ST.GALLER STADT-TICKER: Schutz und Zuflucht seit 40 Jahren +++ Kandidat - und er selber weiss nichts davon +++ 531 neue Coronafälle +++ Roll-Gallen stellt Betrieb ein

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Freitag, 30. Oktober - 9:50 Uhr

Plakataktion des St.Galler Frauenhauses auf dem Bahnhofplatz: Schutz und Zuflucht für Frauen und Kinder seit 40 Jahren

(rar/vre) «Be-schützt» steht gross in rosaroter Schrift auf den Plakaten die das Frauenhaus St.Gallen zu seinem 40-jährigen Bestehen gestaltet hat. Die Stadtsanktgaller Institution mit Wirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus beginnt ihr Jubiläumsjahr wegen der Coronapandemie verspätet. Dennoch haben sich die Frauen dafür entschieden an die Öffentlichkeit zu treten und ihre Arbeit zu zeigen. Vor einer Tournee durch den Kanton stehen derzeit ihre Plakate auf dem St.Galler Bahnhofplatz.

Impressionen von den Plakaten des Frauenhauses St.Gallen auf dem Bahnhofplatz.
4 Bilder

Impressionen von den Plakaten des Frauenhauses St.Gallen auf dem Bahnhofplatz.

Bilder: Raphael Rohner
(29.10.2020)

Seit der Entstehung des Frauenhauses im Jahr 1980 fanden Tausende Frauen und Kinder, die misshandelt oder missbraucht worden waren, Zuflucht und Hilfe im Frauenhaus. Mit dem Ziel gegründet, eines Tages überflüssig zu werden, ist das Frauenhaus bis heute eine sehr wichtige Anlaufstelle bei häuslicher Gewalt. Um die Öffentlichkeit über die Geschichte der unkomplizierten Hilfe für Frauen zu informieren, wurde eine Homepage erstellt und überall im Kanton finden in den kommenden Wochen Informationsanlässe statt.

Mehr Infos zum Frauenhaus finden sich im Internet.

Freitag, 30. Oktober - 9:25 Uhr

Noch eine Kandidatur für den St.Galler Stadtrat - und keiner ist sich dessen bewusst, nicht einmal der Kandidat selber

(dwa/vre) Die Sozialen Medien haben für Politikerinnen und Politiker so ihre Tücken. Nicht nur, dass man mit einer einzigen unbedachten Bemerkung einen Shitstorm auslösen kann, man muss die Social-Media-Kanäle auch regelmässig pflegen. Und da kann's dann rasch einmal passieren, dass man einen vergisst. So passiert das gerade Boris Tschirky, dem Gemeindepräsidenten von Gaiserwald.

Sollte wieder einmal sein Twitter-Profil überprüfen: Boris Tschirky, CVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident von Gaiserwald.

Sollte wieder einmal sein Twitter-Profil überprüfen: Boris Tschirky, CVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident von Gaiserwald.

Bild: Benjamin Manser
(4.6.2020)

Der für seine laute Stimme bekannte CVP-Politiker mit Rheintaler Wurzeln und charakteristischer grauer Mähne hat 2017 für den St.Galler Stadtrat kandidiert, ist dabei allerdings der Grünliberalen Sonja Lüthi unterlegen. Im Moment laufen wieder Wahlen in die Stadtregierung - und wer sich Tschirkys Twitter-Account anschaut, wird mit der verblüffenden Tatsache konfrontiert, dass er es offenbar am 29. November erneut versucht...

Da heisst es nämlich im Twitter-Profil von Boris Tschirky, er sei «Gemeindepräsident von Gaiserwald und Kandidat der CVP für die Ersatzwahl im St.Galler Stadtrat». Ersteres ist allen klar, das mit der Kandidatur ist allerdings völlig neu. Für die CVP tritt diesmal doch Trudy Cozzio an? Die haben doch nicht insgeheim ein paar Wochen vor dem Wahltermin noch das Rössli gewechselt?

Das Twitter-Profil von Boris Tschirky.

Das Twitter-Profil von Boris Tschirky.

Screenshot: Twitter
(30.10.2020)

Zu vermuten ist, dass Kandidat Boris Tschirky selber nicht weiss, dass er diesmal auch kandidiert. Wahrscheinlicher ist, dass da jemand 2017 nach dem damaligen Wahlherbst vergessen hat, sein Twitter-Profil nachzuführen. Kann passieren. Und zaubere dem einen oder anderen beim Surfen in den Sozialen Medien ein Grinsen aufs Gesicht, schreibt der Twitter-User, der aufs fehlerhafte Profil aufmerksam gemacht hat. Und das ist doch auch eine Leistung in diesen sonst eher trüben Zeiten.

Freitag, 30. Oktober - 8:55 Uhr

Corona-Situation im Kanton St.Gallen: 531 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle

(SK/chs) Im Kanton St.Gallen bleibt die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus hoch. Für Donnerstag meldet der Kanton im Internet 531 neue laborbestätigte Fälle. Seit dem 12. März wurden damit im St.Gallischen insgesamt 7'103 Coronafälle registriert. Die Zahl der Todesfälle stieg gemäss Aktualisieurung der Zahlen vom Freitagmorgen nochmals um vier auf insgesamt 63.

Freitag, 30. Oktober - 8:15 Uhr

Roll-Gallen auf der Kreuzbleiche muss abbrechen: Anti-Corona-Regeln machen Betrieb unmöglich, 2021 soll's aber weitergehen

(pd/chs) Die verschärften Anti-Corona-Schutzmassnahmen des Bundes vom Mittwoch machen es Roll-Gallen unmöglich, den Anlass auf der Kreuzbleiche weiter zu führen. Aus diesem Grund hat das Team der Eventhalle Hektor entschieden, Roll-Gallen vorläufig bis Ende Jahr einzustellen.

Roll-Gallen auf der Kreuzbleiche stellt vorerst seinen Betrieb ein.

Roll-Gallen auf der Kreuzbleiche stellt vorerst seinen Betrieb ein.

Bild: PD

«Das Herz schmerzt sehr - so gerne hätten wir diese schöne Geschichte weiter geführt», schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung. Mit dem Sicherheitskonzept hätten sich die Gäste sicher gefühlt. Mehrere hundert Personen hätten bis jetzt den Weg auf die Kreuzbleiche gefunden. Aus diesem Grund, soll Roll-Gallen weiterleben: Besucherinnen und Besucher sollen 2021 wieder auf acht Rollen unterm Lichterkettenhimmel um die Discokugel Runden drehen können.

Noch bis Mitte November läuft eine Unterstützungsaktion für Roll-Gallen auf www.lokalhelden.ch/roll

Donnerstag, 29. Oktober - 18:37 Uhr

Zweite Wahlgänge in die Stadtregierung: Frauenzentrale St.Gallen ruft Frauen zur konsequenten Frauenwahl auf

(pd/vre) Die Frauenzentrale St.Gallen ruft für die zweiten Wahlgänge in die St.Galler Stadtregierung vom 29. November alle Frauen auf an die Urne zu gehen und konsequent Frauen zu wählen. Sie unterstützt damit Maria Pappa (SP), die fürs Stadtpräsidium antritt, und Trudy Cozzio (CVP), die sich um den letzten noch vakanten Sitz im Stadtrat bewirbt. Konkurrent von Pappa und Cozzio ist für beide Ämter Mathias Gabathuler (FDP). Zur Unterstützung der Kandidatinnen hat die Frauenzentrale überparteiliche Frauenkomitees gegründet, die jetzt im Internet auf der Suche nach weiteren Unterstützerinnen sind.

Donnerstag, 29. Oktober - 18:30 Uhr

St.Galler Kellerbühne im November: Drei Absagen - und trotzdem immer noch ein volles Programm

(pd/vre) Die St.Galler Kellerbühne führt ihre Saison trotz der Beschränkung der Publikumszahl auf 50 Personen pro Vorstellung weiter. Am Donnerstag hat sie ihr Novemberprogramm präsentiert. Darin müssen drei Gastspiele abgesagt werden. Bea von Malchus und Hosea Ratschiller verzichten auf den Auftritt wegen der Unsicherheiten im internationalen Reiseverkehr, Sina tritt wegen der eingeschränkten Platzzahl nicht auf.

Matthias Peter im Stück «Schikaneder - Der Zauberflötenmacher», das am Mittwochabend Premiere hatte. Drei weitere Aufführungen sind am Wochenende geplant.

Matthias Peter im Stück «Schikaneder - Der Zauberflötenmacher», das am Mittwochabend Premiere hatte. Drei weitere Aufführungen sind am Wochenende geplant.

Bild: Ralph Ribi
(28.10.2020)

Die übrigen sieben Programmpunkte können wie geplant über die Bühne gehen. Im Moment sind noch für alle Vorstellungen im Vorverkauf Tickets erhältlich. Das Programm:

  • Matthias Peter und das Edes-Ensemble mit «Schikaneder –
    Der Zauberflöten-Macher» am 30. und 31. Oktober, je 20 Uhr,
    sowie am 1. November, 17 Uhr.
  • Riklin & Schaub mit der Vorpremiere «Was wäre wenn»
    vom 4. bis 7. November, täglich 20 Uhr.
  • Peter Stamm mit der Lesung «Wenn es dunkel wird»
    am 9. November, 20 Uhr.
  • Lisa Catena mit dem Kabarettprogramm «Fertig Theater!»
    am 11. November, 20 Uhr.
  • Einführung ins Stück «Herzzeitlose»
    am 15. November, 11 Uhr, im Museum im Lagerhaus.
  • Boglárka Horváth mit der Uraufführung «Herzzeitlose»
    am 18., 20. und 21. November, je 20 Uhr,
    sowie am 22. November, 17 Uhr.
  • Les trois Suisses mit dem Musik-Kabarett «Vagabund»
    am 25., 27. und 28. November, je 20 Uhr.

Vorverkauf im Internet unter www.kellerbuehne.ch.

Donnerstag, 29. Oktober - 18:18 Uhr

Calimeros verschieben Auftritt in der Region St.Gallen um eine Jahr

(pd/vre) Aufgrund der Verschärfung der Anti-Corona-Regeln haben die Calimeros eine für diesen Herbst geplante Tournee durch die Schweiz auf 2021 verschoben. Damit entfällt jetzt auch der im Pentorama in Amriswil geplante Auftritt. Er ist neu auf den 26. November 2021 angesetzt. Bereits gekaufte Tickets behalten gemäss Mitteilung vom Donnerstag ihre Gültigkeit für die neuen Daten.

Die Calimeros gelten als langlebigste und erfolgreichste Schlagerformation der Schweiz. Ihre Geschichte begann 1976 im Vereinsheim des Sportclubs der Berner Gemeinde Uetendorf bei Thun. Die aktuelle Tournee der Band trägt den Titel «Unsere Geschichte – Das Beste aus 44 Jahren».

Donnerstag, 29. Oktober - 17:09 Uhr

FCSG-Präsident Matthias Hüppi wendet sich in Videobotschaft an die Fans

FCSG-Präsident Matthias Hüppi.

FCSG-Präsident Matthias Hüppi.

Printscreen Facebook

(lex) Nach dem Entscheid des Bundesrats Grossveranstaltungen zu verbieten respektive das Publikum auf höchstens 50 Personen pro Event zu reduzieren, wendet sich FCSG-Präsident Matthias Hüppi in einer Videobotschaft an Fans und Unterstützer. Die Massnahmen des Bundesrats bedeuten für den FC St.Gallen faktisch Geisterspiele. «Elementar ist für uns, den Kontakt mit euch in dieser Zeit aufrecht zu erhalten. Wir müssen weiterhin Zämähäbe!», sagt Hüppi im Video.

Weiter geht der FCSG-Präsident auf die 50 Plätze im Stadion ein. Es sei klar, dass man dafür keine Verlosung mehr machen könne. Mit 1000 Personen hätte es noch funktioniert, mit 50 sei das aber schwierig. «Daher sollen nun jene zum Zug kommen, die den FC St.Gallen seit Jahren finanziell tatkräftig unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass alle anderen dafür Verständnis haben werden.»

Weiter verspricht Hüppi, dass sich der Club auch Gedanken macht über eine mögliche Kompensationen sämtlicher entgangener Leistungen. «Ihr habt ein Saisonabonnement gekauft, habt euch auf der Wand verewigt und könnt nun nicht ins Stadion. Das tut mir extrem Leid, aber die Gesundheit steht nun mal im Vordergrund und derzeit über allem.» Der Club werde laufend über die Entwicklung der Lage informieren.

Im Moment ist unklar, wie lange der derzeitige Zustand dauert. Daher könne der FC St.Gallen erst gegen Ende der Saison genau festlegen wie er die Kompensationen handhaben wolle, sagt Hüppi abschliessend.

Donnerstag, 29. Oktober - 17:00 Uhr

Sport treiben in Zeiten von Corona: Stadt klärt Auswirkungen der verschärften Schutzmassnahmen ab und informiert am Freitag

(sk/vre) Die Verschärfung der Anti-Corona-Regeln durch den Bundesrat wirft Fragen auf. Auch bezüglich der Auswirkungen auf die Nutzerinnen und Nutzer von Sport- und Schulsportanlagen der Stadt St.Gallen. Derzeit werden in der Direktion Schule und Sport die Auswirkungen der vom Bundesrat am Mittwoch erlassenen Schutzmassnahmen auf die verschiedenen Sportanlagen der Stadt St.Gallen geklärt.

Die verschärften Anti-Corona-Regeln des Bundesrats haben auch Auswirkungen auf die Benützung der Sport- und Schulsportanlagen der Stadt St.Gallen. Detaillierte Informationen dazu gibt's am Freitag.

Die verschärften Anti-Corona-Regeln des Bundesrats haben auch Auswirkungen auf die Benützung der Sport- und Schulsportanlagen der Stadt St.Gallen. Detaillierte Informationen dazu gibt's am Freitag.

Bild: Ralph Ribi
(30.10.2019)

Angesichts der verschiedenen Infrastrukturtypen wie auch der vielen verschiedenen Sportarten, die betroffen sind, nähmen die Abklärungen etwas Zeit in Anspruch, heisst es in einem Newsletter des Sportamts. Die Stadt will aber voraussichtlich am Freitagnachmittag die Informationen für Nutzerinnen und Nutzer sowie die aktualisierten Schutzkonzepte für ihre Anlagen publizieren. Dies im Internet unter www.sport.stadt.sg.ch.

Donnerstag, 29. Oktober - 15:37 Uhr

Männer und Frauen des FCSG empfangen am Wochenende den FC Basel: Harte Aufgabe für die Fussballerinnen des FC St.Gallen-Staad

(pd/vre) Dem FC St.Gallen steht ein Basler Wochenende bevor: Am Sonntag spielen die Männer im Kybunpark gegen Erzrivale FC Basel. Bereits am Samstag, 16 Uhr, tun die Fussballerinnen des FC St.Gallen-Staad das Gleiche im Espenmoos. Da sich die Women’s Super League als Liga mit überwiegend professionellem Spielbetrieb sieht, wird ihre Meisterschaft fortgeführt. Das Spiel im Espenmoos muss allerdings als Geisterspiel, also ohne Publikum, durchgeführt werden.

Die Frauen des FC St.Gallen-Staad steigen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel vom Samstag gegen den FC Basel.

Die Frauen des FC St.Gallen-Staad steigen mit viel Selbstvertrauen ins Spiel vom Samstag gegen den FC Basel.

Bild: Podo Gessner

Die Begegnung gegen die Baslerinnen wird fürs in den letzten drei Partien unbesiegte Team von Trainer Marco Zwyssig sicher eine harte Nuss. Die Mannschaft vom Rheinknie liegt aktuell mit 17 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Bisher musste sie sich erst einmal geschlagen geben, nämlich mit einer 0:3-Heimniederlage gegen die derzeit an der Tabellenspitze liegenden Genferinnen.

Die Frauen des FC St.Gallen-Staad liegen mit elf Punkten aus acht Spielen derzeit auf dem fünften Tabellenplatz der Women's Super League. Mit drei Partien ohne Niederlage können sie am Samstag gegen Basel mit viel Selbstvertrauen antreten. Das Unentschieden gegen die YB-Frauen und die Siege gegen Lugano und GC brachten das Team in eine komfortable Tabellensituation. Trotzdem gibt es eine Hiobsbotschaft für Wochenende: Katharina Risch hat sich beim Zusammenzug des U16-Nationalteams das Kreuzband gerissen.

Donnerstag, 29. Oktober - 15:05 Uhr

Stadtpolizei reagiert auf gefährliche Überholmanöver an Bushaltestellen: Hinweistafeln, Kontrollen, Bussen und Anzeigen

(stapo/vre) Die Stadtpolizei reagiert darauf, dass immer wieder Stadt- und Regiobusse sowie Postautos an Haltestellen riskant überholt werden. Dabei würden auch Sperrflächen und Sicherheitslinien nicht beachtet und überfahren, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Polizei will dagegen mit Hinweistafeln, Kontrollen und wenn nötig mit Bussen und Anzeigen vorgehen. Dies, weil dieses riskante Verhalten einzelner Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer gefährde.

Mit solchen Hinweistafeln ruft die Stadtpolizei neuerdings Autofahrer auf, sich bei Bushaltestellen auf der Fahrbahn korrekt zu verhalten.

Mit solchen Hinweistafeln ruft die Stadtpolizei neuerdings Autofahrer auf, sich bei Bushaltestellen auf der Fahrbahn korrekt zu verhalten.

Bild: Stadtpolizei SG

In den vergangenen Wochen sind bei der Stadtpolizei St.Gallen vermehrt Meldungen eingegangen, dass Busse an Haltestellen verbotenerweise überholt würden. Die Reklamationen kamen aus der Anwohnerschaft, von Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Verantwortlichen des öffentlichen Verkehrs. Riskante Überholmanöver gebe es vor allem bei Haltestellen auf der Fahrbahn. Überholt werde trotz Sperrflächen oder Sicherheitslinien, teilweise würden sogar Mittelinseln auf der Gegenfahrbahn umfahren

Die Stadtpolizei will mit Info-Tafeln an ÖV-Haltestellen Autofahrerinnen und Autofahrer auf das korrekte Verhalten aufmerksam machen. Informiert wird zudem auch über die Medien sowie die Social-Media-Kanäle der Polizei. Neben der Informationskampagne plant die Polizei zusätzliche Kontrollen durchführen. Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an die Regeln halten, müssen dabei mit Bussen oder Anzeigen rechnen.

In ihrer Mitteilung erklärt die Stadtpolizei auch, wieso die Zahl der Fahrbahnhaltestellen tendenziell zunimmt. Auf der Strasse und nicht in Buchten platziert werden ÖV-Haltestellen aus Sicherheitsgründen. Ist der Strassenraum neben der Haltestelle mit einer schraffierten Markierung egal welcher Farbe versehen, darf der Bus nie überholt werden. Folgende Autos müssen hinter ihm anstehen. Verkehrsinseln sind immer rechts zu passieren. Das gilt auch, wenn dies nicht speziell markiert ist.

Donnerstag, 29. Oktober - 14:35 Uhr

Detailzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen: Das Toggenburg bleibt unser Corona-Hotspot

(SK/vre) Die kantonale Fachstelle für Statistik publiziert im Internetauftritt des Kantons St.Gallen täglich aktualisierte Zahlen und Auswertungen zur Entwicklung der Coronapandemie. Daraus ist heute Donnerstag etwa ersichtlich, dass am Mittwoch 467 laborbestätigte Neuansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet wurden. Oder dass am Mittwoch 133 Covid-19-Patienten in St.Galler Spitälern lagen - davon 16 auf Intensivstationen, davon wiederum fünf ohne und elf mit künstlicher Beatmung. Hier die aktuellen Kennzahlen (Stand 28.10.2020, Mitternacht):

Gemessen an den laborbestätigten Neuansteckungen der vergangenen 14 Tage hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner ist das Toggenburg mit über 932 Fällen weiterhin der St.Galler Corona-Hotspot. Klar auf dem zweiten Platz landet mit über 843 Fällen das Rheintal. Im vorderen Mittelfeld liegen St.Gallen-Gossau (fast 753 Fälle), Wil (fast 751) und Rorschach (703). Im hinteren Mittelfeld finden sich die Wahlkreise Sarganserland (fast 678) und See-Gaster (644). Schlusslicht ist diesemal Werdenberg (575).

Laborbestätigte Coronafälle in den St.Galler Wahlkreisen in den vergangenen 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohner.

Laborbestätigte Coronafälle in den St.Galler Wahlkreisen in den vergangenen 14 Tagen hochgerechnet auf 100'000 Einwohner.

Grafik: Fachstelle für Statistik Kanton SG

Interessant ist auch die Verteilung der St.Galler Coronafälle auf die Altersgruppen. Dies weil ja Personen über 65 Jahre potenziell mit schwereren Krankheitsverläufen rechnen müssen als Junge. Die Grafik unten zeigt etwa, dass am Anfang von der zweiten Coronawelle im Kanton St.Gallen die Altersgruppen 10 bis 19 sowie 20 bis 29 Jahre stärker betroffen waren als ältere Semester.

Die Altersverteilung der St.Galler Coronafälle. Die Fallzahlen sind vergangenen 14 Tage hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zahlen für Woche 43.

