ST.GALLER STADT-TICKER
Wegen Zertifikatspflicht keine Lust auf Kleintheater +++ Knacknuss für FCSG-Frauen +++ Endlich wieder ein Heimsieg? +++ Feld von hinten aufrollen

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen und der Umgebung: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Freitag, 24. September - 18:49 Uhr

Wegen Covidzertifikat keine Lust auf Kleintheater? Kellerbühne verschiebt zwei Gastspiele auf Frühling 2022

Die St.Galler Kellerbühne sagt die Vorstellungen von Peter Pfändler und Anet Corti in der nächsten und übernächsten Woche ab. Dies «aufgrund der aktuell mangelnden Bereitschaft des breiteren Publikums, Kleintheater zu besuchen», wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Die aktuellen Reservationszahlen lägen zwischen vier und zwölf Plätzen pro Vorstellung. Deswegen sehe sich die Kellerbühne gezwungen, die Gastspiele von Pfändler und Corti auf März und Mai 2022 zu verschieben.

Blick in die Kellerbühne St.Gallen. Das Kleintheater verschiebt aktuell zwei Gastspiele aufgrund mangelndem Publikumsinteresse.

Blick in die Kellerbühne St.Gallen. Das Kleintheater verschiebt aktuell zwei Gastspiele aufgrund mangelndem Publikumsinteresse.

Bild: Michel Canonica (6.6.2020)

Die Kellerbühne ist gemäss Bilanz ihres Leiters Matthias Peter Anfang September mit bewährtem Schutzkonzept «fulminant» in die neue Spielzeit gestartet. Die Konzerte des Goran Kovacevic Collective seien mit 70 Personen pro Vorstellung und die Auftritte des Kabarettduos «schön & gut» mit 50 bis 60 Gästen pro Vorstellung gut besucht gewesen. Seit der Einführung der Zertifikatspflicht würden jedoch keine Reservationen mehr getätigt. Die Zahlen stagnierten auf tiefem Niveau. Eine rationale Erklärung dafür gibt es für Matthias Peter keine.

Kellerbühnen-Leiter Matthias Peter mit Plakat des Gastspiels von Anet Corti.

Kellerbühnen-Leiter Matthias Peter mit Plakat des Gastspiels von Anet Corti.

Bild: Andri Vöhringer (17.8.2021)

Die Kellerbühne hoffe, dass sich die Lage und das Publikumsverhalten im Lauf des Herbstes wieder zum Guten wende. Sie verzichte zugunsten des Wohlbefindens des Publikums auch nach Einführung der Zertifikatspflicht auf eine Vollbelegung; nur Tickets für zwei Drittel der Kapazitäten kämen in den Verkauf. Das heisst für Matthias Peter, dass sich das Publikum aufgrund des Zertifikats, des lockeren Sitzplans und der derzeit nicht ausverkauften Vorstellungen sicher fühlen darf. In den vergangenen zwei Corona-Spielzeiten habe es in ihren Räumen sowieso keinen einzigen rückverfolgbaren Ansteckungsfall gegeben.

Die neuen Daten der verschobenen Gastspiele: Peter Pfändler mit «Pfändler 0.2» neu am 10., 11. und 12. März 2022. Anet Corti mit «Echt?»neu am 5., 6. und 7. Mai 2022.

Freitag, 24. September - 18:36 Uhr

Knacknuss für die Frauen des FC St.Gallen-Staad: Auswärtsspiel gegen die Rekordmeisterinnen aus Zürich

Die Fussballerinnen des FC St.Gallen-Staad sind nach drei Spielen immer ungeschlagen und liegen mit fünf Punkten (ein Sieg, zwei Unentschieden) auf dem vierten Tabellenplatz der Women's Super League. am Samstag treten sie auswärts gegen die FC Zürich Frauen an. Das dürfte für die St.Gallerinnen ein schweres Spiel werden: Die FCZ-Frauen sind die Rekordmeisterinnen des Schweizer Frauenfussballs. In den vergangenen zehn Spielzeiten ging der Titel siebenmal an sie; in der Saison 2019/20 wurde er wegen der Coronakrise nicht vergeben.

Die Frauen des FC St.Gallen-Staad müssen am Samstag auswärts in Zürich antreten.

Die Frauen des FC St.Gallen-Staad müssen am Samstag auswärts in Zürich antreten.

Bild: PD

Der Start in die laufende Meisterschaftssaison 2021/22 ist den Zürcherinnen bereits geglückt. Nach einem 2:1-Sieg im Eröffnungsspiel gegen die amtierenden Meisterinnen aus Genf besiegten sie die YB-Frauen mit 7:0 und den Aufsteiger FC Yverdon Féminin mit 8:1. Die Zürcherinnen führen derzeit die Tabelle der Women's Super League mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 17:2 souverän an. (dag/vre)

Freitag, 24. September - 18:13 Uhr

Endlich wieder ein Heimsieg nach fünf Monaten? SC Brühl tritt zu Hause gegen FC Stade Nyonnais an

Am Samstag, ab 16 Uhr, spielt der SC Brühl zu Hause gegen den FC Stade Nyonnais. Das bis anhin kaum verwöhnte Publikum im Paul-Grüninger-Stadion würden dabei gerne wieder einmal einen Heimsieg der Kronen erleben. Es wäre der erste seit fünf Monaten. Die vier Heimspiele der laufenden Saison endeten mit vier Niederlagen; letztmals im eigenen Stadion siegreich waren die Fussballer des SC Brühl am 20. April.

Mit Kampfgeist und neuer Sicherheit zum 3:1-Sieg: So präsentierte sich der SC Brühl vor einer Woche in Bavois.

Mit Kampfgeist und neuer Sicherheit zum 3:1-Sieg: So präsentierte sich der SC Brühl vor einer Woche in Bavois.

Bild: Kurt Frischknecht/
SCB (18.9.2021)

Das Heimpublikum des SC Brühl ist treu. Gegen 500 Personen verfolgen regelmässig die Spiele im eigenen Stadion, was ein Spitzenwerte für die Promotion League ist. Diese bis anhin nicht verwöhnten Stammgäste würden es sicher begrüssen, wenn der SCB gegen Stade Nyonnais drei Punkte oder auch nur schon ein Unentschieden erringen würde. Das letzte Unentschieden zu Hause gab's übrigens am 22. Mai. Eine Chance dafür besteht: Der Gegner aus Nyon hat in sieben Spielen auch erst sieben magere Punkte erobert, nur einen Zähler mehr als der SC Brühl.

Erfolgreich war der SC Brühl vor einer Woche auf dem Rasen in Bavois. 3:1 hiess es am Schluss für die Kronen. Einiges zum Erfolg beigetragen hat Daniel Lopar. Dabei musste der «alte» Routinier – 13 Jahre beim FC St.Gallen – gar nicht so sehr mit Paraden glänzen. Er gab der jungen Mannschaft schon durch seine Präsenz im Tor die Sicherheit und das Selbstvertrauen, das man in den letzten Wochen so schmerzlich vermisst hatte. Mit einem Sieg könnte sich der SC Bühl diesen Samstag vom zweiten Abstiegsplatz ins untere Mittelfeld der Tabelle katapultieren. (fm/vre)

Freitag, 24. September - 17:54 Uhr

Frauen des LC Brühl treten zu Hause gegen den HSC Kreuzlingen an: Das Feld von weiter hinten als gewohnt aufrollen

Am Samstag, 17.30 Uhr, treffen in der Sporthalle Kreuzbleiche in St.Gallen die Tabellensechsten auf die Dritten der obersten Liga des Schweizer Frauenhandball. Der LC Brühl Handball tritt gegen den HSC Kreuzlingen an. Tatsächlich ist es so, dass nach drei Spielen die erfolgsgewohnten St.Gallerinnen «nur» auf dem sechsten Platz liegen. So müssen sie, wenn sie an frühere Erfolge anknüpfen wollen, das Feld «von weiter hinten als sonst gewohnt aufrollen», wie es in der Spielvorschau des Vereins heisst.

Keine einfache Aufgabe wartet auf die Brühler Handballerinnen - darunter Laurentia Wolff - am Samstag gegen Kreuzlingen.

Keine einfache Aufgabe wartet auf die Brühler Handballerinnen - darunter Laurentia Wolff - am Samstag gegen Kreuzlingen.

Bild: LC Brühl Handball

Und das mit dem Aufrollen ist tatsächlich kein zu grosses Wort: Der Abstand in der Tabelle ist derzeit nämlich sehr klein. Zwischen Rang eins und Rang sechs liegen gerade einmal zwei Punkte. Die oberste Liga im Frauenhandball präsentiert sich zum Start der Saison ausgeglichener als in den Jahren zuvor. Für all jene, die mit dem einen oder anderen Team mitfiebern, ist dies ein zusätzlicher Spannungsfaktor. Das Spiel vom Samstag wird für die Brühlerinnen zudem kein Spaziergang.

Der HSC Kreuzlingen ist auf dem Vormarsch. Nach der erstmaligen Finalrundenqualifikation in der Vorsaison strebt das Team nach mehr. Die ersten Vier sollen es auch diese Saison wieder sein und dafür verstärkten sich die Thurgauerinnen mit spannenden Spielerinnen aus dem Ausland. Dazu zählen wie Pavlina Novotna oder Frederikke Siggaard. Fehlen wird den Frauen vom Bodensee am Samstag unter anderem die Ex-Brühlerin Maria Olsovska, die sich im Playoff-Halbfinal gegen den LC Brühl im Mai einen Kreuzbandriss zugezogen hat. (pd/vre)

In der Sporthalle Kreuzbleiche gilt Zertifikatspflicht (gültiges Covidzertifikat und amtlicher Ausweis). Das Spiel wird im Internet als Livestream übertragen.

Freitag, 24. September - 17:23 Uhr

Vor dem Abstimmungswochenende: In der Stadt ist das Interesse am Urnengang sehr gross

Am Sonntag sind in der Stadt St.Gallen vier Abstimmungsvorlagen - zwei eidgenössische sowie je eine kantonale und eine städtische - zu entscheiden. Das Interesse am Urnengang ist gross. Das Stimmbüro rechnet mit einer Beteiligung von 48 bis 52 Prozent. Bis Freitagmittag haben bereits 20'940 Städterinnen und Städter ihre Stimme abgegeben. Das sind 47,3 Prozent der Berechtigten. Es ist damit wahrscheinlich, dass die Beteiligung bis Sonntagmittag über 52 Prozent geht.

Das Stadtsanktgaller Abstimmungsbarometer mit Stand am Freitagmittag.

Das Stadtsanktgaller Abstimmungsbarometer mit Stand am Freitagmittag.

Screenshot: Stadt SG
(24.9.2021)

Brieflich abstimmen kann man ab jetzt nur noch direkt in den Briefkasten links neben dem Haupteingang des Rathauses am Bahnhofplatz. Er wird am Sonntag, 12 Uhr, das letzte Mal geleert. Eine andere Möglichkeit der Stimmabgabe ist die Urne, die am Sonntag, 10 bis 12 Uhr, wie üblich im Foyer des Rathauses aufgestellt wird. Mit der Publikation der städtischen Resultate im Internet rechnet Stephan Wenger, Sekretär des städtischen Stimmbüros, am Sonntag, um etwa 13.30 Uhr.

Entschieden werden am Sonntag in der Stadt St.Gallen zum einen die eidgenössischen Vorlagen für die «Ehe für alle» sowie die 99-Prozent-Steuerinitiative der Juso. Auf kantonaler Ebene geht's ums «Gesetz über die wirtschaftliche Unterstützung von Unternehmen in Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie». Und in der Stadt befindet das Stimmvolk zudem über den 42-Millionen-Kredit für die zweite Modernisierungsetappe der Busflotte der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG). Mit dem Geld sollen weitere Batterietrolleybusse und Elektrobusse angeschafft werden. (vre)

Freitag, 24. September - 15:19 Uhr

Naturmuseum sucht die schönsten Stubentiger: Per Mausklick wird die eigene Katze Teil einer Sonderausstellung

Am Freitagabend hat die neue Sonderausstellung des Naturmuseums St.Gallen «Die Katze - unser wildes Haustier» Vernissage. Für den Besuch ist eine Anmeldung per E-Mail nötig. Ab Samstag ist die Schau, die mit Sicherheit zum Publikumsmagneten wird, dann bis 27. Februar 2022 zu sehen. Parallel zur neuen Ausstellung hat das Naturmuseum auch noch einen Fotowettbewerb ausgeschrieben: Es sucht auf Instagram die schönsten Katzenbilder von Besucherinnen und Besuchern.

Yumi hätte sicher Chancen beim Fotowettbewerb des Naturmuseums. Jetzt wäre es ihr aber lieber, die Redaktorin im Home Office würde den Fressnapf wieder füllen.

Yumi hätte sicher Chancen beim Fotowettbewerb des Naturmuseums. Jetzt wäre es ihr aber lieber, die Redaktorin im Home Office würde den Fressnapf wieder füllen.

Bild: Marlen Hämmerli

Die Bilder können die Samtpfoten kuschelig-gemütlich auf dem Bett oder auch im Wildtier-Modus vor der Haustüre zeigen. Per Monitor sind die Bilder in der Sonderausstellung zu sehen. Mitmachen kann man, indem man in seinem Instagram-Account, der öffentlich einsehbar sein muss, sein Katzenbild mit dem Stichwort #miezekatze_nmsg postet. Die Fotografin oder der Fotograf des Katzenbildes, das bis 31. Dezember im Internet am meisten Likes sammelt, gewinnt eine Gruppenführung durch die Sonderausstellung. (pd/vre)

Freitag, 24. September - 14:04 Uhr

Projekt für neue Passerelle beim Bahnhof Bruggen blockiert: Eine Einsprache gütlich geregelt, zwei sind noch hängig

Ab Oktober bis Sommer 2023 ist der Fuss- und Velosteg entlang der SBB-Brücke über die Sitterschlucht zwischen Bruggen und Winkeln wegen Bauarbeiten nicht begeh- und befahrbar. Das hat im St.Galler Stadtmelder, der elektronischen Klagemauer der Stadtverwaltung, zu einer hässigen Reaktion geführt. Nachdem die Passerelle des Oberstockenwegs zum Bahnhof Bruggen «in einer Nacht-und-Nebel-Aktion abgebrochen» und bisher nicht ersetzt worden sei, sperre die Stadt auch noch den Steg am Sitterviadukt. Ob sichergestellt sei, dass es da nicht auch u Verzögerungen und einer längeren Sperrung wegen Einsprachen kommen könne?

Dass der alte Fussgängersteg am Oberstockenweg im Frühsommer 2020 abgebrochen und bis heute nicht ersetzt wurde, ist für etliche am Hinterberg in Bruggen ein Ärgernis.

Dass der alte Fussgängersteg am Oberstockenweg im Frühsommer 2020 abgebrochen und bis heute nicht ersetzt wurde, ist für etliche am Hinterberg in Bruggen ein Ärgernis.

Bild: Reto Voneschen (20.4.2020)

Das ist beim SBB-Viadukt sicher nicht der Fall, so die Antwort der Stadt,. Die Bewilligung zur Verbreiterung dieses Stegs ist rechtskräftig. Dagegen waren im Vorfeld keine Einsprachen eingegangen. Die Passerelle am Oberstockenweg beim Bahnhof Bruggen sei vor dem Vorliegen der Baubewilligung für den Ersatz abgebrochen worden, weil sie baulich in schlechtem Zustand gewesen sei und die Sicherheit nicht mehr habe gewährleistet werden können. Baubeginn für die neue Passerelle hätte im Sommer 2020, die Einweihung im Frühsommer 2021 sein sollen.

Die neue Passerelle des Oberstockenwegs über die SBB-Linie westlich des Bahnhofs Bruggen soll dank Rampe für Velos befahrbar werden.

Die neue Passerelle des Oberstockenwegs über die SBB-Linie westlich des Bahnhofs Bruggen soll dank Rampe für Velos befahrbar werden.

Visualisierung: Stadt SG
Die beiden gesperrten Fuss- und Velostege in Bruggen.

Die beiden gesperrten Fuss- und Velostege in Bruggen.

