ST.GALLER STADT-TICKER
News aus Stadt und Region St.Gallen: Meldungen vom 5. bis 11. Juli 2022

Redaktion
Drucken

Feedback: stadtredaktion@chmedia.ch

Zwei junge Bierbrauer aus dem Kanton St.Gallen erhalten ihre Urkunden

Am vergangenen Freitag haben zwei neue Bierbrauerinnen und zehn neue Bierbrauer vom Schweizer Brauerei-Verband nach abgeschlossener Ausbildung ihre Urkunden in Empfang nehmen können. Aus der Ostschweiz haben zwei Personen die dreijährige Lehre zum Lebensmitteltechnologen Schwerpunkt Bier mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) absolviert: Andrin Zollet (Brauerei Schützengarten AG, St. Gallen) und Endo Federli (Sonnenbräu AG, Rebstein).

Bier ist ein Getränk mit einer sehr langen Tradition.

Bier ist ein Getränk mit einer sehr langen Tradition.

Michel Canonica (26.2.2015)

Christoph Lienert, stellvertretender Direktor des Schweizer Brauerei-Verbandes, übergab den Absolventinnen und Absolventen ihre Bierbrauer-Urkunden. «Neben dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis soll diese Urkunde ihren festen Platz im Dossier jeder Bierbrauerin, jedes Bierbrauers finden», sagte Lienert. Er zeigte sich erfreut und stolz über die neuen Berufsleute. Diese würden jetzt in Brauereien verschiedenster Grösse ihr erlerntes Wissen mit Erfahrung ergänzen und dafür besorgt sein, dass die jahrtausendealte Tradition und das Wissen des Bierbrauens professionell weiterlebten.

Zehn der zwölf diesjährigen  Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungs zur Bierbrauerin und zum Bierbrauer.

Zehn der zwölf diesjährigen  Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungs zur Bierbrauerin und zum Bierbrauer.

Bild: Brauerei-Verband (8.7.2022)

Jährlich absolvieren gemäss Mitteilung zwischen zehn und 15 Lernende die Ausbildung zum Bierbrauer. Dass es so wenig sind, hat verschiedene Gründe: Zum einen wissen die wenigsten Jugendlichen überhaupt, um was für eine Ausbildung es sich handelt. Zum andern dürfte die beschränkte Zahl an Ausbildungsplätzen eine wichtige Rolle spielen. In der Schweiz sind zwar knapp 1’300 Braustätten als biersteuerpflichtig registriert, die wenigsten verfügen aber über professionelle Organisations- und Infrastrukturen, welche einer dreijährigen Berufslehre gemäss Bildungsverordnung und Bildungsplan gerecht werden. (pd/vre)

Informationen zum Beruf der Bierbrauerin und des Bierbrauers finden sich im Internet.

Am 25. Juli ist Jakobstag: Pilgerinnen und Pilger feiern auch in St.Gallen

Am 25. Juli, 19 Uhr, wird auch in der Stadt St.Gallen der Namenstag des Apostels Jakobus des Älteren gefeiert. Der Verein Pilgerherberge Sankt Gallen organisiert dafür einen regionalen Gottesdienst in der Kirche St.Maria-Neudorf.

Die Kapelle Maria Einsiedeln in Schönenwegen ist einer der Stationen des Jakobswegs auf St.Galler Stadtgebiet.

Die Kapelle Maria Einsiedeln in Schönenwegen ist einer der Stationen des Jakobswegs auf St.Galler Stadtgebiet.

Bild: Arcangelo Balsamo (8.9.2021)

Nach dem Apostel Jakobus sind die Jakobswege quer durch Europa benannt. Der Hauptweg durch die Schweiz führt von Rorschach über St.Gallen nach Genf. Von St.Gallen bis Santiago de Compostela, wo der Apostel begraben liegen soll, sind es rund 2’300 Kilometer Fussmarsch.

Die regionale und öffentliche Jakobus-Feier von Ende Juli in St.Gallen beginnt mit einem besinnlichen Teil. Diesen gestaltet der Buchautor und Jakobspilger Bruno Dörig. Anschliessend steht ein gemütliches Beisammensein mit Grill auf dem Programm. Details zum Anlass finden sich im Internet. (pd/vre)

«St.Gallen helps Ukraine» schliesst Sammelstelle im alten Güterbahnhof: Neu kann man online direkt beim Grossverteiler spenden

Am 24. Februar hat der Angriff Russlands den Krieg in der Ukraine ausgelöst. In den Tagen danach war die Hilfsbereitschaft auch der St.Galler Bevölkerung gross. Hilfsgüter gesammelt und in die Ukraine gebracht hat auch der von Studierenden der HSG gegründete Verein «St.Gallen helps Ukraine». Seit Beginn des Kriegs betreibt der Verein eine Sammelstelle im alten St.Galler Güterbahnhof. Von dort sind bisher über 100 Palette mit Hilfsgütern in die Ukraine transportiert worden.

Emilia von Albertini und und Frederick Mangold haben die Aktion «St.Gallen helps Ukraine» mitgegründet. Seit Anfang März sammelten sie im alten Güterbahnhof (Bild) Hilfsgüter für die Bevölkerung der Ukraine.

Emilia von Albertini und und Frederick Mangold haben die Aktion «St.Gallen helps Ukraine» mitgegründet. Seit Anfang März sammelten sie im alten Güterbahnhof (Bild) Hilfsgüter für die Bevölkerung der Ukraine.

Bild: Andrea Tina Stalder (1.3.2022)

Diese Sammelaktion wird jetzt eingestellt. Die Sammelstelle im Güterbahnhof werde geschlossen, heisst es in der neusten Mitteilung von «St.Gallen helps Ukraine». An ihre Stelle tritt die Möglichkeit, per Internet Sachgüter zu spenden. Dafür können Spenderinnen und Spender auf coop.ch ein Paket mit Produkten für 20 bis 100 Franken kaufen, die in der Ukraine fehlen. Der Grossverteiler leitet die Sachspenden an die ukrainische Botschaft weiter, die sie unter konsularischem Schutz ins Kriegsgebiet transportiert.

Der Verein «St.Gallen helps Ukraine» bedankt sich in seiner Mitteilung für die grosse Spendenbereitschaft der St.Galler Bevölkerung seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine. Er ruft dazu auf, von der neuen Möglichkeit einer digitalen Sachspende Gebrauch zu machen: «Leider hält der Krieg in der Ukraine an und die betroffene Bevölkerung ist nach wie vor auf Unterstützung angewiesen.» (pd/vre)

Neuer Chefarzt für Klinik für Neurologie am Kantonsspital St.Gallen

Gian Marco De Marchis, neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St.Gallen

Gian Marco De Marchis, neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St.Gallen

Bild: Kantonsspital SG

Professor Gian Marco De Marchis wird neuer Chefarzt der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St.Gallen. Am Ende eines gemäss Mitteilung umfassenden Auswahlverfahrens mit mehreren Kandidatinnen und Kandidaten hat der Verwaltungsrat der Spitalverbunde auf Antrag der Geschäftsleitung des Kantonsspitals De Marchis mit Stellenantritt am 1. März 2023 gewählt. Der 43-jährige tritt die Nachfolge von Professorin Barbara Tettenborn an. Sie wird Ende Februar 2023 pensioniert.

Der gebürtige Tessiner De Marchis arbeitet seit 2014 am Universitätsspital Basel. Als Leitender Arzt der Klinik für Neurologie ist er dort unter anderem verantwortlich für das Team der Notfallneurologie (Leitung) und der Stroke Unit (stellvertretende Leitung). Er war jahrelang als Kaderarzt im Schlaganfallzentrum tätig. Der Schlaganfall, insbesondere dessen Akutbehandlung und frühe Rückfallprävention, stehen auch im Zentrum seiner Forschung. De Marchis ist Autor von 120 wissenschaftlichen Publikationen. (pd/vre)

Freibäder. Sprung vom Drei-Meter-Brett ins kühle Nass im Stadtsanktgaller Freibad Lerchenfeld. Noch die die Luft relativ frisch, im Laufe der Woche soll aber die Sommerhitze zurückkommen.

Freibäder. Sprung vom Drei-Meter-Brett ins kühle Nass im Stadtsanktgaller Freibad Lerchenfeld. Noch die die Luft relativ frisch, im Laufe der Woche soll aber die Sommerhitze zurückkommen.

Bild: Benjamin Manser (20.5.2022)

Der St.Galler Bäderbus: Ohne Parkplatzsuche und vor allem gratis zum Baden nach Dreilinden

In einem Newsletter macht die Stadt wieder einmal auf eines ihrer nicht ganz alltäglichen öffentlichen Angebote aufmerksam. Der Bäderbus verkehrt vom 7. Mai bis 11. September vom St.Galler Hauptbahnhof zum Frauen- und Familienbad auf Dreilinden. Er tut dies zwar nur bei Badewetter, dafür kann man ihn aber gratis benutzen. Neben dem Botanischen Garten gibt es in der Stadt nicht mehr so viele Angebote, über die man das sagen kann.

Der Bäderbus der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) an seiner Haltestelle vor dem Frauen- und Familienbad auf Dreilinden.

Der Bäderbus der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) an seiner Haltestelle vor dem Frauen- und Familienbad auf Dreilinden.

Bild: Stadt St.Gallen

Ob der Bäderbus an einem bestimmten Tag fährt, erfährt man im Internet oder unter Telefon 0800’43’95’95. Auf dem Bahnhofplatz findet man ihn an der Haltekante J. Er fährt von Montag bis Freitag zwischen 10.45 und 18.45 Uhr jede halbe Stunde; am Samstag und Sonntag ist er von 9.45 bis 18.45 Uhr jede halbe Stunde unterwegs. Die Abfahrtszeiten auf Dreilinden sind von Montag bis Freitag, 11 bis 19 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag, 10 bis 19 Uhr.

Der Bäderbus ist ein bei vielen Badegästen ein sehr beliebtes Angebot. Entsprechend voll kann der Bus auf seiner Fahrt zwischen Bahnhofplatz, Bohl, Spisertor, Schülerhaus, Parkplatz Dreilindenstrasse und Dreilinden bei schönem Wetter werden. In der Vergangenheit gab’s immer wieder einmal Kritik am Angebot: Viele «Stammgäste» von Dreilinden würden sich nämlich wünschen, der Bus ins Naherholungsgebiet würde auch bei schlechtem Wetter und das ganze Jahr über verkehren. Was die Stadt aus Kostengründen bisher nicht anbieten will. (vre)

Dammsanierung am Bildweier: Gebiet wurde auch ökologisch aufgewertet

Rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers Winkeln haben sich am Samstag für die Dammsanierung und Bachoffenlegung am Bildweier interessiert. Der Quartierverein und der Naturschutzverein Stadt St.Gallen und Umgebung (NVS) hatten zur Besichtigung des im Rahmen einer Dammsanierung auch ökologisch aufgewerteten Gebiets eingeladen. Die Arbeiten dafür hatte die Stadt gemäss Mitteilung des NVS im vergangenen Jahre ausgeführt. Die Bauzeit betrug rund neun Monate.

Der unterhalb des Bildweiher-Damms offengelegte Bach bietet zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Der unterhalb des Bildweiher-Damms offengelegte Bach bietet zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Bild: PD

Zum quartierinternen Eröffnungsfest am Bildweier boten Landschaftsarchitekt und Bauleiter Christian Hänni sowie NVS-Präsident Christoph Noger am Samstag in drei Stunden drei Führungen an. Rund 100 Anwohnerinnen und Anwohner hätten sich dabei über das Bauprojekt und den Mehrwert, der bei der Dammsanierung für die Natur erzielt wurde, informieren lassen, heisst es in der NVS-Mitteilung. Quartierverein und Naturschutz zogen eine positive Bilanz über den Anlass und das «grosse Interesse» am Bildweier. (pd/vre)

Google zeichnet HSG-Professor aus: Künstliche Intelligenz noch intelligenter machen

Der «Google Research Scholar Award 2022» wurde weltweit 94 Forschern verliehen – einer von ihnen ist Damian Borth. Der Professor ist Leiter des Lehrstuhls für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der Universität St.Gallen. Er will diese Auszeichnung nutzen, um sich mehr den Neuronalen Netzen, einem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, zu widmen. Zur Definition: Ein Neuronales Netzwerk ist ein System der Informationstechnologie, das sich am Aufbau des menschlichen Gehirns orientiert.

Professor Damian Borth beschäftigt sich an der Universität St.Gallen mit Künstlicher Intelligenz.

Professor Damian Borth beschäftigt sich an der Universität St.Gallen mit Künstlicher Intelligenz.

Bild: Frank Nürnberger/ HSG (9.2.2018)

Borth wird dazu in einem Newsletter der HSG zitiert: «Genau wie wir statistische Zusammenhänge erst aus Populationen lernen können, kann es geometrische Abhängigkeiten geben, welche nur entdeckt werden können, wenn wir uns Populationen von Neuronalen Netzen anschauen und diese untersuchen.» Der Herr Professor möchte nun herausfinden, welche Eigenschaften erfolgreiche Neuronale Netze ausmachen. (vit)

Die St.Gallen Bears besiegen die Luzern Lions – und spielen nun um den Aufstieg in die höchste Liga des American Football in der Schweiz

In der zweithöchsten Klasse, der Liga B, haben die St.Gallen Bears am Sonntag das Finalspiel gegen die Luzern Lions im Lerchenfeld mit 10:6 gewonnen. Das Team von Headcoach Renato Vaccari ging durch ein Field Goal mit 3:0 in Führung und vergrösserte den Abstand später dank eines Touchdowns auf 10:0. In der restlichen Spielzeit war es – wie so oft in dieser Spielzeit – die Defensive der St.Galler, die das Spiel gewann. Der Jubel im sehr gut besuchten Lerchenfeld kannte keine Grenzen.

Die St.Gallen Bears (in schwarzen Trikots) haben in der regulären Saison zehn ihrer elf Spiele gewonnen.
3 Bilder
Voller Einsatz, komplexe Regeln: American Football hat auch in St.Gallen etliche Fans, wie die vollen Tribünen im Lerchenfeld zeigen.
Tradition vor jedem Heimspiel: Die St.Gallen Bears laufen begleitet von Qualm im Stadion ein.

Die St.Gallen Bears (in schwarzen Trikots) haben in der regulären Saison zehn ihrer elf Spiele gewonnen.

Bild: Arcangelo Balsamo (10.7.2022)

Damit gewannen die St.Gallen Bears in dieser Saison zehn von elf Partien. Nur gegen den Finalgegner Luzern setzte es in der Regular Season eine Niederlage ab. Als es im Final zählte, waren es jedoch die St.Galler, die am Sonntag den Heimvorteil zu ihren Gunsten ausnutzen konnten.

Nun treffen die St.Gallen Bears im Relegationsspiel um den Aufstieg in die höchste Spielklasse am 16. Juli in Grenchen auf die Zürich Renegades aus der NLA. Diese Partie wird als Vorspiel des Swiss Bowl, dem Endspiel um die Schweizer Meisterschaft im American Football, ausgetragen. (ibr)

Freibäder. Der Schönenbodensee bei Wildhaus ist wohl einer der schönsten Badweiher des Kantons St.Gallen. Sein Wasser bleibt den ganzen Sommer über mit 19 bis 21 Grad Celsisus ziemlich frisch. Dafür hat er im Gegensatz zu tiefer gelegenen Weihern keine Entenflöhe.