Die Altersverteilung der St.Galler Coronafälle. Die Fallzahlen sind vergangenen 14 Tage hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zahlen für Woche 43.

Grafik: Fachstelle für Statistik Kanton SG

Noch in der Woche 43 gibt's bei den 20- bis 29-Jährigen mit über 613 deutlich mehr Fälle als in jeder anderen Altersgruppe. Jetzt sind die Neuansteckungen altersmässig aber deutlich gleichmässiger verteilt als noch etwa Anfang August. Tiefere Zahlen weisen die Altersgruppen der bis Neunjährigen (26), der 70- bis 79-Jährigen (295) und der 10- bis 19-Jährigen (388) auf. Alle anderen Altersgruppen liegen zwischen 411 und 471 Fällen.

Donnerstag, 29. Oktober - 11:47 Uhr

«Tagblatt»-Podium zu den zweiten Wahlgängen in die St.Galler Stadtregierung findet statt - mit Livestream im Internet

(pd/dwi) Trotz der neuen Coronaregeln des Bundesrats findet das Podium des «St.Galler Tagblatts» zum zweiten Wahlgang in den St.Galler Stadtrat wie angekündigt am kommenden Montag im Hotel Einstein statt. Dafür gilt allerdings ein aktualisiertes Schutzkonzept. Zugelassen sind gemäss den verschärften Vorschriften nur noch 50 Zuhörerinnen und Zuhörer. Für sie gilt Maskenpflicht.

Die Kandidierenden für die zweiten Wahlgänge in die St.Galler Stadtregierung (von links): Maria Pappa (SP), Mathias Gabathuler (FDP) und Trudy Cozzio (CVP).

Die Kandidierenden für die zweiten Wahlgänge in die St.Galler Stadtregierung (von links): Maria Pappa (SP), Mathias Gabathuler (FDP) und Trudy Cozzio (CVP).

Bildkombo:
Tagblatt-Fototeam

Für den letzten noch freien Sitz im Stadtrat kandidieren Mathias Gabathuler von der FDP und Trudy Cozzio von der CVP. Ums Stadtpräsidium bewerben sich im zweiten Wahlgang vom 29. November Maria Pappa (SP) und wiederum Gabathuler. Die drei Kandidierenden stellen sich am Montag den Fragen von Daniel Wirth, Leiter «Tagblatt»-Stadtredaktion, und von Stadtredaktor Reto Voneschen.

Türöffnung ist um 18.45 Uhr. Die Diskussion wird live ins Internet übertragen auf www.tagblatt.ch. Mit dem Livestream möchte das «St.Galler Tagblatt» einen Beitrag zur coronabedingt sowieso erschwerten politischen Meinungsbildung leisten: Wer eignet sich für den Stadtrat? Wer soll das Präsidium übernehmen?

Donnerstag, 29. Oktober - 11:30 Uhr

IHK St.Gallen-Appenzell: Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft, zweite Coronawelle möglichst rasch eindämmen

(pd/vre) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) St.Gallen-Appenzell steht hinter den verschärften Schutzmassnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie. Die rasant ansteigenden Fallzahlen müssten rasch wieder unter Kontrolle gebracht werden, schreibt die IHK in einer Mitteilung. Mit konsequenter Umsetzung der Massnahmen gelte es nun mehr denn je, noch drastischere Schäden und Einschränkungen zu verhindern.

Die Schweiz und insbesondere die Ostschweiz hätten die Gefahr einer zweiten Coronawelle unterschätzt, übt die IHK auch Kritik. Seit Mitte Oktober stiegen die Covid-19-Fallzahlen rasant an. Weder Contact Tracing noch Teststrategie scheinen der IHK darauf vorbereitet gewesen zu sein. Raten von über 25 Prozent positiven Tests zeigten klar:

«Die Situation ist besorgniserregend.
Wir drohen die Kontrolle über das Virus
zu verlieren.»
IHK-Direktor Markus Bänziger.

IHK-Direktor Markus Bänziger.

Bild: Urs Bucher (23.10.2018)

«Wir müssen unser Kontaktverhalten einschränken und uns strikt an die neuen Massnahmen halten. Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, gefragt ist aber auch Konsequenz in unserem Freizeitverhalten», wird IHK-Direktor Markus Bänziger in der Mitteilung zitiert. Die Massnahmen seien zwar unangenehm und stellten zahlreiche IHK-Mitglieder vor grosse Herausforderungen. Gleichwohl seien sie zur Eindämmung der Pandemie notwendig.

«Eine gesunde Wirtschaft bedingt gesunde Menschen, Zuversicht und Vertrauen. Ohne Kontrolle über das Virus laufen wir Gefahr, all dies nachhaltig zu schädigen.»

Für die IHK St.Gallen-Appenzell ist es «nur bedingt erbaulich», dass der Bundesrat derzeit einen zweiten Lockdown nicht für nötig erachtet. Die Wirtschaft werfe nämlich nicht die Sorge um diese zweite Schliessung zurück, sondern die Tatsache, dass die Unsicherheit so gross sei, dass man wieder darüber diskutieren müsse. Ursache für diese Situation sei, dass es nicht gelungen sei, die zweite Coronawelle zu verhindern. Daraus müssten jetzt rasch Lehren gezogen werden, fordert die IHK.

Im Kern Verständnis äussert die IHK St.Gallen-Appenzell in ihrer Mitteilung zur Kritik der St.Galler Kantonsregierung am Bundesrat. Diese hatte die Landesregierung kritisiert, starken Einfluss auszuüben, ohne dafür aber auch Verantwortung zu übernehmen. In der aktuellen Situation, so findet die IHK aber auch, gehe es jetzt aber um eine klare Botschaft und das Verhindern eines kantonalen Flickenteppichs an Anti-Corona-Regeln. Das sei gerade für die «gesellschaftlich und wirtschaftlich eng verknüpfte Kernregion Ostschweiz» wichtig.

Donnerstag, 29.Oktober – 10:06 Uhr

St.Galler Allerheiligen-Konzert auf 2021 verschoben: Uraufführung mit neuen Coronaregeln nicht mehr möglich

(pd/miz) Die Uraufführung «St.Galler aller Heiligen» der Komponistin Natalija Marchenkova Frei und der Librettistin Rose Aggeler soll erst 2021 stattfinden. Eine Aufführung der Kantate am kommenden Wochenende sei mit den neuen Anti-Corona-Vorschriften des Bundesrates nicht möglich, heisst es in einer Mitteilung. Unter Dirigent Lukas Bolt hätte es ein reichhaltiges Klangerlebnis mit vielen Mitwirkenden, Orchester, gemischtem Chor, Kinderchor sowie Solistinnen und Solisten geben sollen.

Donnerstag, 29. Oktober - 9:33 Uhr

Corona-Situation im Kanton St.Gallen: 467 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle

(SK/vre) Im Kanton St.Gallen bleibt die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus hoch. Für Mittwoch meldet der Kanton im Internet 467 neue laborbestätigte Fälle. Seit dem 12. März wurden damit im St.Gallischen insgesamt 6'572 Coronafälle registriert. Die Zahl der Todesfälle stieg gemäss Aktualisieurng der Zahlen vom Donnerstagmorgen nochmals um vier auf insgesamt 59.

Donnerstag, 29. Oktober - 9:16 Uhr

Neuer Schulleiter für Primarschule Rotmonten-Gerhalde gewählt: Marco Käppeli übernimmt von Monika Dorner

(sk/vre) Marco Käppeli wird am 1. Februar 2021 neuer Schulleiter der Primarschule Rotmonten-Gerhalde. Er tritt dort die Nachfolge von Monika Dorner an, die am 1. November neue Leiterin der Abteilung Schulen Centrum/Ost wird. Marco Käppeli ist in Eggersriet aufgewachsen. Das Studium zum Sekundarlehrer absolvierte er an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG).

Bis 2017 unterrichtete Käppeli an der damaligen Sekundarschule Blumenau. Mit der Reorganisation der städtischen Oberstufe übernahm er die Funktion des stellvertretenden Schulleiters im Centrum und des Schulhausleiters des Oberstufenschulhauses Bürgli. Im Mai 2018 schloss er die Ausbildung zum Schulleiter erfolgreich ab. Marco Käppeli wohnt in St.Gallen, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Mittwoch, 28. Oktober - 20:25 Uhr

Circus Knie bricht seine verkürzte Tournee durch die Schweiz ab: Auch die Vorstellungen in der Stadt St.Gallen fallen aus

(pd/vre) Nachdem an einen regulären Start der Zirkussaison im März wegen der Coronapandemie nicht zu denken war, ist der Circus Knie seit September auf einer verkürzten Tournee durch die Schweiz unterwegs. Derzeit steht sein Zelt in Zürich. Vom 11. bis 17. November hätte der Schweizer Nationalzirkus auf dem St.Galler Spelteriniplatz gastiert. Diese Vorstellungen können jetzt nach Verschärfung der Anti-Corona-Regeln nicht stattfinden.

Das Komikerduo Ursus (als Jongleur) und Nadeschkin (mit Kuh) an der Premiere der verkürzten Tournee des Circus Knie in Bern.

Das Komikerduo Ursus (als Jongleur) und Nadeschkin (mit Kuh) an der Premiere der verkürzten Tournee des Circus Knie in Bern.

Bild: PD/Stefan Gierischi
(4.9.2020)

Der Circus Knie halte sich selbstverständlich an die Vorgaben der Schweizer Landesregierung, heisst es dazu in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Die Tournee werde daher mit der Abendvorstellung vom 28. Oktober in Zürich beendet. Wörtlich heisst es in der Mitteilung weiter:

«Die Familie Knie bedankt sich von Herzen beim treuen Publikum. Und freut sich auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.»

In den nächsten Tagen werden die Abbauarbeiten vorgenommen sowie die Artistinnen und Artisten «schweren Herzens» nach Hause geschickt. Die Familie Knie, alle Artisten und Mitarbeiter seien von der derzeitigen Situation sehr betroffen, heisst es in der Mitteilung. Bereits gekaufte Tickets für die Tournee, die bis Ende Dezember hätte dauern sollen, können zurückgegeben werden.

In diesem Jahr nun doch nicht: Aufbau des Zelts des Circus Knie auf dem St.Galler Spelteriniplatz.

In diesem Jahr nun doch nicht: Aufbau des Zelts des Circus Knie auf dem St.Galler Spelteriniplatz.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo (23.4.2019)

Pro Karte wird ein pauschaler Betrag von fünf Franken abgezogen. Die Rückabwicklung von Zehntausenden von Tickes stelle eine enorme Herausforderung dar. Sie führe zu einem riesigen administrativen Aufwand bei Veranstaltern und Ticketanbietern, der nur mit Hilfe externer Dienstleister zu bewältigen sei. Der Circus Knie bittet daher in seiner Mitteilung um Verständnis für den Fünfliber, der bei der Rückerstattung abgezogen wird.

Knie-Tickets können dort zurückgegeben werden, wo man sie gekauft hat. Also entweder bei Ticketcorner.ch und dessen Callcenter oder bei einer Vorverkaufsstelle.

Mittwoch, 28. Oktober - 19:52 Uhr

Konzert und Theater St.Gallen spielen auch vor wenig Publikum: Alle Tickets werden storniert, Interessenten müssen neu buchen

(pd/vre) Die Verschärfung der Massnahmen gegen die Coronapandemie durch den Bundesrat sei «ein herber Rückschlag» für den Kulturbetrieb, heisst es in einer Mitteilung von Konzert und Theater St.Gallen vom Mittwochabend. Anders als beim dreimonatigen vollständigen Lockdown gebe es jetzt aber positive Aspekte: Das Kulturleben werde nicht gänzlich stillgelegt. Auch Konzert und Theater St.Gallen spielt weiter, wenn auch nur vor 50 Besucherinnen und Besuchern pro Vorstellung.

So viel Publikum wie bei der Premiere der Barockoper «Giulio Cesare in Egitto» wird sich bis auf weiteres im Theaterprovisorium auf dem Unteren Brühl nicht mehr aufhalten. Ab sofort sind maximal 50 Personen zugelassen.

So viel Publikum wie bei der Premiere der Barockoper «Giulio Cesare in Egitto» wird sich bis auf weiteres im Theaterprovisorium auf dem Unteren Brühl nicht mehr aufhalten. Ab sofort sind maximal 50 Personen zugelassen.

Bild: Benjamin Manser (24.10.2020)

Das bedeutet gemäss Mitteilung, dass in der Tonhalle die Konzerte vom Donnerstag und Freitag wie auch das Familienkonzert vom Sonntag durchgeführt werden. Auch stattfinden wird am Samstag im Provisorium auf dem Unteren Brühl die Premiere von «Black Rider». Ebenfalls aufgeführt wird am Donnerstag und Samstag in der Lokremise das Tanzstück Zendijwa.

Am Sonntagnachmittag wird im Provisorium zudem die Barockoper «Giulio Cesare in Egitto» gespielt. Abgesagt werden muss gemäss Mitteilung von Konzert und Theater St.Gallen dagegen die Monolog-Reihe «Radikal allein» in den Räumen des Kunstmuseums. Dies, weil die neue 50-Besucher-Regelung nur für Vorstellungen gilt, in denen alle Gäste einen festen Sitzplatz haben.

Das Theaterprovisorium «Um!Bau» auf dem Unteren Brühl in St.Gallen.

Das Theaterprovisorium «Um!Bau» auf dem Unteren Brühl in St.Gallen.

Bild: Benjamin Manser (24.10.2020)

Mit der Beschränkung der Besucherzahl wird Konzert und Theater St.Gallen bei diesen Vorstellungen von Donnerstag bis Sonntag den grössten Teil der Abonnentinnen und Abonnenten, aber auch viele Inhaber bereits gebuchter Tickets nicht einlassen können. Aus diesem Grund werden jetzt alle bereits eingegangenen Buchungen storniert. Die Tickets können umgetauscht oder gebührenfrei zurückgegeben werden.

Wer eine der Vorstellungen vom Donnerstag bis Sonntag besuchen will, muss per Mail erneut buchen. Die Anfragen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt; Abonnentinnen und Abonnenten haben Vorrang. Als Alternative für alle, die keinen Platz mehr bekommen oder doch lieber auf einen Besuch verzichten, wird das Tonhallekonzert «Eroica» vom Donnerstag, 19.30 bis 21.30 Uhr, per Livestream auf der Internetseite des Theaters übertragen. Der Mitschnitt bleibt dort abrufbar.

Details zur Buchung von Tickets für die Vorstellungen vom Donnerstag bis Sonntag finden sich im Internetauftritt des Theaters St.Gallen.

Mittwoch, 28. Oktober - 19:17 Uhr

Das Kinok in der St.Galler Lokremise kann weitermachen: Pro Film sind aber nur noch 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen

(lim/vre) Die Verantwortlichen des St.Galler Studiokinos atmen auf: Das Kinok in der Lokremise kann trotz der Verschärfung der Coronaregeln durch den Bundesrat geöffnet bleiben. Dies allerdings nur mit einer Einschränkung: Ab Donnerstag können sich maximal 50 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig einen Film anschauen. Und jeder zweite Sitzplatz muss dabei frei bleiben. Die Arbeiten zur Anpassung des Reservationssystems laufen gemäss Kinok-Newsletter am Mittwochabend auf Hochtouren.

Blick in den Saal des Kinoks in der St.Galler Lokremise.

Blick in den Saal des Kinoks in der St.Galler Lokremise.

Bild: Hanspeter Schiess (27.2.2018)

«Wir sind froh, dass wir nicht schliessen müssen», sagt Kinok-Leiterin Sandra Meier auf Anfrage. Vor der bundesrätlichen Pressekonferenz am Mittwochnachmittag habe sie mit allem rechnen müssen. Nun weiss sie: Bis 50 Leute gleichzeitig können in der Lokremise weiterhin einen Film schauen. Bisher sassen teils bis zu 70 Leute im Kino, weil die derzeitige Regel besagt, dass Gruppen zusammensitzen dürfen.

Sandra Meier ist optimistisch: Das Kinok habe eine sehr gute Lüftung, die Luft im Saal werde innerhalb von fünf Minuten komplett ausgetauscht. Für die Massnahmen des Bundes zeigt sie Verständnis, auch wenn sie anfügt, dass die Einschränkungen für grosse Veranstalter einen gravierenden Einschnitt darstellten. Aber: «Es ist klar, dass der Bundesrat handeln musste. Die Fallzahlen sind extrem hoch und einen zweiten Lockdown wegen des Coronavirus will niemand.»

Mittwoch, 28. Oktober - 18:59 Uhr
Als Ersatz für die Ostschweizer Bildungsausstellung (OBA) hätte in diesem Jahr die Tischmesse Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufswahl unterstützen sollen. Der Anlass ist jetzt aber auch abgesagt.

Als Ersatz für die Ostschweizer Bildungsausstellung (OBA) hätte in diesem Jahr die Tischmesse Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufswahl unterstützen sollen. Der Anlass ist jetzt aber auch abgesagt.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo (29.8.2019)

Nach Verschärfung der Corona-Regeln: Olma-Messen sagen OBA-Ersatz ab, Tischmesse findet am 29. und 30. Oktober nicht statt

(pd/vre) Gemäss den neuen Corona-Schutzmassnahmen, über die der Bundesrat am Mittwochnachmittag informiert hat, sind Messen und Märkte in geschlossenen Räumen ab morgen Donnerstag untersagt. Die neue Regel trifft die Olma-Messen St.Gallen auf dem linken Fuss: Sie hätte am Donnerstag und Freitag die Tischmesse durchführen wollen. Dieser Ersatz für die bereits abgesagte Ostschweizer Bildungsausstellung (OBA) muss nun ebenfalls von einem Tag auf den anderen gekippt werden. Die Olma-Messen bedauern in ihrem Internetauftritt diesen Schritt sehr. Die nächste OBA ist für den 2. bis 5. September 2021 geplant.

Mittwoch, 28. Oktober - 18:42 Uhr

Reaktionen auf den Coronaentscheid des Bundesrates: Matthias Peter von der Kellerbühne lässt sich die Laune nicht verderben

(miz/vre) Die Verschärfung der Anti-Corona-Regeln ist für Matthias Peter, Leiter der St.Galler Kellerbühne, eine schlechte Nachricht. Trotzig sagt er aber am Mittwoch auf Nachfrage: «So lange Leute kommen, spielen wir auch für 50 Zuschauerinnen und Zuschauer weiter.» Quasi im Anschluss an die Pressekonferenz des Bundesrates steht Peter selber auf der Bühne: Er hat am Mittwochabend Premiere mit dem Stück «Schikaneder – der Zauberflötenmacher».

Blick in die Kellerbühne. Sie hat ihren Betrieb nach dem Lockdown mit einem Konzert von Goran Kovacevic und Peter Lenzin im Juni neu gestartet.

Blick in die Kellerbühne. Sie hat ihren Betrieb nach dem Lockdown mit einem Konzert von Goran Kovacevic und Peter Lenzin im Juni neu gestartet.

Bild: Michel Canonica (7.6.2020)

Er ist guten Mutes, freut sich auf seine Premiere, «riesig» sei die Freude sogar. Trotz der Verschärfungen der Anti-Corona-Regeln, die auch ihn als Kulturveranstalter treffen. Matthias Peter:

«Der einzige Grund, mit Vorstellungen aufzuhören, wäre, wenn sich die Leute so ins Bockshorn jagen liessen, dass sie aus Angst nicht mehr ins Theater kämen.»

Wobei das Ganze schon auch etwas zynisch sei, findet der Leiter der Kellerbühne: «Der Bundesrat sagt, spielt weiter - und gleichzeitig gibt er die Parole aus, bitte bleibt alle zu Hause.» Die Kellerbühne jedenfalls spiele lieber, als dass man zu Hause hocke. Auch Künstlerinnen und Künstler empfänden das so. Riklin und Schaub werden nächste Woche ihre Premiere in der Kellerbühne spielen. «Sie sagen, sie haben so lange dafür geprobt, jetzt wollen sie raus damit.»

Doch bei allem Enthusiasmus: Lohnen sich Vorstellungen für ein so kleines Publikum finanziell überhaupt noch? Für Einzelkünstler schon, sagt Matthias Peter. Bei grösseren Ensembles gäbe es ein Problem. Für ihn und seine «Schikaneder»-Truppe werde es jetzt halt eine kleinere Gage: «Aber wir werden das irgendwie schon schaffen».

Das Ensemble von «Schikaneder – der Zauberflötenmacher». Rechts im Bild Kellerbühnenleiter Matthias Peter.

Das Ensemble von «Schikaneder – der Zauberflötenmacher». Rechts im Bild Kellerbühnenleiter Matthias Peter.

Bild: PD (17.8.2020)

Die Ankündigungen des Bundesrates heute hat Matthias Peter erwartet. Er ist entsprechend darauf vorbereitet. Das Problem, dass sich ihm jetzt stellt: Er muss alle Sitzpläne nochmals neu erstellen, da nun ja keine Zweiergruppen mehr erlaubt sind. Dass nächste Woche für einige Vorstellungen schon über 50 Plätze verkauft seien, würde sich sicher noch von selber regulieren, gibt sich Peter optimistisch. Aber jetzt gehe er erst einmal gut gelaunt in seine Premiere...

