ST.GALLER STADT-TICKER
Etrit Hasler tritt zurück +++ Auf dem Weg zur Kundgebung +++ Die Sommerkinos sind in den Startlöchern +++ Frauenstreik kommt auf Touren

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen und der Umgebung: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Montag, 14. Juni - 20:33 Uhr

Wechsel bei der SP im St.Galler Stadtparlament: Etrit Hasler tritt zurück, Lara Weibel rückt nach

(vre) Was hinter den Kulissen schon länger zu hören war, wird Tatsache: SP-Politiker Etrit Hasler tritt nach sechzehneinhalb Jahren im St.Galler Stadtparlament zurück. Letztmals im Rat anwesend sein wird er an der Rechnungssitzung vom 6. Juli. Für den 44-jährigen Hasler rückt die 31-jährige Jugendarbeiterin Lara Weibel ins Parlament nach. Sie war bei den Wahlen im vergangenen Herbst bei der SP auf dem zweiten Ersatzplatz gelandet. Nachdem Marlène Schürch vom ersten Ersatzplatz bereits für Guido Berlinger Bolt nachrutschen konnte, ist jetzt Weibel am Zug.

Etrit Hasler bei einem Auftritt im St.Galler Kantonsrat. Diesen Juli tritt der SP-Politiker auch aus dem St.Galler Stadtparlament zurück.

Etrit Hasler bei einem Auftritt im St.Galler Kantonsrat. Diesen Juli tritt der SP-Politiker auch aus dem St.Galler Stadtparlament zurück.

Bild: Regina Kühne
(20.5.2020)

Etrit Hasler gehört heute zu den Amtsältesten im St.Galler Stadtparlament. Er sitzt darin seit 1. Januar 2005. 2012 bis 2020 war er für die SP zusätzlich auch noch im St.Galler Kantonsrat aktiv. Im Frühling 2020 verpasste er für dieses Mandat aber die Wiederwahl. Seit 2000 gehört Hasler zu den prägenden Stimmen im Schweizer Poetry Slam. Seit Anfang 2020 ist er Generalsekretär des Vereins Suissculture Sociale. Dieses Amt und ein damit verbundener Wohnsitzwechsel ist jetzt auch der Grund für den Rücktritt aus dem Stadtparlament.

Lara Weibel rutscht für Etrit Hasler ins St.Galler Stadtparlament nach.

Lara Weibel rutscht für Etrit Hasler ins St.Galler Stadtparlament nach.

Bild: PD/Anna Tina Eberhard

Etrit Hasler hatte im Stadtparlament den Ruf des Paradiesvogels. Er war immer für Aktionen und Positionen gut, die niemand erwartet hätte - auch nicht die eigene Partei. Dazu gehörte, dass er keine Berührungsängste zu anderen Politikerinnen und Politikern hatte. Resultat waren Vorstösse wie etwa 2006 eine Motion über die Legalisierung des Sprayens mit Christian Hostettler, dem damaligen SVP-Rechtsaussen im Stadtparlament, oder 2017 ein Postulat zusammen mit SVP-Fraktionspräsidentin Karin Winter-Dubs über Mehrwegbecher fürs Stadtfest.

Politische Schwerpunkte setzte Etrit Hasler im Stadtparlament unter anderem bei der Kultur-, aber auch bei der Drogenpolitik. Bekannt ist er für sein Engagement für Grundrecht. So zählte Hasler zu den heftigsten Gegnern des neuen städtischen Polizeireglements, das im Juni 2005 vom Stimmvolk angenommen wurde. Er stellt bis heute kritische Fragen zum Instrument von Wegweisung und Fernhaltung oder zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum. Zivilcourage und das Eintreten für unpopuläre Anliegen brachten ihm Achtung ein, sein Hang zur politischen Belehrung Andersdenkender ging ab und zu «Freund und Feind» auf die Nerven.

Montag, 14. Juni - 18:50 Uhr

Auf dem Weg zur Frauendemo: Sternmarsch aus den Quartieren ins Stadtzentrum

Momentaufnahme. Heute Montag ist auch in St.Gallen Frauenstreiktag. Derzeit sind auf einem Sternmarsch Gruppen aus Quartieren unterwegs zur Kundgebung in der Marktgasse. Sie beginnt um 19 Uhr. Im Bild die Gruppe aus St.Georgen auf ihrem Weg durch die Mülenenschlucht.

Momentaufnahme. Heute Montag ist auch in St.Gallen Frauenstreiktag. Derzeit sind auf einem Sternmarsch Gruppen aus Quartieren unterwegs zur Kundgebung in der Marktgasse. Sie beginnt um 19 Uhr. Im Bild die Gruppe aus St.Georgen auf ihrem Weg durch die Mülenenschlucht.

Bild: Julia Nehmiz
(14.6.2021)
Montag, 14. Juni - 18:35 Uhr

Filme in Stadt und Region St.Gallen unter dem Sternenhimmel anschauen: Sommerkinos sind in den Startlöchern

(vre) Ja, sie finden trotz Coronapandemie statt, die sommerlichen Freiluftkinos in Stadt und Region St.Gallen. Das Kinok führt sein Sommerkino wie üblich in der Rondelle in der Lokremise durch. Grosse Sommerkinos gibt's in Arbon und in Kreuzlingen. Und das Solarkino feiert sein Zehnjähriges; mit Vorführungen in St.Margrethen, Rorschach, St.Gallen und Schwellbrunn. Doch der Reihe nach...

Das Kinok führt sein sommerliches Freiluftprogramm seit Jahren jeweils in der Rondelle in der Lokremise durch.

Das Kinok führt sein sommerliches Freiluftprogramm seit Jahren jeweils in der Rondelle in der Lokremise durch.

Bild: Michel Canonica (14.7.2013)

Weit fortgeschritten sind nach Angaben von Andreas Stock vom Kinok die Vorbereitungsarbeiten fürs diesjährige Freiluftprogramm vom 15. Juli bis 14. August in der Lokremise. Filme draussen gezeigt werden in dieser Zeit immer am Donnerstag, Freitag und Samstag mit Start um 21.45 Uhr. Das Programm hat «Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs» zum Thema. Es erzählt Geschichten von Männern in der Krise.

Den Auftakt macht am 15. Juli die mit einem Oscar ausgezeichnete Komödie «Annie Hall» (1977) von Woody Allen. Weitere Männer in Nöten werden unter anderem verkörpert von Cary Grant, Billy Murray, Jean-Pierre Leaud, Heiner Lauterbach, Josef Hader oder auch von der französischen Komikerlegende Louis de Funès. Als Schlusspunkt des Openair-Programms plant das Kinok für den 14. August eine Vorpremiere. Das Programm wird Ende Juni auf der Homepage aufgeschaltet und liegt dann auch in gedruckter Form als handlicher Leporello vor.

Das Openair-Kino in Arbon ist auch beim Publikum aus St.Gallen nicht zuletzt wegen seiner schönen Lage direkt am See sehr beliebt.

Das Openair-Kino in Arbon ist auch beim Publikum aus St.Gallen nicht zuletzt wegen seiner schönen Lage direkt am See sehr beliebt.

Bild: Ralph Ribi
(12.7.2015)

Auch die beiden grossen Openair-Kinos am Bodensee in Arbon und Kreuzlingen finden diesen Sommer statt. Jenes in Arbon vom 16. Juli bis 22. August, jenes in Kreuzlingen vom 7. bis 31. Juli. Das Programm wird nach Angaben von Mitorganisator Pascal Frei Ende Juni veröffentlicht. Der Vorverkauf startet voraussichtlich am 28. Juni über Ticketcorner. Alle Informationen zur Veranstaltung in Arbon und in Kreuzlingen finden sich dann im Internet.

Das Solarkino St.Gallen - im Bild eine Vorstellung im Sommer 2018 auf dem Gallusplatz - feiert 2021 sein zehnjähriges Bestehen.

Das Solarkino St.Gallen - im Bild eine Vorstellung im Sommer 2018 auf dem Gallusplatz - feiert 2021 sein zehnjähriges Bestehen.

Bild: PD (3.8.2018)

Eine spezielle Sommersaison steht dem Solarkino St.Gallen bevor: Es feiert sein Zehnjähriges. Auf der Programmseite im neu gestalteten Internetauftritt findet sich bereits ein ansehnliches Programm an Filmen - mit 13 Vorführungen zwischen dem 30. Juni und 9. September im Strandbad Bruggerhorn in St.Margrethen, beim Würth-Haus am Bodenseeufer in Rorschach, auf der St.Galler Kreuzbleiche (31. Juli) und im Sommertal bei Schwellbrunn (21. August).

Montag, 14. Juni - 17:11 Uhr

Frauenstreik auch in der Stadt St.Gallen: «Meine Kinder sollen in einer gleichberechtigten Gesellschaft aufwachsen»

(miz) Während in Basel am frühen Morgen der Verkehr lahmgelegt wurde, nimmt der Frauenstreik in St.Gallen erst langsam Fahrt auf. Am Mittag trafen sich Streikende und Streikunterstützerinnen in der Marktgasse zum feministischen Picknick: Die Sonne scheint auf die Frauen, die ihre Mittagspause bei den Transparenten und beim Infostand von SP und VPOD verbringen. Schattenplätze sind rar und begehrt. Knapp zwei Dutzend Frauen sitzen auf mitgebrachten Picknickdecken oder auf den Bänken am Bärenplatz und in der Marktgasse.

Ein Informationsstand zum Frauenstreik am Montagmittag beim St.Galler Bärenplatz.

Ein Informationsstand zum Frauenstreik am Montagmittag beim St.Galler Bärenplatz.

Bild: Arthur Gamsa
(14.6.2021)

Bei den Nicht-Streikenden am Gallusplatz oder auf dem Klosterplatz ist ähnlich viel los; viele verbringen ihre Mittagspause draussen. Die St.Galler Parlamentspräsidenten Alexandra Akeret verteilt lila Buttons an Passantinnen und Passanten. Nein, sie sei nicht enttäuscht ob des eher geringen Interesses. Sie freue sich auf die Kundgebung am Abend. Auch SP-Co-Präsidentin Jenny Heeb hat sich unter die Picknickerinnen gemischt. Es sei wichtig, auf feministische Anliegen aufmerksam zu machen. «Meine Kinder sollen in einer gleichberechtigten Gesellschaft aufwachsen», sagt Heeb.

