ST.GALLER STADT-TICKER: Gasflasche gerät auf Balkon in Brand +++ 20 Personen an Corona-Mahnwache +++ Blitzeinschlag auf dem Tannenberg +++ Schutzmaske aus St.Galler Spitze 

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Sonntag, 24. Mai - 10:17 Uhr

Gasflasche gerät auf Balkon in Brand und verursacht hohen Sachschaden

(kapo/lex) Auf dem Balkon einer Wohnung an der Langgasse ist am Samstag gegen 14.45 Uhr eine Gasflasche in Brand geraten. Wie die St.Galler Kantonspolizei schreibt, schloss der Bewohner der Wohnung eine neue Gasflasche am Grill an. Anschliessend startete er den Zündvorgang, um den Grill vorzuheizen. Dabei geriet die Gasflasche aus noch unbekannten Gründen in Brand.

Eine Gasflasche geriet aus noch unbekannten Gründen auf dem Balkon einer Wohnung in Brand. Durch den Vorfall entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Eine Gasflasche geriet aus noch unbekannten Gründen auf dem Balkon einer Wohnung in Brand. Durch den Vorfall entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Archivbild: Nana do Carmo

Der Bewohner alarmierte umgehend die Feuerwehr, welche den Brand rasch löschen konnte. Am Gebäude und am Balkon entstand laut Polizei Sachschaden von mehreren tausend Franken. Neben der Kantonspolizei St.Gallen und der Feuerwehr war auch die Stadtpolizei St.Gallen mit zwei Patrouillen im Einsatz.

Samstag, 23.Mai - 16:01 Uhr

20 Personen an Corona-Mahnwache am Kornhausplatz

(lw) Wie bereits in den vergangenen Wochen wurde am Samstag in St.Gallen gegen die Anti-Corona-Regeln des Bundesrats demonstriert. Rund 20 Personen fanden sich am Kornhausplatz am Hauptbahnhof zusammen. 

Weil Kundgebungen mit mehr als fünf Personen verboten sind, wurde sie von der Stadtpolizei aufgelöst und die Teilnehmer wurden abgemahnt. Zwei Personen wurden gebüsst, weil sie sich nicht an die Weisungen der Stadtpolizei hielten. 

Auch in Bern und Zürich wurden verschiedene Corona-Demonstrationen von der Polizei aufgelöst. 

Am vergangenen Samstag hatten noch rund 100 Personen gegen die Massnahmen des Bundesrats demonstriert.

Am vergangenen Samstag hatten noch rund 100 Personen gegen die Massnahmen des Bundesrats demonstriert. 

Bild: Benjamin Manser (16.5.2020)
Samstag, 23.Mai - 15:15 Uhr

Im Video: Hier schlägt der Blitz auf dem Tannenberg ein

Freitag, 22. Mai - 18:10 Uhr

Selfie mit Designer-Schutzmaske: Eine echte St.Gallerin trägt natürlich auch in der Coronakrise St.Galler Spitzen

(vre) Das Selfie mit Schutzmaske auf Instagram ist nichts wirklich Besonderes zu Zeiten des Coronavirus. Es kursiert in ähnlicher Form hundertfach in den Sozialen Medien. Speziell an diesem Bild ist, dass sich hinter der Maske die grüne St.Galler Nationalrätin Franziska Ryser verbirgt - und dass die Maske aus St.Galler Spitzen gefertigt ist, wie dem Kommentar zum Bild zu entnehmen ist.

Franziska Ryser mit Designer-Schutzmaske aus St.Galler Spitze.

Franziska Ryser mit Designer-Schutzmaske aus St.Galler Spitze.

Screenshot: Instagram (22.5.2020)

Die Maske kann man nicht kaufen. Sie wird nicht von einem findigen Schneideratelier in Serie produziert, sondern stammt von der Mutter von Franziska Ryser. Sie ist ehemalige Handarbeitslehrerin und passionierte Designerin und hat mit diversen Modellen und Stoffen experimentiert. Die Schutzmaske à la Saint-Gall für die politische Tochter entstand aus St.Galler Spitze, die speziell fürs Kinderfest entworfen worden war.

Doch wie sicher ist das Designer-Teil? Eine Eigenschaften der St.Galler Spitze ist, dass sie leicht ist und zum Muster auch «Löcher» gehören. Das hat auch die Spitze von Ryser Maske. Sie ist aber nach Angaben der Nationalrätin mit einem Innenstoff mit wechselbarem Filter ausgestattet, also dicht und sicher. Ein Vorteil ist, dass mit waschbaren Stoffmasken weniger Abfall produziert wird, was gut zum politischen Credo der grünen Politikerin passt.

Freitag, 22. Mai - 17:40 Uhr

Im Internet kursiert ein Aufruf für eine Mahnwache in St.Gallen: Treten die Corona-Rebellen an diesem Samstag erneut an?

(vre) Bereits an drei Samstagen sind die sogenannten Corona-Rebellen in St.Gallen zu Mahnwachen angetreten. Da solche Versammlungen gemäss den Anti-Corona-Vorschriften des Bundes verboten sind, ist die St.Galler Stadtpolizei jeweils beim Vadian-Denkmal wie auf dem Kornhausplatz beim Hauptbahnhof dagegen vorgegangen. Jetzt kursiert im Internet erneut Aufruf für so einen Anlass für diesen Samstag.

Die Stadtpolizei rechnet damit, dass es nach dem Mittag auf dem Kornhausplatz erneut zu Protesten von Personen kommen könnte, die nicht mit den Anti-Corona-Regeln des Bundesrats einverstanden sind. Sollten sich mehr als fünf Personen versammeln, werde die Stadtpolizei die Kundgebung aber wieder auflösen, sagt auf Anfrage Polizeisprecher Dionys Widmer. Solche Veranstaltungen seien weiterhin verboten, und die Polizei habe die Aufgabe dieses Verbot durchzusetzen.

Die Stadtpolizei löste am Samstag vor einer Woche auf dem Kornhausplatz eine Kundgebung von rund 100 Personen auf, die gegen die Anti-Corona-Vorschriften des Bundes protestierten.

Die Stadtpolizei löste am Samstag vor einer Woche auf dem Kornhausplatz eine Kundgebung von rund 100 Personen auf, die gegen die Anti-Corona-Vorschriften des Bundes protestierten.

Bild: Benjamin Manser (16.5.2020)

Neu ist seit Anfang Woche, dass in Kleingruppen von bis zu fünf Personen demonstriert werden darf. In St.Gallen braucht es im öffentlichen Raum dafür aber von jeher eine Bewilligung, die bei der Stadtpolizei einzuholen ist. Verboten ist gemäss Dionys Widmer aber, dass sich eine grössere Menschenmenge in Kleingruppen aufspaltet und diese nebeneinander oder parallel an diversen Orten in der Stadt zum gleichen Thema protestieren.

Freitag, 22. Mai - 16:21 Uhr

Froschmädchen kommt trotz Coronavirus nach St.Gallen - aber per Internet statt live in den Kreuzgang von St.Katharinen

Ein Froschmädchen steht im Zentrum der digitalen Überraschung der Stadtbibliothek zum Vorlesetag.

Ein Froschmädchen steht im Zentrum der digitalen Überraschung der Stadtbibliothek zum Vorlesetag.

Bild: PD

(sk/vre) Für den Vorlesetag vom kommenden Mittwoch hat die Kinder- und Jugendbibliothek St.Gallen eine digitale Überraschung vorbereitet. Märchenerzählerin Kathrin Raschle und ihr Mann Walter hätten im Kreuzgang von St.Katharinen ein musikalisch umrahmtes Märchen vortragen sollen. Da dies live nicht möglich ist, haben sie das Südtiroler Märchen «Das Froschmädchen» als Hörstück aufgenommen. Dieses stellt die Stadtbibliothek am 27. Mai 2020 auf Youtube online.

Am Mittwoch feiert die Stadtbibliothek Katharinen trotz der Coronakrise am dritten Schweizer Vorlesetag mit. Weil wegen der aktuellen Situation keine Veranstaltungen in der Bibliothek selber stattfinden dürfen, lädt diese Kinder, Eltern und Grosseltern ein, einander daheim vorzulesen (im Fall der Grosseltern auch per Telefon oder Videochat). 

Die Kinder- und Jugendbibliothek freut sich gemäss Mitteilung, Fotos von solchen Aktionen zu erhalten. Sie will sie dann in der Bibliothek ausstellen. Mitmachen geht auch auf Instagram, dort können Fotos mit den Hashtags #vorlesetagkatharinen, #vorlesensg und der Markierung @stadtbibliothekkatharinen gepostet werden.

Details zum Vorlesetag an der Stadtbibliothek Katharinen im Internet.

Freitag, 22. Mai - 15:44 Uhr

Frist fürs fakultative Referendum startet: Einheitsspitex für die Stadt und Werkleitungen in der Rorschacher Strasse

(sk/vre) Nachdem das St.Galler Stadtparlament am Dienstag Vorlagen gutgeheissen hat, die dem fakultativen Referendum unterstehen, startet jetzt die Frist dafür. Sie läuft bis 22. Juni. Wer eine der vom Parlament bewilligten Vorlagen der Volksabstimmung unterstellen will, muss innert dreissig Tagen 1000 Unterschriften von städtischen Stimmberechtigten sammeln, die dies verlangen.

Aufgrund der aktuellen Situation läuft das Verfahren allerdings nicht so wie üblich. Spezielle Regeln gelten, weil aufgrund der Anti-Corona-Vorschriften das Sammeln von Unterschriften nicht möglich ist. Darum gilt: Wer das Referendum ergreifen will, muss dies bis spätestens fünf Tage nach Publikation schriftlich der Stadtkanzlei mitteilen. Damit steht die Frist still, bis das Unterschriftensammeln wieder möglich ist.

Durch die Gründung der Spitex St.Gallen AG wollen Stadtrat und Stadtparlament die bisher vier Anbieter zu noch einer Spitexorganisation vereinen. Die Vorlage untersteht dem fakultativen Referendum.

Durch die Gründung der Spitex St.Gallen AG wollen Stadtrat und Stadtparlament die bisher vier Anbieter zu noch einer Spitexorganisation vereinen. Die Vorlage untersteht dem fakultativen Referendum.

Symbolbild: Gian Ehrenzeller/KEY
(21.5.2020)

Dem fakultativen Referendum untersteht jetzt zum einen die Vorlage über Schaffung und Anschubfinanzierung einer Einheitsspitex für die Stadt (Aktienkapital 200'000, einmaliger Beitrag 890'000, Betriebskapital maximal 3,1 Millionen Franken). Zum anderen geht es um die Sanierung von Wasser- und Erdgasleitungen in der Rorschacher Strasse (Abschnitt Blumenau- bis Singenbergstrasse) für 1,507 Millionen Franken.

Spitex- wie Werkleitungsvorlage sind im städtischen Internetauftritt zu finden oder können bei der Stadtkanzlei im elften Stock des Rathauses auf Voranmeldung (071'224'53'25) abgeholt werden. Ankündigungen oder andere Anzeichen dafür, dass jemand bei einer der aktuellen Vorlagen das fakultative Referendum ergreifen will, gibt es bis jetzt nicht. Das bestätigt auf Anfrage auch Stadtschreiber Manfred Linke.

Freitag, 22. Mai - 14:40 Uhr

Einkaufsverkehr überlastet über Mittag Strassen in Winkeln: Teilweise massive Verspätungen auf Buslinien 3 und 4

(vre) Die Auffahrtsbrücke hat sich am Freitagmittag auf dem Strassennetz in Winkeln bemerkbar gemacht: Zwischen 11.30 und 12.30 Uhr kam es zwischen Winkeln und den Einkaufszentren in Richtung Abtwil zu massiven Behinderungen. So sei es bei der Verzweigung der Zürcher- mit der Geissbergstrasse zu Rückstaus in alle Fahrtrichtungen gekommen, bestätigt auf Anfrage Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen.

Die Störungsmeldung für die Linien 3 und 4 auf der Wemlin-App.

Die Störungsmeldung für die Linien 3 und 4 auf der Wemlin-App.

Screenshot: David Gadze

Bemerkbar machte sich das durch den Einkaufsverkehr überlastete Strassennetz im Westen auch im Osten der Stadt: Die Linien 3 und 4 zwischen Wittenbach und Abtwil verkehrten zeitweise mit massiven Verspätungen. Nach Auflösung der Staus pendelte sich der Busfahrplan unter anderem dank dem Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge wieder ein; nach 14 Uhr verkehrten die Linien 3 und 4 wieder im normalen Rahmen.

Freitag, 22. Mai - 14:14 Uhr

Fragen zum Auswahlprozess für die Sportanlage Gründenmoos: Was ist an der Kritik jener, die den Zuschlag nicht erhalten haben?

(vre) CVP-Stadtparlamentarier Stefan Grob stellt dem Stadtrat in einer Einfachen Frage kritische Fragen zum Auswahlprozedere für die Vergabe der Sportanlagen im Gründenmoos an einen neuen Betreiber. Ein solcher wurde ab Herbst 2019 gesucht, weil die Migros den Baurechtsvertrag für die polysportive Anlage nicht mehr verlängern will. Den Zuschlag hat der Verein Netzwerk Sport erhalten, der im Gründenmoos ein nationales Zentrum für Sporttalente aufbauen will.

Die heute von der Migros betriebene Sportanlage im Gründenmoos mit Tennishalle und Tennisplätzen im Freien ist ein beliebter für Sportlerinnen und Sportler aus Stadt und Region St.Gallen.

Die heute von der Migros betriebene Sportanlage im Gründenmoos mit Tennishalle und Tennisplätzen im Freien ist ein beliebter für Sportlerinnen und Sportler aus Stadt und Region St.Gallen.

Bild: Urs Bucher (4.3.2020)

Bei der Stadt gingen auf eine Ausschreibung hin 20 Bewerbungen ein. Nach dem Entscheid für das Projekt von Netzwerk Sport hätten andere Bewerber den Evaluationsprozess des Stadtrats kritisiert, schreibt CVP-Stadtparlamentarier Stefan Grob in einer kürzlich eingereichten Einfachen Anfrage. Insbesondere bemängelt wurde angeblich mangelnde Kommunikation und fehlende Transparenz im Entscheidungsprozess.

CVP-Stadtparlamentarier Stefan Grob.