Mittwoch, 28. Oktober - 18:25 Uhr

Ab sofort Geisterspiele in der Sporthalle Kreuzbleiche

Ab sofort spielen die Männer des TSV St.Otmar in der Sporthalle Kreuzbleiche ohne Publikum. Das erste Geisterspiel dürfte das Cupspiel vom Samstag gegen Schaffhausen werden.

Ab sofort spielen die Männer des TSV St.Otmar in der Sporthalle Kreuzbleiche ohne Publikum. Das erste Geisterspiel dürfte das Cupspiel vom Samstag gegen Schaffhausen werden.

Bild: Michel Canonica (7.10.2020)

(D.G./vre) Die vom Bundesrat verkündeten Verschärfungen der Anti-Corona-Regeln haben Auswirkungen auf die Handballmeisterschaft der NLA. Wie Präsident Hans Wey sagt, finden die Heimspiele der Männer von St.Otmar in der Sporthalle Kreuzbleiche ab sofort und bis auf weiteres ohne Publikum statt. Offen ist noch, ob der Verband die Meisterschaft allenfalls gar unterbricht. Wey: «Stand jetzt gehe ich davon aus, dass das Cupspiel vom Samstag gegen Schaffhausen stattfindet.» Ohne Publikum als Geisterspiel, versteht sich.

Mittwoch, 28. Oktober - 17:47 Uhr

Heimspiele des FC St.Gallen ab sofort nur noch mit 50 Zuschauern: Klub informiert bis Donnerstagmittag, wie's weitergehen soll

(pd/vre) Die Massnahmen gegen das Coronavirus, die der Bundesrat am Mittwochnachmittag bekanntgegeben hat, haben einschneidende Folgen für den FC St.Gallen: Bis auf weiteres sind an den Heimspielen im Kybunpark maximal 50 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Diese Beschränkung gilt ab sofort, also bereits beim Spiel gegen den FC Basel vom Sonntag. Über das weitere Vorgehen will der FCSG Abonnentinnen und Abonnenten sowie Sponsoren, Businesskunden, Logenmieter und Donatoren am Donnerstagmittag informieren.

Fast-Geisterspiele für den FC St.Gallen: Ab sofort sind bei Heimspielen im Kybunpark nur noch 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen.

Fast-Geisterspiele für den FC St.Gallen: Ab sofort sind bei Heimspielen im Kybunpark nur noch 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen.

Bild: Michel Canonica (25.6.2020)

«Wir haben die erste Welle überstanden und werden alles dafür tun, dass der FC St.Gallen auch diese Prüfung meistert», wird Präsident Matthias Hüppi in einer ersten Stellungnahme vom späten Mittwochnachmittag zitiert: «Dank unseres einzigartigen Zusammenhalts im Klub, aber auch mit den Aktionären, Fans, Sponsoren und Gönnern gehen wir weiter auf dem eingeschlagenen Weg. Immer im Bewusstsein, dass die Entwicklung der Pandemie die ganze Gesellschaft trifft, und in der Hoffnung, dass die angeordneten Massnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen.»

Mittwoch, 28. Oktober - 17.30 Uhr

Erste Reaktionen auf Verschärfung der Anti-Corona-Regeln: Goldach will Sporthallen so lange als möglich offen halten

Dominik Gemperli, Goldacher Gemeindepräsident und CVP-Kantonsrat.

Dominik Gemperli, Goldacher Gemeindepräsident und CVP-Kantonsrat.

Bild: Benjamin Manser (3.6.2020)

(rtl) «Das wars. Es ist ein Stück weit tragisch, aber beliebte Veranstaltungen wie unser ‹Kultur i de Aula› können nach diesen Verschärfungen nicht mehr stattfinden», sagt Goldachs Gemeindepräsident Dominik Gemperli am späten Donnerstagnachmittag auf Anfrage. Für die vom Bundesrat ausgesprochenen Massnahmen zeigt Gemperli dennoch Verständnis: Es sei vermutlich der einzige Weg, um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen.

In Goldach trainieren Judokas, Boxer und Karatekas im Amateurbereich. «Wir werden die Hallen für den Breitensport offen halten, solange die Vorgabe von maximal 15 Personen eingehalten wird. Vereine, die Kontaktsportarten ausüben, sind jetzt aber angehalten, andere Trainingsformen zu finden, bei denen die Mindestabstände zwischen den Akteuren eingehalten sind.»

Mittwoch, 28. Oktober - 17:17 Uhr

Historischer Verein sagt Tagung über Männergeschichte ab: «Aufwand und Ertrag nicht mehr in einem sinnvollen Verhältnis»

(pd/vre) Der Historische Verein des Kantons St.Gallen sagt kurzfristig die für Samstag geplante Jahrestagung über Männerrollen in der Geschichte ab. Sowohl unter den Referentinnen und Referenten als auch seitens des Publikums habe es in den vergangenen Tagen Absagen gegeben. Damit stünden Aufwand und Ertrag «je länger je weniger in einem sinnvollen Verhältnis». Dazu komme die allgemein unsichere Lage wegen der Coronapandemie, heisst es in einer Mitteilung.

Organisatorinnen und Organisatoren des Anlasses bedauerten den Schritt, seien aber der Ansicht, dass es dazu keine Alternative gegeben habe. Das nächste Neujahrsblatt des Historischen Vereins hingegen ist auf Kurs: Die Publikation mit dem Titel «Männerwelten, Männerbilder, Männerträume» soll wie geplant Ende März 2021 erscheinen können. Informationen über frühere Neujahrsblätter gibt's im Onlineauftritt des Vereins.

Mittwoch, 28. Oktober - 16:30 Uhr

Wegen des erneuten Aufflammens der Coronapandemie: Weihnachtsshow «Merry Christmas» in Teufen abgesagt

Die alljährliche Charity-Gala «Merry Christmas» in Teufen erfreut sich beim Publikum quer durch die Region St.Gallen grosser Beliebtheit.

Die alljährliche Charity-Gala «Merry Christmas» in Teufen erfreut sich beim Publikum quer durch die Region St.Gallen grosser Beliebtheit.

Bild: Ralph Ribi (24.11.2017)

(pd/vre) Alle Aufführungen der Weihnachtsshow «Merry Christmas» in Teufen sind aufgrund der neusten Coronavorgaben abgesagt. Die traditionelle Ostschweizer Weihnachtsshow wäre dieses Jahr ab dem 13. November zum 17. Mal durchgeführt worden. Das von Beat Antenen inszenierte und seit anfangs Oktober bereits ausverkaufte Programm hätte in der neusten Ausgabe das «Tandem» unterstützt. Diese Institution der Gemeinnützigen und Hilfsgesellschaft der Stadt St.Gallen bietet Raum für Menschen mit geistiger und physischer und/oder Sinnesbehinderung sowie für Erwachsenen mit Wahrnehmungsstörungen an.

Mittwoch, 28. Oktober - 15:44 Uhr
Weil sie wegen Corona nicht zu den Kindern kommen können, starten Nikolaus und Ruprecht einen Videoaufruf.

Weil sie wegen Corona nicht zu den Kindern kommen können, starten Nikolaus und Ruprecht einen Videoaufruf.

Bild: PD

Samichlaus wendet sich mit Videobotschaft an St.Galler Kinder

(stm) Es gibt Telefonnummern, die wohl viele gerne im Handy gespeichert hätten: die von Bundesrat Alain Berset zum Beispiel. Oder die des argentinischen Fussballstars Lionel Messi. Oder von Schauspielerin Angelina Jolie. Eine der begehrten Nummern kann man jetzt in seinem Telefonbuch abspeichern: die des Samichlaus. Sie lautet: 079'363'11'94.

Dass die geheime Nummer veröffentlicht wird, ist den Klausgruppen St.Gallen zu verdanken. Der Verein hat sich nämlich bereits im Sommer dazu entschieden, wegen Corona auf die üblichen Hausbesuche in den St.Galler Stuben zu verzichten und stattdessen den Kindern auf digitalem Weg eine Freude zu bereiten.

Im Video erklären Nikolaus und Ruprecht, was sie sich für den Chlausbesuch im Coronawinter haben einfallen lassen:

Samichlaus und Ruprecht laden die Kinder aus der Stadt St.Gallen und den umliegenden Gemeinden ein, per Whatsapp ein Foto eines selbst gemalten Bildes oder einer Bastelei zu schicken. Ausserdem freuen sie sich über Sprüchli oder Lieder, die ihnen per Audioaufnahme oder Video zugesendet werden. Und der Samichlaus verspricht im Video:

«Alle Kinder, die mir bis am Sonntag,
13. Dezember 2020 etwas Kreatives senden, erhalten eine feine Überraschung per Post.»
Mittwoch, 28. Oktober - 15:15 Uhr

Ein Luftschiff über den Kirchtürmen der Altstadt

Momentaufnahme. Am Mittwochnachmittag hat ein Zeppelin die Gallusstadt überflogen. Das Luftschiff dürfte sich auf einem der Rundflüge befunden haben, die die Deutsche Zeppelin-Reederei GmbH von Friedrichshafen aus anbietet.

Momentaufnahme. Am Mittwochnachmittag hat ein Zeppelin die Gallusstadt überflogen. Das Luftschiff dürfte sich auf einem der Rundflüge befunden haben, die die Deutsche Zeppelin-Reederei GmbH von Friedrichshafen aus anbietet.

Bild: Sandro Büchler
Mittwoch, 28. Oktober - 14:59 Uhr

SP kritisiert St.Galler Kantonsregierung für ihre Coronakritik am Bundesrat: Falscher Zeitpunkt für Machtspiele und Kantönligeist

(pd/vre) Die SP des Kantons St.Gallen geht in einer Mitteilung scharf mit der Kantonsregierung ins Gericht. Diese hatte am Dienstag einen Brief an den Bundesrat publik gemacht, in der sie die vom Bund vorgegebenen Anti-Corona-Massnahmen ablehnt. Sie will demnach weiterhin selber über Massnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie entscheiden. Wenn er das übernehmen wolle, müsse der Bund «die besondere Lage» ausrufen, damit er die finanzielle Verantwortung für wirtschaftlichen Folgen trägt.

Diese Haltung lehnt die SP in einer Mitteilung vom Mittwoch ab. Die Partei ruft die Kantonsregierung auf, «gemeinsam und solidarisch mit dem Bund und den anderen Kantonen durch die Krise zu gehen». Angesichts der Entwicklung der Lage, sei jetzt der falsche Zeitpunkt für Machtspiele. Dies gelte auch, wenn der Bundesrat heute Mittwoch neue Regeln herausgebe. Es brauche weitere Massnahmen gegen das Coronavirus, findet die SP.

Coronapandemie

Bundesrat informiert über schärfere Massnahmen

(vre) Der Bundesrat wird voraussichtlich am Mittwoch, 16 Uhr, über die Verschärfung der Anti-Corona-Massnahmen informieren. Das hat André Simonazzi, Sprecher des Bundesrates, vor kurzem bekanntgegeben. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Details zu den geplanten Verschärfungen geklärt sein. Noch sei der Bundesrat nicht bereit.

«Tagblatt online» informiert über die Orientierung mit einem Liveticker und einem Livestream unter www.tagblatt.ch.

Seit mehreren Wochen steige die Zahl der Corona-Neuinfektionen steil an, schreibt die SP. Vom Montag der vergangenen Woche bis Montag dieser Woche hätten sich die Zahlen verdoppelt. Der Kanton St.Gallen melde für gestern Dienstag allein 571 Neuinfektionen. Die Hospitalisationen nähmen zu, die Schweiz sei zum europäischen «Corona-Hotspot» geworden. Aktuell könnten die Spitäler die Situation bewältigen. Die SP befürchtet aber, dass das nicht mehr lange so ist, wenn die Ansteckungen weiter derart ansteigen.

Mittwoch, 28. Oktober - 14:24 Uhr

Stadt will 2021 den Liveticker aus dem Stadtparlament einstellen: 14'000-Franken-Einsparung löst Kritik in den sozialen Medien aus

(vre) Wer auf dem Laufenden sein will, was das St.Galler Stadtparlament diskutiert und beschliesst, muss sich seit einigen Jahren nicht mehr in den Parlamentssaal begeben. Die Stadt berichtet nämlich mit Kurzmeldungen im Internet, einem sogenannten Liveticker, parallel zur Sitzung, was gesagt und beschlossen wird.

Das soll sich 2021 ändern. Die Stadt will den Liveticker aus dem Parlament nämlich einstellen und damit 14'000 Franken sparen. Das hat der grünliberale Stadtparlamentarier Marcel Baur im Nachgang zum heute präsentierten St.Galler Stadtbudget 2021 auf Twitter publik gemacht. Der Parlamentsticker ist kein Publikumsrenner, er hat aber seine Liebhaber. Das zeigen Reaktionen auf den Tweet von Bauer.

Hält den Liveticker aus dem St.Galler Parlament für wichtig: der grünliberale Stadtparlamentarier Marcel Baur.

Hält den Liveticker aus dem St.Galler Parlament für wichtig: der grünliberale Stadtparlamentarier Marcel Baur.

Bild: PD

Der Service sei eine gute Dienstleistung gewesen, reagiert beispielsweise User «untrueandnew»: «Real-Time-Transparenz wäre wichtig.» Nicht zuletzt, weil es in der Stadt St.Gallen keine Gemeindeversammlung gebe. User «hdzimmermann» hält die Sparmassnahmen ebenfalls für «wenig schmeichelhaft für die Smartcity St.Gallen». Der «gallenblog» wiederum hat eine Idee für eine günstigere technische Lösung für eine Ton-, allenfalls Bildübertragung aus dem Parlamentssaal.

Das städtische Budget 2021 prognostiziert trotz Sparmassnahmen ein Loch von rund 30 Millionen Franken in der Stadtkasse. Über den Voranschlag entscheidet das Stadtparlament am 8. Dezember an seiner letzten Sitzung der laufenden Amtsdauer 2017 bis 2020. Dass die Einstellung des Livetickers aus dem Parlament dann ein Thema sein wird, ist zwar zu vermuten. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine von vielen Sparmassnahmen, die zu Widerspruch führen könnten.

Mittwoch, 28. Oktober - 13:52 Uhr

Das St.Galler Seifenmuseum zügelt über die Strasse: Am heutigen Standort nur noch bis 15. November geöffnet

(pd/vre) Seit nunmehr fünf Jahren gibt's in St.Gallen an der Rorschacher Strasse 135 ein Seifenmuseum. Entstanden ist diese ungewöhnliche Einrichtung aus der Sammelleidenschaft des damals 13 Jahre alten Vasco Hebel, der in Lokalmedien bis heute als jüngster Museumsdirektor der Gallusstadt vorgestellt wird. Seit Sommer 2015 hat er mit einem grossen Team an Unterstützerinnen und Unterstützern bereits verschiedene Wechselausstellungen und Veranstaltungen organisiert.

Das Seifenmuseum St.Gallen befindet sich heute in einem ehemaligen Werkstattgebäude im Hinterhof der Rorschacher Strasse 135.

Das Seifenmuseum St.Gallen befindet sich heute in einem ehemaligen Werkstattgebäude im Hinterhof der Rorschacher Strasse 135.

Bild: PD

Am heutigen Standort ist das St.Galler Seifenmuseum allerdings nur noch bis 15. November geöffnet, und zwar immer am Sonntag. Danach bereiten Vasco Hebel sowie seine Helferinnen und Helfer eine Zügelaktion vor. Das Museum bezieht nämlich nicht weit entfernt vom heutigen Standort neue Räume an der Grossackerstrasse 2. Dort soll im Frühling oder Sommer 2021 Wiedereröffnung gefeiert werden. Das ist dem Internetauftritt des Seifenmuseums zu entnehmen.

Mittwoch, 28. Oktober - 12:55 Uhr

Rätselraten im Stadtratswahlkampf: Warum der FDP-Kandidat Mathias Gabathuler das Logo von Entsorgung St.Gallen spazieren fährt

(ghi) Es gibt kaum eine FDP-Wahlkampfveranstaltung oder Standaktion, an der es nicht dabei ist: das Gabimobil. Das E-Cargo-Bike ist mit Plakaten von Mathias Gabathuler, dem freisinnigen Kandidaten für Stadtrat und Stadtpräsidium tapeziert. Und nicht selten fährt Gabathuler gleich selber mit seinem Wahlkampfmobil vor.

Nun gibt das Vehikel in den sozialen Medien Anlass zu Fragen. Dies weil sich unter den Wahlplakaten offenbar das Logo des städtischen Entsorgungsamts versteckt. Twitter-User Marco Tedaldi wollte deshalb von der Stadt wissen, was denn das für ein Fahrzeug sei. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten.

Die Stadt schreibt, das Fahrzeug gehöre der Sozialfirma Läbeplus. Entsorgung St.Gallen habe vor längerer Zeit einen Finanzierungsbeitrag zur Beschaffung der E-Cargo-Bikes geleistet, weil «Läbeplus» damit unter anderem auch einen Recycling-Service anbiete. Mathias Gabathuler bestätigt diesen Sachverhalt auf Anfrage. Er habe das Bike bei der Sozialwerkstatt Vias gemietet, die wie «Läbeplus» zur Stiftung Bild gehört.

Mathias Gabathuler mit seinem Wahlkampfvehikel vor dem St.Galler Rathaus.

Mathias Gabathuler mit seinem Wahlkampfvehikel vor dem St.Galler Rathaus.

Bild: Benjamin Manser (27.9.2020)

Um Missverständnisse zu vermeiden, achte man bei öffentlichen Auftritten aber stets darauf, dass das Logo des Entsorgungsamts abgedeckt sei, betont FDP-Gabathuler. Das nächste Mal ist er übrigens am Samstag, 7. November, mit seinem Gabimobil in der Stadt unterwegs. Am Bärenplatz führt er eine Standaktion durch.

Mittwoch, 28. Oktober - 12:45 Uhr

Weihnachtsessen unter schlechtem Stern: Mieterverband Ostschweiz fordert Corona-Solidarität mit der Gastrobranche

(pd/vre) Der Mieterinnen- und Mieterverband Ostschweiz (MVO) hat sein Jahresschlussessen in einem Restaurant in der St.Galler Innenstadt aufs nächste Jahr verschoben. Dies sei als Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu verstehen; solche Schritte seien jetzt wichtig, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. MVO-Präsident Ruedi Blumer belässt es nicht dabei: Er hat beim von der Verschiebung betroffenen Restaurant Gutscheine im Wert des Weihnachtsessens gekauft.

Der Gossauer SP-Kantonsrat Ruedi Blumer, Präsident des Mieterinnen- und Mieterverbandes Ostschweiz, ruft dazu auf, Gastronomie und andere Gewerbebetriebe mit dem Kauf von Gutscheinen bei der Bewältigung der Coronakrise zu unterstützen.

Der Gossauer SP-Kantonsrat Ruedi Blumer, Präsident des Mieterinnen- und Mieterverbandes Ostschweiz, ruft dazu auf, Gastronomie und andere Gewerbebetriebe mit dem Kauf von Gutscheinen bei der Bewältigung der Coronakrise zu unterstützen.

Bild: Benjamin Manser (16.9.2020)

Bereits während des Lockdowns von Mitte März bis Mitte Mai habe die Gastrobranche, wie andere Dienstleister und Geschäfte auch, einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten. Im nationalen Parlament sei aber die rechtliche Regelung eines angemessenen Mietzinserlasses für diese Zeit immer noch ausstehend. Eine solche Regelung sei aber nötig, «denn bisher gab es auf freiwilliger Basis nur wenige faire Lösungen», kritisiert der Mieterinnen- und Mieterverband Ostschweiz.

Fair wäre für den MVO ein Mietzinserlass von mindestens 60 Prozent für die Phase des ersten Lockdown. Auch angesichts der aktuellen Entwicklung könne es nicht sein, «dass sich die Immobilienbranche ganz aus der Solidarität» mit den besonders hart getroffenen Unternehmen heraushalte, heisst es in der Mitteilung. Neben dem Mietzinserlass für den Frühling brauche es jetzt zudem Schritte, um die Auswirkungen der Anti-Corona-Massnahmen der zweiten Welle abzufedern, schreibt der MVO.

Mittwoch, 28. Oktober - 10:56 Uhr

Streit zwischen zwei Jugendlichen im Skatepark – Vater wird handgreiflich

Der Vater des einen Jugendlichen soll tätlich geworden sein.

Der Vater des einen Jugendlichen soll tätlich geworden sein.

Symbolbild: Stefan Schaufelberger

(kapo/dar) Am Sonntagabend ist es im Skatepark an der Militärstrasse zu einem Streit zwischen zwei Jugendlichen gekommen. Daraufhin erschien mutmasslich der Vater des einen vor Ort, sprach Beschimpfungen gegen den anderen Jugendlichen aus und soll ihn tätlich angegangen haben, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 17 Uhr.

Eine bis anhin unbekannte Frau konnte den Streit schlichten. Sie und weitere Zeugen werden gebeten, sich mit dem Kriminaldienst der Kantonspolizei St.Gallen unter Telefon 058'229'33'56 in Verbindung zu setzen.

Mittwoch, 28. Oktober - 10:02 Uhr

Im Kanton St.Gallen explodiert Zahl der Corona-Neuinfektionen: 571 neue Fälle und fünf zusätzliche Covid-19-Tote

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet für Dienstag 571 neue Coronafälle. Das ist ein neuer Negativrekord. Die bisher zweithöchste Tageszahl war exakt vor einer Woche mit 400 Fällen gemeldet worden. Im St.Gallischen wurden damit vom 2. März bis heute insgesamt 6'105 laborbestätigte Coronainfektionen registriert.