Zwei der drei Kinder der SP-Stadtparlamentarierin tollen um sie herum, der älteste ist wieder in der Schule. Und nein, Gleichberechtigung sei noch lange nicht erreicht, sagt Heeb. Auf die Frage, wo es am meisten fehlt in Sachen Gleichberechtigung, antwortet sie mit einer Gegenfrage: «Wo fehlt es nicht?» Vereinbarkeit von Beruf und Familie, teure Kinderbetreuung, unbezahlte Care-Arbeit, ungleicher Lohn für gleiche Arbeit, weniger Rente für Frauen – «nach 50 Jahren Frauenstimmrecht ist die Schweiz in Sachen Gleichberechtigung noch nicht dort, wo sie sein müsste».

Die Frauen des Kollektivs «Perfemmes*ance» am Montagmittag bei ihrer ersten Performance über unerfüllte Frauenanliegen in der Marktgasse.

Die Frauen des Kollektivs «Perfemmes*ance» am Montagmittag bei ihrer ersten Performance über unerfüllte Frauenanliegen in der Marktgasse.

Bild: Arthur Gamsa
(14.6.2021)

Diese Meinung teilen die Frauen des Kollektivs «Perfemmes*ance». Vier mal werden sie heute in der Marktgasse mit Fragen und Statements auf Frauenanliegen aufmerksam machen. «Wussten Sie, dass für Frauen die bezahlte Arbeitszeit bereits um 15.19 Uhr enden würde, wenn man sie im Vergleich zu den Löhnen der Männer berechnen würde», fragt eine ins Mikrofon. «100 Milliarden Franken verdienen Frauen in der Schweiz pro Jahr weniger als Männer, obwohl sie gleich viele Stunden arbeiten wie Männer», sagt eine andere.

Zwei Dutzend Passantinnen und Passanten bleiben stehen und hören zu. Aus einem geöffneten Fenster trötet jemand mit einer Hupe. Andere gehen einfach vorbei. Eine junge Frau im grauen Kleid streikt nicht, sie putzt neben den Teilnehmerinnen des Frauenstreiks die Schaufenster eines Ladens an der Marktgasse.

Abendprogramm Frauenstreik St.Gallen
Ab 18 Uhr Sternmarsch aus den Quartieren und vom Hauptbahnhof ins Stadtzentrum.Ab 19 Uhr Kundgebung in der Marktgasse. Informationen dazu im Internet.

Montag, 14. Juni - 16:54 Uhr

St.Galler Stadtparlament tagt am Dienstag: Der Wirbel bei der Spitex wird viel zu reden geben

(vre) Am Dienstag, ab 16 Uhr, tagt das St.Galler Stadtparlament wieder in der Olma-Halle 2.1. Die Traktandenliste der sechsten Sitzung der Amtszeit 2021 bis 2024 ist relativ kurz. Dies insbesondere, weil auch noch der grösste Brocken - das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak) - nicht behandlungsreif ist. Die vorberatende Bildungskommission braucht dafür mehr als eine Sitzung.

Wegen der Coronapandemie tagt das Stadtparlament morgen Dienstag, ab 16 Uhr, wieder in der Olma-Halle 2.1. Publikum ist zugelassen.

Wegen der Coronapandemie tagt das Stadtparlament morgen Dienstag, ab 16 Uhr, wieder in der Olma-Halle 2.1. Publikum ist zugelassen.

Bild: Ralph Ribi
(25.8.2020)

Am meisten zu reden geben dürfte an der Parlamentssitzung vom Dienstag die stadträtliche Interpellationsantwort zu den Problemen bei der neuen Spitex AG. Hier lösten in den vergangenen Wochen und Monaten die hohe Personalfluktuation, Kritik aus der Kundschaft, die Nicht-Kommunikation der Verantwortlichen und jetzt auch noch der Abgang des Geschäftsführer immer wieder Schlagzeilen aus. Konkrete Entscheide fällen kann das Parlament zu diesem Thema keine; das wird aber viele im Parlament nicht davon abhalten, darüber reden und kritisch Bilanz ziehen zu wollen.

Auf dem Programm stehen weiter eine Wahl in die Bildungskommission und als Sachvorlage das Projekt für die Um- und Offenlegung des Bruggwaldbachs sowie den Ausbau des Heiligkreuzbachs. Zu reden dürfte auch die Motion der Fraktionen von SP/Juso/PFG, von Grünen sowie von Grünliberalen, die eine Reglement zur Offenlegung der Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskämpfen fordert.

Ebenfalls diskutiert wird die Interpellationsantwort des Stadtrats über Frauen im Dienst der Stadtpolizei (ST.GALLER STADT-TICKER, 14.6.2021, 7:49); hier könnte es die eine oder andere Wortmeldung geben. Den Schluss macht dann eine weitere stadträtliche Interpellationsantwort über die Funktion von Sondernutzungsplänen als Instrument für die bauliche Innenentwicklung und Verdichtung der Stadt.

An den Sitzungen des Stadtparlaments gilt derzeit konsequente Maskenpflicht. Nur Rednerinnen und Redner sind davon ausgenommen.

An den Sitzungen des Stadtparlaments gilt derzeit konsequente Maskenpflicht. Nur Rednerinnen und Redner sind davon ausgenommen.

Bild: Benjamin Manser (12.1.2021)

Gäste sind an der Sitzung des Stadtparlaments unter Einhaltung der Anti-Corona-Regeln zugelassen. Insbesondere gilt in der Olma-Halle eine konsequente Maskenpflicht, von der einzige Votantinnen und Votanten ausgenommen sind. «Tagblatt online» informiert im Liveticker über den Fortgang der Sitzung. Über die Beschlüsse des Parlaments kommuniziert zudem die Stadtkanzlei laufend auf Twitter.

Montag, 14. Juni - 12:05 Uhr

Hausbewohner überraschen Dieb und überwältigen ihn

(kapo/vre) So eine Art Künstlerpech hatte am Sonntag, kurz vor 16.30 Uhr, ein Dieb an der Hüttenwiesstrasse in St.Gallen. Der 42-jährige Serbe hatte sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei in ein Haus eingeschlichen und es nach Wertsachen durchsucht. Gerade als er mit mehreren hundert Franken das Weite suchen wollte, wurde er von den Hausbewohnern überrascht. Sie überwältigten ihn und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Mann wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen ihn eröffnet.

Montag, 14. Juni - 11:55 Uhr

Einbruch in Bürohaus: Über 2'000 Franken erbeutet

(kapo/vre) In der Zeit zwischen Freitagnachmittag und Sonntagmorgen haben Einbrecher ein Bürogebäude an der Mariabergstrasse in Rorschach heimgesucht. Sie verschafften sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten und durchsuchten sie. Mit über 2'000 Franken suchten sie danach das Weite.

Montag, 14. Juni - 11:25 Uhr

Neuer Leiter für den Bereich Marketing und Organisation: Matthias Schlageter stösst neu zum Organisationsteam des LC Brühl Handball

Matthias Schlageter wird per 1. Juli Verantwortliche für Marketing, Medienarbeit und Organisation beim LC Brühl Handball.

Matthias Schlageter wird per 1. Juli Verantwortliche für Marketing, Medienarbeit und Organisation beim LC Brühl Handball.

Bild: PD

(pd/vre) Der LC Brühl Handball, dessen erstes Frauenteam in der obersten Schweizer Liga seit Jahren erfolgreich ist, will auch neben dem Spielfeld auf ein Team aus qualifizierten Fachleuten setzen. Auf 1. Juli stösst gemäss Mitteilung vom Montag Matthias Schlageter zu den Brühlerinnen. Der 32-jährige studierte Sportmanager übernimmt in einem Teilzeitpensum den Bereich Marketing/Organisation und zeichnet neu für die Medienarbeit des Vereins verantwortlich.

Matthias Schlageter ist aktuell mit einem Pensum von 100 Prozent beim Schweizerischen Handball-Verband (SHV) angestellt. Er ist dort seit gut fünf Jahren mit der Medienarbeit der höchsten Männer- und Frauenliga beauftragt, fungiert als Stellvertreter des SHV-Medienchefs und übernahm in der Vergangenheit auch weitreichende Aufgaben im Bereich der Ligen. Zugunsten des LC Brühl wird er das Pensum beim SHV auf 50 Prozent reduzieren.

Montag, 14. Juni - 11:15 Uhr

Von wegen blind

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte eine Blindschleiche im Wald bei Abtwil.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte eine Blindschleiche im Wald bei Abtwil.

(vre) Die Blindschleiche hat in unseren Breitengraden gleich mit mehreren Missverständnissen zu kämpfen: So ist das Tier keine Schlange, und es ist auch nicht blind. Der Körperbau ähnelt zwar jenem von Schlangen, die Blindschleiche unterscheidet sich aber von diesen, weil es die Spitze des Schwanzes bei Gefahr abwerfen kann (ähnlich wie Eidechsen). Und der deutsche Name ist ein Missverständnis, das auf einen Übersetzungsfehler aus dem Althochdeutschen beruht: «Plintslîcho» heisst eben nicht Blindschleiche, sondern blendende oder glänzende Schleiche.

Montag, 14. Juni - 10:40 Uhr

Beide Autofahrer sahen grün: Viel Blechsalat bei einer Kollision auf der Zürcher Strasse in Winkeln

Beim Unfall auf der Kreuzung Kunkler-, Hafnersberg- und Zürcher Strasse vom Sonntagmittag...

Beim Unfall auf der Kreuzung Kunkler-, Hafnersberg- und Zürcher Strasse vom Sonntagmittag...

Bild: Stadtpolizei SG
(13.6.2021)

(stapo/vre) Am Sonntagmittag sind auf der Zürcher Strasse neben der Shopping-Arena in Winkeln zwei Autos heftig miteinander kollidiert. Eine Person klagte nach dem Unfall über Kopfschmerzen, musste aber nicht ärztlich behandelt werden. Die Lenkerin und der Lenker, die am Unfall beteiligt waren, gaben gemäss Mitteilung der Stadtpolizei beide an, am Lichtsignal grün gesehen zu haben.

...wurden beide involvierten Autos erheblich beschädigt. Sie waren nicht mehr fahrtüchtig und mussten abgeschleppt werden.

...wurden beide involvierten Autos erheblich beschädigt. Sie waren nicht mehr fahrtüchtig und mussten abgeschleppt werden.

Bild: Stadtpolizei SG
(13.6.2021)

Am Sonntag, kurz vor 12 Uhr, war ein 46-jähriger Autofahrer auf der Kunklerstrasse unterwegs und beabsichtigte in die Hafnersbergstrasse zu fahren. Zur gleichen Zeit fuhr eine 71-jährige Autolenkerin auf der Zürcher Strasse stadteinwärts. Auf der Kreuzung neben der Shopping-Arena kam zu einer seitlich-frontalen Kollision zwischen den Autos. Die Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden.

