ST.GALLER STADT-TICKER
Wie velofreundlich ist die Stadt? +++ Sturm aufs Polizeigebäude: Es war eine Übung +++ Nach Unfall weitergefahren +++ Geht der Schweiz der Strom aus?

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen und der Umgebung: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Mittwoch, 20. Oktober - 16:32 Uhr

Umfrage von Pro Velo: Wie velofreundlich ist die Stadt St.Gallen?

Wie gut fühlen sich Velofahrerinnen und Velofahrer in den Schweizer Städten? Pro Velo führt seit 2005 alle vier Jahre eine Online-Befragung zu diesem Thema durch. Noch bis Ende November kann man an der aktuellen Umfrage teilnehmen und die eigene Gemeinde vom Velosattel aus bewerten. Teilnehmerinnen und Teilnehmern können ein E-Bike im Wert von 5'000 Franken und 95 andere Velo-Preise gewinnen.

Die Veloprix-Umfrage erhebt auch, wie sicher sich Velofahrerinnen und Velofahrer in einer Stadt oder Gemeinde fühlen.

Die Veloprix-Umfrage erhebt auch, wie sicher sich Velofahrerinnen und Velofahrer in einer Stadt oder Gemeinde fühlen.

Bild: Bruno Kissling
(12.10.2020)

In ihrem Newsletter ruft die Stadt St.Gallen jetzt zur Teilnahme an der Prixvelo-Umfrage auf. Die Resultate würden der Verkehrsplanung Hinweise liefern, wo velomässig der Schuh drückt und was es brauche, damit mehr Städterinnen und Städter auf den Drahtesel umstiegen. Der Vergleich mit anderen Städten werde zeigen, in welchen Bereichen St.Gallen überdurchschnittlich gut sei, aber auch die Velofahrerinnen und Velofahrer Handlungsbedarf sähen, heisst es im Newsletter.

Die Veloprix-Umfrage findet sich im Internet. Sie auszufüllen, dauert etwa zehn Minuten. Teilnahmeschluss ist am 30. November. Im Frühling 2022 wird Pro Velo auf Basis der Befragung die velofreundlichsten Schweizer Städte und Gemeinden in drei Grössenklassen mit dem «Prix Velo» auszeichnen. (pd/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 14:57 Uhr

Wenn einem die Polizei aufs Dach steigt: Sondereinheit der Stadtpolizei St.Gallen übt mit Helikopter an der Vadianstrasse 57

Der Helikopter des Typ EC635 der Schweizer Luftwaffe fliegt das Polizeigebäude an. Die Polizisten sind zum Abseilen bereit.

Der Helikopter des Typ EC635 der Schweizer Luftwaffe fliegt das Polizeigebäude an. Die Polizisten sind zum Abseilen bereit.

Bild: Stadtpolizei SG (20.10.2021)

Das Szenario gehört zu jedem guten Filmthriller: Irgendwann schwebt der Helikopter über dem Haus ein, in dem sich die Bösen verschanzt haben, und setzt eine Spezialeinheit auf dem Dach ab. Dafür landet das Fluggerät allerdings nicht, sondern es schwebt über dem Zielobjekt und die Einsatzkräfte seilen sich spektakulär ab.

Drei Elitepolizisten seilen sich aufs Dach ab, auf dem der Helikopter auch wegen verschiedener Aufbauten nicht landen könnte.

Drei Elitepolizisten seilen sich aufs Dach ab, auf dem der Helikopter auch wegen verschiedener Aufbauten nicht landen könnte.

Bild: Stadtpolizei SG (20.10.2021)

Solche Szenen gab's am Mittwoch auch in St.Gallen zu sehen. Allerdings hatte niemand im Polizeigebäude an der Vadianstrasse 57 Geiseln genommen, es handelte sich schlicht um eine Übung, wie dem Facebook-Auftritt der Stadtpolizei zu entnehmen ist. Die Sondereinheit der Stadtpolizei (SE STEP) hat zusammen mit der Interventionseinheit Skorpion der Stadtpolizei Zürich geübt. Dabei haben sich die Spezialisten auch aus einem Helikopter der Schweizer Luftwaffe abgeseilt.

Mittwoch, 20. Oktober - 14:38 Uhr

Nach Kollision mit Velo weitergefahren: Stadtpolizei sucht Zeugen

Am frühen Dienstagabend hat eine Autolenkerin neben dem St.Galler Fussballstadion einen Velofahrer angefahren und leicht verletzt. Danach setzte die Frau ihre Fahrt fort, ohne sich um das Unfallopfer zu kümmern. Die Stadtpolizei sucht jetzt unter 071'224'60'00 Zeuginnen und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zum Fahrzeug und zur Frau am Steuer machen können.

Die Verzweigung der Zürcher- mit der Hafnersbergstrasse. Hier hat am Dienstag ein Auto einen Velofahrer erfasst und leicht verletzt.

Die Verzweigung der Zürcher- mit der Hafnersbergstrasse. Hier hat am Dienstag ein Auto einen Velofahrer erfasst und leicht verletzt.

Bild: Stadtpolizei SG (19.10.2021)

Zum Unfall ist es gemäss Mitteilung am Dienstag, kurz nach 18 Uhr, gekommen. Auf der Verzweigung Hafnersberg- und Zürcher Strasse in Winkeln erfasste das Auto den Velofahrer. Der 46-Jährige stürzte dadurch und verletzte sich eher leicht am Bein. Gemäss seiner Aussage wurde das in den Unfall verwickelte Auto von «einer weiblichen Person» gelenkt. Diese wird jetzt von der Polizei gesucht. (stapo/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 12:01 Uhr

Franziska Ryser und Mike Egger diskutieren: Geht uns der Strom aus?

Dass die Energiewende kein Schleck werden könnte, hat man ja geahnt. Als am vergangenen Wochenende bekannt wurde, dass der Schweiz aber im schlimmsten Fall ab 2025 konkrete Lücken in der Stromversorgung drohen könnten, war das für viele trotzdem eine Überraschung. Die entsprechenden Aussagen stammen von Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Er ruft derzeit im Rahmen einer Kampagne Unternehmen auf, sich auf eine allfällige Mangellage bei der Stromversorgung vorzubereiten.

Franziska Ryser und Mike Egger kurz nach den Nationalratswahlen 2019 im TVO-Interview in ihrer gemeinsamen WG in Bern.

Franziska Ryser und Mike Egger kurz nach den Nationalratswahlen 2019 im TVO-Interview in ihrer gemeinsamen WG in Bern.

Bild: Christina Brunner
(19.12.2019)

Wie konkret ist die Gefahr eines Blackouts für die Schweiz tatsächlich? Über diese und andere Energiefragen lässt das Ostschweizer Regionalfernsehen TVO am Mittwochabend zwei St.Galler Nationalratsmitglieder diskutieren. In der Sendung «Zur Sache» kreuzen die Grüne Franziska Ryser (St.Gallen) und SVP-Politiker Mike Egger (Berneck) wieder einmal verbal die Klingen. Moderiert wird die Sendung von Dumeni Casaulta, Redaktionsleiter «Radio FM1» und «FM1Today».