Auch die Zahl der Todesfälle ist gemäss Aktualisierung vom Mittwochmorgen gestiegen: Der Kanton meldet gleich fünf zusätzliche Fälle, in denen Patientinnen oder Patienten in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit März ist damit auf 55 gestiegen.

Am Dienstag, Mitternacht, waren im Kanton St.Gallen 129 Personen wegen des Coronavirus hospitalisiert. 16 lagen auf Intensivstationen, drei ohne und 13 mit künstlicher Beatmung. Die Zahl der Hospitalisierungen hat sich in den vergangenen anderthalb Wochen mehr als verdoppelt: Am Montag, 19. Oktober, waren erst 52 hospitalisierte Covid-19-Patienten in St.Galler Spitälern gemeldet worden. Damals lagen sieben davon auf der Intensivstation, drei ohne und vier mit künstlicher Beatmung.

Mittwoch, 28. Oktober - 8:36 Uhr

Neue Leitung an der Kantonsschule am Burggraben St.Gallen

Seit 2012 war Michael Lütolf Prorektor der Kantonsschule Burggraben.

Seit 2012 war Michael Lütolf Prorektor der Kantonsschule Burggraben.

Bild: PD

(pd/tn) Der Bildungsrat des Kantons St.Gallen hat den 49-jährigen Michael Lütolf zum neuen Rektor der Kantonsschule am Burggraben gewählt. Die Regierung hat die Wahl genehmigt. Michael Lütolf tritt sein Amt am 1. August 2021 an. Er folgt auf den zurücktretenden Marc König.

Wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst, hat Lütolf 2006 seine Doktorarbeit an der Universität Lausanne abgeschlossen. Er trat noch im selben Jahr seine Stelle als Lehrer für Biologie an der Kantonsschule am Burggraben St.Gallen an.

Seit 2012 ist er als Prorektor für das mathematisch-naturwissenschaftliche und musische Gymnasium zuständig. Er ist zudem verantwortlich für die Projektleitung des International Baccalaureate Diploma Programms, die mündlichen Abschlussprüfungen, die Schulstatistik und die Begabungsförderung.

Mittwoch, 28. Oktober - 7:49 Uhr
Wurde im vergangenen Jahr in den Ständerat gewählt: CVP-Politiker Beni Würth.

Wurde im vergangenen Jahr in den Ständerat gewählt: CVP-Politiker Beni Würth.

Bild: PD

St.Galler Ständerat Beni Würth wird neues Verwaltungsratsmitglied des
FC St.Gallen und ersetzt damit Stefan Wolf

(pd/tn) Im Verwaltungsrat des FC St.Gallen kommt es zu einem Wechsel: «Stefan Wolf, der wie die anderen Verwaltungsräte seit 12. Dezember 2017 dem Gremium angehört und für den Bereich Sport/Nachwuchs zuständig ist, legt sein Amt an der Generalversammlung der FC St.Gallen AG vom 20. November 2020 nieder», schreibt der Ostschweizer Fussballverein in einer Medienmitteilung.

Der Rücktritt von Stefan Wolf aus dem Verwaltungsrat geschehe aus privaten und beruflichen Gründen. Wolf sagt in einer Stellungnahme, der FCSG habe ihn nun über 18 Jahre geprägt. Die berufliche Belastung als Einzelunternehmer in seiner Firma Wolf und Web sowie als Geschäftsführer der Stiftung Next Sport Generation habe jedoch mit dem VR-Mandat merklich zugenommen. Er sagt:

«Nach über zweieinhalb höchst spannenden Jahren ist für mich persönlich der Punkt erreicht, dass ich nicht mehr alle Tätigkeiten in Einklang mit dem VR-Mandat und seinen Anforderungen bringen kann»

Auch FCSG-Präsident Matthias Hüppi kommt in der Medienmitteilung zu Wort: «Wir bedauern seinen Rücktritt sehr. Mit ihm verlieren wir einen geschätzten Kollegen und hoch angesehenen Fachmann. Als Freund und Unterstützer bleibt er uns aber erhalten.» Weiter sagt er:

«Gleichzeitig freuen wir uns, in Ständerat Beni Würth eine äusserst kompetente, sehr erfahrene und bestens vernetzte Persönlichkeit für unser Gremium gefunden zu haben. Er passt perfekt zu uns.»
Dienstag, 27. Oktober - 22:09 Uhr

Zweite Wahlgänge in die Stadtregierung: EVP empfiehlt die Frauen

(pd/vre) Die EVP des Wahlkreises St.Gallen-Gossau hält für den zweiten Wahlgang in die St.Galler Stadtregierung vom 29. November an ihren Empfehlungen für den ersten Wahlgang fest. Sie empfiehlt gemäss Mitteilung vom Dienstagabend fürs Stadtpräsidium Maria Pappa (SP) und für den fünften, noch vakanten Sitz im Stadtrat Trudy Cozzio (CVP). Beide treten im jeweiligen Wahlgang gegen Mathias Gabathuler (FDP) an.

Am 29. November treten ums Stadtpräsidium Maria Pappa (SP - links im Bild) und Mathias Gabathuler (FDP) an. Um den letzten vakanten Stadtratssitz kämpfen Gabathuler und Trudy Cozzio (CVP).

Am 29. November treten ums Stadtpräsidium Maria Pappa (SP - links im Bild) und Mathias Gabathuler (FDP) an. Um den letzten vakanten Stadtratssitz kämpfen Gabathuler und Trudy Cozzio (CVP).

Bilder: TB-Fototeam

In den Hearings vor dem 27. September habe sich gezeigt, dass nur eine Kandidierende die Werte und Visionen der EVP für die Stadt St.Gallen teile, nämlich Maria Pappa. Die EVP erachte es als sinnvoll und an der Zeit, dass eine kompetente und erfahrene Frau das Stadtpräsidium übernehme. Und diese Frau sei eben Maria Pappa, heisst es in der EVP-Mitteilung.

Auch bei der Wahl für den letzten zu besetzenden Stadtratssitz hält die EVP an ihrer Empfehlung für den ersten Wahlgang vom 27. September fest. In den Hearings habe sich damals gezeigt, dass Trudy Cozzio die Kandidatin sei, die mit ihren Visionen und Wertvorstellungen der EVP am nächsten komme, heisst es in der Mitteilung.

Dienstag, 27. Oktober - 21:52 Uhr

Neubau für die Tagesbetreuung im Boppartshof: Trotz Zweifeln 600'000 Franken für Wettbewerb und Vorprojekt freigegeben

(vre) Einen verbalen Schlagabtausch gab’s am Dienstag im St.Galler Stadtparlament beim Kredit für Wettbewerb und Vorprojekt für den Neubau der Tagesbetreuung der Primarschule Boppartshof. Einige Fraktionen kritisierten das Fehlen von Grundlagen und verlässlichen Zahlen. Das Projekt sei angesichts der notleidenden Stadtkasse zu grosszügig und zu wenig flexibel aufgegleist worden. Zudem wurden Fragezeichen zum Standort gesetzt, der Spielplatz und Spielwiese trennt.

Das Primarschulhaus Boppartshof soll einen Neubau für seine Tagesbetreuung bekommen. Im Stadtparlament war am Dienstag strittig, wie gross dieser Neubau sein soll.

Das Primarschulhaus Boppartshof soll einen Neubau für seine Tagesbetreuung bekommen. Im Stadtparlament war am Dienstag strittig, wie gross dieser Neubau sein soll.

Bild: Marlen Hämmerli (21.10.2020)

FDP und SVP wollten als Konsequenz aus ihren Zweifeln und den aus ihrer Sicht zu vielen offenen Fragen die Vorlage zur Überarbeitung zurückweisen. Die Fraktionen von CVP/EVP sowie von Grünliberalen sagten in der Hoffnung Ja dazu, dass die Stadt die Kritik gehört habe und sie auch aufnehmen werde. Die Fraktionen von SP/Juso/PFG sowie von Grünen/Junge Grünen stellten sich hinter die Vorlage.

Der FDP-Rückweisungsantrag hatte damit keine Chancen mehr. Er wurde mit 39 Nein und 20 Ja bei einer Enthaltung und drei Absenzen bachab geschickt. In der Schlussabstimmung bewilligte das Parlament mit 41 Ja, 19 Nein und drei Absenzen den Kredit von 600'000 Franken zur Durchführung des Wettbewerbs und Erarbeitung des Vorprojekts für den Neubau der Tagesbetreuung im Boppartshof.

Dienstag, 27. Oktober - 21:39 Uhr

Stadtparlament sagt Ja zur Schutzverordnung fürs Goldachtobel: Jetzt kann der Rechtsstreit starten

(vre) Das kommt im Stadtparlament zum Glück selten vor: Gestern hat es eine Vorlage diskutiert und niemand war mehr dabei, der seinerzeit den Startschuss dafür miterlebt hatte. Das Postulat, das jetzt zur Schutzverordnung fürs Goldachtobel führte, wurde am 16. November 1999 eingereicht und am 4. April 2000, also vor ziemlich genau 20 Jahren, an den Stadtrat zur Erledigung überwiesen.

Die Liste jener, die den Vorstoss damals mit unterschrieben haben, liest sich heute wie ein «Who’s who» der jüngsten Stadtgeschichte. Elisabeth Beéry und Fredy Brunner, zwei nachmalige Stadtratsmitglieder der SP und der FDP, figurieren beispielsweise auf der Unterschriftenliste. Oder Trudy Cozzio, die jetzt gerade für die CVP für die gleiche Stadtregierung kandidiert.

Die Namen auf der Unterschriftenliste des Vorstosses, der vor zwanzig Jahren am Anfang der Schaffung der Schutzverordnung Goldachtobel stand, weckt Erinnerungen. Mit unterschrieben haben damals im Parlament auch die späteren Stadtratsmitglieder Fredy Brunner und Elisabeth Beéry.

Die Namen auf der Unterschriftenliste des Vorstosses, der vor zwanzig Jahren am Anfang der Schaffung der Schutzverordnung Goldachtobel stand, weckt Erinnerungen. Mit unterschrieben haben damals im Parlament auch die späteren Stadtratsmitglieder Fredy Brunner und Elisabeth Beéry.

Urs Jaudas (26.4.2011)

Nach langer Leidenszeit lag die Schutzverordnung jetzt zum Entscheid vor. Sie stiess gestern im Parlament bei 53 Ja, einer Enthaltung und neun Absenzen grossmehrheitlich auf Zustimmung. Verschiedene Fraktionssprecherinnen und Fraktionssprecher bedauerten allerdings, dass Mörschwil, Goldach, Untereggen und Eggersriet beim Schutzprojekt nicht mitmachen wollten.

Das sei zwar tatsächlich schade, sagte Veronika Meyer für Grüne und Junge Grüne. Dass die Stadt jetzt eine Schutzverordnung für die Naturoase Goldachtobel habe, sei aber unendlich besser als nichts und damit als der frühere Zustand. Auch Ivo Liechti lobte für die Fraktion von CVP und EVP, dass es richtig sei, die Naturschätze im Tobel zu schützen. Er betonte allerdings den Wert von Kompromissen mit jenen, die das Gebiet nutzen. Das fördere die Akzeptanz einer solchen Verordnung.

Das Goldachtobel wartet zwischen der Martinsbrugg auf St.Galler Stadtgebiet und Goldach am Bodensee mit vielen Naturschönheiten auf.

Das Goldachtobel wartet zwischen der Martinsbrugg auf St.Galler Stadtgebiet und Goldach am Bodensee mit vielen Naturschönheiten auf.

Bild: Ralph Ribi (10.6.2011)

Für die Stadt sei es richtig, auch ohne die anderen Gemeinden ihre Schutzverordnung zu erlassen, sagte Jacqueline Gasser-Beck für die Grünliberalen. Während auch Lisa Etter für die Fraktion von SP, Juso und PFG die Stadt ermunterte, nochmals bei den anderen Gemeinden anzuklopfen und sie dochn och ins Boot zu holen.

Der Entscheid des Stadtparlaments schliesst das politische Verfahren für die Schutzverordnung Goldachtobel ab. Rechtskräftig ist sie damit allerdings noch lange nicht. Jetzt geht nämlich das Rechtsverfahren weiter: Die 14 Einsprecher, deren Eingaben der Stadtrat abgelehnt hat, erhalten jetzt den negativen Entscheid. Sie können dagegen Rekurs nacheinander bei verschiedenen höheren Instanz einlegen. Wird dieser Instanzenzug genutzt, droht ein jahrelanger Rechtsstreit.

Dienstag, 27. Oktober - 21:21 Uhr

Das St.Galler Stadtparlament hakt acht von 15 Traktanden ab: Kein wirklich grosser Brocken, viele kleinere Geschäfte

Das St.Galler Stadtparlament tagte am Dienstagnachmittag und -abend erneut in der Olma-Halle 2.1.

Das St.Galler Stadtparlament tagte am Dienstagnachmittag und -abend erneut in der Olma-Halle 2.1.

Bild: Reto Voneschen (27.10.2020)

(dwi/vre) Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstag an seiner 50. Sitzung der Amtsdauer 2017 bis 2020 acht Sachgeschäfte behandelt. Aufgrund der Coronakrise tagte das Parlament erneut in der Olma-Halle 2.1. Gäste waren zugelassen, allerdings herrschte im Saal Maskenpflicht - ausser für Rednerinnen und Redner.

  • Kindergärten. Einstimmig genehmigt wurde ein Rahmenkredit von 2,4 Millionen Franken für die Sanierung von vier Kindergärten, und zwar am Isenringweg 7, Achslenweg 10, Dreilindenhang 30 und an der Waldgutstrasse 6a. Ein Antrag der grünliberalen Fraktion, nicht nur auf dem Kindergarten am Dreilindenhang eine Fotovoltaikanlage zu installieren, sondern auch bei den andern drei Gebäuden, wurde mit 33 zu 25 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt. Fakultatives Referendum.
  • Sportanlage. Mit 57 zu 7 Stimmen wurde der Kredit von 695'000 Franken für die Sanierung des Kunstrasens und der Beleuchtung der Sportanlage Halden bewilligt. Ein Rückweisungsantrag der SVP, weil das städtische Gesamtkonzept für die Sportanlagen immer noch fehle, wurde mit 41 zu 20 Stimmen abgelehnt.
  • St.Gallen West. Ohne Gegenstimme wurden 611'200 Franken an die Kosten von rund 1,7 Millionen Franken für die Entwicklungsplanung der Gebiete St.Gallen West und Gossau Ost beschlossen. Der Entscheid steht unter Vorbehalt entsprechender Beschlüsse von Gossau, Gaiserwald, dem Kanton und lokaler Wirtschaftsverbände.
  • Tagesbetreuung. Für den Projektwettbewerb und die Erarbeitung eines Vorprojektes für den Neubau der Tagesbetreuung der Primarschule Boppartshof wurden 600'000 Franken bewilligt. Ein Rückweisungsantrag der FDP wurde mit 39 Nein, 20 Ja, 1 Enthaltung und 3 Absenzen abgelehnt.
  • Feuerwehr. Die Stadt kann für über eine Million Franken fünf Fahrzeuge für die Feuerwehr beschaffen. In der kurzen Debatte gab's kritische Voten von SVP und FDP zur längerfristigen Finanzierung der Feuerwehr: Eine Erhöhung der Feuerwehrabgabe komme nicht in Frage und werde man bekämpfen, hiess es. Die Stadt müsse auch in diesem Bereich Kostenbewusstsein zeigen und sparsam mit den Mitteln umgehen. Fakultatives Referendum.
  • UG 22. Das Wohnhaus Unterer Graben 22 neben dem Restaurant Baratella kann für 782'000 Franken saniert werden. Zustand und Ausstattung des Gebäudes sind schlecht; so steht den Bewohnern der drei Dreizimmerwohnungen heute nur eine einzige Badewanne im Keller zur Verfügung. Aus den Fraktionen von FDP und von SVP gab’s Kritik, die Stadt habe zu lange nichts unternommen und das Haus verwahrlosen lassen. Dass die Stadt Nachholbedarf bei solchen Sanierungen habe sei bekannt, hielt Stadträtin Maria Pappa dagegen: Das sei auch die Folge früherer Sparprogramme und Sparbeschlüsse.  Der Sanierungskredit wurde mit 53 Ja bei 2 Enthaltungen und 8 Absenzen klar bewilligt. Fakultatives Referendum.
  • Schutzverordnung. Das Stadtparlament hat mit 53 Ja bei einer Enthaltung und neun Absenzen die Schutzverordnung fürs Goldachtobel gutgeheissen.
  • Buslinie. Der Bericht über den Ausbau der Buslinie 11 wurde vom Parlament zur Kenntnis genommen. Das Postulat, das ihn ausgelöst hatte, wurde einstimmig abgeschrieben. In der Diskussion gab’s linke wie rechte Kritik am regional-kantonalen Finanzierungssystem des öffentlichen Verkehrs. Die Bedürfnisse der Städte würden dabei zu wenig stark gewichtet. Da brauche es Korrekturen.
Dienstag, 27. Oktober - 18:52 Uhr

Dunkle Wolken über dem Schloss Dottenwil

Leserbild. Hans Adelmann fotografierte das Schloss Dottenwil von Wittenbach aus.

Leserbild. Hans Adelmann fotografierte das Schloss Dottenwil von Wittenbach aus.

Dienstag, 27. Oktober - 16:42 Uhr

Bauarbeiten an der Bergbahn von Rheineck nach Walzenhausen: Im November verkehrt ein Ersatzbus

(pd/vre) Gut zu wissen, falls man einen Ausflug ins Appenzellerland plant: Vom 2. bis 18. November sanieren die Appenzeller Bahnen (AB) die Bergbahn Rheineck-Walzenhausen. Während dieser Zeit ist die Bahnstrecke gesperrt; dafür verkehrt gemäss Mitteilung vom Dienstag ab Rheineck ein Ersatzbus. Geplant sind in der ersten Novemberhälfte eine Fahrzeugrevision sowie Erneuerungsarbeiten an den Gleisen.

Gleisarbeiten auf einer Strecke der Appenzeller Bahnen. Vom 2. bis 18. November werden die Gleise der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen saniert.

Gleisarbeiten auf einer Strecke der Appenzeller Bahnen. Vom 2. bis 18. November werden die Gleise der Bergbahn Rheineck-Walzenhausen saniert.

Bild: AB

Baubedingte kurzfristige Änderungen der Sperrzeiten sind nicht ganz auszuschliessen. Die AB bittet die Fahrgäste, jeweils vor einer Reise den Online-Fahrplan der SBB zu studieren. Anschlussverbindungen können auch mit dem Busbetrieb gewährleistet werden. Velos können hingegen im Bus nicht transportiert werden. Gruppenreisen sind gemäss Mitteilung nur eingeschränkt möglich. Die Haltestelle Ruderbach wird nicht bedient.

Dienstag, 27. Oktober - 16:06 Uhr

Petition für mehr Licht im Skatepark und eine neue Skatehalle: Fast 2'500 Unterschriften innert drei Wochen gesammelt

(pd/vre) Seit rund drei Wochen werden in St.Gallen und Umgebung Unterschriften für die Petition «Lasst uns Skateboarden!» gesammelt. Gefordert wird darin eine fest installierte Beleuchtungsanlage für den Skatepark auf der Kreuzbleiche und der Neubau einer Skatehalle für die Stadt St.Gallen. Hinter der Petition stehen Cem Kirmizitoprak von der Beratungsstelle Inklusion und der Skate-Shop Dodaah. Bereits sind 2'486 Unterschriften zusammengekommen; gesammelt wird bis Ende Dezember.

Skateboardkurs im Skatepark auf der St.Galler Kreuzbleiche.

Skateboardkurs im Skatepark auf der St.Galler Kreuzbleiche.

Bild: Reto Voneschen (15.10.2019)

Den Wunsch nach einer fix installierten Beleuchtung im Skatepark auf der Kreuzbleiche wird in der Petition mit der wachsenden Beliebtheit des Skateboardens begründet. Bei den olympischen Sommerspielen 2021 sei die Sportart erstmals offizielle Disziplin. Damit werde ihre Popularität weiter steigen. Gerade für Anfänger auf dem Board, also für Kinder und Jugendliche müsse die Sicherheit im St.Galler Skatepark verbessert werden. Es fehle vor allem am Licht «für die dunklere Jahreszeit», heisst es im Petitionstext.

Für die Skateboarder in St.Gallen seit Jahren ein Manko: Es fehlt für die kalte Jahreszeit eine Indoor-Anlage. In früheren Jahren wurde eine solche als Zwischennutzung auch schon provisorisch zur Verfügung gestellt. Mit der Petition machen Skateboarderinnen und Skateboarder jetzt einen neuen Anlauf, um zu festen Räumen für den Winter zu kommen. Eine Halle erlaube es Skatekurse ganzjährig anzubieten. Zudem verbessere eine solche Einrichtung auch die Sicherheit der vor allem jungen Sportlerinnen und Sportler, begründet der Petitionstext den Hallenwunsch.

Zur Petition «Lasst uns Skateboarden!» im Internet.

