ST.GALLER STADT-TICKER
News aus Stadt und Region St.Gallen: Meldungen vom 20. bis 27. Juni 2022

Redaktion
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Feedback: stadtredaktion@chmedia.ch

Entwurzelt und ausgeliefert: Holzskulpturen im öffentlichen Raum erinnern an Flüchtlingsschicksale

Sie fallen derzeit im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen auf, die Holzfiguren von Peter Leisinger. Sie stehen noch bis 2. Juli auf dem Scherrerplatz (Brühlgasse), vor der Hauptpost, auf dem Vadianplatz und beim Multertor. Die bemalten Holzfiguren von Männern, Frauen und Kindern erinnern daran, dass seit 1993 auf der Flucht nach Europa über 48’000 Menschen im Mittelmeer umgekommen sind.

Flüchtlingsskulpturen des Bündner Künstlers Peter Leisinger auf dem Scherrerplatz neben der Post Brühltor.

Flüchtlingsskulpturen des Bündner Künstlers Peter Leisinger auf dem Scherrerplatz neben der Post Brühltor.

Bild: Marlen Hämmerli (27.6.2022)

Die unkonventionelle Ausstellung gehört zur Aktion «Beim Namen nennen», die in Zusammenhang mit dem Begegnungstag am 17., 18. und 19. Juni im Kinok und in St.Laurenzen durchgeführt wurde. Dabei wurden in der Kirche die Namen der getöteten Flüchtlinge auf Papierstreifen geschrieben, die dann an die Fassade gehängt und so öffentlich sichtbar gemacht wurden. In St.Laurenzen sind bis 2. Juli auch noch Bilder der Seenotrettung im Mittelmeer ausgestellt. (pd/vre)

Infos zu den Skulpturen im Internet. Sie sind verkäuflich. Der Erlös geht vollumfänglich an den Verein Family Help Zürich.

Im Internet zum neuen Betriebsstandort: Neues Portal zeigt, wo im Kanton St.Gallen noch Bauland für Unternehmen vorhanden ist

Die Standortförderung des Kantons St.Gallen hat ein neues Onlineportal für Bauland für die Wirtschaft lanciert. Das Angebot von wirtschaftsflaechen-sg.ch richtet sich in erster Linie an Investorinnen und Investoren sowie an Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer. Das Portal fasst meist öffentlich publizierte Angaben zu Bauland, Siedlungslücken und Arealentwicklungen zusammen und macht die Daten gemäss Mitteilung vom Montag einfach und rasch zugänglich.

Der Geissberg in St.Gallen-Winkeln: Am Rand des bestehenden Gewerbe- und Industriegebiets soll mittel- bis langfristig weiteres Bauland für die Wirtschaft eingezont werden.

Der Geissberg in St.Gallen-Winkeln: Am Rand des bestehenden Gewerbe- und Industriegebiets soll mittel- bis langfristig weiteres Bauland für die Wirtschaft eingezont werden.

Screenshot: Kanton SG

Entstanden ist der neue Internetauftritt vor dem Hintergrund, dass die Suche nach Bauland für die Neuansiedlung von Unternehmen oder für die Erweiterung bereits ansässiger Betriebe zunehmend schwieriger wird. Dazu kommt, dass abnehmenden Landreserven dazu zwingen, Bauland besser zu nutzen, was gemäss Mitteilung vor allem «mit cleverer Innenentwicklung» bewerkstelligt werden soll. Dazu soll wirtschaftsflaechen-sg.ch ebenfalls einen Beitrag leisten, indem es die Transparenz über vorhandene Landreserven verbessert.

Der Geissberg. Rote Punkte markieren in etwa das Gebiet, das im Portal wirtschaftsflaechen-sg.ch als Entwicklungsgebiet ausgewiesen wird.

Der Geissberg. Rote Punkte markieren in etwa das Gebiet, das im Portal wirtschaftsflaechen-sg.ch als Entwicklungsgebiet ausgewiesen wird.