Karte: Stadt SG/vre

Im öffentlichen Auflageverfahren des Projektes am Oberstockenweg gingen dann drei Einsprachen ein. Eine davon konnte gütlich geregelt werden, die zwei anderen werden nun vom Stadtrat entschieden. Danach kann es zu weiteren Verzögerungen kommen: Den Entscheid des Stadtrats können die Einsprecher an übergeordnete Instanzen weiterziehen. Wenn die Entscheide zu den Einsprachen nicht weitergezogen werden, werde das städtische Tiefbauamt aber umgehend mit den Vorbereitungen für den Neubau der Passerelle Oberstockenweg beginnen, verspricht die Stadt in ihrer Antwort im Stadtmelder. (vre)

Freitag, 24. September - 13:07 Uhr

Auf der Autobahn Bremsmanöver übersehen und auf stehendes Auto aufgefahren: Zwei Personen leicht verletzt

Im Feierabendverkehr sind am Donnerstag zwei Autos auf der Autobahn A1 zwischen Gossau und Uzwil zusammengestossen. Dabei wurden gemäss Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen ein 23-jähriger Autolenker und seine 19-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Sie mussten vom Rettungsdienst ins Spital transportiert werden. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Die Unfallstelle vom frühen Donnerstagabend auf der A1 bei der Autobahneinfahrt Gossau.

Die Unfallstelle vom frühen Donnerstagabend auf der A1 bei der Autobahneinfahrt Gossau.

Bild: Kantonspolizei SG
(23.9.2021)

Am Donnerstag, kurz nach 17:50 Uhr, war ein 32-Jähriger mit seinem Auto auf der Überholspur der Autobahn A1 von Gossau in Richtung Uzwil unterwegs. Auf Höhe der Autobahneinfahrt Gossau musste er sein Fahrzeug verkehrsbedingt bis zum Stillstand abbremsen. Gleichzeitig lenkte ein 23-Jähriger sein Auto auf der Normalspur in die gleiche Richtung. Als er dann auf die Überholspur einbog, übersah er das Bremsmanöver seines Vordermanns und fuhr von hinten auf ihn auf.

Freitag, 24. September - 11:28 Uhr

Auto gegen Baustellenfahrzeug an der Teufener Strasse: Verhängnisvolle Begegnung mitten auf der Verzweigung

Der Motorkarren demolierte beim Zusammenstoss auf der Verzweigung unter anderem die Fahrertüre des Autos.

Der Motorkarren demolierte beim Zusammenstoss auf der Verzweigung unter anderem die Fahrertüre des Autos.

Bild: Stadtpolizei SG
(23.9.2021)

Am Donnerstagmittag ist es bei der Verzweigung der Teufener- mit der Oberstrasse zum Zusammenstoss zwischen einem Baustellenfahrzeug und einem Auto gekommen. Verletzt wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei niemand, es entstand mittelgrosser Sachschaden. Beide Lenker gaben bei der Unfallaufnahme an, während der Grünphase des Lichtsignals in der richtigen Spur gefahren zu sein.

Der massiv gebaute Motorkassen rammte das Auto von der Seite.

Der massiv gebaute Motorkassen rammte das Auto von der Seite.

Bild: Stadtpolizei SG
(23.9.2021)

Am Donnerstag, kurz nach 13 Uhr, war ein 30-Jähriger mit einem sogenannten Motorkarren auf der Teufener Strasse stadteinwärts unterwegs. Dabei wollte er nach links auf die Oberstrasse abbiegen. Gleichzeitig passierte ein 49-Jähriger, der die Teufener Strasse aufwärts fuhr, die Verzweigung mit der Oberstrasse. Dabei kam es zum Zusammenstoss.

Freitag, 24. September - 11:11 Uhr

Fahrunfähig mit E-Trottinett gestürzt und durch Scherben am Arm verletzt

Hier ist am Donnerstagabend ein Mann mit dem E-Trottinett gestürzt und hat sich an den Scherben einer zerbrochenen Flasche verletzt.

Hier ist am Donnerstagabend ein Mann mit dem E-Trottinett gestürzt und hat sich an den Scherben einer zerbrochenen Flasche verletzt.

Bild: Stadtpolizei SG (23.9.2021)

Vermutlich angetrunken hat sich am Donnerstag, 20 Uhr, an der Fürstenlandstrasse in St.Gallen ein 35-Jähriger beim Sturz vom E-Trottinett verletzt. Der Verunfallte hatte gemäss Mitteilung der Stadtpolizei eine Glasflasche in der Jackentasche mitgeführt. Beim Sturz zerbrach diese und der Mann verletzte sich durch Scherben am Unterarm. Er wurde vor Ort durch die Sanität betreut und durch die Polizei als fahrunfähig eingestuft. Aufgrund dessen musste er im Spital auch noch eine Blut- und Urinprobe abgeben. Der 35-Jährige muss zudem mit einer Anzeige rechnen.

Freitag, 24. September - 10:56 Uhr

Vortritt missachtet: Ein Leichtverletzter und viel Sachschaden

Am Donnerstagmittag ist es auf der Verzweigung der Fürstenland- und der Zürcher Strasse im Zentrum von St.Gallen-Bruggen zum Zusammenstoss zweier Personenwagen gekommen, weil ein Autolenker die Vortrittsregeln missachtet hatte. Eine Person wurde dabei gemäss Mitteilung der Stadtpolizei leicht verletzt, zudem entstand grosser Sachschaden. Die beiden Autos mussten abgeschleppt werden.

Beim Zusammenstoss dieser beiden Autos wurde am Donnerstagmittag in Bruggen ein Mann leicht am Knie verletzt.

Beim Zusammenstoss dieser beiden Autos wurde am Donnerstagmittag in Bruggen ein Mann leicht am Knie verletzt.

Bild: Stadtpolizei SG (23.9.2021)

Am Donnerstag, 13.10 Uhr war ein 28-Jähriger mit dem Auto auf der Zürcher Strasse stadteinwärts unterwegs. Gleichzeitig bog ein 46-Jähriger von der Fürstenlandstrasse her auf die Zürcher Strasse ein. Dabei missachtete der die «Kein Vortritt»-Signalisation. In der Folge prallte sein Auto ins Fahrzeug des 28-Jährigen,der sich leicht am Knie verletzte.

Freitag, 24. September - 10:41 Uhr

Nationales Kinder- und Jugendtanzfestival erstmals in St.Gallen: Bühne frei für den Nachwuchs

In diesem Jahr findet das Nationale Kinder- und Jugendtanzfestival erstmals in St.Gallen statt. In seinem Rahmen zeigen am Samstag, ab 14 Uhr, über 300 Kinder und Jugendliche im alter von vier bis 18 Jahren, was sie in Tanzschulen quer durchs Land gelernt haben. Die Aufführung in der Tonhalle ist öffentlich zugänglich. Tickets kann man sich im Internet reservieren; bezahlt wird dann vor Ort.

Am Nationalen Kinder- und Jugendtanzfestival zeigen Tänzerinnen und Tänzer im Alter von vier bis 18 Jahren, was sie in Tanzschulen quer durchs Land gelernt haben.

Am Nationalen Kinder- und Jugendtanzfestival zeigen Tänzerinnen und Tänzer im Alter von vier bis 18 Jahren, was sie in Tanzschulen quer durchs Land gelernt haben.

Bild: PD

Das Kinder- und Jugendtanzfestival wird jährlich vom Verein «daCi Schweiz» organisiert. Dabei präsentieren Tanzschulen ihre Choreografien auf der Bühne und der tanzbegeisterten Nachwuchs aus der ganzen Schweiz zeigt sein Können. Die Kinder und Jugendliche, aber auch die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben so ein breites Spektrum an Tanzstilen. Für die kleinen Tänzerinnen und Tänzer ist der Anlass zudem eine Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen.

Der nationale Anlass für den Tanznachwuchs vom Samstag inSt.Gallen ist eine Gelegenheit für Tanzschulen, ihre Choreografien zu präsentieren.

Der nationale Anlass für den Tanznachwuchs vom Samstag inSt.Gallen ist eine Gelegenheit für Tanzschulen, ihre Choreografien zu präsentieren.

Bild: PD

Der Eintritt in die Tonhalle St.Gallen kostet am Samstag für Erwachsene 20 sowie für Besucherinnen und Besucher bis und mit 17 Jahre 14 Franken. Der Zutritt für Kinder bis und mit fünf Jahre ist gratis. Kassenöffnung ist um 13.30 Uhr. Für den Anlass gilt die Zertifikatspflicht. Alle über 16 Jahre müssen beim Eingang ein gültiges Covidzertifikat und einen amtlichen Ausweis vorlegen. Zudem gilt in der Tonhalle eine Maskenpflicht.

Freitag, 24. September - 10:10 Uhr

Nächste Woche sammelt die Stadt Altmetall ein

Nächste Woche wird in der Stadt St.Gallen Altmetall eingesammelt.

Nächste Woche wird in der Stadt St.Gallen Altmetall eingesammelt.

Bild: Stadt St.Gallen

In der Woche vom 27. September bis 1. Oktober wird in der ganzen Stadt St.Gallen eine Abfuhr für Altmetall durchgeführt. Für diese Abfuhr können Metallgegenstände ohne Gebührenmarke bereitgestellt werden. Allerdings: Das Material muss ab 7 Uhr am Strassenrand bereit stehen. Einzelstücke dürfen - aus nachvollziehbarem Grund - nur so schwer sein, dass sie von zwei Personen aufgeladen werden können. An welchen Tagen die Abfuhr in welchen Gebieten unterwegs ist, kann dem Internetauftritt der Stadt entnommen werden. (sk/vre)

Freitag, 24. September - 9:30 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: Zahl der Neuansteckungen und der Hospitalisationen stabilisiert sich auf hohem Niveau

In dieser Woche war der nationale Coronatrend auch im Kanton St.Gallen spürbar: Die Zahl der Neuansteckungen und der Hospitalisationen hat sich auf hohem Niveau etwas stabilisiert. Der Kanton meldet in seinem Internetauftritt für Donnerstag 130 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 52'928 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Coronatoten bleibt stabil bei 736.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Donnerstag, 23. September, Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Donnerstag, 23. September, Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Donnerstagabend im Kanton St.Gallen 51 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 161, die 14-Tage-Inzidenz bei 436. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Freitag, 24. September - 8:59 Uhr

Verspätungen im Zugsverkehr Richtung Zürich: Bahnlinie zwischen St.Gallen und Gossau war während rund anderthalb Stunden komplett unterbrochen

Immer noch zu Verspätungen kommt es derzeit auf der Bahnlinie von St.Gallen in Richtung Zürich. Dies, weil die Strecke zwischen St.Gallen und Gossau vom frühen Morgen bis etwa 8.30 Uhr komplett unterbrochen war. Ursache dafür war gemäss FM1Today ein Personenunfall im Bahnhof Bruggen. Betroffen vom Unterbruch waren sämtliche Verbindungen von St.Gallen aus in Richtung Westen. Wer etwa von St.Gallen nach Zürich fahren wollte, musste den Umweg via Rapperswil in Kauf nehmen. (vre)

Freitag, 24. September - 8:40 Uhr

Tablater Konzertchor sucht Verstärkung für Beethoven-Oratorium: Auch zusätzliche Bässe sind herzlich willkommen

Der Tablater Konzertchor St.Gallen sucht Verstärkung für Beethovens Missa solemnis. Die Aufführungen des Oratoriums waren ursprünglich für 2020 zum 50-Jahr-Jubiläum des Chors und zum Beethoven-Jahr geplant – wegen der Pandemie sind die Konzerte jetzt auf 2022 verschoben. Und der Chor sucht Sängerinnen und Sänger, die interessiert sind, mitzuwirken, insbesondere im Sopran und im Tenor. Aber auch zusätzliche Bässe seien herzlich willkommen, heisst es in einer Mitteilung.

Der Tablater Konzertchor bei einem seiner früheren Auftritte in der Kirche St.Maria-Neudorf.

Der Tablater Konzertchor bei einem seiner früheren Auftritte in der Kirche St.Maria-Neudorf.

Bild: Urs Jaudas

«Hast du Lust, eines der grandiosesten Werke der Chorliteratur zu proben und aufzuführen?», heisst es in der Ausschreibung des Chors. Die Missa solemnis stellt nicht alltägliche Anforderungen an einen Laienchor. entsprechend selten bietet sich die Möglichkeit, dieses Werk einzustudieren, von dem der Komponist selber überzeugt war, dass es zu seinen grössten Schöpfungen zählte. Er hat es deswegen auch mit einer berühmten Widmung versehen: «Von Herzen – Möge es wieder – zu Herzen gehen».

Probenstart ist am 30. Oktober. Die Aufführungen, zusammen mit dem Motettenchor Region Basel, sind für September 2022 in Basel und St.Gallen geplant. Infos für Sängerinnen und Sänger, die mittun wollen, gibt es per E-Mail bei Beatrice Akeret. (pd/vre)

Donnerstag, 23. September - 15:43 Uhr

Kündig Feinkost AG eröffnet zweite Filiale in St.Gallen: Räume von Rechsteiner-Milchprodukte an der Lukasstrasse übernommen

Die Kündig Feinkost AG eröffnet in St.Gallen eine zweite Filiale. Im Osten der Stadt übernimmt sie gemäss Mitteilung vom Donnerstag an der Lukasstrasse im Rahmen einer Nachfolgeregelung das Lokal des ehemaligen Käseladens der Familie Rechsteiner. Die neue Filiale wird über Mittag geöffnet sein und – wie die Standorte von Kündig Feinkost an der Webergasse in St.Gallen und am Marktplatz in Rorschach ein Mittagsmenu anbieten. Die Präsenz am St.Galler Wochenmarkt vom Samstag wird auch nach Eröffnung des zweiten Ladens aufrecht erhalten.

Marlies und Erwin Rechsteiner (rechts) übergeben ihren Laden an der Lukasstrasse im Neudorf an David Vincze von der Kündig Feinkost AG.

Marlies und Erwin Rechsteiner (rechts) übergeben ihren Laden an der Lukasstrasse im Neudorf an David Vincze von der Kündig Feinkost AG.

Bild: PD

Die Eröffnung der zweiten St.Galler Kündig-Filiale wird in einer Mitteilung mit dem Erfolg des Ladens in der Altstadt begründet. Davor bildeten sich regelmässig lange Warteschlangen. Um hier die Belastung etwas abzubauen, um die Beratung weiterhin gewährleisten zu können, eröffne man das Geschäft im Neudorf. Diese Filiale wird sich an zentraler Lage im Quartier befinden. Es sei mit dem öffentlichen Verkehr und mit dem eigenen Auto gut zu erreichen. Eröffnen will Kündig Feinkost im Neudorf im Oktober mit einem Fest.

Gegründet wurde die heutige Feinkost AG von der Familie Kündig als Käsegeschäft im Jahr 1923 in Rorschach. Heute bietet das Unternehmen gemäss Mitteilung an die 500 Käsesorten und mehr als 3000 Delikatessen mit Schwerpunkt aus der Region, aber auch aus aller Welt an. Im Angebot sind vor allem «nachhaltig und sozialverträglich hergestellte Käse, Delikatessen und gesunde Lebensmittel aus naturbelassenen Rohstoffen und Verarbeitungen». Das Unternehmen führt zunehmend auch Eigenprodukte unter dem Label «Affinage Kündig – seit 1923». (pd/vre)

Donnerstag, 23. September - 15:15 Uhr

Das St.Galler Strassennetz: Notwendigkeit für die Stadt, die wachsen will, aber auch ein politisches Thema, über das sich endlos streiten lässt

Am zweiten Anlass der Reihe «Stadthorizonte – Gespräche zur Entwicklung von St.Gallen» kommt am Donnerstag in einer Woche ein heikles Thema aufs Tapet. Stadtrat Markus Buschor, Stadtingenieur Beat Rietmann, Stadtplaner Florian Kessler, Kantonsingenieur Marcel John und Claudio Büchel vom Institut für Raumentwicklung beleuchten nämlich die Zukunft des städtischen Strassennetzes. Dieses ist für eine Stadt, die leben und wie St.Gallen weiter wachsen will, eine unabdingbare Voraussetzung. Anderseits sind Strassen, ihre Nutzung und Gestaltung seit Jahrzehnten ein politischer Zankapfel erster Güte.