Die Erstausstrahlung der Sendung «Zur Sache» über die drohende Stromlücke ist am Mittwoch, 18.30 Uhr. Danach wird sie stündlich wiederholt. Natürlich ist der Beitrag ab heute Abend auch im Onlineauftritt von TVO abrufbar. (pd/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 11:39 Uhr

Plastik auf dem eingeschalteten Kochherd vergessen

Fahrlässig einen Brand verursacht hat am Dienstagabend in Goldach ein Rentner. Er wird deswegen gemäss Mitteilung vom Mittwoch von der Kantonspolizei zur Anzeige gebracht. Auf das Feuer aufmerksam geworden war am Dienstag, 19 Uhr, ein Anwohner der Sulzstrasse in Goldach. Er hatte dem Notruf eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung gemeldet. Die Feuerwehr stiess dann dort auf einen eingeschalteten Kochherd, auf dem Plastikmüll lag, der bereits am Schmelzen war. Beim Zwischenfall wurde niemand verletzt und es entstand auch nur geringer Sachschaden. (kapo/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 11:20 Uhr

Neue Direktorin fürs Textilmuseum St.Gallen: Mandana Roozpeikar löst im März 2022 den interimistischen Leiter Stefan Aschwanden ab

Das Textilmuseum St.Gallen bekommt wieder eine Direktorin. Der Trägerverein hat Mandana Roozpeikar in dieses Amt gewählt. Die 43-Jährige ist aktuell fürs Weltkulturerbe Stiftsbezirk St.Gallen tätig, und zwar als Leiterin für Ausstellungen und Vermittlung. Neben dem Personalmanagement mit Budgetverantwortung ist sie damit auch für Marketing und Kommunikation zuständig, wie es in einer Mitteilung des Textilmuseums heisst. Die Direktion des Textilmuseums übernimmt die Ethnologin mit Erfahrungen als Kuratorin und Projektleiterin an verschiedenen Museen in der Schweiz und in Wien.

Mandana Roozpeikar übernimmt im März 2022 die Direktion des Textilmuseums St.Gallen.

Mandana Roozpeikar übernimmt im März 2022 die Direktion des Textilmuseums St.Gallen.

Bild: Ralph Ribi (23.11.2018)

Roozpeikar löst Stefan Aschwanden. Er leitet das Textilmuseum St.Gallen seit 1. September 2020 als interimistischer Direktor. Der 62-jährige Historiker und Betriebswirt hatte zuvor Barbara Karl abgelöst. Sie hatte das Textilmuseum ab 2017 geführt, war aber im Frühling 2020 schwer erkrankt. Sie hatte deswegen die Direktion des Textilmuseums abgegeben und die Leitung der wissenschaftlichen Projekte im Textilmuseum übernommen. (pd/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 10:40 Uhr

Bauarbeiten im Güterbahnhof auf Zielgeraden: Erster Zug befährt begradigte Strecke der Appenzeller Bahnen am Montag, kurz nach 5.22 Uhr

Die Arbeiten an den Gleisen der Appenzeller Bahnen (AB) im alten St.Galler Güterbahnhof stehen vor dem Abschluss. Derzeit wird die Neubaustrecke entlang der Nordseite der alten Güterschuppen bei der Leonhards- und bei der Vonwilbrücke mit der bestehenden Eisenbahnlinie von St.Gallen nach Teufen verbunden. Für diese Arbeiten ist einerseits der Durchgang durch den alten Güterbahnhof auch für Fussgänger und Velos während einer Woche unterbrochen (ST.GALLER STADT-TICKER, 18.10.2021, 14:52). Anderseits verkehren in dieser Zeit auch keine Züge zwischen St.Gallen und Teufen, dafür wird ein Ersatzbus angeboten.

Gleisarbeiten bei der St.-Leonhard-Brücke: Hier fahren die Züge der Appenzeller Bahnen ab kommender Woche nicht mehr nach links um die Ecke, sondern geradeaus zur Vonwilbrücke.

Gleisarbeiten bei der St.-Leonhard-Brücke: Hier fahren die Züge der Appenzeller Bahnen ab kommender Woche nicht mehr nach links um die Ecke, sondern geradeaus zur Vonwilbrücke.

Bild: Sandro Büchler
(19.10.2021)

Die alte, kurvige AB-Strecke auf der Südseite des Güterbahnhofs ist bereits ausser Betrieb gestellt. Sie wurde schon am vergangenen Sonntag, kurz vor Mitternacht, letztmals von einem Zug befahren. Die neue Strecke wird nach Angaben der Bahnen am kommenden Montag in Betrieb genommen. Der erste Zug wird kurz nach 5.22 Uhr fahren. Neu umfahren die AB-Züge den Güterbahnhof nicht mehr südlich, sondern verkehren auf direkter Linie zwischen St.Leonhard und Vonwil. Am Ende der alten Güterschuppen wird zudem eine neue Haltestelle gebaut. Sie wird mit dem Wechsel des Fahrplans vom 12. Dezember in Betrieb genommen. (sab/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 10:05 Uhr

Autobahnzubringer Kreuzbleiche: Von Lastwagen demolierte Signalisation hängt wieder

Am 25. Juni hatte ein Lastwagen, dessen Kranarm nicht ganz eingefahren war, beim Autobahnzubringer Kreuzbleiche in St.Gallen eine sogenannte Überkopfsignalisation heruntergerissen. Die Wegweiser über den Fahrspuren neben der Villa Wiesental sind jetzt wieder montiert worden. Wegen Corona-Engpässen bei der Lieferung des dafür nötigen Materials hatte Stadtingenieur Beat Rietmann bereits vor den Sommerferien gewarnt, der Ersatz könne sich bis in den Herbst hinziehen.

Die an der Verzweigung St.-Leonhard- und Rosenbergstrasse über der Fahrbahn hängenden Signale waren Ende Juni von einem Lastwagen abgeräumt worden.

Die an der Verzweigung St.-Leonhard- und Rosenbergstrasse über der Fahrbahn hängenden Signale waren Ende Juni von einem Lastwagen abgeräumt worden.

Bild: Sandro Büchler
(19.10.2021)

Für die Stadt war schon unmittelbar nach dem Unfall mit dem Lastwagen klar, dass die vom Lastwagen abgeräumte und demolierte Signalisation wieder ersetzt würde. Beat Rietmann: «Die Überkopfsignalisation ist an dieser viel befahrenen Stelle unmittelbar vor dem Autobahnzubringer Kreuzbleiche nötig und wird daher auch so rasch als möglich ersetzt.» Der auf Mass gefertigte Ersatz hängt jetzt wieder. (vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 8:46 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 185 neue Ansteckungen am Dienstag

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt für Dienstag 185 (Montag: 155) neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 55'519 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Dienstag wurde kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit bei 742.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 19. Oktober, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 19. Oktober, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Dienstagabend im Kanton St.Gallen 26 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Sieben von ihnen lagen auf einer Intensivstation, vier mussten künstlich beatmet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 142 (So: 123, Mo: 125), die 14-Tage-Inzidenz bei 265 (So: 240, Mo: 246). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. (SK/vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 8:29 Uhr

Stadt schreibt Klubhaus zur Vermietung aus: 7'900 Franken Monatsmiete

Ende September ist hinter dem St.Galler Hauptbahnhof eine Ära zu Ende gegangen: Das Spanische Klubhaus gab nach längerer Coronapause auf. Der Spanierverein Hogar Español hatte in den eigenen Reihen niemand mehr gefunden, der den über die Stadt hinaus beliebten Treffpunkt hätte weiterführen wollen. Die Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft hat das Gebäude an der Klubhausstrasse 3 zur Neuvermietung ausgeschrieben. Die städtische Standortförderung macht jetzt darauf in ihrem Newsletter aufmerksam.

Das Spanische Klubhaus hinter dem Hauptbahnhof St.Gallen.

Das Spanische Klubhaus hinter dem Hauptbahnhof St.Gallen.

Bild: Andri Vöhringer
(21.9.2021)

Gemäss Inserat im Internet geht es dabei um eine Nutzfläche von 799 Quadratmetern. Vermietet wird der Quadratmeter für 119 Franken pro Jahr, was einer Jahresmiete von gut 95'000 Franken oder einer Monatsmiete von gut 7'900 Franken entspricht. Ohne Nebenkosten. Bezogen werden kann das 2018/19 letztmals für eine Betriebsdauer von 15 bis 20 Jahren renovierte Haus ab sofort. In die Sanierung hat die Stadt gut 1,8 Millionen Franken investiert. Ihr gehört die Liegenschaft seit 2015.