Montag, 14. Juni - 10:10 Uhr

Nach der langen Corona-Zwangspause: Grosser Auftritt für die St.Galler Musikschule im Internetradio

(sk/vre) Die Coronapandemie hat auch die Musikschule St.Gallen dazu gezwungen, bei Konzerten und Anlässen eine Zwangspause einzulegen. Eine solche Krise, so heisst es in einer Mitteilung der Stadt, biete aber immer auch Chancen. Eine davon ergreift jetzt die Musikschule: Sie beschliesst ihr Schuljahr mit digitalen Konzerten bei «Radio Powerup» der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Am kommenden Sonntag, 11 bis 18 Uhr, sind rund 130 ihrer Schülerinnen und Schüler auf DAB+ und im Internet aktiv.

Das «Schulhaus» der Musikschule St.Gallen befindet sich an der Rorschacher Strasse 25.

Das «Schulhaus» der Musikschule St.Gallen befindet sich an der Rorschacher Strasse 25.

Bild: Benjamin Manser
(25.3.2021)

Das Musikprogramm wird im Pfalzkeller in St.Gallen aufgezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule zeigen dabei die ganze Bandbreite ihres musikalischen Spektrums. Das Programm umfasst Beiträge von Nachwuchsstreicherinnen und Nachwuchsstreichern über Bläser-Ensembles bis hin zu Bands des «Rock & Pop Centers» oder dem Erwachsenenchor «VoiceUp». Dazwischen sind die «Mobile Reporter» des Kinderdorfs unterwegs und holen Stimmen der Beteiligten ein.

Die Musikschule St.Gallen bietet Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Wohnsitz in der Stadt eine musikalische Ausbildung. Die Stadt fördert dies aus der Erkenntnis heraus, dass musikalische Erlebnisse einen positiven Einfluss auf das Selbstwertgefühl haben und Identität stiften. In einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung lerne man, sich in eine Gruppe einzufügen und ein gemeinsames Ziel zu erreichen, heisst es in der Mitteilung dazu. Das Angebot der Musikschule reicht vom Eltern-Kind-Singen bis zum Singen und Musizieren im Rentenalter.

Montag, 14. Juni - 9:32 Uhr

Lehrgang für Sportmanager an der HSG abgeschlossen: Akademische Ehren für Uli Forte und Marco Streller

(pd/vre) An der Uni St.Gallen haben vergangene Woche auch die ehemaligen Spitzenfussballer Uli Forte, Marco Streller und Alain Nef die Weiterbildung zum zertifizierten Sportmanager HSG abgeschlossen. Unter den 34 Absolventinnen und Absolventen der «Class of 2020» des Lehrgangs waren gemäss Mitteilung weitere ehemalige Spitzensportler wie etwa ein deutscher Handball-Nationalspieler und zwei ehemalige Bundesliga-Fussballer. Der Lehrgang richtet sich allerdings nicht nur an sie, sondern auch an Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sportnaher Unternehmen sowie an Quereinsteiger.

Der ehemalige Spitzenfussballer und FC St.Gallen-Trainer Uli Forte (rechts) nimmt von Professor Wolfgang Jenewein das Diplom für den bestandenen HSG-Lehrgang für Sportmanager entgegen.

Der ehemalige Spitzenfussballer und FC St.Gallen-Trainer Uli Forte (rechts) nimmt von Professor Wolfgang Jenewein das Diplom für den bestandenen HSG-Lehrgang für Sportmanager entgegen.

Bild: PD

Für Sportlerinnen und Sportler beginne das Leben nach der aktiven Karriere meist früher als gedacht, wird in der Mitteilung Studienleiter und Betriebswirtschaftsprofessor Wolfgang Jenewein zitiert. Zudem dauere «die Karriere nach der Karriere» um einiges länger als die Zeit als aktiver Spitzensportler. «Spitzensportler stehen nach ihrer Profi-Laufbahn häufig vor einer grossen beruflichen Herausforderung. Nicht wenige sind nach dem letzten Wettkampf auf sich alleine gestellt. Dabei kann und will nur ein Bruchteil von ihnen nach dem Karriereende vom verdienten Geld leben.» Beim Einstieg ins Berufsleben soll ihnen der Sportmanagement-Lehrgang der Universität St.Gallen helfen.

Zu den bisherigen Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungsangebots gehören auch Mladen Petrić oder David Degen. Weitere prominente Namen auf der Ehemaligenliste sind Fränzi Aufdenblatten (ehemalige Skirennfahrerin), Mark Streit (Schweizer Eishockey-Legende) sowie Fabian Cancellara (Rad-Olympiasieger). Details zum Lehrgang zertifizierter Sportmanager HSG finden sich im Internet.

Montag, 14. Juni - 8:57 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 60 Neuansteckungen übers Wochenende

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet fürs Wochenende (Freitag, Samstag und Sonntag) 60 laborbestätigte Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Coronafälle seit März 2020 liegt damit bei 42'636. Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 wurden am Wochenende nicht registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 bleibt daher bei 712 stabil.

Montag, 14. Juni - 8:51 Uhr

Am Montagabend wird für die Frauenrechte gestreikt: In St.Gallen ist ein Sternmarsch und eine Kundgebung in der Marktgasse geplant

(vre) 1991 fand der erste grosse Frauenstreik in der Schweiz statt. 2019 wurde er wiederholt. Seither gehen in St.Gallen am 14. Juni Frauen auf die Strasse, um daran zu erinnern, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch keineswegs erreicht ist. Hauptanliegen sind die Lohngleichheit, die Anerkennung von Haus-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit, die Bekämpfung der gerade auch viele Frauen treffenden Altersarmut sowie der Kampf gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen.

Am zweiten grossen Frauenstreik vor zwei Jahren gingen auch in St.Gallen unzählige Frauen für ihre Rechte auf die Strasse.

Am zweiten grossen Frauenstreik vor zwei Jahren gingen auch in St.Gallen unzählige Frauen für ihre Rechte auf die Strasse.

Bild: A. Ortiz Cardozo
(14.6.2019)

Auch für heute Montag ist eine Veranstaltung geplant. Gestartet wird dazu um 18 Uhr mit einem Sternmarsch von verschiedenen Treffpunkten in der Stadt (Hauptbahnhof, Bushaltestelle Mühlegg, Quartiertreff Ti-Rumpel/ Stahlstrasse 3, Bushaltestelle Langgasse, Bushaltestelle St.Fiden und Kulturzentrum Palace). Ziel ist die Marktgasse, wo ab 19 Uhr eine Kundgebung stattfinden wird.

Vorgängig findet heute Mittag, 12 bis 13.30 Uhr, in der Marktgasse ein feministisches Picknick statt. Parallel dazu läuft die Kunstaktion «Zeichensammlung»: Dabei entsteht aus Zeichnungen in Postkartengrösse eine Ausstellung zum Thema «Frau sein». Mitzeichnen können alle. Unter dem Titel «FrageZeichen!» stellen zudem um 13.30, 15.19, 17.30 und 18.30 Uhr beim Brunnen in der St.Galler Marktgasse Performerinnen und Performer «ernste, provokative, besorgte, heitere, klare, nachdenkliche, persönliche, kritische und bewegende Fragen in den öffentlichen Raum».

Montag, 14. Juni - 7:49 Uhr

Frauen bei der St.Galler Stadtpolizei: Stadtrat will Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit der Polizeiarbeit weiter verbessern

(vre) Derzeit hat die Stadtpolizei St.Gallen einen Frauenanteil von 33,6 Prozent; 86 von 256 Angestellten sind Frauen. Der Frauenanteil soll in den nächsten Jahren vor allem in Führungspositionen zunehmen. Damit will die Stadt den Zielen zur Gleichstellung von Mann und Frau Rechnung tragen. Auch dafür beteiligt sich die Stadt am Projekt «Zukunftsorientierte Führungskultur bei der Polizei» der Fachhochschule, wie der Stadtrat in der Antwort auf die Interpellation «Sicherheit ist weiblich: Wie lässt sich die Attraktivität der Polizeiarbeit für Frauen steigern?» schreibt.

37 Jahre nach dem Eintritt der ersten Frau in die Stadtpolizei St.Gallen sind Polizistinnen im Stadtbild eine Selbstverständlichkeit.

37 Jahre nach dem Eintritt der ersten Frau in die Stadtpolizei St.Gallen sind Polizistinnen im Stadtbild eine Selbstverständlichkeit.

Bild: Stadtpolizei SG

Die erste Frau trat 1984 in die Polizeischule der Stadtpolizei und nach deren Absolvierung auch ins Korps ein. 1984 sei ein «Meilenstein in der Geschichte der Stadtpolizei». Damals habe «mit dem lange Zeit vorherrschenden Bild vom Polizeiberuf als typischem Männerberuf gebrochen werden» können, hält der Stadtrat – etwas gar optimistisch – in der Interpellationsantwort fest. Es habe sich gezeigt, «dass Frauen für die Verrichtung einer guten Polizeiarbeit unverzichtbar» seien, heisst es in der Antwort auf den Vorstoss von Jacqueline Gasser Beck (GLP), Magdalena Fässler (GLP) und Veronika Meyer (Grüne).

2021, 37 Jahre später, arbeiten bei der Stadtpolizei 86 Frauen. Drei von ihnen haben Personalverantwortung, acht Frauen üben Funktionen in der Fachführung aus. Die Stadtpolizei hat insgesamt 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Personalverantwortung und 41 in der Fachführung. Von den 86 Frauen bei der Stadtpolizei arbeiten 52 Teilzeit; 36 haben ein Pensum von 60 oder weniger Prozent, 16 eines von 60 bis 90 Prozent. Die Frauen bei der Stadtpolizei arbeiten in allen drei Bereichen (Sicherheit, Bewilligungen, Support). 50 sind im Aussendienst tätig, 36 «im Büro».

50 der 86 Frauen bei der Stadtpolizei sind im Aussendienst tätig - wie im Bild etwa bei einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof St.Gallen.

50 der 86 Frauen bei der Stadtpolizei sind im Aussendienst tätig - wie im Bild etwa bei einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof St.Gallen.

Bild: Arthur Gamsa
(9.4.2021)

In den vergangenen fünf Jahren haben im Schnitt jährlich 4,2 Prozent der Frauen die Stadtpolizei verlassen. Ob das eine hohe oder tiefe Quote ist, verrät die stadträtliche Antwort auf die Interpellation nicht: Sie macht keine Angaben zur Fluktuationsrate bei den Männern. Hauptgründe für das Ausscheiden der Frauen aus dem Polizeidienst waren Wohnortswechsel, Mutterschaft, Wechsel zu einem anderen Polizeikorps oder eine berufliche Neuorientierung ausserhalb der Polizei.