Wie sollen die Strassen der Zukunft aussehen? Im Bild die derzeitige Baustelle an der unteren Teufener Strasse.

Wie sollen die Strassen der Zukunft aussehen? Im Bild die derzeitige Baustelle an der unteren Teufener Strasse.

Bild: Dinah Hauser
(27.8.2021)

Am Anlass der Stadt soll die Bedeutung von Strassen als Verkehrsachsen und Lebensräumen gezeigt werden. Auf dem Programm steht zuerst ein Spaziergang, danach eine Podiumsdiskussion. Treffpunkt für den rund eine halbe Stunde dauernden Rundgang ist am 30. September, 17.30 Uhr, an der Ecke Langgasse und Splügenstrasse. Die Podiumsdiskussion findet danach im Schulhaus Buchwald an der Spyristrasse 10 statt; sie dauert bis etwa 20 Uhr.

Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Anlass ist beschränkt. Eine Anmeldung im Internet ist dafür obligatorisch. Zudem gilt für Personen ab 16 Jahren die Zertifikatspflicht; mitzubringen ist ein gültiges Zertifikat sowie ein amtlicher Ausweis. Die Veranstaltung über die Zukunft der Strassen der Stadt wird aufgezeichnet und ist gemäss Mitteilung vom Donnerstag später auf den städtischen Online-Kanälen zu sehen.

Donnerstag, 23. September - 14:22 Uhr

Statistisches Übersicht 2021 des Kantons St.Gallen erschienen: Nicht mehr auf Papier, sondern nur noch elektronisch

In der Schweiz, so sagt man, werde alles und jedes statistisch erfasst. Und es überrascht tatsächlich, was bei uns alles gemessen und gezählt wird. Resultate dieser Tätigkeiten der Fachstelle für Statistik für den Kanton St.Gallen liefert Jahr für Jahr die Broschüre «Kopf und Zahl».

Dieser Tage ist die Ausgabe 2021 der statistischen Übersicht mit Zahlen bis und mit Ende 2020 erschienen. Neu ist, dass die Broschüre nicht mehr gedruckt herausgegeben wird, sondern nur noch als PDF erscheint. Dieses ist im Internet für alle zugänglich. Dort finden sich auch die früheren Zusammenstellungen zurück bis 2011.

Spannend ist beispielsweise auch die Zusammenstellung der Kennzahlen für die Gemeinden des Wahlkreises St.Gallen-Gossau (siehe oben). Die Stadt ist darin – natürlich – was Bevölkerungszahl, Zahl der Arbeitsplätze, aber auch die Grösse des Gemeindegebietes angeht, dominierend. Womit sie nicht punktet ist mit dem höchst Steuerfuss, und auch bezüglich Steuerkraft pro Kopf liegen andere Gemeinden vorne. (SK/vre)

Zum PDF von «Kopf und Zahl» im kantonalen Internetauftritt geht es hier.

Klimawandel

Wieso die Forellen in der Thur ein Problem haben

In der Publikation «Kopf und Zahl» wird man in einzelnen Beiträgen auch über eher ungewöhnliche Fakten informiert. Dazu zählt in der aktuellen Ausgabe sicher der Beitrag über die Entwicklung der Fischerei in der Thur. Hier nahm die geangelte Fischmenge in den Jahren 2000 bis und mit 2020 von knapp 4'000 auf noch gut 1'000 Kilo um rund zwei Drittel massiv ab. Und es gibt konkrete Anzeichen, dass die Bachforellen massive Probleme haben.

Die Fischfangstatistik 2000 bis 2020 für die Thur im Abschnitt zwischen Bazenheid und Niederbüren.

Die Fischfangstatistik 2000 bis 2020 für die Thur im Abschnitt zwischen Bazenheid und Niederbüren.

Grafik: Kanton St.Gallen

Bis 2016 wurden auch im Unterlauf der St.Galler Thur, zwischen Bazenheid und Niederbüren, jährlich zwischen 50 und 75 Prozent Bachforellen gefangen. In mittleren und oberen Toggenburg macht dieser Fisch 2020 immer noch zwischen 90 und 100 Prozent der – stark gesunken – Fänge aus. Seit fünf Jahren nimmt die Forelle am Unterlauf stark ab, dafür werden mehr karpfenartigen Fischarten wie Alet und Barbe aus dem Wasser gezogen.

Die Ursache dafür sehen die Fachleute in den Folgen der Klimaerwärmung: Schuld sind hohe Wassertemperaturen und die Zunahme von Hochwassern. Im untersten von drei Abschnitten der Thur erwärmt sich heute der Fluss immer wieder auf über 24 Grad Celsius, was für Bachforellen ein tödlicher Bereich ist. Starkregen und Hochwasser vernichten zudem Eier und Larven von im Kiesbett des Flusses laichenden Arten wie Forelle und Äsche mechanisch. (SK/vre)

Donnerstag, 23. September - 11:39 Uhr

Falsche Fahrspur vor Lichtsignal erwischt und einbiegendes Auto gerammt

Nachdem es im Morgenverkehr im Osten der Stadt gekracht hatte (siehe nächste Meldung), ereignete sich am Mittwoch im Feierabendverkehr in der Lachen ebenfalls ein Unfall. Bei der Kollision zweier Personenautos auf der Verzweigung der Zürcher- mit der Feldlistrasse wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei niemand verletzt, es entstand aber erheblicher Sachschaden.

Ungewollte Begegnung auf der Verzweigung der Zürcher- mit der Feldlistrasse am Mittwochabend.

Ungewollte Begegnung auf der Verzweigung der Zürcher- mit der Feldlistrasse am Mittwochabend.

Bild: Stadtpolizei SG
(22.9.2021)

Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch, kurz vor 18.30 Uhr. Ein 34-Jähriger fuhr am Anfang der Zürcher Strasse stadtauswärts und spurte beim zweiten Lichtsignal des grossen Verkehrsknotens mit Zürcher-, Dufour- und Feldlistrasse zum Rechtsabbiegen auf Letztere ein. Er wollte allerdings gar nicht abbiegen (wofür ihm das Lichtsignal Grün gezeigt hätte), sondern er fuhr geradeaus weiter.

Die Verkehrsführung auf dieser Verzweigung verlangt Konzentration: Nach rechts von der Zürcher- in die Feldlistrasse darf man einbiegen, während die Fahrzeuge aus der Feldli- auf die Zürcher Strasse Grün haben. Geradeaus steht das Lichtsignal auf der Zürcher Strasse dann aber auf Rot.

Die Verkehrsführung auf dieser Verzweigung verlangt Konzentration: Nach rechts von der Zürcher- in die Feldlistrasse darf man einbiegen, während die Fahrzeuge aus der Feldli- auf die Zürcher Strasse Grün haben. Geradeaus steht das Lichtsignal auf der Zürcher Strasse dann aber auf Rot.

Bild: Stadtpolizei SG
(22.9.2021)

Gleichzeitig war ein 48-Jähriger mit seinem Auto von der Feldlistrasse her in Richtung Stadtzentrum unterwegs. Dafür bog her - bei Grün für dieses Manöver - von dort nach links auf die Zürcher Strasse ein. Mitten auf der Verzweigung kam es so zum Zusammenstoss mit dem anderen Auto.

Donnerstag, 23. September - 11:17 Uhr

Leichtverletzte und viel Blechsalat bei Auffahrunfall im St.Galler Osten: Bremsmanöver des Vordermannes zu spät bemerkt

Auffahrunfall auf der Rorschacher Strasse bei der Bushaltestelle Obere Waid im Osten der Stadt St.Gallen.

Auffahrunfall auf der Rorschacher Strasse bei der Bushaltestelle Obere Waid im Osten der Stadt St.Gallen.

Bild: Stadtpolizei SG (22.9.2021)

Am Mittwochmorgen ist es auf der Rorschacher Strasse bei der Oberen Waid in St.Gallen zu einer heftigen Auffahrkollision gekommen. Die beiden beteiligten Autofahrer beklagten sich gemäss Mitteilung der Stadtpolizei nach dem Zwischenfall über leichte Schmerzen am Kopf, Rücken und im Brustbereich. An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden; sie mussten durch einen Abschleppdienst abtransportiert werden.

Die Beschädigung des vorderen Autos zeugt eindrücklich von der Wucht des Aufpralls des hinteren Autos.

Die Beschädigung des vorderen Autos zeugt eindrücklich von der Wucht des Aufpralls des hinteren Autos.

Bild: Stadtpolizei SG
(22.9.2021)

Der Zwischenfalls ereignete sich am Mittwoch, 8.15 Uhr, in Fahrtrichtung stadteinwärts. Eine 38-jährige Lenkerin bemerkte im stockenden Kolonnenverkehr zu spät, dass der 29-jährige Lenker im Auto vor ihr abgebremst hatte. Sie fuhr daher mit voller Wucht von hinten auf dessen Fahrzeug auf. (stapo/vre)

Donnerstag, 23. September - 10:39 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 137 neue Ansteckungen und wieder ein Todesfall

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt für Mittwoch 137 (Dienstag: 193) neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 52'798 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Mittwoch wurde auch ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit im Kanton bei 736.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 22. September, Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 22. September, Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Mittwochabend im Kanton St.Gallen 52 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 167 (Dienstag: 180), die 14-Tage-Inzidenz bei 457 (Dienstag: 479). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. (SK/nat)

Mittwoch, 22. September - 19:05 Uhr

Fredi Vogl macht sich in den Sozialen Medien selbständig: Bundesamt distanziert sich von Aussagen seines Vogels auf Instagram

Wenn sich jemand einen Vogel zulegt, geht er natürlich das Risiko ein, dass sich das Federvieh irgendwann selbständig macht und davon fliegt. Diese Erfahrung macht gerade das Bundesamt für Strassen (Astra) bei der Sanierung der St.Galler Stadtautobahn. In den Sozialen Medien ist eine Kopie von Fredi Vogl aufgetaucht, dem Stadtspecht, der das Projekt als Maskottchen und Werbeträger begleiten soll. Er äussert sich zwar auch dort über die Stadtautobahn, aber nicht unbedingt im Sinne des Astra.

So präsentiert sich Fredi Vogl, das Maskottchen der Sanierung der St.Galler Stadtautobahn, im offiziellen Internetauftritt zum Projekt.

So präsentiert sich Fredi Vogl, das Maskottchen der Sanierung der St.Galler Stadtautobahn, im offiziellen Internetauftritt zum Projekt.

Screenshot: Bundesamt für Strasse (22.9.2021)

Das Bundesamt distanziert sich auf seiner Website, die regelmässig über die Sanierung der Autobahn berichtet, ausdrücklich von der Fredi-Vogl-Kopie: Man sei nicht für die Inhalte dieses Profils verantwortlich, heisst es da: «Das Astra betreibt keinen eigenen Account auf Instagram.» Darüber hinaus reagieren die Strassenbauer des Bundes aber mit Humor auf den Vogelklau. Das Maskottchen habe sich auf Instagram selbständig gemacht. Und: «Wir freuen uns über das Interesse an Fredi Vogl.»

Wer hinter dem Instagram-Account von Fredi Vogl und dessen frechen Sprüchen steckt, ist nicht bekannt. Offensichtlich ist es aber jemand, der die Stadt recht gut kennt und das (automobile) Geschehen in St.Gallen aufmerksam verfolgt. Der Auftrag mit seinen bisher acht Beiträgen hat derzeit 132 Follower. Darunter sind immerhin eine Nationalrätin, ein St.Galler Stadtrat, etliche Mitglieder des Stadtparlaments wie auch einige gwundrige Journalistinnen und Journalisten.

Der Fredi-Vogl-Auftritt auf Instagram: Die Botschaften hier betreffen zwar auch die Autobahn, sind aber wohl eher nicht im Sinn der Strassenbauer des Bundes.

Der Fredi-Vogl-Auftritt auf Instagram: Die Botschaften hier betreffen zwar auch die Autobahn, sind aber wohl eher nicht im Sinn der Strassenbauer des Bundes.

Screenshot: Instagram
(22.9.2021)

Inspiriert könnte der Instagram-Auftritt von Fredi Vogl vom Wirbel sein, den das Sanierungsmaskottchen im Sommerloch ausgelöst hat. Das Astra liess ein Pixi-Büchlein mit dem Buntspecht an alle Haushaltungen in St.Gallen verteilen. Kostenpunkt der Aktion: 56'000 Franken. Dieser Betrag stiess etlichen Städterinnen und Städtern sauer auf, die mit dem an sich harmlosen Kinderbüchlein bedient worden waren. Seinen grossen Auftritt im Dienste des Astra hat Fredi Vogl aber sowieso noch vor sich: Er soll mit seinen Botschaften ab kommendem Frühling mithelfen, dass der Verkehr auf der Stadtautobahn trotz Grossbaustelle weiter rollen kann. (vre)

Mittwoch, 22. September - 13:13 Uhr

Ein Preis für die Kantonspolizei St.Gallen: Für grosses Engagement bei der Suche nach vermissten dementen Personen ausgezeichnet

Der 21. September ist der Weltalzheimertag. Aus diesem Anlass konnte die Kantonspolizei St.Gallen am Dienstag den diesjährigen, mit 2'000 Franken dotierten Fokus-Preis der Organisation Alzheimer St.Gallen/beider Appenzell entgegennehmen. Bei der Übergabe im Hofkeller des Regierungsgebäudes waren gemäss Mitteilung auch Regierungsrat Fredy Fässler und Polizeikommandant Bruno Zanga zugegen. Mit dem Fokus-Preis werden Personen und Organisationen geehrt, die sich in besonderer Art und Weise für Anliegen von Personen mit Demenz und ihren Angehörigen engagieren.

Gruppenbild mit Suchhunden: Die Delegation der Kantonspolizei, die den Fokus-Preis der Alzheimerorganisation entgegennehmen konnte.

Gruppenbild mit Suchhunden: Die Delegation der Kantonspolizei, die den Fokus-Preis der Alzheimerorganisation entgegennehmen konnte.

Bild: Kantonspolizei SG (21.9.2021)

Die Kantonspolizei St.Gallen wurde konkret für ihr Engagement bei der Suche nach vermissten dementen Personen geehrt. Dies sei eine ihre vielen wichtigen Aufgaben, heisst es dazu in der Mitteilung. Bei solchen Aktionen kämen oft Dutzende Angehörige von Partnerorganisationen, aber auch Personenspürhunde, Drohnen und Wärmebildkameras zum Einsatz. Der Kantonspolizei sei es ein Anliegen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Personenspürhunde für solche Einsätze ständig weiterzubilden und ihre Einsatzmittel laufend zu verbessern. (kapo/vre)

Mittwoch, 22. September - 12:54 Uhr

Sachschaden von mehreren tausend Franken: Blaufahrer rammt auf Stadtautobahn mit Lieferwagen ein Personenauto

Am frühen Dienstagabend ist es auf der St.Galler Stadtautobahn zum Zusammenstoss eines Lieferwagens und einer Personenautos gekommen. Verletzt wurde dabei niemand. Am Auto einer 70-jährigen Frau entstand gemäss Mitteilung der Kantonspolizei allerdings Sachschaden von mehreren tausend Franken. Der Unfallverursacher hatte angetrunken hinter dem Steuer seines Lieferwagens gesessen. Ihm wurde der Fahrausweis an Ort und Stelle abgenommen.