CVP-Stadtparlamentarier Stefan Grob.

Bild: PD (3.1.2020)

Konkret will Stefan Grob vom Stadtrat Auskunft über die Kriterien, die bei der Evaluation der eingereichten Projekte fürs Gründenmoos zur Anwendung kamen. Zudem will er wissen, ob bei der Evaluation das Gespräch mit Projektinitianten gesucht wurde und welche von ihnen ihre Pläne dem Stadtrat persönlich vorstellen konnten.

Weiter interessiert den CVP-Mann, ob es stimmt, dass die Anforderungen an Projekte fürs Gründenmoos während der Eingabefrist «mehrmals geändert wurden» und wenn ja, ob diese Änderungen allen Einreichern transparent und umfassend kommuniziert wurden. Ebenfalls wissen will Grob, wie der Stadtrat sicherstellt, dass das Gründenmoos weiterhin auch für den Breitensport zugänglich bleibt.

Donnerstag, 21. Mai - 18:11 Uhr

Motorrad übersehen und angefahren: Töfffahrer verletzt

(kapo/vre) Am Donnerstagmittag ist es in Wittenbach zu einem Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Töfffahrer wurde dadurch gemäss Mitteilung der Kantonspolizei unbestimmt verletzt und musste mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden. Zudem entstand Schaden von mehreren zehntausend Franken.

Vortrittsberechtigten Töff übersehen und angefahren: Die Unfallstelle auf der Verzweigung Arboner- und Industriestrasse in Wittenbach.

Vortrittsberechtigten Töff übersehen und angefahren: Die Unfallstelle auf der Verzweigung Arboner- und Industriestrasse in Wittenbach.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen
(21.5.2020)

Am Donnerstag, kurz vor 12 Uhr, wollte ein 78-Jähriger in Wittenbach mit seinem Auto von der Arboner- nach links in die Industriestrasse einbiegen. Gleichzeitig fuhr ein 69-Jähriger mit seinem Motorrad auf der Arbonerstrasse von Berg SG in Richtung St.Gallen. In der Folge kam es zur Kollision zwischen dem Auto und dem vortrittsberechtigten Motorrad.

Donnerstag, 21. Mai - 17:49 Uhr

Wenn die Rosskastanien blühen: Ein Baum mit spannender Geschichte prägt das Erscheinungsbild der St.Galler Kreuzbleiche

(vre) Derzeit blühen auf der Kreuzbleiche die Rosskastanien. Diese Bäume prägen das Erscheinungsbild einer der grössten und beliebtesten Grünflächen der Stadt St.Gallen das ganze Jahr über, speziell aber im Frühsommer und im Herbst. Besonderes reizvoll ist die teils noch junge Allee entlang von Militärstrasse und Kreuzbleicheweg. Sogar unter Schutz steht die Doppelreihe mit 32 grossen Rosskastanien am Westende der Grünfläche.

Auf der Militärstrasse mit Blick Richtung Militärkantine. Die beiden Namen erinnern daran, dass hier bis Anfang der 1980er-Jahre die Kaserne St.Gallen stand.
12 Bilder
Die Rosskastanien entlang der Militärstrasse und des folgenden Kreuzbleichewegs blühen abwechselnd rot und weiss.
Bunte Farbupfer im Blätterdach, unter dem sich Spaziergängerinnen und Spaziergänger gerne auf die Bänklein setzen und dem Treiben auf der Grünfläche zuschauen.
Blütendolden der Rosskastanie.
Die Blüte ist bald vorbei. An dieser Dolde sind bereits erste kleine Früchte zu erkennen.
Auf der Westseite der Kreuzbleiche blühen die Rosskastanien einheitlich weiss...
...und bilden zusammen mit den Jugendstilhäusern an der Kreuzbleichestrasse eine imposante Kulisse.
Flauschig weisse Blütendolden an den Kastanienbäumen entlang der Vonwilstrasse.
Die imposante Doppelreihe Rosskastanien entlang der Vonwilstrasse ist etwas Besonderes.
Nicht nur im Frühsommer, auch im Herbst...
...prägen die Rosskastanien mit ihren farbigen Blättern das Bild der Kreuzbleiche - entlang der Vonwilstrasse (oben) genau so wie beim KV-Schulhaus am Kreuzbleicheweg.
Beliebt sind auch die Früchte der Rosskastanien - nicht zuletzt bei den kleinsten St.Gallerinnen und St.Gallern, die sie jeden Herbst zum Spielen einsammeln.

Auf der Militärstrasse mit Blick Richtung Militärkantine. Die beiden Namen erinnern daran, dass hier bis Anfang der 1980er-Jahre die Kaserne St.Gallen stand.

Bilder: Reto Voneschen (20.5.2020)

Die gewöhnliche, gemeine oder weisse Rosskastanie (trotz des Namens gibt es sie auch als Abart mit rot-gelben Blüten) hat bei uns eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Wie Fossilien belegen war sie im Tertiär in Mittel- und Westeuropa weit verbreitet. Die Abkühlung des Klimas und die Eiszeit zwang die Art zum Rückzug. In der Antike kam der Baum nur noch in einem relativ kleinen Gebiet in Griechenland vor.

Die Rosskastanie gelangte dann über die Osmanen, die die Früchte als Pferdefutter nutzten, zurück nach Mitteleuropa. 1576 kam die Pflanze erstmals aus Konstantinopel nach Wien, wo sie kultiviert wurde. Durch den Versand der Samen kam es zur Verbreitung in ganz Europa. Die Rosskastanie wurde rasch zum Modebaum für fürstliche Parks. Ab dem 18. Jahrhundert wurde sie allgemein als Alleebaum gepflanzt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Rosskastanien im deutschen Sprachraum zu einem «Charakterbaum der städtischen Grünanlagen». Sehr beliebt war sein Blätterdach auch über den damals überall aufkommenden Biergärten. Botaniker schliessen nicht aus, dass alle in Europa als Kulturbäume angepflanzten Gewöhnlichen Rosskastanie von den 1576 nach Wien gebrachten Samen abstammen.

Donnerstag, 21. Mai - 15:48 Uhr

Abbruchgesuch für katholische Kirche Riethüsli liegt auf: Kirchgemeinde plant Denkmal als Erinnerung 

(vre) Die katholische Kirche Riethüsli an der Gerhardstrasse 7 wird abgebrochen. Das hat das katholische Kirchgemeindeparlament am 8. Mai 2019 diskussionslos und einstimmig beschlossen. Der Zustand des in den 1980er-Jahren als «Behelfskirche» aufgestellten Baus und die grossen Kosten für eine Sanierung liessen ihm keine Wahl.

Die Kirchen im Riethüsli: Die katholische links im Bild soll abgebrochen werden. Die rechts davon stehende evangelische Kirche wird heute von der katholischen Pfarrei mitbenutzt.

Die Kirchen im Riethüsli: Die katholische links im Bild soll abgebrochen werden. Die rechts davon stehende evangelische Kirche wird heute von der katholischen Pfarrei mitbenutzt.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo
(8.5.2019)

Profaniert, also offiziell entweiht, wurde die Kirche am 29. Juni 2019. Die katholische Pfarrei benutzt heute an ihrer Stelle benachbarte Gebäude der evangelischen Kirchgemeinde, die so zum ökumenischen Zentrum Riethüsli werden. Ende März wurde auch noch das Glöcklein aus dem Turm der alten Kirche geborgen. Es wird aufgefrischt und soll im Sommer im Turm der paritätischen, ehemals evangelischen Kirche platziert werden.

Seit dem 20. Mai liegt das Gesuch für den Abbruch der katholischen Kirche Riethüsli beim städtischen Amt für Baubewilligungen öffentlich auf. Es geht darin allerdings nicht nur um den Rückbau der alten Kirche. Bestandteil ist auch die Gestaltung ihres bisherigen Standorts. Und dazu gehört die Errichtung eines Denkmals, dem Turmkreuz auf einem Sandsteinsockel, das an die katholische Kirche erinnern soll.

Rechts der Plan mit der abzubrechenden katholischen Kirche samt dem Standort des an sie erinnernden Denkmals (rotes Viereck). Links ein Eindruck vom Denkmal neben der evangelischen, heute paritätisch genutzen Kirche.

Rechts der Plan mit der abzubrechenden katholischen Kirche samt dem Standort des an sie erinnernden Denkmals (rotes Viereck). Links ein Eindruck vom Denkmal neben der evangelischen, heute paritätisch genutzen Kirche.

Illustrationen: Katholische Kirchgemeinde St.Gallen
Donnerstag, 21. Mai - 14:21 Uhr

Positives Signal für den SC Brühl: Hauptsponsor der Kronen verlängert seinen Vertrag um drei Jahre

(pd/vre) Auch beim SC Brühl geht gar nichts ohne Sponsoren. Daher ist es für den Club im Osten der Stadt St.Gallen frohe Kunde: Der Hauptsponsor, die Verwaltungs- und Treuhand AG (VTAG) aus Flawil, verlängert das Engagement um drei Jahre. Für SCB-Präsident Christoph Zoller ist das gemäss Mitteilung «ein wichtiges Signal für den Fussball in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit». Damit könne man an die Planung der Zukunft gehen, auch wenn sie für den Fussball in Vielen noch ungewiss sei.

Ralf Klingler (links), Inhaber des SCB-Hauptsponsors VTAG, mit Brühl-Präsident Christoph Zoller.

Ralf Klingler (links), Inhaber des SCB-Hauptsponsors VTAG, mit Brühl-Präsident Christoph Zoller.

Bild: Seth McBean/SCB

Der SC Brühl will ab dem 8. Juni mit dem bisherigen Trainerstab und einer verjüngten Mannschaft wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen und die Saison 2020/21 vorbereiten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der nächste Lockerungsschritt bei den Anti-Corona-Massnahmen des Bundes dies zulässt. Die erste Mannschaft des SC Brühl spielt in der Promotion-League, der dritthöchsten Liga der Schweiz.

Donnerstag, 21. Mai - 14:01 Uhr

St.Galler Sommerplausch trotz Coronakrise: 73 Kurse warten in den Sommerferien auf die Schulkinder - Anmeldefrist läuft

(sk/vre) Die Sommerferien sind für die Schulkinder der Stadt St.Gallen immer Sommerplauschzeit. Daran soll das Coronavirus diesen Sommer nichts ändern: Zwar bestimmen neue Verhaltensregeln seit Wochen den Alltag. Der Sommerplausch soll gemäss Mitteilung aber auch dieses Jahr im Rahmen des Möglichen stattfinden. Seit Mittwoch ist das Programm im Internet abrufbar; in gedruckter Form erscheint es nicht mehr.

Das Sommerprogramm für die St.Galler Schulkinder präsentiert sich mit 73 Kursen vielfältig wie immer. Angeboten werden Dauerbrenner wie «Hallo Polizei», Goldwaschen, ein Tag auf dem Biobauernhof oder eine Nacht in der Bibliothek. Es gibt aber auch neue Kurse wie Akrobatik, ein Kochkurs, Comics und Manga zeichnen, ein Blick hinter die Kulissen des Cinedome oder die «Reise in die Glücksstadt». 

Goldwaschen ist seit Jahren einer der am stärksten nachgefragten Sommerplauschkurse.

Goldwaschen ist seit Jahren einer der am stärksten nachgefragten Sommerplauschkurse.

Bild: Stadt St.Gallen

Das Sommerprogramm bietet elf Gratis-Kurse. Der Besuch der restlichen Angebote kostet zwischen fünf und vierzig Franken. Für Wochenkurse werden 50 bis 70 Franken fällig. Familien mit einer Kultur-Legi bezahlen die Hälfte des jeweiligen Kurspreises. Online-Buchungen für den Sommerplausch sind ab sofort möglich unter www.sommerplausch.ch. An den Schulen wird ein Infoflyer verteilt.

Online-Anmeldungen für den Sommerplausch 2020 der Stadt werden bis 9. und solche per Post (mit Formular zum Herunterladen) bis 5. Juni berücksichtigt. Die Kinder erhalten ihre Kursbestätigung bis 19. Juni. Der Ferienpass für die Gratis-Benutzung des ÖV und für Gratis-Eintritt in einige Institutionen kann dieses Jahr nur bei der VBSG-Verkaufsstelle im Rathaus bezogen werden. Dorthin ist unbedingt Passfoto mitzubringen.

Donnerstag, 21. Mai - 13:12 Uhr

Ein Verletzter bei Selbstunfall: Kontrolle über Auto verloren und auf der Strassenböschung gelandet

(kapo/vre) Die Kontrolle über sein Auto verloren und einen Selbstunfall gebaut hat am frühen Mittwochabend ein 36-Jähriger bei Muolen. Der Mann wurde beim Zwischenfall leicht verletzt. Er musste gemäss Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen mit der Ambulanz ins Spital eingeliefert werden. Der Schaden beläuft sich auf über 20'000 Franken.

Das Unfallauto an der Strassenböschung bei Muolen.

Das Unfallauto an der Strassenböschung bei Muolen.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen (20.5.2020)

Der Lenker war mit seinem Auto von St.Gallen in Richtung Amriswil unterwegs. In der Linkskurve beim Moos bei Muolen verlor er aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über seinen Wagen. In der Folge geriet dieser auf die Gegenfahrbahn und prallte in die Strassenböschung.

Donnerstag, 21. Mai - 12:59 Uhr

Zwei Autos in Muolen aufgebrochen: Kantonspolizei weist darauf hin, dass Autos keine Tresore sind

(kapo/vre) Die Kantonspolizei nimmt Autoaufbrüche vom Dienstag und Mittwoch in der Region St.Gallen zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass man als Autofahrer Dieben das Handwerk durch richtiges Verhalten schwer machen kann. Autos seien keine Tresore, heisst es in der Mitteilung. Darum sollte man keine Wertgegenstände darin liegen lassen. Weiter müssten abgestellte Autos immer abgeschlossen werden.

Als Anwohnerin oder Anwohner sollte man zudem Personen, die einem im Umfeld der eigenen Liegenschaft verdächtig vorkämen, der Polizei via Telefon 117 melden, heisst es in der Mitteilung weiter. Gleich soll man bei Personen vorgehen, die sich unerlaubt in privaten Tiefgaragen aufhalten oder sich an fremden Fahrzeugen zu schaffen machen.