Zum Klubhaus gehören gemäss Newsletter der Standortförderung ein Restaurant und ein Barbereich mit 100 Sitzplätzen im Erdgeschoss. Dazu kommen im Obergeschoss zwei Gesellschaftsräume mit je 20 Sitzplätzen. Büros und Sitzungszimmer befinden sich ebenfalls im ersten Obergeschoss. Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe des Klubhauses in grösserer Zahl vorhanden (unter anderem im Bahnhofparking). (vre)

Mittwoch, 20. Oktober - 8:01 Uhr

Diskussion um Strassenmarkierungen kurz vor Grabarbeiten in Winkeln: Stadt erklärt sich, Kritiker schiebt Frage nach

Ende September wurde an der Sturzeggstrasse in Winkeln ein Fussgängerstreifen neu gegossen. Jetzt soll dort, wo sich der neue Streifen befindet, bereits wieder die Wasserleitung saniert und dafür die Strasse aufgegraben werden. Die entsprechenden Markierungen wurden Anfang Oktober aufgemalt. Aus dem Quartier gab’s daher Kritik im Stadtmelder, der elektronischen Klagemauer der Verwaltung. Die Stadt hat jetzt darauf geantwortet – und sie macht gute Gründe für die Auffrischung des Streifens geltend: Er sei nicht mehr gut sichtbar gewesen, aber Teil des Schulwegs. Daher habe man sich trotz der bevorstehenden Grabarbeiten für die Neumarkierung entschieden, schreibt die Stadt.

Der umstrittene Fussgängerstreifen an der Sturzeneggstrasse: Ende September erneuert, Anfang Oktober für Grabarbeiten markiert.

Der umstrittene Fussgängerstreifen an der Sturzeneggstrasse: Ende September erneuert, Anfang Oktober für Grabarbeiten markiert.

Bild: Stadtmelder (18.10.2021)

Damit wäre die Massnahme der Verkehrssicherheit geschuldet. Nötig war sie gemäss Stadt vor allem in Hinblick auf die Jahreszeit, in der es früh dunkel wird und in der mit Nebel zu rechnen ist. Zudem begännen die Arbeiten an den Leitungen weiter unten an der Strasse. Es werde daher noch mindestens zwei Monate dauern, bis sie dort aufgerissen werde, wo sich der aufgefrischte Fussgängerstreifen befinde. Der Entscheid den Streifen neu zu malen sei also «ein Abwägen zugunsten der Sicherheit» gewesen, heisst es im Stadtmelder ausdrücklich.

Sturzeneggstrasse zum Zweiten: Auch diese Fahrbahnmarkierung wurde Ende September neu gemalt und Anfang Oktober für Grabarbeiten markiert.

Sturzeneggstrasse zum Zweiten: Auch diese Fahrbahnmarkierung wurde Ende September neu gemalt und Anfang Oktober für Grabarbeiten markiert.

Bild: Stadtmelder
(19.10.2021)

Gegen das Sicherheitsargument lässt sich schwer diskutieren. Überzeugt hat die Stadt trotzdem nicht alle Skeptikerinnen und Skeptiker. Der Fussgängerstreifen müsse von Kindern zwischen dem Schulhaus Hof und dem Hofweg nicht passiert werden, hält einer im Stadtmelder dagegen. Und ein anderer hat jetzt eine Frage im Stadtmelder nachgeschoben: Nicht nur der Fussgängerstreifen sei neu gemalt worden und solle jetzt schon wieder umgepflügt werden. Das sei auch mit Fahrbahnmarkierungen an der Verzeigung Sturzenegg- und Koblerstrasse geschehen. Mit dem Schulweg hätten diese sicher nichts zu tun. Die Antwort der Stadt darauf steht noch aus. (vre)

Dienstag, 19. Oktober - 14:22 Uhr

Die Kulturgeschichte der Hauskatze: Von der verehrten Katzengöttin über die verfolgte Hexenfreundin zum beliebtesten Haustier

Im Rahmen der neuen Sonderausstellung «Die Katze - Unser wildes Haustier» referiert am Mittwoch, 19 Uhr, der Ägyptologe und Ausstellungskurator Wolfgang Wettengel im Naturmuseum St.Gallen. Er geht dabei der Kulturgeschichte der Hauskatze nach. Für den Besuch der Veranstaltung gilt die Zertifikatspflicht.

Katzen wissen sehr genau, wie sie ihre Halterin oder ihren Halter um den Finger wickeln können. Das dürfte ein Teil ihrer Beliebtheit ausmachen.

Katzen wissen sehr genau, wie sie ihre Halterin oder ihren Halter um den Finger wickeln können. Das dürfte ein Teil ihrer Beliebtheit ausmachen.

Bild: Marlen Hämmerli

Wie der Mensch auf die Katze kam (oder umgekehrt), liegt bis heute weitgehend im Dunkeln. Fachleute vermuten, dass die «Domestikation» der wilden afrikanischen Falbkatze vor 4'000 bis 5'000 Jahren in Ägypten erfolgt sein könnte. Klar ist aber auch, dass es Beziehungen zwischen Mensch und Katze bis zurück zum Beginn des Ackerbaus vor rund 9'000 Jahren gegeben hat.

Im alten Ägypten wurde die Katzengöttin Bastet verehrt. Dies wohl nicht zuletzt deshalb, weil Katzen im Kampf gegen Mäuse und Ratten damals eine überlebenswichtige Rolle spielten. In Europa wurde die Katze im Mittelalter und in der frühen Neuzeit als dämonisch oder als Begleiterin von Hexen verfolgt. Mit dem Verschwinden des Aberglaubens begann der Aufstieg der Samtpfoten zum beliebtesten Haustier. Dieser Siegeszug hält bis heute an. (pd/vre)

Dienstag, 19. Oktober - 13:59 Uhr

Am seidenen Faden

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte die Schnecke in einem Spinnennetz im Tüfentobel bei Engelburg.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte die Schnecke in einem Spinnennetz im Tüfentobel bei Engelburg.

Dienstag, 19. Oktober - 13:46 Uhr

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin im Kinok: Vier Geschichten aus dem heutigen Istanbul

«Hayaletler – Ghosts» ist das mehrfach preisgekrönte Spielfilmdebüt der türkischen Regisseurin Azra Deniz Okyay. Es folgt den Wegen von vier Personen (dreier Frauen und eines Mannes), die sich schicksalhaft an einem Tag in Istanbul kreuzen. Diesen Donnerstag hat der Streifen im Studiokino in der Lokremise seine St.Galler Premiere. Regisseurin Azra Deniz Okyay wird dabei im Kinok anwesend sein. Das Gespräch nach dem Film führt Regisseurin Jela Hasler.

Szenenbild aus dem Film «Ghosts» von Azra Deniz Okyay. Er hat am Donnerstag im Kinok seine St.Galler Premiere.

Szenenbild aus dem Film «Ghosts» von Azra Deniz Okyay. Er hat am Donnerstag im Kinok seine St.Galler Premiere.

Bild: PD

«Ghosts» ist ein Episodenfilm, der ein Schlaglicht auf ein Land wirft, das durch die Politik von Recep Tayyip Erdogan auseinanderzubrechen droht. Der Film wurde in nur 17 Tagen mehrheitlich im Istanbuler Viertel Gülensu gedreht und handelt atmosphärisch dicht von Gentrifizierung und einer verlorenen Generation. Eindrücklich zeigt er, dass Erdogans «neue Türkei» ein marodes und brüchiges Gebilde ist, worüber auch die wiederholt ins Bild gerückten neuen Bürotürme nicht hinwegtäuschen können. (pd/vre)

Tickets für die St.Galler Premiere von «Ghosts» gibt's im Internetauftritt des Kinok. Für den Kinobesuch gilt die Zertifikatspflicht.

Dienstag, 19. Oktober - 13:13 Uhr

Lokremise sucht neue Geschäftsführung: Mirjam Hadorn tritt auf Februar 2022 zurück

Nach fünf Jahren als Geschäftsführerin verlässt Mirjam Hadorn die Stiftung Lokremise per Februar 2022. Sie übernimmt gemäss Mitteilung vom Dienstag «in der Privatwirtschaft eine neue Herausforderung». Ihre Stelle in der Lokremise ist – unter anderem in deren Internetauftritt – bereits ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge läuft demnach noch bis 9. November.