Am Dienstag, kurz vor 17.50 Uhr, war ein 31-jähriger Mann mit seinem Lieferwagen auf der Autobahneinfahrt St.Fiden in Richtung Zürich unterwegs. Gleichzeitig fuhr eine 70-Jährige mit ihrem PW von Meggenhus kommend auf der Normalspur in Richtung Zürich. Beim Einspuren auf die Normalspur stiess der Lieferwagen mit dem Personenauto zusammen und beschädigte es dabei stark. Die beim Lieferwagenlenker durchgeführte beweissichere Atemalkoholprobe ergab einen positiven Wert. (kapo/vre)

Mittwoch, 22. September - 12:33 Uhr

Neuer Vorstoss im Stadtparlament: Nebenbeschäftigungen von Angestellten der Stadtverwaltung klar regeln

Die Nebenbeschäftigungen von Mitarbeitern der Kesb Region St.Gallen haben in den vergangenen Monaten Schlagzeilen und Diskussionen ausgelöst. Offengelegt wurde dabei auch, dass die Stadt solche Nebenbeschäftigungen locker geregelt hat. Dass es dazu früher oder später einen Vorstoss aus dem Stadtparlament geben könnte, lag auf der Hand. Und diesen Vorstoss hat am Dienstag die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Parlaments gleich selber eingereicht. Die Motion verlangt klare und transparente Regeln für Nebenbeschäftigungen sowie für Beteiligungen und gewisse Mandate von Verwaltungsangestellten.

Wegen Nebenbeschäftigungen von zwei Mitarbeitern der Kesb Region St.Gallen waren diesen Sommer in lokalen Medien auch Forderungen nach Überarbeitung des Personalreglementes der Stadt zu lesen.

Wegen Nebenbeschäftigungen von zwei Mitarbeitern der Kesb Region St.Gallen waren diesen Sommer in lokalen Medien auch Forderungen nach Überarbeitung des Personalreglementes der Stadt zu lesen.

Symbolbild: E. Leanza/ KEY (Zürich, 27.5.2019)

Direkter Auslöser für den Vorstoss der Kommission ist die Prüfung der Stadtrechnung 2020. Damals habe sich gezeigt, dass in der Stadtregierung unterschiedliche Rechtsauffassungen bezüglich Nebenbeschäftigungen von Angehörigen der Stadtverwaltung bestünden, heisst es in der Begründung der Motion. Die vorhandenen Vorschriften weisen aber auch Lücken auf: So stört die GPK vor allem, dass Verwaltungsmitarbeiter selber entscheiden, ob ihre Nebentätigkeit vom Umfang her bewilligungspflichtig ist oder nicht. Damit werde unter Umständen gar nie beurteilt, ob eine Nebenbeschäftigung mit Aufgaben, die jemand bei der Stadt habe, vereinbar sei oder nicht.

Vom Stadtrat verlangt die Geschäftsprüfungskommission daher eine Überarbeitung des städtischen Personalreglements beim Thema Nebenbeschäftigungen. Es brauche für diesen Bereich ein angepasstes, modernes Reglement, welches potenzielle Interessenkonflikte anspreche und vorhandene Missstände ausräume. In die Überarbeitung müsse integriert werden, wie die Stadt als Arbeitgeberin mit Beteiligungen (Aktien oder Stammanteile) sowie Mandaten in Verwaltungsräten und Vorständen ihrer Angestellten umgehen wolle. (vre)

Mittwoch, 22. September - 12:07 Uhr

Auch St.Galler Designerinnen laden in ihre Ateliers ein

In der ganzen Schweiz öffnen dieses Wochenende vierzig Designerinnen und Designer ihre Werkstätten. Aus der Ostschweiz sind 13 Ateliers dabei, unter anderem jene der St.Galler Modemacherinnen Yuki Kawahara, Sybille Kuhn und Ly-Ling Vilaysane. Yuki Kawahara beispielsweise näht an der Oberstrasse 167b Mützen und Handschuhe nach Mass. Jeder Stoff, den sie aus Seide und Kaschmir herstellt, ist ein Unikat.

Die Designerin Yuki Kawahara in ihrem Atelier an der Oberstrasse in St.Gallen.

Die Designerin Yuki Kawahara in ihrem Atelier an der Oberstrasse in St.Gallen.

Bild: Mareycke Frehner

Die Modemacherinnen bieten vom 24. bis zum 26. September Einblicke in die Entstehung von Kleidungs- und Schmuckstücken. Im Rahmen der Ateliertage von «Formforum» gibt es auch Referate über Fast Fashion, Diskussionen über nachhaltigen Konsum und Workshops. Details und das gesamte Programm gibt es unter www.formforumch. (mem)

Mittwoch, 22. September - 11:12 Uhr

Die Coronapandemie spaltet die Gesellschaft: Wie weiter nach der Abschaffung der Gratistests für Ungeimpfte?

Nach Ausweitung der Zertifikatspflicht ist der geplante Wegfall der Gratistests für Ungeimpfte ab 1. Oktober das nächste Pulverfass, das auf die Politik in der Coronapandemie wartet. Wenn diese Massnahme tatsächlich umgesetzt wird, dürfte sie Anlass zu weiteren Konflikten sein. Was der Gesellschaft da drohen könnte, darüber wird in der Sendung «Zur Sache» des Ostschweizer Regionalfernsehens TVO am Mittwochabend diskutiert.

Per 1. Oktober sollen die Gratis Coronatests für Ungeimpfte abgeschafft werden. Der Entscheid birgt politischen und gesellschaftlichen Zündstoff.

Per 1. Oktober sollen die Gratis Coronatests für Ungeimpfte abgeschafft werden. Der Entscheid birgt politischen und gesellschaftlichen Zündstoff.

Bild: Donato Caspari (10.2.2021)

Zu Gast im Studio ist Linus Thalmann, SVP-Kantonsrat und Wirt, der den Standpunkt von Gastro St.Gallen vertreten wird. Weiter diskutieren unter Leitung von Dumeni Casaulta Arzt und LC-Brühl-Handball-Präsident Alexander Zehntner sowie der Soziologe und Ethiker Matthias Lindenau von der Fachhochschule Ostschweiz. Das Gespräch wird am Mittwoch, 18.30 Uhr, live ausgestrahlt. Danach ist die Aufzeichnung stündlich zu sehen. Zugriff darauf hat man auch im Internetauftritt von TVO. (pd/vre)

Mittwoch, 22. September - 10:55 Uhr

Fuss- und Velosteg am SBB-Sitterviadukt wird verbreitert: Passerelle bleibt für Bauarbeiten bis Sommer 2023 gesperrt

Am Montag, 4. Oktober, starten am SBB-Sitterviadukt zwischen Bruggen und Winkeln die Arbeiten zur Verbreiterung der Passerelle für den Fuss- und Veloverkehr. Sie dauern gemäss Mitteilung des städtischen Tiefbauamtes vom Mittwoch voraussichtlich bis Sommer 2023. Bis dann müssen die Brücke und ihre Zufahren für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velos komplett gesperrt werden. Sie werden über die Kräzernbrücke und die Lehnstrasse umgeleitet.

Der Viadukt der SBB übers Sittertobel im Westen von St.Gallen. Der Fuss- und Velosteg an der Brücke wird jetzt neu erstellt.

Der Viadukt der SBB übers Sittertobel im Westen von St.Gallen. Der Fuss- und Velosteg an der Brücke wird jetzt neu erstellt.

Bild: Hanspeter Schiess

Das SBB-Viadukt über das Sittertobel im Westen der Stadt St.Gallen stammt aus dem Jahr 1925. Neben den Bahngleisen wurde ein seitlich auskragender Fussweg von zwei Metern Breite erstellt. Er dient heute als bequemer Fuss- und Veloweg zwischen Bruggen und Winkeln. Gerne benutzt wird er von Städterinnen und Städtern auf dem Weg zum und vom Naherholungsgebiet am Gübsensee. Der Steg ist als kantonale Veloroute und als Bestandteil des Schweiz-Mobil-Routennetzes klassiert.

Ab Anfang Oktober bis Sommer 2023 müssen der Fuss- und Veloverkehr vom SBB-Sitterviadukt und Gübsenweg über die Kräzernbrücke und die Lehnstrasse umgeleitet werden.

Ab Anfang Oktober bis Sommer 2023 müssen der Fuss- und Veloverkehr vom SBB-Sitterviadukt und Gübsenweg über die Kräzernbrücke und die Lehnstrasse umgeleitet werden.

Plan: Stadt St.Gallen

Die Passerelle ist allerdings sehr eng. Fussgänger und Velofahrer kommen sich dadurch beim Überholen oder Kreuzen regelmässig ins Gehege. Diese Situation soll mit einem Projekt des Agglomerationsprogramms St.Gallen-Bodensee verbessert werden. Geplant ist, die Passerelle auf vier Meter zu verbreitern. Dafür muss der alte Übergang abgebrochen werden. Danach wird ein neuer Fuss- und Velosteg am SBB-Viadukt verankert. Ebenfalls neu erstellt, verbreitert und mittels neuer Grüngestaltung ökologisch aufgewertet werden die Zufahrten zur Brücke. (sk/vre)

Mittwoch, 22. September - 9:40 Uhr

Arbeitsunfall auf Baustelle an der Dietlistrasse: 45-Jähriger stürzt von Balkon in erstem Stock und erliegt seinen schweren Verletzungen

Am Dienstagnachmittag wurde an der Dietlistrasse eine leblose männliche Person durch den Hauswart der Liegenschaft aufgefunden. Die aufgebotene Rettung und der Notarzt versuchten, den Mann zu reanimieren, was aber erfolglos blieb. Der 45-jährige Verstorbene wies schwere Kopfverletzungen auf.

Die Stadtpolizei geht von einem Arbeitsunfall aus, wobei der Verstorbene vom Balkon im ersten Stock stürzte, wie es in der Medienmitteilung heisst. Die genauen Umstände des Unfalls werden jetzt abgeklärt. (stapo/nat)

Mittwoch, 22. September - 9:10 Uhr

Neues Verpflegungsangebot bei Heimspielen des FC St.Gallen: Mit Pommes und Apérobällchen über den Match diskutieren

Der FC St.Gallen erweitert ab dem Heimspiel vom Mittwochabend gegen Basel das Verpflegungsangebot rund ums Stadion. Und neu haben bei Heimspielen auch die Fans auf der Tribüne D (Sektoren D1 bis D4) in den Halbzeitpausen Zugang zur Plattform vor dem Kybunpark. Das war bisher Besucherinnen und Besuchern der Sektoren B und C vorbehalten. Das Ganze ist so organisiert, dass das Ticket bei der Rückkehr auf die Tribüne nicht nochmals gezeigt werden muss.

Einer der Essensstände, die neu bei Heimspielen auf der Plattform vor dem Kybunpark das Publikum der Tribünen B, C und D verpflegen.

Einer der Essensstände, die neu bei Heimspielen auf der Plattform vor dem Kybunpark das Publikum der Tribünen B, C und D verpflegen.

Bild: David Gadze

Neu ist auch, dass bei jedem Heimspiel des FC St.Gallen auf der Plattform vor dem Stadion für die Tribünen B, C und D sogenannte Contrailer stehen. Es handelt sich gemäss Internetnewsletter des FCSG um mobile Essensstände, die vor und nach dem Spiel sowie in der Halbzeitpause in Betrieb sind. Angeboten werden von der «Esperia» neben Bier, Mineralwasser und Süssgetränken Pommes und Apérobällchen. (pd/vre)

Mittwoch, 22. September - 8:50 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 193 neue Ansteckungen und wieder ein Todesfall am Dienstag

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt für Dienstag 193 (Montag: 118) neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 52'661 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Dienstag wurde auch ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit im Kanton bei 735.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 21. September, Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 21. September, Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Dienstagabend im Kanton St.Gallen 51 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 180 (Montag: 191), die 14-Tage-Inzidenz bei 479 (Montag: 499). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. (SK/vre)

Mittwoch, 22. September - 8:37 Uhr

Die schönen Herbsttage nutzen

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte die Insekten auf einer Blüte im Tüfentobel bei Engelburg.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte die Insekten auf einer Blüte im Tüfentobel bei Engelburg.

Dienstag, 21. September - 23:26 Uhr

Beschlüsse des St.Galler Stadtparlaments: Grossen Aktenberg abgetragen

Das St.Galler Stadtparlament tagte am Dienstag in der Olma-Halle 9.1.2.

Das St.Galler Stadtparlament tagte am Dienstag in der Olma-Halle 9.1.2.

Bild: Reto Voneschen
(21.9.2021)

Das St.Galler Stadtparlament hat sich am Dienstag zur neunten Sitzung der laufenden Amtszeit 2021 bis 2024 getroffen. Es tat dies coronabedingt wiederum im Messegelände, und zwar erstmals in der Olma-Halle 9.1.2. Das Parlament hat dabei einen grossen Aktenberg abgebaut: Von 16 bis 22 Uhr wurden zehn Sachvorlagen und Postulatsbericht sowie fünf Vorstösse diskutiert. Hier die Beschlüsse im Überblick:

  • Bauland. Das Stadtparlament hat mit 57 Ja gegen ein Nein die Abgabe eines Baufeldes in Altenwegen Ost an die Feller Immobilien AG gutgeheissen. Die Parzelle befindet sich in der grössten unbebauten Landreserve der Stadt für Gewerbe, Dienstleistungen und Industrie. Fakultatives Referendum.
  • Bibliothek. Der Rat hat dem städtischen Anteil von 1,192 Millionen Franken zur Projektierung der neuen Bibliothek in der «Union» und auf dem Blumenmarkt mit 57 Ja bei einer Enthaltungen zugestimmt. Fakultatives Referendum. Separate Berichterstattung.
  • Wasserbau. Mit 52 Ja gutgeheissen wurde die Renaturierung der Steinach zwischen der St.-Georgen-Strasse 113 bis 120 für 1,25 Millionen Franken.
  • Hospiz. Die Anschubfinanzierung für den Hospizdienst wurde mit 56 Ja einstimmig in einen Betriebsbeitrag von jährlich 28'000 Franken umgewandelt.
  • Frauenzentrale. Der Jahresbeitrag der Stadt für die Budget- und Schuldenberatung der kantonalen Frauenzentrale wurde mit 56 Ja bei 2 Enthaltungen um 10'000 auf 50'000 Franken aufgestockt.
  • Bewegung. Die Einführung des Projekts Mini-Move, das Familien motivieren soll, sich mit ihren Kindern zu bewegen, war im Parlament umstritten. Schliesslich wurde ein Versuchsbetrieb für ein Jahr (gemäss GLP-Abänderungsantrag und statt für drei Jahre wie vom Stadtrat vorgeschlagen) mit 32 Ja zu 26 Nein gutgeheissen.
  • Begegnung. Nach kontroverser Diskussion sprach sich das Parlament für die Umsetzung des Konzepts für Begegnungsorte für Familien aus. Gesprochen wurden für 2022 35'000 Franken zur Förderung von dezentralen Standorten, ab 2022 ein Jahresbeitrag von 45'000 Franken für das Quartier-, Familien- und Begegnungszentrum des Vereins tiRumpel in der Lachen sowie ab 2022 bis zur Realisierung des «Hauses im Zentrum» ein Jahresbeitrag von 34'000 Franken fürs Eltern-Kind-Zentrum Gugelhuus.
  • Sport. Nach Beratung des Berichts über das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak) wurde das Postulat, das zum Papier geführt hatte, mit 58 Ja einstimmig abgeschrieben. Separate Berichterstattung.
  • Überprüfung. Die Dienststelle Infrastruktur der Direktion Bildung und Freizeit kann seine Leistungs-, Organisations- und Stellenplanung für 300'000 Franken extern überprüfen lassen. Das Parlament stimmte der Vorlage mit 31 Ja und 26 Nein zu.
  • Schulchancen. Das Postulat «Das Bildungssystem bleibt ungerecht» von Eva Crottogini und Vica Mitrovic (SP) sowie Jacqueline Gasser-Beck (GLP), Franziska Ryser (Grüne) und Karin Winter-Dubs (SVP) wurde nach Diskussion des Berichts über Chancengerechtigkeit in der Volksschule nach Widerstand von links und seitens der SVP mit 19 Ja- zu 36 Nein nicht als erledigt abgeschrieben. Der Stadtrat muss den Bericht überarbeiten lassen.
  • Windeln. Das Postulat zur Förderung von Mehrwegwindeln aus ökologischen Gründen von Daniel Bosshard (Grüne) wurde mit 7 Ja zu 44 Nein bei 4 Enthaltung nicht erheblich erklärt. Bericht siehe STADT-TICKER, 21.9.2021, 21:40.
  • Outsourcing. Der Stadtrat muss einen Bericht erstellen lassen, was sich durch Auslagerung von Verwaltungsaufgaben einsparen lässt. Das Postulat von Oskar Seger und Remo Daguati (FDP), Ivo Liechti (Mitte), Phi­lipp Schönbächler (GLP) und Karin Winter-Dubs (SVP) wurde mit 29 Ja gegen 26 Nein erheblich erklärt.
  • Interpellationen. Das Parlament diskutierte am Dienstagabend zudem die stadträtlichen Antworten auf drei Interpellationen.
Dienstag, 21. September - 21:40 Uhr

St.Galler Stadtparlament diskutiert über Windeln: Stadtrat muss keinen Bericht über Mehrwegwindeln schreiben lassen

Manchmal ist es auch für langjährige Beobachter erstaunlich, über was das Parlament wie lange völlig ernsthaft diskutieren kann. Am Dienstag war es ein Postulat über die Förderung von Mehrwegwindeln von Daniel Bosshard. Er wollte eine Auslegeordnung wie die Stadt diese Windelart aus ökologischen Gründen und mit einer Verbilligungsaktion fördern könnte. Der Stadtrat wehrte sich in seiner ausführlichen Stellungnahme gegen das Anliegen und empfahl, das Postulat nicht zu überweisen.