Dienstag, 27. Oktober - 15:22 Uhr

Breitseite gegen die neue Wohnraumstrategie der Stadt: Hauseigentümer warnen vor «Verstaatlichung des Wohnens»

(pd/vre) Am Montag hat die Stadt St.Gallen ihre neue Wohnraumstrategie präsentiert. Am Dienstag antwortet der Hauseigentümerverband (HEV) der Stadt St.Gallen mit einer Breitseite. Das neue Konzept sei «der Auftakt zur Verstaatlichung des städtischen Wohnens». Die ihm zugrunde liegende Analyse sei «durch kollektivistische Massnahmen getrübt», heisst es in einer Mitteilung. Darin kündigt der HEV auch an, die drohende «fatale Fehlentwicklung mit allen Mitteln bekämpfen» zu wollen.

An der Ruckhalde soll die nächste grosse Wohnüberbauung der Stadt St.Gallen entstehen. Kommt es bei dieser Planung jetzt zum politischen Tauziehen um die neue Wohnraumstrategie der Stadt St.Gallen?

An der Ruckhalde soll die nächste grosse Wohnüberbauung der Stadt St.Gallen entstehen. Kommt es bei dieser Planung jetzt zum politischen Tauziehen um die neue Wohnraumstrategie der Stadt St.Gallen?

Bild: Benjamin Manser (21.8.2020)

Der HEV kritisiert, dass die Stadt neue und innovative Angebote vor allem mit gemeinnützigen Wohnbauträgern realisieren wolle. Dies obwohl seit 2011 trotz üppiger Fördermittel von dieser Seite keine Anträge mehr für Subventionen gestellt worden seien. Dass die neue Wohnraumstrategie kaum Massnahmen formuliere, welche mit privaten Akteuren umgesetzt werden sollen, ist für den HEV Beleg dafür, dass hinter dem neuen Konzept «ein kollektivistische Dogma» steckt.

Ein Grund für den hohen Leerwohnungsbestand von rund drei Prozent in der Stadt St.Gallen ist für den HEV auch «das seit Jahren vernachlässigte Liegenschaftenportfolio der Stadt». Sie lasse Wohnungen «verlottern», was sozial Benachteiligte aus umliegenden Gemeinden nach St.Gallen ziehe, die «dann die Unterstützungsleistungen der Stadt» beanspruchten. Vor diesem Hintergrund und «der hohen Verschuldung» sei es «nur noch stossend», dass die Stadt ihr Liegenschaftenportfolio um weitere zehn Prozent ausbauen wolle, schreibt der HEV in seiner Mitteilung.

Der Stadt gehören 649 Wohnungen. Dies bei einem Wohnungsbestand von insgesamt 42'625 in St.Gallen. Rund drei Prozent davon stehen leer.

Der Stadt gehören 649 Wohnungen. Dies bei einem Wohnungsbestand von insgesamt 42'625 in St.Gallen. Rund drei Prozent davon stehen leer.

Bild: Urs Jaudas (11.8.2013)

Als Beispiel für die Wohnraumstrategie, die er sich auch für die Stadt St.Gallen wünschen würde, weist der Hauseigentümerverband auf Köniz hin: In der Berner Gemeinde könnten sich private und/oder öffentliche Grundeigentümer zusammentun, eine Transformationszone bilden und so eine höhere Ausnützung des Bodens erreichen. So werde über clevere, freiwillige Anreize gesteuert, statt Beratungsstellen, Bevormundungen und Auflagen einzuführen, heisst es in der HEV-Mitteilung.

Dienstag, 27. Oktober - 14:34 Uhr

Internationaler Wind auf dem Klosterplatz: Wieso die UNO-Fahne am Regierungsgebäude des Kantons St.Gallen wehte

(rar) Eine Fahne am Regierungsgebäude des Kantons St.Gallen hat am Wochenende bei Passantinnen und Passanten einige Verwunderung ausgelöst: Auf der Seite zum Klosterplatz hin wehte nämlich neben einer grossen Schweizer Fahne auch das hellblaue Fahnentuch der Vereinten Nationen im Wind.

Neben der Schweizer Fahne flattert am Samstag am Regierungsgebäude die UNO-Fahne im Wind.

Neben der Schweizer Fahne flattert am Samstag am Regierungsgebäude die UNO-Fahne im Wind.

Bild: Sandro Büchler (24.10.2020)

Auch bei der Staatskanzlei wusste man vorerst nichts über den Grund der UNO-Fahne. Ein Blick in den Kalender erklärte schliesslich den Grund für ihr Hissen: Sie hing zur Feier des Tags der Vereinten Nationen über dem Klosterplatz. Dieser Akt soll die Solidarität aller Mitglieder füreinander zeigen. Dieses Jahr feierten die Vereinten Nationen ihren 75. Jahrestag.

Dienstag, 27. Oktober - 14:05 Uhr

Unterwegs ins Winterquartier

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte den Grasfrosch im Herbstlaub bei Engelburg.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte den Grasfrosch im Herbstlaub bei Engelburg.

Dienstag, 27. Oktober - 10:52 Uhr

Konzert- und Partylokal in Nöten: Kugl startet Crowdfunding, um die zweite Coronawelle finanziell überleben zu können

(vre) Auch das Kugl wird durch die zweite Welle der Coronapandemie arg gebeutelt. Das bei Jungen äusserst beliebte Konzert- und Partylokal im ehemaligen St.Galler Güterbahnhof hat daher ein Crowdfunding auf der Plattform Lokalhelden.ch gestartet. Ziel ist es, bis 31. Dezember 51'000 Franken aufzutreiben, um die Liquidität des Betriebs sicherzustellen.

Das Honky Tonk 2019 im Kugl.

Das Honky Tonk 2019 im Kugl.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo (28.4.2019)

Die erste Coronawelle habe man «mit viel Kreativität und einigen Notlösungen» aus eigener Kraft überleben können, heisst es im Aufruf zum Crowdfunding. Die zweite Welle treffe das Kugl jetzt aber hart und unbarmherzig. Um überleben zu können, brauche das Lokal Hilfe von aussen. Dies um die Zeit, bis man die Arbeit wieder zu 100 Prozent aufnehmen könne, finanziell zu überbrücken. Nur so könne das Kugl, wie man es kenne, weitergeführt werden, heisst es im Crowdfunding-Aufruf.

«Kultur am Gleis» wurde 2004 in einem ehemaligen Güterschuppen im alten St.Galler Güterbahnhof eröffnet. Heute ist es vor allem unter seinem Kürzel Kugl ein Begriff und fester Bestandteil des städtischen Nachtlebens.

Dienstag, 27. Oktober - 10:15 Uhr

Kanton St.Gallen meldet 303 neue Coronafälle: Neuinfektionen auf hohem Niveau stabil

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet für Montag 303 neue Coronafälle. Im St.Gallischen wurden damit seit dem 2. März insgesamt 5'534 laborbestätigte Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle blieb im Kanton in den vergangenen 24 Stunden stabil bei 48. Positiv Getestete im Contact Tracing und in Isolation zählte der Kanton St.Gallen am Montagmittag 1'446, am Sonntagmittag waren es 1'364.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kanton blieb in den vergangenen Tagen auf hohem Niveau stabil. Der grosse Sprung war vor einer Woche vom Dienstag auf den Mittwoch zu verzeichnen. Die Zahl der für einen Tag gemeldeten neuen Coronafälle explodierte damals von 145 auf den bisherigen Negativrekord von 400.

Corona-Neuinfektionen im Kanton St.Gallen

Entwicklung der gemeldeten Fallzahlen innert sieben Tagen
Wochentag gemeldete Fälle
Dienstag, 27.10.2020 303
Montag, 26.10.2020 810
Freitag, 23.10.2020 381
Donnerstag, 22.10.2020 286
Mittwoch, 21.10.2020 400
Dienstag, 20.10.2020 145
Montag, 19.10.2020 429
Dienstag, 27. Oktober - 9:19 Uhr

Der goldene Herbst kehrt am Wochenende zurück

Leserbild. Daniel Staub fotografierte am Sonntag am Gübsensee.

Leserbild. Daniel Staub fotografierte am Sonntag am Gübsensee.

Derzeit präsentiert sich der Herbst von seiner «grüsigen» Seite: Wolken, Nebel, Regen und Kälte dominieren. Der goldene Herbst ist aber noch nicht vorüber: Nach einem mehrheitlich regnerisch-trüben Dienstag, Mittwoch und Donnerstag soll er ab Freitag und dann vor allem am Samstag und Sonntag zurückkehren. Angesagt sind auch für St.Gallen und Umgebung viel Sonne und Temperaturen bis zu 15 Grad Celsius.

Dienstag, 27. Oktober - 8:57 Uhr

Am 29. November kommen zwei städtische Vorlagen vors Volk: Neubau Schulhaus Riethüsli und Sanierung Rauchgasreinigung

(vre) Was bereits allen bewusst ist: Am 29. November finden die zweiten Wahlgänge für die St.Galler Stadtregierung statt. Was bis jetzt vielen entgangen ist: Am gleichen Sonntag hat das Stimmvolk aber auch noch zu zwei städtischen Sachvorlagen das letzte Wort, nämlich zum Neubau des Schulhauses Riethüsli und zur Erneuerung der Rauchgasreinigungsanlage im Kehrichtheizkraftwerk (KHK).

Das marode Schulhaus im Riethüsli soll neu gebaut werden.

Das marode Schulhaus im Riethüsli soll neu gebaut werden.

Bild: Ralph Ribi (7.3.2020)

Die Ausgangslage zu den zweiten Wahlgängen in die Stadtregierung ist sehr spannend. Ums Stadtpräsidium treten Stadträtin Maria Pappa (SP) und Mathias Gabathuler (FDP), für den fünften, noch vakanten Stadtratssitz Mathias Gabathuler (FDP) und Trudy Cozzio (CVP) an. Beim Rennen ums Stadtpräsidium gilt Maria Pappa als Favoritin, das Rennen um den Stadtratssitz ist völlig offen - mit leichtem Vorteil für Gabathuler, der im ersten Wahlgang vor Cozzio lag.

Der Kamin des St.Galler Kehrichtheizkraftwerks im Sittertobel.

Der Kamin des St.Galler Kehrichtheizkraftwerks im Sittertobel.

Bild: Benjamin Manser (9.8.2017)

Die städtischen Sachvorlagen vom 29. November scheinen unbestritten: Ob es gegen den Schulhausneubau im Riethüsli noch Opposition gibt, ist unklar; im Stadtparlament votierte etwa die SVP aus Kostengründen dagegen. Der Neubau kostet 47,8 Millionen Franken. Der Bezug des neuen Schulhauses ist für Herbst 2025 vorgesehen, der Baubeginn erfolgt frühestens im Herbst 2022. Völlig unbestritten ist hingegen die Sanierung der Rauchgasreinigung des KHK für knapp 17,7 Millionen Franken.

Das Abstimmungsbüchlein mit den beiden städtischen Sachvorlagen für den 29. November ist bereits im Internet publiziert worden.

Dienstag, 27. Oktober - 8:11 Uhr

Im Morgenverkehr: Auffahrunfall Höhe Rosenbergtunnel

(lex) Autofahrerinnen und Autofahrer von Zürich Richtung St.Gallen mussten sich am Dienstagmorgen in Geduld üben. Um 7.30 Uhr ereignete sich in St.Gallen Winkeln auf der Höhe des Rosenbergtunnels ein Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen. Gemäss Kapo-Mediensprecher Florian Schneider wurde aber niemand verletzt.

Da sich der Unfall auf der Normalspur ereignet hat, war die Autobahn nur noch einspurig befahrbar, so Schneider weiter. «Es kam in der Folge zum Stau im Morgenverkehr.»

Ein Abschleppdienst sei aufgeboten. In der nächsten halben Stunde sollte der Verkehr wieder normal fliessen können.

Montag, 26. Oktober - 18:53 Uhr

Stadtparlament tagt am Dienstag in der Olma-Halle: Mit voller Traktandenliste, Publikum und Hygienemasken

(sk/vre) Am Dienstag, ab 16 Uhr, tagt wiederum das St.Galler Stadtparlament. Aufgrund der geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln in Zusammenhang mit der Coronakrise findet die Sitzung wiederum in der Olma-Halle 2.1 durchgeführt. Die Parlamentssitzung ist öffentlich; Gäste sind zugelassen. Allerdings gilt in der Olma-Halle Maskenpflicht für alle Anwesenden. Ausgenommen sind nur Mitglieder von Parlament und Stadtrat, wenn sie am Rednerpult in Aktion sind.

Das St.Galler Stadtparlament tagt am Dienstag wegen des Coronavirus wiederum in der Olma-Halle 2.1.

Das St.Galler Stadtparlament tagt am Dienstag wegen des Coronavirus wiederum in der Olma-Halle 2.1.

Bild: Ralph Ribi (25.8.2020)

Für die Sitzung sind 15 Geschäfte traktandiert. Grosse Brocken sind die Entwicklungsplanung St.Gallen West-Gossau Ost, die Schutzverordnung Goldachtobel sowie die Postulatsbericht über Zu- und Wegzüge aus der Stadt sowie über die Einrichtung von Familienzentren. Daneben sind Kreditbegehren für die Sanierung von Kindergärten und der Sportanlage Halden traktandiert. Der Behandlung harrt unter anderem jauch der Neubau für die Tagesbetreuung im Boppartshof, die Beschaffung von fünf Autos für die Feuerwehr und die Sanierung des Hauses Unterer Graben 22.

Die Stadtkanzlei berichtet ab 16 Uhr wie üblich mit einem Liveticker über die Sitzung des Stadtparlaments: zum Ticker im Internet.

Montag, 26. Oktober - 18:39 Uhr

Noch mehr Toilettenlektüre: Der St.Galler Autor Ralph Weibel liest in der August-Bar

Der St.Galler Autor Ralph Weibel.

Der St.Galler Autor Ralph Weibel.

Bild: Max Tinner (4.5.2019)

(pd/thr) Ralph Weibel liest am Dienstag und am Mittwoch, je 19 Uhr, in der August-Bar an Augustinergasse aus seinem Buch «Noch mehr Toiletten- Lektüre». Darin versammelt der St.Galler Autor kurze Geschichten über Absurditäten des Alltags. Weibel tourt unter dem Motto «Das Leben ist zu kurz für lange Geschichten» seit einem Jahrzehnt auf Schweizer Bühnen. Da die Zahl der Sitzplätze beschränkt ist, muss man sich für die Teilnahme am Anlass per E-Mail bei info@august-bar.ch anmelden.

Montag, 26. Oktober - 15:01 Uhr

Feuerwehreinsatz in Rorschach nimmt ein gutes Ende

Die Einsatzkräfte überprüften das Gebäude.

Die Einsatzkräfte überprüften das Gebäude.

Bild: Linda Müntener

(lim/chs) Sirenen ertönten am frühen Montagnachmittag in der Rorschacher Innenstadt. Mehrere Feuerwehr- und Polizeiautos fuhren in die Mariabergstrasse, sperrten Einfahrt und Ausfahrt ab. Auf dem gegenüberliegenden Curtiparkplatz bildete sich schnell eine Gruppe Schaulustiger. «Was ist passiert?»

Der Feuerwehr wurde gemeldet, dass aus dem Estrich eines Hauses Rauch aufsteige. «Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, war allerdings vom Rauch nichts mehr zu sehen», sagt Pascal Häderli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, auf Anfrage. Sicherheitshalber haben die Feuerwehrleute das Gebäude dann überprüft.

Montag, 26. Oktober - 14:59 Uhr

Online-Delegiertenversammlung der Schweizer Grünen: Neu ist Thomas Schwager Delegierter bei den Globalen Grünen

(pd/vre) Die Online-Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz hat am Samstag Thomas Schwager zum Delegierten bei den Globalen Grünen gewählt. Der aus der Stadt St.Gallen stammende grüne Kantonsrat schaffte die Wahl gemäss Mitteilung mit 77 von 93 Stimmen relativ deutlich. Damit übernimmt nach der Wahl von Nationalrätin Franziska Ryser in die Schweizer Parteileitung ein zweiter Vertreter dieser Partei aus der Stadt St.Gallen ein nationales Mandat.

Thomas Schwager, grüner Kantonsrat aus St.Gallen und seit Samstag auch Delegierter der Grünen Schweiz bei den Globalen Grünen.

Thomas Schwager, grüner Kantonsrat aus St.Gallen und seit Samstag auch Delegierter der Grünen Schweiz bei den Globalen Grünen.

Bild: Benjamin Manser (30.6.2020)

Weil viele ihrer Ziele sich nur durch weltweite Zusammenarbeit erreichen lassen, engagieren sich die Grünen Schweiz auch bei den Globalen Grünen. Die Global Greens sind eine Vereinigung der grünen Parteien und politischen Bewegungen aus über hundert Ländern. Die Grünen Schweiz stellen drei Delegierte, die jeweils für eine Amtsperiode von drei Jahren gewählt werden. Am Samstag ging's um die Amtsdauer 2020 bis 2022.

Thomas Schwager ist grüner Kantonsrat aus der Stadt St.Gallen. Der ehemalige Präsident der grünen Kantonalpartei sass bereits von 2016 bis August 2020 in der nationalen Parteileitung. Dem St.Galler Stadtparlament gehörte er von Juni 2004 bis Ende 2014 an. International engagierte er sich gemäss Mitteilung bereits 1984, als er in Österreich altov gegen die Zerstörung der Hainburger Auen protestierte.

Montag, 26. Oktober - 14:41 Uhr

Öffentliche Tagung des Historischen Vereins: Ostschweizer Männergeschichte unter der Lupe

(pd/vre) Zur Frauengeschichte in der Ostschweiz gibt es inzwischen viel Fachliteratur. Die Männergeschichte – also die geschlechterspezifischen Spielräume, Mentalitäten und Erfahrungen von Männern – ist weit weniger erforscht. Dass will der Historische Verein des Kantons St.Gallen jetzt ändern: Das Neujahrsblatt 2021, das im Frühling des kommenden Jahres erscheint, soll ein Beitrag zum Füllen dieser Lücke sein. Geplant ist zudem für den kommenden Samstag eine Tagung in St.Gallen.

Wilhelm Tell ist ein legendäres und imposantes Mannsbild aus der Schweizer Geschichte. Im Bild eine Impression aus dem Filmtrailer «Tell - A Story».

Wilhelm Tell ist ein legendäres und imposantes Mannsbild aus der Schweizer Geschichte. Im Bild eine Impression aus dem Filmtrailer «Tell - A Story».

Bild: Monika Baechler (1.6.2018)

An der Tagung wird Männergeschichte vielfältig beleuchtet: Neben Historikern sind Sozialwissenschafter und Psychiater vertreten. Auf dem Programm figurieren Vorträge wie «Aktuelle Männerbilder, Männerrollen und Männerträume» (Professor Steve Stiehler) oder «Soldatenbegriffe sind nichts anderes als altbekannte Manneseigenschaften» (Professor Rudolf Jaun). Als Schlusspunkt gibt's als Podiumsdiskussion «Ein historisches Männer-Palaver».

Die öffentliche Tagung «Neues zur Ostschweizer Männergeschichte» findet am kommenden Samstag, 9 bis 12 Uhr, im Raum für Literatur an der St.-Leonhard-Strasse 40 statt. Der Anlass ist öffentlich; alle Interessierten seien zur Teilnahme herzlich eingeladen, heisst es im Tagungsprogramm. Der Anlass wird unter Einhaltung eines Anti-Corona-Schutzkonzepts durchgeführt. Für die Teilnahme ist darum auch eine Anmeldung per E-Mail bei info@hvsg.ch obligatorisch.

Montag, 26. Oktober - 14:07 Uhr

Ersatz für die abgesagte Fest- und Hochzeitsmesse: Acht Hochzeitsdienstleister tun sich zusammen

(pd/vre) Vom 7. bis 8. November hätte in der Olma-Halle 9 die Fest- und Hochzeitsmesse stattfinden sollen. Aufgrund der coronabedingt sehr schwierigen Situation auch der Hochzeitsbranche wurde der Anlass schon im Sommer abgesagt. Acht Ostschweizer Hochzeitsdienstleister bieten vom 31. Oktober bis 8. November einen kleinen Ersatz an: Sie führen bei Labhart Chronometrie und Goldschmiede an der Neugasse 48 in St.Gallen «Le Mariage - Die kleine Messe für den grossen Tag» durch.

Heiraten trotz Corona: Eine Begrüssungstafel vor dem Trauzimmer im Stadthaus Zürich.

Heiraten trotz Corona: Eine Begrüssungstafel vor dem Trauzimmer im Stadthaus Zürich.

Symbolbild: Colin Frei (26.3.2020)

Die Schau mit den Hochzeitsangeboten der acht Anbieterinnen und Anbieter ist während der Ladenöffnungszeiten zugänglich. Zusätzlich ist «Le Mariage» am Sonntag, 8. November, geöffnet. Zu sehen sei all das, was das Hochzeitsfest unvergesslich mache, heisst es in einer Mitteilung. Dazu zählen Blumen, Hochzeitsreisen, Braut- und Herrenmode, Fotografie, Trauringe, Apéros und Lokalitäten fürs grosse Fest.

Details zur Ersatz-Hochzeitsmesse gibt's im Internet.

