Antwort zum Schluss.

Eine mögliche Alternative wäre der Spelteriniplatz. Doch auch hier gibt es diverse Nutzungsbeschränkungen durch den Circus Knie und die beiden Jahrmärkte.

Infrastruktur wird nicht erneuert

Auch an den bestehenden zwei Stellplätzen will der Stadtrat nicht mehr investieren. Die Infrastruktur-Anlage müsste für 5000 Franken saniert werden, eine neue würde 30000 Franken kosten. «Aufgrund der grossen Zahl Stellplätze in der Region erachtet der Stadtrat Investitionen in diesem Umfang als nicht sinnvoll.» (ghi)

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