Einwegwindeln sind praktisch, aber gesundheitlich und ökologisch nicht unproblematisch. Das hat das Stadtparlament am Dienstag diskutiert.

Einwegwindeln sind praktisch, aber gesundheitlich und ökologisch nicht unproblematisch. Das hat das Stadtparlament am Dienstag diskutiert.

Bild: Marta Paniti Marta/ Fotolia (3.5.2012)

Die Werkkommission schloss sich der Meinung des Stadtrats mit 6:0 Stimmen bei einer Enthaltung, drei Absenzen und einer Vakanz an. Von einem Postulatsbericht sei gegenüber der ausführlichen Stellungnahme der Stadt nicht wirklich ein Mehrwert zu erwarten, begründete Kommissionspräsident Daniel Bertoldo (EVP). Marcel Rotach (FDP) und Esther Granitzer (SVP) stellten sich für ihre Fraktionen hinter den Stadtrat. Der Vorstoss sei letztlich gesucht, sein Ansatz löse kein Problem, hiess es.

Marlène Schürch signalisierte für die SP/Juso/PFG-Fraktion zwar grundsätzliche Unterstützung für die Ziele des Postulats. Der zur Abfallvermeidung gewählte Ansatz sei aber «nicht optimal». Die Stadt sei nämlich im Kehrichtheizkraftwerk (KHK) zur Produktion von Wärme und Strom auf Abfall angewiesen. Daher seien die Argumente der Stadt gegen eine Förderung von Mehrwegwindeln nachvollziehbar, sagte Schürch. Dazu komme, dass der Aufwand mit den Stoffwindeln diese nur bedingt kompatibel mit einer Berufstätigkeit beider Elternteile mache.

Der Grüne Daniel Bosshard verteidigte seine Idee der finanziellen Förderung von Mehrwegwindeln durch die Stadt ohne Erfolg: Das Parlament verweigerte die Überweisung seines Postulats.

Der Grüne Daniel Bosshard verteidigte seine Idee der finanziellen Förderung von Mehrwegwindeln durch die Stadt ohne Erfolg: Das Parlament verweigerte die Überweisung seines Postulats.

Bild: Benjamin Manser (20.9.2021)

Daniel Bosshard verteidigte seinen Vorstoss: 800 Tonnen Mehrwegwindeln pro Jahr entsprächen etwa fünf Prozent des Abfalls, der in der Stadt verbrannt werde. Mit seiner Argumentation gegen eine finanzielle Förderung der Stoffwindeln vergesse der Stadtrat, dass es in erster Linie darum gehen müsse, Abfall zu vermeiden. Verbrannt werden sollte nur der Müll, der sich absolut nicht vermeiden lasse. Der Stadtrat sehe Abfall aber nur als Energiequelle. Um wirklich nachhaltig zu sein, müsse die Stadt bei der Abfallvermeidung in Zukunft sicher noch nachbessern.

Das Stadtparlament folgte schliesslich den Argumenten des Stadtrats: Er lehnte die Überweisung des Mehrwegwindel-Postulats mit sieben Ja und 44 Nein bei vier Enthaltungen klar ab.

Dienstag, 21. September - 18:12 Uhr

Die CVP-Stadtpartei heisst ab sofort «Die Mitte Stadt St.Gallen»: Namensänderung braucht keinen zusätzlichen Entscheid mehr

An der Sitzung des Stadtparlaments vom Dienstag ist fast nebenbei publik gemacht worden, dass die CVP-Stadtpartei ab sofort «Die Mitte Stadt St.Gallen» heisst. Die CVP/EVP-Fraktion des Stadtparlaments nennt sich damit ab sofort Mitte/EVP-Fraktion. Anders als auf nationaler Ebene, aber genau wie im Kantonsrat bleibt damit die Evangelische Volkspartei (EVP), die national, kantonal und lokal eine Fraktionsgemeinschaft mit der Mitte hat, ausdrücklich genannt.

Ivo Liechti ist seit Sommer Präsidenten der St.Galler CVP-Stadtpartei. Diese heisst ab sofort «Die Mitte Stadt St.Gallen».

Ivo Liechti ist seit Sommer Präsidenten der St.Galler CVP-Stadtpartei. Diese heisst ab sofort «Die Mitte Stadt St.Gallen».

Bild: Donato Caspari
(10.6.2021)

Dass die Umbenennung der Stadtpartei so rasch vor sich geht, hängt damit zusammen, dass auf lokaler Ebene kein Beschluss des Vorstandes oder einer Parteiversammlung dafür mehr nötig ist. Die Bezeichnung der Ortsparteien werde im St.Gallischen in den Statuten der Kantonalpartei festgelegt, erläutert Stadtparteipräsident und Mitte-Stadtparlamentarier Ivo Liechti. Mit dem Entscheid der kantonalen Delegiertenversammlung am 25. August für die Bezeichnung «Die Mitte» sei auch die Umbenennung der Ortsparteien beschlossen worden.

Wer sich nun allerdings im Internet umschaut, stösst weiterhin auf den Auftritt der CVP Stadt St.Gallen. Der Entscheid für den neuen Namen sei gefallen, bis Ende Jahr sollten jetzt alle Unterlagen – einschliesslich des Internetauftritts – daran angepasst werden, sagt Stadtparteipräsident Liechti. Da der Aufwand dafür beträchtlich sei, brauche dieser Schritt nun einfach seine Zeit.

Dienstag, 21. September - 17:14 Uhr

Bauarbeiter nach Sturz aus erstem Stock gestorben

Am Dienstagnachmittag ist es auf einer Baustelle an der Dietlistrasse in St.Gallen zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen. Wie die Stadtpolizei bestätigt, ist ein Mann bei Renovationsarbeiten von einem Baugerüst gestürzt. Nach dem Sturz aus dem ersten Stock verstarb der Bauarbeiter. «Wie der Unfall genau zustande kam, wird derzeit abgeklärt. Die Ermittlungen laufen», sagt Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen. (alr)

Dienstag, 21. September - 16:22 Uhr

Einbürgerungsfragen für Parlamentsmitglieder: Werbung für einen Vorstoss zur Senkung der Hürden bei Einbürgerungen

Wie viele Quartiervereine hat die Stadt St.Gallen? Welches sind die vier grössten Seen der Schweiz? Wann liess sich der Legende nach Wandermönch Gallus im St.Galler Hochtal nieder? Und welches sind die drei grössten Flüsse, die vollständig in der Schweiz liegen? Mit solchen und ähnlichen Fragen waren am Dienstag die Mitglieder Stadtparlaments auf dem Weg an ihren Sitzungsort in der Olma-Halle 9.1.2 konfrontiert.

Blick auf den Einbürgerungsparcours vor der Olma-Halle 9.

Blick auf den Einbürgerungsparcours vor der Olma-Halle 9.

Bild: Reto Voneschen
(21.9.2021)

Mit der Aktion machten Urheberinnen und Urheber eines Postulats auf ihr Anliegen aufmerksam: Die Fraktionen von links der Parlamentsmitte wollen dem Stadtrat den Auftrag geben, seinen Spielraum zur Senkung der finanziellen und administrativen Hürden bei Einbürgerungen zu senken. Ihre Aktion sollte sichtbar machen, mit was für Fragen sich Personen auseinandersetzen müssen, die sich hierzulande einbürgern lassen wollen.

Vica Mitrovic (SP) übergibt Karin Winter-Dubs (SVP) nach bestandenem Test einen fiktiven Schweizer Pass. Flankiert werden die beiden von den SP-Stadtparlamentarierinnen Doris Königer (links) und Jenny Heeb.

Vica Mitrovic (SP) übergibt Karin Winter-Dubs (SVP) nach bestandenem Test einen fiktiven Schweizer Pass. Flankiert werden die beiden von den SP-Stadtparlamentarierinnen Doris Königer (links) und Jenny Heeb.

Bild: Reto Voneschen (21.9.2021)

Der fiktive Einbürgerungsparcours mit echten Einbürgerungsfragen vor der Olma-Halle 9 stiess bei Parlamentarierinnen und Parlamentariern auf viel Interesse. Allerdings stolperte die eine oder der andere bei den Antworten. Auch Ratspräsidentin Alexandra Akeret (SP) gestand am Anfang der Sitzung ein, dass sie mehr als drei Fehler gemacht, den Test also nicht bestanden hatte. Dies im Gegensatz beispielsweise zu SVP-Fraktionspräsidentin Karin Winter-Dubs, die aber an der Berufsschule Staatskunde unterrichtet und so wohl einen kleinen Startvorteil hatte. (vre)

Lösungen zu Fragen am Anfang des Textes: 17 Quartiervereine. Boden-, Genfer- und Neuenburgersee sowie Lago Maggiore. Im Jahr 612. Aare, Reuss und Limmat.

Dienstag, 21. September - 12:00 Uhr

Umstrittener Neubau für die Tagesbetreuung im Boppartshof: Stadt startet Informationsoffensive im Quartier

Die Stadt St.Gallen hat ganz offensichtlich aus der Abstimmungsniederlage vor ein paar Jahren in der Lachen gelernt: Damals wurde ein Neubau für die Tagesbetreuung auf einem Teil der Sömmerliwiese vom Quartier mit einer Auszonungsinitiative erfolgreich bekämpft. Das Gleiche droht jetzt im Boppartshof: Hier steht ein Teil des Quartiers einem Neubau am Rand einer Wiese beim Schulhaus kritisch gegenüber. Gegen das Projekt wurde unter anderem eine Petition mit 1'386 Unterschriften eingereicht.

Eine Gruppe um SVP-Stadtparlamentarier Donat Kuratli (links im Bild) hat eine Petition mit 1'386 Unterschriften gegen einen Neubau für die Tagesbetreuung auf der «Boppiwiese» gesammelt.

Eine Gruppe um SVP-Stadtparlamentarier Donat Kuratli (links im Bild) hat eine Petition mit 1'386 Unterschriften gegen einen Neubau für die Tagesbetreuung auf der «Boppiwiese» gesammelt.

Bild: Reto Voneschen
(2.7.2021)

Ob am Rand der Boppiwiese für die Tagesbetreuung gebaut werden soll oder nicht, entscheidet das Stadtparlament. Für den Fall, dass Stadtrat und Parlament nicht auf die Kritik aus dem Quartier hören und das Projekt am geplanten Standort durchziehen wollten, waren aus Bruggen bereits Stimmen zu hören, dass man sich analog zum Lachen-Quartier eine Auszonungsinitiative überlegen werde.

In der Lachen war der Stadt seinerzeit auch vorgeworfen worden, das Quartier nicht richtig informiert zu haben. Im Fall der «Boppiwiese» geht die Stadt anders vor. Sie informiert breit über das Vorhaben und die Planungen, die der Standortwahl voraus gegangen sind. Zum einen erklärt sie sich auf vier Seiten in der aktuellen Ausgabe von «Üsers Dorf Brogge», dem Publikationsorgan des Einwohnervereins. Zum anderen sind für diese Woche zwei Info-Veranstaltungen mit stadträtlicher Beteiligung geplant.

An den hinteren Rand der Wiese beim Schulhaus Boppartshof will die Stadt den Neubau für die Tagesbetreuung stellen.

An den hinteren Rand der Wiese beim Schulhaus Boppartshof will die Stadt den Neubau für die Tagesbetreuung stellen.

Bild: Arthur Gamsa
(20.11.2020)

Bildungsdirektor Mathias Gabathuler und Baudirektor Markus Buschor stellen sich zusammen mit Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner am Donnerstag, 18.30 bis 20.30 Uhr, sowie nochmals am Samstag, 9.30 bis 11.30 Uhr, in der Turnhalle des Schulhauses Boppartshof dem Quartier. Zu Beginn der Veranstaltungen wird jeweils der geplante Standort für die neue Tagesbetreuung besichtigt. Für die Teilnahme an den beiden öffentlichen Anlässen braucht es keine Anmeldung. Nötig ist dafür aber gemäss den Anti-Corona-Regeln des Bundes ein Covidzertifikat.

Dienstag, 21. September - 10:24 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 118 neue Ansteckungen und wieder ein Todesfall am Montag

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt für Montag 118 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 52'468 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Am Montag wurde auch ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit bei 734.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 20. September, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 20. September, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Montagabend im Kanton St.Gallen 45 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. 20 von ihnen lagen auf einer Intensivstation, 19 mussten künstlich beatmet werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag bei 191, die 14-Tage-Inzidenz bei 499. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Auch das Impfprogramm macht im Kanton langsame Fortschritte: Bei einer Bevölkerungszahl von rund 520'000 waren am Montagabend 298'947 Personen geimpft - 58'752 ein- und 240'375 zweimal. Im Vergleich dazu: Am Montag vor einer Woche waren im Kanton 289'111 Personen geimpft. Das waren 9'836 weniger als es aktuell sind.

Montag, 20. September - 19:02 Uhr

Neu für den Wahlkreis St.Gallen-Gossau im Kantonsrat: Erste Session für den St.Galler FDP-Stadtparteipräsidenten Oskar Seger

Der St.Galler Kantonsrat hat am Montag seine Septembersession in Angriff genommen. Das Parlament tagt dabei coronabedingt wieder nicht in seinem Saal im Regierungsgebäude, sondern auf dem Olma-Areal. Vereidigt und damit Einsitz in den Rat genommen hat am Montag neu auch der Stadtsanktgaller Oskar Seger. Er konnte auf der FDP-Liste für den zurückgetretenen Waldkircher Arzt Thomas Ammann nachrücken.

FDP-Neo-Kantonsrat Oskar Seger auf seinem Platz im St.Galler Kantonsparlament. Der Kantonsrat tagt seit Montag in der Olma-Halle.

FDP-Neo-Kantonsrat Oskar Seger auf seinem Platz im St.Galler Kantonsparlament. Der Kantonsrat tagt seit Montag in der Olma-Halle.

Bild: Benjamin Manser (20.9.2021)

Seger sass ab 2017 bereits im St.Galler Stadtparlament. Um ein Doppelmandat zu verhindern, trat er dort auf Ende Juli zurück. Der Stadtpolitik erhalten bleibt der 31-Jährige trotzdem: Er ist Präsident der FDP-Stadtpartei St.Gallen. Zudem sitzt er in den Vorständen des städtischen Hauseigentümerverbands (HEV), von Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) und der TCS-Sektion St.Gallen/AI. Von Beruf ist Seger Bauingenieur und Geschäftsleitungsmitglied der Seger Ingenieure GmbH.