Montag, 26. Oktober - 10:23 Uhr

Boulderhalle im Lerchenfeld erweitert: 800 Quadratmeter Indoor-Kletterfläche und neue, anspruchsvolle Routen

(pd/thr) Die Boulderlounge St.Gallen vergrössert die Kletterhalle an der Zürcher Strasse im Lerchenfeld um zusätzlich 130 Quadratmeter Kletterfläche. Insgesamt stehen damit gemäss Mitteilung 800 Quadratmeter zur Verfügung. Der neue Bereich der Halle Süd mit dem grossen, hängenden Block an der Decke soll Mitglieder der Gemeinschaft der St.Galler Boulderer ansprechen, die eine anspruchsvolle Route klettern möchten.

Das neue Tummelfeld für anspruchsvolle Klettererinnen und Kletterer der Boulderlounge im St.Galler Lerchenfeld.

Das neue Tummelfeld für anspruchsvolle Klettererinnen und Kletterer der Boulderlounge im St.Galler Lerchenfeld.

Bild: PD (22.10.2020)

Startschuss für alle Gipfelstürmer ist diesen Freitag, 20 Uhr. Wegen der Coronakrise wird allerdings auf eine offizielle Eröffnungsfeier verzichtet. Übers neue Angebot wie auch übers Anti-Corona-Schutzkonzept der Bolderlounge St.Gallen informiert deren Internetauftritt.

Montag, 26. Oktober - 10:01 Uhr

Ja-Komitee zur Konzernverantwortungsinitiative stellt sich am Dienstag in St.Gallen vor: Auch Bürgerliche mit von der Partie

(pd/vre) Am Dienstagmittag präsentiert sich ein Ostschweizer Ja-Komitee zur Konzernverantwortungsinitiative den Medien. Zur Abstimmung kommt das stark polarisierende Volksbegehren am 29. November. Es verlangt, dass Schweizer Konzerne beispielsweise für Umwelt- oder soziale Probleme, die sie im Ausland verursachen, Verantwortung übernehmen.

Die Konzernverantwortungsinitiative wird auch aus kirchlichen Kreisen stark unterstützt. Abstimmungsbanner an Gotteshäusern hat in den vergangenen Wochen allerdings schweizweit für Kontroversen gersorgt.

Die Konzernverantwortungsinitiative wird auch aus kirchlichen Kreisen stark unterstützt. Abstimmungsbanner an Gotteshäusern hat in den vergangenen Wochen allerdings schweizweit für Kontroversen gersorgt.

Bild: Patrick Huerlimann
(Kriens, 21.10.2020)

Die Initiative wird gesamtschweizerisch von einer Allianz unterstützt, zu der auch Unternehmerinnen und Unternehmer sowie bürgerliche Politikerinnen und Politiker zählen. An der Medienorientierung des Ostschweizer Ja-Komitees sprechen am Dienstag Lucrezia Meier-Schatz (St.Galler alt Nationalrätin, CVP), Roger Forrer (ehemals Stadtpräsident Steckborn, SVP), Thomas Brunner (grünliberaler Nationalrat, St.Gallen) und Franziska Ryser (grüne Nationalrätin, St.Gallen).

Montag, 26. Oktober - 9:41 Uhr

St.Galler Stadtgeschichte im Stadthaus der Ortsbürgergemeinde: Wie ein Kloster zum Zucht- und Waisenhaus wird

(pd/vre) Diesen Donnerstag setzt das Stadtarchiv seine Vortragsreihe zur Stadtgeschichte fort. Dabei werden Quellen zum Zucht- und Waisenhaus St.Leonhard präsentiert. Die 1663 aufgestellte Ordnung für diese Einrichtung gibt spannende Einblicke in die damals geltenden Vorschriften und den Alltag von Häftlingen und Waisenkindern. Protokolle zeigen auch, mit welchen Züchtigungsmassnahmen Insassen zu rechnen hatten, die Vorschriften verletzten.

Das Zucht- und Waisenhaus St.Leonhard auf einem Aquarell von 1844. Bis zur Reformation wurde das Gebäude neben dem Standort der heutigen St.Leonhard-Kirche als Frauenkloster genutzt.

Das Zucht- und Waisenhaus St.Leonhard auf einem Aquarell von 1844. Bis zur Reformation wurde das Gebäude neben dem Standort der heutigen St.Leonhard-Kirche als Frauenkloster genutzt.

Bild: Stadtarchiv
der OG St.Gallen

Der Vortrag von Noëmi Schöb und Werner Hagman findet am Donnerstag, 18 Uhr, im Festsaal des Stadthauses der Ortsbürgergemeinde an der Gallusstrasse 14 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Besuch gratis. Die Platzzahl ist allerdings beschränkt. Und aufgrund der Anti-Corona-Massnahmen ist auch eine Anmeldung nötig. Möglich ist sie entweder direkt im Internetauftritt des Stadtarchivs oder per E-Mail unter stadtarchiv@ortsbuerger.ch.

Montag, 26. Oktober - 9:08 Uhr

Coronakrise im Kanton St.Gallen: 810 neue neue Infektionen, drei weitere Personen am Virus gestorben

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet von Freitag bis Sonntagnacht 810 neue laborbestätigte Coronafälle. Im St.Gallischen gibt es damit seit März insgesamt 5'231 Infektionen. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit fürs Wochenende auf hohem Niveau stabil. Die Zahl der Todesfälle im Kanton ist gemäss Angaben vom Montagmorgen um drei auf 48 gestiegen.

Aktuell (Sonntag, Mitternacht) liegen im Kanton St.Gallen 110 Personen wegen einer Coronainfektion im Spital; das sind 20 mehr als noch am vergangenen Donnerstag. Positiv Getestete im Contact Tracing und in Isolation zählte der Kanton St.Gallen am Sonntagmittag 1'364.

Montag, 26. Oktober - 8:15 Uhr

Eine Erinnerung an den goldenen Herbst

Leserbild. Erich Gmünder fotografierte am Sonntag von der Solitüde aus Richtung Alpstein.

Leserbild. Erich Gmünder fotografierte am Sonntag von der Solitüde aus Richtung Alpstein.

Montag, 26. Oktober - 7:48 Uhr

Domkapellmeister schreibt offenen Brief an Bundesrat: Neuerlicher Lockdown für Chöre würde Profis existenziell treffen

(chs) Die Angst um ein drohendes Singverbot hat den St.Galler Domkapellmeister Andreas Gut bewogen, sich mit einem offenen Brief an den Bundesrat zu wenden. Mit einem generellen Singverbot für Laienchöre enttäusche die Landesregierung nicht in erster Linie Sängerinnen und Sänger, heisst es im Schreiben. Vielmehr würden Profis in ihrer Existenz bedroht, die von Laien-Ensemblen regelmässig als Instrumentalisten und Solisten beigezogen würden.

Andreas Gut appelliert an den Bundesrat: «Bitte bedenken Sie dies bei der Entscheidungsfindung am Mittwoch.» Eine Verschärfung der Schutzkonzepte, etwa die Vergrösserung des Abstandes auf 2,5 Meter, Singen mit Maske, Registrierung für das Publikum und anderes Mehr hält der Domkapellmeister «für gesellschaftlich verträglicher». Der St.Galler Domkapellmeister steht der grössten Kirchenmusik der Schweiz vor. Dazu zählen 15 Gesangs- und Instrumentalensembles mit Professionellen und Laien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Das Collegium Instrumentale unter Leitung des St.Galler Domkapellmeisters Andreas Gut.

Das Collegium Instrumentale unter Leitung des St.Galler Domkapellmeisters Andreas Gut.

Bild: PD

Die Schutzkonzepte der weltlichen und kirchlichen Behörden würden in St.Gallen seit März jeweils umgehend umgesetzt, hält Domkapellmeister Andres Gut in seinem offenen Brief fest. Bisher habe sich kein einziger Covid-19-Fall in seinen Kreisen ereignet: «Wir sind äusserst diszipliniert und versuchen ernsthaft, alles daran zu setzen, der Gefahr beim Singen professionell zu begegnen.» Aktuell seien die geltenden Vorschriften für den Betrieb in der Kathedrale sogar freiwillig verschärft worden.

Als Domkapellmeister sei er aber indirekt auch Arbeitgeber für jährlich Hunderte Professionelle und Laien in der Grossregion St.Gallen-Bodensee, den Regionen Winterthur, Zürich, Basel und im süddeutschen Raum. Jetzt höre er zahllose Sorgen über existenzbedrohende Situationen bei FreischaffendenSängerinnen und Musikern, deren Agenden leer seien. Für sie wäre ein neuerlicher kirchenmusikalischer Lockdown verheerend, schreibt Domkapellmeister Andreas Gut.

Sonntag, 25. Oktober – 14:22 Uhr

Christoph Kellers Lesung morgen Montag in der Kellerbühne St.Gallen findet nicht statt

(pd/gen) Angesichts des «wütenden Virus'» kann es der St.Galler Autor Christoph Keller nicht verantworten, die Lesung in der Kellerbühne St.Gallen vom Montag, 26. Oktober, durchzuführen. Sie ist abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Keller hätte sein neues Buch «Jeder Krüppel ein Superheld» vorstellen wollen.

Der Autor Christoph Keller posiert für ein Porträt.

Der Autor Christoph Keller posiert für ein Porträt.

Bild: Benjamin Manser (21.8.2020)

Zumindest im virtuellen Raum kann sich der Autor weiterhin gefahrlos zu Wort melden. Er schreibt für diese Zeitung einen monatlichen Blog, in welchem er sich gegen die Diskriminierung von behinderten Menschen einsetzt.

Samstag, 24. Oktober – 14:15 Uhr

Zwei St.Galler Häuser mit Geschichte wurden in dieser Woche dem Erdboden gleich gemacht

(sab) Das ehemalige italienische Konsulat an der Frongartenstrasse und das ehemalige Hotel Friedburg im Otmar-Quartier, das im April ein Raub der Flammen wurde, sind in dieser Woche abgerissen worden.

Nur noch Schutt: Das ehemalige italienische Konsulat an der Frongartenstrasse wird von oben nach unten platt gemacht.
8 Bilder
Nur noch die mit Plakaten tapezierten Mauern des Treppenhauses sind zu erkennen.
Die letzten Stunden des Gebäudes haben geschlagen.
Eine Baulücke entsteht. Doch in Kürze beginnen hier die Bauarbeiten für einen Neubau der Ärzte-Ausgleichskasse «Medisuisse».
Auch beim ehemaligen Hotel Friedburg im Otmar-Quartier frisst sich ein Bagger durch das Gebäude - allerdings seitlich von links nach rechts.
Ein Arbeiter spritzt mit Wasser auf die Abbrucharbeiten, um die Staubbildung zu verringern.
Spuren des Brandes im Dachstock: Die Treppe ist schwarz und verkohlt.

Nur noch Schutt: Das ehemalige italienische Konsulat an der Frongartenstrasse wird von oben nach unten platt gemacht.

Bild: Sandro Büchler

2014 hat das italienische Konsulat den Betrieb eingestellt. Zwei Jahre später kaufte Medisuisse das 1875 gebaute Haus, die AHV-Ausgleichskasse von über 22'000 Ärzten, Zahnärzten, Tierärzten und Chiropraktikern in der Schweiz. Medisuisse will anstelle des Konsulats ein sechsgeschossiges Gebäude mehrheitlich aus Holz errichten und seinen Geschäftssitz dorthin verlegen.

Während an der Frongartenstrasse rasch mit dem Neubau begonnen werden soll, ist die Zukunft an der Burgstrasse, wo bis vor Kurzem die Ruine der «Friedburg» stand, ungewiss. Pläne für ein neues Hotel zerschlugen sich, nun ist ein Neubau geplant.

Samstag, 24. Oktober – 10:49 Uhr

Kollision beim Überqueren der Kreuzung

(stapo/rms) Auf der Rorschacher Strasse ist es am Freitag zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eine 33-jährige beabsichtigte mit dem Auto von der Grütlistrasse herkommend, die Rorschacher Strasse zu überqueren. Zwei andere Verkehrsteilnehmer gewährten der Frau mittels Signal per Lichthupe den Vortritt.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Bild: Stadtpolizei SG

Als die 33-jährige Frau über die Rorschacher Strasse fahren wollte, übersah sie ein weitere vortrittsberechtigte Auto. Es kam es zur seitlich-frontalen Kollision mit dem Wagen eines 22-Jährigen. Die 33-Jährige sowie die Beifahrerin des 22-Jährigen wurden gemäss Mitteilung der Stadtpolizei leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.

Samstag, 24. Oktober – 9:55 Uhr

30-jähriger Mann an der Rosenbergstrasse bedroht und beraubt

(kapo/rms) Am Freitag, kurz nach 23 Uhr, ist ein 30-jähriger Mann an der Rosenbergstrasse beraubt worden. Dies teilte die Kantonspolizei St.Gallen am Samstag mit. Der 30-Jährige wurde in einer Unterführung von einem Unbekannten angesprochen. Dieser fragte zuerst nach Wechselgeld.

Als der Mann sein Portemonnaie hervornahm, bedrohte der Unbekannte ihn mit einem Messer und forderte Bargeld. Er übergab daraufhin dem Unbekannten Bargeld in der Höhe von mehreren hundert Franken. Anschliessend flüchtete der Unbekannte samt Beute in unbekannte Richtung.

Eine sofort eingeleitete Nahfahndung in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei St.Gallen blieb erfolglos.

Freitag, 23. Oktober – 20:55 Uhr

Weil ein Spieler des SC Brühl positiv getestet wurde: Spiel gegen Köniz wegen Coronavirus abgesagt

(fm/vre) Das Heimspiel des SC Brühl gegen Köniz vom Samstag findet nicht statt. Am Freitag wurde gemäss Mitteilung des SCB ein der Spieler der ersten Mannschaft positiv auf das Coronavirus getestet. Daher muss die Begegnung abgesagt werden. Für den SC Brühl ist es die erste Spielabsage wegen Corona.

Die Kronen befinden sich allerdings mit dem Verzicht auf eine Partie in guter Gesellschaft: Wie ein Blick auf die Website des Schweizerischen Fussballverbandes zeigt, müssen an diesem Wochenende wegen der Pandemie nicht als fünf von acht Spielen der Promotion-League verschoben werden.

Die übrigen Spiele mit Brühler Mannschaften finden gemäss Mitteilung «dieses Wochenende - voraussichtlich - statt».

Freitag, 23. Oktober - 17:45 Uhr

SC Brühl spielt zu Hause: Erfolgserlebnis gegen Köniz?

(fm/vre) Am Samstag, 16 Uhr, spielt der SC Brühl zu Hause im Paul-Grüninger-Stadion gegen den FC Köniz. Ein Erfolgserlebnis gegen die Berner täte den St.Gallern gut, gingen sie doch in den letzten zwei Spielen als Verlierer vom Platz. Und dies nach neun Spielen ohne Niederlage. Zum Spiel gegen Köniz sind 400 Zuschauerinnen und Zuschauer in vier Sektoren zugelassen; es besteht Maskenpflicht.

Gegen Bavois erzielte der SC Brühl am vergangenen Samstag keine Tore und hatte auch fast keine Torchancen. Das soll sich gegen Köniz ändern.

Gegen Bavois erzielte der SC Brühl am vergangenen Samstag keine Tore und hatte auch fast keine Torchancen. Das soll sich gegen Köniz ändern.

Bild: SCB/
Kurt Frischknecht

Die beiden Gegner, gegen die Brühl verloren hat, wurden anfangs Saison nicht als überaus stark eingestuft: die Basler Black Stars (0:2) und die Waadtländer aus Bavois (0:1). Dieses Bavois hat den SC Brühl nun in der Tabelle überholt und auf den vierten Platz verwiesen, nachdem es am Mittwoch Köniz, den Gegner vom Samstag, besiegt hat. Der sportliche Leiter des SC Brühl, Roger Jäger, warnt denn auch: «In dieser Liga gibt es keinen schwachen Gegner, und auch keinen, den wir mit unserer jungen Crew einfach mal so vom Platz spielen.»

So dürfte also auch Köniz ein zäher Brocken werden, auch wenn die Mannschaft derzeit mit gerade mal sechs Punkten aus zehn Spielen auf einem Abstiegsplatz steht. Erfahrungen sammelte Brühl mit Köniz bereits im August in der Cup-Partie auswärts. Damals gewannen die Kronen nach einem zähen Spiel in Bern mit 1:0 – wobei daraus aber aufgrund eines Formfehlers schliesslich eine Forfait-Niederlage wurde.

Den Brühler fehlte in den letzten zwei Spielen Stürmer Darko Anic. Er hatte bis dahin für den SCB am meisten Tore geschossen und sich im Spiel gegen Yverdon verletzt. Er trainiert jetzt wieder, wird aber gegen Köniz höchstens zu einem Teileinsatz kommen.

Freitag, 23. Oktober - 16:40 Uhr

Der Gegner des FC St.Gallen vom Samstag ist seit zwölf Spielen ungeschlagen: Die Luganesi werden eine harte Nuss

(rst) Der FC St.Gallen trifft am Samstag, 19 Uhr, im Cornaredo auf Lugano. Die Ostschweizer reisen als Tabellenführer ins Tessin – vollends überzeugt haben sie in den ersten Spielen aber nicht. Besonders gegenüber dem 2:2 in Luzern lasse sich einiges verbessern, sagt Trainer Peter Zeidler. Den dort verpassten Sieg wolle man nun im Tessin nachholen.

FCSG-Trainer Peter Zeidler (links) am Training seines Teams vom Donnerstag.

FCSG-Trainer Peter Zeidler (links) am Training seines Teams vom Donnerstag.

Bild: Claudio Thoma/ Freshfocus (22.10.2020)

Zeidler selber macht bei den Luganesi eine «gute Entwicklung» aus. Saisonübergreifend punktete das Team von Maurizio Jacobacci zwölf Mal in Folge – auf vier Siege kamen acht Unentschieden, unter anderem das 3:3 gegen St.Gallen am selben Ort Anfang Juli. Zeidler spricht von grosser Vorfreude auf das Spiel. Die Coronadiskussionen auch rund um den Meisterschaftsbetrieb belasteten sein Team wenig. «Sobald ein Training oder ein Spiel beginnt, werden solche Dinge ausgeblendet.»

Mögliche Aufstellung FC St.Gallen
Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Muheim; Görtler, Quintillà, Ruiz; Stillhart; Guillemenot, Duah.

Freitag, 23. Oktober - 16:22 Uhr

Anfang November geht die Coronabibel online

(siw) Die während des Lockdowns im Frühling und Frühsommer entstandene Coronabibel geht voraussichtlich am 4. November unter www.coronabibel.ch online. Kurz nach dem Start des Lockdowns hatten die Initianten dazu eingeladen, jeweils ein Kapitel der Bibel von Hand abzuschreiben. Einmal zusammengefügt sollte das Buch ein Zeitzeugnis aus der Anfangszeit der Coronakrise darstellen und das Original der Stiftsbibliothek übergeben werden.

Pfarrer Uwe Habenicht (rechts) und Matthias Wenk von der Cityseelsorge stehen hinter der St.Galler «Corona-Bibel». Sie ist bald auch im Internet einsehbar.

Pfarrer Uwe Habenicht (rechts) und Matthias Wenk von der Cityseelsorge stehen hinter der St.Galler «Corona-Bibel». Sie ist bald auch im Internet einsehbar.

Bild: Urs Bucher (27.3.2020)

Mitte Juni haben alle Kapitel der Coronabibel vorgelegen. Mehr als 900 Personen in und über Europa hinaus haben Kapitel und Abschnitte mit ihrer Handschrift, ihren Kommentaren und Illustrationen abgegeben. Inzwischen wurden alle 3'811 Seiten gescannt und eine Website erstellt. So wird es bald möglich sein, in den 1189 Kapiteln in über 20 verschiedenen Sprachen zu blättern.

«Das Schreiben mit der Hand war für viele eine befreiende und meditative Tätigkeit», wird der Initiant der Coronabible, Uwe Habenicht, in der Medienmitteilung zitiert: «Wir hoffen sehr, dass auch das Lesen in dieser Bibelausgabe ermutigend und stärkend ist. Denn die Coronakrise ist ja längst noch nicht vorbei und gerade in dieser Übergangszeit braucht es Ermutigung und die Gewissheit, nicht allein zu sein mit den eigenen Sorgen.»

Freitag, 23. Oktober - 14:46 Uhr

St.Galler Gastronomen rufen um Hilfe: Ohne Hilfsmassnahmen drohen bis Ende Jahre «mehrere 10'000» Entlassungen

(vre) Die St.Galler Gastronomen haben sich mit einem Schreiben an den Stadtrat gewendet. Sie fordern den Verzicht auf die Mehrwertsteuer und eine Ausfallentschädigung. Falls diese Massnahmen nicht ergriffen würden, werde es in der St.Galler Gastroszene zu vielen Entlassungen kommen. Obwohl die Betriebe öffnen dürften, würden wichtige Einnahmen wegen der zahlenmässigen Beschränkung der Gäste und wegen der Abstandsregeln verloren gehen.

Anti-Corona-Schutzmassnahmen in einem Restaurant: Viele Lokale in der Schweiz können derzeit wegen der Pandemie nicht kostendeckend arbeiten.

Anti-Corona-Schutzmassnahmen in einem Restaurant: Viele Lokale in der Schweiz können derzeit wegen der Pandemie nicht kostendeckend arbeiten.