Screenshot: Stadt SG

Ein wichtiges Ziel des neuen Portals ist die Einfachheit der Bedienung und der Kartenansicht. Es konzentriert sich auf Objekte für die Arbeitsnutzung, Land für Wohnnutzungen spielt keine oder höchstens eine marginale Rolle. Damit soll wirtschaftsflaechen-sg.ch eine Ergänzung zu anderen Immobilienportalen im Internet sein. Synergien zu bestehenden digitalen Lösungen der Standortförderung werden ebenfalls genutzt. Etwa zur Virtual-Reality-Plattform east-site.ch, die hochauflösende 360-Grad-Panoramen von Arealen zur Verfügung stellt. (SK/vre)

Informelles Treffen der Regionalpolitik: Gemeindeoberhäupter und Kantonsräte stecken in Tübach Köpfe zusammen

Beinahe alle Kantonsrätinnen und Kantonsräte sowie sämtliche Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten aus dem Wahlkreis Rorschach haben sich am Montag in Tübach zu einem losen Austausch getroffen. Andere Wahlkreise machen das regelmässiger; in der Region am See ist das letzte Treffen schon über zehn Jahre her.

Politikerinnen und Politiker aus dem Wahlkreis Rorschach trafen sich am Montag in Tübach zum Gedankenaustausch über aktuelle Fragen.

Politikerinnen und Politiker aus dem Wahlkreis Rorschach trafen sich am Montag in Tübach zum Gedankenaustausch über aktuelle Fragen.

Bild: Rudolf Hirtl (27.6.2022)

Hauptthemen in Tübach waren die regionale Gesundheitsversorgung (insbesondere die Spitäler Flawil und Rorschach), die regionale Altersversorgung und aus aktuellem Anlass auch die regionale Energiepolitik. Massgebende Entscheidungen wurden laut Gastgeber Michael Götte in der Mehrzweckhalle und beim abschliessenden Apéro nicht getroffen. Derartige informelle Treffen seien in der heutigen schnelllebigen Zeit aber besonders wertvoll, daher sollen diese künftig auch in einem kürzeren Intervall stattfinden. (rtl)

Im Bild von links nach rechts: Michael Aebischer (Steinach),  Luzia Krempl (Goldach) Beat Hirs (Rorschacherberg), Jeanette Losa (Mörschwil), Sandro Parissenti (Berg SG), Martina Wäger (Mörschwil), Simon Diezi (Thal), Sabina Revoli (Tübach), Norbert Rüttimann (Untereggen), Michael Götte (Tübach), Raphael Frei (Rorschacherberg), Andrea Schöb (Thal), Mäge Luterbacher (Steinach), Röbi Raths (Rorschach) und Dominik Gemperli (Goldach).

Motion will in der Stadt St.Gallen Videoüberwachung mit automatischer Gesichtserkennung verbieten

Der St.Galler Stadtrat soll Vorkehrungen treffen, um den Einsatz von biometrischen Gesichtserkennungssystem im öffentlichen Raum der Stadt zu verhindern. Das verlangen die Fraktionen von SP, Juso und PFG sowie Grünen und Jungen Grünen mit einer Motion im Stadtparlament. Die beiden Fraktionen wollen so verhindern, dass in der Stadt eine automatisierte Massenüberwachung aufgebaut wird, wie sie in chinesischen Grossstädten bereits üblich ist und in Europa ebenfalls immer mehr installiert wird.

Kamera der Videoüberwachung am Bohl. Sie ist nicht mit einer Software für eine automatische biometrische Gesichtserkennung gekoppelt.

Kamera der Videoüberwachung am Bohl. Sie ist nicht mit einer Software für eine automatische biometrische Gesichtserkennung gekoppelt.

Bild: Michel Canonica (30.9.2015)

In der Stadt St.Gallen werde im öffentlichen Raum bereits an verschiedenen Orten Videoüberwachungen eingesetzt. Der Fall ist dies auf Marktplatz und Bohl, in den beiden Unterführungen am Hauptbahnhof, in der Brühltorunterführung, im Fussballstadion sowie in den Parkgaragen Kreuzbleiche und Rathaus. Die heute verwendeten System liessen zwar eine Personenidentifikation zu, heisst es in der Motion. Dies allerdings nicht automatisiert, die Aufnahmen müssen vielmehr «von Hand» durchgeschaut werden.