In der Nacht auf Mittwoch haben in Muolen Unbekannte an zwei Autos eine Scheibe eingeschlagen und daraus Bargeld gestohlen.

In der Nacht auf Mittwoch haben in Muolen Unbekannte an zwei Autos eine Scheibe eingeschlagen und daraus Bargeld gestohlen.

Symbolbild: Kantonspolizei St.Gallen

Die  Autoaufbrüche, die den Sicherheitshinweis ausgelöst haben, ereigneten sich zwischen Dienstagabend und Mittwochvormittag in Muolen. Unbekannte schlugen dort an der Strasse im Aawachs und an der Grosswiesstrasse bei zwei Autos je eine Scheibe ein. Aus den Fahrzeugen stahlen sie mehrere hundert Franken. Der Sachschaden an den Autos beläuft sich auf mehrere hundert Franken. Die Polizei geht davon aus, dass an beiden Orten die gleichen Täter am Werk waren.

Donnerstag, 21. Mai - 12:35 Uhr

Spektakulärer Verkehrsunfall im Osten der Stadt St.Gallen: Nach Zusammenstoss mit anderem Auto in einem Garten gelandet

(stapo/vre) Zu einem spektakulären Unfall ist es Mittwochmittag im Osten der Stadt St.Gallen gekommen. Nach dem Zusammenstoss mit einem anderen Auto auf der Verzweigung der Rehetobel- mit der Falkensteinstrasse landete ein Lenker mit seinem PW auf der Rasenfläche eines Mehrfamilienhauses. Personen wurden nicht verletzt, es entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei aber erheblicher Sachschaden.

Das eine am Unfall vom Mittwoch beteiligte Auto kam erst auf einer Rasenfläche vor einem Mehrfamilienhaus zum Stillstand.

Das eine am Unfall vom Mittwoch beteiligte Auto kam erst auf einer Rasenfläche vor einem Mehrfamilienhaus zum Stillstand.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen (20.5.2020)

Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch, nach 14 Uhr. Der Lenker eines Personenwagens wollte von der Falkensteinstrasse nach links in die Rehetobelstrasse einbiegen. Dabei übersah der 50-Jährige ein auf dieser Strasse von links heranfahrendes, vortrittsberechtigtes Auto. In der Folge kollidierten die beiden Fahrzeuge seitlich frontal.

Das von links kommende Auto wurde durch die Wucht des Zusammenpralls nach rechts herumgedreht. Dann wurde es über eine kleine Böschung geschleudert und landete auf der Rasenfläche eines Mehrfamilienhauses. Hier kam es zwischen Blumen zum Stillstand, die der Gärtner beim Rasenmähen stehen gelassen hatte.

Mittwoch, 20. Mai - 18:11 Uhr

Den wilden Nachbarn auf der Spur: Wo und wie leben eigentlich die Eichhörnchen in der Stadt St.Gallen?

(sk/vre) Die Aktion Stadtwildtiere spürt in diesem Sommer dem geheimen Leben der Eichhörnchen in St.Gallen nach. Gesucht sind einerseits Beobachtungen der possierlichen Kletterer. Solche können im Internet in eine Datenbank eingetragen werden. Parallel dazu sollen Freiwillige bei der Feldarbeit mithelfen: Sie spüren den pelzigen Kletterkünstlern und ihren Lebensräumen auf St.Galler Stadtgebiet nach. Wer sich freiwillig fürs Projekt melden will, kann dies ebenfalls im Internet tun.

Eichhörnchen, auch jene, die in der Stadt leben, verbringen den grössten Teil ihres Lebens auf Bäumen.

Eichhörnchen, auch jene, die in der Stadt leben, verbringen den grössten Teil ihres Lebens auf Bäumen.

Leserbild: Luciano Pau (12.3.2019)

Mit den Resultaten des Eichhörnchenprojekts sollen Empfehlungen zur besseren Vernetzung von Grünflächen und Baumbeständen erarbeitet werden. Solche Massnahmen kommen direkt den kleinen, auf Bäumen lebenden Wildtieren in der Stadt zugute. Die Empfehlungen werden gemeinsam mit den Trägern des Projekts Stadtwildtiere entwickelt. Dazu zählen neben dem Naturmuseum auch Naturschutzorganisationen wie der städtische Naturschutzverein, der WWF und Pro Natura.

Der Hintergrund der Eichhörnchen-Aktion ist ein ernster: Die Tierchen verbringen die meiste Zeit ihres Lebens auf Bäumen. Mit der baulichen Verdichtung der Städte verschwinden aber immer mehr naturnahe Grün- und Freiräume und mit ihnen auch Bäume. Diese werden in Zukunft auch für die Menschen eine wichtige Rolle spielen: Sie sind nämlich nicht nur Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger, sie wirken auch wie Klimaanlagen, sind also das, was Städte gegen den Klimawandel brauchen.

Mittwoch, 20. Mai - 16:53 Uhr

Vor Auffahrt erinnert die Stadtpolizei an die Anti-Corona-Regeln: Vorschriften durchsetzen, Kleinkundgebungen sind neu erlaubt

(stapo/vre) Die Stadtpolizei reagiert darauf, dass am vergangenen Wochenende auch in St.Gallen viele Personen mit den Anti-Corona-Massnahmen locker umgegangen sind. Sie macht darauf aufmerksam, dass die Regeln über Gruppengrösse und Abstand weiterhin gelten. Die Stadtpolizei bereitet sich jetzt darauf vor, diese Regeln übers Auffahrtswochenende durchzusetzen. Kleinkundgebungen bis fünf Personen sind neu möglich, brauchen aber eine Bewilligung.

Am Wochenende wird die Stadtpolizei zur Durchsetzung der Anti-Corona-Regeln in der Innenstadt wie in den Naherholungsgebieten (im Bild am Mannenweier) präsent sein.

Am Wochenende wird die Stadtpolizei zur Durchsetzung der Anti-Corona-Regeln in der Innenstadt wie in den Naherholungsgebieten (im Bild am Mannenweier) präsent sein.

Bild: Raphael Rohner (5.4.2020)

Am vergangenen Wochenende seien auf Strassen und Plätzen der Innenstadt sowie in den Naherholungsgebieten viele Personen unterwegs gewesen, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung. Dabei seien die Anti-Corona-Regeln nicht immer eingehalten worden. In den kommenden Tagen will die Polizei deshalb grössere Menschenansammlungen verhindern. Sie zählt dabei auch «auf die Unterstützung der Bevölkerung».

Die Stadtpolizei will vor allem verhindern, dass es zu grösseren Ansammlungen kommt, in denen die Personen nicht mehr zirkulieren können und längere Zeit nahe beieinander stehen. Am Wochenende wird daher die Polizeipräsenz erhöht. Unter anderem ist auch der Zivilschutz im Einsatz. Präsenz markiert wird vor allem dort, wo viele Personen zu erwarten sind. Die Polizei will Städterinnen und Städter erneut für die Regeln sensibilisieren, ist aber auch bereit, Uneinsichtige zu büssen.

Neu sind Kundgebungen möglich - aber mit höchstens fünf Personen und unter Einhaltung der Abstandsregeln. Allerdings braucht's dafür in St.Gallen von jeher und völlig unabhängig von der Coronasituation eine Bewilligung.

Neu sind Kundgebungen möglich - aber mit höchstens fünf Personen und unter Einhaltung der Abstandsregeln. Allerdings braucht's dafür in St.Gallen von jeher und völlig unabhängig von der Coronasituation eine Bewilligung.

Bild: Benjamin Manser (16.5.2020)

Eine Lockerung gibt es allerdings gegenüber den vergangenen Wochenenden: Demonstrationen oder Kundgebungen mit maximal fünf Personen sind erlaubt. Dabei muss aber stets der Mindestabstand von zwei Metern von Person zu Person eingehalten werden. Zu beachten ist gemäss Mitteilung, dass solche Aktionen bewilligungspflichtig sind. Wer eine Aktion plane, solle sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Grösse Kundgebungen bleiben verboten; die Polizei wird sie daher auflösen.

Mittwoch, 20. Mai - 15:42 Uhr

Streit um Talentschule St.Gallen landet im Kantonsrat: Kritik an die Adresse von Regierungsrat Kölliker und Stadtrat Buschor

(vre) Der Streit zwischen der Stadt St.Gallen und dem Kanton über die Höhe des Schulgeldes für Talentschülerinnen und Talentschüler hat es in den Kantonsrat geschafft. Am Dienstag hakte das Parlament eine Interpellation von Patrizia Adam (CVP, St.Gallen), Christoph Bärlocher (CVP, Eggersriet) und Sandro Hess (CVP, Balgach) ab. Dabei zeigten sich die Interpellanten nicht befriedigt von der Antwort der Regierung.

Beim Streit geht's ums Schulgeld, das die Wohn- an die Standortgemeinde einer Talentschule entrichtet. Dieser Betrag ist nicht kostendeckend, was die Stadt St.Gallen veranlasste, bis ans Bundesgericht zu prozessieren. Dieses schützte die kantonale Regelung. Als Reaktion darauf nimmt St.Gallen keine auswärtigen Talente mehr auf, weshalb der Kanton ihr die Anerkennung entzogen hat. An die Stelle der Talentschule der Stadt tritt für regionale Talente - vorläufig nur im Sport - eine Privatschule. 

Christoph Bärlocher (CVP, Eggersriet) nimmt am Dienstag im Kantonsrat Stellung zum Streit zwischen Kanton und Stadt St.Gallen über das Schulgeld für die Talentschule.

Christoph Bärlocher (CVP, Eggersriet) nimmt am Dienstag im Kantonsrat Stellung zum Streit zwischen Kanton und Stadt St.Gallen über das Schulgeld für die Talentschule.

Screenshot: Facebook (19.5.2020)

Für die Interpellanten nahm am Dienstag Christoph Bärlocher im Kantonsrat Stellung. Dabei kritisierte der CVP-Mann den kantonalen Bildungsdirektor Stefan Kölliker und den städtischen Schuldirektor Markus Buschor. Die Situation für die Sporttalente der Region und ihre Vereine sei unhaltbar. Und trotzdem fehle den beiden verantwortlichen Bildungspolitikern der Wille, sich an einen Tisch zu setzen.

Bärlocher wörtlich: «Lieber versteckt man sich hinter Paragrafen und Gesetzesartikeln, statt zusammen eine einvernehmliche Lösung zu finden.» Eine umliegende Gemeinde ohne Oberstufe zahle der Stadt St.Gallen 21'500 Franken für die Beschulung eines Schülers. Warum sich das kantonale Bildungsdepartement krampfhaft am Schulgeld von 11'000 Franken für einen externen Talentschüler in einer Regelklasse klammere, sei sogar umliegenden Gemeinden schleierhaft.

Der Streit führe dazu, dass Sporttalente der Stadt nicht mehr mit jenen der Region zusammen beschult würden. Wo sich der Mehrwert verstecke, sei schleierhaft, kritisierte CVP-Kantonsrat Bärlocher. Spannend sei auch, dass die Privatschule pro Sporttalent 19'800 Franken erhalte, also mehr als die staatlichen Schulen: «Die Verwirrung ist total.» Nachdem die Politik sich nicht bewege, könne man nur hoffen, dass die Schulen jetzt eine gute Lösung fänden, sagte Christoph Bärlocher im Kantonsrat.

Mittwoch, 20. Mai - 14:40 Uhr

Neuer Vorstoss im Stadtparlament: Braucht's eine Hotline für Private mit Corona-Finanzproblemen?

(vre) SVP-Stadtparlamentarierin Karin Winter-Dubs macht sich in einer am Dienstag im Stadtparlament eingereichten Einfachen Anfrage Gedanken über die finanziellen Folgen der Coronakrise für Working Poor in der Stadt St.Gallen. Sie regt im Vorstoss an, für diese Personen eine vom Sozialamt unabhängige Hotline einzurichten, bei der sie sich für Hilfe melden können.

Unabhängig vom Sozialamt soll diese Hotline arbeiten, weil Winter-Dubs vermutet, dass viele jener, die Vollzeit arbeiten und trotzdem an der Armutsgrenze leben, sich scheuen, Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. In einer Ausnahmesituation wie der Coronakrise könne das dazu führen, dass diese Personen durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit in noch grössere finanzielle Schwierigkeiten gerieten.

Das Phänomen der Armut trotz Arbeit (Working Poor) ist nach Meinung von Fachleuten in der Schweiz relativ weit verbreitet.

Das Phänomen der Armut trotz Arbeit (Working Poor) ist nach Meinung von Fachleuten in der Schweiz relativ weit verbreitet.

Symbolbild: Gaetan Bally/KEY

Vom Stadtrat will die SVP-Stadtparlamentarierin konkret wissen, ob es Zahlen über die Working Poor in St.Gallen gibt und wie der Stadtrat gedenkt, ihnen zu helfen. Und natürlich soll sich die Stadtregierung auch zur Idee äussern, vorübergehend eine Hotline für diese Personen einzurichten. Ausgelöst hat den Vorstoss von Winter-Dubs eine Steuerstatistik, die ausweist, dass - ähnlich wie in anderen Städten - rund 17 Prozent der Pflichtigen in St.Gallen keine Steuern bezahlen müssen.

Coronakrise

SP fordert Unterstützung für Härtefälle

(vre) Schon Ende April hatte die SP/Juso/PFG-Fraktion im St.Galler Stadtparlament eine dringliche Interpellation für einen Fonds für Härtefälle wegen der Coronakrise eingereicht. Durch den Stadtrat beantwortet und vom Parlament diskutiert ist dieser Vorstoss noch nicht.

Wirbel ausgelöst hat er allerdings bereits: Dies weil das Parlamentspräsidium nach Einreichung mit drei zu sechs Stimmen bei zwei Enthaltungen der Interpellation die Dringlichkeit abgesprochen hat. Damit entfällt eine extra speditive Bearbeitung des Anliegens. In die Kritik geriet in dem Zusammenhang Parlamentspräsident Beat Rütsche (CVP), nachdem er den Vorstoss als unnötig und die Ablehnung der Dringlichkeit als sachlich richtig qualifiziert hatte.

Finanzielle Unterstützung daraus sollen Private, Gewerbler sowie soziale und kulturelle Institutionen erhalten, welche durch die Anti-Corona-Massnahmen und trotz der Entschädigungen des Bundes in ihrer Existenz gefährdet sind. Hilfe sollen so auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Tief- und Niedriglohnsektor erhalten, die bereits der Wegfall von 20 Prozent des Einkommens bei Kurzarbeit in Not bringt. 