Bild: Dominik Wunderli (16.10.2020)

Homeoffice-Empfehlungen, Quarantäne, das Abraten von Feiern und die Absage von Weihnachtsfeiern würde zudem Gäste fernhalten, schreiben die Gastronomen in ihrem Brief an die St.Galler Stadtregierung: «Wir sind am Ende unserer Möglichkeiten, heisst es im Schreiben, über das FM1Today berichtet:

«Die Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter stehen vor dem absoluten Abgrund und dem Ende!»

Hinter dem Brief, den der Stadtrat vor einigen Tagen erhalten hat, stehen namhafte Gastrobetriebe wie etwa die Oya-Bar, die Süd-Bar, das Trischli, das Kugl, das Netts und auch die Betreiber des Aescher (Gallus Knechtle, Pfefferbeere) sowie viele weitere Akteure der St.Galler Gastro-Szene.

Konkret verlangen die Gastronomen, dass für 2020 gänzlich auf die Erhebung der Mehrwertsteuer verzichtet wird. Weiter fordern sie, dass ihren Unternehmen eine Ausfallentschädigung von 70 Prozent (abzüglich Kurzarbeitsentschädigung, Versicherungsleistungen und andere Zuschüsse) zukommen soll. Kommen «Stadt, Kanton oder Bund» diesen Forderungen nicht nach, «befürchten wir, dass in der Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche bis Ende November/Dezember mehrere 10'000 Mitarbeiter entlassen werden».

Die Betreiber der Oya-Bar gehören zu den Unterzeichnern des brieflichen Hilferufs der Gastronomen an die St.Galler Stadtregierung.

Die Betreiber der Oya-Bar gehören zu den Unterzeichnern des brieflichen Hilferufs der Gastronomen an die St.Galler Stadtregierung.

Bild: Ralph Ribi

Unterschrieben hat den Brief an die St.Galler Stadtregierung unter anderem René Rechsteiner, Präsident von Gastro Stadt St.Gallen. Ein Treffen mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin hat bereits stattgefunden. «Allerdings möchten wir das Ergebnis des Treffens übers Wochenende nochmals überdenken und uns erst nachher in der Öffentlichkeit äussern», sagt René Rechsteiner gegenüber FM1Today.

Freitag, 23. Oktober – 13:37 Uhr

Coronabulletin des Kantons St.Gallen: 1'115 positive Fälle in der letzten Woche

(SK/rms) In dieser Woche hat sich die Coronakrise im Kanton St.Gallen von Tag zu Tag zugespitzt. So ist etwa die Auslastung des Contact Tracing gemäss neustem Bulletin zur Entwicklung der Coronalage weiterhin «sehr hoch»: Betreut wurden diese Woche 1'115 Fälle und etwa 4'000 Personen, die zu diesen positiv Getesteten Kontakt hatten (Vorwoche: 623 und 2'000). Es gelte die Wirkung der beschlossenen Massnahmen abzuwarten.

Positiv ist gemäss Coronabulletin die trotz Zunahme der Hospitalisationen weiterhin gute Verfügbarkeit von Spitalkapazitäten für die Aufnahme von Infizierten. Dazu kämen gute Kapazität auf Intensivstationen und für beatmete Covid-19-Patienten. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Kanton St.Gallen 7'173 Coronatests (Vorwoche: 4'985) durchgeführt. Davon fielen 1'506 (Vorwoche: 724) positiv aus. Die Rate der positiven Tests stieg damit von 15,5 auf 22,9 Prozent. Hospitalisiert wurden 29 Personen (Vorwoche: 14).

In den vergangenen 14 Tagen erfolgten Neuinfektionen im Kanton St.Gallen weiterhin hauptsächlich im Familien- und Freundeskreis. Genaue Zahlen dazu wurden diesmal im Coronabulletin nicht publiziert. Diese Woche mussten sich zudem 1'095 (Vorwoche: 1'094) St.Gallerinnen und St.Galler nach der Rückreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben.

Freitag, 23. Oktober - 12:19 Uhr

Nimmt da ein Kranführer eine Abkürzung?

Momentaufnahme. Hat da ein Kranführer beschlossen, statt zu seinem Arbeitsplatz hochzuklettern, den Ballon zu nehmen? Nein, es ist Ballonfahrer Stefan Zeberli mit seinem Einsitzerballon. Bei einer Fahrt über dem Haldenbüel in Gossau kam er einem Kran ziemlich nah.

Momentaufnahme. Hat da ein Kranführer beschlossen, statt zu seinem Arbeitsplatz hochzuklettern, den Ballon zu nehmen? Nein, es ist Ballonfahrer Stefan Zeberli mit seinem Einsitzerballon. Bei einer Fahrt über dem Haldenbüel in Gossau kam er einem Kran ziemlich nah.

Leserbild: Franz Scherrer
Freitag, 23. Oktober - 11:10 Uhr

«Aus wirtschaftlichen und epidemiologischen Gründen»: Tankstell-Bar schliesst bis auf weiteres

(sab) Dem violetten lebensgrossen Plastikpferd vor der Tankstell-Bar an der Teufener Strasse hat jemand eine Hygienemaske aufgesetzt. Der bei jungen Partygängern und Freunden von elektronischer Musik beliebte, kleine Nachtclub öffnet seine Türen dieses Wochenende aber nicht. Auf Facebook teilt das Kollektiv, das die «Tankstell» betreibt mit: «Wir haben beschlossen, unsere Bar bis auf weiteres zu schliessen, aus wirtschaftlichen Gründen.»

Die mit Windrädern und Wimpeln gestaltete Tankstell-Bar bleibt geschlossen. Wie lang, ist noch unklar.

Die mit Windrädern und Wimpeln gestaltete Tankstell-Bar bleibt geschlossen. Wie lang, ist noch unklar.

Bild: PD

Das vor einer Woche verkündete kantonale Tanzverbot zwingt das Betreiberkollektiv offenbar zu diesem Schritt. Für die genauen Hintergründe verspricht das Kollektiv in Kürze eine ausführliche Stellungnahme. Das kurze Statement schliessen sie mit den Worten: «Bleibt solidarisch und achtet aufeinander.»

Wie es mit der Bar weitergeht, ist unklar. Derweil machen sich unter den Gästen der «Tankstell» Befürchtungen breit, der Club könnte die kommenden Monate finanziell nicht überstehen. So kommentiert etwa Patrick Jost: «Ich hoffe, die ‹Tankstell› überlebt den Scheiss. Ich würde euch sehr vermissen.»

Freitag, 23. Oktober - 10:47 Uhr

Basler Verein unterstützt Hospiz St.Gallen

(pd/siw) Roland Buschor, Geschäftsführer des Hospiz in St.Gallen, hat kürzlich eine Spende in Empfang nehmen können. Der Check über 15'000 Franken stammt von Vertreterinnen des Vereins Lichtblick Hospiz Basel. Er setzt sich gemäss Website für ein «Leben bis zuletzt» ein.

Roland Buschor und drei Vertreterinnen des Vereins Lichtblick Hospiz Basel.

Roland Buschor und drei Vertreterinnen des Vereins Lichtblick Hospiz Basel.

Bild: PD

Das Hospiz in St.Gallen ist ein nicht-profitorientierter Verein, welcher sich der spezialisierten stationären Pflege und palliativen Begleitung für Schwerkranke und Sterbende verschrieben hat.

Freitag, 23. Oktober - 8:55 Uhr

381 neue Coronafälle im Kanton St.Gallen

(chs) Der Kanton St.Gallen meldet am Freitagmorgen 381 neue laborbestätigte Coronafälle. Im St.Gallischen gibt es damit seit März insgesamt 4'421 bestätigte Coronainfektionen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 45.

Aktuell (Stand 22. Oktober) sind in Spitälern im Kanton St.Gallen 90 Covid-19-Patienten hospitalisiert. Fünf von ihnen liegen auf Intensivstationen ohne Beatmung, sechs werden beatmet. Im Kanton St.Gallen sind zudem (Stand 23. Oktober) 1'227 positiv getestete Personen im Contact Tracing und in Isolation.

Freitag, 23. Oktober - 8:27 Uhr

Tischmesse als Ersatz für OBA: Berufswahl in Zeiten von Corona

(pd/chs) Nächste Woche findet in den Olma-Hallen die «Tischmesse» als Ersatzprogramm für die Ostschweizer Bildungsausstellung (OBA) statt. Jugendliche und junge Erwachsene erhalten so die Möglichkeit, sich über mehr als 200 Berufe zu informieren und sich persönlich mit Ausstellerinnen und Ausstellern auszutauschen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, steht der persönliche Austausch für Jugendliche und junge Erwachsene in der Berufswahl nach wie vor im Zentrum.

Statt der Bildungsausstellung OBA findet nächste Woche in den Olma-Hallen in St.Gallen eine «Tischmesse» zur Berufswahl Jugendlicher und junger Erwachsener statt.

Statt der Bildungsausstellung OBA findet nächste Woche in den Olma-Hallen in St.Gallen eine «Tischmesse» zur Berufswahl Jugendlicher und junger Erwachsener statt.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo

Schulklassen und Eltern, die mit ihren Jugendlichen die Messe besuchen möchten, müssen sich vorab online auf der Webseite für ein Zeitfenster anmelden. Auf dem Messegelände gilt Maskenpflicht. Die «Tischmesse» öffnet ihre Tore für Schulen am nächsten Donnerstag und Freitag, 8.30 bis 16.30 Uhr. Eltern, die mit ihren Kindern die «Tischmesse» besuchen möchten, können dies am nächsten Donnerstag, 15.30 bis 20 Uhr tun.

Donnerstag, 22. Oktober - 19:19 Uhr

St.Galler Weihnachtsmarkt findet in abgespeckter Form statt: Keine Glühweinstände wegen der Coronakrise

(pd/vre) Trotz Coronapandemie soll der St.Galler Weihnachtsmarkt auch in diesem Advent stattfinden. In abgespeckter Form, wie «FM1Today» meldet. Insbesondere ist der Alkoholausschank massiv eingeschränkt: Trinken darf man nur im Sitzen. Das bedeutet, dass Glühweinstände - darunter das «Maiersäss» - nicht mit von der Partie sind. Glühwein gibt's allerdings trotzdem im «Chlausbeizli» am üblichen Standort.

Akohol, also auch Glühwein, darf heuer am St.Galler Weihnachtsmarkt nur in Innenräumen und im Sitzen konsumiert werden.

Akohol, also auch Glühwein, darf heuer am St.Galler Weihnachtsmarkt nur in Innenräumen und im Sitzen konsumiert werden.

Bild: Ralph Ribi (5.12.2019)

Die Organisatoren der Weihnachts- und Sternenstadt St.Gallen verzichten auch auf die Durchführung verschiedener öffentlicher Anlässe. So wird insbesondere die Sternenvernissage mit dem erstmaligen Entzünden der Weihnachtsbeleuchtung nicht stattfinden; bei dieser Veranstaltung drängten sich jeweils bis zu 1000 Personen in der Marktgasse vor dem Vadian-Denkmal. Dank zusätzlichen Dekorationen und Christbäumen soll im Advent trotzdem Weihnachtsstimmung im Stadtzentrum aufkommen.

Der Weihnachtsmarkt wird in einer Light-Version mit 30 Ständen stattfinden. Das ist etwa die Hälfte der Stände früherer Jahre. 25 Stände werden sich im Waaghaus befinden, fünf auf dem Marktplatz und Bohl. «Es hat Essen, Trinken, Schmuck, Kleider, Süssigkeiten und noch vieles mehr», zitiert «FM1Today» Astrid Nakhostin, die Präsidentin des Vereins Sternenstadt. Auch Kinderattraktionen wie das Karussell und kleine Fahrgeschäfte sollen an den Markt kommen.

Das darf's in diesem Jahr wegen der Coronakrise am Weihnachtsmarkt nicht geben: Stehend trinkende Menschenmassen vor einem Glühweinstand.

Das darf's in diesem Jahr wegen der Coronakrise am Weihnachtsmarkt nicht geben: Stehend trinkende Menschenmassen vor einem Glühweinstand.

Bild: Ralph Ribi (18.12.2013)

Den Entscheid, den Weihnachtsmarkt im Waaghaus sowie auf Marktplatz und Bohl durchzuführen, hat der Verein am Donnerstag gefasst. Dank Schutzkonzept und Einhaltung der Sicherheitsabstände zwischen den Ständen gehe man derzeit davon aus, dass der Markt durchführbar sei. Aber: «Wir verfolgen die aktuelle Situation ständig. Falls es sein muss, werden wir den Markt kurzfristig absagen», sagt Astrid Nakhostin.

Donnerstag, 22. Oktober - 18:41 Uhr

Karin Keller-Sutter tritt in St.Gallen auf: In der Moststube wird über die Konzerverantwortungsinitiative diskutiert

(chm) Am 29. November entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Konzernverantwortungsinitiative. Der Abstimmungskampf um die Vorlage nimmt Fahrt auf. Am Dienstag, 3. November, findet dazu um 18.30 Uhr in der Moststube auf dem Olma-Areal in St.Gallen ein hochkarätig besetztes öffentliches Podium statt.

Karin Keller-Sutter an der Medienorientierung des Bundesrates zur Konzernverantwortungsinitiative. Am 3. November spricht die Bundesrätin darüber in der Moststube in St.Gallen.

Karin Keller-Sutter an der Medienorientierung des Bundesrates zur Konzernverantwortungsinitiative. Am 3. November spricht die Bundesrätin darüber in der Moststube in St.Gallen.

Bild: Anthony Anex/KEY (6.10.2020)

Bundesrätin Karin Keller-Sutter präsentiert die Argumente des Bundesrats und stellt sich den Fragen von Stefan Schmid, Chefredaktor des «St.Galler Tagblatt». Im anschliessenden Podiumsgespräch kreuzen SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher (TG) und der Glarner BDP-Nationalrat Martin Landolt die Klingen mit der St.Galler FDP-Nationalrätin Susanne Vincenz und Hans Hess, dem Vizepräsidenten von Economiesuisse.

Die Platzzahl in der Moststube ist beschränkt. Es gilt zudem für alle Anwesende eine Maskenpflicht.

Donnerstag, 22. Oktober - 15:32 Uhr

Blechsalat auf der Zürcher Strasse in Bruggen: Kehrtwende zu spät bemerkt und vorausfahrendes Auto gerammt

(stapo/vre) Am Mittwochabend sind auf der Zürcher Strasse in Bruggen zwei Personenautos zusammengestossen. Verletzt wurde beim Unfall niemand, es entstand aber gemäss Mitteilung der Stadtpolizei an beiden Autos Sachschaden.

Weil ein Autolenker das Manöver eines vorausfahrenden Personenwagens zu spät bemerkte, kam es am Mittwochabend auf der Zürcher Strasse in Bruggen zum Zusammenstoss.

Weil ein Autolenker das Manöver eines vorausfahrenden Personenwagens zu spät bemerkte, kam es am Mittwochabend auf der Zürcher Strasse in Bruggen zum Zusammenstoss.

Bild: Stadtpolizei SG
(21.10.2020)

Am Mittwoch, 19.45 Uhr, lenkte ein 37-Jähriger Mann sein Auto von der Kräzernstrasse her auf die Zürcher Strasse in Richtung Innenstadt. Nach wenigen Metern setzte er zu einer Kehrtwende an. Der Lenker des dahinter fahrende Personenwagens bemerkte das Abbiegemanöver nicht. Dadurch kam es zu einer seitlich-frontalen Kollision.

Donnerstag, 22. Oktober - 15:15 Uhr

St.Galler Privatpöstler Quickmail gibt neue Briefmarken heraus: Dialektbegriffe vor Matterhorn und Schweizer Kreuz

(pd/vre) Die verschiedenen Schweizer Dialekte warten mit vielen originellen Begriffen auf. Was ein Flickflauderi ist, nämlich ein Schmetterling im Appenzellerland, wissen in St.Gallen ja noch viele. Hambitzgi oder Gummel dürften da schon mehr Kopfzerbrechen bereiten. Das erste Wort meint in Teilen des Kantons Zürich eine Ameise, der zweite in Teilen der Innerschweiz die Kartoffel.

Die neue Quickmail-Briefmarke für 85 Rappen.

Die neue Quickmail-Briefmarke für 85 Rappen.

Bilder: PD/Quickmail

Eine kleine Sammlung solcher Dialektbegriffe ziert neuerdings zwei Briefmarken. Herausgegeben hat sie der private Postdienstleister Quickmail aus St.Gallen für seine Kundschaft. Die Wertzeichen «Typisch Schwiiz» für 85 und 100 Rappen kombinieren unverkennbar schweizerische Symbole mit der aussergewöhnlichen Vielfalt des Landes. Vor den Dialektbegriffen in roter Schrift prangen die Silhouette des Matterhorns und ein Schweizer Kreuz.

Gestaltet wurden die neuen Marken von Susanne Biedermann.

Gestaltet wurden die neuen Marken von Susanne Biedermann.

Quickmail ist als Anbieterin von Briefdiensten bei der eidgenössischen Postkommission gemeldet. Das Unternehmen hat damit das Recht, für seine Kundinnen und Kunden - meist handelt es sich um Massensendungen von Geschäftskunden - eigene Briefmarken herauszugeben. Sammler können die Wertzeichen über den Onlineshop von Quickmail beziehen. Wenn sie Interesse an gelaufenen Marken haben, ist es für sie möglich, Briefe über den Sammlerservice versenden zu lassen.

Donnerstag, 22. Oktober - 14:07 Uhr

Sängerin und Fernsehmann am Stammtisch im Regionalfernsehen: Kim Lemmenmeier und Reto Brennwald diskutieren über Corona

Kimm Lemmenmeier ist unter anderem bekannt als Sängerin der St.Galler Elektropop-Band Ava.

Kimm Lemmenmeier ist unter anderem bekannt als Sängerin der St.Galler Elektropop-Band Ava.

Bild: PD

(pd/vre) Die Coronakrise ist zurück: Nachdem die Infektionszahlen explodiert sind und der Bundesrat das Heft wieder in die Hand genommen hat, dominiert das Virus wie schon einem diesen Frühling die Medienberichterstattung komplett. Die Schutzmassnahmen wurden verschärft: Aber reicht das? Oder kommt es doch noch zu einem zweiten Lockdown?

Der ehemalige SRF-Moderator Reto Brennwald.

Der ehemalige SRF-Moderator Reto Brennwald.

Bild: PD

Nachdem am Mittwoch Virologe Pietro Vernazza und Politiker Urs Martin auf TVO über das Thema in der Sendung «Zur Sache» diskutiert haben, lässt das Ostschweizer Regionalfernsehen nun am Freitag eine Sängerin und einen Fernsehmann darüber debattieren. Am Stammtisch sitzen Kimm Lemmenmeier und Reto Brennwald. Die Sendung wird am Donnerstag, 18.30 Uhr, erstmals ausgestrahlt. Danach gibt's Wiederholungen im Stundentakt. Nachschauen kann man den Stammtisch auch im Internet.

Donnerstag, 22. Oktober - 12:40 Uhr

Am Montag starten im Osten der Stadt Sanierungsarbeiten an der Rorschacher Strasse

(pd/rms) Am kommenden Montag beginnen an der Rorschacher Strasse zwischen der Verzweigung Rehetobelstrasse bis zur Grütlistrasse Bauarbeiten. Dies teilt die Stadt St.Gallen am Donnerstag mit. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Jahr dauern; sie werden in insgesamt vier Bauetappen unterteilt.

Ab hier beginnen die Bauarbeiten an der Rorschacher Strasse.

Ab hier beginnen die Bauarbeiten an der Rorschacher Strasse.

Bild: Google Street View

Beidseits der Rorschacher Strasse werden an den Trottoirs die Randsteine und Beläge ersetzt. Im Bereich der Haltestelle «Grütlistrasse» stadteinwärts wird die Bushaltekante auf 22 Zentimeter angehoben. Mit der Massnahme wird die Anlage behindertengerecht ausgestaltet. Gleichzeitig wird ein Teil der Betonplatte im Fahrbahnbereich der Haltestelle ersetzt.

Die Fussgänger- sowie Verkehrsführung wird auf den Baufortschritt abgestimmt. Die Bushaltestelle «Grütlistrasse» stadteinwärts wird zeitweise leicht verschoben. Die Zufahrt zu den im Baustellenbereich liegenden Liegenschaften ist zeitweise nur eingeschränkt möglich.

Donnerstag, 22. Oktober - 10:20 Uhr

Sechsminütiger Stromausfall in der Stadt nach Arbeiten am Unterwerk Walenbüchel

(pd/chs) Am Donnerstagmorgen ist es in der Stadt St.Gallen zu einem Stromausfall gekommen. Dabei hatte ein Grossteil der Bevölkerung während sechs Minuten keinen Strom. Wie die Stadtpolizei mitteilt, gibt es bislang keine Meldungen über Schäden.

Grund für den Stromausfall seien routinemässige Prüfarbeiten am Unterwerk Walenbüchel gewesen. Aus bisher ungeklärten Gründen habe sich im Anschluss ein Transformator ausgeschaltet. «Rund 16'000 Kunden der Stadt waren von 8.48 bis 8.54 Uhr von diesem kurzen Stromausfall betroffen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Der Transformator konnte dann aber schnell wieder eingeschaltet werden, womit die Stromversorgung wieder sichergestellt war. Die St.Galler Stadtwerke bitten in der Mitteilung um Verständnis für den Zwischenfall.