Wenn man nun eine Gesichtserkennungssoftware mit der vorhandenen Videoüberwachung kopple, ergebe sich die Möglichkeit für eine weiträumige Massenüberwachung, wird links der politischen Mitte befürchtet: «Gemäss heutigem Kenntnisstand werden in der Stadt St.Gallen noch keine biometrischen Erkennungssysteme zu Überwachungszwecken eingesetzt. Dies soll auch in Zukunft so bleiben.» Daher fordern die Fraktionen von SP, Juso, PFG sowie Grünen und Jungen Grünen ein gesetzliches Verbot dafür.

Software für die biometrische Gesichtserkennung identifiziert Personen anhand sichtbarer Merkmale auf der Frontseite des Kopfes.

Software für die biometrische Gesichtserkennung identifiziert Personen anhand sichtbarer Merkmale auf der Frontseite des Kopfes.

Bild: Gary Waters

Begründet wird die Forderung für ein Verbot der automatisierten Gesichtserkennung damit, dass solche Systeme «eine unverhältnismässige Einschränkung der Grundrechte» bedeuteten. Eine solche Überwachung sei ein wesentlicher Eingriff in die Privatsphäre des Einzelnen. Sie schrecke auch davon ab, sich frei im öffentlichen Raum zu bewegen sowie Grundrechte wie die Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit wahrzunehmen. Letztere seien aber in einer Demokratie unabdingbar, mahnt der Motionstext.

Hinter der Motion steht auch die Befürchtung, die automatische Massenüberwachung könnte durch die Hintertüre eingeführt werden – über Pilotprojekte oder mit der schrittweisen Ausweitung der Zwecke, für die biometrische Erkennungssysteme eingesetzt werden dürfen. Auch einer solchen Entwicklung will man links der Mitte in der Stadt St.Gallen ausdrücklich einen Riegel schieben. Leise Kritik wird zudem geübt, dass die Kantonspolizei St.Gallen für Recherchen teils schon heute «umstrittene Software für die Gesichtserkennung» einsetze, obwohl nicht klar sei, ob die existierenden Rechtsgrundlagen dafür ausreichten. (vre)

Anderthalb Jahre vor Kindergarteneintritt: Noch erhalten zu viele Kinder im Vorschulalter keine Deutschförderung

Diesen Januar haben knapp 700 Eltern, deren Kinder anderthalb Jahre vor dem Eintritt in den Kindergarten stehen, erstmals in der Stadt St.Gallen einen Fragebogen zu den Deutschkenntnissen ihres Nachwuchses erhalten. 84 Prozent der Eltern haben ihn ausgefüllt zurückgeschickt. Jetzt liegt die Auswertung vor. Sie zeigt gemäss Mitteilung vom Montag, dass etwas mehr als ein Drittel der erfassten Kinder in der Stadt einen Förderbedarf in Deutsch aufweist. Von den Kindern mit Förderbedarf besucht heute allerdings leicht weniger als die Hälfte eine ausserfamiliäre Betreuungseinrichtung.

In einer Spielgruppe lernen fremdsprachige Kinder im Alltag und in entspanntem Umfeld mit anderen Kindern die deutsche Sprache kennen.

In einer Spielgruppe lernen fremdsprachige Kinder im Alltag und in entspanntem Umfeld mit anderen Kindern die deutsche Sprache kennen.

Symbolbild: B. Kissling (Olten, 21.9.2021)

Familien mit solchen Kinder sei jetzt in einem Schreiben empfohlen worden, ihre Kinder eine Kindertagesstätte (Kita) oder eine Spiki-Spielgruppe besuchen zu lassen, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. Dort werden die Kinder von einer Fachperson für frühe Deutschförderung begutachtet, um den Verantwortlichen der Einrichtungen bezüglich individuelle Fördermassnahmen beraten zu können. Die Fachleute sind dann auch Ansprechpersonen für Eltern zu Fragen über den Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Familie oder anderen Themen der sprachlichen Entwicklung ihrer Kinder.