Freibäder. Der Schönenbodensee bei Wildhaus ist wohl einer der schönsten Badweiher des Kantons St.Gallen. Sein Wasser bleibt den ganzen Sommer über mit 19 bis 21 Grad Celsisus ziemlich frisch. Dafür hat er im Gegensatz zu tiefer gelegenen Weihern keine Entenflöhe.

Bild: Reto Voneschen (9.7.2022)

Mehrere tausend Franken aus Büro gestohlen

Die Einbrecher verschafften sich gewaltsam Zutritt zum Büro.

Die Einbrecher verschafften sich gewaltsam Zutritt zum Büro.

Symbolbild: Kapo SG

Zwischen Freitag, 18.30 Uhr, und Samstag, 16.45 Uhr, haben Einbrecher ein Büro am Marktplatz in Rorschach heimgesucht. Die Unbekannten verschafften sich Zutritt zum Treppenhaus der Liegenschaft und brachen dort die Bürotüro auf. Sie durchsuchten dann mehrere Behältnisse und liessen mehrere tausend Franken mitgehen. Zusätzlich richteten sie gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Sachschaden von über 1’000 Franken an. (kapo/vre)

St. Josefen: Mit einer Person zu viel im Fahrzeug verunfallt

Am Samstag sind auf der Spiseggstrasse bei St.Josefen ein Kleinmotorfahrzeug und ein Auto zusammengestossen. Die beiden 17-jährigen Mitfahrer im Kleinmotorfahrzeug wurden beim Unfall leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie gemäss Mitteilung der Kantonspolizei ins Spital. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden von über 10’000 Franken. Wie sich herausstellte, war im Kleinmotorfahrzeug eine Person zu viel unterwegs.

Die Unfallstelle in der Spisegg am Samstagabend. Das Kleinmotorenfahrzeug (rechts)  blieb quer auf der Strasse stehen.

Die Unfallstelle in der Spisegg am Samstagabend. Das Kleinmotorenfahrzeug (rechts)  blieb quer auf der Strasse stehen.

Bild: Kantonspolizei SG (9.7.2022)

Ein 16-Jähriger fuhr am Samstag, 17.50 Uhr, mit dem Kleinmotorfahrzeug und drei Mitfahrern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren von Abtwil Richtung Spisegg. Gleichzeitig fuhr ein 57-jähriger Mann mit seinem Auto in Richtung Abtwil. Aus bislang unbekannten Gründen verlor der 16-Jährige die Kontrolle über sein Kleinmotorfahrzeug und geriet damit auf die andere Strassenseite. Der 57-jährige Mann bemerkte das entgegenkommende Fahrzeug und konnte sein Auto anhalten. Es kam aber trotzdem zum Zusammenstoss. (kapo/sae)

Wegen Überholmanöver: E-Bike-Fahrer stürzt und verletzt sich

Am Samstagvormittag hat sich auf der Herisauerstrasse in Gossau ein Verkehrsunfall mit einem E-Bike und einem Auto ereignet. Der 87-jährige E-Bike-Fahrer wurde dabei verletzt und musste gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Ob der Senior bei einem Überholmanöver vom Auto touchiert wurde oder dabei ohne Berührung zu Fall kam, ist Gegenstand  von weiteren Abklärungen.

Auf der Verzweigung der Herisauer- und der Ringstrasse in Gossau wurde am Samstag bei einem Unfall ein 87-jähriger E-Bike-Fahrer verletzt.

Auf der Verzweigung der Herisauer- und der Ringstrasse in Gossau wurde am Samstag bei einem Unfall ein 87-jähriger E-Bike-Fahrer verletzt.

Bild: Kantonspolizei SG (9.7.2022)

Der 87-jährige E-Bike-Fahrer war am Samstag, kurz nach 10.10 Uhr, bei stockendem Verkehr auf der Herisauerstrasse Richtung Zentrum Gossau unterwegs. Gleichzeitig fuhr ein 33-jähriger Mann mit seinem Auto in dieselbe Richtung. Während der 87-Jährige nach links in die Ringstrasse abbiegen wollte, überholte der 33-Jährige das Zweirad. Dabei kam der E-Bike-Fahrer aus noch unklaren Gründen zu Fall und wurde unbestimmt verletzt. (kapo/vre)

Küchenbrand in Abtwil: Herd aus Versehen eingeschaltet, mehrere tausend Franken Sachschaden

Am Freitagmorgen ist es an der Senderligstrasse in Abtwil zu einem Küchenbrand gekommen. Die Feuerwehr brachte die Flammen rasch unter Kontrolle. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Liegenschaft konnten diese unverletzt verlassen. Allerdings entstand gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Sachschaden von mehreren tausend Franken.

Die Meldung über das Feuer an der Senderligstrasse war bei der kantonalen Notrufzentrale am Freitag, kurz vor 10.25 Uhr, eingegangen. Gebrannt hat es in der Küche einer Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass ein auf dem Kochherd liegender Gegenstand in Brand geraten war und den Dampfabzug darüber entzündet hatte. Der Herd dürfte versehentlich eingeschaltet worden sein. (kapo/vre)

Kantonspolizei St.Gallen führt Tempomessungen durch - und nimmt drei Fahrausweise ab

Am Freitag hat die Kantonspolizei St.Gallen an der Fürstenlandstrasse in Kirchberg und an der Alten Staatsstrasse in Heiligkreuz bei Mels Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt sieben Personen mit zu hohen Geschwindigkeiten angehalten. Zwei mussten ihren Fahrausweis auf der Stelle abgeben. Deutlich zu schnell war auch ein Töfffahrer auf der Autobahn A13 bei Au unterwegs.

Auf der A13 zwischen Diepoldsau und Au wurde am Freitag, kurz nach 0:30 Uhr, ein 61-jähriger Motorradfahrer nach einer Nachfahrmessung mit einem zivilen Patrouillenfahrzeug angehalten. Der Mann war laut Polizeimeldung mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 190 Stundenkilometer gemessen worden. Ihm wurde der Fahrausweis laut Polizeimeldung auf der Stelle abgenommen.

Messstelle Fürstenlandstrasse in Kirchberg (erlaubt 80 km/h):

  • 19:48 Uhr, 30-Jähriger mit 107 km/h.
  • 19:56 Uhr, 39-Jähriger mit 110 km/h.
  • 20:02 Uhr, 24-Jähriger mit 118 km/h.
  • 20:22 Uhr, 36-Jähriger mit 122 km/h; Fahrausweis auf der Stelle abgenommen.
  • 20:49 Uhr, 53-Jähriger mit 113 km/h.
  • 20:52 Uhr, 70-Jähriger mit 126 km/h. Fahrausweis auf der Stelle abgenommen.

Messstelle Alte Staatsstrasse Heiligkreuz/Mels (erlaubt 50 km/h):

  • 10:39 Uhr, 29-Jähriger mit 73 km/h.

Alle angehaltenen Verkehrsteilnehmer werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. (kapo/sae)

Ein Schaumbad im Broderbrunnen

Der schäumende Broderbrunnen am Samstagmorgen.

Der schäumende Broderbrunnen am Samstagmorgen.  

Leserbild: Franz Häusler (9.7.2022)

Ein ungewöhnlicher Anblick hat sich am frühen Samstagmorgen am Multertor am Eingang zur St.Galler Einkaufs- und Flaniermeile geboten. Es scheint, als habe sich jemand ein Schaumbad im Broderbrunnen eingelassen. Offenbar ist der Schaum schon seit Freitagabend im Brunnen. Von der oder dem Badewilligen ist am Samstagmorgen allerdings weit und breit nichts mehr zu sehen. (sae)

Wegen eines Coronafalls: Absage eines Konzerts am Kulturfestival St.Gallen

Am Ende seiner ersten Woche hat es das Kulturfestival St.Gallen doch noch erwischt. Wegen eines Coronafalls muss Booka Shade heute Samstag auf den Auftritt im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums verzichten. Die Organisatorinnen und Organisatoren des Anlasses haben es aber kurzfristig geschafft, passenden Ersatz zu verpflichten: Neben Shelter 12 aus St.Gallen tritt heute Abend Kid Simius an. Er hatte gerade erst am vergangenen Sonntag am Open Air St.Gallen einen Auftritt als Schlussact.

Das Kulturfestival findet während drei Wochen im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums im St.Galler Stadtpark statt.

Das Kulturfestival findet während drei Wochen im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums im St.Galler Stadtpark statt.

Bild: Michel Canonica (1.7.2020)

Das Kulturfestival ist zudem fair gegenüber jenen, die bereits Tickets für den heutigen Konzertabend haben. Alle Ticketinhaberinnen und Ticketinhaber, die trotz der Absage von Booka Shade in den Stadtpark kommen, erhalten als kleine Entschädigung an der Abendkasse Getränkebons im Wert von 15 Franken. Und wer ganz aufs Konzert verzichten will, dem wird der volle Ticketpreis von 39 Franken an der Abendkasse erstattet. Beim Ticketcorner im Internet wird eine Bearbeitungsgebühr von fünf Franken abgezogen. (pd/vre)

Heute Samstag am Kulturfestival: Kid Simius springt für Booka Shade ein

Zum Abschluss der ersten Woche präsentiert das diesjährige Kulturfestivals St.Gallen heute Samstag im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums Kid Simius aus Berlin (anstelle von Booka Shade) und Shelter 12 aus St.Gallen. Türöffnung im Stadtpark ist um 18.30 Uhr, das Electro-Konzert startet um 19.30 Uhr. Tickets kosten an der Abendkasse 29 Franken.

Kid Simius springt heute Samstag am Kulturfestival St.Gallen im Stadtpark für Booka Shade ein.

Kid Simius springt heute Samstag am Kulturfestival St.Gallen im Stadtpark für Booka Shade ein.

Bild: Crisbeltran/PD (2.3.2017)

Der im spanischen Granada geborene, heute in Berlin lebende Kid Simius ist ein vielseitiger Künstler, der es versteht, mit einer Vielzahl von Stilen und auch mit Genregrenzen umzugehen. Er beschäftigt sich mit elektronischer Musik, Ambient, Surf-inspirierter Electronica, Balearic, Disco und vielem mehr. Dabei stellt er gemäss Kulturfestival-Vorschau «gute Energie und menschliche Verbindung über Genre-Etiketten». Kid Simius ist Mitglied der Marteria-Crew, des Schlussacts des diesjährigen St.Galler Open Air.

Das DJ-Kollektiv Shelter 12 besteht aus (von links) Mario Rütsche, Dariush Mehdiaraghi, Benjamin Amaru, Tim Bättig, Steven Kaiser. Es fehlen: Andreas Bütler, Christian Diodatti und Cornelius Hummel.

Das DJ-Kollektiv Shelter 12 besteht aus (von links) Mario Rütsche, Dariush Mehdiaraghi, Benjamin Amaru, Tim Bättig, Steven Kaiser. Es fehlen: Andreas Bütler, Christian Diodatti und Cornelius Hummel.

Bild: Emil Keller (St.Gallen, 6.7.2022)

Den Samstagabend im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums starten wird - wie ursprünglich geplant - Shelter 12 aus St. Gallen. Das Kollektiv entstand wegen der gemeinsamen Begeisterung für Kunst und Musik. Mit experimentellen, aufregenden Mischungen aus House, Techno und Electronica aus dem Underground-Bereich, Eigenkreationen und einem wilden, tanzbaren Mix sorgen sie für Atmosphäre und ganz bestimmt auch für genug Bass. (pd/vre)

Detaillierte Infos zum Samstagabend am Kulturfestival gibt’s im Internet.

Bypass wegen Bauarbeiten bis 14. August gesperrt: Autos stauen sich am Schibenertor

Eine Autokolonne übers Schibenertor in Richtung Blumenbergplatz.

Eine Autokolonne übers Schibenertor in Richtung Blumenbergplatz.

Bild: Sandro Büchler (8.7.2022)

Wegen Bauarbeiten zwischen Metzgertor und Kirchgasse ist ab heute Freitag bis 14. August der Untere Graben ab dem Schibenertor, also der Bypass zur Umfahrung der nordwestlichen Altstadt, gesperrt. Das hat am Freitagmittag zu Verkehrsbehinderungen zwischen Blumenbergplatz, Schibenertor sowie Verzweigung Oberer Graben und Poststrasse geführt. Dies, weil der Autoverkehr Mühe hatte über den Blumenbergplatz abzufliessen. Dies anderseits, weil sich zeitweise Autos und ÖV in die Quere kamen. (vre)

Der Untere Graben ist bis Mitte August ab dem Schibenertor gesperrt. Der Verkehr um die nordwestliche Altstadt  zum Unteren Graben beim Metzgertor wird über den Blumenbergplatz geführt.

Der Untere Graben ist bis Mitte August ab dem Schibenertor gesperrt. Der Verkehr um die nordwestliche Altstadt  zum Unteren Graben beim Metzgertor wird über den Blumenbergplatz geführt.

Bild: Sandro Büchler (8.7.2022)

Wirtschaftsverband bedauert Entscheid zu St.Fiden: «Stadt verpasst eine einmalige Chance»

Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) bedauert, dass beim Entwicklungsprojekt fürs Bahnareal St.Fiden «der grosse Wurf mit einer Überdeckung der Gleise» nicht gelingt. Bitter sei dies, weil das Vorhaben technisch, städtebaulich und auch wirtschaftlich machbar wäre. Die Stadt verpasse so eine einmalige Chance, als Standort für Wohnen und Arbeiten attraktiver zu werden, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

Der regionale Wirtschaftsverband WISG bedauert, dass die Gesamtüberdeckung des Bahnareals St.Fiden gescheitert ist.

Der regionale Wirtschaftsverband WISG bedauert, dass die Gesamtüberdeckung des Bahnareals St.Fiden gescheitert ist.

Bild: Ralph Ribi (3.9.2020)

WISG begrüsst ausdrücklich, dass die Stadt die Entwicklungsplanung für das Gebiet St.Fiden-Heiligkreuz weiterführen will. So könnte doch immerhin eine Teilüberdeckung von Gleisfeld und Autobahn möglich werden. Die Forderung der Investoren, dass ein solches Projekt nicht zu schmörzelig ausfallen darf, sondern visionär bleiben soll, wird vom regionalen Wirtschaftsverband unterstützt. Der Standort an sich bleibe «dank seiner Lage, ÖV-Erschliessung und Spitalnähe äusserst attraktiv».

Wirtschaft Region St.Gallen (WISG) habe zu den ersten Unterstützern der Vision «Stadt über den Geleisen» mit einer grossflächigen Überdeckung des Bahnhofs St.Fiden gehört. Dass aufgrund der Haltung der SBB mit eigenen Ausbauplänen und fehlender Etappierung dieser grosse Wurf nun nicht zustande komme, bedauere man daher ausserordentlich. Über den Gleisen hätte nämlich ein neuer Stadtteil mit gemischter Nutzung entstehen können. Dies erst noch frei von Immissionen durch ÖV und privaten Verkehr. (pd/vre)

Wegen Sanierungsarbeiten: Passerelle übers Bahnareal St.Fiden von August bis Dezember gesperrt

Zwischen 1. August und 23. Dezember ist die Fuss- und Velopasserelle übers Areal des Bahnhofs St.Fiden gesperrt. Dies, weil die SBB Sanierungsarbeiten daran ausführen. Der Zugang zum Bahnhof St.Fiden von Süden von der Lindentalstrasse her ist gemäss Mitteilung der Stadt vom Freitag über die beiden Autobahnüberführungen gewährleistet. Reisende vom und zum Olma-Gelände sowie den Gebieten Langgasse, Heimat und Heiligkreuz müssen während den Arbeiten die Splügen- und die Spinnereibrücke benutzen. Letztere ist barrierefrei. Umleitungen sind vor Ort signalisiert.