Ihre Bemühungen, den Polizeiberuf besser vereinbar mit der Familie zu gestalten, will die Stadtpolizei St.Gallen in den nächsten Jahren fortsetzen. Bis Ende 2023 sollen im Rahmen des FHS-Projekts «Zukunftsorientierte Führungskultur bei der Polizei» verschiedene Massnahmen umgesetzt werden. Welche das konkret sein werden, darüber schweigt sich die stadträtliche Interpellationsantwort über die Frauen bei der Stadtpolizei mit vornehmer Zurückhaltung leider aus.

Sonntag, 13. Juni - 16:03 Uhr

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 13. Juni 2021, 15.45 Uhr
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld 24
Freibad Rotmonten 23
Familien- und Frauenbad Dreilinden 21
Gemeinschaftsbad Mannenweier 22
Schwimmbad Arbon
Becken 25
See 22,6
Schwimmbad Waldstatt 24,2
Badhütte Rorschach 19,6
Freibad Gossau 22,3
Sonntag, 13. Juni - 15:28 Uhr

Kantonale Abstimmungsvorlagen: Stadt St.Gallen sagt viermal Ja - klare Stellungnahme gegen die Weiterführung des Spitals Wattwil

(vre) Voll im kantonalen Trend liegen die Resultate zu den vier kantonalen Sachvorlagen vom Sonntag in der Stadt St.Gallen. Alle vier Geschäfte werden von den städtischen Stimmberechtigten mit deutlichen Ja-Anteilen von 61,9 bis 82,5 Prozent angenommen.

Klar fiel am Sonntag die indirekte Stellungnahme der städtischen Stimmberechtigten zur Weiterführung des Spitals Wattwil aus: Zur Vorlage für den Verzicht auf den weiteren Ausbau sagten 13'832 Städterinnen und Städter Ja. 8'506 lehnten die Vorlage ab. Das ergibt einen Anteil von Ja-Stimmen von 61,9 Prozent. Dies bei 2'790 leeren und sieben ungültigen Stimmzetteln.

Klares Verdikt zum Spital Wattwil (Bild) auch in der Stadt St.Gallen: 61,9 Prozent sprachen sich am Sonntag für den Verzicht auf die Fortführung des laufenden Ausbaus der Gebäude aus.

Klares Verdikt zum Spital Wattwil (Bild) auch in der Stadt St.Gallen: 61,9 Prozent sprachen sich am Sonntag für den Verzicht auf die Fortführung des laufenden Ausbaus der Gebäude aus.

Bild: Arthur Gamsa (12.5.2021)

Die Vorlage über die Notfallversorgung in den Regionen wurde in der Stadt mit 18'461 Ja zu 3'929 Nein klar angenommen. Der Ja-Stimmenanteil lag bei 82,5 Prozent. 2'742 Zettel gingen leer ein, drei waren ungültig.

Der Nachtragskredit zum Ausbau der Energieförderung wurde in der Stadt mit 17'695 Ja gegen 5'426 Nein angenommen. Bei einem Ja-Stimmenanteil von 76,5 Prozent gingen 2'009 Stimmzettel leer und fünf ungültig ein.

Der Erhöhung des Eigenkapitals der Spitalregion Fürstenland und Toggenburg stimmten in der Stadt 70,3 Prozent der Stimmenden zu: 15'373 Ja stehen 6'505 Nein bei 3'254 leeren und drei ungültigen Stimmzetteln gegenüber.

Stimmbeteiligung

Viele Leerstimmen zu den kantonalen Vorlagen

(vre) Offiziell erreichte die Stimmbeteiligung am Sonntag in der Stadt St.Gallen bei den kantonalen den gleichen Wert wie bei den nationalen Vorlagen, nämlich 56,7 Prozent. Das rührt daher, dass alle neun Vorlagen auf einem Stimmzettel vereint waren. In Tat und Wahrheit liegt die Stimmbeteiligung bei den kantonalen Vorlagen wie üblich aber etwas tiefer. Sichtbar wird das an der hohen Zahl von Leerstimmen: Sie schwankt bei den vier kantonalen Vorlagen zwischen 2'009 und 3'254. Normal sind in der Stadt auch bei kantonalen Vorlagen leere Stimmzettel im tiefen Hunderterbereich.

Sonntag, 13. Juni - 14:33 Uhr

Eidgenössische Abstimmungsvorlagen: Stadt St.Gallen sagt fünfmal Ja - dreimal gegen und zweimal mit dem nationalen Trend

(vre) Dieses Wochenende entscheiden die Schweizer Stimmberechtigten über fünf Sachvorlagen. Die Resultate dazu aus der Stadt St.Gallen liegen bereits vor: Die Stadt sagt fünfmal Ja - dreimal entgegen und zweimal mit dem Trend auf nationaler und kantonaler Ebene. Die Stimmbeteiligung bei den eidgenössischen Vorlagen erreichte in der Stadt den vergleichsweise sehr guten Wert von 56,7 Prozent.

In der Stadt St.Gallen werden - entgegen dem Trend - die beiden in den vergangenen Wochen heftig umkämpften Agrarvorlagen angenommen. Bei der Trinkwasser-Initiative stehen 13'415 Ja- 11'420 Nein-Stimmen gegenüber. Das entspricht einem Ja-Anteil von 54 Prozent. Dazu wurden 300 leere Stimmzettel abgegeben. Zur Pestizid-Initiative sagten in der Stadt 13'324 Stimmende Ja und 11'485 Nein. Das entspricht einem Ja-Anteil von 53,7 Prozent. Dazu gab's 325 leere Stimmzettel. Einer war ungültig.

Die Stimmbeteiligung erreichte am Wochenende in der Stadt St.Gallen bei den nationalen Vorlagen gute 56,7 Prozent.

Die Stimmbeteiligung erreichte am Wochenende in der Stadt St.Gallen bei den nationalen Vorlagen gute 56,7 Prozent.

Bild: Ennio Leanza/KEY

Eine klare Sache ist in der Stadt St.Gallen das CO2-Gesetz: Dazu sagen 15'574 Stimmende Ja und 9'302 Nein. Das entspricht einem Ja-Anteil von 62,6 Prozent. Bei dieser Vorlage gingen in der Stadt St.Gallen zudem 256 leere und drei ungültige Stimmzettel ein. Auf nationaler und kantonaler Ebene werden die zwei Agrarinitiativen klar abgelehnt, das CO2-Gesetz steht derzeit auf der Kippe.

Im nationalen und kantonalen Trend liegen die städtischen Resultate zu den beiden weiteren eidgenössischen Vorlagen. Das Covid-19-Gesetz wird in der Stadt mit 16'251 Ja zu 8'491 Nein mit einem Ja-Stimmenanteil von 65,7 Prozent klar angenommen. Dazu gab's 390 leere und drei ungültige Stimmzettel. Zum Gesetz über polizeiliche Massnahmen gegen den Terrorismus gab's in der Stadt St.Gallen 12'813 Ja, 11'689 Nein sowie 632 leere und einen ungültigen Stimmzettel. Der Ja-Stimmenanteil liegt damit bei 52,3 Prozent.

Sonntag, 13. Juni - 10:03 Uhr

Schönes Wetter zieht am Wochenende viel Volk ins St.Galler Stadtzentrum: Alkoholisierte Partygäste standen auf der Strasse herum

(stapo/vre) Am Wochenende war die St.Galler Innenstadt zeitweise sehr gut besucht. Das schöne und warme Wetter hat gemäss Mitteilung der Stadtpolizei vom Sonntag auch viele Nachtschwärmer angezogen. Die Polizei war - wie üblich in den lauen Nächten am Freitag und Samstag - präsent. Sie musste kleinere Streitigkeiten schlichten. Zudem gab's fast drei Dutzend Lärmklagen. Polizistinnen und Polizisten waren auch tagsüber in Naherholungsgebieten und in der Innenstadt präsent.

Am Wochenende war viel Volk in der St.Galler Innenstadt unterwegs. Daher war die Stadtpolizei dort auch tagsüber stark präsent.

Am Wochenende war viel Volk in der St.Galler Innenstadt unterwegs. Daher war die Stadtpolizei dort auch tagsüber stark präsent.

Symbolbild: Stapo SG

Der Freitagabend verlief aus Sicht der Stadtpolizei eher ruhig. Unter anderem waren einige kleinere Streitigkeiten unter Partygästen zu schlichten. Zudem gingen neun Lärmklagen ein, wobei in drei Fällen die dafür Verantwortlichen eine Ordnungsbusse kassierten. Am Samstagabend war aus Sicht der Polizei viel los im Stadtzentrum. Wiederum gab's unter Alkoholeinfluss kleinere Streitigkeiten. Zudem wurden 25 Lärmklagen und sieben Bussen deswegen registriert.

Ein grösserer Polizeieinsatz war am Samstagabend am Unteren Graben nötig, weil Partygäste auf der Strasse standen. Dies habe zu gefährlichen Verkehrssituationen geführt, heisst es in der Mitteilung der Stadtpolizei vom Sonntagmorgen. Die Polizei verstärkte an diesem Ort ihre Präsenz und suchte den Dialog mit den Partygästen. Die Gespräche seien allerdings aufgrund des teils stark alkoholisierten Zustands einzelner Personen schwierig gewesen.

Sonntag, 13. Juni - 9:38 Uhr

Baustelle fürs Parkhaus UG25: Auf dem Unteren Graben bleiben diesen Sommer zwei der vier Fahrspuren zeitweise geschlossen

(sk/vre) Morgen Montag treten die Arbeiten fürs neue Parkahaus UG25 am Unteren Graben in St.Gallen in eine neue Phase. In der Zeit vom 14. Juni bis 9. August werden hier weitere Strassenbauarbeiten in Zusammenhang mit dem Umbau des UG 25 vorgenommen. Dies bedingt gemäss Mitteilung der Stadt vom Wochenende die zeitweise Schliessung von zwei der insgesamt vier Fahrspuren.

Auf dem Unteren Graben werden ab Montag bis Anfang August zeitweise zwei der vier Autofahrspuren wegen Strassenbauarbeiten geschlossen.

Auf dem Unteren Graben werden ab Montag bis Anfang August zeitweise zwei der vier Autofahrspuren wegen Strassenbauarbeiten geschlossen.

Bild: Stadt St.Gallen

Ausgeführt werden diesen Sommer auf dem Unteren Graben diverse Werkleitungs- sowie Vorbereitungsarbeiten für die Erstellung der künftigen Parkhaus-Ausfahrt in Richtung Osten. Die Erfahrungen aus dem letzten Jahr hätten gezeigt, dass die Schliessung von Fahrspuren auf dem Unteren Graben während der verkehrsärmeren Sommerzeit ohne grössere Probleme möglich sei, heisst es dazu in der Mitteilung des städtischen Tiefbauamtes.

