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Nach der Geburt eine Böschung hinunter gepurzelt: St.Galler Stadtpolizisten führen Rehkitze mit Mutter zusammen

Mit einem sehr ungewöhnlichen Fall sind am Dienstag St.Galler Stadtpolizisten konfrontiert gewesen: Sie mussten zwei frisch geborene Rehkitze versorgen, die nicht mehr zu ihrer Mutter fanden. Die Familienzusammenführung gelang problemlos.
Die Stadtpolizisten mit den beiden erst wenige Stunden zuvor geborenen Rehkitzen. (Bilder: Stadtpolizei St.Gallen - 7. Mai 2019)

Die Stadtpolizisten mit den beiden erst wenige Stunden zuvor geborenen Rehkitzen. (Bilder: Stadtpolizei St.Gallen - 7. Mai 2019)

(stapo/vre) Man ist sich in Sachen tierischer Einsätze der St.Galler Stadtpolizei ja einiges gewohnt. Da war die Rettung einer in ein Klärbecken gefallenen Landschildkröte. Regelmässig sind ausgebrochene Kornnattern, weniger regelmässig, aber auch schon waren Lamas des Circus Knie auf der St.-Jakob-Strasse einzufangen. Und vor Jahren mussten Polizisten sogar einen in der Toilettenschüssel einer Wohnung aufgetauchten Siebenschläfer bergen.

Auf der Strasse gelandet

Am Dienstagnachmittag waren Stadtpolizisten mit einer Situation konfrontiert, die sogar diese früheren Fälle in den Schatten stellte. Sie mussten in St.Georgen zwei frisch geborene Rehkitze ihrer Mutter zuführen. Die beiden Jungen waren gemäss Mitteilung der Stadtpolizei bei der Geburt eine Böschung hinunter gepurzelt und hatten noch nicht die Kraft selbständig zu ihr zurückzukehren.

Ganz geheuer ist dem Winzling die polizeiliche Betreuung offensichtlich nicht.

Ganz geheuer ist dem Winzling die polizeiliche Betreuung offensichtlich nicht.

Ein erstes Jungtier war am Dienstag, 14 Uhr, von einer Passantin an der Beckenhaldenstrasse entdeckt worden. Sie alarmierte die Stadtpolizei. Als Polizisten das Kitz aufheben wollten, raschelte es im Gebüsch und eine zweites Jungtier purzelte auf den Weg. Die Mutter stand weiter oben am Hang und rief nach ihren Jungen. Die Polizisten bargen die beiden Kitze und deponierten sie oberhalb der Böschung. Nach kurzer Zeit kam die Rehmutter zu ihren Jungen und führte sie in den Wald.

Rehkitze nicht berühren

In ihrer Mitteilung über den Vorfall erinnert die Stadtpolizei daran, dass irgendwo aufgefundene Rehkitze nicht berührt werden dürfen. Wer solche Tiere findet soll Polizei oder Wildhüter informieren. Nach dem Anfassen der Jungtiere ohne geeignete Handschuhe könne es vorkommen, dass Kitze von der Rehmutter verstossen würden, schreibt die Stadtpolizei.

Die beiden Rehkitze. Die Polizei erinnert in ihrer Mitteilung daran, dass nur Fachleute solche Tiere berühren sollten.

Die beiden Rehkitze. Die Polizei erinnert in ihrer Mitteilung daran, dass nur Fachleute solche Tiere berühren sollten.

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