Die Passerelle über das Areal des Bahnhofs St.Fiden wird von August bis Ende Dezember saniert. Sie ist daher für Fuss- und Veloverkehr gesperrt.

Die Passerelle über das Areal des Bahnhofs St.Fiden wird von August bis Ende Dezember saniert. Sie ist daher für Fuss- und Veloverkehr gesperrt.

Bild: Ralph Ribi (3.9.2020)

Seit vergangenem Herbst sanieren die SBB den Bahnhof St.Fiden. Er wird dabei barrierefrei gemacht. Derzeit wird der Ostteil des Mittelperrons (Gleis 3/4) umgebaut. Ab Ende Juli gehen die Arbeiten im Westteil dieses Perrons weiter. Anschliessen werden die Treppen in die Unterführung und zur Passerelle erneuert. Die Passerelle selber wird instand gesetzt und neu mit dem Lift erschlossen. Der Bahnhof St.Fiden soll voraussichtlich ab 23. Dezember durchgehend barrierefrei benutzbar sein. Abschlussarbeiten dauern bis Frühling 2023. (sk/vre)

Kanton St.Gallen will mehr Geld für die Ukrainehilfe: Kantonsrat soll für dieses Jahr nochmals zwei Millionen Franken sprechen

Die St.Galler Kantonsregierung will weitere Unterstützungsmassnahmen für die vom Krieg verwüstete Ukraine auf den Weg bringen. Sie will dafür weitere zwei Millionen Franken einsetzen und legt dem Kantonsrat ein entsprechendes Gesetz über Massnahmen zur Milderung der Folgen des Ukrainekriegs vor. Angesichts der vielen Geflüchteten und der Not in der Ukraine selber sei zusätzliche Unterstützung angezeigt und dringlich, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag.

In ukrainischen Städten und Dörfern wurden durch den Krieg auch viele zivile Einrichtungen und Wohnhäuser zerstört oder beschädigt.

In ukrainischen Städten und Dörfern wurden durch den Krieg auch viele zivile Einrichtungen und Wohnhäuser zerstört oder beschädigt. 

Bild: AFP
(Kiew, 14.3.2022)

Damit der Kanton St.Gallen weitere finanzielle Beiträge für die Ukraine beschliessen kann, braucht es eine Rechtsgrundlage. Diese soll mit dem Erlass des neuen Gesetzes über die Ukrainehilfe geschaffen werden. Die Aufstockung des kantonalen Engagements stehe im Einklang mit der grossen Solidarität der Bevölkerung. Zudem beteilige sich der Kanton so «angemessen und solidarisch» an den humanitären Hilfeleistungen des Bundes und der anderen Kantone, schreibt die Regierung weiter.

In der Gesetzesvorlage sind zwei Unterstützungsmassnahmen vorgesehen. Um effizient und schnell Gelder für die humanitäre Hilfe oder den Wiederaufbau sprechen zu können, sollen grössere Beiträge über professionelle und anerkannte Hilfswerke mit Sitz in der Schweiz ausgerichtet werden. Dies soll möglich sein für Projekte in der Ukraine oder in einem vom Krieg direkt betroffenen Nachbarland. Dafür verlangt die Kantonsregierung einen Kreditrahmen von 1,5 Millionen Franken.

St. Gallen 30.6.2022 - Das ehemalige Wohnheim für Betagte Riederenholz wurde in eine Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine umfunktioniert. Der Stadtrat lädt zum Rundgang ein

St. Gallen 30.6.2022 - Das ehemalige Wohnheim für Betagte Riederenholz wurde in eine Unterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine umfunktioniert. Der Stadtrat lädt zum Rundgang ein

Ralph Ribi / Ralph Ribi

Zusätzlich sollen kantonal verankerte Hilfsprojekte unterstützt werden, wie zum Beispiel Transporte von Hilfsgütern aus dem St.Gallischen ins Krisengebiet. Dafür sieht das Gesetz vor, dass Aufträge an Dritte erteilt und finanziert oder mitfinanziert werden können. Die Regierung will dafür nochmals 0,5 Millionen Franken. Dieser Betrag soll nach dem Grundsatz der «Hilfe zur Selbsthilfe» verteilt werden. Wohin die zwei Millionen konkret fliessen, soll die Kantonsregierung entscheiden.

Das Gesetz, das der Kantonsrat im September erlassen soll, berücksichtigt bereits, dass sich der Konflikt und der Wiederaufbau in der Ukraine über Jahre hinziehen dürfte. Der Erlass sieht vor, dass das Kantonsparlament bei Bedarf in den kommenden Jahren weitere Hilfskredite sprechen kann. Für 2023, 2024 und 2025 sollen das je zwei Millionen Franken (mit dem gleichen Verteilschlüssel wie in diesem Jahr) sein. (SK/vre)

Die Vorlage der Regierung ist im kantonalen Ratsinformationssystem im Internet unter der Nummer 22.22.13 abrufbar.

Ukrainekrieg

Bevölkerung ist auf Hilfe angewiesen

Der Krieg in der Ukraine wurde am 24. Februar durch einen militärischen Angriff Russland ausgelöst. Seither wird im osteuropäischen Land erbittert gekämpft. Die humanitäre Lage vor Ort ist schwierig. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Kriegsbeginn mehr als sechs Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in die westlichen Nachbarländer geflüchtet. Acht Millionen Personen wurden gemäss Schätzungen innerhalb des Landes vertrieben.

Durch die Zerstörung wichtiger Infrastrukturen haben gemäss Mitteilung der St.Galler Staatskanzlei vom Freitag viele Ukrainerinnen und Ukrainer keinen Zugang zu Heizung, Strom, Wasser, Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und anderen Gütern der Grundversorgung. In den Städten und auf dem Land wurden viele Wohnhäuser zerstört oder beschädigt. Schätzungsweise 13 Millionen Menschen sitzen immer noch in den derzeit von Kampfhandlungen direkt betroffenen Gebieten fest. (SK/vre)

Freibäder. Das grösste Freibad der Region St.Gallen ist natürlich der Bodensee. Neben Bädern gibt's immer noch Badeplätze, an denen man wild ins Wasser gehen darf. Und natürlich haben am See auch die Stand-Up-Paddler Hochkonjunktur.

Freibäder. Das grösste Freibad der Region St.Gallen ist natürlich der Bodensee. Neben Bädern gibt's immer noch Badeplätze, an denen man wild ins Wasser gehen darf. Und natürlich haben am See auch die Stand-Up-Paddler Hochkonjunktur.

Leserbild: Doris Sieber (25.6.2022)

Mit den Sommerferien kommt der Hochsommer zurück

Idealer könnte es ja wohl nicht laufen: Heute starten in der Ostschweiz die Sommerferien - und ab dem Wochenende, ganz sicher aber ab nächster Woche wird es wieder schön und heiss. Mit dem Ferienbeginn kommt also das Badewetter zurück.

Die Internet-Wetterfrösche gehen davon aus, dass es schon am Samstag und Sonntag sonnig und wärmer wird. Die Temperaturen bleiben aber am Tag mit um die 20 und in der Nacht zwischen 13 bis 16 Grad Celsius relativ frisch. Danach soll's warm und wärmer werden: Für Montag sind etwa 21, für Donnerstag bereits 26 oder 27 Grad Celsius vorhergesagt.

Mit anderen Worten: Rechtzeitig mit den Sommerferien kommt der Sommer in Stadt und Region St.Gallen zurück. (vre)

Grösstes internationales Rugbyturnier der Schweiz: Am Wochenende findet im Gründenmoos nach zwei Jahren Zwangspause der Bishopscup statt

Nach zwei Jahren Coronapause ist er zurück, der Bishopscup im St.Galler Gründenmoos. Vor der Pandemie war die Veranstaltung der grösste internationale Rugbyanlass der Schweiz. Und nach dem Willen der Organisatorinnen und Organisatoren soll er das eigentlich auch bleiben. Vom 8. bis und mit 10. Juli messen sich im Westen der Gallusstadt insgesamt 16 Teams (sechs bei den Damen, zehn bei den Herren) auf dem grünen Rasen. Das Gesellige ist dabei genauso wichtig wie der Wettkampf.

Eine Szene aus dem Finalspiel des Bishopscup 2019.

Eine Szene aus dem Finalspiel des Bishopscup 2019.

Bild: Rugby-Club SG

Am Freitag, ab 20 Uhr, startet der Bishopscup mit der «Welcome Party» in der Südbar. Insbesondere die Teams von auswärts reisen gerne früher an und trinken ein Glas mit Gegnerinnen und Gegnern vom Wochenende. Der Spielbetrieb im Gründenmoos startet am Samstag, 10 Uhr, das letzte Spiel findet um 17.30 Uhr statt. Sobald alle Spielerinnen und Spieler geduscht und verpflegt sind, beginnt die Rugbyparty im Festzelt auf dem Sportplatz. Am Sonntag wird ab 11 Uhr gespielt. Die Finalspiele finden ab 14.30 Uhr statt. (pd/vre)

Detaillierte Informationen zum Bishopscup gibt’s im Internet.

Heute Freitag am Kulturfestival: Eine der wichtigsten Livebands der Klezmer- und Balkanszene

Die Amsterdam Klezmer Band aus den Niederlanden macht heute Freitag Station im St.Galler Stadtpark. Eine der wichtigsten aktuellen Livebands der Klezmer- und Balkanszene spielt am St.Galler Kulturfestival im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums. Türöffnung ist um 18.30 Uhr, das Konzert startet um 20.30 Uhr. Tickets kosten an der Abendkasse im Stadtpark 37 und im Vorverkauf im Internet 41 Franken.

Die Amsterdam Klezmer Band spielt am Freitagabend am St.Galler Kulturfestival im Stadtpark.

Die Amsterdam Klezmer Band spielt am Freitagabend am St.Galler Kulturfestival im Stadtpark.

Bild: PD

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte der Amsterdam Klezmer Band 1996, als sieben Amsterdamer mit jüdischem und punkigem Hintergrund ihre Begeisterung für Klezmer entdeckten. In den letzten 25 Jahren spielte die von ihnen gegründete Band weltweit auf verschiedensten Festivals und in legendären Konzertsälen. Mit ihrer rauen, virtuosen und ausgelassenen Herangehensweise an die jüdische Volksmusiktradition begeistern sie Fans auf der ganzen Welt. Ihre Herangehensweise und ihr Stilmix ist vielleicht nichts für Klezmer-Puristen, aber ganz sicher etwas für Tanzwillige. (pd/vre)

In Afghanistan fliegen immer noch Drachen

Fawad Qadire, Absolvent der Hochschule Luzern im Bereich Design und Kunst.

Fawad Qadire, Absolvent der Hochschule Luzern im Bereich Design und Kunst.

Bild: Priska Ketterer/ HSLU (2.7.2022)

247 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Luzern erhielten dieser Tage ihre Diplome in den Bereichen Design, Film und Kunst. Zwölf Diplomierte kommen aus dem Kanton St.Gallen, einer von ihnen ist Fawad Qadire. An der Diplomfeier wurden Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten vergeben, und der Engelburger konnte sich einen Preis im Wert von 4'000 Franken ergattern.

Qadire ist Absolvent des Bachelors Graphic Design und beleuchtet in seiner Publikation «In Afghanistan fliegen die Drachen immer noch» die Kultur des Landes am Hindukusch. Damit will er auch einen Beitrag zur Information leisten: Denn die afghanische Kultur bestehe in den Köpfen der breiten Bevölkerung nach wie vor aus stereotypischen Kriegs- und Terrorbildern. Qadire versammelt Interviews, Sammlungen, Kunstwerke und kulturelle Einblicke. (vit/vre)

«Talking Shirts»: Neue Präsentation im Kunstfenster der Ostschweizer Fachhochschule in St.Gallen

Vom 14. Juni bis zum 20. Dezember 2022 ist im Kunstfenster des Fachhochschulzentrums St.Gallen die Serie «Talking Shirts (Conversation)» der Ausserrhoder Künstlerin Birgit Widmer zu sehen. Birgit Widmers erstes «Talking Shirt» entstand 2018 in einer Liveperformance am Zürcher Fair Fashion Day und zeigte den QR-Code eines Flugtickets.

Das Kunstfenster mit den «Talking Shirts» wird am kommenden Dienstag im Fachhochschulzentrum hinter dem St.Galler Hauptbahnhof eröffnet.

Das Kunstfenster mit den «Talking Shirts» wird am kommenden Dienstag im Fachhochschulzentrum hinter dem St.Galler Hauptbahnhof eröffnet.

Bild: PD

Im Kunstfenster werden im Zweiwochen-Rhythmus insgesamt elf «Talking Shirts» ausgestellt. Neben abstrakten Quadraten sind auch geschriebene Statements auf die Hemden gestickt (zum Beispiel «Haushaltaus», «menagemanege», «him here wer»).

Die Künstlerin Birgit Widmer lebt in Gais.

Die Künstlerin Birgit Widmer lebt in Gais.

Bild: Michel Canonica

Behandelt werden darauf Fragen nach (Geschlechts-)Identitäten, aber auch das Gefühl, am falschen Ort zu sein («Ich möchte hierraus»). Die massenkonfektionierten und durchwegs Second Hand gekauften T-Shirts erinnern auch an soziale Kämpfe und Konflikte der Gegenwart, etwa an die prekären Arbeitsbedingungen in der globalen Textilproduktion oder an die ungleichen Möglichkeiten für Grenzübertritte von Waren und Menschen. (pd/gen)

Vernissage: Dienstag, 18.30 Uhr, Aula Fachhochschule Ost, Rosenbergstrasse 59, St.Gallen. Zur Anmeldung im Internet.

Spitex-Kredit und Stadtrechnung 2021: Referendumsfrist gestartet, Zeit bis 8. August für eine allfällige Unterschriftensammlung

Zwei Beschlüsse des St.Galler Stadtparlaments vom Dienstag unterstehen dem sogenannten fakultativen Referendum. Das heisst, dass die Möglichkeit besteht, sie mit einer Unterschriftensammlung der Volksabstimmung zu unterstellen. Wer dies erreichen will, muss innert 30 Tagen die Unterschriften von 1’000 Stimmberechtigten auf der Stadtkanzlei deponieren, die einen solchen Urnengang verlangen.

Bestimmte Beschlüsse des St.Galler Stadtparlaments (im Bild) können per fakultativem Referendum der Volksabstimmung unterstellt werden.

Bestimmte Beschlüsse des St.Galler Stadtparlaments (im Bild) können per fakultativem Referendum der Volksabstimmung unterstellt werden.