Die alte Lokremise hinter dem St.Galler Hauptbahnhof ist heute eines der grössten Kulturzentren der Ostschweiz. «Bespielt» wird sie etwa vom Theater St.Gallen, dem Kunstmuseum und dem Kinok.

Die alte Lokremise hinter dem St.Galler Hauptbahnhof ist heute eines der grössten Kulturzentren der Ostschweiz. «Bespielt» wird sie etwa vom Theater St.Gallen, dem Kunstmuseum und dem Kinok.

Bild: Benjamin Manser (1.2.2016)

Gesucht wird als neue Geschäftsführerin oder neuer Geschäftsführer mit 80 Stellenprozent eine «durchsetzungsstarke Persönlichkeit mit Organisationstalent, Planungskompetenz und technischem Verständnis». Verlangt sind eine höhere Ausbildung in Kulturmanagement oder Betriebswirtschaftslehre sowie mehrere Jahre Berufs- und Führungserfahrung. Vertrautheit mit der St.Galler Kulturszene ist gemäss Stelleninserat «von Vorteil».

Mirjam Hadorn hat die Geschäftsführung der Stiftung Lokremise im Januar 2017 übernommen. Sie war in dieser Zeit massgeblich am Ausbau des Kulturzentrums hinter dem St.Galler Hauptbahnhof beteiligt. Auch dank ihrem Engagement habe sich die Lokremise mit rund 100‘000 Gästen pro Jahr als Ort für Theater, Tanz, Kino, Kunst und Gastronomie zu einem der grössten Kulturorte der Ostschweiz entwickelt, heisst es in der Mitteilung. In der Lokremise finden in «normalen» Jahren rund 260 externe Veranstaltungen statt. (pd/vre)

Dienstag, 19. Oktober - 11:55 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 155 neue Fälle am Montag, tiefste Ansteckungszahlen in den Wahlkreisen Rorschach und St.Gallen-Gossau

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt für Montag 155 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 55'334 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Montag wurde kein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit bei 742.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 18. Oktober, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 18. Oktober, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Montagabend im Kanton St.Gallen 27 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Neun von ihnen lagen auf einer Intensivstation, sechs mussten künstlich beatmet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 125 (Sonntag: 123), die 14-Tage-Inzidenz bei 246 (Sonntag: 240). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die geografische Verteilung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen gemessen an den Neuansteckungen der vergangenen 14 Tage hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die geografische Verteilung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen gemessen an den Neuansteckungen der vergangenen 14 Tage hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Grafik: Fachstelle Statistik Kanton SG

Der Hotspot der Coronapandemie im Kanton St.Gallen gemessen an der 14-Tage-Inzidenz liegt derzeit in den Wahlkreisen Toggenburg (415,30) und Sarganserland (363,94). Das beste, weil tiefste Resultat weisen die Wahlkreise Rorschach (138,86) und St.Gallen-Gossau (170,05) auf. Im Mittelfeld liegen das Rheintal (225,89), Wil (243,33), Werdenberg (250,04) und See-Gaster (279,14). (SK/vre)

Dienstag, 19. Oktober - 10:29 Uhr

Alain Berset war tatsächlich in St.Gallen: Wenn der Bundesrat bei einem Bierchen auf die Ständeratskommission wartet

All jene, die ausgelacht wurden, weil sie erzählt haben, sie hätten am späten Montagnachmittag Bundesrat Alain Berset ganz allein beim Bier unter dem St.Galler Rathaus gesichtet, dürfen sich trösten. Sie lagen richtig. Der Gesundheitsminister war tatsächlich in der Stadt. Und er sass tatsächlich im «The Kebab-Club» unter dem Rathaus telefonierend beim Bier. Das bestätigt auf Anfrage Stadtpräsidentin Maria Pappa. Sie hatte schon am Montag in einem Tweet auf den Besuch aufmerksam gemacht.

Die Stippvisite von Alain Berset unter dem Rathaus hängt damit zusammen, dass derzeit die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates in der Gallusstadt tagt. Was nicht überrascht, wenn man weiss, dass dieses Gremium vom St.Galler Paul Rechsteiner präsidiert wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Sitzung - darunter eben auch der Gesundheitsminister - waren am Montag aufs Dach des Rathauses eingeladen. Und weil sich die Kommissionsmitglieder etwas verspätet hatten, setzte sich Alain Berset in den Kebab-Club.

Die Ständeratskommission für soziale Sicherheit und Gesundheit auf dem Dach des St.Galler Rathauses. Vorne im Bild Stadtpräsidentin Maria Pappa, hinten rechts Bundesrat Alain Berset und hinten links Kommissionspräsident Paul Rechsteiner.

Die Ständeratskommission für soziale Sicherheit und Gesundheit auf dem Dach des St.Galler Rathauses. Vorne im Bild Stadtpräsidentin Maria Pappa, hinten rechts Bundesrat Alain Berset und hinten links Kommissionspräsident Paul Rechsteiner.

Bild: PD

Dort sass er dann alleine an einem Tischchen, trank ein Bier und telefonierte. Ganz allein, so ist aus sicherer Quelle zu erfahren, war der Gesundheitsminister dort allerdings schon nicht. Er wurde vielmehr von Personenschützern begleitet. Sie hielten sich aber dermassen dezent im Hintergrund, dass sie den Passantinnen und Passanten, die auf Berset aufmerksam wurden, kaum auffielen. Während die Ständeratskommission hier übernachtete und am Dienstag weiter tagt, verliess der Bundesrat die Stadt wegen anderer Termine noch am Montagabend. (sab/vre)

Dienstag, 19. Oktober - 9:13 Uhr

Werbung für Eventhalle Hektor löst Kritik aus: Grünliberaler Stadtparlamentarier fordert von den Stadtwerken mehr Zurückhaltung

Auf Facebook und Instagram wirbt Marco Letta, Chef der St.Galler Stadtwerke (SGSW), derzeit prominent für die geplante Eventhalle Hektor im Areal des alten Güterbahnhofs. Das Projekt ist wegen einer Einsprache blockiert. Und jetzt gibt’s auch noch grundsätzliche Anmerkungen aus den Reihen des Stadtparlaments zum «Hektor»-Werbeauftritt bei den Stadtwerken. Obwohl er selber die Eventhalle befürwortet, ist für den Grünliberalen Marcel Baur der Auftritt des SGSW-Chefs ein «No Go», wie er im Internet auf seinem Blog «Kurzverbloggt» festhält.

Die jetzt in die Kritik geratene Werbung für die Eventhalle Hektor im offiziellen Facebook-Auftritt der St.Galler Stadtwerke.

Die jetzt in die Kritik geratene Werbung für die Eventhalle Hektor im offiziellen Facebook-Auftritt der St.Galler Stadtwerke.

Screenshot: Facebook

Die Trägerin der Eventhalle, die Hektor AG, sei eine private Aktiengesellschaft, die mit der Stadt nichts zu tun habe, schreibt Baur. Das wirft für ihn schon einmal die Frage auf, «ob es wirklich Aufgabe einer Dienststelle ist, Werbung für eine private AG zu schalten». Aus Sicht von Baur ist das allgemein ein Verstoss gegen den fairen Wettbewerb. Ein direkter Konkurrent des «Hektor» wäre auf dem Markt der städtischen Veranstaltungsorte vermutlich die Olma, an der die Stadt beteiligt ist. Und das wiederum sei für die «Hektor»-Werbung der SGSW «keine gute Konstellation», findet der Grünliberale.