Neben seinem beruflichen und politischen Engagement ist Oskar Seger auch noch Offizier bei der Milizfeuerwehr St.Gallen. Im Kantonsrat will er sich «für freie, zukunftsgerichtete Entscheidungen mit möglichst wenig staatlichen Einschränkungen» einsetzen. Die FDP-Fraktion wünscht ihrem neuen Mitglied in einer Mitteilung vom Montag «für seine Zeit im kantonalen Parlament viel Durchhaltewille und Inspiration». (pd/vre)

Montag, 20. September - 17:22 Uhr

Am Dienstag tagt das St.Galler Stadtparlament in die Nacht hinein: Zwischen 16 und 22 Uhr sollen 18 Traktanden diskutiert werden

Am Dienstag trifft sich das Stadtparlament zu seiner neunten Sitzung der laufenden Legislatur 2021 bis 2024 in der Olma-Halle 9.1.2. Auf der Traktandenliste figurieren 24 Geschäfte, von denen erst 18 behandlungsreif sind. Sechs haben die Vorberatung in den Parlamentskommissionen noch nicht hinter sich gebracht. Die Sitzung startet um 16 Uhr und dauert bis längstens 22 Uhr. Sie ist öffentlich. Im Saal gilt strikte Maskenpflicht. «Tagblatt online» informiert in einem Liveticker über die Ratsdebatte. Die Stadt berichtet ebenfalls live in ihrem Internetauftritt und auf Twitter.

Von der neuen Bibliothek im Haus Union und auf dem Blumenmarkt (im Bild das Modell) bis hin...

Von der neuen Bibliothek im Haus Union und auf dem Blumenmarkt (im Bild das Modell) bis hin...

Bild: Kanton SG
(23.6.2021)

Zu den grossen Brocken der Parlamentssitzung wird der Beschluss über den Anteil der Stadt St.Gallen am Projektierungskredit für die Bibliothek im Haus Union und auf dem Blumenmarkt (Traktandum 2) gehören. Hier dürfte sich nicht nur Befürworterinnen und Befürworter des Grossprojekts zu Wort melden, es werden auch skeptisch und ablehnende Stimmen zu hören sein. Auch zu reden geben dürfte als Traktandum 11 das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak), das im Detail die Zukunft der städtischen Sportinfrastruktur aufzeigt.

...zu Babywindeln: Die Traktandenliste des St.Galler Stadtparlaments für Dienstag ist randvoll mit Geschäften.

...zu Babywindeln: Die Traktandenliste des St.Galler Stadtparlaments für Dienstag ist randvoll mit Geschäften.

Bild: Marta Paniti/Fotolia
(3.5.2012)

Umstritten sind die Einführung des Bewegungsangebots Mini-Move (Traktandum 6), das Projekt zur Überprüfung der Planung der Dienststelle Infrastruktur der Direktion Bildung und Freizeit (Traktandum 13) sowie der Postulatsbericht über Chancengerechtigkeit in der obligatorischen Volksschule (Traktandum 14). Zu reden - und allenfalls auch zu schmunzeln - geben dürfte sicher auch die Erheblicherklärung des Postulats über die Förderung von Mehrwegwindeln (Traktandum 16).

Montag, 20. September - 16:36 Uhr

18-Jähriger baut nach Kokainkonsum einen Selbstunfall mit dem Auto: Kontrolle verloren und gegen eine Mauer geprallt

Am Sonntag hat ein 18-Jähriger auf der Gerhaldenstrasse die Kontrolle über sein Auto verloren. Es prallte daraufhin seitlich gegen eine Mauer. Dabei wurde ein Beifahrer im Wagen leicht am Schienbein verletzt. Zudem entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei vom Montag mässiger Sachschaden. Allerdings gab der junge Autolenker an, vor der Fahrt Kokain konsumiert zu haben. Reste der Droge konnten dann auch im Fahrzeug sichergestellt werden.

Weil der Fahrer die Kontrolle verloren hatte, prallte dieses Auto in der Sonntagnacht an der Gerhaldenstrasse seitlich gegen eine Mauer.

Weil der Fahrer die Kontrolle verloren hatte, prallte dieses Auto in der Sonntagnacht an der Gerhaldenstrasse seitlich gegen eine Mauer.

Bild: Stadtpolizei SG (19.9.2021)

Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntag kurz vor Mitternacht. Der 18-Jährige war auf der Langgasse stadtauswärts unterwegs und bog dann in die Gerhaldenstrasse ein. Dabei verlor der junge Mann die Kontrolle übers Auto. Dieses drehte sich um 180 Grad, kollidierte mit dem Randstein und prallte schliesslich mit der Seite gegen eine Mauer. Der Unfallfahrer wurde von der Polizei als fahrunfähig eingestuft. Er musste im Spital eine Blut- und Urinprobe abgeben. Bei der Befragung gestand er dann, vor Antritt der Fahrt Kokain konsumiert zu haben. (stapo/vre)

Montag, 20. September - 15:11 Uhr Uhr

AKTUALISIERT --- 20-Jähriger nach Auseinandersetzung «noch nicht über dem Berg»: Kantonspolizei sucht dringend Bildmaterial des Streits

In der Nacht auf Sonntag ist es an der Bahnhofstrasse in St.Gallen zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der drei Männer verletzt wurden (STADT-TICKER, 19.9.2021, 11:07). Ein 20-Jähriger wurde dabei gegen 2.45 Uhr sogar lebensgefährlich verletzt. Er verlor viel Blut. Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, sagt am Montag auf Anfrage:

«Der Mann befindet sich weiterhin in kritischem Zustand, er ist noch nicht über dem Berg. »

Es ist noch unklar, wie dem 20-Jährigen die Verletzungen zugefügt wurden. Man gehe nach jetzigem Kenntnisstand nicht von einer Waffe aus, sagt Krüsi. Auch zum Tathergang kann die Polizei nichts Neues sagen. «Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist. Die Ermittlungen laufen aber auf Hochtouren. Wir führen zurzeit Befragungen durch, es haben sich Zeugen bei uns gemeldet», so Polizeisprecher Krüsi.

Der Streit, bei dem ein 20-Jähriger am Samstag schwer verletzt wurde, ereignete sich auf der St.Galler Bahnhofstrasse.

Der Streit, bei dem ein 20-Jähriger am Samstag schwer verletzt wurde, ereignete sich auf der St.Galler Bahnhofstrasse.

Bild: Stadt St.Gallen
(11.5.2021)

Am Montagnachmittag hat die Kantonspolizei St.Gallen auch ihren Zeugenaufruf zum Zwischenfall an der Bahnhofstrasse wiederholt. Zur Klärung der Ereignisse in der Nacht von Samstag auf Sonntag könnten Film- oder Fotoaufnahmen dienlich sein. Personen, welche im Besitz von Bildmaterial der Auseinandersetzung an der Bahnhofstrasse 7-9 ( vor Ivy-Club und Bank Julius Bär) sind, werden in der Mitteilung gebeten, dieses direkt auf der Webseite der Kantonspolizei hochzuladen. (kapo/nat/vre)

Montag, 20. September - 14:54 Uhr

Am Sonntag werden vier Abstimmungsvorlagen entschieden: Stadt St.Gallen rechnet erneut mit einer Stimmbeteiligung von 48 bis 52 Prozent

Am Sonntag stehen in der Stadt St.Gallen vier Abstimmungsvorlagen - zwei eidgenössische sowie je eine kantonale und eine städtische - zum Entscheid an. Stephan Wenger vom städtischen Stimmbüro geht von einer Stimmbeteiligung von 48 bis 52 Prozent aus. Bis Montagmittag haben bereits 14'835 Städterinnen und Städter ihren Stimmzettel retourniert. Das entspricht einer aktuellen Beteiligung von 33,5 Prozent.

Auch in St.Gallen kann man brieflich abstimmen. Per A-Post ist das bis zur letzten Leerung der Briefkästen diesen Freitagabend möglich.

Auch in St.Gallen kann man brieflich abstimmen. Per A-Post ist das bis zur letzten Leerung der Briefkästen diesen Freitagabend möglich.

Symbolbild: G. Bally/KEY (Zürich, 23.11.2021)

Treiber der Stimmbeteiligung sind wiederum die eidgenössischen Vorlagen: Entschieden wird am Sonntag über die «Ehe für alle» sowie die 99-Prozent-Steuerinitiative der Juso. Nicht umstritten ist der kantonale Urnengang über die Covid-19-Hilfe für die Wirtschaft. Und ebenfalls kein wirklicher Abstimmungskampf findet über den städtischen 42-Millionen-Kredit für die zweite Etappe der Modernisierung der Busflotte der Verkehrsbetriebe statt.

Brieflich abstimmen kann man in der Stadt St.Gallen bis Sonntagmittag. Bis Freitagnachmittag ist dies entweder per A-Post oder auch direkt in den Briefkasten links neben dem Haupteingang des Rathauses möglich. Ab Freitagabend bis Sonntag, 12 Uhr, steht dafür weiterhin der Briefkasten am Rathaus sowie am Sonntag, 10 bis 12 Uhr, auch noch die Abstimmungsurne im Rathaus-Foyer zur Verfügung. Die städtischen Abstimmungsresultate dürften erfahrungsgemäss am Sonntag, gegen 14 Uhr, vorliegen.

Montag, 20. September - 14:18 Uhr

SP-Politikerinnen fordern Aufarbeitung der Jugendkrawalle: Bedürfnisse der Jungen erkennen, unverhältnismässige Sanktionen vermeiden

Diesen Frühling ist es in St.Gallen mehrmals an Wochenenden zu heftigen Ausschreitungen durch junge Leute mit viel Sachschaden gekommen. Die Polizei reagierte darauf am Ostersonntag mit der Wegweisung von 650 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Stadtzentrum. Die Massnahme war und bleibt teilweise heftig umstritten, hat damals aber offensichtlich mitgeholfen, die Gewaltspirale zu durchbrechen, nachdem andere Mittel zuvor versagt hatten.

Ostersonntag 2021 am Hauptbahnhof St.Gallen: Junge Leute, die nach Gewaltaufrufen per Zug anreisen, werden kontrolliert. 650 von ihnen werden für 30 Tage aus dem Stadtzentrum weggewiesen.

Ostersonntag 2021 am Hauptbahnhof St.Gallen: Junge Leute, die nach Gewaltaufrufen per Zug anreisen, werden kontrolliert. 650 von ihnen werden für 30 Tage aus dem Stadtzentrum weggewiesen.

Bild: Sandro Büchler (4.4.2021)

Die SP-Stadtparlamentarierinnen Jenny Heeb und Eva Lemmenmeier wollen die Sache aber nicht einfach auf sich beruhen lassen. Sie verlangen mit einer Einfachen Anfrage die Aufarbeitung der damaligen Vorfälle. Konkret wollen die beiden SP-Frauen Auskunft darüber, wer aus welchen Gründen am Ostersonntag für 30 Tage aus dem Stadtzentrum weggewiesen wurde. Sie regen zudem an, eine Umfrage bei den Weggewiesenen durchzuführen, wieso diese damals überhaupt ins Stadtzentrum gekommen sind.

Zwei Tage zuvor, am Abend des Karfreitags, war es in der St.Galler Alt- und Innenstadt zu schweren Krawallen und Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und jungen Nachtschwärmern gekommen.

Zwei Tage zuvor, am Abend des Karfreitags, war es in der St.Galler Alt- und Innenstadt zu schweren Krawallen und Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und jungen Nachtschwärmern gekommen.

Bild: Sandro Büchler
(2.4.2021)

Weiter wollen Heeb und Lemmenmeier wissen, ob die Stadtpolizei bereit ist, ein Konzept zum Umgang mit Jugendlichen im öffentlichen Raum zu erarbeiten, um künftig «unverhältnismässige Sanktionen» zu vermeiden. Für die SPlerinnen können die Ausschreitungen als Ausdruck nicht wahrgenommener Bedürfnisse der jungen Leute gesehen werden. Sie regen daher ein Projekt – etwa der mobilen Jugendarbeit – an, mit dem die Stadt mit den Jugendlichen einen Gedankenaustausch über deren Bedürfnisse pflegt. Dies nicht zuletzt auch mit Blick auf die Auswirkungen der Anti-Corona-Schutzmassnahmen.

Montag, 20. September - 13:41 Uhr

Ein Blick hinter die Kulissen beim SC Brühl: Wieso FCSG-Legende Daniel Lopar am Samstag in Bavois sein Comeback feiern konnte

(fm/vre) Am Samstag hat der SC Brühl mit einem 3:1-Sieg in Bavois seine zweiten drei Punkte in der siebten Meisterschaftsrunde der Promotion League abgeholt. Dabei stand bei den Kronen erstmals ein alter Bekannter im Goal: der ehemalige FCSG-Goalie Daniel Lopar. Er war im Sommer zum Team gestossen als, wenn man so will, dritter Goalie hinter Christian Leite, der aber länger verletzt ausfällt, und hinter dem jungen Alban Berisha, dem zweiten und zuletzt eben ersten Goalie.

Der ehemalige FCSG-Goalie Daniel Lopar spielt jetzt beim Stadtrivalen SC Brühl. Am Samstag konnte er in Bavois sein Comeback feiern.

Der ehemalige FCSG-Goalie Daniel Lopar spielt jetzt beim Stadtrivalen SC Brühl. Am Samstag konnte er in Bavois sein Comeback feiern.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (18.9.2021)

Seitens des Trainers war es eine taktische Überlegung, Lopar für das Spiel gegen Bavois das Vertrauen zu schenken; es war Psychologie. Daniel Lopar sollte dem sehr jungen Team des SC Brühl Sicherheit geben. Und das tat der 36-Jährige offensichtlich. Was keine Überraschung ist: Lopar bringt 13 Jahre Erfahrung in der Super League beim FC St.Gallen mit. Zuletzt spielte er in der obersten australischen Liga, in Sidney, wo ihm Corona im Frühling 2020 die Karriere brutal abbrach. Vom Charakter her gilt Daniel Lopar als zäh, ruhig und bescheiden.

Der Einsatz von Daniel Lopar war ein Zeichen an Team, bei dem Anspruch und Realität auseinanderklaffen. Es war ein Zeichen an eine Mannschaft, die ihr spielerisches Potenzial (noch) nicht abrufen kann, weil sie zwar gute Spieler, aber kaum einen Leader hat. Das verdeutlicht die Statistik. Ein Blick auf transfermarkt.ch zeigt, dass der SC Brühl bezüglich Marktwert der einzelnen Spieler auf dem vierten Platz der Promotion League liegt, hinter Bellinzona, Rapperswil und Cham.

Daniel Lopar in Aktion. Die Erfahrung des «alten Hasen» gab dem jungen Brühler Team die nötige Sicherheit für einen 3:1-Sieg im Waadtland.

Daniel Lopar in Aktion. Die Erfahrung des «alten Hasen» gab dem jungen Brühler Team die nötige Sicherheit für einen 3:1-Sieg im Waadtland.

Bild: Kurt Frischknecht/
SCB (18.9.2021)

Anderseits hat Brühl - abgesehen von den vier U21-Teams - derzeit die mit Abstand jüngste Mannschaft der Promotion League. Und das spricht eben auch für die fehlende Erfahrung. Somit war der Einsatz von Daniel Lopar am Samstag ganz sicher kein Misstrauensvotum für den jungen Goalie Alban Berisha, sondern ein Vertrauensbeweis für den «alten Hasen».

Das betonte auch Daniel Lopar selber nach dem Spiel in Bavois: «Berisha gehört die Zukunft. Er bringt alle Voraussetzungen mit, ein Stammtorhüter zu werden.» Er selber sei noch nicht ganz fit nach der langen Spielpause, sagte Lopar dann auch noch. Er werde wohl in den nächsten Tagen den Muskelkater etwas spüren.

Montag, 20. September - 11:05 Uhr

Naturmuseums eröffnet am Freitag seine neue Sonderausstellung: Alles über die Hauskatze - und wie sie uns Menschen um den Finger wickelt

Kommenden Freitag, 19 Uhr, findet im Naturmuseum die öffentliche Vernissage der neuen Sonderausstellung «Die Katze - Unser wildes Haustier» statt. Sie ist danach vom 25. September bis zum 27. Februar 2022 in St.Gallen zu sehen. Für die Teilnahme an der Vernissage gilt die Zertifikatspflicht. Eine vorgängige Anmeldung per Telefon unter 071'243'40'40 oder per E-Mail ist obligatorisch.