Bild: Donato Caspari (22.3.2022)

Von den Parlamentsentscheiden vom vergangenen Dienstag untersteht erstens der Beschluss, die Spitex St.Gallen AG mit drei Millionen Franken zu rekapitalisieren. Eine Volksabstimmung verlangen kann man zweitens zur Stadtrechnung 2021, die statt einem grossen Loch mit einem Ertragsüberschuss von gut 1,5 Millionen Franken abgeschlossen hat. Anzeichen dafür, dass jemand Unterschriften gegen die eine oder andere Vorlage sammelt gibt es derzeit keine. Die Referendumsfrist läuft bis 8. August. (sk/vre)

Die beiden Vorlagen, die dem fakultativen Referendum unterstehen, finden sich im städtischen Internetauftritt.

U30-Aktion der St.Galler Festspiele: 197 junge Leute wollten die Verdi-Oper auf dem Klosterplatz sehen

197 Personen im Alter unter 30 Jahre haben am Mittwochabend von einer Aktion der St.Galler Festspiele Gebrauch gemacht: Für 30 Franken konnten sie die Aufführung der Festspieloper «Giovanna d’Arco» auf dem Klosterplatz besuchen. Zusätzlich konnten sie zusammen mit Operndirektor Jan Henric Bogen einen Blick hinter die Kulissen werfen und kamen auch noch in den Genuss eines Drinks an der Festspielbar.

Vorgängig des Opernbesuchs hatten die U30-Interessierten Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen der Festspiele zu werfen.

Vorgängig des Opernbesuchs hatten die U30-Interessierten Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen der Festspiele zu werfen.

Bild: Festspiele SG (6.7.2022)

«Das Interesse an unserer Festspieloper von so vielen Personen unter 30 freut mich persönlich ganz besonders. Die vielen interessierten Fragen und der direkte Austausch mit den jungen Leute waren eine lehrreiche Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass auch junge Menschen sich von der Kraft des Musiktheaters begeistern lassen», wird Bogen in einer Mitteilung der Festspiele zitiert.

Die U30-Gruppe mit Operndirektor Jan Henric Bogen am Mittwochabend auf der Festspielbühne auf dem Klosterplatz.

Die U30-Gruppe mit Operndirektor Jan Henric Bogen am Mittwochabend auf der Festspielbühne auf dem Klosterplatz.

Bild: Festspiele SG (6.7.2022)

Mit der Dernière der 1845 an der Mailänder Scala uraufgeführten Oper von Giuseppe Verdi über die französische Nationalheiliger Jeanne d’Arc gehen die St.Galler Festspiele am Freitag zu Ende. Die Inszenierung von Barbora Horáková sei auf grosses Echo gestossen, heisst es in der Mitteilung der Festspiele. Die Regisseurin habe mit diesem Belcanto-Genuss und ihrem unmissverständlichen Statement zur Sinnlosigkeit von Kriegen sowohl das Publikum wie die Kritik beeindruckt, ziehen die Festspielverantwortlichen eine erste Bilanz. (pd/vre)

St.Galler Professor in EU-Taskforce berufen

Professor Manuel P. Stadtmann.

Professor Manuel P. Stadtmann.

Bild: PD

Grosse Ehre für Professor Manuel P. Stadtmann. Der Leiter des Kompetenzzentrums für psychische Gesundheit an der Ostschweizer Fachhochschule wird in eine neu gegründete europäische Taskforce berufen. Die Arbeitsgruppe wird sich mit der sogenannten Co-Creation beschäftigen. Sie ist eine der strategischen Prioritäten von Mental Health Europe für die Jahre 2022 bis 2025.

Co-Creation ist gemäss Mitteilung der Fachhochschule ein kooperativer Ansatz. Bei der Methode arbeiten alle Akteure im Bereich der psychischen Gesundheit gleichberechtigt zusammen, um Strategien, Kommunikation und Gesundheitssysteme so zu entwickeln und umzusetzen, dass diese eine positive psychische Gesundheit gemäss dem biopsychosozialen Modell und dem menschenrechtsbasierten Ansatz von Mental Health Europe fördern. (pd/vre)

Grünliberale zur Testplanung für den alten Güterbahnhof: Gute Arealplanung, aber schlechte Verkehrslösung

Nach der SP (STADT-TICKER, 7.7.2022, 14:41 Uhr) äussern sich am Donnerstag auch die Grünliberalen der Stadt St.Gallen zu den Resultaten der Testplanung für den alten Güterbahnhof. Das Resultat entspricht mit Blick auf die Umnutzung des Areals ihren Vorstellungen. Die Ergebnisse zum geplanten Autobahnanschluss und zum Strassentunnel in Richtung Liebegg hingegen vermag sie nicht zu überzeugen. Die Grünliberalen fordern in einer Mitteilung den Verzicht auf dieses Projekt, dass es für die Engpassbeseitigung auf der Stadtautobahn auch gar nicht brauche.

Die Testplanung für die Neunutzung des alten St.Galler Güterbahnhofs ist abgeschlossen.

Die Testplanung für die Neunutzung des alten St.Galler Güterbahnhofs ist abgeschlossen.

Bild: Ralph Ribi (19.5.2021)

Das Ergebnis der Testplanung zeige, dass das Areal des alten Güterbahnhofs sich so gemischt nutzen lasse, wie sich dies die Grünliberalen vorstellten, heisst es in der Mitteilung der Partei. Dienstleistungen, Kleingewerbe, Wohnen, Kultur, viel Grün und ein langer Boulevard hätten hier Platz. Auch dem Wunsch der Grünliberalen nach Erhalt des historischen Güterexpeditionsgebäudes und des historischen Elektrizitätsunterwerks an der Geltenwilenstrasse werde entsprochen.

Für die Grünliberalen zeigt die Testplanung allerding auch, dass es für den Autobahnanschluss im alten Güterbahnhof keine befriedigende Lösung gibt. Sie fordern den Verzicht auf eine alte Idee, «deren Umsetzung vor lauter Kompromissen» nur viele neue Probleme schaffe. So könne der Zubringer Güterbahnhof die Autobahn nur in Richtung Zürich bedienen. Zudem müsste seinetwegen die Leonhardsbrücke um eine Spur verbreitert werden. Und der neue Verkehrsknoten an der Brücke schaffe massive Probleme für ÖV, Velo- und Fussverkehr.

Die heutige Ausfahrt des alten Güterbahnhofs in die Geltenwilenstrasse. Die Ein- und Ausfahrt zum geplanten neuen Autobahnanschluss unter dem Areal käme weiter rechts direkt vor die Leonhardsbrücke zu liegen.

Die heutige Ausfahrt des alten Güterbahnhofs in die Geltenwilenstrasse. Die Ein- und Ausfahrt zum geplanten neuen Autobahnanschluss unter dem Areal käme weiter rechts direkt vor die Leonhardsbrücke zu liegen.

Bild: Ralph Ribi (19.5.2021)

Die Grünliberalen anerkennen «die schonungslos ehrliche Auflistung» der Nachteile des Autobahnanschlusses im Schlussbericht zur Testplanung. Sie fordern jetzt allerdings auch, dass die Behörden daraus eine ehrliche Schlussfolgerung ziehen. Aus ihrer Sicht soll auf den Bau des Autobahnzubringers vom Sitterviadukt in den Güterbahnhof und weiter in die Liebegg verzichtet werden. Die innerstädtischen Probleme, die das Projekt bringe, liessen sich nämlich nicht einfach lösen. (pd/vre)

Rangierunfall in Gossau: Arbeiter schwer am Bein verletzt

Am Donnerstagmorgen ist es an der Industriestrasse in Gossau zu einem Unfall beim Rangieren eines Zuges gekommen. Das Bein eines 48-jährigen Rangierarbeiters wurde zwischen zwei Güterwagen eingeklemmt. Der Mann wurde gemäss Mitteilung der Kantonspolizei schwer am Bein verletzt. Er musste vom Rettungsdienst betreut und danach ins Spital gebracht werden.

Am Donnerstagmorgen ist in Gossau ein Arbeiter beim Rangieren dieses Güterzugs eingeklemmt und schwer am Bein verletzt worden.

Am Donnerstagmorgen ist in Gossau ein Arbeiter beim Rangieren dieses Güterzugs eingeklemmt und schwer am Bein verletzt worden.

Bild: Kantonspolizei SG (7.7.2022)

Am Donnerstag, kurz nach 8.30 Uhr, stand der 48-jährige Rangierarbeiter auf dem Trittbrett des vordersten Güterwagens der Komposition, die sein Arbeitskollege rückwärts rangierte. Dabei kam es aus bislang unbekannten Gründen zum Zusammenstoss zwischen dem vordersten Güterwagen und weiteren auf dem Gleisfeld abgestellten Waggons. Dabei wurde das Bein des 48-Jährigen eingeklemmt. 

Die genaue Unfallursache ist jetzt gemäss Mitteilung Gegenstand von Ermittlungen. Im Einsatz standen am Donnerstagmorgen nach dem Unfall mehrere Patrouillen und das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei, der Rettungsdienst samt Notarzt sowie Fachspezialisten der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust). (kapo/vre)

Mehrere tausend Franken gestohlen

Die Einbrecher drangen durch ein schräg gestelltes Fenster ins Firmengebäude in Steinach ein.

Die Einbrecher drangen durch ein schräg gestelltes Fenster ins Firmengebäude in Steinach ein.

Symbolbild: Kantonspolizei SG

Einbrecher haben in der Nacht auf Donnerstag ein Firmengebäude an der Morgentalstrasse in Steinach heimgesucht. Die Unbekannten drangen gemäss Mitteilung der Kantonspolizei St.Gallen durch ein schräg gestelltes Fenster gewaltsam ins Gebäude ein. Von dort liessen sie dann mehrere tausend Franken mitlaufen. (kapo/vre)

Schlussbericht zur Testplanung für den alten Güterbahnhof: SP schiesst eine Breitseite gegen den neuen Autobahnanschluss

Der Schlussbericht zur Testplanung für den alten St.Galler Güterbahnhof ist jetzt im Internet verfügbar. In einer gemeinsamen Medienmitteilung haben Kanton und Stadt St.Gallen hervorgehoben, dass das städtebauliche Entwicklungsgebiet trotz des dort geplanten neuen Autobahnzubringers neu genutzt und überbaut werden kann. Die SP von Stadt und Kanton legt bei ihrer Interpretation die Schwergewichte etwas anders: Die Partei hebt in einer Mitteilung vom Donnerstag die Nachteile des neuen Verkehrsknotens hervor.

Der Schlussbericht zur Testplanung für den Güterbahnhof liegt vor. Er zeigt, was neben dem geplanten Autobahnanschluss hier noch Platz hat.

Der Schlussbericht zur Testplanung für den Güterbahnhof liegt vor. Er zeigt, was neben dem geplanten Autobahnanschluss hier noch Platz hat.

Bild: Donato Caspari (31.5.2022)

Der Schlussbericht zur Testplanung Güterbahnhof lege «die Probleme in Zusammenhang mit dem geplanten Autobahnanschluss gnadenlos offen», schreibt die SP. Es stelle sich jetzt aber die Frage, inwieweit die politischen Verantwortlichen die Meinungen der Fachleute dazu überhaupt ernst nähmen. Die SP jedenfalls fordert, die Pläne für einen Autobahnanschluss im Güterbahnhof nicht weiterzuverfolgen. Der mit dem Autobahnanschluss bei der St.-Leonhard-Brücke neu entstehende Verkehrsknoten bringe nämlich «enorme Probleme» mit sich.

Die Testplanung lässt für die SP kein gutes Haar an der Anbindung des Autobahnanschlusses ans städtische Verkehrsnetz: «Hohe Trennwirkung», «Immissionen für Wohnquartiere», «prägend für das Stadtbild» oder «Verschlechterung der ÖV-Priorisierungsmöglichkeiten» seien Stichworte. Zudem gebe es Zweifel bezüglich Denkmalschutz benachbarter Gebäude oder bezüglich der Untertunnelung des alten Güterexpeditionsgebäudes. Vier Argumenten für den Autobahnanschluss stünden nicht weniger als elf Punkte dagegen gegenüber.

Für die Planung des Strassentunnels von der A1 in den Güterbahnhof und weiter in die Liebegg werden Sondierbohrungen vorgenommen.

Für die Planung des Strassentunnels von der A1 in den Güterbahnhof und weiter in die Liebegg werden Sondierbohrungen vorgenommen.

Bild: Reto Voneschen (3.5.2021)

«Nach Einschätzung des Beurteilungsgremiums konnte mit der Testplanung noch keine Lösung für eine qualitative städtebauliche Integration des Anschlusses Güterbahnhof, insbesondere im Kopfbereich an der Geltenwilenstrasse, gefunden werden», zitiert die SP-Mitteilung aus dem Schlussbericht der Testplanung und interpretiert: Das heisse nichts anderes, als dass der neue Knoten den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr derart tangiere, dass das Projekt dem städtischen Mobilitätskonzept 2040 zuwiderlaufe.

Kritik übt die SP in ihrer Mitteilung an der Interpretation des Schlussberichts zur Testplanung Güterbahnhof durch Stadt und Kanton. «Geradezu unseriös» sei die Aussage in deren Medienmitteilung, dass das Ziel sei, das Areal noch vor Fertigstellung des neuen A1-Anschlusses bis 2040 zu überbauen. Im Beurteilungsbericht sei davon nichts zu lesen. Dort heisse es vielmehr, dass die Baustelle für den Autobahnanschluss sogar eine sinnvolle Etappierung der Arealentwicklung erschweren könnte.

Eine Voraussetzung für die Neunutzung und Überbauung des alten Güterbahnhofs war die Verlegung der Gleise der Appenzeller Bahnen. Im Bild die Eröffnung der neuen Linie.

Eine Voraussetzung für die Neunutzung und Überbauung des alten Güterbahnhofs war die Verlegung der Gleise der Appenzeller Bahnen. Im Bild die Eröffnung der neuen Linie.

Bild: Raphael Rohner (25.10.2021)

Je konkreter die Pläne für den Autobahnanschluss Güterbahnhof würden, desto klarer zeigten sich seine grundsätzlichen Probleme, kritisiert die SP. Der kritische Unterton im Schlussbericht zur Testplanung müsse aufhorchen lassen. Es sei offensichtlich, dass auch den Fachleuten der Bau eines Autobahnanschlusses mitten in der Innenstadt nicht geheuer sei. Der Schlussbericht zeige, wie weit fachliche Einschätzung und politische Planung auseinanderlägen, wird in der Mitteilung der städtische SP-Co-Präsident Peter Olibet zitiert.

Von Kantonsregierung und Stadtrat erwartet die SP nun, dass sie sich dem wenig schmeichelhaften Bericht stellen. Die Probleme mit der Arealplanung Güterbahnhof könne gerade der Stadtrat, wenn er seine selbstgesteckten Klima- und Mobilitätsziele ernst nehme, «nicht mehr schönreden». Daran ändere auch der «schönfärberisch dargestellte» Erhalt des alten Güterexpeditionsgebäudes nichts. (pd/vre)

Ende Juli wird die Braugerste geerntet: Schützengarten lädt zum «Tag X»

Auf Ende Juli lädt die Brauerei Schützengarten zur traditionellen Ernte der Braugerste aufs Schloss Watt in Mörschwil ein. Der genaue Termin kann erst kurz vor dem Einsatz festgelegt werden, weil die Natur den Erntezeitpunkt bestimmt, wie es in der Ankündigung des Anlasses heisst. Dass dieser gekommen ist, wird die Brauerei mit einer gehissten Schweizer Fahne signalisieren. Zudem werden bei der Zufahrt zum Schloss grosse Hinweistafeln aufgestellt.