Dass die Stadt St.Gallen die vorschulische Sprachförderung intensivieren soll, geht gemäss Mitteilung auf einen Parlamentsbeschluss zurück. Ziel ist, dass fremd- und mehrsprachige Kinder bereits im Vorschulalter eine Deutschförderung erhalten. Wobei diese Kinder beim Spielen oder bei der Interaktion mit anderen Kindern am meisten lernen. Gerade für Kinder, die mit wenig oder keinem Deutsch aufwachsen müssten, sei das das förderlichste Lernumfeld, heisst es in der Mitteilung. Fremdsprachige Kinder sollen bereits vor dem Kindergarteneintritt möglichst häufig mit der für sie teils neuen Sprache in Kontakt kommen und sich diese im Alltag und einem entspannten Umfeld aneignen können. (sk/vre)

Diplomfeier: 162 Frauen und 40 Männer schliessen Studium an der Pädagogischen Hochschule ab

Nachdem die Diplomfeiern 2020 und 2021 pandemiebedingt nach Lerngruppen gestaffelt stattfinden mussten, konnten Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Kindergarten- und Primarstufe der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) jetzt wieder gemeinsam ihre Abschlüsse feiern. 202 angehende Lehrkräfte nahmen am vergangenen Freitag in der Mehrzweckhalle in Rorschacherberg ihre Diplome entgegen.

Jubel bei den Absolventinnen und Absolventen der Lerngruppe Kindergarten- und Primarstufe.

Jubel bei den Absolventinnen und Absolventen der Lerngruppe Kindergarten- und Primarstufe.

Bild: PHSG (24.6.2022)

Die Absolventinnen und Absolventen erhielten nach ihrem dreijährigen Studium an der PHSG den Hochschulabschluss Bachelor of Arts in Primary Education sowie das schweizerisch anerkannte Lehrdiplom überreicht. 48 Frauen und fünf Männern haben sich für den Diplomtyp A entschieden und werden künftig im Kindergarten und in der ersten bis dritten Primarstufe unterrichten können. 114 Frauen und 35 Männer schlossen mit dem Diplomtyp B ab und unterrichten künftig erste bis sechste Klassen an der Primarschule.

Die Diplome wurden von PHSG-Rektor Professor Horst Biedermann überreicht. Er erinnerte Diplomandinnen und Diplomanden in seinem Schlusswort auch daran, dass sie einen gesellschaftlich äusserst bedeutsamen Beruf erlernt haben. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels werde sichtbar, wie wichtig der Lehrberuf sei. Biedermann: «Wir können es uns gesellschaftlich nicht leisten, die nachfolgenden Generationen nicht fundiert aufs Erwachsenenleben vorzubereiten.» Dafür aber brauche es qualifizierte Lehrkräfte. (pd/vre)

1’200 liefen von Rorschach auf den Hohen Kasten: 43,5 Kilometer und 2'140 Höhenmeter bewältigt

Aufstieg mit Alphornbegleitung - und wunderbarer Aussicht ins Alpsteinmassiv hinein.

Aufstieg mit Alphornbegleitung - und wunderbarer Aussicht ins Alpsteinmassiv hinein.

Bild: PD

Am Wochenende liefen zum dritten Mal im Rahmen der Reihe «Vom See zum Berg» rund 1’200 Personen von Rorschach auf den Hohen Kasten. Knapp 800 waren gemäss Mitteilung der Organisatorinnen und Organisatoren tagsüber, weitere 400 in der Nacht unterwegs. Nach dem Start in Rorschach absolvierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Rorschach über St.Gallen auf den Hohen Kasten einen Parcours mit einer Länge von 43,5 Kilometern und einer Steigung von 2'140 Höhenmetern.

Das Ziel vor Augen haben diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Laufanlass «Vom See zum Berg» noch etliche Höhenmeter vor sich.

Das Ziel vor Augen haben diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Laufanlass «Vom See zum Berg» noch etliche Höhenmeter vor sich.