Für Fussgängerinnen und Fussgänger ergeben sich während dieser Bauphase keine weiteren Veränderungen. Für sie besteht seit Baubeginn am UG 25 ein mit Lichtsignalen gesicherter Übergang beim Unteren Graben auf Höhe der Offenen Kirche. Velofahrerinnen und Velofahrer aus Richtung Osten müssen die Baustelle wie bisher von der St.Jakob-Strasse her durch die Goliathgasse umfahren.

Sonntag, 13. Juni - 9:17 Uhr

Eine Klatsche zum Saisonschluss: Die Kronen verlieren auswärts 6:0

(hs/vre) Cham war am Samstag in jeder Beziehung in Festtagslaune (Vereinsjubiläum 111 Jahr) und besiegte ein stark dezimiertes Brühl mit 6:0 klar und deutlich. Doch die zehn verletzten Kaderspieler bei den Kronen waren nicht alleiniger Grund für diese Klatsche, wie Henri Seitter in seinem letzten Matchbericht der Meisterschaftssaison 2020/21 festhält.

Eine klare Niederlage und viel Verletzungspech: Das letzte Spiel der Meisterschaftssaison 2020/21 in Cham lief nicht gut für den SC Brühl.

Eine klare Niederlage und viel Verletzungspech: Das letzte Spiel der Meisterschaftssaison 2020/21 in Cham lief nicht gut für den SC Brühl.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB /(Cham, 12.6.2021)

Beide Halbzeiten begannen denkbar ungünstig: Schon nach drei Minuten zappelte der Ball erstmals im Brühler Netz. Kurz vor der Pause erhöhten die Platzherren auf 2:0. Nach dem Wechsel erhöhten die Innerschweizer gar nach gerade einmal 45 Sekunden auf 3:0. Nun galt es den Schaden in Grenzen zu halten, was nur bedingt gelang: Cham erhöhte in der letzten Viertelstunde auf ein brutales 6:0. Zu allem Überfluss mussten auch noch Christian Leite, Claudio Holenstein, Fabio Capone und Jeton Dauti angeschlagen vom Feld.

Ein nachdenklicher Trainer Heris Stefanachi am Spielfeldrand.

Ein nachdenklicher Trainer Heris Stefanachi am Spielfeldrand.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB (Cham, 12.6.2021)

Das heisse Wetter und der hohe Rückstand drückten sichtlich auf die Moral der Mannschaft. Trainer Heris Stefanachi, der den SC Brühl bekanntlich Ende Saison verlässt, hat nun die schwierige Aufgabe, seinem Team das verlorene Selbstvertrauen für die nächste Woche bevorstehende Cuppartie gegen einen Ligakonkurrenten zurückzugeben. Dabei dürfte eine Rolle spielen, welche guten Leistungen das junge Team in dieser Saison schon erbracht hat. Stefanachi wird sicher versuchen, da anzuknüpfen und mit seinem Team einen letzten Effort in der ungewöhnlichen Saison zu leisten.

Samstag, 12. Juni - 18:12 Uhr

Die Fussball-EM ist eröffnet: In St.Gallen hielt sich der Fanjubel im öffentlichen Raum bisher in engen Grenzen

(vre) Mit dem Spiel der Türkei gegen Italien am Freitagabend und jenem der Schweiz gegen Wales vom Samstagnachmittag ist die Fussball-EM eröffnet. Anders als bei anderen Europa- oder Weltmeisterschaften hielt sich der Fanjubel auf Strassen und Plätzen im St.Galler Stadtzentrum dabei in engen Grenzen.

In der Freitagnacht wurden nach dem Sieg gegen die Türkei einzelne hupende Autos mit italienischen Fahnen gesichtet. Der Freudenausbruch war aber nur kurz; er dauerte etwa eine Viertelstunde und war auch von der Zahl herumfahrender Autos nicht mit den Fanauftritten früherer Jahre zu vergleichen. Arbeit für die Stadtpolizei gab es dabei keine, wie Sprecher Dionys Widmer am Samstag auf Anfrage bestätigte.

Schibenertor am Samstag, kurz nach 17 Uhr: Ein einziges Auto war nach dem EM-Spiel der Schweiz gegen Wales mit Schweizer Fähnchen unterwegs - ohne zu hupen.

Schibenertor am Samstag, kurz nach 17 Uhr: Ein einziges Auto war nach dem EM-Spiel der Schweiz gegen Wales mit Schweizer Fähnchen unterwegs - ohne zu hupen.

Bild: Reto Voneschen (12.6.2021)

Noch unterkühlter feierten die Schweizer Fans am späten Samstagnachmittag nach der Begegnung mit Wales: In der Stunde nach Spielschluss, in der Hupkorsos unter bestimmten Bedingungen gestattet wären (STADT-TICKER, 11.6.2021, 16:52), wurde am Schibenertor im St.Galler Stadtzentrum gerade einmal ein Auto mit Schweizer Fähnchen gesichtet.

Die zu Public Viewings umfunktionierten Aussenbereiche der verschiedenen Restaurants rund ums Schibenertor waren durchs Band gut besetzt. Viele Fans in Leibchen der Schweizer Nationalmannschaft blieben dort aber nach Spielschluss sitzen. Zu beobachten war, wie das unglückliche, nicht wirklich zum Jubeln animierende 1:1 gegen Wales teil heftig diskutiert wurde.

Samstag, 12. Juni - 7:28 Uhr

19-Jährige gerät auf Gegenfahrbahn: Hoher Sachschaden bei Frontalkollision

(stapo/chs) Auf der Martinsbruggstrasse ist es am Freitagmorgen zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Verletzt wurde niemand, jedoch entstand an beiden Fahrzeugen Totalschaden.

Beim Unfall vom Freitag auf der Martinsbruggstrasse wurde niemand verletzt.

Beim Unfall vom Freitag auf der Martinsbruggstrasse wurde niemand verletzt.

Bild: Stadtpolizei SG
(11.6.2021)

Am Freitag, kurz vor 8 Uhr, war eine Autofahrerin auf der Martinsbruggstrasse in Richtung Untereggen unterwegs. In der Kurve auf Höhe Liegenschaft Nummer 103 kam die 19-Jährige auf die Gegenfahrbahn, worauf es zu einer Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Lieferwagen kam. Wie es in der Meldung der Stadtpolizei heisst, war die 64-jährige Lieferwagenfahrerin dabei korrekt unterwegs.

Beim Unfall wurde niemand verletzt. Jedoch entstand an beiden Fahrzeugen Totalschaden und diese mussten abgeschleppt werden. Da aus den Fahrzeugen Flüssigkeiten ausgelaufen waren, musste die Strasse durch die Berufsfeuerwehr gereinigt werden.

Freitag, 11. Juni - 16:52 Uhr

Heute startet die Fussball-EM: Stadtpolizei ist auf feiernde Fans vorbereitet, für Hupkorsos gelten klare Regeln

(vre) Heute Freitag, 21 Uhr, startet die Fussball-EM mit dem Spiel der Türkei gegen Italien. Egal, wer gewinnt, es ist gemäss der Erfahrung von früheren Europa- und Weltmeisterschaften her damit zu rechnen, dass man ab etwa 23 Uhr feiernde Fans im Stadtzentrum antreffen kann. Viele werden im Auto sitzen und hupend ihrer Freude Ausdruck geben. Was die Polizei eine Stunde lang toleriert. Allerdings gibt es für diese sogenannten Hupkorsos klare Regeln, die auf die EM in der Schweiz und Österreich von 2008 zurückgehen. Sie gelten quer durch die Ostschweiz.

Die Fans der Schweizer Nati haben am Samstag allenfalls die erste Gelegenheit, zu jubeln. Die Schweiz spielt ab 15 Uhr gegen Wales.

Die Fans der Schweizer Nati haben am Samstag allenfalls die erste Gelegenheit, zu jubeln. Die Schweiz spielt ab 15 Uhr gegen Wales.

Bild: Michel Canonica (St.Gallen, 23.6.2018)

Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen, macht auf Anfrage darauf aufmerksam, dass es grundsätzlich nicht nötig ist, den Sieg seiner Mannschaft motorisiert zu feiern: «Wir empfehlen definitiv aufs Auto zu verzichten. Zu Fuss kann die Freude viel besser mit anderen geteilt werden, was im öffentlichen Raum nach Lockerung der Coronaregeln des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in Gruppen bis zu 50 Personen und mit Maske wieder möglich ist.» Wobei die noch geltenden Anti-Corona-Regeln während der Europameisterschaft nicht ausser Kraft gesetzt, sondern zu beachten seien, wie Kohler ausdrücklich sagt.

Die Stadtpolizei wird während der aktuellen Fussball-EM im üblichen Rahmen Präsenz markieren. Jeweils nach Spielschluss werde man speziell ein Auge auf den Verkehr haben. Wie viele ihrer Angehörigen sie dabei von Fall zu Fall auf die Strasse schickt, entscheidet die Polizei vor jedem Spiel aufs Neue. Zudem wird das Verhalten der einzelnen Fangruppen nach jedem Spiel durch die Fachstelle Hooliganismus der Polizei analysiert; bei Bedarf wird dann das Polizeidispositiv für das nächste Spiel angepasst.

Hupkorsos werden während der EM bis eine Stunde nach Spielschluss, längstens bis Mitternacht toleriert. Bei gefährlichem Verhalten von motorisierten Fans greift die Polizei aber ein.

Hupkorsos werden während der EM bis eine Stunde nach Spielschluss, längstens bis Mitternacht toleriert. Bei gefährlichem Verhalten von motorisierten Fans greift die Polizei aber ein.

Bild: Michel Canonica (St.Gallen, 23.6.2018)

Tolerieren wird die Polizei ganz sicher Fangruppen zu Fuss, solange sie den Verkehr nicht behindern. Strassensperrungen wird es vor allem in der Innenstadt geben, sobald motorisierte Fans den öffentlichen Verkehr behindern oder wenn es durch sie zu gröberen Störungen des motorisierten Individualverkehrs kommt. Hupkorsos toleriert die Polizei bis eine Stunde nach Spielende, jedoch spätestens bis Mitternacht. Sofern es nicht zu Verlängerungen komme, seien alle Spiele vor 23 Uhr beendet, sagt Polizeisprecher Kohler. Aber auch nach Verlängerungen gelte für hupende und anderweitig lärmende Fans: «Um Mitternacht ist Schluss.»

Ebenfalls eingreifen wird die Stadtpolizei gegenüber Fans, die im Auto oder zu Fuss den Sieg ihrer Mannschaft auf eine Art und Weise feiern, die ein Sicherheitsrisiko darstellt. Das gilt gemäss Roman Kohler im Auto unter anderem für das Nichttragen der Sicherheitsgurte, für das Hinauslehnen von Mitfahrern oder fürs Hinaushalten und Hinauswerfen von Gegenständen. Ebenfalls nicht toleriert wird, wenn in einem Auto mehr Personen als erlaubt sitzen. Und auch in EM-Zeiten verboten ist das bei Autoposern ach so beliebte Aufheulen des Motors.