Ebenfalls gegen den Werbeauftritt zugunsten der Hektor AG spricht für Marcel Baur die Einsprache gegen deren Projekt. Die Stadt sei Teil des Rechtsverfahrens. Sie bearbeite die Baubewilligung für den «Hektor» und entscheide in erster Instanz über die Einsprache dagegen. Es brauche definitiv «mehr Feingefühl» bei Werbeauftritten durch städtische Dienststellen. Es sei verfehlt, wenn diese Werbung für eine private AG schalteten. Solche Aktionen müssten der Standortförderung vorbehalten bleiben. Andere Dienststellen müssten sich hier zurückhalten. Alles andere beinhaltet für Baur die Möglichkeit von Wettbewerbsverzerrungen. (vre)

Dienstag, 19. Oktober - 8:59 Uhr

Teufener Strasse im Riethüsli nur einspurig befahrbar

Weil die vier neuen Häuser der Überbauung am Wattweg an die Kanalisation angeschlossen werden, kommt es während rund einer Woche auf der Teufener Strasse zu Verkehrsbehinderungen.

Weil die vier neuen Häuser der Überbauung am Wattweg an die Kanalisation angeschlossen werden, kommt es während rund einer Woche auf der Teufener Strasse zu Verkehrsbehinderungen.

Illustration: Fortimo

Während einer Woche ist im Riethüsli die Teufener Strasse zwischen den Häusern 163 und 165 nur einspurig befahrbar. Der Verkehr auf dem kurzen Strassenabschnitt wird seit Montag mit einem Lichtsignal geregelt. Grund dafür ist der Anschluss der neuen Wohnüberbauung Wattweg 2 bis 6A an die Kanalisation. (pd/vre)

Montag, 18. Oktober - 18:13 Uhr

Wenn die Stadt doppelt malen lässt: Kürzlich aufgefrischter Fussgängerstreifen in Winkeln jetzt für Grabarbeiten markiert

An der Sturzeneggstrasse in Winkeln haben sich dieser Tage aufmerksame Anwohnerinnen und Anwohner an den Kopf gegriffen. Einer von ihnen hat die Ursache dafür jetzt fein säuberlich im Stadtmelder, der elektronischen Klagemauer der St.Galler Stadtverwaltung, eingetragen. Vor drei Wochen wurde nämlich dort, wo der Hofweg in die Sturzeneggstrasse mündet auf Letzterer ein Fussgängerstreifen aufgefrischt und dafür neu gegossen. Soweit, so gut.

Am 7. Oktober tauchte eine weitere Malquipe der Stadt an dieser Stelle im Quartier auf: Arbeiter markierten eine Baustelle für die Erneuerung der Wasserleitung. Dies genau dort, wo kurz vorher der Fussgängerstreifen grundüberholt worden war. Da habe, so die nahe liegende Folgerung des Anwohners im Stadtmelder, wohl die Linke nicht gewusst, was die Rechte plane. Selbst die Arbeiter, die die Markierungen für die Grabarbeiten aufgebracht haben, hätten für das Ganze «nur ein müdes Lächeln übrig gehabt», heisst es weiter.

Der im September aufgefrischte Fussgängerstreifen an der Sturzeneggstrasse, den die Stadtwerke gemäss den Markierungen jetzt offenbar wieder umpflügen wollen.

Der im September aufgefrischte Fussgängerstreifen an der Sturzeneggstrasse, den die Stadtwerke gemäss den Markierungen jetzt offenbar wieder umpflügen wollen.

Bild: Stadtmelder SG
(18.10.2021)

Nun ja, das kann ja einmal passieren. In St.Gallen ist die Stadtverwaltung gross und das Strassennetz lang und mit unzähligen Markierungen garniert. Da kann ja so ein Versehen einmal vorkommen. Nur: Der Fall des Fussgängerstreifens erinnert an eine ähnliche Beobachtung von der Bahnhofstrasse. Dort wurden am 13. November 2020 die Parkfelder neu gemalt, um dann auf den 4. Januar 2021 hin aufgehoben und weggefräst zu werden. Festgestellt und für die staunende Stadtgemeinschaft im Internet dokumentiert hatte diesen Vorgang Anfang Jahr kein Geringerer als der grünliberale Stadtparlamentarier Marcel Baur.

Was die Stadt zum Vorgang an der Sturzeneggstrasse meint, ist derzeit offen. Der Eintrag im Stadtmelder ist nämlich noch in Bearbeitung. Spannend wird die Erklärung aber mit Sicherheit. Dies nur schon vor dem Hintergrund, dass die Stadt für ihre notleidende Kasse ein Sparprogramm namens «Fokus 25» am Umsetzen ist. Da könnte die Politik ja noch auf die Idee kommen, bei der städtischen Street-Art-Abteilung zu sparen, statt bei der Musikschule durch Tariferhöhungen Mehreinnahmen zu generieren. Also: Fortsetzung folgt...

Montag, 18. Oktober - 16:57 Uhr

Vortragsreihe des Historischen Vereins: Von der Pest über die Spanische Grippe zum Coronavirus

Die Coronapandemie greift tief ins Alltagsleben ein und führt so zu Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft. Dies ist für den Historischen Verein des Kantons St.Gallen Anlass, um in einer öffentlichen HSG-Vorlesungsreihe einen Blick zurück auf die Geschichte von Pandemien und Seuchen zu werfen. Der vierteilige Zyklus startet diesen Mittwoch, 18.15 Uhr, im Raum für Literatur in der St.Galler Hauptpost (Eingang St.-Leonhard-Strasse 40).

Die Pest als Strafe des Himmels: Beerdigung von Pestopfern auf einer Votivtafel von 1517. Die Opfer werden von «Pestpfeilen» aus dem Himmel getroffen und hingestreckt.

Die Pest als Strafe des Himmels: Beerdigung von Pestopfern auf einer Votivtafel von 1517. Die Opfer werden von «Pestpfeilen» aus dem Himmel getroffen und hingestreckt.

Bild: Archiv Hansmann/
KEY (20.5.2020)

Den Anfang der Reihe «Seuchen, Krisen und gesellschaftlicher Wandel» macht Professor Flurin Condrau von der Universität Zürich. Er setzt sich mit den verschiedenen Pandemien und ihren Folgen für die Schweiz seit dem Spätmittelalter auseinander. Dabei werden die Reaktionen der Bevölkerung wie die konkreten medizinisch-gesellschaftlichen Veränderungen thematisiert. Ein Schwerpunkt ist der Spanischen Grippe gewidmet, die 1918-19 in der Schweiz rund 24'000 Todesopfer forderte. Die Reise durch die Pandemiegeschichte endet bei HIV und Aids.

Am 3. November geht der Zürcher Uni-Professor Andreas Victor Walser der Pest im 6. und 7. Jahrhundert nach. Am 17. November beschreibt Professor Bernhard Lauterburg aus Bern, wie das Herzogtum Mailand im späten Mittelalter für die Eidgenossen die Pestbekämpfung koordinierte. Und am 1. Dezember beschreiben Brigitte Ruckstuhl und Elisabeth Ryter in der letzten Veranstaltung der Vortragsreihe, wie Epidemien im 19. Jahrhundert das öffentliche Gesundheitswesen veränderten. (pd/vre)

Für den Besuch der öffentlichen Vorlesungsreihe ist ein gültiges Covidzertifikat und ein amtlicher Ausweis nötig. Zudem muss man sich für die Teilnahme vorgängig per Internet oder Telefon 071'224’33’39 (Montag bis Donnerstag, 9 bis 11 Uhr) anmelden.

Montag, 18. Oktober - 16:16 Uhr

Annette Hug liest im Palace aus «Tiefenlager»: Spannender Roman über ein ungelöstes Problem

Am Dienstag, 20.15 Uhr, ist Annette Hug in der Erfreulichen Universität im St.Galler Kulturzentrum Palace zu Gast. Die Schweizer Schriftstellerin liest aus ihrem Roman «Tiefenlager». Er behandelt ein Thema, das sonst in der Belletristik kaum vorkommt: die Endlagerung von Atommüll. Im Anschluss an die Lesung unterhält sich WOZ-Redaktor Kaspar Surber mit Hug über ihren Roman und das darin angeschnittene Thema. Der Anlass wird vom Palace in Kooperation mit der Bildungsgemeinschaft St.Gallen organisiert.