Die neue Sonderausstellung des Naturmuseums St.Gallen über die Hauskatze ist vom 25. September bis 17. Februar 2022 zu sehen.

Die neue Sonderausstellung des Naturmuseums St.Gallen über die Hauskatze ist vom 25. September bis 17. Februar 2022 zu sehen.

Bild: Petra Wiesenhütter

An der Vernissage begrüsst Barbara Affolter, Stiftungsrätin der Stiftung Naturmuseum St.Gallen. In die Ausstellung führt danach Hannes Geisser, Direktor des Naturmuseums Thurgau, ein; in seinem Haus ist die Schau nämlich seinerzeit entstanden. Anschliessend an die Besichtigung der neuen Sonderausstellung gibt's am Freitag auch noch einen Apéro samt «Katzengourmet-Töpfli», wie es in der Ankündigung heisst.

Man muss kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass die Katzen-Ausstellung ein Publikumsmagnet sein wird. Mit rund 1,7 Millionen Einzeltieren ist die Katze das beliebteste Haustier der Schweiz. Es ist auch jenes, das seinen Halterinnen und Haltern vermutlich die meisten Rätsel aufgibt: Einmal ist der Stubentiger anschmiegsam, manchmal ist er distanziert, immer aber bleibt er eigenwillig. Die Ausstellung im Naturmuseum und das umfangreiche Rahmenprogramm dazu vermitteln Einblicke in die Biologie und Lebensweise des kleinen Raubtiers. (pd/vre)

Montag, 20. September - 10:42 Uhr

«Koch des Monats» von Gault-Millau kommt aus St.Gallen: Auszeichnung für Agron Lleshi vom «Jägerhof»

Viel Ehre für Agron Lleshi vom St.Galler «Jägerhof»: Der Gault-Millau Schweiz hat ihn jetzt nämlich zu seinem «Koch des Monats» gewählt. Lleshi hatte den «Jägerhof» neben dem Olma-Messegelände 2016 von seiner ehemaligen Lehrmeisterin Vreni Giger übernommen. Er setzt seither die Arbeit dieser Starköchin erfolgreich fort. Entsprechend fällt die Würdigung als «Koch des Monats» im Gault-Millau-Text aus.

Agron Llhesi vom St.Galler «Jägerhof» mit einer seiner Kreationen.

Agron Llhesi vom St.Galler «Jägerhof» mit einer seiner Kreationen.

Bild: Hanspeter Schiess
(8.10.2019)

Der «Jägerhof» sei ein kulinarischer Hotspot, «sein Chef ein blendend gelaunter, mitreissender Gastgeber und aussergewöhnlich talentierter Koch», heisst es da: «Voller Power und Ideen» scheue Agron Lleshi keine Mühe, alles selber frisch zuzubereiten, sei es noch so aufwendig und ausgefallen. Neben anspruchsvoller Haute Cuisine, die auch Vegetarier glücklich mache, setze er immer wieder Klassiker auf die Karte, die enormen Anklang bei den Gästen fänden.

Agron Lleshi wurde von Gault-Millau schon 2019 mit 17 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet. Daneben figuriert er auch mit einem Stern im Guide Michelin, dem zweiten grossen Restaurantführer. (pd/vre)

Montag, 20. September - 9:27 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 342 neue Ansteckungen und wieder ein Todesfall übers Wochenende

Der Kanton St.Gallen meldet in seinem Internetauftritt fürs Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) 342 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März 2020 52'350 Personen im St.Gallischen mit dem Virus infiziert. Über das Wochenende wurde auch ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der Coronatoten seit Frühling 2020 steht damit bei 733.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 19. September, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Sonntag, 19. September, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

In Zusammenhang mit Covid-19 waren am Sonntagabend im Kanton St.Gallen 46 Patientinnen und Patienten hospitalisiert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag bei 237, die 14-Tage-Inzidenz bei 558. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der neuen Coronafälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Montag, 20. September - 9:02 Uhr

Interreligiöse Bettagsfeier: 20 Religionsgemeinschaften beten trotz Kälte und Regen gemeinsam auf dem St.Galler Klosterplatz

In strömendem Regen auf dem Klosterplatz: Angehörige verschiedenster Religionen beten gemeinsam für den Frieden.

In strömendem Regen auf dem Klosterplatz: Angehörige verschiedenster Religionen beten gemeinsam für den Frieden.

Bild: Sabine Zgraggen
(19.9.2021)

Angehörige von 20 Glaubensgemeinschaften aus der Stadt St.Gallen haben am Sonntag den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag auf dem Klosterplatz gefeiert. Dies trotz Kälte und Dauerregen. Im Zentrum der Feier standen gemäss Mitteilung heilende und helfende Kräften in der Coronapandemie. Betont wurde aber auch, wie wichtig es sei, in der Pandemie zusammenzustehen und nicht die Betroffenen auszugrenzen, die «ohnehin schon zu den weniger Privilegierten auf der Welt gehören».

An der interreligiösen Bettagsfeier vom Sonntag in St.Gallen nahmen auch Priester und Angehörige der eritreisch-orthodoxen Gemeinde teil.

An der interreligiösen Bettagsfeier vom Sonntag in St.Gallen nahmen auch Priester und Angehörige der eritreisch-orthodoxen Gemeinde teil.

Bild: Sabine Zgraggen
(19.9.2021)
Montag, 20. September - 8:31 Uhr

Organisatoren zufrieden mit drittem Bierprobier: 1'500 Gäste, 17 Brauereien und 120 Biersorten

Die Organisatorinnen und Organisatoren des Bierprobier-Festivals ziehen eine positive Bilanz zur dritten Durchführung ihres Anlasses. Am Freitag und Samstag kamen gemäss Mitteilung rund 1'500 Besucherinnen und Besucher zur Olma-Halle 9 und konnten dort rund 120 Biersorten von 17 lokalen, regionalen sowie nationalen Brauereien degustieren. Erstmals wurden als «Festival-Special» vier Schweizer Cider-Produzenten vorgestellt.

Am Freitag und Samstag fand vor und in der Olma-Halle 9 das dritte Bierprobier-Festval mit rund 1'500 Besucherinnen und Besuchern statt.

Am Freitag und Samstag fand vor und in der Olma-Halle 9 das dritte Bierprobier-Festval mit rund 1'500 Besucherinnen und Besuchern statt.

Bild: Michael Dornbierer
(18.9.2021)

Das Bierprobier-Festival versteht sich als Plattform für Brauereien, Hobbybrauer und Brauklubs, die ihre Kreationen dem Publikum präsentieren wollen. Als regionale Vermarktungsplattform bietet der Anlass der Bierbranche die Möglichkeit, Produkte bekannter zu machen und «das Verständnis für das Kulturgut Bier zu steigern». Das nächste Bierprobier findet 2022 am 15. und 16. September wieder auf dem St.Galler Olma-Areal statt. (pd/vre)

Montag, 20. September - 7:57 Uhr

Zweite Velodemo «Kidical Mass» in St.Gallen: Mehr Platz und Sicherheit für Kinder im Strassenverkehr

Am Samstag hat in der Stadt St.Gallen auch die zweite Velodemo «Kidical Mass» (wörtlich: kindliche Masse) stattgefunden. Dabei waren nach Angaben der Organisatorinnen und Organisatoren rund 50 Personen, darunter viele Kinder, auf zwei Rädern in der Innenstadt unterwegs. Sie forderten sichere Strassen für Kinder und die Berücksicht ihrer Anliegen bei der Planung der Verkehrsinfrastruktur.

Die zweite Velodemo für Kinder in St.Gallen am Samstagnachmittag auf der Leonhardsbrücke unterwegs zur Kreuzbleiche.

Die zweite Velodemo für Kinder in St.Gallen am Samstagnachmittag auf der Leonhardsbrücke unterwegs zur Kreuzbleiche.

Bild: Moritz Drechsler
(18.9.2021)

Die «Kidical Mass» ist eine Spielart der «Critical Mass» (wörtlich: kritische Masse). Die von der Polizei begleitete und vom eigenen Verkehrsdienst gesicherte Kundgebung soll Kindern eine Stimme im Verkehr geben. Eine kindgerechte Mobilitätsplanung stelle die Bedürfnisse der jüngsten Verkehrsteilnehmer nach Platz und Sicherheit ins Zentrum, hiess es an der Kundgebung. Dafür gebe es einfache und kostengünstig Massnahmen. Man müsse sie nur umsetzen wollen. (pd/vre)

Montag, 20. September - 7:35 Uhr

Kundgebung zum UNO-Weltfriedenstag auch in St. Gallen: Vor Gefahren für den inneren Frieden der Schweiz gewarnt

Am Wochenende hat in St.Gallen eine Kundgebung zum Weltfriedenstag der UNO stattgefunden. Am Demonstrationszug vom Leonhardspärklein durch die Innenstadt nahmen rund 100 Personen teil. In den Reden an der Kundgebung auf dem Grüningerplatz wurde gewarnt, dass auch in der Schweiz die Friedenskultur durch äussere wie innere Faktoren in Gefahr sei. Die Kundgebung zum UNO-Weltfriedenstag wird in der Stadt St.Gallen seit 2014 durchgeführt; diese Tradition wurde nicht einmal durch die Coronapandemie unterbrochen.

Der Demonstrationszug zum UNO-Weltfriedenstag am Samstagnachmittag in der Multergasse.

Der Demonstrationszug zum UNO-Weltfriedenstag am Samstagnachmittag in der Multergasse.

Bild: André Brugger
(18.9.2021)

Lea Suter vom Forum für Friedenskultur in Ilanz warnte an der Kundgebung auf dem Grüningerplatz vor Gefahren für den Inneren Frieden der Schweiz: Er sei durch die Auswirkungen der Coronapandemie am Bröckeln. Die Fronten zwischen den Lagern verhärteten sich auch bei uns zusehends. Anderseits sei diese Krise auch eine grosse Chance, um der Gesellschaft die Augen zu öffnen und aufzuzeigen, dass Frieden eben nicht einfach eine Errungenschaft sei, sondern ständig gepflegt werden wolle.

Gülsen Celikkol vom Demokratisch Kurdischen Gesellschaftszentrum St.Gallen ging in ihrem Kurzvotum an der Friedenskundgebung auf dem Grüningerplatz auf die Unterdrückung der Kurdinnen und Kurden in der Türkei ein. Sie forderte, dass sich die Schweiz für die Freilassung aller politischen Gefangenen einsetzen, die aktuellen militärischen Angriffe in Südkurdistan verurteilen und zudem die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei einstellen solle.

Das Teilnehmerfeld der St.Galler Kundgebung zum UNO-Weltfriedenstag war wie üblich bunt gemischt - auch altersmässig.

Das Teilnehmerfeld der St.Galler Kundgebung zum UNO-Weltfriedenstag war wie üblich bunt gemischt - auch altersmässig.

Bild: André Brugger
(18.9.2021)

Für die Klimajugend formulierte Leon Frischknecht seine Vision von Frieden: «In einer friedlichen Welt ist kein Platz für Hass oder Diskriminierung. Es ist kein Platz für Egoismus und Intoleranz. Frieden bedeutet für mich, ein Leben, das für alle lebenswert ist.» Frieden bedeute, dass man gemeinsam die Gesellschaft verbessern könne. Er bedeute aber auch, dass man sich um seine Kinder kümmern und und «ein schönes Leben führen» könne. (pd/vre)

Sonntag, 19. September - 18:10 Uhr

Betrunken mit dem Auto von der Strasse abgekommen und gegen eine Steinmauer geprallt

Am frühen Sonntagmorgen ist es auf der Wilerstrasse in Gossau zu einem spektakulären Selbstunfall gekommen. Kurz vor 3.30 Uhr kam das Auto eines 21-jährigen Mannes von der Strasse ab und knallte gegen eine Steinmauer. Der Autolenker war stark betrunken; der Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,4 Promille. Beim Unfall wurde gemäss Mitteilung der Kantonspolizei niemand verletzt. Es entstand Sachschaden von rund 12'000 Franken.

Der Fahrer dieses Autos kam am frühen Sonntagmorgen in Gossau mit 1,4 Promille von der Strasse ab und landete in einer Steinmauer.

Der Fahrer dieses Autos kam am frühen Sonntagmorgen in Gossau mit 1,4 Promille von der Strasse ab und landete in einer Steinmauer.

Bild: Kantonspolizei SG
(19.9.2021)

Der 21-Jährige fuhr am frühen Sonntagmorgen mit seinem Auto von Niederwil in Richtung Gossau. Auf der Wilerstrasse geriet er mit seinem Auto kontinuierlich nach rechts und kollidierte schliesslich mit einer Steinmauer. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich das Auto um 180 Grad und kam auf der rechten Fahrspur zum Stillstand. Der 21-Jährige musste seinen Fahrausweis auf der Stelle abgeben. (kapo/vre)

Sonntag, 19. September - 15:06 Uhr

Unbewaffneter Raub an der Marktgasse – Täter festgenommen

Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.

Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.

Symbolbild: Kapo SG

Am späten Samstagabend ist es an der Marktgasse in St.Gallen zu einem unbewaffneten Raub gekommen. Der 15-jährige mutmassliche Täter begab sich zu einer Personengruppe, die sich auf einer Parkbank befand. Dabei kam es zu einem Wortwechsel zwischen einem 18-jährigen Mann und dem 15-jährigen Libanesen. Der mutmassliche Täter forderte daraufhin Bargeld und verletzte den 18-Jährigen durch Schläge.

Aufgrund der sofort eingeleiteten Fahndung konnte der mutmassliche Täter gemäss Mitteilung der Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei angehalten und festgenommen werden. Die Kantonspolizei nimmt jetzt weitere Ermittlungen vor. (kapo/nat)

Sonntag, 19. September - 11:07 Uhr

Drei Personen an der Bahnhofstrasse verletzt – Hintergründe der Tat unklar

Mehrere Personen waren am Sonntag, etwa 2.45 Uhr, in eine tätliche Auseinandersetzung an der Bahnhofstrasse in St.Gallen involviert. Patrouillen der Stadtpolizei trafen dort auf einen schwer verletzten 20-Jährigen, einen mittelschwer verletzten 22-Jährigen und einen leicht verletzten 20-Jährigen. Aktuell befindet sich der schwer verletzte Mann in lebensbedrohlichem Zustand, teilt die Polizei am Sonntagnachmittag mit.

Nach jetzigem Kenntnisstand dürften die drei verletzten Männer auf der Bahnhofstrasse unterwegs gewesen sein, als es zu einer Auseinandersetzung mit einer bisher unbekannten Tätergruppe kam. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Wie es zu den Verletzungen der drei Personen gekommen ist, wird nun durch die Kantonspolizei untersucht.

Zur Klärung des Tathergang sucht die Kantonspolizei Zeugen. Personen, die Angaben zur Auseinandersetzung machen können, oder Personen die die Tat gefilmt haben, werden in einer Mitteilung vom Sonntag gebeten, sich unter 058'229'49'49 zu melden. (kapo/nat)

Sonntag, 18. September - 9:35 Uhr

Stadtsanktgaller Abstimmungsvorlage vom 26. September: EVP empfiehlt ein Ja zur Beschaffung weiterer Elektrobusse

Der Vorstand der EVP des Wahlkreises St.Gallen-Gossau begrüsst in einer Mitteilung die Beschaffung weiterer Batterietrolleybussen für die Verkehrsbetriebe der Stadt St.Gallen (VBSG). Sie sind Bestandteil einer zweiten Etappe der Flottenerneuerung. Über den dafür nötigen Kredit von 42 Millionen Franken entscheidet das städtische Stimmvolk am kommenden 26. September.

Am 26. September entscheiden die Stadtsanktgaller Stimmberechtigten über die Beschaffung weiterer neuer Batterietrolleybusse.

Am 26. September entscheiden die Stadtsanktgaller Stimmberechtigten über die Beschaffung weiterer neuer Batterietrolleybusse.