Freitag, 11. Juni - 16:03 Uhr

Einbruch in Firmengebäude: Scheibe eingeschlagen und eingestiegen

(kapo/vre) In der Zeit zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen ist es an der Gaiserwaldstrasse im Westen von St.Gallen zu einem Einbruch in ein Firmengebäude gekommen. Die Diebe schlugen eine Scheibe ein und stiegen durch das Fenster in die Büroräume ein. Dort machten sie gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Beute im Wert von rund 1'000 Franken. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf nochmals einige hundert Franken.

Freitag, 11. Juni - 15:55 Uhr

Abstimmungsbarometer der Stadt St.Gallen: Am Sonntag ist eine Beteiligung um die 50 Prozent zu erwarten

(vre) Dieses Wochenende wird auf Bundesebene über fünf und auf kantonaler Ebene über vier Sachvorlagen abgestimmt. Vor allem die eidgenössischen Geschäfte polarisieren dabei sehr stark. Entsprechend gut dürfte die Stimmbeteiligung ausfallen: In der Stadt St.Gallen zeichnet sich eine solche von um die 50 Prozent ab. Bis Freitagmittag sind im Rathaus 20'749 Couverts mit Abstimmungsunterlagen eingegangen. Das entspricht bereits einer Stimmbeteiligung von 48,8 Prozent.

Das Abstimmungsbarometer der Stadt zeigt im Internet an, wie viele St.Gallerinnen und St.Galler bereits brieflich abgestimmt haben.

Das Abstimmungsbarometer der Stadt zeigt im Internet an, wie viele St.Gallerinnen und St.Galler bereits brieflich abgestimmt haben.

Screenshot: Stadt SG

An den Abstimmungen vom 13. Juni kann man in der Stadt St.Gallen per Post bis heute Freitagabend, letzte Leerung der Briefkästen, teilnehmen. Wer danach noch abstimmen will hat zwei Möglichkeiten: Er kann das Couvert mit den ausgefüllten Unterlagen im Briefkasten links neben dem Eingang zum Rathaus am Bahnhofplatz deponieren. Dies ist am Sonntag, bis 12 Uhr, möglich; dann wird dieser Briefkasten ein letztes Mal geleert. Zum anderen steht am Sonntag, 10 bis 12 Uhr, eine Abstimmungsurne im Foyer des Rathauses.

In St.Gallen steht die Abstimmungsurne nur noch am Sonntag, 10 bis 12 Uhr, im Foyer des Rathauses am Bahnhofplatz.

In St.Gallen steht die Abstimmungsurne nur noch am Sonntag, 10 bis 12 Uhr, im Foyer des Rathauses am Bahnhofplatz.

Bild: Ralph Ribi
(9.2.2020)

Zu entscheiden sind in St.Gallen am 13. Juni fünf eidgenössische und vier kantonale Vorlagen. Auf Bundesebene geht es um die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiativen, das Covid-19- und das CO2-Gesetz sowie das Gesetz über polizeiliche Massnahmen gegen Terrorismus. Alle Vorlagen sind umstritten. Auf kantonaler Ebene polarisiert der Entscheid über das Spital Wattwil. Wenig Wellen werfen dagegen das Förderprogramm Energie 2021 bis 2025, die Erhöhung des Eigenkapitals der Spitalregion Fürstenland und Toggenburg sowie die Beiträge für die medizinische Notfallversorgung.

Freitag, 11. Juni - 15:10 Uhr

Die erste Mannschaft des SC Brühl verliert ihren Trainer: Heris Stefanachi wechselt in die Nachwuchsabteilung eines Spitzenclubs

(fm/vre) Heris Stefanachi, der Trainer von Brühls erster Mannschaft, verlässt den Club Ende Saison. Er wechselt in die Nachwuchsabteilung eines Spitzenclubs. Stefanachi war im Herbst 2018 zu Brühl gekommen. Die Mannschaft kämpfte damals gegen den Abstieg. Stefanachi seinerseits war als Trainer von Bazenheid aufgefallen. Er galt als guter Ausbildner, der gerne und erfolgreich mit dem eigenen Nachwuchs arbeitete, und er war ein Jahr zuvor mit Bazenheid in die 2. Liga interregional aufgestiegen.

Heris Stefanachi war während zweieinhalb Jahren Trainer der ersten Mannschaft des SC Brühl.

Heris Stefanachi war während zweieinhalb Jahren Trainer der ersten Mannschaft des SC Brühl.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB

Der SC Brühl sieht seinen Trainer mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen: «Das ist ein Karrieresprung», sagt Brühl-Präsident Christoph Zoller. «Seine Zusage beim neuen Club können wir verstehen, auch wenn wir den Abgang bedauern». Brühl habe zweieinhalb gute Jahre mit dem 40-jährigen Thurgauer gehabt. Auch Brühls sportlicher Leiter, Roger Jäger, bedauert den Abgang: «Die jetzige Mannschaft ist auf Heris abgestimmt - mit vielen Jungen, vielen Eigenen und mit Spielern aus der Region.» Es gelte nun einen neuen Trainer zu finden, der ein vergleichbares Profil als Ausbildner habe.

Noch ist die Zusammenarbeit zwischen Brühl und Heris Stefanachi aber nicht beendet. Am Samstag spielt Brühl in Cham das letzte Meisterschaftsspiel und kann es dort – rein rechnerisch – noch vom fünften auf den vierten Platz der Promotion League schaffen. In der kommenden Woche muss die erste Mannschaft von Brühl in der Cup-Vorrunde antreten. Wer dann der Gegner ist, wird sich aber erst nach Abschluss der Meisterschaft diesen Samstag weisen.

Freitag, 11. Juni - 9:12 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 26 Neuansteckungen und ein Todesfall am Donnerstag, das Virus scheint tatsächlich auf dem Rückzug zu sein

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet für Donnerstag 26 laborbestätigte neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Neuansteckungen seit März 2020 liegt jetzt bei 42'576. Nachdem für Dienstag 53 und für Mittwoch 34 neue Coronafälle gemeldet wurden, zeichnet sich ab, dass sich das Coronavirus im Kanton St.Gallen im Moment tatsächlich auf dem Rückzug befindet.

Am Donnerstag wurde allerdings ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 steigt damit auf 712.

Freitag, 11. Juni – 8:25 Uhr

Brand in einer illegalen Hanfzucht an der Sternackerstrasse: Nach Entlassung aus dem Spital nimmt die Polizei den Betreiber fest

(kapo/sae) Am Donnerstagabend hat an der Sternackerstrasse in St.Gallen eine Indooranlage zur Hanfzucht gebrannt. Der 32-jährige Betreiber der Anlage musste wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden. Er konnte dieses aber noch am gleichen Abend verlassen - und wurde daraufhin postwendend von der Kantonspolizei in Gewahrsam genommen.

Überraschung an der Sternackerstrasse: Bei Löscharbeiten stiess die Berufsfeuerwehr St.Gallen auf eine Indooranlage zur Hanfzucht.

Überraschung an der Sternackerstrasse: Bei Löscharbeiten stiess die Berufsfeuerwehr St.Gallen auf eine Indooranlage zur Hanfzucht.

Bild: Kantonspolizei SG (10.6.2021)

Am Donnerstag, gegen 20.30 Uhr, war aus dem St.Galler Linsebühl ein Brand gemeldet worden. Die Feuerwehr stellte dann aus einem Keller in einem Mehrfamilienhaus an der Sternackerstrasse Rauch fest. Im Keller stiessen die Feuerwehrleute gemäss Mitteilung der Kantonspolizei bei den Löscharbeiten dann auf eine illegale Hanfzucht.

Abklärungen ergaben, dass die Indooranlage in zwei Räumen des Kellers betrieben wurde. Nach ersten Erkenntnissen dürfte eine Lampe zersprungen sein, die dann darunter befindliche Gegenstände in Brand setzte. Die Höhe des Sachschadens ist im Moment noch nicht bekannt. Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei ermittelt nun die Brandursache.

Freitag, 11. Juni - 8:05 Uhr

Ein Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch

Momentaufnahme. Der Bodensee, die berühmte Badhütte, wilde Wolken und die Sonne, die im Hintergrund versinkt - das sind die Zutaten für einen Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch. Gesehen am Donnerstagabend in Rorschach.

Momentaufnahme. Der Bodensee, die berühmte Badhütte, wilde Wolken und die Sonne, die im Hintergrund versinkt - das sind die Zutaten für einen Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch. Gesehen am Donnerstagabend in Rorschach.

Bild: Rudolf Hirtl
(Rorschach, 10.6.2021)
Freitag, 11. Juni - 7:51 Uhr

Jetzt hat auch das Lachen-Quartier eine Buvette: Der umfunktionierte Bauwagen auf der Sömmerliwiese kommt gut an

(vre) Noch vor einem Jahrzehnt konnte man sie in der Stadt St.Gallen an einer Hand abzählen: die Treffpunkte in den Quartieren. Inzwischen gibt es verschiedene davon - von der vor der Schliessung stehenden B-Post in St.Georgen über den Nest-Punkt im Riethüsli und die Brache Lachen bis hin zum gerade eröffneten Areal Bach hinter dem Bahnhof St.Fiden, um nur ein paar zu nennen.

Noch ein Quartiertreff mit dem Charme einer Zwischennutzung: Die Buvette auf der Sommerliwiese im Lachen-Quartier.

Noch ein Quartiertreff mit dem Charme einer Zwischennutzung: Die Buvette auf der Sommerliwiese im Lachen-Quartier.

Bild: Reto Voneschen
(10.6.2021)

Am Donnerstagabend haben diese Treffs nochmals Zuwachs bekommen: Der Quartierverein Lachen hat seine Buvette auf der Sömmerliwiese eingeweiht. Rund 300 Personen kamen zum Traditionsanlass der Quartier-Woorscht, die diesmal rund um den umfunktionierten blauen Bauwagen mit den Herzli-Fensterläden stattfand. Bis 4. Juli ist der Wagen am Mittwochnachmittag, Freitagvorabend und Samstagvormittag als Quartierbeiz oder Quartiercafé geöffnet. Dazu gibt's verschiedene Anlässe.