Wann genau die Braugerste beim Schloss Watt in Mörschwil geerntet werden kann, entscheidet der Reifegrad - und damit die Natur.

Wann genau die Braugerste beim Schloss Watt in Mörschwil geerntet werden kann, entscheidet der Reifegrad - und damit die Natur.

Bild: PD

Am «Tag X», wie die Brauerei den Erntetag nennt, beginnt der Ernteeinsatz um 17 Uhr und dauert bis 20 Uhr. Die Bevölkerung von Mörschwil sei zusammen mit dem «Schützengarten-Fanclub» zur Ernte eingeladen, heisst es in einer Mitteilung. Zum Trinken gibt es für jede Besucherin und jeden Besucher Landbier, zu Essen eine Wurst vom Dorfmetzger Ehrbar. Und auch Parkplätze sind beim Schloss Watt vorhanden. (pd/mha)

Vorläufig kein Deckel über das Bahnareal in St.Fiden: Privatwirtschaft wäre weiter interessiert, SBB gegen «grossen Wurf»

Am Donnerstag haben die Stadt St.Gallen und eine Einfache Gesellschaft aus Immobilienunternehmen, Investoren und Wirtschaftsverbänden die Resultate der Machbarkeitsstudie für eine Gesamtüberdeckung des Bahnareals St.Fiden vorgestellt. Nach Meinung der Fachleute wäre eine Überdeckung und Überbauung technisch, städtebaulich und vor allem auch wirtschaftlich machbar. Die Idee der Gesamtüberdeckung wird trotzdem nicht weiterverfolgt: Die SBB als grösste Grundeigentümerin stehen dem Projekt ablehnend gegenüber.

Bahnareal und Autobahn hätten bei St.Fiden gemäss einer Vision von Stadt und lokalen Immobilieninvestoren insgesamt überdeckt und überbaut werden sollen. Die SBB machen dabei aber nicht mit.

Bahnareal und Autobahn hätten bei St.Fiden gemäss einer Vision von Stadt und lokalen Immobilieninvestoren insgesamt überdeckt und überbaut werden sollen. Die SBB machen dabei aber nicht mit.

Bild: Ralph Ribi (3.9.2020)

Die vertiefte Studie zur Entwicklung des Areals rund um den Bahnhof St.Fiden zeigt gemäss Mitteilung der Stadt, dass die Gesamtüberdeckung technisch, städtebaulich und auch wirtschaftlich machbar ist. Sie zeigt aber auch Herausforderungen in den Bereichen Freiraum, Stadtklima und Nachhaltigkeit auf. Das grösste Projektrisiko bleibt nach Aussage der Studie der zeitliche Druck aufgrund der Vorgaben der SBB. Diese wollen die Gleisanlagen im Gebiet St.Fiden bis 2035 ausbauen. Der Bau des Deckels müsste vorher erfolgen.

Die Stadt, die Kantonsregierung, die Einfache Gesellschaft, die SBB sowie die Genossenschaft Migros Ostschweiz und das Bundesamt für Strassen haben bereits Gespräche über das weitere Vorgehen bei der Entwicklung des Gebietes in St.Fiden geführt. Die Geldgeberinnen und Geldgeber der Einfachen Gesellschaft haben sich gemäss Mitteilung der Stadt auch schriftlich bereit erklärt, die Vorfinanzierung der Projektphase im Umfang von 26 Millionen Franken aufzubringen.

Trotzdem habe man «keinen Konsens» über eine Weiterführung der Planung für eine Gesamtüberdeckung gefunden, hält die Stadt in ihrer Mitteilung fest. Ein solches Projekt hängt insbesondere vom Einverständnis der SBB ab. Diese wollen für die Planung einer Gesamtüberdeckung ihre Grundstücke aber nicht zur Verfügung stellen. Dies aufgrund betrieblicher Überlegungen, der fehlenden Etappierbarkeit einer Gesamtüberdeckung und des hohen Zeitdrucks, unter dem so ein Projekt stehen würde.

Hinter dem Bahnhof St.Fiden hat sich - neben Parkplätzen für den Migros Bach - als interessante Zwischennutzung das Areal Bach niedergelassen.

Hinter dem Bahnhof St.Fiden hat sich - neben Parkplätzen für den Migros Bach - als interessante Zwischennutzung das Areal Bach niedergelassen.

Bild: Michel Canonica (13.5.2021)

Eine Gesamtüberdeckung ist gemäss Mitteilung der Stadt ohne die Kooperation der SBB aber nicht realisierbar. Diese haben sich aber bereit erklärt, die Entwicklung des Gebiets auf den Grundlagen der Testplanung von Ende 2017 weiterzuführen, sofern die übrigen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer dies ebenfalls tun. Die SBB haben zudem eine Lösung vorgeschlagen, die eine in Etappen realisierbare Teilüberdeckung von Gleisfeld und Autobahn bei St.Fiden ermöglichen könnte.

Die Investorinnen und Investoren aus der lokalen Privatwirtschaft haben gemäss Stadt bereits signalisiert, dass sie noch immer bereit wären, eine finanzielle Vorleistung auch für eine Teilüberdeckung aufzubringen. Allerdings müsste das Vorhaben dazu «visionär» bleiben. Die Stadt will jetzt in Gesprächen mit Grundeigentümern und Investoren die weitere Zusammenarbeit zur Entwicklung des Gebietes St.Fiden und Heiligkreuz klären. Sie will die Entwicklungsplanung weiterhin «partnerschaftlich und unter Einbezug der Bevölkerung» vorantreiben. (sk/vre)

Die Medienpräsentation und die vertiefte Machbarkeisstudie zur Gesamtüberdeckung des Bahnareals St.Fiden findet sich im Internetauftritt der Stadt St.Gallen.

Freibäder. Der Mannenweier gehört zur luschigen Weiherlandschaft über der Stadt St.Gallen. Hier badet man immer noch gratis - wenn auch manchmal in Gesellschaft von Entenflöhen und leicht bissigen Hechten.

Freibäder. Der Mannenweier gehört zur luschigen Weiherlandschaft über der Stadt St.Gallen. Hier badet man immer noch gratis - wenn auch manchmal in Gesellschaft von Entenflöhen und leicht bissigen Hechten.

Bild: A. Ortiz Cardozo

Heute am Kulturfestival: Hip-Hop und Rap von KT Gorique und Rapture Boy

Heute Donnerstag gibt’s am St.Galler Kulturfestival im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums Hip-Hop und Rap. Auf dem Programm steht mit KT Gorique aus Sion ein bekannter nationaler und mit Rapture Boy ein bekannter lokaler Act auf dem Programm. Türöffnung im Museum im Stadtpark ist um 18.30, Konzertbeginn um 20 Uhr. Tickets gibt’s für 35 Franken immer noch im Vorverkauf im Internet und für 32 Franken an der Abendkasse.

KT Gorique tritt heute Donnerstag am St.Galler Kulturfestival auf.

KT Gorique tritt heute Donnerstag am St.Galler Kulturfestival auf.

Bild: PD

Hämmernde Beats, wütende Texte, Kriegsbemalung und maximaler Energie-Output zeichnen KT Gorique aus. Ihre Musik ist ein «Parcourslauf über asphaltierte Städte und Walliser Steilhänge, mit Vergangenheit in der Elfenbeinküste und Gegenwart rund um Sion». 2012 gewann sie mit 21 Jahren als erste Frau die Weltmeisterschaften im Freestyle Rap in New York. Für ihr neues Album ist sie nach Westafrika gereist und hat dort einen ganz eigenen Stil entdeckt: Future Roots, eine Mischung aus Reggae und Hip-Hop mit einem Hauch afrikanischer Musik.

Rapture Boy am diesjährigen St.Galler Honytonk-Festival in der Oya-Bar.

Rapture Boy am diesjährigen St.Galler Honytonk-Festival in der Oya-Bar.

Bild: Donato Caspari (30.4.2022)

Mit KT Gorique teilt heute Donnerstag der St.Galler Rapture Boy die Bühne am St.Galler Kulturfestival. Der BandXost-Gewinner 2020 wurde in Südafrika geboren und steht für eine Rap-Generation, die sich nach Werten in der Gesellschaft sehnt. Rapture Boy ist deshalb einzigartig, weil er den Zeitgeist trifft, ohne aufdringlich zu wirken. Sobald er jedoch das Mikrofon ergreift, driftet er in Welten ab, welche kaum zu fassen sind. Das gehe tief hinein, bis ins Herz, schreiben die Macher des Kulturfestivals. (pd/vre)

Rotlicht überfahren und mit anderem Auto zusammengestossen: Eine Verletzte und viel Blechsalat beim Autobahnzubringer Neudorf

Die schweren Schäden an den beiden am Unfall vom Mittwoch beteiligten Autos zeugen von der Wucht des Zusammenstosses.

Die schweren Schäden an den beiden am Unfall vom Mittwoch beteiligten Autos zeugen von der Wucht des Zusammenstosses.

Bild: Stadtpolizei SG (6.7.2022)

Am Mittwochnachmittag ist es auf der Schönbüelstrasse im St.Galler Neudorf zum Zusammenstoss zweier Autos gekommen. Eine Lenkerin wurde dabei gemäss Mitteilung der Stadtpolizei verletzt. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden beträgt nach Expertenschätzung mehrere zehntausend Franken. Durch den Unfall kam es rund um den Autobahnzubringer Neudorf zu länger dauernden Verkehrsbehinderungen.

Die Unfallstelle vom frühen Mittwochnachmittag an der Schönbüelstrasse im St.Galler Neudorf.

Die Unfallstelle vom frühen Mittwochnachmittag an der Schönbüelstrasse im St.Galler Neudorf.

Bild: Stadtpolizei SG (6.7.2022)

Am Mittwoch, 14.45 Uhr, wollte ein 39-Jähriger von der Schönbüelstrasse auf die Autobahneinfahrt Richtung St.Margrethen einbiegen. Nach Erkenntnissen der Polizei dürfte er dabei abgelenkt gewesen sein und ein Rotlicht übersehen haben. Dadurch kam zur Kollision mit einem Auto, mit dem eine 82-Jährige auf der Schönbüelstrasse in Richtung Tablat unterwegs war. Die Autofahrerin musste nach dem Unfall durch die Berufsfeuerwehr aus dem Auto befreit und anschliessend durch die Rettungssanität ins Spital gebracht werden. (stapo/vre)

Kindertheater auf der Kreuzbleiche: Jo reist ans Meer

Das Theater R.A.B gastiert dieses Wochenende mit der Freilicht-Theaterproduktion «Ich steige aus dem Fenster» auf der Kreuzbleiche. Das Stück richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und wird unter anderem vom Kanton St.Gallen mit einem Lotteriefondsbeitrag unterstützt. Spieldaten sind am Freitag, 16 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag, je 11 und 16 Uhr.

Das freie Theater R.A.B. gastiert am Freitag, Samstag und Sonntag mit einem Theaterstück für Kinder ab sechs Jahre auf der Kreuzbleiche.

Das freie Theater R.A.B. gastiert am Freitag, Samstag und Sonntag mit einem Theaterstück für Kinder ab sechs Jahre auf der Kreuzbleiche.

Bild: PD

Jo freut sich. Die Grossmutter hat bald Geburtstag. Aber plötzlich sagen die Eltern, dass sie diese nicht besuchen können, denn «Grossmutter lebt jetzt am Meer». Jo kann sich nicht mehr zurückhalten, steigt aus dem Fenster und macht sich auf den Weg ans Meer. Dabei reist sie durch fantastische Welten und begegnet wundersamen Wesen. Am Ende ist es der Mut, etwas zu wagen, der zu einem glücklichen Ende führt.

Die Eigeninszenierung soll gemäss Mitteilung Kindern die Möglichkeit geben, ihre eigene Situation auf altersgerechte Art und Weise zu reflektieren und an die Kraft der eigenen Fantasie zu glauben. Reservationen per E-Mail bei info@theater-rab.de oder unter Telefon 0049'176'227'87'108. Als Eintritt wird ein Solidaritätsbeitrag von 10 bis 20 Franken empfohlen.

Das Theater «Random Acts of Beauty» (R.A.B.) wurde von der gebürtigen St.Gallerin Franziska Brägger und Len Shirts aus den USA gegründet.

Das Theater «Random Acts of Beauty» (R.A.B.) wurde von der gebürtigen St.Gallerin Franziska Brägger und Len Shirts aus den USA gegründet.

Bild: PD

«Random Acts of Beauty» (R.A.B.) ist ein freies Theater ohne feste Spielstätte. Es wurde 1998 in Freiburg im Breisgau von der gebürtigen St.Gallerin Franziska Brägger und Len Shirts aus den USA gegründet. Seither entstanden Dutzende Bühnenstücke. Darunter sind Produktionen für Kinder als auch für Erwachsene. R.A.B. produziert eigene Stücke, die im Ensemble erarbeitet werden. Dabei kommen Formen des Sprechtheaters sowie des Schauspiels mit Masken und Figuren, aber auch Bewegung, Artistik und Musik zum Einsatz. (pd/dh/vre)

IG öffentlicher Verkehr für Doppelbahnhof Bruggen/Haggen: Voraussetzung ist ein dichterer S-Bahn-Fahrplan im Westen der Stadt

Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV) Ostschweiz begrüsst in einer Resolution vom Mittwoch die Pläne für einen über Lift und Passerellen verbundenen Doppelbahnhof Bruggen/Haggen. Die Idee sei bestechend. Nutzen und Aufwand des Projektes müssten aber noch vertieft analysiert werden. In diesem Sinn begrüsst die IGöV auch den Entscheid des Stadtparlaments von Anfang Mai, «dieses spannende Generationenprojekt weiterzuentwickeln», heisst es in der Resolution.

Zukunftsmusik: Der Bahnhof Bruggen soll an der unteren Bahnlinie von Westen her zum Bahnhof Haggen (hinten an der Bahnlinie) verschoben und mit diesem verbunden werden.

Zukunftsmusik: Der Bahnhof Bruggen soll an der unteren Bahnlinie von Westen her zum Bahnhof Haggen (hinten an der Bahnlinie) verschoben und mit diesem verbunden werden.

Bild: Michel Canonica (14.9.2017)

Die grösste Herausforderung für die S-Bahn auf St.Galler Stadtgebiet ist nach Meinung der IGöV das schlechte Fahrplanangebot vor allem auf der Linie zwischen St.Gallen und Gossau. Aktuell ergebe die Kombination von S1 und S5 nur einen Hinketakt; zweimal stündlich betrage die Wartezeit zwischen zwei Zügen ganze 23 Minuten. Und bereits ab 19 Uhr werde der Halbstundentakt auf der S5 auf einen Stundentakt reduziert, womit die Wartezeiten nochmals länger würden.

Ein solcher Fahrplan ist für die IGöV auf Stadtgebiet unattraktiv. Er verhindere von vornherein das Umsteigen in Vorortsbahnhöfen auf Bus oder Tram und umgekehrt. Die sinnvolle Planung durchgehender Transportketten mit verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln sei so weder möglich, noch mache sie wirklich Sinn. Der Bau des Doppelbahnhofs Bruggen/Haggen biete die Möglichkeit, den Fahrplan neu zu denken. Dafür brauche es eine Verdichtung des Regionalverkehr und die Schaffung von «Vorstadt-Hubs» für Bus und Tram.