Mittwoch, 20. Mai - 11:16 Uhr

Klimawandel ernst nehmen: St.Gallen tritt als Erstunterzeichner der nationalen «Klima- und Energie-Charta» bei

(sk/vre) Schweizer Städte und Gemeinden geben in der «Klima- und Energie-Charta» ein gemeinsames Bekenntnis zu einem engagierten und wirkungsvollen Klimaschutz ab. Da sich die Leitsätze und Hauptziele der Charta mit der Klima- und Energiestrategie der Stadt St.Gallen decken, hat der Stadtrat jetzt gemäss Mitteilung beschlossen, dieser als einer von 13 Erstunterzeichnern beizutreten. 

Ausstoss von Treibhausgasen bis 2050 auf null reduzieren: Eine Massnahme dafür ist die Förderung erneuerbarer Energien etwa durch Fotovoltaik-Anlagen.

Ausstoss von Treibhausgasen bis 2050 auf null reduzieren: Eine Massnahme dafür ist die Förderung erneuerbarer Energien etwa durch Fotovoltaik-Anlagen.

Bild: Benjamin Manser (12.12.2015)

Mit der Ratifikation der Charta anerkennen Städte und Gemeinden den Klimawandel «als eine der grössten globalen Herausforderungen unserer Zeit». Sie bekennen sich gemäss Mitteilung zu den Pariser Klimazielen und unterstützen den Bundesrat, den Ausstoss an Treibhausgasen der Schweiz bis 2050 auf null zu reduzieren. Neben St.Gallen haben bereits Aarau, Baden, Basel-Stadt, Bern, Burgdorf, Landquart, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, Thun, Wil und Zürich die Charta unterschrieben.

Zu den Details der «Klima- und Energie-Charta» im Internet.

Mittwoch, 20. Mai - 10:59 Uhr

Coworking St.Gallen zügelt vom Bohl an die St.-Leonhard-Strasse: Neues Gemeinschaftsbüro in der ehemaligen Postsortierung

(pd/vre) Der nicht gewinnorientierte Verein Coworking bietet als St.Galler Pionier in diesem Bereich seit einigen Jahren am Bohl gemeinschaftlich nutzbare Arbeitsplätze an. Wegen der gestiegenen Nachfrage zügelt die Einrichtung jetzt an die St.-Leonhard-Strasse 45. Dort entstehen in einer ehemaligen Umschlaghalle der Post bis 1. Juli auf 484 Quadratmetern 45 Arbeitsplätze sowie Platz für Sitzungen, Workshops und Veranstaltungen.

In der alten Umschlaghalle der Post an der St.-Leonhard-Strasse 45 entsteht der neue Coworking-Space «Leo & Co».

In der alten Umschlaghalle der Post an der St.-Leonhard-Strasse 45 entsteht der neue Coworking-Space «Leo & Co».

Bild: PD (5.5.2020)

«Leo & Co», wie die Einrichtung gemäss Mitteilung heisst, schafft ein bisher in der St.Galler Innenstadt fehlendes Angebot an flexibel nutzbaren Büroarbeitsplätzen. Vermietet werden einzelne Arbeitsplätze, aber auch ganze Zonen für Teams. Rund die Hälfte der Plätze nutzen Unternehmen als fixen Bürostandort, die andere Hälfte wird tageweise oder monatsweise gebucht.

Leo & Co wird ab 1. Juli auf 484 Quadratmetern 45 flexibel nutzbare Büroarbeitsplätze und die dazugehörige Infrastruktur bieten.

Leo & Co wird ab 1. Juli auf 484 Quadratmetern 45 flexibel nutzbare Büroarbeitsplätze und die dazugehörige Infrastruktur bieten.

Bild: PD (5.5.2020)

Für viele ist Coworking eine Alternative zum Homeoffice. So nutzen kann es beispielsweise jemand, der heute täglich nach Zürich pendelt, neu aber einen Tag pro Woche in St. Gallen arbeiten will. Interessant ist das Angebot für viele Nutzerinnen und Nutzer, weil «Leo & Co» nicht nur die Vernetzung fördert, sondern regelmässig auch Anlässe über Innovation, Digitalisierung, neue Arbeitsformen und neue Arbeitsmethoden anbietet.

Hier geht's zu den Details zum Coworing-Space «Leo & Co» im Internet.

Dienstag, 19. Mai - 22:13 Uhr

Für die Sanierung der Stadtautobahn soll der Verkehr um zehn Prozent abnehmen: Umdenken Ja, aber in welche Richtung?

(mha) Linke wie bürgerliche Politiker im Stadtparlament wünschen sich Massnahmen, damit die Bevölkerung ihr Mobilitätsverhalten anpasst. Darüber, wie das konkret erreicht werden soll, gingen am Dienstag im Stadtparlament die Meinungen auseinander. Auslöser für die Debatte war eine Interpellation von Gallus Hufenus und Doris Königer (beide SP) über Massnahmen zur Verkehrsreduktion und Verkehrsverlagerung während der Sanierung der Stadtautobahn.

Während die Stadtautobahn saniert wird, muss der Verkehr zu Spitzenzeiten um zehn Prozent sinken. Da die meisten Fahrten auf der Autobahn auf Stadtgebiet beginnen und enden, ist hier vor allem die Stadtsanktgaller Bevölkerung gefragt. Auf die Notwendigkeit, andere Verkehrsmittel zu nutzen oder Spitzenzeiten zu vermeiden, soll eine Info-Kampagne aufmerksam machen. Hufenus hätte sich kreativere Ansätze gewünscht. Königer wünschte sich generell einen besseren Takt an den Stadtbahnhöfen; der Stadtrat müsse den Druck in Bern erhöhen.

Der Bau des Olma-Deckels bei St.Fiden (Bild) ist nur die Spitze des Eisbergs: In den nächsten Jahren wird die St.Galler Stadtautobahn grundlegend saniert. Die grosse Angst ist, dass es durch die Riesenbaustelle zum Verkehrskollaps kommen könnte.

Der Bau des Olma-Deckels bei St.Fiden (Bild) ist nur die Spitze des Eisbergs: In den nächsten Jahren wird die St.Galler Stadtautobahn grundlegend saniert. Die grosse Angst ist, dass es durch die Riesenbaustelle zum Verkehrskollaps kommen könnte. 

Bild: Urs Bucher (18.12.2019)

Auch Oskar Seger (FDP) befürwortete ein Umdenken. Dieses solle aber übergeordnet stattfinden. Als Begleitmassnahme zur Sanierung solle die Stadt Anreize schaffen, nicht reglementieren. Manuela Ronzani (SVP) wehrte sich dagegen, «Bürgerinnen und Bürger via Verbote zu erziehen». Marcel Baur foderderte für die Fraktion der Grünliberalen, der Stadtrat solle nochmals über die Bücher. Trotz der langen Vorlaufszeit habe er keine Lösungen für das Problem parat, etwa Umleitungen oder temporäre Sperrungen von Autobahneinfahrten.

Stadträtin Maria Pappa wies in ihrer Reaktion auf das Mobilitätskonzept hin. Es gebe die Richtung für die städtische Verkehrspolitik vor. Im Konzept würden Ursachen für die Probleme wie auch Lösungen dafür aufgezeigt. Es gehe darum, Verkehr zu vermeiden, zu verlagern und verträglich abzuwickeln. In Richtung der SVP hielt sie fest, dass auch die Mobilität gewisse Regeln brauche, um funktionieren zu können. Und: Das Bundesamt für Strassen (Astra) verfüge über Erfahrungen mit der Abwicklung von Baustellen wie jener für die Sanierung der Stadtautobahn.

Dienstag, 19. Mai - 21:59 Uhr

Mediterrane Nächte: Das Parlament diskutiert die Interpellation, CVP und SVP kritisieren den zu «zögerlichen» Stadtrat

(dwi) Der Stadtrat steht einem zweijährigen Pilotversuch für sogenannte «mediterrane Nächte» grundsätzlich positiv gegenüber, wie er in seiner Antwort auf eine dringliche Interpellation der Fraktionen von CVP/EVP, SVP, FDP, GLP und SP/Juso/PFG schreibt. Konkret geht es darum, dass bereits bewilligte Aussenflächen von Restaurants und Bars an Freitag- und Samstagabenden in den Monaten Juni bis August zwei Stunden länger bewirtschaftet werden dürfen. Die Antwort des Stadtrates wurde am Dienstag im Stadtparlament diskutiert.

Die gut besuchte Gartenbeiz des Restaurants News am Oberen Graben 8 in St.Gallen.

Die gut besuchte Gartenbeiz des Restaurants News am Oberen Graben 8 in St.Gallen.

Bild: Hanspeter Schiess (10.10.2019)

Dass die Stadtregierung erst 2021 nach einer gründlichen Auslegeordnung unter Einbezug der verschiedenen Interessengruppen mit Öffnungszeiten bis Mitternacht für Gartenbeizen starten will, bezeichnete Patrik Angehrn (CVP) als «zögerlich». Noch härter ins Gericht mit dem Stadtrat ging Donat Kuratli. Der Stadtrat habe keinen Mut. Das arg gebeutelte Gastgewerbe brauche Lösungen, und zwar jetzt, sagte der SVP-Parlamentarier. Der Stadtrat habe in all den Jahren, in denen über eine Belebung der Innenstadt diskutiert worden sei, nichts erreicht.

Stadträtin Sonja Lüthi hielt dagegen: Man folge in St.Gallen dem Beispiel der Stadt Thun. Auch dort habe der Prozess mit längeren Öffnungszeiten für Gartenbeizen lange gedauert. Weil man aber die Bevölkerung und ihre Interessen abgeholt habe, sei dem neuen Konzept dort am Schluss auch Erfolg beschieden gewesen - anders als in der Stadt Zürich.

Dienstag, 19. Mai - 21:47 Uhr
Wegen der Coronakrise tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag erneut in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Wegen der Coronakrise tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag erneut in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Bild: Ralph Ribi (28.4.2020)

Die Beschlüsse des Stadtparlaments auf einen Blick: Mediterranisierung, Spitex und die Stadtautobahn

(dwi/mha/vre) Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstagnachmittag seine 45. Sitzung der Amtsdauer 2017 bis 2020 durchgeführt. Aufgrund der Coronasituation wurde zum zweiten Mal in der Sporthalle Kruezbleiche getagt. Behandelt wurden ein Wahlgeschäft, zwei Sachvorlagen und vier parlamentarische Vorstösse.

  • Ombudsmann
    Georg Kramer ist auf den 1. Juni einstimmig zum neuen Ombudsmann der Stadt St.Gallen gewählt worden. Der 43-jährige promovierte Jurist und Rechtsanwalt tritt die Nachfolge von Daniela Ittensohn an.
  • Gartenbeizen
    Kontrovers diskutiert hat das Stadtparlament die Antwort des Stadtrats auf die überparteiliche dringliche Interpellation «Mediterrane Nächte». Der Stadtrat steht einem Pilotversuch mit längeren Öffnungszeiten von Gartenbeizen an Freitag und Samstagen im Sommer grundsätzlich positiv gegenüber. Separate Meldung siehe oben.
  • Leitungen
    Einstimmig hat das Parlament die Erneuerung der Wasser- und Erdgasleitungen in der Rorschacher Strasse (Abschnitt Blumenau- bis Singenbergstrasse) genehmigt. Der Investitionsanteil der Stadt beträgt 1,5 Millionen Franken.
  • Spitex
    Das Stadtparlament hat der Bildung einer Einheitsspitex als Aktiengesellschaft nach langer Debatte zugestimmt. Umstritten war die Rechtsform und das Fehlen eines Gesamtarbeitsvertrags (GAV) für die Angestellten. Fakultatives Referendum. Siehe separater Bericht auf «Tagblatt online».
  • Buslinie 11
    Das Postulat «Linie 11 auch am Sonntag» wurde vom Parlament mit 47 Ja- bei vier Nein-Stimmen und ohne Enthaltungen erheblich erklärt. Der Stadtrat muss zur Forderung nach dem Sonntagsbetrieb Stellung nehmen. Er tut dies in einem Gesamtbericht über seine Strategie zum künftigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs.
  • Trinkwasser
    Das Stadtparlament überwies das Postulat «Hat die Stadt im Notfall Wasser» einstimmig mit 52 Ja-Stimmen. Der Stadtrat wird dem Stadtparlament daher Bericht erstatten, wie die Versorgung mit Trinkwasser in Notlagen gewährleistet wird.
  • Stadtautobahn
    Die Urheber der Interpellation «Sanierung Stadtautobahn: Eine Chance, Pendlerströme besser zu verteilen» zeigten sich mit den stadträtlichen Antworten «mässig zufrieden». Die Votantinnen und Votanten sprachen sich in der folgenden Diskussion dann zwar mehrheitlich für ein Umdenken bei der Mobilität aus, waren aber ganz unterschiedlicher Meinung, wie man den Verkehr in Stosszeiten reduzieren könnte. Separate Meldung siehe oben.
Dienstag, 19. Mai - 21:21 Uhr

Die Fussgängerpasserelle im Riethüsli ist Geschichte: 

(vre) Die provisorische Fussgängerpasserelle über die Teufener Strasse im Riethüsli ist Geschichte. In der Nacht auf Dienstag wurde der Mittelteil des Übergangs in einer spektakulären Aktion innert zwei Stunden mit einem Pneukran demontiert. Während knapp 13 Jahren hatte die Fussgängerbrücke den Quartierteil im Nest mit Schulhaus und Kirche im Riethüsli verbunden. Den Abbruch mit der Kamera dokumentiert hat Marco Tedaldi:

Die Fussgängerpasserelle über die Teufener Strasse kurz vor dem Abbruch.
13 Bilder
Die Passerelle verband das Nest mit dem Teil des Riethüsli-Quartiers ennet der vielbefahrenen Teufener Strasse. Für Kinder war der Übergang Teil ihres Schulwegs.
Am Montagabend auf der Verzweigung Teufener- und Demutstrasse: Die Vorbereitungen für die Demontage des Mittelteils der Passerelle laufen.
Der Pneukran und der Tieflader, der das Brückenteil aufnehmen soll, sind in Position.
Die letzten Autos passieren vor dem Abbruch die Passerelle.
Der Kranarm wird ausgefahren.
Die Arbeiter auf der Brücke warten darauf, dass sie den Mittelteil der Passerelle an die Krantrossen hängen können.
Für die Aktion mussten die Fahrleitungen der VBSG abgeklemmt werden.
Der Kran hat die Passerelle am Haken.
Der Mittelteil der Passerelle wird langsam angehoben...
...und schwebt davon.
Das Mittelteil wird auf den Tieflader geladen. Die Passerelle im Riethüsli ist Geschichte.
Um 1.30 Uhr ist der Mittelteil der Passerelle im Riethüsli verschwunden.