Bild: Raphael Rohner
(22.12.2020)

Aus Sicht der EVP macht es Sinn, die Dieseltechnologie bei Bussen abzulösen. Der Klimawandel sei längst nicht nur eine Theorie, sondern Tatsache. Daher sei es zwingend bei der VBSG-Flottenerneuerung auf fossile Treibstoffe zu verzichten, obwohl Dieselbusse in der Beschaffung günstiger wären. In Zeiten des Klimawandels sei die Anschaffung von Dieselbussen aus Sicht der EVP jedoch «verantwortungslos», heisst es in der EVP-Mitteilung: Die 42 Millionen für neue E-Busse seien «eine gerechtfertigte Investition in die Zukunft».

Sonntag, 18. September - 9:09 Uhr

Drei wertvolle Punkte erkämpft: SC Brühl gewinnt in Bavois mit 3:1

Dank restlosem Einsatz aller Spieler haben sich die Brühler Fussballer am Samstag drei wichtige und verdiente Punkte gegen Bavois erkämpft. Vom Start weg sei der Wille, alles zu geben, sichtbar gewesen, schreibt Henri Seitter in seinem Matchbericht. Im Goal der Brühler stand an diesem Wochenende erstmals der ehemalige FCSG-Goalie Daniel Lopar, der viel Ruhe ausstrahlte und vor allem seine Vorderleute hervorragend dirigierte.

Ein kämpferischer SC Brühl hat sich am Samstag auswärts mit 3:1 gegen den FC Bavois durchgesetzt.

Ein kämpferischer SC Brühl hat sich am Samstag auswärts mit 3:1 gegen den FC Bavois durchgesetzt.

Bild: Kurt Frischknecht/
SCB (18.9.2021)

Bereits fünf Minuten nach Spielbeginn scheiterte Ajet Sejdija für die Kronen bei einem Freistoss an die Latte. Schon nach elf Minuten erzielte Angelo Campos auf Pass von Dario Stadler das 0:1. Bavois liess sich nicht einschüchtern und hielt unzimperlich dagegen. Einmal scheiterten die Waadtländer ebenfalls an der Latte, ihre grösste Ausgleichschance vergaben sie aber mit einem verschossenen Penalty nach einer halben Stunde. Die Partie wurde beidseits verbissener geführt und die Folge waren diverse gelbe Karten wegen überhartem Spiel. Der Pausenstand von 0:1 entsprach aber durchaus den gezeigten Leistungen.

Die Westschweizer kamen etwas besser aus der Kabine und standen dem Ausgleichstreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit mehrmals sehr nahe. In der 66. Minute fiel der logische 1:1-Ausgleich im Nachschuss durch den gefährlichsten Angreifer Joaquim Alvarez. Die Brühler liessen sich aber nicht entmutigen, rappelten sich nochmals auf und erzielten durch Ajet Sejdija auf Vorarbeit von Jan Wörnhard das 1:2. Diesen Vorsprung verteidigten sie mit vereinten Kräften. Fünf Minuten vor Schluss sicherte Angelo Campos mit seinem zweiten Tor den verdienten Sieg.

Im Tor der Kronen stand am Samstag im Waadtland erstmals die ehemalige FCSG-Legende Daniel Lopar.

Im Tor der Kronen stand am Samstag im Waadtland erstmals die ehemalige FCSG-Legende Daniel Lopar.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (18.9.2021)

Letztlich habe der Wille aller Brühler und vor allem ihre Zweikampfstärke am Samstag den Ausschlag zugunsten der bisher kaum vom Erfolg verwöhnten Kronen gegeben, schreibt Henri Seitter. Einmal mehr habe diese Partie zudem gezeigt, dass mit spielerischen Mitteln allein auf Dauer in der Promotion League keine Erfolge möglich seien. Zu hoffen bleibe jetzt, dass die Brühler am nächsten Wochenende gegen Nyon auch vor heimischen Publikum im Paul-Grüninger-Stadion gleich kämpferisch aufträten wie am Samstag im Waadtland.

Samstag, 18. September - 14:13 Uhr

33-Jähriger baut Selbstunfall in fahrunfähigem Zustand in Wittenbach

Das Auto eines 33-jährigen Mannes geriet in Wittenbach neben die Strasse und kollidierte mit einem Kandelaber sowie einer Leitplanke.

Das Auto eines 33-jährigen Mannes geriet in Wittenbach neben die Strasse und kollidierte mit einem Kandelaber sowie einer Leitplanke.

Bild: Kapo St.Gallen

Am Samstag, 6.45 Uhr, ist es auf der Romanshornerstrasse in Wittenbach zu einem Selbstunfall gekommen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen in einer Medienmitteilung schreibt, ist ein 33-Jähriger mit seinem Auto von Häggenschwil Richtung Wittenbach Zentrum gefahren und dabei kontinuierlich nach rechts geraten. Das Auto sei in der Folge mit einem Kandelaber sowie einer Leitplanke kollidiert. Der 33-Jährige wurde bei der Unfallaufnahme als fahrunfähig eingestuft und musste nebst einer Blut- und Urinprobe auch seinen Führerausweis abgeben. Der Sachschaden beläuft sich gemäss Communiqué auf rund 20'000 Franken. (kapo/evw)

Samstag, 18. September - 13:53 Uhr

Abstimmungsparolen der SVP der Stadt St.Gallen: Nein zur Busbeschaffung, Stimmfreigabe zur «Ehe für alle»

Die SVP der Stadt St.Gallen hat die Parolen fürs Abstimmungswochenende vom 26. September gefasst. Sie empfiehlt gemäss Mitteilung die Ablehnung der zweiten Etappe der Modernisierung der städtischen Verkehrsbetriebe (VBSG) für 42 Millionen. Hauptgrund fürs Nein ist, dass es keinerlei Sinn mache, von Ökologie zu sprechen, dann aber Busse anzuschaffen, die nach 12 bis 13 Jahren ausgemustert werden sollten, aber gemäss Studien erst nach 14 bis 15 Jahren sauberer seien, als die modernsten Diesel-Busse. Auf das Resultat komme man, wenn man alle Emissionen der Busbeschaffung berücksichtige, und zwar ab Herstellung und Transport aller Bauteile.

Die städtische SVP lehnt die zweite Etappe der VBSG-Modernisierung durch die Beschaffung neuer E-Busse ab. Die entsprechende Vorlage für den 26. September sei nicht ökologisch, argumentiert die Partei.

Die städtische SVP lehnt die zweite Etappe der VBSG-Modernisierung durch die Beschaffung neuer E-Busse ab. Die entsprechende Vorlage für den 26. September sei nicht ökologisch, argumentiert die Partei.

Bild: Ralph Ribi
(25.2.2021)

Zur 99-Prozent-Initiative der Juso sagt die Stadtsanktgaller SVP ebenfalls Nein. Sie begründet dies in ihrer Mitteilung, dass man «den sozialistischen Umverteilungsfantasien linker Kreise nichts abgewinnen» könne. Für die zweite eidgenössische Vorlage vom 26. September hat die SVP der Stadt St.Gallen Stimmfreigabe beschlossen. Zankapfel sei bei der Parolenfassung nicht die «Ehe für alle» gewesen, sondern die Einführung der Möglichkeit, dass gleichgeschlechtliche weibliche Paare Kinder haben könnten. Eine Vorlage nur für die Ehe und damit verbundene, rechtliche Aspekte wäre gutgeheissen worden, heisst es in der SVP-Mitteilung.

Ein Ja empfiehlt die städtische SVP zur kantonalen Abstimmungsvorlage vom 26. September: Um die Wirtschaft weiter «pulsieren zu lassen» und finanzielle Risiken abzufedern, empfiehlt die Stadtpartei ein Ja zum kantonalen Covid-19-Gesetz in die Abstimmungsurne zu legen. (pd/vre)

Samstag, 18. September - 13:28 Uhr

Feuerwehr, Polizei und Sanität üben am Montag den Ernstfall: Grosseinsatz mit 90 Rettungskräften und vielen Verletzten

Für einmal müssen sich Nachbarinnen und Nachbarn, die am frühen Montagabend an der Martinsbruggstrasse Blaulichter und Sirenen feststellen, keine Sorgen machen: Dann ist nämlich nichts passiert, sondern die Blaulichtorganisationen von Stadt und Region St.Gallen üben den Ernstfall. Im Szenario der Übung spielen gemäss Mitteilung der Kommunikationsabteilung der Stadt St.Gallen ein Lieferwagen, ein Postauto und zwei Dutzend «Verletzte» Hauptrollen.

Die Führung und Koordination eines Grosseinsatzes von Feuerwehr, Polizei und Sanität ist anspruchsvoll. Am Montagabend wird das in St.Gallen geübt.

Die Führung und Koordination eines Grosseinsatzes von Feuerwehr, Polizei und Sanität ist anspruchsvoll. Am Montagabend wird das in St.Gallen geübt.

Symbolbild: Stadt SG

Im Einsatz werden am Montagabend rund 90 Angehörige der Berufs- und der Milizfeuerwehr, der Stadtpolizei, der Rettung St.Gallen sowie der Sanitätshilfsstelle des Sicherheitsverbundes Wil stehen. Geübt wird der Aufbau und das Zusammenspiel einer funktionierenden Führungsstruktur sowie der richtige Führungsrhythmus auf allen Stufen. Überprüft und auf mögliche Verbesserungen abgeklopft wird zudem der Patientenweg bei einem plötzlichen Anfall von vielen Verletzten. (sk/vre)

Samstag, 18. September – 13:05 Uhr

Fussballerinen des FC St.Gallen-Staad treten am 2. Oktober im Kybunpark gegen die YB-Frauen an: Vorverkauf gestartet

Auch in dieser Saison der Women’s Super League trägt das Frauenteam des FC St.Gallen-Staad ein Heimspiel im Kybunpark aus. Es trifft dort am Samstag, 2. Oktober in der fünften Runde der Meisterschaft 2021/22 auf die YB-Frauen. Türöffnung im Stadion ist um 15 Uhr, Anpfiff des Spiels um 16 Uhr.

Die Fussballerinen des FC St.Gallen-Staad belegen nach der dritten Runde der Women's Super League derzeit Rang vier hinter den Frauen des FCZ, von GC und von Servette.

Die Fussballerinen des FC St.Gallen-Staad belegen nach der dritten Runde der Women's Super League derzeit Rang vier hinter den Frauen des FCZ, von GC und von Servette.

Bild: PD

Für dem Match wird gemäss Mitteilung des FC St.Gallen der Sektor C des Stadions geöffnet; dort gilt dann freie Platzwahl. Tickets dafür gibt’s ab sofort im FCSG-Ticketshop. Sie kosten 20 Franken. Für «Grüewiss+»-Mitglider ist der Eintritt gratis. Für den Zutritt zum Kybunpark gilt die Zertifikatspflicht; beim Spiel des FC St.Gallen-Staad vom 2. Oktober wird es kein Testzentrum vor dem Stadion geben.

Vor dem Heimspiel im Kybunpark treten die Fussballerinnen von St.Gallen-Staad am 25. September noch auswärts gegen den FC Zürich an. Nach drei Meisterschaftsrunden liegen die St.Gallerinnen derzeit mit fünf Punkten auf Platz vier der Rangliste der Women’s Super League. Dies hinter den Frauen des FC Zürich, von GC und von Genf-Servette. (pd/vre)

Samstag, 18. September - 9:21 Uhr

Einbürgerungen vereinfachen: Postulat für tiefere Hürden für Einbürgerungswillige wird am Dienstag im Stadtparlament eingereicht

Schuld an den rückläufigen Zahlen bei den Einbürgerungen sind nach Meinung von Politikerinnen und Politikern von links der Mitte die Verschärfungen der Bedingungen dafür seit 2018. Die Stadt St.Gallen soll deshalb ihren Spielraum nutzen, um administrative und finanzielle Hürden für Einbürgerungen abzubauen. Für Personen unter 25 Jahren sollen sie gar kostenlos werden. Das fordern in einem Postulat Mitglieder der Fraktionen von SP/Juso/PFG, Grünen/Jungen Grünen sowie der GLP/Jungen GLP im Stadtparlament. Der Vorstoss soll am Dienstag eingereicht werden.

Einbürgerungswillige sollen nicht durch zu hohe finanzielle und administrative Hürden abgeschreckt werden. Das fordert ein Postulat, das am Dienstag im St.Galler Stadtparlament eingereicht wird.

Einbürgerungswillige sollen nicht durch zu hohe finanzielle und administrative Hürden abgeschreckt werden. Das fordert ein Postulat, das am Dienstag im St.Galler Stadtparlament eingereicht wird.

Bild: Chris Iseli
(2.3.2020)

St.Gallen ist nach Meinung der Postulantinnen und Postulanten «eine migrantisch geprägte Stadt». Personen aus über 120 Ländern leben und arbeiten hier. Knapp ein Drittel der ständigen Wohnbevölkerung ist aber von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen, weil er keinen Schweizer Pass besitzt. Aus demokratie- und integrationspolitischer Sicht sei das problematisch, heisst es in einer vom Sekretariat der SP-Stadtpartei verbreiteten Mitteilung zur Postulatseinreichung.

Wer heute den Schweizer Pass beantragen wolle, müsse tief in die Tasche greifen, heisst es in der Mitteilung weiter. Zusammen mit dem seit 2018 verlangten Sprachzertifikat würden für eine junge erwachsene Person schnell einmal 4'500 Franken fällig. Das sei eine hohe Hürde, vor allem bei Familien und Einzelperson, bei denen das Geld knapp sei. Auch dem eidgenössischen Preisüberwacher sind gemäss Postulantinnen und Postulanten die heutigen Gebühren für Einbürgerungen in Dorn im Auge. Sie sollten nicht höher sein als 1500 Franken, seien also heute in der Stadt St.Gallen deutlich zu hoch, heisst es in der Mitteilung. (pd/vre)

Samstag, 18. September - 8:53 Uhr

Neues Spiel, neue Chance für Brühl: Der SC Brühl muss am Samstag auswärts bei FC Bavois antreten und punkten

Am Samstag reist die erste Mannschaft des SC Brühl zum FC Bavois ins Waadtland. Anpfiff zum Spiel ist im 16 Uhr im Stadion Peupliers. Im Vorfeld ist eines glasklar: Der SC Brühl braucht dringend Punkte. Gerade einmal drei Punkte haben die Kronen nämlich in den bisherigen sechs Spielen sammeln können. Das Resultat ist der zweitletzte Platz in der Tabelle der Promotion League vor Aufsteiger Young Boys II. Vor zwei Wochen hatten die Brühler in Cham ein Zwischenhoch; beim Heimspiel gegen die Basler Black Stars tauchten sie am vergangenen Wochenende aber wieder.

Nicht nur lange Schatten, auch lange Gesichter gab es am Samstag vor einer Woche beim SC Brühl nach der 1:3-Heimniederlage gegen die Black Stars.

Nicht nur lange Schatten, auch lange Gesichter gab es am Samstag vor einer Woche beim SC Brühl nach der 1:3-Heimniederlage gegen die Black Stars.

Bild: Kurt Frischknecht/
SCB (11.9.2021

Nun soll es die nächsten drei Punkte am Samstag in Bavois geben, nach einer langen Reise ins Waadtländer Dorf, das gerade einmal etwas mehr als 700 Einwohner hat – und einen Fussballclub, der sich seit fünf Jahren recht gut in der Promotion League hält. «Bavois ist ein unangenehmer Gegner», weiss Brühls Sportchef Roger Jäger. «Physisch stark, mit grossen Verteidigern und robusten Stürmern». Ausserdem ist das Team eingespielt, verfügt über Spieler mit Routine und internationaler Erfahrung. Sieben Punkte haben die Waadtländer in den ersten sechs Spielen geholt.

Für Brühl wird Bavois wieder zum «Nervenspiel». Ob es ein Sieg oder nur schon ein Unentschieden wird am Samstag, entscheidet sich wohl allein am Kampfgeist der Brühler - und das nicht nur wegen der Tabellensituation, sondern auch, weil der «Dorfplatz» von Bavois kein Wembley-Rasen ist. Um im Waadtland erfolgreich zu sein, müssen die Brühler auch ihre Defensivschwäche bei Standards abstellen, der sie mehr als die Hälfte der bisherigen 16 Gegentore «verdanken». (fm/vre)

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