Ein frühe Vision zur Zusammenlegung der Bahnhöfe Bruggen (1) und Haggen (2) durch Neubauten und neue ÖV-Infrastrukturen (3 bis 10).

Ein frühe Vision zur Zusammenlegung der Bahnhöfe Bruggen (1) und Haggen (2) durch Neubauten und neue ÖV-Infrastrukturen (3 bis 10).

Plan: Markus Tofalo/ Selica.ch

In ihrer Resolution fordert die IGöV Stadt und Kanton auf, parallel zur Weiterentwicklung des Doppelbahnhofs «auch Möglichkeiten für einen spürbaren Ausbau des ÖV-Angebots zu prüfen». Dies mit dem Ziel, einen attraktiven, konkurrenzfähigen und zeitgemässen ÖV für die Stadt zu realisieren und damit die gewünschte Verlagerung des Verkehrs zu erreichen. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele, sei im Interesse der Bevölkerung und stärke die Standortattraktivität für Wirtschaft und Tourismus, schreibt die IGöV. (pd/vre)

Grüne verlangen Beleuchtungsreglement für St.Gallen: Stadtrat soll heutige Lichtorgie mit verbindlichen Vorschriften eindämmen

Für die Grünen und Jungen Grünen ist es schon lange ein Thema: Bereits in den 2000er-Jahren haben sie die Medien vor städtischen Wahlen zu einem nächtlichen Rundgang durch St.Gallen eingeladen und auf die «Lichtorgie» aufmerksam gemacht, die da Nacht für Nacht veranstaltet wird. In der Zwischenzeit ist technisch viel in Bewegung geraten, Lichtverschmutzung und Energieverschwendung durch Beleuchtungen ist nach Meinung der Stadtparlamentsfraktion von Grünen und Jungen Grünen immer noch ein Thema.

Langzeitbelichtung macht sichtbar, wie Insekten rund um eine Lampe schwärmen.

Langzeitbelichtung macht sichtbar, wie Insekten rund um eine Lampe schwärmen.

Bild: A. Della Bella/ KEY (Gösgen, 29.5.2011)

In einer am Dienstag neu eingereichten Motion verlangen sie daher vom Stadtrat «Ein umweltfreundliches Beleuchtungskonzept für die Stadt St.Gallen». In den vergangenen Jahren habe unter dem Stichwort der 24-Stunden-Gesellschaft das Kunstlicht im öffentlichen Raum stark zugenommen, heisst es in der Begründung des neuen Vorstosses. Diese gesellschaftlich bedingte Entwicklung habe Folgen: Übermässige Beleuchtungen könnten nachtaktive Tiere erheblich stören und sogar töten.

Für Grüne und Junge Grüne stellt sich die Frage, ob «die szenographische Beleuchtung von so vielen Objekten» vor diesem Hintergrund noch sinnvoll sei und nützlich sei. Helles Licht in der Stadt mindere auch das Wohlbefinden und die Schlafqualität der Menschen, es benötige zudem viel Energie und belaste die CO2-Bilanz der Stadt. Die Einführung der LED-Technologie bei einzelnen Beleuchtungen wird von Grünen und Jungen Grünen begrüsst. Die damit erzielte Stromeinsparung werde aber mindestens teilweise durch die Zunahme künstlicher Energiequellen aufgehoben.

Heisst das Verbot unnötiger Beleuchtungen, dass Landmarken wie die Kathedrale nicht mehr beleuchtet würden? Da gibt's Diskussionsstoff.

Heisst das Verbot unnötiger Beleuchtungen, dass Landmarken wie die Kathedrale nicht mehr beleuchtet würden? Da gibt's Diskussionsstoff.

Bild: PD (20.3.2018)

Mit einer Motion wollen Grüne und Junge Grüne dem St.Galler Stadtrat jetzt den Auftrag erteilen, ein Reglement mit verbindlichen nachhaltigen Auflagen für öffentliche, kommerzielle und private Beleuchtungen zu erlassen. Ziel müsse eine angepasste Beleuchtung der Stadt sein, die sich am Grundsatz orientiere: «So viel Licht wie nötig, so wenig wie möglich.» Mustervorschriften dafür gebe es genügend, heisst es in der neu einereichten Motion. Unter anderem vom Bundesamt für Umwelt. (vre)

Tiefenentspannt die Sonne geniessen

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte die Zauneidechse Anfang Woche auf einem Baumstamm beim Open-Air-Areal im Sittertobel.

Momentaufnahme. Ingrid Zürcher fotografierte die Zauneidechse Anfang Woche auf einem Baumstamm beim Open-Air-Areal im Sittertobel.

Die Ukrainekonferenz in Lugano: Was hat das Treffen gebracht?

Am 4. und 5. Juli wurde an einer internationalen Konferenz in Lugano über den Wiederaufbau der kriegsverwüsteten Ukraine diskutiert. Was hat das Treffen zum jetzigen Zeitpunkt gebracht? Was sind überhaupt die Voraussetzungen für den Wiederaufbau in der Ukraine? War die Konferenz tatsächlich der grosse Erfolg, als den ihn die Schweizer Organisatoren verkauft haben? Solchen Fragen geht heute Mittwoch der Polittalk «Zur Sache» des Ostschweizer Regionalfernsehens TVO nach.

Der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal (links) spricht während der Konferenz über den Wiederaufbau in seinem Land in Lugano.

Der ukrainische Premierminister Denys Shmyhal (links) spricht während der Konferenz über den Wiederaufbau in seinem Land in Lugano.

Bild: A. Della Valle/ KEY (5.7.2022)

In der Sendung diskutieren HSG-Professor Christoph Frei und SVP-Aussenpolitiker Roland Rino Büchel. Moderiert wird das Gespräch von «Tagblatt»-Chefredaktor Stefan Schmid. Die Erstausstrahlung der Sendung geht um 18.30 Uhr live über den Sender. Danach wird die Aufzeichnung stündlich wiederholt. Und natürlich kann das Gespräch wie immer ab dem frühen Abend auch im Internetauftritt von TVO verfolgt werden. (pd/vre)

Mit Roller zwei Autos gerammt: Schaden für über 10'000 Franken an den drei Fahrzeugen

Am Dienstagabend ist es in Lömmenschwil zu einem ungewöhnlichen Verkehrsunfall gekommen. Ein 31-Jähriger prallte auf der Verzweigung der Muoler- und der Bischofszellerstrasse mit seinem Roller nacheinander gegen zwei Autos. Der Mann zog sich dabei gemäss Mitteilung der Kantonspolizei leichte Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst ins Spital gefahren werden. Der Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen beläuft sich auf über 10’000 Franken.

Die Unfallstelle vom Dienstagnacht auf der Verzweigung der Muoler- mit der Bischofszellerstrasse in Lömmenschwil

Die Unfallstelle vom Dienstagnacht auf der Verzweigung der Muoler- mit der Bischofszellerstrasse in Lömmenschwil

Bild: Kantonspolizei SG (5.7.2022)

Am Dienstag, nach 23 Uhr, war der 31-Jährige mit seinem Roller von Amriswil in Richtung St.Gallen unterwegs. Auf der Verzweigung der Muoler- mit der Bischofszellerstrasse stand eine 77-Jährige mit ihrem Auto und wollte in die Muolerstrasse einbiegen. Ein 57-Jähriger näherte sich aus der Gegenrichtung der Verzweigung und bog in die Bischofszellerstrasse ein. Der Rollerfahrer wollte dem Auto ausweichen, was ihm nicht gelang. Er prallte gegen das Fahrzeug, schleuderte über die Fahrbahn und landete im Auto der 77-Jährigen. (kapo/vre)

Gartenhäuschen ausgebrannt

Der Brandplatz im Familiengarten in Rorschacherberg. Das brennende Gartenhäuschen war nicht mehr zu retten.

Der Brandplatz im Familiengarten in Rorschacherberg. Das brennende Gartenhäuschen war nicht mehr zu retten.

Bild: Kantonspolizei SG (5.7.2022)

Am Dienstag, etwa 12.45 Uhr, ist in einem Schrebergarten am Neuhussträsschen in Rorschacherberg ein Brand in einem Gartenhaus entdeckt worden. Die lokale Feuerwehr hatte die Flammen zwar rasch gelöscht, das Gartenhäuschen brannte aber vollständig aus. Das Kompetenzzentrums Forensik der Kantonspolizei ermittelt nun die Brandursache. Über den beim Feuer entstandenen Sachschaden ist gemäss Polizeimeldung nichts bekannt. (kapo/vre)

Abendspaziergang im Walter-Zoo: Dankeschön für die Unterstützung während der Pandemie

Diesen Freitag, 18 bis 22 Uhr, öffnet der Walter-Zoo in Gossau seine Türen für die Bevölkerung von Gossau, Andwil und Arnegg. Eingeladen zur Zoonacht mit Gratiseintritt sind gemäss Mitteilung aber auch alle, die den Walter-Zoo in irgendeiner Form während der beiden Coronajahre 2020 und 2021 unterstützt haben. Dazu zählen viele Spenderinnen und Spender, aber auch Kinder und Institutionen, die Basteleien und Backwaren zugunsten des Zoos in ihrer Nachbarschaft verkauft haben.

Der Eingangsbereich des Walter-Zoos oberhalb von Gossau.

Der Eingangsbereich des Walter-Zoos oberhalb von Gossau.

Bild: PD

Am Freitagabend ist der Walter-Zoo für einmal für einen Spaziergang zu einer ungewöhnlichen Zeit geöffnet. In Betrieb sind auch das Zoorestaurant und die verschiedenen Verpflegungsstände. Für die An- und Abreise, so ruft der Zoo in seiner Mitteilung auf, sollte man, wenn immer möglich, den öffentlichen Verkehr benutzen. Der letzte Bus ab Bahnhof Gossau kommt um 18 Uhr beim Walter-Zoo an. Danach verkehren am Abend regelmässig Busse von Gossau-Mettendorf ins Gossauer Zentrum oder auch nach St.Gallen. (pd/vre)

Im Sommer wird auf dem Unteren Graben gebaut: Abschnitt zwischen Schibener- und Metzgertor ab Freitag für fünf Wochen gesperrt

Das Tiefbauamt der Stadt St.Gallen nutzt die verkehrsärmere Zeit während den Sommerferien für Bauarbeiten an einer Hauptschlagader des innerstädtischen Verkehrs: Vom 11. Juli bis 14. August werden auf dem Unteren Graben zwischen Metzger- und Kirchgasse Arbeiten durchgeführt. Dafür werden in diesem Strassenabschnitt zwei von vier Fahrspuren aufgehoben. Zudem wird die Umfahrung der nordwestlichen Altstadt, der «Bypass» zwischen Schibener- und Metzgertor, in dieser Zeit für den Verkehr vollständig gesperrt.

Am Unteren Graben wird viel gelocht. 2015 etwa wurden die Leitungen der Fernwärme zwischen Schibener- und Metzgertor verlegt. Dieser Abschnitt ist ab Freitag wegen Bauarbeiten für fünf Wochen gesperrt.

Am Unteren Graben wird viel gelocht. 2015 etwa wurden die Leitungen der Fernwärme zwischen Schibener- und Metzgertor verlegt. Dieser Abschnitt ist ab Freitag wegen Bauarbeiten für fünf Wochen gesperrt.

Bild: Urs Bucher (22.6.2015)

Auf dem Unteren Graben wird in Zusammenhang und in Abstimmung mit dem Bauprojekt fürs neue Parkhaus UG25 seit einiger Zeit immer wieder gebaut. In den kommenden Wochen werden zwischen Metzger- und Kirchgasse die beiden südlichen Fahrbahnen und das Trottoir saniert. Dafür muss die Fundationsschicht und der Strassenbelag ersetzt werden. Ebenfalls neu erstellt werden gemäss Mitteilung der Stadt vom Mittwoch die Randabschlüsse.

Die Verkehrsführung auf dem Unteren Graben wird ab Freitag umgestellt. Der Verkehr zwischen Schibener- und Metzgertor wird über den Blumenbergplatz umgeleitet. Zwischen Metzger- und Kirchgasse wiederum wird die Zahl der Fahrspuren auf zwei reduziert. Der Verkehr aus der Metzgergasse auf den Unteren Graben wird während der Bauarbeiten über die Kirchgasse umgeleitet. Zu- und Wegfahrt zu den Häusern im Bauabschnitt ist während der Arbeiten nicht möglich. Für Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt der Untere Graben mit Einschränkungen offen. (sk/vre)

Testplanung für den alten St.Galler Güterbahnhof abgeschlossen: Bericht im Internet abrufbar, Resultate werden jetzt vertieft

Kanton und Stadt St.Gallen haben die Testplanung für das Areal des alten Güterbahnhofs abgeschlossen. Die Resultate waren bereits im Mai vorgestellt worden. Nun liegt der Schlussbericht vor. Mit der Testplanung sollte ausgelotet werden, was auf dem zentral gelegenen, von den SBB schon länger nicht mehr benötigten Bahnareal an Geltenwilen- und Oberstrasse in St.Gallen dereinst nutzungsmässig und baulich neben dem hier geplanten Autobahnzubringer noch möglich ist.

Das Areal des alten St.Galler Güterbahnhofs ist heute eine Brache mit vielen, teils spannenden Zwischennutzungen.

Das Areal des alten St.Galler Güterbahnhofs ist heute eine Brache mit vielen, teils spannenden Zwischennutzungen.

Bild: Donato Caspari (31.5.2022)

Die Resultate aus der Testplanung werden jetzt gemäss gemeinsamer Mitteilung von Kanton und Stadt vom Mittwoch weiter vertieft. Dabei sollen Grundlagen geschaffen werden, um das Areal möglichst schon vor Fertigstellung des Autobahnanschlusses im Jahr 2040 zu überbauen. Dafür werden in einem nächsten Schritt Bauablauf und Baumethode entwickelt. Das Projekt des Autobahnanschlusses mit weiterführendem Strassentunnel in die Liebegg ist politisch in der Stadt heftig umstritten. Ob und vor allem ab wann genau er gebaut werden kann, ist offen.

Das Gremium, das die Ideen der Testplanung zu beurteilen hatte, empfiehlt, den neuen Autobahnanschluss an der St.-Leonhard-Brücke zu bauen. Der Anschluss soll das Güterexpeditionsgebäude in einem Tunnel unterqueren und gleisseitig bei der Brücke auftauchen. Dieser Standort bringe für die Arealentwicklung Vorteile, heisst es dazu in der Mitteilung von Kanton und Stadt. Dank dieser Lösung bleibt das geschützte Gebäude erhalten. Zudem könne so Areal und Autobahnanschluss am besten entflochten werden.

So könnte die Überbauung des alten Güterbahnhofs aussehen. Der Syntheseplan der Testplanung sieht fünf Baufelder (rosarot) mit rund 55'000 Quadratmeter neuen Geschossflächen vor.

So könnte die Überbauung des alten Güterbahnhofs aussehen. Der Syntheseplan der Testplanung sieht fünf Baufelder (rosarot) mit rund 55'000 Quadratmeter neuen Geschossflächen vor.