Die Fussgängerpasserelle über die Teufener Strasse kurz vor dem Abbruch.

Bild: QV Riethüsli

Offiziell eingeweiht worden war die als Provisorium gedachte Passerelle am 5. Dezember 2007. Der Chüngel Oskar war der erste Passant auf dem Übergang. Das Eröffnungsband hatte zuvor der damalige Stadtrat Nino Cozzio zusammen mit der Zweitklässlerin Lena Gmünder durchschnitten. An diese und andere Episoden aus dem «Leben» der Passerelle erinnert im Internetauftritt des Quartiers Martin Wettstein.

Mit Eröffnung des Ruckhaldetunnels und Wegfall der Gleise parallel zur Teufener Strasse machte sich die Stadt an die Sanierung und die Umgestaltung dieser Strasse. Dass dabei die Passerelle durch drei neue Fussgängerstreifen mit Lichtsignalen ersetzt werden würden, war schon länger klar: Der Fussgängerübergang hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Er hätte für viel Geld saniert werden müssen, um nur schon zehn weitere Jahre stehen bleiben zu dürfen.

Die Fussgängerpasserelle im Riethüsli vor der Sanierung der Teufener Strasse. Noch ist das frühere Trassee der Appenzeller Bahn sichtbar.

Die Fussgängerpasserelle im Riethüsli vor der Sanierung der Teufener Strasse. Noch ist das frühere Trassee der Appenzeller Bahn sichtbar.

Bild: Reto Voneschen (25.8.2018)

Das Riethüsli-Quartier hatte gegen den Abbruchentscheid opponiert. Nachdem die Stadt über die Kosten für den Erhalt des Übergangs informiert hatte, akzeptierte man ihn schliesslich zähneknirschend. Dies obwohl sich vor allem viele Eltern gewünscht hätten, dass das Provisorium durch einen definitiven Fussgängerübergang hätte ersetzt werden können.

Eine Reportage mit Videos und weiteren Bildern zum Abbau der Passerelle im Riethüsli findet sich im Internet

Dienstag, 19. Mai - 19:34 Uhr

Mysteriöser Mann in St.Gallen gefunden: Kein Liebes-Happy-End

(pw) Mit einem Flyer hat eine junge Frau während einigen Tagen nach einem «mysteriösen Mann» gesucht, den sie bereits am 8. Februar kennen gelernt hatte. Auf dem A4-Blatt, welches sie unter anderem am Sockel des Vadian-Denkmals und an einer VBSG-Haltestelle auf dem Bahnhofplatz angebracht hatte, beschrieb die Frau ihre Begegnung mit dem «mysteriösen Mann» detailliert und bat um Hinweise bezüglich der Identität ihrer Bar-Bekanntschaft.

 Mit diesem Flyer wurde der Unbekannte gesucht.

 Mit diesem Flyer wurde der Unbekannte gesucht.

Bild: Facebook

Mittlerweile gingen nicht nur zahlreiche Tipps bei ihr ein – auch der «mysteriöse Mann» selber hat sich bei der Frau gemeldet, wie sie auf Anfrage von «Tagblatt online» schreibt: «Doch leider ist er bereits vergeben.» So kommt die kreative Suchaktion also nicht zu einem Happy End. Immerhin habe sie jetzt Gewissheit, sagt die junge Frau. «Denn, wie sagt man so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.»

Dienstag, 19. Mai - 15:01 Uhr

Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma bei Zwischenfall mit Autofahrer leicht verletzt: Stadtpolizei sucht Zeugen

(stapo/pw) Am Montagmittag ist es in St.Gallen auf der Verzweigung der Speicher- mit der Wildeggstrasse zu einem Zwischenfall mit einem Autofahrer gekommen. Ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma, der den Verkehr lenkte wurde dabei leicht verletzt. Das Mann war gemäss Mitteilung der Stadtpolizei aus noch unklaren Gründen gestürzt. Dabei verletzte er sich an der Hand. 

Der Vorfall mit einem Leichtverletzten vom Montagmittag ereignete sich auf der Verzweigung der Speicher- mit der Wildeggstrasse.

Der Vorfall mit einem Leichtverletzten vom Montagmittag ereignete sich auf der Verzweigung der Speicher- mit der Wildeggstrasse.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen
(18.5.2020)

Da die Aussagen der Beteiligten über den Ablauf des Vorgangs widersprüchlich sind, sucht die Polizei jetzt Zeugen. Wer Angaben machen kann, wird in einer Mitteilung gebeten, sich bei der Stadtpolizei unter 071'224'60'00 zu melden.

Dienstag, 19. Mai - 11:40 Uhr

Gordon-Bennett-Cup startet 2022 in der Ostschweiz: Ballonfahrer der ganzen Welt treffen sich in St.Gallen

(pd/vre) Weil Laurent Sciboz und Nicolas Tièche aus Freiburg 2019 den Gordon-Bennett-Cup gewonnen haben, kann die Schweiz jetzt die Langdistanz-Weltmeisterschaft der Gasballonfahrer ausrichten. Die 65. Austragung des Coupe Aéronautique Gordon Bennett findet im Spätsommer 2022 in der Stadt St.Gallen statt. Der Anlass landet damit zum dritten Mal im Kanton St.Gallen und der Ostschweiz: 1995 starteten die Ballone in Wil, 2012 in Ebnat-Kappel im Toggenburg.

Start zum 63. Coupe Aéronautique Gordon Bennett im französischen Montbéliard.

Start zum 63. Coupe Aéronautique Gordon Bennett im französischen Montbéliard.

Bild: PD (13.9.2019)

Vorbereitet wird das Ballonrennen gemäss Mitteilung von einer Gruppe um Walter T. Vogel. Sie machte sich nach dem Sieg der Freiburger sofort an die Ausarbeitung einer Bewerbung und erhielt jetzt die Zusage für die Stadt St.Gallen. Das Organisationskomitee nutzt die Erfahrung aus vergangenen Gordon-Bennett-Durchführungen. Es wird dabei von Ostschweizer Ballonclubs wie auch von der Stadt St.Gallen unterstützt.

Mit der Langdistanz-Weltmeisterschaft der Gasballone findet ein  sehr spezieller internationaler Anlass in St.Gallen statt. Der Gordon-Bennett-Cup wurde seit 1906 bereits 63 Mal durchgeführt. Er gilt heute als ältester und prestigeträchtigster Anlass der Luftfahrt. Zentrales Anliegen der Organisatoren für 2022 ist es daher gemäss Mitteilung auch, die Bevölkerung der Ostschweiz in den Anlass einzubinden.

Hier geht's zu den Details des Gordon-Bennett-Cups im Internet.

Dienstag, 19. Mai - 10:40 Uhr

Der sechste St.Galler Stadtsegen zu Zeiten des Coronavirus: Violine und Gesang vom Turm der Kirche St.Maria Neudorf

(pd/vre) Bereits zum sechsten Mal ist am Sonntag der St.Galler Stadtsegen gerufen worden. Cityseelsorgerin Ann-Katrin Gässlein und Violinistin Illaria Sieber-Pedrotti waren dabei auf dem Turm der Kirche St.Maria Neudorf im Osten der Stadt aktiv. Und idas war gleich auch noch eine Premiere, wie es in der Mitteilung dazu heisst: Gässlein sang den Segen nämlich zu den Klängen der Violine. Im Video wird zuerst die Aussicht vom Kirchturm präsentiert, ab Minute 2:46 folgt der Segensruf. 

Die städtische Reihe der Segensrufe zu Coronazeiten wird fortgesetzt. Am kommenden Sonntag, 20 Uhr, ist das Ritual, das sich am traditionellen Alpsegen orientiert, voraussichtlich ab dem Turm der Stadtkirche St.Laurenzen zu hören. Für Pfingsten soll etwas Besonderes als Stadt- und Landsegen geboten werden: Eventuell kann er ins «Pfingstbrausen» des Seelsorgeteams Straubenzell eingebunden und zusammen mit einer Bläsergruppe gestaltet werden.

Dienstag, 19. Mai - 10:03 Uhr

Zitterpartie für die Organisatoren: Noch ist bezüglich der Sommerkinos in der Region St.Gallen alles offen

(vre) Open-Air-Kinos gehören in Stadt und Region St.Gallen seit langem zur Sommerzeit. Weil es halt schon einen speziellen Reiz hat, seinen Lieblingsfilm an einem lauschigen Plätzchen unter dem Sternenhimmel zu schauen. Normalerweise beginnt die Saison der sommerlichen Freiluftkinos im Juli und endet mit dem Solarkino Ende August, Anfang September. In diesem Jahr ist alles anders und vieles noch unsicher.

Das Open-Air-Kino auf dem Adolph-Saurer-Quai in Arbon gehört zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen dieser Art in der Schweiz.

Das Open-Air-Kino auf dem Adolph-Saurer-Quai in Arbon gehört zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen dieser Art in der Schweiz.

Bild: Michel Canonica (19.7.2018)

Anders als andere grosse Freiluftveranstaltungen sind die drei Open-Air-Kinos in Stadt und Region noch nicht abgesagt - nämlich jenes am See in Arbon, jenes des Kinok im Innenhof der Lokremise und das Solarkino an wechselnden Standorten. Ob sie durchgeführt werden können, hängt vom nächsten Lockerungsschritt bei den Anti-Corona-Massnahmen ab. Der Bundesrat will sich dazu nächste Woche äussern. Das Open-Air-Kino im St.Galler Kantipark findet seit 2019 nicht mehr statt.

Das Sommerkino im Innenhof der Lokremise.

Das Sommerkino im Innenhof der Lokremise.

Bild: PD (17.7.2019)

Zeitlich bereits reagiert haben die Organisatoren des Open-Air-Kinos in Arbon. Sie wollen den Anlass terminlich rund anderthalb Monate nach hinten schieben. Angedacht ist eine Durchführung vom 18. August bis 27. September, wobei eine Verschiebung ausdrücklich noch möglich ist. Wieder angeboten wird gemäss Internetauftritt auch die Möglichkeit, mit einem Sammeltransport von Sprenger-Taxi nach dem Film nach St.Gallen zurückzufahren.

Das Solarkino 2019 auf der St.Galler Kreuzbleiche.

Das Solarkino 2019 auf der St.Galler Kreuzbleiche.

Bild: PD

Auch beim Open-Air-Kino in der Lokremise ist noch alles offen. Wir hoffen natürlich immer noch, dass wir es durchführen können, sagt dazu Andreas Stock vom Team des St.Galler Studiokinos Kinok. Das hänge aber voll und ganz von den Auflagen ab, die der Bundesrat für die Art Veranstaltungen machen werde. Gleich tönt es im Internetauftritt des Solarkinos: «Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es immer noch eine berechtigte Hoffnung, dass das 9. Solarkino in St.Gallen stattfinden kann.» Die Organisatoren warten für weitere Schritte auf die Bundesratsentscheide vom 27. Mai.

Montag, 18. Mai - 19:49 Uhr

Mysteriöser Mann in St.Gallen gesucht

(tn) Ein Freund Namens Samuel, Luftküsse und ein Tattoo mit roten Linien: So steht es auf einem Zettel, der am Montag beim Hauptbahnhof St.Gallen gesichtet wurde. Auf dem dicht beschriebenen A4-Blatt erzählt eine  junge Frau, wie sie sich im St.Galler Nachtleben in einen ihr unbekannten Mann verguckt hat. Und sie möchte ihn unbedingt wiedersehen und näher kennenlernen.

Das Ganze hatte sich am 8. Februar ereignet, der Zettel ist aber erst am Wochenende etwa am Sockel des Vadian-Denkmals aufgetaucht. Vielleicht erst jetzt wegen des Corona-Lockdowns? Oder weil andere Versuche, den «mysteriösen Mann» zu finden, fehlgeschlagen sind? Auch im Internet findet sich der Flyer. Doch lesen Sie selbst in untenstehendem Screenshort oder auf Facebook:

Montag, 18. Mai - 17:22 Uhr

Sportamt beantwortet häufige Frage zu Zeiten des Coronavirus: Was passiert mit den Abos für Hallen- und Freibäder?

(sk/vre) Was passiert eigentlich mit bereits gelösten Abos für die Hallen- und Freibäder der Stadt während der Zeit des Corona-Lockdowns? Verfallen die einfach? Mit dieser Frage wird das städtische Sportamt oft konfrontiert. So häufig zumindest, dass es jetzt in einem Newsletter Klarheit dazu schafft. Und die Stadt St.Gallen ist bei diesem Thema grosszügig.

Wann die Stadtsanktgaller Freibäder - im Bild jenes im Lerchenfeld - die Sommersaison starten könne, ist aufgrund der Coronakrise noch offen.

Wann die Stadtsanktgaller Freibäder - im Bild jenes im Lerchenfeld - die Sommersaison starten könne, ist aufgrund der Coronakrise noch offen. 

Adriana Ortiz Cardozo

Grundsätzlich gilt, dass bereits gelöste Abos automatisch um die Zeit verlängert werden, welche die Anlagen geschlossen waren. Berechnet wird die Zahl der Tage, für die das der Fall sein wird, vom 17. März an bis zur Wiedereröffnung. Wann diese erfolgen kann, ist noch offen. Näheres dazu soll der Bundesrat Ende Monat kommunizieren. Die Hoffnung ist, dass die Bäder am 8. Juni wieder aufgehen dürfen.

Wer ein Abo für ein Hallen- oder Freibad der Stadt besitzt, muss nichts unternehmen. «Bestehende Abos werden automatisch verlängert», heisst es im Newsletter. Die Stadt informiert die Eigentümer. Neue Abonnemente hingegen werden erst wieder ausgestellt, wenn die Anlagen wieder offen sind. Der «Sommer(s)pass» für alle Freibäder der Stadt wird preislich der verkürzten Geltungsdauer angepasst. Weitere Infos dazu gibt's, sobald klar ist, wann die Badis öffnen können.