Schriftstellerin Annette Hug ist morgen Dienstag im St.Galler Kulturzentrum Palace zu Gast.

Schriftstellerin Annette Hug ist morgen Dienstag im St.Galler Kulturzentrum Palace zu Gast.

Bild: Gaetan Bally/KEY
(20.4.2021)

Im Roman «Tiefenlager» gründen fünf Aussteiger aus verschiedenen Ländern einen klosterähnlichen Orden, der das Wissen um die Gefahren des Tausende von Jahren strahlenden Atommülls dokumentieren und an künftige Generationen weitergeben soll. Doch dann lässt der von einem Konsortium versprochene Bau eines Endlagers auf sich warten und der Pachtvertrag für das dafür nötige Land wird gekündigt. Jetzt ist im Roman, der mit ungemütlichen Zukunftsszenarien aufwartet, guter Rat ziemlich teuer.

Annette Hug, geboren 1970 in der Schweiz, hat in Zürich und Manila Geschichte sowie Women and Development Studies studiert. Nach Tätigkeiten als Dozentin und Gewerkschaftssekretärin lebt sie heute als freie Autorin in Zürich. Für ihren dritten Roman «Wilhelm Tell in Manila» erhielt sie den Schweizer Literaturpreis. «Tiefenlager» ist der vierte Roman von Hug. (pd/vre)

Montag, 18. Oktober - 15:15 Uhr

Herbstwald

Leserbild. Max Sommer fotografierte die Sonnenstrahlen im nebligen Herbstwald auf dem Tannenberg am Sonntag bei Waldkirch.

Leserbild. Max Sommer fotografierte die Sonnenstrahlen im nebligen Herbstwald auf dem Tannenberg am Sonntag bei Waldkirch.

Montag, 18. Oktober - 14:52 Uhr

Durchgang im Güterbahnhof für zwei Wochen gesperrt: Appenzeller Bahnen verlegen ihre neuen Gleise

Seit Montagmorgen ist das Areal des alten Güterbahnhofs auch für Fussgängerinnen und Velofahrer nicht mehr durchgängig passierbar. Zwischen den alten Güterschuppen und der Vonwil-Brücke lassen die Appenzeller Bahnen nämlich in dieser Zeit ihre neuen Gleise verlegen. Ab Ende Jahr sollen ihre Züge nämlich nicht mehr am südlichen Rand des Areals, sondern vom Gaiserbahnhof aus geradeaus zur Vonwil-Brücke fahren können.

Bis 29. Oktober ist der alte Güterbahnhof wegen Bauarbeiten nicht durchgängig begeh- und befahrbar. Die Direktverbindung zwischen dem Zentrum und dem Westen der Stadt vor allem für Velofahrerinnen und Velofahrer ist damit blockiert.

Bis 29. Oktober ist der alte Güterbahnhof wegen Bauarbeiten nicht durchgängig begeh- und befahrbar. Die Direktverbindung zwischen dem Zentrum und dem Westen der Stadt vor allem für Velofahrerinnen und Velofahrer ist damit blockiert.

Bild: Sandro Büchler (18.10.2021)

Seit 2018 wird an der Gleisbegradigung gearbeitet. In Angriff genommen wurden diese Arbeit nach Inbetriebnahme des neuen Ruckhaldetunnels und nach einer Planungszeit von knapp sieben Jahren. Anstelle der bisherigen, nur mit gemächlichem Tempo befahrbaren Kurve fahren die Züge künftig ab der St.-Leonhard-Brücke geradeaus weiter. Mit der daraus resultierenden Fahrzeitverkürzung kann der Zeitverlust durch einen neuen Halt bei der neuen Kreuzung der Gleise mit der Güterbahnhofstrasse kompensiert werden. Zudem wird das Areal nicht mehr durch die Bahngleise zerschnitten, was positiv für die längerfristig geplante Überbauung des Gebietes ist.

Die Gesamtkosten der Begradigung der AB-Linie im alten Güterbahnhof, für die neue AB-Haltestelle sowie für Anpassungen an Fahrleitungen und Gleisen der SBB belaufen sich auf rund 40 Millionen Franken. Fürs Projekt wurden 44'000 Kubikmeter Erde ausgehoben, 3'000 Pfähle im Boden versenkt, 1'400 Kubikmeter Beton und 100 Tonnen Baustahl verarbeitet sowie 2'200 Meter Gleise neu verlegt. (vre)

Montag, 18. Oktober - 10:03 Uhr

Handballerinnen des LC Brühl übernehmen nach verdientem Sieg in Thun die Tabellenspitze

Die Handballerinnen des LC Brühl haben ihr Gastspiel vom Sonntag im Berner Oberland bei DHB Rotweiss Thun mit 25:20 (15:11) für sich entschieden. Die Brühlerinnen behielten in einer hektischen Partie die Nerven. Sie verbesserten sich mit ihrem vierten Saisonsieg im sechsten Spiel auf Rang eins in der Tabelle der obersten Liga des Schweizer Frauenhandballs.

Die Handballerinnen des LC Brühl haben in der obersten Liga die Tabellenführung wieder übernommen.

Die Handballerinnen des LC Brühl haben in der obersten Liga die Tabellenführung wieder übernommen.

Bild: LC Brühl

Das Team von Trainer Nicolaj Andersson war von Beginn an tonangebend, konnte sich aber im ersten Durchgang trotz der besseren Spielanlage nicht entscheidend absetzen. Der Vorsprung der Brühlerinnen pendelte bis kurz vor der Halbzeitpause immer zwischen zwei und vier Treffern. Ihre stärkste Phase hatten die St.Gallerinnen zwischen der 28. und 40. Minute, als es ihnen gelang, von 13:11 auf 19:12 davonzuziehen. Eine Vorentscheidung war dies aber nicht.

Die ebenfalls stark auftretenden Thunerinnen hielten dagegen und waren beim 18:22 in der 50. Minute noch immer in Schlagdistanz. Angeführt von einer starken Sladana Dokovic im Brühler Tor konnten die St.Gallerinnen in den Schlussminuten, die wie schon das gesamte Spiel von einer gewissen Grundhektik geprägt waren, den Auswärtssieg aber letztlich souverän einfahren. Überragend bei Brühl war Dokovic, die nicht nur zweimal ins leere Thuner Tor traf, sondern auch 13 Paraden und eine Abwehrquote von 45 Prozent zum Sieg beisteuerte.

Montag, 18. Oktober - 9:49 Uhr

Gerechte Punkteteilung: SC Brühl spielt gegen Chiasso 1:1

In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel trennten sich Chiasso und Brühl am Samstag mit einem gerechten 1:1-Unentschieden. Beide Mannschaften starteten nach ihren hohen Niederlagen vor einer Woche etwas verunsichert in die Partie. Die Tessiner hatten in der ersten Halbzeit allerdings mehr vom Spiel und gingen in der 26. Minute durch Daniel Texeira verdient 1:0 in Führung. Chancen hatten aber hüben und drüben Seltenheitswert. Kurz vor dem Pausenpfiff verpasste ein Brühler Angreifer in aussichtsreicher Position den Ausgleich.

Ein kämpferischer SC Brühl erreichte am Samstag in Chiasso ein 1:1-Unentschieden und eroberte einen auch für die Moral wichtigen Punkt.

Ein kämpferischer SC Brühl erreichte am Samstag in Chiasso ein 1:1-Unentschieden und eroberte einen auch für die Moral wichtigen Punkt.