Screenshot: Kanton SG

Zum einen entlaste die Positionierung des Autobahnprojektes das Areal nahezu vollständig vom neuen Anschluss. Das schaffe Raum für den Fuss- und Veloverkehr. Zum anderen ermögliche diese Lösung eine attraktive Bebauung, die zum Beispiel öffentliche Freiflächen einschliesse. Allerdings, so räumen Kanton und Stadt in ihrer Mitteilung ein, sei der geplante Verkehrsknoten an der St.-Leonhard-Brücke aus städtebaulicher Sicht anspruchsvoll. Das Bauwerk mit sechs Fahrspuren werde «das Stadtbild massgeblich prägen» sowie Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr an diesem Ort «benachteiligen».

Der Schlussbericht der Testplanung Güterbahnhof ist im Internet einsehbar.

Beim Einbiegen von der Strasse auf einen Parkplatz: Autofahrer übersehen Velofahrer im Neudorf und Velofahrerin im Heiligkreuz

Velofahren im Stadtverkehr ist nicht ohne Risiken - und zwar auch, wenn man sich auf zwei Rädern exakt an geltende Verkehrsregeln hält. Was jede Radlerin und jeder Radler aus täglicher Erfahrung weiss, hat sich am Dienstag bei zwei verschiedenen Unfällen in St.Gallen bewahrheitet. In einem Fall wurde ein Velofahrer im Neudorf und im zweiten Fall eine Velofahrerin im Heiligkreuz auf dem Veloweg angefahren. Beide wurden leicht verletzt. Eine Person musste gemäss Mitteilung der Stadtpolizei zur medizinischen Kontrolle ins Spital eingeliefert werden.

Die Unfallstelle im Neudorf: Hier wurde auf der kombinierten Bus- und Velospur am Dienstagmittag ein Velofahrer von einem Auto erfasst.

Die Unfallstelle im Neudorf: Hier wurde auf der kombinierten Bus- und Velospur am Dienstagmittag ein Velofahrer von einem Auto erfasst.

Bild: Stadtpolizei SG (5.7.2022)

Am Dienstagmittag wollte ein Lieferwagenchauffeur vor der Rorschacher Strasse 244 von der Fahrbahn auf einen Parkplatz einbiegen. Dazu musste er den Veloweg überqueren und übersah dabei einen Velofahrer, der parallel zum Auto stadtauswärts fuhr. Der Zweiradfahrer wurde vom Auto erfasst, stürzte und verletzte sich. Er musste zur Kontrolle ins Spital eingeliefert werden, konnte dieses nach Angaben der Stadtpolizei aber kurze Zeit später mit leichten Verletzungen wieder verlassen.

Die Unfallstelle am St.Galler Stadtrand zu Kronbühl hin: Hier wurde am Dienstagnachmittag eine Velofahrerin von einem Auto erfasst.

Die Unfallstelle am St.Galler Stadtrand zu Kronbühl hin: Hier wurde am Dienstagnachmittag eine Velofahrerin von einem Auto erfasst.

Bild: Stadtpolizei SG (5.7.2022)

Am Dienstag, kurz nach 17.30 Uhr, kam es auf der Langgasse zwischen dem Heiligkreuz und Kronbühl zu einem weiteren Unfall, bei dem eine Velofahrerin auf dem Veloweg übersehen worden war. Ein Autofahrer wollte vor der Liegenschaft Langgasse 152 auf einen Parkplatz einbiegen. Dabei übersah er eine Velofahrerin, welche in gleiche Fahrtrichtung unterwegs war. Die Frau wurde vom Auto erfasst, umgeworfen und verletzte sich leicht. Sie musste gemäss Polizeimeldung aber nicht medizinisch betreut werden. (stapo/vre)

St.Galler Coronasituation: Zahl der Neuansteckungen nimmt weiterhin zu, es gibt aber kaum gefährliche Krankheitsverläufe

Das Impfzentrum des Kantons St.Gallen im Westcenter in Winkeln ist immer noch in Betrieb, wenn auch mit reduzierten Öffnungszeiten.

Das Impfzentrum des Kantons St.Gallen im Westcenter in Winkeln ist immer noch in Betrieb, wenn auch mit reduzierten Öffnungszeiten.

Bild: Ralph Ribi (24.6.2022)

Der Kanton meldet auf seiner Website für die Periode vom 28. Juni bis 4. Juli 1'572 neue laborbestätigte Coronafälle. Seit 10. Mai hat sich damit die wöchentliche Zunahme der neuen Fälle wieder massiv erhöht. Auch im Kanton St.Gallen ist eine Sommerwelle feststellbar, aber bisher auf tieferem Niveau als in anderen Kantonen. Seit März 2020 wurden im St.Gallischen insgesamt 218’443 Coronainfektionen nachgewiesen.

Entwicklung der Coronafallzahlen seit 10. Mai

  • 10.-16. Mai: 420
    17.-23. Mai: 301
    24.-30. Mai: 270
    31. Mai-6. Juni: 280
    7.-13. Juni: 622
    14.-20. Juni: 858
    21.-27. Juni: 1'092
    28. Juni-4. Juli: 1'572

Zwischen dem 28. Juni und 4. Juli wurde erneut kein Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht damit seit Wochen bei 860. Diesen Montagabend lagen 18 Personen wegen einer SARS-CoV2-Infektion in einem St.Galler Spital. Am Montag vor einer Woche waren es 13. Wiederum lag niemand auf einer Intensivstation und es war in keinem Fall eine künstliche Beatmung nötig

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 4. Juli, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 4. Juli, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz stand am 4. Juli bei 295, die 14-Tage-Inzidenz bei 509. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle in sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Entsprechend der Zunahme der Zahl neuer Fälle sind auch die Inzidenzwerte im Kanton St.Gallen wieder deutlich am Steigen.

Entwicklung der Inzidenz vom 9. Mai bis 27. Juni

  • 7-Tage-Inzidenz
    9. Mai - 108
    30. Mai - 51
    20. Juni - 159
    27. Juni - 203
    4. Juli - 295
  • 14-Tage-Inzidenz
    9. Mai - 242
    30. Mai - 108
    20. Juni - 286
    27. Juni - 370
    4. Juli - 509

Seit Anfang Mai meldet der Kanton St.Gallen seine Coronazahlen nur noch einmal wöchentlich, und zwar am Dienstagnachmittag. Auf den Wochenrhythmus umgestellt wurde aufgrund der entspannten Pandemielage. Sie rechtfertige den relativ grossen Aufwand für die tägliche Meldung nicht mehr, heisst es. (SK/vre)

Spitex St.Gallen AG erhält neues Kapital – aber nur unter Auflagen

Die Spitex St.Gallen AG kann weitermachen: Die Stadt gewährt ihr einen einmaligen Beitrag in Höhe von drei Millionen Franken. Damit kann das Finanzloch, das in der Startphase und im ersten Geschäftsjahr der neuen Stadtspitex entstanden ist, gedeckt und der Betrieb weitergeführt werden. Der Entscheid für die Rekapitalisierung der maroden Spitex fiel am Dienstag im Stadtparlament sehr klar und nach einer über zwei Stunden dauernden, mit vielen kritischen Voten gespickten Debatte.

Am Dienstagnachmittag hat sich das St.Galler Stadtparlament über zwei Stunden lang mit der Zukunft der Spitex beschäftigt.

Am Dienstagnachmittag hat sich das St.Galler Stadtparlament über zwei Stunden lang mit der Zukunft der Spitex beschäftigt.

Bild: Donato Caspari (22.3.2022)

Der Spitexkredit hatte im Vorfeld der Parlamentssitzung viele Diskussionen ausgelöst. Zum einen war ziemlich klar, dass die Übung mit der neuen Spitex nicht einfach würde abgebrochen werden können. Zum anderen wurde die Einsicht bei Stadtrat und Spitexspitze vermisst, dass bei der Gründung und dem Start der Spitex AG etliche grobe Fehler gemacht worden waren. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK), die Kommission Soziales und Sicherheit (KSSI), die Mitte/EVP-Fraktion und zwei Parlamentsmitglieder stellten daher Zusatzanträge zum Kredit, den der Stadtrat ohne jede Auflage gewähren wollte.

Im Parlament setzten sich am Dienstag die Zusatzanträge der GPK auf der ganzen Linie durch. Der Stadtrat kann der Spitex damit nach Ablauf der Referendumsfrist zwar die drei Millionen Franken überweisen, er muss aber bis Ende Jahr auch Auflagen erfüllen. So muss er bis Ende Oktober eine Eignerstrategie für die Spitex AG vorlegen und bis Ende Jahr einen Verwaltungsratssitz mit einer Vertreterin oder einem Vertreter der Stadt besetzen. Bis jetzt war die Stadt nicht im Verwaltungsrat vertreten.

Bei der Spitex St.Gallen AG geht's weiter: Die Stadt rekapitalisiert sie mit einem Betrag von drei Millionen Franken.

Bei der Spitex St.Gallen AG geht's weiter: Die Stadt rekapitalisiert sie mit einem Betrag von drei Millionen Franken.

Bild: Raphael Rohner (25.8.2021)

Zudem muss die Stadtregierung ein umfassendes Monitoring über den Geschäftsgang bei der Spitex AG einrichten und periodisch darüber der GPK Bericht erstatten. Am umstrittensten war die Auflage der GPK das Projekt zur Fusion der vier früheren Spitexvereine von der Initiierung bis und mit Übergabe an die Spitex AG von externen Fachleuten nochmals durchleuchten zu lassen. Auch dieser Antrag wurde aber gutgeheissen. In der Schlussabstimmung wurde das ganze Paket mit 51 Ja gegen nur vier Nein bei einer Enthaltung sehr deutlich verabschiedet. (vre)

Fünf Gemeinden schreiben gemeinsam ein Selbstverleihsystem für E-Trottinetts aus

St.Gallen, Gossau, Wittenbach, Gaiserwald und Berg SG schreiben zusammen den Betrieb eines kommerziellen Selbstverleihsystems mit E-Trottis aus. Die «Tier Mobility GmbH» hat bis Ende Jahr eine Bewilligung dafür für die Stadt St.Gallen. In den übrigen Gemeinden sind Pilotprojekt im Gang; hier entscheidet sich bis Ende Oktober, ob das Angebot weitergeführt wird. Aufgrund von Änderungen im öffentlichen Beschaffungsrecht erfolgt jetzt für die neue Bewilligungsperiode eine öffentliche Ausschreibung. Eingereicht werden müssen Angebote bis 19. August.

Ein «Tier»-Mitarbeiter sammelt hinter dem Bahnhof St.Gallen E-Scooter für Wartungsarbeiten ein.

Ein «Tier»-Mitarbeiter sammelt hinter dem Bahnhof St.Gallen E-Scooter für Wartungsarbeiten ein.

Bild: Michel Canonica (12.5.2022)

Die Städte und Gemeinden legen in der Ausschreibung die Rahmenbedingungen fürs Selbstverleihsystem fest. Wichtige Punkte sind dabei Sicherheit, Parkierung und Nachhaltigkeit. Unter anderem müssen Anbieter dafür sorgen, dass die E-Trottis geordnet abgestellt werden, Langsamfahr- oder Parkierverbotszonen eingehalten werden sowie die Logistik mit Elektro-Fahrzeugen erfolgt. Zudem müssen die Roller gemäss Mitteilung der Stadt St.Gallen «jederzeit in verkehrssicherem und fahrtüchtigem Zustand sowie qualitativ hochwertig und langlebig sein».

Weiter müssen potenzielle Anbieter auch aufzeigen, inwieweit die E-Trottinette einen Betrag zu einer nachhaltigen Mobilität leisten können. Sie müssen zudem einen effektiven Kundendienst, ein zuverlässiges Beschwerdemanagement und schnelle Reaktionszeiten sicherstellen. Aus den eingehenden Angeboten wird gemäss Mitteilung an einen Betreiber eine Bewilligung mit einer Laufzeit von drei Jahren erteilt. Insgesamt sind rund 500 E-Trottis auf Gebiet der beteiligten Städte und Gemeinden vorgesehen. (sk/vre)

Die Unterlagen zur Ausschreibung sind auf dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz im Internet publiziert.

Appenzeller Bahnen zwischen Teufen und Gais unterbrochen: Vom Sonntag bis Mitte August verkehren Bahnersatzbusse

Vom Sonntag, 20 Uhr, bis Sonntag, 14. August, Betriebsbeginn, ist die Linie der Appenzeller Bahnen zwischen Teufen und Gais vollständig gesperrt. Dies wegen Bauarbeiten: Zwischen Bühler und Gais entsteht die neue Kreuzungsstelle Eggli. Der Bahnhof Steigbach wird gemäss Behindertengleichstellungsgesetz barrierefrei umgebaut. Zwischen Steigbach und Strahlholz wird zudem das Bahntrassee erneuert.

Bauarbeiten bei der Kreuzungsstelle Eggli. Von 10. Juli bis 14. August ist die Bahnlinie zwischen Teufen und Gais auch wegen dieser Baustelle gesperrt.

Bauarbeiten bei der Kreuzungsstelle Eggli. Von 10. Juli bis 14. August ist die Bahnlinie zwischen Teufen und Gais auch wegen dieser Baustelle gesperrt.

Bild: Appenzeller Bahnen

Während der Sperrung der Bahnstrecke zwischen Teufen und Gais verkehren Bahnersatzbusse. Die Abfahrtszeiten weichen teils vom regulären Fahrplan ab. Die AB empfehlen ihren Fahrgästen in einer Mitteilung, vor jeder Reise den Online-Fahrplan der SBB zu konsultieren. Abfahrtsplakate informieren zudem vor Ort über die geänderten Fahrtzeiten und Bahnersatzbusse. Die Anschlussverbindungen sind auch mit diesen Bussen gewährleistet. Die Beförderung von Fahrrädern ist im Bus nicht möglich. (pd/vre)

Infos zur Streckensperrung finden sich im Internet.

Wegen Bauarbeiten: Am Sonntag ist die Rorschacher Strasse zwischen Stadtpark und Singenberg gesperrt

Diesen Sonntag soll auf der Rorschacher Strasse zwischen dem Haus Nummer 33 und der Singenbergstrasse ein neuer Deckbelag eingebaut werden. Der Strassenabschnitt muss daher vom Sonntag, 5 Uhr, bis am Montag, 5 Uhr, für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Der Verkehr wird grossräumig umgeleitet. Die Trottoirs bleiben auch während der Sperrung aber jederzeit begehbar.

Die Sperrung betrifft auch den ÖV. Stadtauswärts werden Busse und Postautos via Museum-, Park- und Frohbergstrasse umgeleitet. Stadteinwärts fahren sie über die Splügenbrücke und die St.-Jakob-Strasse ins Stadtzentrum. Betroffen davon sind die VBSG-Buslinien 1 und 2 ins Stephanshorn und nach Guggeien sowie 7 und 8 ins Neudorf. Ebenfalls betroffen sind die Postauto-Linien 120 (Eggersriet-Heiden), 121 (Heiden-Rehetobel), 210 (Mörschwil-Arbon), 211 (Arbon), 240 (Rorschach), 241 (Rorschacherberg) und 242 (Rheineck).

Von hier bis zur Singenbergstrasse ist die Rorschacher Strasse am Sonntag, ab 5 Uhr, für 24 Stunden gesperrt.

Von hier bis zur Singenbergstrasse ist die Rorschacher Strasse am Sonntag, ab 5 Uhr, für 24 Stunden gesperrt.