Montag, 18. Mai - 16:16 Uhr

Schnider AG aus Engelburg rundet mit einer Übernahme in Herisau das Einzugsgebiet und die Angebotspalette ab

(pd/vre) Das Transport- und Recyclingunternehmen Schnider AG mit Sitz in Engelburg übernimmt auf 1. Juni die Nahverkehrsangebote der Frischknecht Transport AG in Herisau. Die Giezendanner Transport AG aus Rothrist wiederum übernimmt den Silo-Bereich der Frischknecht AG. Die zwölf davon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von den neuen Eigentümern weiter beschäftigt. Und auch der Standort Herisau soll gemäss Mitteilung erhalten bleiben.

Frischknecht blickt auf eine 138-jährige Firmengeschichte zurück. Der durch seine blauen Lastwagen bekannte Betrieb wird bereits in der vierten Generation von Thomas und Hans-Peter Frischknecht geführt. Sie übergeben den Transportteil an zwei andere Familienunternehmen. Obwohl der Schritt nicht leichtfalle, sei dies die richtige Entscheidung für das Unternehmen und dessen Zukunft, werden die beiden Brüder in der Mitteilung zitiert.

Eine Anlage zur Abfalltrennung bei der Schnider AG in Engelburg.

Eine Anlage zur Abfalltrennung bei der Schnider AG in Engelburg.

Bild: Hannes Thalmann

Die Schnider AG Transporte und Recycling ist ein in der weiteren Region bekannter Anbieter von Dienstleistungen im Transport-, Recycling- und Entsorgungsbereich. Der Betrieb beschäftigt über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es verfügt über 28 Lastwagen. Mit der Frischknecht AG arbeitete Schnider sei Jahren zusammen.

Mit der Übernahme der Frischknecht-Sparten Muldenservice, Recycling-Kies, Kipper, Winterdienst, Pferdemist- und Klärschlamm-Transporte kann die Schnider AG gemäss Mitteilung vom Mittwoch ihr Angebot stärken und ihr Einzugsgebiet im Appenzellerland erweitern. Herisau sei die ideale Ergänzung zu den bestehenden Standorten Engelburg und Sulgen TG.

Montag, 18. Mai - 15:59 Uhr

Stadt baut trotz A1-Sanierung weiter an ihrem Strassennetz: Stadträtin Maria Pappa zu Kritik des TCS und des Gewerbes

(mha/vre) Bei Stau auf der Stadtautobahn weichen viele Autofahrer auf das städtische Strassennetz aus. Doch in Spitzenzeiten ist dieses selbst schon sehr gut ausgelastet und schnell einmal überlastet. Zudem löst sich ein Stau innerhalb der Stadt erfahrungsgemäss langsamer auf als auf der Autobahn. Strassenbaustellen behindern den Verkehrsfluss zusätzlich.

Die TCS-Regionalgruppe St.Gallen und Umgebung monierte bereits an ihrer Hauptversammlung vom Frühling, dass die Stadt während der Autobahnsanierung Strassenbauprojekte umsetze. Auch das Gewerbe bat den Stadtrat bereits bei mehreren Anlässen, während der Sanierung der Stadtautobahn auf grössere Projekte zu verzichten.

Generalprobe für den Umbau der Zürcher Strasse in der Lachen: Im Sommer 2018 wurde eine neue Fernwärmeleitung verlegt. In Vorbereitung ist ein Projekt zur Sanierung und Neugestaltung der Strasse. Es wird seit einiger Zeit durch einen Rechtsstreit verzögert.

Generalprobe für den Umbau der Zürcher Strasse in der Lachen: Im Sommer 2018 wurde eine neue Fernwärmeleitung verlegt. In Vorbereitung ist ein Projekt zur Sanierung und Neugestaltung der Strasse. Es wird seit einiger Zeit durch einen Rechtsstreit verzögert.

Bild: Reto Voneschen (13.7.2018)

«Wir hatten relevante Strassenbaustellen so geplant, dass sie vor Beginn der Sanierung der Stadtautobahn fertig gewesen wären», antwortet die städtische Baudirektorin Maria Pappa auf Nachfrage. Für die Planung müssen bei kantonalen und städtischen Bauprojekten zuerst politische Prozesse durchlaufen werden. Danach folgen die öffentlichen Auflagen, auf die Einsprachen. Und das kann - ausserhalb des Einflussbereichs von Stadtrat und Stadtverwaltung - zu Verzögerungen führen.

«Mit der Neugestaltung der Zürcher Strasse in der Lachen waren wir gut dran. Nun verzögern aber Einsprachen das Projekt. Und das können wir nicht beeinflussen», gibt Maria Pappa ein praktisches Beispiel. Auch finanzpolitisch sei es nicht sinnvoll, notwendige Strassensanierungen zu verschieben. «Vernachlässigt man den Unterhalt, saniert also zu spät, steigen die Kosten. Saniert man eine Strasse aber zu früh, vernichtet man den vorhandenen Restwert.»

Montag, 18. Mai - 12:02 Uhr

Kantonspolizei unterbindet motorisierte Balzfahrten: Verzeigungen und stillgelegte Autos nach Poser-Kontrollen

(kapo/vre) Sie sind zwar nicht ausschliesslich ein Corona-Phänomen, haben aber vom Gefühl her zahlenmässig zugenommen, die meist jungen Autolenker, die mit sehr viel PS und Lärmentwicklung auf sich aufmerksam machen wollen. Diesen Sonntag, 12.30 bis 23.30 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen in den Regionen Rorschach, Gossau und Wil eine Schwerpunktkontrolle durchgeführt gegen solche «Balzfahrten», wie das früher im Polizeijargon hiess.

Dabei wurden an verschiedenen Orten Autoposer, wie das heute heisst, gestoppt und wegen nicht vorschriftsgemässer Fahrzeuge sowie rücksichtsloser Fahrweise kontrolliert. Dabei wurden Polizeipatrouillen von Spezialisten des Strassenverkehrsamtes unterstützt. Sie führten technische Überprüfungen und in einigen Fällen Lärmmessungen an den Fahrzeugen durch.

Lenker, die in technisch veränderten Fahrzeugen zu schnell, zu laut und zu forsch unterwegs sind, müssen damit rechnen, von der Kantonspolizei kontrolliert zu werden.

Lenker, die in technisch veränderten Fahrzeugen zu schnell, zu laut und zu forsch unterwegs sind, müssen damit rechnen, von der Kantonspolizei kontrolliert zu werden.

Symbolbild: Kantonspolizei SG

Insgesamt wurden bei der Aktion gemäss Mitteilung der 21 Personen angezeigt (vier in der Region Gossau und Wil, 17 in der Region Rorschach). Bei diversen Fahrzeugen wurden technische Mängel, wie fehlerhafte und manipulierte Auspuffanlagen oder lackierte Heckleuchten und andere unerlaubte technische Abänderungen etwa an Fahrwerken festgestellt. Zwei Autos wurden deswegen stillgelegt.

Sechs Halter müssen Mängel an ihren Fahrzeugen beheben und nochmals zur Kontrolle antreten. Ein 37-Jähriger Mann wurde bei einer der Poser-Kontrolle gestoppt, weil er innerorts mit 69 statt den erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs war. Zudem war sein Auto zu laut: Gemessen wurden 102 statt der erlaubten 90 Dezibel. Die Kantonspolizei kündigt an, dass sie Kontrollen gegen Autoposer weiterführen wird. Auch in Rorschach, wo sich ein Schwerpunkt für Balzfahrten gebildet hat.

Montag, 18. Mai - 11:03 Uhr

Daniela Sandmeier ist seit 40 Jahren beim Grossverteiler tätig: Verkäuferin mit Leib und Seele

(pd/vre) Ein ungewöhnliches Arbeitsjubiläum kann dieser Tage Daniela Sandmeier feiern: Sie ist seit 40 Jahren beim Grossverteiler Coop als Verkäuferin tätig. Seit 2002 ist ihr Arbeitsort der Gallusmarkt im Osten der Stadt St.Gallen. Die 57-Jährige ist allerdings auch noch von einem ihrer Hobbys her öffentlich bekannt: Sie strickt kleine Stofftiere, die Kindern zum Beispiel bei einem Spitalaufenthalt Trost spenden. Zudem unterstützt sie ehrenamtlich das Kinderspital St.Gallen.

Daniela Sandmeier hinter der Kasse im Gallusmarkt.

Daniela Sandmeier hinter der Kasse im Gallusmarkt.

Bild: Donato Caspari/PD

Ihre Ausbildung absolvierte die in Rorschacherberg lebende Daniela Sandmeier im ehemaligen Coop in Staad. Anschliessend arbeitete sie 22 Jahre lang in Rorschach. «Von Blumen über Molkerei bis hin zur Kasse habe ich dort alle Rayons kennengelernt und war später Abteilungsleiterin Früchte und Gemüse», wird sie in einer Coop-Mitteilung zitiert. Seit 2002 ist ihr Arbeitsplatz der Gallusmarkt und den schätzt sie sehr: «Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit.»

Montag, 18. Mai - 10:39 Uhr

Verkehrsbehinderungen zwischen Winkeln und Herisau: Bauarbeiten im Winkler Stich werden abgeschlossen

(SK/vre) Mit dem Einbau der Deckschicht beenden die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden nächste und übernächste Woche das umfangreiche Bauprojekt an der Appenzeller- und Heinrichsbadstrasse zwischen St.Gallen-Winkeln und Herisau. Zwischen dem 25. Mai und dem 9. Juni wird es deswegen zu verschiedenen Strassensperrungen kommen. 

Seit Sommer 2019 werden die Appenzellerstrasse im sogenannten Winkler Stich und die Heinrichsbadstrasse (Bild im Sommer 2019) auf Herisauer Gemeindegebiet aufwendig saniert und ausgebaut. Ende Mai, Anfang Juni wird das Projekt abgeschlossen.

Seit Sommer 2019 werden die Appenzellerstrasse im sogenannten Winkler Stich und die Heinrichsbadstrasse (Bild im Sommer 2019) auf Herisauer Gemeindegebiet aufwendig saniert und ausgebaut. Ende Mai, Anfang Juni wird das Projekt abgeschlossen.

Die abschliessenden Belagsarbeiten erstrecken sich zeitlich über drei Wochen. Betroffen von den dafür nötigen Sperrungen sind sowohl die Hauptachse von Winkeln nach Herisau als auch die einmündende Heinrichs- und die Schützenstrasse. Einschränkungen gibt es dabei auch für den Busverkehr. Vom 27. bis 29. Mai sind davon auch Fuss- und Veloverkehr auf Appenzeller- und St.Gallerstrasse betroffen.

  • Im ersten Schritt ist der Einlenker Schützenstrasse vom 26. Mai, 8 Uhr, bis 27. Mai, 5 Uhr, für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert.
  • Vom 27. bis 29. Mai wird die Deckschicht auf dem Geh- und Radweg Appenzeller- und St.Gallerstrasse eingebaut. Für Fussgängerinnen und Velofahrer ist eine Umleitung via Gübsensee signalisiert.
  • Auf der Appenzeller- und Heinrichsbadstrasse wird ab Samstag, 6. Juni, 20 Uhr, bis Montag, 8. Juni, 5 Uhr, gebaut; dafür ist eine Vollsperrung nötig. Autos werden über Gossau umgeleitet.
  • Vom 8. Juni, 7 Uhr, bis 9. Juni, 5 Uhr, bleibt der Einlenker Heinrichsbadstrasse gesperrt. Eine Umleitung via Zentrum Herisau wird signalisiert.
  • Zu Unterbrüchen sowie Fahrplan- und Routenänderungen kommt es in der Bauphase zwischen dem 26. Mai und 9. Juni zeitweise auch auf den Buslinien 158 (von Engelburg nach Herisau) und 173 (Herisau-Bahnhof nach Herisau-Migros/Spital).

Witterungsbedingt können sich die von den Kantonen angekündigten Sperrungen verschieben. Informationen dazu finden sich auf der Website des St.Galler Tiefbauamtes.

Montag, 18. Mai - 9:49 Uhr

Märlistation auf dem St.Galler Blumenmarkt ist wieder offen

(pd/vre) Katy Rohner und Anja Weiss-Gehrer freuen sich. Und die Initiantinnen der Märlistation haben auch Grund dazu: Ab Montag ist es nämlich wieder möglich, in der alten Telefonzelle auf dem St.Galler Blumenmarkt Geschichten zu hören. Die Einrichtung war, wie so viele andere, wegen des Coronavirus seit Mitte März geschlossen. Geöffnet werden darf sie jetzt auch nur mit verschärften Auflagen: So wir die Märlistation neu zweimal statt nur einmal am Tag geputzt und desinfiziert.

Nach einer coronabedingten Pause (Bild) ist die Märlistation auf dem St.Galler Blumenmarkt ab heute Montag wieder für Kinder zugänglich.

Nach einer coronabedingten Pause (Bild) ist die Märlistation auf dem St.Galler Blumenmarkt ab heute Montag wieder für Kinder zugänglich.

Bild: Urs Bucher (21.12.2019)

Die St.Galler Märlistation ist von Montag bis Samstag, 7 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 9 bis 18 Uhr, geöffnet.

Montag, 18. Mai - 9:33 Uhr

Diesjähriger Schweizer Vorlesetag findet am 27. Mai online statt: Auch Marco Fritsche liest eine Geschichte vor

(pd/vre) Der Schweizer Vorlesetag findet dieses Jahr vor allem im Internet statt. Über 30 Schweizer Persönlichkeiten aus allen Landesteilen unterstützen den Vorlesetag als Botschafterinnen und Botschafter, indem sie online eine Geschichte vorlesen. Der Vorlesetag ist eine Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien und vielen anderen Partnern.

Marco Fritsche ist einem breiten Publikum vor allem als Moderator der Kuppelsendung «Bauer, ledig, sucht...» bekannt.

Marco Fritsche ist einem breiten Publikum vor allem als Moderator der Kuppelsendung «Bauer, ledig, sucht...» bekannt.