Bild: Kurt Frischknecht/
SCB (15.10.2021)

Nach dem Wechsel kamen die Kronen besser ins Spiel und Chiasso wurde vermehrt in die Defensive gedrängt. Doch die grösste Chance vergab in der 73. Minute ein Chiassese allein vor dem leeren Tor. Von diesem Zeitpunkt an versuchten die Tessiner den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Diese passive Haltung der Platzherren und die Einwechslung frischer Kräfte gab den Brühlern Auftrieb. In der 88. Minute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Lirim Shala den verdienten 1:1-Ausgleich.

Dieses Tor und der damit verbundene Punktegewinn war äusserst wichtig für die Moral der Mannschaft. Auch wenn in Chiasso noch nicht alles wie gewünscht geklappt hat, war gemäss Matchbericht von Henri Seitter gegenüber den Heimspielen eine klare Steigerung festzustellen. Der Einsatz aller eingesetzten Spieler war vorbildlich und man glaubte bis zuletzt an einen Punktegewinn. Am nächsten Samstag bietet sich zu Hause gegen Aufsteiger Biel die Gelegenheit punktemässig nachzulegen. (pd/vre)

Montag, 18. Oktober - 8:58 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 260 Neuansteckungen und ein Todesfall übers Wochenende

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt fürs Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) 260 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 55'719 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Wochenende wurden auch ein Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit bei 742.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 17. Oktober, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 17. Oktober, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Sonntagabend im Kanton St.Gallen 25 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Acht von ihnen lagen auf einer Intensivstation, sieben mussten künstlich beatmet werden. Das sind deutlich tiefere Zahlen als zu Beginn der Herbstferien vor zwei Wochen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 123, die 14-Tage-Inzidenz bei 240. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

In den ersten beiden Herbstferienwochen hat sich die Coronasituation auch im Kanton St.Gallen etwas entspannt. Die Zahl der täglichen laborbestätigten Neuansteckungen hatte in der ersten Septemberhälfte ihren Höchststand erreicht und nimmt seither tendenziell wieder ab. In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Zahl der täglich neu entdeckten Coronafälle knapp unter 100 eingependelt. Offen ist, wie es mit dem Ende der Herbstferien weitergehen wird: Nach den Sommerferien waren nicht geimpfte Reiserückkehrer, die sich im Ausland angesteckt hatten, ein wichtiger Grund für die rasante Zunahme neuer Fälle.

Die Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen anhand der täglich registrierten Neuansteckungen.

Die Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen anhand der täglich registrierten Neuansteckungen.

Grafik: Fachstelle Statistik Kanton SG

Auch die Impfkampagne hat in den ersten zwei Herbstferienwochen Fortschritte gemacht. Am Sonntag, um Mitternacht, waren im Kanton St.Gallen 317'042 Personen geimpft - 54'747 ein- und 262'295 zweimal. Die Zahl der Geimpften hat damit seit dem 3. Oktober um 15'997 zugenommen. Im Kanton St.Gallen sind gemäss Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (Stand 14. Oktober) knapp 60 Prozent der Bevölkerung geimpft; schweizweit sind es rund 66 Prozent. (SK/vre)

Samstag, 16. Oktober - 16:57 Uhr

Wer hat an der Uhr gedreht?

Nanu? Was ist mit dem Glockenschlag der Kathedrale St.Gallen los? Etliche Bewohnerinnen und Bewohner der St.Galler Altstadt, aber auch Passantinnen und Passanten reckten am Samstag verwundert den Kopf zu den Türmen. Denn der Glockenschlag ist falsch. Um 16 Uhr waren beispielsweise erst vier helle Schläge von der kleineren Glocke zu hören. Dann folgt der tiefere Schlag – von der grossen, weit herum hörbaren Glocke. Neunmal schlägt diese – fünf Schläge zu viel.

Wie es zum Fehler gekommen ist und wann der ausser Rand und Band geratene Glockenschlag wieder stimmt, ist zur Stunde noch nicht klar. Es ist auch nicht das erste Mal, dass der Glockenschlag aus dem Takt geraten ist. Bereits Anfang Oktober schlugen die Glocken der Kathedrale falsch. Damals konnte der Fehler jedoch laut «Ohrenzeugen» binnen eines Tages behoben werden.

Beat Groegli, Dompfarrer

Beat Groegli, Dompfarrer

Bild: Michel Canonica

Bereits im Juli war es zuvor zu einer Panne gekommen. Damals hinkte der Glockenschlag der richtigen Uhrzeit eine Stunde hinterher. Der Grund für die Panne: Nach dem Ende der Festspiele auf dem Klosterplatz musste der für die Aufführungen ausgeschaltete Glockenschlag manuell wieder in Gang gesetzt werden, sagte Dompfarrer Beat Grögli damals. Uhrzeit und Glockenschlag mussten von den Domsakristanen wieder aufeinander abgestimmt werden. (sab)

Samstag, der 16. Oktober – 15:26 Uhr

LC Brühl am Sonntag zu Gast im Berner Oberland – es winkt die Tabellenführung

Die Spitzenhandballerinnen des LC Brühl spielen diesen Sonntag auswärts gegen DHB Rotweiss Thun.

Die Spitzenhandballerinnen des LC Brühl spielen diesen Sonntag auswärts gegen DHB Rotweiss Thun.

Bild: LC Brühl

Das dritte Auswärtsspiel der noch jungen Saison führt die Erstliga-Handballerinnen des LC Brühl ins Berner Oberland. Das Team spielt am Sonntag bei DHB Rothweiss Thun. Anwurf ist um 16 Uhr in der Gotthelf-Halle in Thun. Gewinnen die St.Gallerinnen das Spiel, winkt die Tabellenführung. Die Partie kann auch über einen Livestream verfolgt werden. (pd/elo)

Samstag, der 16. Oktober - 9:37 Uhr

22-Jähriger schläft in seinem Auto mitten auf der Teufener Strasse: So sturzbetrunken, dass er nicht mehr aussteigen konnte

Am Samstag, kurz vor 5 Uhr, hat eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen auf der Teufener Strasse einen schlafenden Autofahrer entdeckt. Auf den Mann, der sein Auto mitten auf der Teufener Strasse abgestellt hatte und darin eingeschlafen war, wurde die Polizei von einem Passanten aufmerksam gemacht. Die Patrouille stellte fest, dass am Auto noch der Motor lief und der Lenker hinter dem Steuer schlief. Auf dem Mobiltelefon, das er in der Hand hielt, lief hörbar Musik, wie die Stadtpolizei mitteilte.

Das Auto stand mit laufendem Motor und schlafendem Lenker mitten auf der Teufener Strasse.

Das Auto stand mit laufendem Motor und schlafendem Lenker mitten auf der Teufener Strasse.

Bild: Stadtpolizei SG (16.10.2021)

Erst nach mehrmaligem Klopfen wachte der 22-jährige auf und öffnete das Fenster. Durch die Patrouille musste das Fahrzeug gegen das Wegrollen gesichert werden. Wie die Stadtpolizei mitteilte, war der Fahrzeuglenker stark betrunken und nicht in der Lage selbst aus dem Fahrzeug zu steigen; er musste herausgehoben werden. Noch während der Kontrolle musste er sich zudem übergeben. Die Staatsanwaltschaft verfügte eine Blut- und Urinprobe. Der ausländische Führerausweis wurde aberkannt und das Mietfahrzeug sichergestellt. (stapo/sae)

Freitag, der 15. Oktober - 15:39 Uhr

Nach 24 Jahren ist bald Schluss im «Scheitlinsbüchel»

1998 hat Peter Fässler das Ausflugsrestaurant Scheitlinsbüchel auf Drei Weieren von seinen Eltern übernommen. Diese wirteten hier seit den 1970er-Jahren. Der Scheitlinsbüchel ist als eines der bekannten Ausflugsrestaurants der Stadt St.Gallen ein beliebter Treffpunkt und bietet eine weite Aussicht über die Stadt und den Bodensee.

Peter Fässler wirtet mit seinem Team noch bis Ende Jahr. Dann hörte er nach 24 Jahren im «Scheitlinsbüchel» auf.