Bild: Stadt St.Gallen

Auch bei den ÖV-Haltestellen gibt’s Verschiebungen: Stadteinwärts werden die Haltestellen «Theater», «Singenbergstrasse» und «Kantonsspital» am Sonntag von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss nicht bedient. Die Haltestelle «Theater» (stadtauswärts) wird vorübergehend an die Museumstrasse (Höhe Tonhalle), die Bushaltestelle «St.Fiden» (stadteinwärts) auf die Splügenstrasse verschoben.

Der neue Deckbelang auf der Rorschacher Strasse kann nur nur bei trockener Witterung eingebaut werden. Der definitive Entscheid über die Ausführung der Arbeiten wird am Freitagmittag gefällt. Ist ungünstiges, nämlich nasses Wetter zu erwarten, wird der Belagseinbau gemäss Mitteilung des städtischen Tiefbauamtes vom Dienstag um eine Woche verschoben. (sk/vre)

St.Galler Stadtfest sucht Nachwuchstalente für seine Sommerbühne

Am 19. und 20. August findet das St.Galler Fest statt. Angeboten wird dabei am Samstag, 20. August, 11 bis 17 Uhr, auch eine Sommerbühne, auf der sich Nachwuchstalente unter professionellen Rahmenbedingungen einem breiten Publikum präsentieren können. Die Organisatorinnen und Organisatoren des Festes suchen jetzt solche Solotalente, Musikgruppen, Artisten, Zauberer und mehr.

Anmelden für einen Auftritt auf der Sommerbühne kann man sich bis 31. Juli. Ein Anmeldeformular dafür ist im Internet abrufbar. Weitere Auskünfte über die Auftrittsmöglichkeit gibt’s zudem gemäss Mitteilung bei der BB Art Service GmbH unter Telefon 071’278’63’66. (pd/vre)

Heute Nachmittag tagt das St.Galler Stadtparlament: Grosser Brocken werden die drei Millionen für die Spitex

Heute Dienstag, ab 16 Uhr, tagt im Waaghaus am Bohl das St.Galler Stadtparlament. Die öffentliche Sitzung hat ein offenes Ende; getagt wird, bis alle Traktanden abgetragen sind – und das könnte etwas dauern. Traktandiert sind nämlich zwei grosse Brocken: die Rekapitalisierung der Spitex mit drei Millionen Franken sowie der Rückblick aufs vergangene Jahr mit der Rechnung, verschiedenen Geschäftsberichten sowie den Berichten über die Kreditüberschreitungen 2021, über Motionen und Postulate sowie über Bevölkerungsvorstösse.

Das St.Galler Stadtparlament tagt heute Dienstag, ab 16 Uhr, in seinem Saal im Waaghaus.

Das St.Galler Stadtparlament tagt heute Dienstag, ab 16 Uhr, in seinem Saal im Waaghaus.

Bild: Donato Caspari (22.3.2022)

Hauptbrocken und Gegenstand vermutlich hitziger Debatten wird die Vorlage zur Rekapitalisierung der Spitex. Die Anlaufschwierigkeiten und die finanziellen Verluste der Spitex St.Gallen AG, aber auch der Millionenbetrag, mit dem sie rekapitalisiert werden muss, geben viel Diskussionsstoff. Dazu kommen verschiedene Anträge aus den vorberatenden Kommissionen; sie wollen den Stadtrat und die Verantwortlichen der Spitex AG stärker in die Pflicht nehmen, als es dies die Stadtregierung selber will.

Im Detail steckt der Teufel, wie man so schön sagt, beim Rückblick aufs vergangene Jahr. Rechnung und Amtsbericht geben immer Stoff für Diskussionen her, das wird für die Ausgabe 2021 nicht anders als sonst sein. Und auch die Besichtigung teils seit Jahren hängiger Motions- und Postulatsaufträge hat im Stadtparlament schon zu längeren Auseinandersetzungen geführt. Und es gibt Anzeichen, dass die eine oder andere vom Stadtrat beantragte Fristverlängerung kritisch hinterfragt werden könnte. Was konkret kommt, ist aber offen. (vre)

Die Sitzung des St.Galler Stadtparlament ist öffentlich; die Diskussionen können im Waaghaussaal von der Tribüne aus vor Ort mitverfolgt werden. Live aus dem Waaghaus berichtet zudem der Parlamentsticker der Stadtkanzlei.

Der zweite St.Galler Stadtclub mit überraschenden Zugängen: Daniel Lopar und Moreno Costanzo sind jetzt Brühler

Sieben Abgänge hatte die erste Mannschaft des SC Brühl in diesem Sommer zu verzeichnen. Dem stehen mit Boris Prokopic und Felipe Dorta erst zwei Neuzugänge gegenüber. Nun kommt aber Bewegung ins Transferkarussell: Der SCB meldet nämlich am Dienstag den Zugang von Daniel Lopar und Moreno Costanzo – allerdings nicht auf dem Spielfeld, sondern im Trainerteam.

Im Herbst 2021 ersetzte er den verletzten Christian Leite, jetzt kommt er als Goalietrainer: Daniel Lopar in einem Spiel gegen Biel.

Im Herbst 2021 ersetzte er den verletzten Christian Leite, jetzt kommt er als Goalietrainer: Daniel Lopar in einem Spiel gegen Biel.

Bild: Kurt Frischknecht/ SCB

Es sind zwei grosse Name, die den SC Brühl verstärken: Moreno Costanzo, ehemaliger Spieler der Super League bei Vereinen wie Young Boys oder dem FC St.Gallen und dabei auch Nationalspieler, wird ab Sommer als Stürmertrainer beim SCB arbeiten. Daniel Lopar, mit einer grossen FC-St.Gallen-Vergangenheit, wird das gleiche bei den Goalies tun - in Ergänzung zum bisherigen und bewährten Goalietrainer Daniel Manser.

«Wir sind glücklich, dass wir die beiden gewinnen konnten», sagt SCB-Präsident Christoph Zoller. «So können wir unseren jungen Spielern, die kaum reich werden bei uns, sportlich eine gute Förderung bieten.» Lopar, der seine Profikarriere nach einem Abstecher nach Australien Ende 2020 offiziell beendet hatte, kam bereits im letzten Herbst zu Einsätzen bei Brühl. Er ersetzte damals in einigen Spielen den verletzten Stammgoalie Christian Leite und unterstützte Junggoalie Alban Berisha.

Auch Moreno Costanzo gehört jetzt zur grossen SC-Brühl-Familie.

Auch Moreno Costanzo gehört jetzt zur grossen SC-Brühl-Familie.

Bild: SCB

Costanzo, der ursprünglich aus Wattwil stammt und heute wie Lopar in der Region St.Gallen lebt, beendete seine Karriere ebenfalls vor zwei Jahren, damals beim FC St.Gallen. Der «gelernte» Stürmer und Mittelfeldspieler ist aber erst 34 Jahre alt und damit noch im besten Fussballalter. «Wer weiss, ob er bei uns vielleicht sogar noch selber die Fussballschuhe schnürt», schmunzelt SCB-Präsident Zoller. (fm/vre)

Das grosse Flattern in der Brombeerhecke

Als Direktor des Naturmuseums St.Gallen ist Toni Bürgin pensioniert. Was ihm umso mehr Zeit und Muse gibt, auch durch die St.Galler Stadtnatur zu streifen. Als intimer Kenner von Flora und Fauna macht er dabei immer wieder schöne Entdeckungen - und fotografiert diese auch. Wie am Montagnachmittag gleich neun verschiedene Falterarten in einer Brombeerhecke am Waldrand. (vre)

Das Landkärtchen.
10 Bilder
Der Kleine Eisvogel.
Das Landkärtchen (links) und ein Kaisermantel.
Das Weibchen des Kaisermantels.
Das Männchen des Kaisermantels.
Der Ulmenzipfelfalter.
Das Ochsenauge.
Ein Glasflügler.
Ein Faulbaumbläuling auf einer Brombeerblüte.
Ein Dickkopffalter (links) neben einem Waldvogel.

Das Landkärtchen.

Bild: Toni Bürgin (4.7.2022)

Pilotprojekt: Stadt St.Gallen nimmt erstmals Ladesäulen für E-Autos auf öffentlichen Quartierparkplätzen in Betrieb

Im Januar 2022 hat die Stadt St.Gallen das Pilotprojekt «E-Ladestationen im Quartier» lanciert. Es sieht je eine Ladesäule für E-Autos in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) in drei Quartieren vor. Sie wurden jetzt von Stadträtin Sonja Lüthi und Stadtrat Peter Jans in Betrieb genommen. Die Ladesäulen befinden sich an der Boppart-, der Grütli und der Zeppelinstrasse. Letztere hat etwas Verspätung auf ihre «Kolleginnen»: Sie wird voraussichtlich erst Mitte Juli nach Abschluss von Strassenbauarbeiten in Betrieb gehen.

Die Ladesäule für E-Autos in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) an der Boppartstrasse. Je eine weitere steht an Grütli- und Zeppelinstrasse.

Die Ladesäule für E-Autos in der Erweiterten Blauen Zone (EBZ) an der Boppartstrasse. Je eine weitere steht an Grütli- und Zeppelinstrasse.

Bild: Marlen Hämmerli (1.7.2022)

Jede Ladesäule hat gemäss Mitteilung der Stadt zwei Ladepunkte mit einer Leistung von je elf Kilowattstunden. Die Parkflächen sind markiert und signalisiert. Von Montag bis Samstag, 8 bis 19 Uhr, ist für die Nutzung der Ladeparkfläche eine gültige Tageskarte, eine Anwohner- oder Pendlerbewilligung oder das Stellen der Parkscheibe nötig. Autos mit Verbrennungsmotoren und E-Autos ohne Ladevorgang dürfen nicht auf diesen Flächen stehen. Im Herbst sollen Bodensensoren zur Anzeige des Belegungsstatus eingebaut werden.

Wer an den Ladesäulen zum vergünstigten Tarif von 32 Rappen pro Kilowattstunde sein E-Auto laden möchten, kann sich im Internet registrieren. Er bezahlt eine Jahresgebühr von 120 Franken; die einmalige Aufschaltgebühr von 269.25 Franken übernimmt bis Ende Jahr der städtische Energiefonds. Nach Registrierung erhalten Nutzer eine Karte zum Starten des Ladevorgangs. Nicht angemeldete Personen können die Ladestation per QR-Code starten; sie bezahlen mit der Kreditkarte 45 Rappen pro Kilowattstunde. (sk/vre)

Heute am Kulturfestival St.Gallen: Eine grosse Frauenstimme aus dem Senegal

Der erste Anlass des Kulturfestivals St.Gallen ist bereits Geschichte. Am vergangenen Mittwoch trat «The Dead South» im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums auf. Es sei ein fulminanter Start ins drei Wochen dauernde Festival gewesen, heisst es in einer Mitteilung der Organisatorinnen und Organisatoren: Das Konzert der kanadischen Folkband war restlos ausverkauft. Der Anlass wurde vom vergangenen Jahr nachgeholt, als er wegen der Coronapandemie ausgefallen war.

Marema aus dem Senegal steht heute Dienstag auf dem Programm des Kulturfestivals im St.Galler Stadtpark.

Marema aus dem Senegal steht heute Dienstag auf dem Programm des Kulturfestivals im St.Galler Stadtpark.

Bild: PD

In den kommenden drei Wochen Kulturfestival warten jetzt 25 Konzerte mit Gruppe und Einzelinterpreten aus zwölf Ländern aufs Publikum an einem der schönsten Veranstaltungsorte der Stadt St.Gallen. Geboten wird bis 23. Juli immer von Dienstag bis und mit Samstag gemäss eigener Definition «ein hochkarätiges Nischen und Spartenfestival für Liebehaberinnen und Liebhaber von Indie Pop und Rock, Electro, Worldmusic, Singer/Songwriter, Hip Hop, Funk und Soul.

Heute Dienstag ist im Stadtpark Marema zu hören. Sie ist gemäss Beschreibung im Festivalprogramm «die neue, grosse Frauenstimme des Senegal und irgendwo zwischen Afro Pop, Mbalax, Soul und Weltmusik» anzusiedeln. Marema selber bezeichnet ihre Musik «als grenzenlose Fusion». Identität und Lebenserfahrungen geben ihr einen Charakter, mit dem sie die Musiklandschaft Westafrikas in Windeseile erobert hat. Türöffnung ist um 18.30, Konzertbeginn um 20.30 Uhr. (pd/vre)

Details zum Konzert von heute Abend und zum diesjährigen Programm des Kulturfestivals St.Gallen finden sich im Internet.

2024 wird Gossau 1200 Jahre alt: Bevölkerung will mit Stadtpark und Erlebnisbach feiern

In zwei Jahren begeht Gossau sein 1200-Jahr-Jubiläum. Die Stadt hat einen Ideenwettbewerb für mögliche Jubiläumsaktivitäten durchgeführt. Aus 70 eingegangen Vorschlägen hat eine Jury die 18 überzeugendsten ausgewählt. In den vergangenen Wochen nun hatten Gossauerinnen und Gossauer die Möglichkeit, im Internet darüber abzustimmen, wie sie ihr grosses Jubiläum feiern wollen. Jetzt liegen die Resultate vor: Obenaus schwangen gemäss Mitteilung die Ideen für einen Stadtpark und für einen zugänglichen Dorfbach.

Mit dem Stadtpark eventuell bei der Mooswies soll eine grüne Insel mit Wiesen und Sitzgelegenheiten an einem Gewässer im Herzen der Stadt Gossau entstehen. Nachempfunden ist die Idee dem alemannischen Namen für Gossau: «Cozesauva» oder «die Aue des Coz». Er soll vom Hof eines alemannischen Bauern namens Coz oder Cozzo herrühren, der nach dem 6. Jahrhundert an einer wasserreichen Stelle am Bach, an einer Aue, siedelte. Im Park geschaffen soll mit Infotafeln Natur und Geschichte von Gossau präsentiert werden.

Eine Ansicht von Gossau aus der Vogelperspektive.

Eine Ansicht von Gossau aus der Vogelperspektive.

Bild: Benjamin Manser (4.3.2017)

Grossen Zuspruch fand gemäss Mitteilung der Stadt im Publikumsvoting auch die Idee «Erlebnis Dorfbach». Sie sieht vor, den zentralen Bach der Stadt Gossau und damit das Element Wasser zugänglich und erlebbar zu machen. Angedacht sind im Bach, der bei der Entwicklung von Gossau eine zentrale Rolle gespielt hat, Treppen und barrierefreie Zugänge, ein Kneippweg, Brunnen, Wasserstellen oder Inseliwege.

Nun wird für die Favoriten und weitere Vorschläge, wie etwa das Baumpflanzprojekt «Grünes Gossau» oder das Stadtpicknick, die Umsetzbarkeit konkreter bearbeitet. «Wir werden ein Paket an konkretisierten Ideen schnüren, zu dem auch vom Stadtrat gesetzte Elemente - wie beispielsweise ein Festanlass - gehören. Für die Jubiläumsaktivitäten wird der Stadtrat dem Stadtparlament dann einen Kreditantrag unterbreiten», erläutert Stadtpräsident Wolfgang Giella in der Mitteilung die nächsten Schritte auf dem Weg zum Jubeljahr. (pd/vre)

Archiv: Frühere Meldungen des STADT-TICKER