Bild: Njazi Nivokazi/3+ (14.5.2018)

Am 27. Mai, ab 10 Uhr, hat im Internet jede halbe Stunde ein Vorlese-Video Premiere. Die Videos sind dann bis Ende Juli einsehbar. Den Startschuss zur Aktion gibt Fernsehmann, Journalist und Autor Arthur Honegger mit einer Lesung «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer». Der einzige Ostschweizer Promi am Vorlesetag ist der Appenzeller Journalist und Moderator Marco Fritsche. Er liest am 17. Mai, 11 Uhr, aus dem Buch «Totsch» von Sunil Mann.

Montag, 18. Mai - 8:33 Uhr

Am Dienstag tagt das Stadtparlament wieder in der Sporthalle: Mediterrane Nächte, Einheitsspitex und fünf kleinere Geschäfte

(vre) Am Dienstag, ab 16 Uhr, findet die 45. Sitzung des Stadtparlaments in der Amtsdauer 2017 bis 2020 statt. Aufgrund der aktuellen Situation tagt das Parlament bereits das zweite Mal in der Sporthalle Kreuzbleiche - ohne Publikum, dafür mit einer Live-Übertragung im Internet. Die Sitzung findet mit «open End» statt. Das heisst, diskutiert wird ohne Rücksicht auf die Uhrzeit bis alle Traktanden abgehakt sind.

Erstmals traf sich das St.Galler Stadtparlament Ende April zu einer coronakonformen Sitzung in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Erstmals traf sich das St.Galler Stadtparlament Ende April zu einer coronakonformen Sitzung in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Bild: Gian Ehrenzeller/KEY
(28.4.2020)

Auf der Traktandenliste figurieren sieben Geschäfte; die Vorlage über die Neuordnung der Partizipation und das Postulat über die Velostadt sind verschoben. Hauptbrocken ist die Zusammenfassung der bisher vier Spitexorganisationen in der Stadt in einer einheitlichen Organisation, der Spitex St.Gallen AG. Dazu kommen die Wahl des Ombudsmanns, die Sanierung von Leitungen in der Rorschacher Strasse und drei Vorstösse.

Am Anfang diskutiert das Stadtparlament über ein Reizthema, wobei es dies weniger fürs Parlament, aber sicher für Bewohner der Altstadt ist. Es geht um die dringliche Interpellation für mediterrane Nächte. Vier von fünf Fraktionen im Parlament verlangten ursprünglich schon für diesen Sommer einen Versuch mit verlängerten Öffnungszeiten für Gartenbeizen. Das wird angesichts der Coronakrise wohl nicht möglich sein, heisst es in der Interpellationsantwort des Stadtrats.

Die Sitzung des St.Galler Stadtparlaments in der Sporthalle Kreuzbleiche wird per Livestream im Internet übertragen und wie üblich von einem Live-Ticker der Stadtkanzlei begleitet. Hier geht's zu diesen Angeboten.

Sonntag, 17. Mai - 15:33 Uhr

Gartenbeiz auf öffentlichem Boden: In der Stadt wurden 15 Gesuche bewilligt

(sab) Vier Sitzplätze pro Tisch, zwei Meter Abstand zum Nebentisch. Seit Montag können Restaurants und Bars mit diesen Regeln wieder öffnen. Für einige Gastronomen genügt dies nicht, um mit Gewinn wirten zu können. Die Stadt hat deshalb Anfang der Woche bekanntgegeben, dass Wirte mit einem Gesuch auch öffentlichen Boden in Anspruch nehmen können und so ihre Gartenbeiz ausdehnen können.

Wieder in die Gartenbeiz: Menschen geniessen am Samstag in St.Gallen das Leben draussen.

Wieder in die Gartenbeiz: Menschen geniessen am Samstag in St.Gallen das Leben draussen.

Bild: Benjamin Manser

«Bisher wurden 15 Anliegen bezüglich erweiterter Nutzung des öffentlichen Raumes durch Gastrobetriebe an uns gemeldet. Alle Anliegen wurden vor Ort begutachtet und sogleich bewilligt», sagt Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen auf Anfrage.

Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen

Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen

Bild: PD

Der Verein «Nacht Gallen», der sich für ein lebendiges Nachtleben in St.Gallen einsetzt, ist erfreut von den schnellen und unbürokratischen Massnahmen des St.Galler Stadtrates über die Ausdehnung der Aussenterassen.

Auf Facebook schreibt «Nacht Gallen» aber auch: «Wir hätten den Stadtrat jedoch gerne noch etwas mutiger gesehen, so dass auch Gastronomiebetriebe, ohne eine Baubewilligung für eine Aussenbestuhlung oder begrenzten Platzverhältnissen, grosszügig rausstuhlen können.»

«Den diese Betriebe werden nun auf den Sommer hin doppelt bestraft.»

Zahlreiche Gastronomen wollten zudem Parkplätze vor den Bars und Beizen in Anspruch nehmen. Doch würden die Parkplätze den Wirten verwehrt und stattdessen für Handwerker freigehalten. Darin sieht «Nacht Gallen» einen Widerspruch.

Ob der Stadtrat den Gastwirten weiter entgegenkommt, wird sich Anfang Woche zeigen. Denn am Samstag traf sich der Stadtrat zu einer ausserordentlichen Sitzung. Eines der Traktanden: Die Forderung der Gastronomen.

Samstag, 16. Mai - 17:33 Uhr

Ein Samstag fast wie zur Vor-Corona-Zeiten: Viele St.Gallerinnen und St.Galler auf Einkaufsbummel im Stadtzentrum

(vre) Es herrscht wieder so etwas Ähnliches wie Normalität, wenigstens tat es dies am Samstag auf den Gassen und Plätzen in der St.Galler Innenstadt. Nachdem das Stadtzentrum ab Mitte März an den Wochenenden ziemlich ausgestorben war, hat es sich diesen Samstag wieder gefüllt. So viele St.Gallerinnen und St.Galler waren schon lange nicht mehr unterwegs.

Blick die Marktgasse hinauf am Samtagvormittag. Die Menschenmassen sind noch nicht so dicht, wie vor dem Corona-Lockdown, so viele waren aber schon seit Wochen nicht mehr im Stadtzentrum unterwegs.
8 Bilder
Passantinnen und Passanten am Multertor.
Auch das ist wieder möglich: Käffelen in einer Strassenbeiz auf dem Bohl. Die Tische stehen wie vorgeschrieben schön weit auseinander.
Die Multergasse vor dem Bärenplatz.
Andrang an den Ständen des Wochen- und des ständigen Marktes.
Mit Kind, Kegel und Hund unterwegs.
Die überall aufgestellten Info-Tafeln mit den Verhaltensregeln gegen das Coronavirus erinnern daran, dass spezielle Zeiten sind.
Der Blick von der unteren Marktgasse in Richtung Marktplatz/Bohl am Samstagmittag.

Blick die Marktgasse hinauf am Samtagvormittag. Die Menschenmassen sind noch nicht so dicht, wie vor dem Corona-Lockdown, so viele waren aber schon seit Wochen nicht mehr im Stadtzentrum unterwegs.

Bild: Benjamin Manser (16.5.2020)

Viele Detailhändler dürfte der Andrang gefreut haben. Auch auf dem wegen der aktuellen Situation locker aufgestellten Wochenmarkt und an den Ständen des ständigen Marktes drängten sich - in den meisten Fällen mit dem gebührenden Zwei-Meter-Abstand - Kundinnen und Kunden.

Samstag, 16. Mai - 12:04 Uhr

Zwei Leichtverletzte bei Unfall auf der Zürcher Strasse

Blick auf die Unfallstelle an der Verzweigung Zürcher- und Lerchenfeldstrasse.

Blick auf die Unfallstelle an der Verzweigung Zürcher- und Lerchenfeldstrasse.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen
(15.5.2020)

(stapo/dwa) Am Freitag, kurz nach 14.30 Uhr, hat sich auf der Verzweigung Zürcher- und Lerchenfeldstrasse ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Autofahrer wollte von der Lerchenfeldstrasse nach links auf die Zürcher Strasse einbiegen. Dabei übersah der 73-jährige Mann ein auf der Hauptstrasse von links nahendes Auto. Es kam zu einer frontal-seitlichen Kollision, bei der sich laut Angaben der Stadtpolizei die vortrittsberechtigte Lenkerin und die Mitfahrerin des einbiegenden Wagens leicht verletzten.

Die beiden Unfallautos wurden stark beschädigt.

Die beiden Unfallautos wurden stark beschädigt.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen
(15.5.2020)

An beiden Fahrzeugen entstand beträchtlicher Sachschaden. Die Personenwagen mussten abgeschleppt werden.

Freitag, 15. Mai - 18:45 Uhr

Livestream aus Rotmonten: Peter Lenzin im Konzertgottesdienst, Melanie Adami und Claire Pasquier im heiteren Sonntagskonzert

(pd/vre) Sie werden langsam zur Gewohnheit, die Konzertgottesdienste aus der evangelischen Kirche Rotmonten. Und nachdem der Bundesrat eine Lockerung des Anti-Corona-Versammlungsverbots für Gottesdienste vorläufig abgelehnt hat, bleiben sie uns wohl im Livestream auf Youtube auch noch etwas erhalten. Diesen Sonntag, 10.30 Uhr spielt Saxofonist Peter Lenzin. Die Predigt beschäftigt sich damit, wie man mit Gott redet.

Am Sonntag, 17 Uhr, wird in einem Youtube-Livestream noch ein weiteres «heiteres Sonntagskonzert» geboten. Per Livechat wird es wieder möglich sein, Musikwünsche zu äussern, die von Melanie Adami und Claire Pasquier gespielt werden. Bisher, so heisst es in der Ankündigung des Anlasses, hätten die beiden «eigentlich so gut wie alle Wünsche» erfüllen können.

Freitag, 15. Mai - 17:21 Uhr

Ab nächsten Donnerstag ist die Grabenhalle wieder geöffnet: Halle soll als Beizen-Provisorium zum sozialen Treffpunkt werden 

(pd/vre) Wie viele andere Kulturbetriebe ist die St.Galler Grabenhalle vom Coronavirus betroffen und musste Ende März ihre Türen schliessen. Jetzt sollen diese wieder aufgehen, wenn auch für einen ungewohnten Zweck: Das Kollektiv, das die Grabenhalle führt, will die Vorgaben des Bundesrats für eine schrittweise Öffnung von Restaurants und Beizen anwenden. Die Halle sei von Grösse und Infrastruktur her «für eine teilweise und verantwortungsvolle Öffnung» ideal, heisst es in einer Mitteilung.

Das Grabenhalle-Kollektiv hat beschlossen, die Halle vorübergehend als Beiz zu betreiben. «Uns geht es nicht primär darum, schnell wieder Geld zu verdienen. Wir möchten mit dem Beizenbetrieb vielmehr einen sozialen Treffpunkt schaffen, wo man sich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder begegnen kann», wird in der Mitteilung Kollektivmitglieder Matthias Fässler zitiert.

Der Eingang der Grabenhalle mit dem davor liegenden Parkplatz.

Der Eingang der Grabenhalle mit dem davor liegenden Parkplatz.

Bild: Reto Voneschen (14.6.2016)

Für den Betrieb als Beiz hat die Grabenhalle ein Schutzkonzept erarbeitet, das etwa die Reinigung von Oberflächen und Gebrauchsgegenständen sowie die Möglichkeit der freiwilligen Erfassung von Personendaten vorsieht. Zudem ist die Gästekapazität beschränkt. Der Besuch der Beiz in der Grabenhalle unterliegt zudem klaren Regeln: Konsumiert werden darf nur sitzend mit maximal vier Personen pro Tisch. Zudem müssen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Geöffnet ist die Grabenhalle wieder ab nächstem Donnerstag, 18 bis 23 Uhr. Am Freitag wird von 18 bis 24 Uhr, am Samstag von 16 bis 24 Uhr gewirtet. Der Betrieb läuft vorläufig auf Probe. Je nach Nachfrage ist zudem geplant, die Öffnungszeiten anpassen. Ausdrücklich nicht willkommen sind in der Beiz übrigens Corona-Skeptikerinnen und Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker und «Alu-Hüte».

Freitag, 15. Mai - 16:54 Uhr

Kundgebungen bleiben verboten: Polizei will gegen Mahnwachen und andere Proteste auch an diesem Wochenende durchgreifen

(vre) An den beiden vergangenen Samstagen haben die sogenannten Corona-Rebellen auch in der Stadt St.Gallen für eine raschere Aufhebung des Lockdown demonstriert. Vor zwei Wochen hatte sich dafür ein knappes Dutzend Personen auf dem Kornhausplatz beim Hauptbahnhof versammelt. Vor einer Woche hatten rund 80 Personen zuerst beim Vadian-Denkmal, danach nochmals auf dem Kornhausplatz protestiert.

In den Sozialen Medien wird für morgen Samstag zu einer erneuten Mahnwache beim Hauptbahnhof aufgerufen. Personen, die dem Aufruf folgen, müssen mit dem Eingreifen der Stadtpolizei rechnen. Das vom Bund erlassene Versammlungsverbot gelte weiterhin, sagt auf Anfrage Polizeisprecher Dionys Widmer. Damit könnten Kundgebungen nicht bewilligt werden. Die Polizei müsse und werde das Verbot durchsetzen.

Schlussphase der Kundgebung gegen den Anti-Corona-Lockdown vom vergangenen Samstag beim Vadian-Denkmal.

Schlussphase der Kundgebung gegen den Anti-Corona-Lockdown vom vergangenen Samstag beim Vadian-Denkmal.

Bild: Reto Voneschen (9.5.2020)

Wer trotz Versammlungsverbot demonstriert, muss mit einer Busse von 100 Franken und einer Wegweisung rechnen. Wer dann gegen diese Wegweisung verstösst, indem er kurz darauf erneut an einer Demo teilnimmt, wird von der Polizei bei der Staatsanwaltschaft verzeigt. Mit einer Anzeige müssen zudem Organisatorinnen und Organisatoren von Kundgebungen rechnen.

Am vergangenen Samstag mussten sich nach Angaben der Stadtpolizei insgesamt 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der St.Galler Proteste der Corona-Rebellen gegenüber der Polizei ausweisen. Ihnen droht jetzt eine Busse und bei nachweisbarem Verstoss gegen die Wegweisung auch eine Anzeige.