Peter Fässler wirtet mit seinem Team noch bis Ende Jahr. Dann hörte er nach 24 Jahren im «Scheitlinsbüchel» auf.

Bild: Benjamin Manser (28. März 2019)

Nun, nach 24 Jahren, hören Peter Fässler und seine Frau Gabriela auf. Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen als Eigentümerin der Liegenschaft kommuniziert den bevorstehenden Wechsel in einer Mitteilung. Demnach bleibt der «Scheitlinsbüchel» noch bis Ende Jahr regulär geöffnet, «in der gewohnt hohen Qualität und mit grossem Engagement durch das bewährte Team». Die Ortsbürgergemeinde bedankt sich in der Mitteilung bei der Familie Fässler für das jahrelange Engagement.

Der «Scheitlinsbüchel» gehört der Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Sie hat das Restaurant im Jahr 2012 umfassend erneuert und erweitert. Im Dezember 2013 wurde dann auch der Neubau mit modernem Saal und 40 Sitzplätzen eingeweiht. Im Herbst 2019 hat die Ortsbürgergemeinde zudem das Innere des Gartenhauses mit seinen 50 Plätzen renoviert und akustisch optimiert.

Das beliebte Ausflugsrestaurant bietet eine weite Aussicht bis über den Bodensee.

Das beliebte Ausflugsrestaurant bietet eine weite Aussicht bis über den Bodensee.

Bild: PD

Nun sucht die Ortsbürgergemeinde nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für die Wirtefamilie Fässler. Die Eröffnung unter neuer Führung ist für den 1. März des kommenden Jahres geplant. (pd/dh)

Freitag, 15. Oktober - 14:26

Strassenunterhaltsarbeiten entlang den Appenzeller Bahngleise

Im St.Galler Stadtzentrum werden ab Montag Strassenunterhaltsarbeiten durchgeführt. Gemäss Mitteilung betrifft das den Abschnitt Schibenertor bis Marktplatz entlang den Gleisen der Appenzeller Bahnen. Die Arbeiten werden aus verkehrlichen Gründen in der Nacht auf Dienstag zwischen 21 und 5 Uhr erfolgen, heisst es weiter.

Die Unterhaltsarbeiten werden in der Nacht durchgeführt. Busse und Postautos werden in dieser Zeit umgeleitet.

Die Unterhaltsarbeiten werden in der Nacht durchgeführt. Busse und Postautos werden in dieser Zeit umgeleitet.

Bild: PD

Busse und Postautos fahren in dieser Zeit die Haltestelle Marktplatz/Bohl nicht an. Sie werden über den Unteren Graben umgeleitet. Die Ersatzhaltestellte Marktplatz befindet sich an der Torstrasse. Die Appenzeller Bahnen fahren trotz der Arbeiten fahrplanmässig und ohne Einschränkungen. Die Zufahrt für Anstösserinnen und Anstösser ist weitgehend gewährleistet. Es kann allerdings zu Behinderungen kommen.

Da für die Arbeiten trockenes Wetter nötig ist, erfolgt der definitive Entscheid über die Durchführung am Morgen des 18. Oktobers. Gemäss Mitteilung werden die Arbeiten bei schlechtem Wetter verschoben. (pd/fak)

Freitag, 15. Oktober - 11:13 Uhr

Der SC Brühl spielt am Samstagabend gegen den FC Chiasso

Die erste Mannschaft des SC Brühl reist am Samstag zum FC Chiasso. Brühl belegt seit einer Woche den letzten Platz der Tabelle – entsprechend sind die Erwartungen. Hoffen ist erlaubt, wenn die Krohnen am Samstag, 20 Uhr, im Stadio Comunale gegen den FC Chiasso ankicken.

Es hätte der lang erwartete Befreiungsschlag werden sollen. Das Heimspiel des SC Brühl am vergangenen Samstag gegen die U21 der Berner Young Boys, Aufsteiger aus der ersten Liga und bis dahin Letzter in der Tabelle. Doch das Spiel endete im Fiasko: 0:3 gingen die Brühler unter, nach einer ansprechenden ersten Halbzeit zeigten die Platzherren im zweiten Umgang Auflösungstendenzen – wie schon bei anderen Heimspielen in dieser Saison, die alle sechs verloren gingen. Enttäuschung beim Publikum, hängende Köpfe beim Team und beim Staff.

Gegen die U21 der Berner Young Boys gab es vergangenen Samstag kein Durchkommen. Brühl verlor mit 0:3 und belegt jetzt den letzten Tabellenplatz.

Gegen die U21 der Berner Young Boys gab es vergangenen Samstag kein Durchkommen. Brühl verlor mit 0:3 und belegt jetzt den letzten Tabellenplatz.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (9.10.2021)

Nach dieser Niederlage tauschten Brühl und YB die Plätze. Brühl ist nun Letzter in der Promotion League mit sechs Punkten aus zehn Spielen und damit punktgleich mit YBs U21. Ratlosigkeit auch bei Brühls Führung? «Wir sind schon enttäuscht vom bisherigen Verlauf der Saison», sagt Präsident Christoph Zoller, «aber wir wollen jetzt auch nicht in Aktionismus verfallen». Die Brühler Führung schenkt Team und Trainer weiterhin das Vertrauen, will aber in den nächsten Wochen und Monaten alle möglichen Optionen prüfen.

Dem bisherigen Saisonverlauf entsprechend sind die Erwartungen vor dem Auswärtsspiel gegen Chiasso, den Absteiger aus Challenge League, gedämpft. Allerdings hat sich Brühl bisher ausserhalb des Paul-Grüninger-Stadions wesentlich besser verkauft als zuhause. Von vier Spielen wurden zwei gewonnen, und die beiden anderen gingen mit jeweils einem Tor Unterschied verloren. (pd/fm)

Freitag, 15. Oktober - 9:58 Uhr

Nach Überschwemmungen: St.Galler Kirche unterstützt Kirche im Rheinland

Die Überschwemmungen im Westen Deutschlands im vergangenen Juli haben viel Leid gebracht und riesige Schäden verursacht. Um Hochwasserschäden decken zu können unterstützt die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen die Evangelische Kirche im Rheinland mit 20'000 Franken, heisst es in einer Mitteilung.

Starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen im Westen von Deutschland.

Starke Regenfälle führten zu Überschwemmungen im Westen von Deutschland.

Bild: Thomas Frey/dpa

Von den Überschwemmungen betroffen als auch geholfen hat die Evangelische Kirche im Rheinland. Gemäss Mitteilung hat sie in der Akutphase zwei Millionen Soforthilfe an die Menschen vor Ort ausgezahlt, sowie für eine Million Euro Bautrockner organisiert. Zudem richtete sie verschiedene Angebote der Seelsorge und Unterstützung ein. Auch eigene kirchliche Gebäude sind vom Hochwasser heimgesucht worden. So haben 70 Gemeinden Schäden gemeldet, etwa an 17 Kirchen, 13 Kindertagesstätten oder 28 Gemeindehäusern und Jugendheimen.

Wegen des grossen Ausmasses der Schäden hat die Kirche im Rheinland nun Schwesterkirchen um Unterstützung gebeten. Dieser Bitte kommt die St.Galler Kirche nach und lässt der Kirche im Rheinland 20'000 Franken zukommen. (pd/dh)

Freitag, 15. Oktober - 08:23 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 78 neue Ansteckungen gemeldet

Der Kanton St.Gallen meldet am Freitagmorgen 78 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus seit Donnerstag. Laut den Informationen auf der Website des Kantons steigt die Zahl der Coronainfizierten seit März 2020 damit auf 54’919. In den letzten 24 Stunden gibt es keine Todesfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona im Kanton St.Gallen liegt bei 741.

Statistik: Kanton SG

In den Spitälern des Kantons werden aktuell 21 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung gepflegt (Meldestand 14. Oktober). Sieben liegen auf einer Intensivstation und müssen beatmet werden. (chs)

Frühere Folgen des St.Galler Stadt-Tickers:

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