Donnerstag, 22. Oktober - 10:15 Uhr

20 Einbrüche in Keller von Rorschacher Mehrfamilienhäusern

(kapo/chs) In der Zeit zwischen Montagnachmittag und Mittwochmorgen haben Unbekannte mehrere Kellerabteile in Mehrfamilienhäusern an der Pestalozzistrasse, im Stadtwald und an der Burghaldenstrasse in Rorschach heimgesucht. Wie die Kantonspolizei St.Gallen meldet, sind bislang 20 Tatbestände bekannt.

Symbolbild

Es ist unklar, ob es die Einbrüche alle von den gleichen Tätern begangen wurden. Dies wird gemäss Mitteilung der Polizei jetzt aber abgeklärt. In den meisten Fällen wurden die Kellerabteile aufgebrochen und durchsucht. In einigen Fällen kletterte die Täterschaft über die Trennwände zwischen Kellerabteilen. Entwendet wurden unter anderem Werkzeugmaschinen, ein E-Bike, elektronische Geräte, Haushaltsgegenstände und Lebensmittel im Wert von gegen 7'000 Franken. Der Sachschaden ist mit einigen hundert Franken eher gering.

Die Täter dürften in den meisten Fällen durch unverschlossene Haustüren in die Häuser gelangt sein. Die Kantonspolizei rät, darauf zu achten, dass Zugänge von aussen stets verschlossen sind und Unbekannten nicht ohne Nachfrage die Haupteingangstüre geöffnet wird. Ebenfalls sei darauf zu achten, dass Kellerabteile und Veloräume stets verschlossen seien. Verdächtige Personen oder andere Feststellungen können jederzeit über den Polizeinotruf 117 gemeldet werden.

Donnerstag, 22. Oktober - 9:02 Uhr

286 neue laborbestätigte Coronafälle im Kanton St.Gallen

(chs) Der Kanton St.Gallen meldet am Donnerstagmorgen 286 neue laborbestätigte Coronafälle. Im St.Gallischen gibt's damit seit März insgesamt 4'040 bestätigte Coronainfektionen. Die Zahl der Todesfälle blieb am Mittwoch bei 44 stabil. Aktuell sind in Spitälern im Kanton St.Gallen 71 Covid-19-Patienten hospitalisiert. Sieben von ihnen liegen auf Intensivstationen, vier werden beatmet. Im Kanton St.Gallen sind zudem (Stand 21. Oktober, 12 Uhr) 1064 positiv getestete Personen im Contact Tracing und in Isolation.

Mittwoch, 21. Oktober - 19:55 Uhr

Stadtarchiv der Ortsbürger startet seinen neuen Vortragszyklus: Die alte Stadt St.Gallen und ihre lieben Nachbarn

(pd/vre) Am Donnerstag, 18 Uhr, startet das Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen seinen Vortragszyklus «Stadtgeschichte im Stadthaus» dieses Winters. Er ist dem Verhältnis der alten Stadt zu ihren Nachbarn gewidmet. Der erste Abend trägt den Titel «Inn sonderbar guttem vertruwenn und nachbarschafft». Das Team des Stadtarchivs stellt Dokumente aus der Vergangenheit vor, welche das Verhältnis der Stadt zu ihrer Nachbarschaft beleuchten.

Die Reste der Schiedmauer an der Zeughausgasse. Sie trennte Kloster und Stadt und steht für die Hassliebe der beiden: Man war aufeinander angewiesen, machte sich gegenseitig aber auch gerne das Leben schwer.

Die Reste der Schiedmauer an der Zeughausgasse. Sie trennte Kloster und Stadt und steht für die Hassliebe der beiden: Man war aufeinander angewiesen, machte sich gegenseitig aber auch gerne das Leben schwer.

Bild: Urs Bucher (8.4.2010)

Der Vortrag findet im Festsaal des Stadthauses an der Gallusstrasse 14 statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Besuch gratis. Die Platzzahl ist allerdings beschränkt. Und aufgrund der Anti-Corona-Massnahmen ist auch eine Anmeldung möglich. Sie ist entweder direkt im Interneteintrag zum Vortrag oder per E-Mail unter stadtarchiv@ortsbuerger.ch möglich.

Mittwoch, 21. Oktober - 18:55 Uhr

Verschärfung der Corona-Regeln hat Auswirkungen aufs St.Galler Stadtparlament: Nur wer gerade redet, muss keine Maske tragen

(vre) Am kommenden Dienstag tagt das St.Galler Stadtparlament wieder in der Olma-Halle 2.1. Auf alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartet dabei eine Neuerung: Aufgrund der Verschärfung der Anti-Corona-Massnahmen durch den Bundesrat muss nämlich gemäss Stadtschreiber Manfred Linke im Parlamentssaal bis auf weiteres eine Hygienemaske getragen werden.

Neu ist das Maskenfeeling fürs Stadtparlament nicht: Am 27. September waren Masken am Wahltreffpunkt bereits obligatorisch. Im Bild aus dem Athletikzentrum Karin Winter-Dubs und Donat Kuratli von der SVP.

Neu ist das Maskenfeeling fürs Stadtparlament nicht: Am 27. September waren Masken am Wahltreffpunkt bereits obligatorisch. Im Bild aus dem Athletikzentrum Karin Winter-Dubs und Donat Kuratli von der SVP.

Bild: Michel Canonica (27.9.2020)

Diese Maskenpflicht gilt auch für die Angehörigen der Parlamentsdienste, für Medienleute und fürs Publikum. Letzteres ist trotz der Zuspitzung der Coronapandemie in der Olma-Halle weiterhin zugelassen. Eine Lockerung der Maskenpflicht gibt's für Mitglieder des Parlaments und des Stadtrats für die Momente, in denen ein ein Votum abgegeben wird: Am Rednerpult darf man sich der Maske kurz entledigen.

Wer am kommenden Dienstag, ab 16 Uhr, die Verhandlungen des Stadtparlaments mitverfolgen will, das aber coronabedingt (oder aus anderen Gründen) nicht direkt im Parlamentssaal tun will, hat eine Alternative. Die Stadtkanzlei betreibt jeweils während der Sitzung im städtischen Internetauftritt einen Live-Ticker, der Voten und Resultate zusammenfasst.

Mittwoch, 21. Oktober - 18:18 Uhr

Schnellertollermeier tritt im Palace auf: Musikalische Genre-Grenzen sprengen

(pd/bas) Musik ohne Kompromisse. Das ist die Band Schnellertollermeier. Egal ob brachialer Rock oder moderne Komposition, mit ihrer Musik sprengt das Trio Genre-Grenzen. Diesen Freitag, ab 21.30 Uhr, will die Band wie schon einmal vor zwei Jahren das Publikum des St.Galler Kulturzentrums Palace in seinen Bann ziehen. Unterstützt wird es dabei vom Berner Dimitri Howard mit seiner elektronischen Gitarre.

Die Band Schnellertollermeier spielt am Freitagabend im Palace in St.Gallen.

Die Band Schnellertollermeier spielt am Freitagabend im Palace in St.Gallen.

Bild: PD

Türöffnung zum Konzert von Schnellertollermeier vom Freitag im Palace ist um 20.30 Uhr. Am Anlass gelten die aktuellen Anti-Corona-Regeln von Bund und Kanton. Dazu gehört weiterhin die Erfassung der Besucherinnen und Besucher mit Namen, Wohnort und Telefonnummer. Dies geschieht durch ein schon zu Hause auszufüllendes Online-Formular. Um Einlass zu erhalten, muss an der Kasse das Bestätigungsmail vorgewiesen werden. Zudem muss der Zeitpunkt registriert werden, an dem jemand ins Palace kommt und wieder weggeht.

Infos zum Konzert vom Freitag gibt's auch im Internet.

Mittwoch, 21. Oktober - 17:45 Uhr

Wechsel in der Leitung der neuen Migros-Filiale in der Lachen

Alexandra Lang, die neue Chefin in der Migros-Filiale im Lachen-Quartier.

Alexandra Lang, die neue Chefin in der Migros-Filiale im Lachen-Quartier.

Bild: PD

(pd/vre) Am 1. November übernimmt Alexandra Lang die Leitung der Migros-Filiale Lachen in St.Gallen. Die 39-Jährige arbeitet gemäss Mitteilung bereits 23 Jahre bei der Migros Ostschweiz. In Altstätten absolvierte sie zuerst die Ausbildung zur Blumenverkäuferin und dann eine Detailhandelslehre. Nach 2015 arbeitete sie in Bruggen, dann in Appenzell. Seit 2017 leitet sie das Team der Migros-Filiale Stadtbühlpark in Gossau. In dieser Funktion folgt ihr Anfang November Ana Petronijevic.

Mittwoch, 21. Oktober - 17:20 Uhr

Neuer Fabrikladen für Fleischliebhaber: Suttero eröffnet Neubau im Industriegebiet Winkeln

(pd/vre) Seit heute Mittwoch betreibt das Verkaufspersonal der Ernst Sutter AG einen neuen Fabrikladen an der Schlachthofstrasse 13 in Winkeln. In einer Bauzeit von nur fünf Monaten wurden dort moderne und helle Räume als Ersatz für den alten Laden im Industriegebiet von Gossau erstellt. Wichtig für die motorisierte Kundschaft: Am neuen Standort stehen gemäss Mitteilung ausreichend Gratis-Parkplätze zur Verfügung.

Der neue Fabrikladen von Suttero an der Schlachthofstrasse 13 im Industriegebiet von Winkeln.

Der neue Fabrikladen von Suttero an der Schlachthofstrasse 13 im Industriegebiet von Winkeln.

Bild: PD

Der neue Fabrikladen präsentiert auf rund 250 Quadratmetern das komplette Suttero-Sortiment sowie Fleisch und Fleischwaren direkt aus der Produktion zu attraktiven Preisen. Im Aussenbereich können sich Besucher und Angestellte umliegender Betriebe am Grillstand verpflegen. Der alte Fabrikladen in Gossau sei sehr in die Jahre gekommen, wird in der Mitteilung Reto Baumann, Leiter Verkauf Fleischwaren und Projektleiter, zitiert. Im zweiten Stock gelegen sei er unpraktisch gewesen. Zudem habe die Parkplatzsituation nicht befriedigt.

Mittwoch, 21. Oktober - 15:59 Uhr

Uni St.Gallen führt am Donnerstag generelle Maskenpflicht ein, Kinder-Uni gibt's diesen Winter nur als Livestream

(pd/vpr) Ab morgen Donnerstag gilt an der Uni St.Gallen eine generelle Maskenpflicht. Neu müssen Hygienemasken auch in allen Vorlesungen und an allen Arbeitsplätzen - auch in Büros und in der Bibliothek - getragen werden. Die verschärfte Regelung gilt fürs HSG-Personal, für Studierende wie für Besucherinnen und Besucher. Vom Tragen der Maske ist einzig die Dozentin oder der Dozent dispensiert, sofern der Mindestabstand zum Publikum eingehalten werden kann.

Ab Donnerstag gilt an der Uni St.Gallen eine generelle Maskenpflicht fürs Personal, für die Studierenden sowie für alle Besucherinnen und Besucher.

Ab Donnerstag gilt an der Uni St.Gallen eine generelle Maskenpflicht fürs Personal, für die Studierenden sowie für alle Besucherinnen und Besucher.

Symbolbild: KEY
(20.10.2020)

Diese Verschärfungen seien nötig, damit der Präsenzunterricht trotz der momentanen Entwicklung der Coronakrise aufrecht erhalten werden könne, heisst es in einer Mitteilung der HSG. Fürs Contact Tracing müssen sich Studierende und andere Besucher von Vorlesungen weiterhin telefonosch oder online dafür anmelden. Diese Regel gilt bereits seit dem Start des Herbstsemesters.

Die Verschärfung der Coronaregeln hat auch Auswirkungen auf die Kinder-Uni in diesem Winter, wie gestern bekannt wurde. Die beliebten Vorlesungen für Kinder finden diesmal nicht auf dem HSG-Campus statt, sondern werden ins Internet verlegt. Geplant ist ein Livestream zu den Vorlesungen unter anderem über Künstliche Intelligenz und Food Waste. Diesen können Kinder zu Hause ohne Voranmeldung im Internet abrufen.

Programm

Kinder-Uni für einmal nur im Internet

Die Kinder-Uni der Universität St.Gallen findet immer am Mittwoch, 15 bis 15.45 Uhr statt. In diesem Jahr ist ein Besuch der Vorlesungen nicht möglich. Diese werden aber per Livestream ins Internet übertragen. Details dazu finden sich auf der Internetseite www.kinderuni.unisg.ch. Das Programm sieht wie folgt aus:

28. Oktober
Lebensmittelverschwendung
Warum wird dieses Joghurt weggeschmissen?
Professorin Johanna Gollnhofer

4. November
Künstliche Intelligenz
Warum Roboter durch Verstecken spielen schlauer werden
Professopr Siegfried Handschuh

11. November
Aviatik
Wieso fliegt ein Flugzeug?
Andreas Wittmer

18. November
Traumberuf
Pilotin oder Kleinkinderzieherin: Wenn ich gross bin, werde ich, was ich gut kann!
Christa Binswanger

Mittwoch, 21. Oktober - 15:01 Uhr

Nach Zusammenbruch des Werbemarktes wegen der Coronakrise: Onlinemagazin für den Fussballnachwuchs wird eingestellt

(pd/vre) Das das Newsportal Hallochamps.ch wird Ende dieses Monats eingestellt. Das teilt Future Champs Ostschweiz (FCO) am Mittwoch mit. Das Onlinemagazin diente seit seiner Lancierung Anfang 2020 als Plattform für den Fussballnachwuchs in der Ostschweiz. Zielpublikum für seine News, Hintergründe, Interviews und Spielerporträts waren junge Fussballtalente aus dem Einzugsgebiet des FCO mit seinen zehn Stützpunkten vom Thurgau bis nach Graubünden.

Das Onlinemagazin Hallochamps.ch.

Das Onlinemagazin Hallochamps.ch.

Screenshoot: Hallochamps.ch

Eingestellt wird Hallochamps.ch in erster Linie wegen der Coronakrise: Da der Werbemarkt seit der Lancierung regelrecht zusammengebrochen sei, liessen sich mit einem solchen Onlinemagazin die für seinen Betrieb nötigen Finanzen nicht mehr generieren, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Hallochamps.ch ist eine Kooperation zwischen FCO und der Wiler Kanawai-Medien-AG.

Mittwoch, 21. Oktober - 10:29 Uhr

St.Galler Stadtrat ruft zu Coronasolidarität auf: «Mit vereinten Kräften den zweiten Lockdown verhindern»

(sk/vre) Der St.Galler Stadtrat zeigt sich in einer am Mittwochmorgen verbreiteten Mitteilung besorgt über die Verschärfung der Coronakrise. Es gelte jetzt, mit vereinten Kräften einen zweiten Lockdown zu verhindern. Der Stadtrat dankt der Bevölkerung für die Einhaltung der bewährten Abstands- und Hygieneregeln, gleichzeitig appelliert er an die Solidarität untereinander. Es gelte der Grundsatz: «Schützen Sie sich, so schützen Sie auch andere.»

Die St.Galler Stadtregierung hat sich an ihrer Sitzung vom Dienstag zur Coronasituation ausgesprochen. Dabei wurden verschiedene interne Massnahmen zur Eindämmung des Virus beschlossen. So sollen bis Ende Januar 2021 keine Anlässe fürs städtische Personal stattfinden. Weiter werden alle Dienststellen angewiesen, Home Office einzuführen, soweit dies aus betrieblicher Sicht möglich ist. Die Öffnungszeiten der Stadtverwaltung bleiben vorderhand aber unverändert.

Mit gutem Beispiel vorangehen: In der Öffentlichkeit sind auch die Mitglieder der St.Galler Stadtregierung - im Bild Schuldirektor Markus Buschor und Stadtpräsident Thomas Scheitlin - mit Hygienemaske unterwegs.

Mit gutem Beispiel vorangehen: In der Öffentlichkeit sind auch die Mitglieder der St.Galler Stadtregierung - im Bild Schuldirektor Markus Buschor und Stadtpräsident Thomas Scheitlin - mit Hygienemaske unterwegs.

Bild: Michel Canonica (27.9.2020)

Massnahmen ergreift der St.Galler Stadtrat auch, um die Schliessung von Schulen zu verhindern. So hat er verfügt, dass die städtischen Schulhäuser der Empfehlung der Regierung Folge leisten und auf «Verkehrsflächen» die Maskenpflicht für Erwachsene einführen. Die Schulleitungen wurden über vom kantonalen Amt für Volksschule direkt über diese Massnahme informiert.

In seiner Standortbestimmung ist der St.Galler Stadtrat zum Schluss gekommen, dass die vom Bundesrat am Sonntag national verordnete Maskentragpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen gut angelaufen ist. Sie gilt auch in öffentlich zugänglichen Innenräumen der Stadtverwaltung. In der Mitteilung der Stadt wird zudem darauf hingewiesen, dass die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Pandemie ist.

Mittwoch, 21. Oktober - 9:45 Uhr

Kanton vermeldet neuen Negativrekord: 400 neue Coronafälle an einem Tag registriert, 62 Covid-19-Patienten liegen im Spital

(vre) Der Kanton St.Gallen meldet am Mittwochmorgen 400 neue laborbestätigte Coronafälle. Das ist neuer Negativrekord. Fürs vergangene Wochenende wurden zwar 429 Neuinfektionen registriert, dies jedoch verteilt auf mehrere Tage. Die aktuell gemeldeten 400 Fälle waren vom Dienstag- bis Mittwochmorgen zu verzeichnen.

Der Kanton St.Gallen zählt damit seit März insgesamt 3'754 bestätigte Coronafälle. Die Zahl der Todesfälle blieb am Dienstag bei 44 stabil. Aktuell sind in Spitälern im Kanton St.Gallen 62 Covid-19-Patienten hospitalisiert. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen, vier ohne und vier mit Beatmung. Am Dienstag, 12 Uhr, waren im Kanton St.Gallen zudem 1026 positiv getestete Personen im Contact Tracing.

Mittwoch, 21. Oktober - 9:29 Uhr

TVO lässt über zweite Coronawelle diskutieren: Virologe Pietro Vernazza gegen den Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin

Virologe Pietro Vernazza.

Virologe Pietro Vernazza.

Bild: Ralph Ribi (16.8.2020)

(pd/vre) Die zweite Welle der Coronapandemie rollt. Entsprechend haben die Ostschweizer Kantonsregierungen und auch der Bund die Regeln gegen das Virus in den vergangenen Tagen verschärft. Tanzverbot, Maskenpflicht in Läden, Banken und auf Bahnhöfen, Begrenzung der Publikumszahlen an Grossveranstaltungen. Ist der zweite Lockdown überhaupt noch zu vermeiden?

Der Thurgauer Regierungsrat Urs Martin.

Der Thurgauer Regierungsrat Urs Martin.

Bild: Reto Martin (24.9.2020)

Am Mittwochabend widmet TVO dieser Frage die politische Diskussionssendung «Zur Sache». Dazu lässt das Ostschweizer Regionalfernsehen den Virologen Pietro Vernazza gegen den Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin antreten. Moderiert wird das Gespräch von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid. Erstausstrahlung der Sendung ist um 18.30 Uhr; danach wird sie im Stundentakt wiederholt. Anschauen kann man sich die Debatte ab Mittwochabend auch im Internet.

Mittwoch, 21. Oktober - 8:49 Uhr

Velofahrerin übersehen, angefahren und verletzt

(kapo/vre) Am Dienstag hat eine Autofahrerin in Rorschach eine Velofahrerin übersehen und angefahren. Die 74-Jährige wurde beim Unfall verletzt und musste gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Mittwoch ins Spital gebracht werden. Zum Zusammenstoss gekommen war es um 11.50 Uhr, auf der Kreuzung Mariaberg- und Burghaldenstrasse.

Während der Unfallaufnahme auf der Kreuzung Mariaberg- und Burghaldenstrasse in Rorschach. Hier wurde am Mittwoch eine Velofahrerin bei einem Zusammenstoss eher leicht verletzt.

Während der Unfallaufnahme auf der Kreuzung Mariaberg- und Burghaldenstrasse in Rorschach. Hier wurde am Mittwoch eine Velofahrerin bei einem Zusammenstoss eher leicht verletzt.

Bild: Katonspolizei SG
(20.10.2020)

Eine 44-jährige Autofahrerin fuhr am Dienstagmittag auf der Mariabergstrasse talwärts. Nachdem sie vor einem Fussgängerstreifen angehalten hatte, rollte sie bis zum Stopp-Signal und hielt dort nochmals an. Beim Weiterfahren übersah sie die 74-jährige Velofahrerin, die von rechts korrekt auf der Burghaldenstrasse daher kam.

Trotz sofortiger Vollbremsung konnte die Autofahrerin den Zusammenstoss nicht mehr verhindern. Beim Sturz vom Velo zog sich die 74-Jährige gemäss Mitteilung der Kantonspolizei eher leichte Verletzungen zu. Sie wurde deswegen mit der Ambulanz ins Spital gefahren.