Donnerstag, 10. Juni - 20:59 Uhr

Mit Gummistiefeln, Plastiksäcken und Klebeband auf Brunnentour

Ruedi Frischknecht war am Donnerstag auf Brunnentour quer durch die Stadt St.Gallen. Im Bild steht er im Brunnen beim Globus am Multertor.
4 Bilder
Mit einem Netz fängt Frischknecht alles ein, was in den Brunnen gefallen ist. Darunter sind...
...natürlich Blätter der umstehenden Bäume, häufig fischt er aber auch Abfall von Passantinnen und Passanten aus den Brunnen.
Die Verlängerung der Stiefel mit Plastiksäcken und Klebeband stösst bei grossen und kleinen Spaziergängern auf Interesse.

Ruedi Frischknecht war am Donnerstag auf Brunnentour quer durch die Stadt St.Gallen. Im Bild steht er im Brunnen beim Globus am Multertor.

Bild: Raphael Rohner (10.6.2021)

(rar) Ruedi Frischknecht war am Donnerstag im Auftrag der Stadt St.Gallen auf Brunnentour. Dabei musste er in sämtliche Brunnen steigen und diese von Schmutz und Unrat befreien. Da der Wasserstand in den Brunnen jedoch höher war als seine Gummistiefel, improvisierte Frischknecht kurzerhand mit zwei Kunststoffbeuteln und Klebeband. Passanten fanden die Aktion gelungen und fragten auch prompt, ob das Wasser nicht zu kalt sei. Frischknecht: «Kühl ist es und ziemlich erfrischend, aber Hautpsache es läuft nicht in die Gummistiefel.»

Donnerstag, 10. Juni - 16:21 Uhr

Einsatz in der Mülenenschlucht wegen Person, die sich selber gefährdet

(chs) Polizei, Feuerwehr und Sanität sind am Donnerstagnachmittag in St.Gallen zur Mülenenschlucht ausgerückt: Grund war eine Person, die sich selber gefährdete. Wie Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage sagte, ging die Meldung über die Person um 15.15 Uhr bei der Polizei ein. Ein Teil der Berneggstrasse bei der Felsenbrücke wurde für den Einsatz abgesperrt. Eineinhalb Stunden später war der Einsatz beendet. Die Person konnte angehalten und in ärztliche Obhut gebracht werden, wie Widmer ausführt.

Im Einsatz - im Bild auf der Felsenbrücke über die Mülenenschlucht - standen Feuerwehr, Polizei und Sanität.

Im Einsatz - im Bild auf der Felsenbrücke über die Mülenenschlucht - standen Feuerwehr, Polizei und Sanität.

Bild: Sandro Büchler
(10.6.2021)
Donnerstag, 10. Juni - 16:16 Uhr

Ein Stadtspaziergang mit dem Heimatschutz: Neue Visionen zur Offenlegung der Steinach

(pd/vre) Ein spannendes Thema für eine Gratis-Führung in der Stadt St.Gallen hat am kommenden Dienstag, 17.30 Uhr, der Heimatschutz auf seinem Programm. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Grünräume in der Stadtlandschaft» wird der Steinach nachgespürt, dem seit Ende des 19. Jahrhunderts zugedeckten St.Galler Stadtfluss. Treffpunkt zum Spaziergang ist an der Talstation der Mühleggbahn. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt; für die Teilnahme ist zudem eine Anmeldung per E-Mail obligatorisch.

Eine Vision für die Offenlegung der Steinach an der Moosbruggstrasse? Links ist das Karlstor, im Hintergrund das Spisertor zu erkennen.

Eine Vision für die Offenlegung der Steinach an der Moosbruggstrasse? Links ist das Karlstor, im Hintergrund das Spisertor zu erkennen.

Illustration: Heimatschutz SG/AI

St.Gallen, so wird manchmal kritisch vermerkt, hat weder einen Stadtfluss noch Seeanstoss. Aber die Legende besagt, dass die Stadt am Ufer der Steinach gegründet wurde. Der Rundgang des Heimatschutzes vom Dienstag führt dem ehemaligen Bachlauf entlang. Dabei wird über die frühere Nutzung des Wassers und die damit verbundenen Kanal- und Schleusensysteme erzählt. Ein historisches Thema ist auch, wie die Steinach Ende des 19. Jahrhunderts unter die Erde kam.

Diskutiert wird gemäss Ankündigung des Anlasses aber auch ein Thema, das ab Mitte der 1990er-Jahre längere und heftige politische Diskussionen ausgelöst hat: Kann man das Wasser der Steinach wenigstens symbolisch wieder ans Tageslicht holen und ins Stadtbild einbetten? Die «Vision Steinach Gallusstadt» hat dieses Ziel bis heute nicht erreicht. An der Führung des Heimatschutzes vom kommenden Dienstag soll auch darüber diskutiert werden, ob und wie die Freilegung des Stadtbachs im heutigen Stadtbild doch noch möglich wäre.

Donnerstag, 10. Juni - 15:40 Uhr

Familienführung in der Ausstellung «Klug und kühn - Frauen schreiben Geschichte»: Auf den Spuren von Schweizer Heldinnen

(pd/vre) Den langen Kampf ums Frauenstimmrecht in der Schweiz dokumentiert derzeit im Untergeschoss des Historischen und Völkerkundemuseums die Ausstellung «Klug und kühn - Frauen schreiben Geschichte». Diesen Sonntag, 15 Uhr, bietet das Museum eine Familienführung durch diese Schau an. Zugelassen sind maximal 30 Personen; anmelden dafür muss man sich unter Telefon 071'242'06'42. Die Führung ist «für neugierige Kinder ab 10 Jahren und ihre Begleitung» geeignet, wie es in einer Mitteilung des Museums heisst.

Der lange Kampf um die Rechte der Frau: Eine Aktion fürs Frauenhaus auf dem St.Galler Bärenplatz in den 1980er-Jahren.

Der lange Kampf um die Rechte der Frau: Eine Aktion fürs Frauenhaus auf dem St.Galler Bärenplatz in den 1980er-Jahren.

Bild: PD/HVM

Auf dem Rundgang mit Kulturvermittlerin Jolanda Schärli geht es um heute weitgehend vergessene Heldinnen des Kampfs fürs Stimm- und Wahlrecht der Schweizerinnen. Dieses wurde vor 50 Jahren eingeführt, dafür gekämpft haben Frauen zuvor jedoch viel länger. Einigen dieser Frauen, die sich für die politische Gleichberechtigung eingesetzt haben, wird man auf der Sonntagsführung begegnen - etwa der Schriftstellerin Iris von Roten, der Ärztin Frida Imboden-Kaiser oder der Frauenrechtlerin Helene von Mülinen.

Donnerstag, 10. Juni - 14:59 Uhr

Vogelbeobachtung im Höchsterwald bei St.Gallen: Die Nisthöhle von Familie Star ist eine Attraktion für viele im Guggeien-Quartier

(rar) Oberhalb des Guggeien-Quartiers im St.Galler Osten schleichen derzeit echte Star-Fotografen durchs Gehölz des Höchsterwaldes. Sie tragen grosse Teleobjektive, Feldstecher oder Fernrohre bei sich und schauen gespannt in die Bäume. Unweit der Klinik Stephanshorn lassen sich derzeit nämlich echte Stare beobachten - in einer Nisthöhle an einem der Bäume. Eine ganze Traube Menschen steht dieser Tage unter dem Baum am Waldrand und schaut gespannt auf ein kleines Astloch: «Da oben ist das Nest von Familie Star», sagt ganz aufgeregt eine Frau mit Hündchen.

Die Höhle an diesem Baum fällt kaum auf - wäre da nicht der weisse Strich, der die Nisthöhle von Familie Star markiert.
5 Bilder
Im Loch tut sich etwas. Ein kleiner Vogel schaut heraus.
Und plötzlich sind's zwei, die um die beste Aussicht drängeln.
Hier geht's allerdings weniger um die Aussicht: Wer die mit Beute anfliegenden Eltern zuerst sieht,...
...darf auch mit dem grössten Happen rechnen. Und das ist wichtig, wenn man bald ein grosser Star sein und eine eigene Familie gründen will.

Die Höhle an diesem Baum fällt kaum auf - wäre da nicht der weisse Strich, der die Nisthöhle von Familie Star markiert.

Bild: Raphael Rohner (9.6.2021)

Der Platz scheint ideal zum Brüten: In rund sechs Metern Höhe befindet sich ein Loch im Baumstamm. Die Spaziergänger und und einige Schulkinder schauen gespannt hinauf. Etwas piepst aus dem Loch und guckt schliesslich heraus. Beobachterinnen und Beobachter sind mucksmäuschenstill, zücken ihre Smartphones oder drücken auf die Auslöser der Kameras: «Jetzt bekommen wir die Kleinen endlich zu Gesicht!»

Schliesslich guckt erst eines, dann ein zweites Starenküken aus dem Astloch. Beide rufen nach den zur Futtersuche ausgeflogenen Eltern. Im Quartier haben sich die kleinen Piepmätze schon zu Lieblingen gemausert, erzählt ein Mann: «So etwas zu beobachten, ist doch wunderschön.» Viel Zeit bleibt den kleinen Vögelchen nicht, um erwachsen zu werden. Schon nach rund 20 Tagen verlassen sie die Nisthöhle, werden vom Nestling zum immer noch von den Eltern betreuten Ästling, bevor sie ganz flügge sind und in ihr eigenes erwachsenes Starenleben starten.

Der Star ist ein in der Schweiz weit verbreiteter Brutvogel, den viele vor allem von den grossen Vogelschwärmen her kennen, die er im Herbst bildet. Das Männchen im Bild ist auf der Futtersuche für seine Jungen.

Der Star ist ein in der Schweiz weit verbreiteter Brutvogel, den viele vor allem von den grossen Vogelschwärmen her kennen, die er im Herbst bildet. Das Männchen im Bild ist auf der Futtersuche für seine Jungen.

Bild: Jakob Hochuli (Gais, 5.5.2020)

Dora Müller, Ornithologin der St.Galler Voliere-Gesellschaft, rät ganz still zu sein und nicht zu nah an den Baum mit der Nisthöhle heran zu gehen: «Menschen werden von Vögeln als Gefahr empfunden. Es kann sein, dass die Eltern nicht mehr zum Nest fliegen, wenn zu viele Leute davor stehen.» Besonders aktiv seien die Stare in den frühen Morgenstunden und abends. Nach 18 bis 23 Tagen wird der Nachwuchs von Familie Star den ersten Flug versuchen und dafür aus dem Nest springen. Bis sie ganz flügge seien, seien streunende Katzen die grösste Gefahr für die Vögelchen, sagt Müller.

Donnerstag, 10. Juni - 14:22 Uhr

Partielle Sonnenfinsternis am Bodensee: Sechs Prozent der Sonne abgedeckt

Die partielle Sonnenfinsternis von heute Donnerstag vom Bodensee bei Goldach aus gesehen.

Die partielle Sonnenfinsternis von heute Donnerstag vom Bodensee bei Goldach aus gesehen.

