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St.Galler Stadtparlament sagt Ja zur Umgestaltung der Zürcher Strasse

Ohne Gegenstimmen hat das St.Galler Stadtparlament am Dienstagabend Sanierung und Umgestaltung der Zürcher Strasse in der Lachen zugestimmt. Die Vorlage wurde links wie rechts als guter Kompromiss gelobt. 2006 war eine ähnliche Vorlage für die Zürcher Strasse vom städtischen Stimmvolk versenkt worden.
Reto Voneschen
Üben für den grossen Umbau: Im vergangenen Sommer wurde in die Zürcher Strasse in der Lachen eine Fernwärmeleitung verlegt. Das gab einen Eindruck von der Baustelle, die im Quartier bald einmal für Sanierung und Umgestaltung der Verkehrsachse geöffnet werden soll. (Bild: Ralph Ribi - 5. September 2018)

Üben für den grossen Umbau: Im vergangenen Sommer wurde in die Zürcher Strasse in der Lachen eine Fernwärmeleitung verlegt. Das gab einen Eindruck von der Baustelle, die im Quartier bald einmal für Sanierung und Umgestaltung der Verkehrsachse geöffnet werden soll. (Bild: Ralph Ribi - 5. September 2018)

Die Bemühungen der Stadt, möglichst viele Betroffene und Interessierte in die Entwicklung des Projektes für Sanierung und Umgestaltung der Zürcher Strasse in der Lachen einzubinden, tragen Früchte. Im Parlament blieb die Vorlage gestern unbestritten. Der Kostenanteil von über 9,8 Millionen Franken zu Lasten der Stadt wurde mit 58 Ja bei zwei Enthaltungen und drei Absenzen sehr deutlich bewilligt.

2006 war ein erster Anlauf zur Umgestaltung der Zürcher Strasse zwischen Rechenstrasse und Kreuzbleiche vom Stimmvolk bachab geschickt worden. Die Sanierung von Leitungen und Strasse, die auch diesmal den grössten Teil der Kosten ausmacht, war seinerzeit unbestritten. Bekämpft wurde die Umgestaltung unter anderem wegen geplanter Fahrbahnverengungen sowie dem Abbau von Parkplätzen und der Aufhebung von Fussgänger-Lichtsignalen im Zentrum des Quartiers.

Die aktuelle Vorlage für die Zürcher Strasse in der Lachen wurde jetzt quer durchs Parlament als Kompromiss gelobt. Mit Rücksicht auf «den gut austarierten Kompromiss» (so Franziska Ryser, Sprecherin Grüne/Junge Grüne) verzichtete die SP/Juso/PFG-Fraktion gemäss Peter Olibet (SP) ausdrücklich darauf, sehr wohl vorhandene Zusatzwünsche – wie Tempo 30 – in die Debatte einzubringen.

Was sagt der Kanton zu den Fahrbahnhaltestellen?

Auf Zustimmung stiess die Vorlage auch rechts der Mitte. Wobei CVP/EVP-Sprecher Thomas Meyer und FDP-Sprecher Werner Kühne gewisse Zweifel an der Machbarkeit der Fahrbahnhaltestellen für den Stadtbus im Zentrum der Lachen äusserten. Man werde sehen, was der Kanton dazu sage.

Kritik an einigen «weniger überzeugenden» Punkten des Kompromisses übte Thomas Brunner (GLP). Er setzte unter anderem ein Fragezeichen zur Frist von zwölf Jahren, die trotz des hohen Sanierungsbedarfs der Werkleitungen zwischen dem Nein zur ersten und der Präsentation der aktuellen Vorlage lag.

Die Zürcher Strasse im Zentrum des Lachen-Quartiers. Im Hintergrund ist der Bau des Bundesverwaltungsgerichts zu erkennen. (Bild: Hanspeter Schiess - 29. April 2014)

Die Zürcher Strasse im Zentrum des Lachen-Quartiers. Im Hintergrund ist der Bau des Bundesverwaltungsgerichts zu erkennen. (Bild: Hanspeter Schiess - 29. April 2014)

Brunner wies auch darauf hin, dass Auto-, Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr unterschiedlich tickten. Es sei daher nicht möglich, eine Strasse «monothematisch» zu optimieren. Wenn die städtischen Strassenbauer dies nicht beachteten, komme es zu Planungfehlern, die später im Alltag der Verkehrsteilnehmer zu einem gefährlichen «Durchwursteln» und zu Aggressionen führten. Dadurch leide die Verkehrssicherheit.

Unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt

Stadträtin Maria Pappa konnte mit dieser Kritik nicht allzu viel anfangen. Brunner müsse ihr einmal in einer ruhigen Minute erklären, was er konkret meine. Das Projekt für die Zürcher Strasse nehme jedenfalls Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsteilnehmer.

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