Freitag, 15. Mai - 16:10 Uhr

Wechsel im Vorstand des Gewerbeverbands: Bollhalder geht, Bärlocher kommt - und Gian Bazzi wird LPK-Präsident

Christoph Bärlocher sitzt neu im Vorstand des kantonalen Gewerbeverbands St.Gallen.

Christoph Bärlocher sitzt neu im Vorstand des kantonalen Gewerbeverbands St.Gallen.

Bild: Urs Bucher (22.1.2018)

(pd/vre) An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Kantonalen Gewerbeverbands (KGV) St.Gallen kam es zu einer personellen Rochade bei den Vertretern aus der Stadt im Vorstand. Markus Bollhalder (St.Gallen) hatte auf die Gesamterneuerungswahlen 2020 bis 2024 hin seinen Rücktritt erklärt. Dafür wurde CVP-Kantonsrat Christoph Bärlocher (Eggersriet), der in der Stadt St.Gallen das gleichnamige Bauunternehmen leitet, neu in den KGV-Vorstand gewählt. Die Nachfolge des ebenfalls aus dem Vorstand zurückgetretenen Bruno Schneider (Mosnang) als Präsident der Kommission der Abschlussprüfungen (LPK) tritt gemäss Mitteilung Gian Bazzi (St.Gallen) an.

Freitag, 15. Mai - 15:40 Uhr

Unihockeyclub Waldkirch-St.Gallen verliert weitere Teamstütze: Jeanot Eschbach kehrt dem Spitzensport den Rücken

(pd/vre) Beim Unihockeyclub (UHC) Waldkirch-St.Gallen (WaSa) legt ein weiterer langjähriger Spieler seinen Stock beiseite. Jeanot Eschbach tritt vom Spitzensport zurück. Ebenfalls nicht mehr für den UHC WaSa auflaufen werden in der kommenden Saison Noel Possag, Joel Conzett und Joel Untersander. Dafür rücken zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs ins NLA-Team nach: Serverin Moser und Rohit Chiplunkar.

Jeanot Eschbach in Aktion.

Jeanot Eschbach in Aktion. 

Bild: UHC WaSa/PD

Mit dem Abgang von Jeanot Eschbach verlässt neben Stefan Meier und Nicolas Jordan ein weiterer langjähriger Spieler den Verein. Eschbach will sich in Zukunft auf seine berufliche Laufbahn konzentrieren und kam so zum Entschluss, vom Spitzensport zurückzutreten. Der 30-Jährige spielte von 2006 bis 2010 in der U21 von WaSa, 2011/12 und seit 2015 gehörte er dem NLA-Team von WaSa an. Nach 145 NLA-Spielen mit 75 Skorerpunkten beendet der flinke Offensivverteidiger seine Unihockey-Karriere.

Freitag, 15. Mai - 14:43 Uhr

St.Galler Stadtratswahlen: Am Dienstag erklärt sich die SP

(vre) Mit welchem ihrer bisherigen Stadtratsmitglieder wird die SP diesen Herbst versuchen, das St.Galler Stadtpräsidium zu erobern? Beantwortet wird die Frage am Dienstag: Die SP hat zu einer Medienorientierung eingeladen, an der der Parteivorstand über die Nominationsvorschläge für Stadtrat und Stadtpräsidium informieren will. Die Nominationen werden die SP-Mitglieder dann in einem brieflichen Verfahren vornehmen.

Peter Jans sitzt für die SP seit Frühling 2015 im St.Galler Stadtrat, Maria Pappa seit Anfang 2017.

Peter Jans sitzt für die SP seit Frühling 2015 im St.Galler Stadtrat, Maria Pappa seit Anfang 2017. 

Bilder: PD/Benjamin Manser

Dass Peter Jans und Maria Pappa erneut für den Stadtrat kandidieren werden, ist bereits klar. Ebenfalls kein Geheimnis mehr ist, dass die SP als stärkste Stadtpartei nach der Rücktrittserklärung von Thomas Scheitlin bei der Ausmarchung um den Präsidentensessel mitmischen will. Fragt sich nur noch, wem die Partei den Vorzug gibt  - dem erfahrenen Politiker und ehemaligen Gerichtspräsidenten oder der jungen Frau, die an der Spitze der Baudirektion an politischer Statur deutlich zugelegt hat.

Offen werden nach der Wortmeldung der SP vom kommenden Dienstag die Stellungnahmen von SVP, CVP und Grünen sein. Alle drei Parteien wollen an den Stadtratswahlen vom 27. September teilnehmen. Die SVP will sich dazu erst am oder nach dem 8. Juni öffentlich äussern. CVP und Grüne haben die Suche nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten noch nicht abgeschlossen. Bereits nominiert hat die FDP: Für sie soll Mathias Gabathuler das Präsidium und den Stadtratssitz verteidigen.

Freitag, 15. Mai - 14:08 Uhr
Züge der S-Bahn im Hauptbahnhof St.Gallen.

Züge der S-Bahn im Hauptbahnhof St.Gallen.

Bild: Urs Jaudas (16.12.2013)

Breitseite gegen Vernachlässigung der S-Bahn in Stadt St.Gallen: ÖV-Lobby fordert Sofortmassnahmen für die S-Bahn

(pd/vre) Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV) Stadt St.Gallen reagiert auf Aussagen des Kantons zur Weiterentwicklung der S-Bahn in der Stadt St.Gallen. Seit dem Fahrplanwechsel 2019 gerate das ÖV-Netz der Metropolitanregion St.Gallen immer stärker in Schieflage, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Und jüngste Aussagen des kantonalen Amtes für öffentlichen Verkehr wirkten verstörend.

Es dürfe keinesfalls Realität werden, dass innerstädtisch auch die S-Bahn-Verbindung nach Osten abgewertet werde, schreibt die IGöV. Der Verband kritisiert schon lange die Situation der S-Bahn-Verbindungen Richtung Westen. Für ihn - wie den St.Galler Stadtrat - ist der Fahrplan für Bruggen und Winkeln völlig ungenügend. Das fehlende Angebot verunmögliche die Weiterentwicklung von Gebieten mit hohem Potenzial.

Auch die IG öffentlicher Verkehr Stadt St.Gallen kritisiert seit einiger Zeit die ungenügende Fahrplan-Situation in den Stadtbahnhöfen Bruggen (Bild) und Winkeln.

Auch die IG öffentlicher Verkehr Stadt St.Gallen kritisiert seit einiger Zeit die ungenügende Fahrplan-Situation in den Stadtbahnhöfen Bruggen (Bild) und Winkeln. 

Bild: Ralph Ribi (3.9.2018)

In der aktuellen Mitteilung kritisiert die IGöV Stadt St.Gallen, dass seit 2014 politische Entscheide zur S-Bahn St.Gallen, die unter anderem einen Viertelstundentakt vorgesehen hatten, missachtet werden. Ursache dafür sei eine einseitige Anpassung des Fernverkehrsplans der Eisenbahn. Mit der damit verbundenen Verschiebung von Prioritäten zulasten der Stadt St.Gallen werde ganz klar der Volkswille missachtet, kritisiert die IGöV.

FDP-Stadtparlamentarier Remo Daguati ist einer der Köpfe hinter der IGöV Stadt St.Gallen.

FDP-Stadtparlamentarier Remo Daguati ist einer der Köpfe hinter der IGöV Stadt St.Gallen.

Die IGöV unterstützt die Forderungen des St.Galler Stadtrats, wonach wichtige städtische Entwicklungsgebiete künftig durch die S-Bahn mit einem Viertelstundentakt bedient werden müssen. Die IGöV erneuert ihre Forderung, dass Stadt und Kanton Sofortmassnahmen schon für den Fahrplan 2021 sowie ein Massnahmenpaket 2023 für den nationalen ÖV-Ausbauschritt 2045 erarbeiten müssen. Die IGöV will sich auch an der vom 10. bis 28. Juni laufenden Vernehmlassung zum Fahrplan 2021 beteiligen.

Konkret verlangt die IGöV für die S-Bahn auf St.Galler Stadtgebiet die schrittweise Einführung eines «vernünftigen» Halbstundentakts bereits ab Fahrplan 2021. Im Gegensatz zu SBB und Bundesbehörden glaubt die IGöV, dass dies durch kleine Entlastungen und betriebliche Lösungen auf dem bestehenden Schienennetz möglich ist, ohne teure und langwierige Infrastrukturausbauten.

Freitag, 15. Mai - 11:39 Uhr

Die St.Galler Stadtwerke führen Kurzabrechnungen ein

(pd/sab) Neu erhalten die Kunden der St.Galler Stadtwerke ihre jährliche Abrechnung in Kurzform. Dadurch können pro Jahr rund 130'000 Blatt Papier eingespart werden. Dies entspricht rund 650 Kilogramm oder rund eineinhalb Paletten.

Andreas Berglas, Leiter Kundendienst der St.Galler Stadtwerke.

Andreas Berglas, Leiter Kundendienst der St.Galler Stadtwerke.

Bild: PD

Die Kurzabrechnung besteht noch aus einer A4-Seite plus dem Einzahlungsschein. Der Hauptgrund für die Umstellung liegt laut Andreas Berglas, Leiter Kundendienst, auf der Hand: «Wir sparen so natürliche Ressourcen ein.» Umweltfreundlich zu sein und die natürlichen Ressourcen zu schonen, seien Vorsätze, die bei den St.Galler Stadtwerken auf alle Tätigkeitsbereiche angewendet würden. «Dementsprechend versuchen wir auch in diesem Bereich, Schritt für Schritt die Umwelt zu entlasten.»

Wer weiterhin die gesamte Abrechnung ansehen möchte, könne dies auf dem Online-Kundenportal der Stadtwerke einsehen. Dort liessen sich mit wenigen Klicks Zählerstände melden und neue Strom- oder Gasprodukte bestellen. Zudem biete das Portal eine Übersicht über den persönlichen Energieverbrauch, teilen die Stadtwerke mit.

Freitag, 15. Mai - 11:11 Uhr

Erster Bauernmarkt nach dem Corona-Lockdown

(vre) Offensichtlich haben viele darauf gewartet: Am Freitagmorgen hat erstmals in diesem Jahr der St.Galler Bauernmarkt stattgefunden. Der eigentliche Saisonstart am 3. April war durch die Anti-Corona-Regeln des Bundesrats verhindert worden.

Verspäteter Saisonstart zu Zeiten des Coronavirus: Klar markierte Eingänge mit Desinfektionsstation sowie Ansteh- und Wartebereiche am St.Galler Bauernmarkt.

Verspäteter Saisonstart zu Zeiten des Coronavirus: Klar markierte Eingänge mit Desinfektionsstation sowie Ansteh- und Wartebereiche am St.Galler Bauernmarkt.

Bild: Reto Voneschen (15.5.2020)

Der Andrang am Freitagmorgen war gross, wobei das durchgehend nasse Wetter vielleicht gar nicht so schlecht war: Bei blauem Himmel und Sonnenschein wären die Stände der regionalen Anbieter zwischen Marktplatz und Marktgass-Brunnen vermutlich von Kundinnen und Kunden im ersten Moment überrannt worden.

Der überschaubare Andrang war sicher hilfreich zur Gewöhnung ein Einhaltung der Anti-Corona-Massnahmen auf dem beliebten Markt: Dessen Stände stehen weiter auseinander als üblich, dazu sind Warte- und Anstehbereiche mit klar markierten Ein- und Ausgängen signalisiert. Die Anti-Corona-Massnahmen, insbesondere die Abstandsregeln und Hygienemassnahmen, gelten nämlich weiter.

Der Bauernmarkt ist aufgrund der Anti-Corona-Abstandsregeln mit viel Abstand zwischen den Ständen vom Marktplatz bis zum Marktgass-Brunnen verteilt.

Der Bauernmarkt ist aufgrund der Anti-Corona-Abstandsregeln mit viel Abstand zwischen den Ständen vom Marktplatz bis zum Marktgass-Brunnen verteilt.

Bild: Sandro Büchler (15.5.2020)

Rolf Bischofberger, Präsident des Trägervereins des Bauernmarktes, zeigte sich nach 10 Uhr befriedigt von der Situation auf dem Markt. Bäuerinnen und Bauern seien froh, dass sie ihre Produkte wieder im St.Galler Stadtzentrum feilbieten dürften. Die Kundenfrequenzen hielten sich im üblichen Rahmen und die Anti-Corona-Massnahmen würden gut eingehalten, zog Bischofberger eine positive erste Zwischenbilanz.

Freitag, 15. Mai - 10:09 Uhr

Der HC Bruggen stösst zur Ostschweizer Handball-Akademie

(pd/sab) Die Ostschweizer Handball-Akademie (OHA) erhält Zuwachs: Der St.Galler Handballclub HC Bruggen wird als vierter Verein Teil der Nachwuchsförderung. OHA-Präsident Domenic Klement sagt: «Wir sind froh, mit dem HC Bruggen und seiner tollen Nachwuchsabteilung einen wichtigen Partner in der Handballregion St.Gallen für uns gewonnen zu haben».

Der HC Bruggen beim Training in der Sporthalle Kreuzbleiche in St.Gallen.

Der HC Bruggen beim Training in der Sporthalle Kreuzbleiche in St.Gallen.

Bild: Benjamin Manser (11.3.2015)

Für den HC Bruggen biete die Partnerschaft mit der Handball-Akademie die Möglichkeit, seinen talentierten Junioren eine sportliche Perspektive zu bieten, ohne den Verein wechseln zu müssen. «Eine echte Win-Win-Win Situation für die Spieler, den HC Bruggen und die OHA», sagt Patrick Münger, Präsident des HC Bruggen.

Patrick Münger, Präsident des Handballclubs Bruggen.

Patrick Münger, Präsident des Handballclubs Bruggen.

Bild: PD

Laut der Mitteilung habe sich die Ostschweizer Handball-Akademie vor gut einem Jahr zum Ziel gesetzt, den ambitioniertesten jungen Handballern in der Region in einem gemeinsamen Gefäss eine neue sportliche Heimat zu bieten. Seit letzter Saison spielen die talentierten Handballer der drei Trägervereine TSV St.Otmar, SV Fides und HC GoRo unter dem Dach der neuen Handball Akademie in gemeinsamen Teams. Die einzelnen Spieler bleiben dabei aber immer Mitglieder der jeweiligen Trägervereine.