Bild: Tino Dietsche
(10.6.2021)

(rtl) Am Donnerstagmittag war auch in der Ostschweiz erstmals seit sechs Jahren wieder eine teilweise Sonnenfinsternis zu sehen. Dabei bedeckte der Mond allerdings nur einen kleinen Teil der Sonne. Je nach Region hat er sich ab 11.30 Uhr vor die Sonne geschoben. Am Bodensee war das Phänomen gut zu sehen. Der Höhepunkt war zwischen 12.20 und 12.40 Uhr erreicht. Von Goldach aus gesehen, fehlte der Sonne ein Stück von etwa sechs Prozent. Ab 13.15 Uhr zeigte sie sich wieder in voller Grösse.

Donnerstag, 10. Juni - 11:52 Uhr

Sperrung der Rorschacher Strasse am Sonntag: Wegen Einbau des neuen Deckbelags muss der Verkehr umgeleitet werden

(sk/vre) Am kommenden Sonntag ist die Rorschacher Strasse im Bereich zwischen Rehetobel- und Grütlistrasse für den Verkehr gesperrt. Dies, weil hier von Sonntag, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, als Abschluss der Bauarbeiten ein neuer Deckbelag eingebaut werden muss. Der gesamte Verkehr zwischen St.Fiden und Neudorf wird über die Buchental-, Harzbüchel- und Lukasstrasse umgeleitet. Der Fussverkehr auf den Trottoirs ist gemäss Mitteilung der Stadt vom Donnerstag durch die Arbeiten nicht tangiert.

An der Rorschacher Strasse zwischen Rehetobel- und Grütlistrasse wird am Sonntag gebaut. Die VBSG-Haltestelle «Grütlistrasse» wird daher an diesem Tag nicht bedient.

An der Rorschacher Strasse zwischen Rehetobel- und Grütlistrasse wird am Sonntag gebaut. Die VBSG-Haltestelle «Grütlistrasse» wird daher an diesem Tag nicht bedient.

Bild: Stadt SG

Ebenfalls über die Harzbüchelgalerie umgeleitet wird aber der öffentliche Verkehr. Das betrifft die Stadtbuslinien 1 und 2 sowie die Postautokurse 120 (Eggersriet-Heiden), 210 (Mörschwil-Arbon), 211 (Arbon) und 242 (Untereggen-Goldach). Die Bushaltestelle «Grütlistrasse» wird am Sonntag nicht bedient und die Bushaltestelle «Krontal» muss leicht verschoben werden.

Der Deckbelag kann allerdings nur bei trockener Witterung eingebaut werden. Der definitive Entscheid über die Ausführung der Arbeiten wird am Freitagmittag gefällt. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wird der Belagseinbau um eine Woche verschoben. Angesichts der aktuellen Wetterprognose für St.Gallen ist die Chance allerdings sehr gross, dass am Sonntag gebaut und die Rorschacher Strasse tatsächlich gesperrt sein wird.

Donnerstag, 10. Juni - 11:25 Uhr

St.Galler Jungtalent Joya Marleen ist das «SRF3 Best Talent» im Monat Juni: Aus der Kantonsschule direkt ins nationale Radio

(pd/vre) Mit ihrem Song «Nightmare» legte die 18-Jährige Joya Marleen aus St.Gallen im Sommer 2020 einen Traumstart hin: Die Single erreichte Platz eins der Schweizer Airplay-Charts, Platz 25 der Schweizer Hitparade und verzeichnet über drei Millionen Plays auf Spotify. Und Joya Schedler, wie sie mit bürgerlichem Namen heisst, ist gekommen, um zu bleiben: Auch ihre folgenden Songs «Driver» und «It's Been A While» kommen gut an. Am 18. Juni soll nun ihre Debut-EP «Joya Marleen» erscheinen.

Mit «Nightmare» landete die St.Gallerin Joya Marleen 2020 einen Hit.

Video: Youtube

Den Traumstart der St.Galler Gymnasiastin in eine Musikkarriere honoriert Radio SRF3 damit, dass es Joya Marlee für den Juni als «Best Talent» ausgewählt hat. So werden aufstrebende Musikerinnen und Musiker aus der Schweiz ausgezeichnet. Jeden Monat steht ein Act im Zentrum. Drei von ihnen werden Ende Jahr von einer Jury ausgewählt und für einen «Swiss Music Award» samt Förderpreis von 10'000 Franken nominiert. Die Jahressiegerin oder der Jahressieger wird vom Publikum per Online-Voting bestimmt. Da kann man Joya Marleen also nur die Daumen drücken...

Donnerstag, 10. Juni - 10:45 Uhr

«Weihern Openair» dauert diesen September vier statt wie bisher drei Tage: Mit Patent Ochsner, Lo & Leduc und Pegasus Unplugged

(pd/vre) Das Coronavirus hin oder her, neben dem Sur Le Lac auf der «Höhe» bei Eggersriet soll auch das «Weihern Openair» in St.Gallen in diesem Herbst stattfinden. Dies vom 15. bis 18. September wie üblich im Familien- und Frauenbad Dreilinden. Damit wird das Festival in der Weiherlandschaft vier und nicht mehr nur drei Tage dauern. Der Vorverkauf für den Anlass startet am 28. Juni. Bis dahin sollen gemäss Mitteilung vom Donnerstag die Rahmenbedingungen zur Durchführung des Anlasses mit den Behörden geklärt sein.

Das «Weihern Openair» findet im Familien- und Frauenbad Dreilinden direkt am Ufer des lauschigen Chrüzweiers statt.

Das «Weihern Openair» findet im Familien- und Frauenbad Dreilinden direkt am Ufer des lauschigen Chrüzweiers statt.

Bild: Benjamin Manser (13.9.2019)

Klar sind bereits die Höhepunkte des Programms am diesjährigen «Weihern Openair». Es wartet unter anderem mit drei Schweizer Top-Acts auf. Neu ist, dass jeder Tag von einem grossen Namen dominiert wird, immer aber mit lokaler Unterstützerin oder lokalem Unterstützer. Damit wollen die Veranstalter einerseits aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern eine prominente Plattform bieten. Anderseits soll nach der Coronakrise bewusst die Schweizer Musikszene ins Zentrum gestellt und unterstützt werden. Die Eckpunkte des Programms:

  • Mittwoch, 15. September
    Patent Ochsner - Joya Marleen
  • Donnerstag, 16. September
    Patent Ochsner - Kaufmann
  • Freitag, 17. September
    Pegasus Unplugged - Riana
  • Samstag, 18. September
    Lo&Leduc - Rapture Boy

Detaillierte Infos übers «Weihern Openair 2021» gibt's im Internet.

Donnerstag, 10. Juni – 9:29 Uhr

34 neue Infektionen mit dem Coronavirus

(SK/sae) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet für Mittwoch 34 (Di: 53) laborbestätigte neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Neuansteckungen seit März 2020 liegt jetzt bei 42'550. Zu weiteren Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19 ist es gestern Mittwoch nicht gekommen. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 bleibt daher bei 711 stabil.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 9. Juni, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Mittwoch, 9. Juni, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle
Statistik Kanton SG

Am Mittwoch, um Mitternacht, lagen im Kanton St.Gallen 20 (Di: 17) Patientinnen und Patienten in Zusammenhang mit Covid-19 in einem Spital. Bis Mittwochabend waren zudem gemäss den kantonalen Angaben im Internet 102'294 Personen einmal und 106'431 Personen zweimal geimpft worden; das Total der Geimpften lag damit bei 208'725.

Auch die Inzidenzwerte für den Kanton St.Gallen sind weiterhin rückläufig: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochabend bei 49 (Di: 59, Mo: 64, So: 77), die 14-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 140 (Di: 152, Mo: 166, So: 167). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der Fälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen jeweils hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Donnerstag, 10. Juni - 8:18 Uhr

Ein Strickkleid für Vadian

(pd/vre) Wer zwischen dem 19. und 27. Juni im Stadtzentrum unterwegs ist, könnte sich wundern: Das Denkmal von Reformator, Bürgermeister und Stadtarzt Vadian trägt in dieser Zeit nämlich eine ungewöhnliche Robe. Es ist in ein Strickkleid gehüllt, an dem 170 Personen aus Stadt und Region in den vergangenen Wochen gelismet haben. Die Verhüllungsaktion ist Teil der Urban-Art-Aktion «WOLLEn!» an sieben Orten der Schweiz. Mit ihr soll auf die Probleme von Hörsehbehinderten und Taubblinden aufmerksam gemacht werden.

Seit 1904 steht das Vadian-Denkmal auf dem St.Galler Marktplatz. Es gehört heute zu den Wahrzeichen der Stadt.

Seit 1904 steht das Vadian-Denkmal auf dem St.Galler Marktplatz. Es gehört heute zu den Wahrzeichen der Stadt.

Bild: Samuel Schalch
(18.10.2016)

In der Schweiz leben rund 57'000 Menschen mit einer Hörsehbehinderung oder Taubblindheit. Sind Sehen und Hören gleichzeitig beeinträchtigt, führt das zu vielfältigen Einschränkungen im Alltag. So ist etwa die Orientierung in nicht vertrauter Umgebung schwierig. Auch die Kommunikation und der Zugang zu Informationen ist mit hohen Hürden verbunden. Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen, führt Deafblind International vor dem Tag der Taubblindheit am 27. Juni eine ungewöhnliche Aktion durch: Weltweit werden gestrickte Kunstwerke im öffentlichen Raum ausgestellt.

In St.Gallen hat auch die hörsehbehinderte Dora Boller am Strickkleid für Vadian mitgelismet.

In St.Gallen hat auch die hörsehbehinderte Dora Boller am Strickkleid für Vadian mitgelismet.

Bild: PD

In St.Gallen macht der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZBLIND) bei der Kunstaktion mit. Im Vorfeld des 27. Juni haben hier rund 170 Personen mit und ohne Hörsehbehinderung und Taubblindheit Strickstücke angefertigt, die zum Kleid für Vadian zusammengenäht werden. Wie in Zürich, Bern, Lausanne, Bellinzona, Monthey und Langnau am Albis soll es vom 20. bis 27. Juni für Aufsehen sorgen und «ein künstlerisches Ausrufezeichen für die Partizipation von Menschen mit Hörsehbehinderung und Taubblindheit» sein, wie es in einer Mitteilung von SZBLIND heisst.

Donnerstag, 10. Juni - 8:00 Uhr

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 10. Juni 2021, 8 Uhr
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld 21
Freibad Rotmonten 21
Familien- und Frauenbad Dreilinden 18
Gemeinschaftsbad Mannenweier 18
Schwimmbad Arbon
Becken 24
See 18,6
Schwimmbad Waldstatt 23