Bild: PD

Veranstaltet wurde «Vom See zum Berg» erneut von der Ostschweizer Projektagentur Pro Puls. Deren Chef Daniel Schmidli zeigt sich in einer Mitteilung im Nachgang zum Anlass befriedigt. Besonders stolz zeigte er sich darüber, dass das «Heimspiel» seiner Agentur ausverkauft gewesen sei. Nächste Anlässe der Reihe «Vom See zum Berg» finden im Berner Oberland und in der Zentralschweiz statt. Ein Familienanlass ist für 20. August vom Kronberg hinunter ins Jakobsbad geplant. Infos dazu gibt’s im Internet. (pd/vre)

Ungewöhnliche Aktion zum 125-Jährigen: Dem Kartoffelacker auf dem Marktplatz geht es gut

Der Schweizer Bauernverband wird heuer 125 Jahre alt. Das will er am 19. September in Bern mit einer Weltrekord-Rösti feiern. Diesem Geburtstagsprojekt verdanken St.Gallerinnen und St.Galler derzeit einen ungewöhnlichen Anblick auf dem Marktplatz: In vier Hochbeeten blühen dort Kartoffelpflanzen. Gepflanzt wurden sie Ende April von einer 3./4. Klasse aus dem Schulhaus St.Leonhard. Im Herbst werden sie auch bei der Ernte dabei sein, bevor die Patati aus dem Stadtzentrum in die Jubiläums-Super-Rösti wandern.

Der Kartoffelacker auf dem St.Galler Marktplatz.

Der Kartoffelacker auf dem St.Galler Marktplatz.

Bild: Rto Voneschen (22.6.2022)

Trotz des ungewohnten Standorts geht es den Kartoffeln im Stadtzentrum offensichtlich gut. Das Kraut ist üppig in die Höhe geschossen. Erste Stauden blühen bereits. Gepflegt wird der Mini-Acker auch durch die Schülerinnen und Schüler, die ihn angelegt haben. Ab und zu erhalten die Kartoffeln auch Besuch: So gab’s im Juni für die Landwirtschaftsgruppe des Kantonsrats einen Apéro neben den Hochbeeten. Auf dass Politikerinnen und Politiker den Kartoffeln beim Wachsen zusehen konnten, wie es augenzwinkernd in der Einladung zum Anlass hiess. (pd/vre)

Vor einer durchzogenen Badewoche

Freibäder. Blick in den Wellnessbereich des Anfang Juni neu eröffneten Schwimmbads Wattwil.

Freibäder. Blick in den Wellnessbereich des Anfang Juni neu eröffneten Schwimmbads Wattwil. 

Bild: Beat Lanzendorfer (3.6.2022)

Heute Montag starten wir gemäss den Internet-Wetterfröschen in eine durchzogene Badewoche. Das Wetter ist unbeständig. Immer wieder ziehen Gewitter auch über Stadt und Region St.Gallen; die Temperaturen werden tiefer als in der Vorwoche liegen. Am Donnerstag könnte es tagsüber mit bis zu 26 Grad Celsius und viel Sonne zum Badeplausch reichen. Der Freitag ist mit 19 Grad Celsius und sporadischen Güssen von oben dafür sicher nicht geeignet. Schönes, heisses Wetter soll uns aber wieder am kommenden Wochenende beglücken. (vre)

Nach einem heissen Wochenende ist das Badwasser schön warm

Wassertemperaturen Stadt und Region St.Gallen - Stand: 27. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld24
Freibad Rotmonten25,3
Familien- und Frauenbad Dreilinden23
Mannenweier23
Schwimmbad Arbon
See22,7
Becken24
Schwimmbad Waldstatt25,3

Sonnenaufgang im Alpstein

Momentaufnahme. Klaus Stadler fotografierte die aufgehende Sonne über dem Seealpsee am Sonntagmorgen.

Momentaufnahme. Klaus Stadler fotografierte die aufgehende Sonne über dem Seealpsee am Sonntagmorgen.

Auch im Boppartshof wird um den Standort für den Neubau der Tagsbetreuung gestritten: Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion

Die Stadt organisiert für Donnerstagabend eine Information mit Podiumsdiskussion über den Neubau der Tagesbetreuung Boppartshof. Im Quartier rund ums Schulhaus Boppartshof ist der dafür vorgesehene Standort heftig umstritten. Teile der Bevölkerung wehren sich dagegen, dass der Neubau auf eine Parzelle am Rand der Spielwiese zu stehen kommen sollen. Sie fordern, dass die Boppi-Wiese ungeschmälert erhalten bleibt und ein Alternativstandort gesucht wird.

Die Spiel- und Sportwiese neben der Turnhalle der Schulanlage Boppartshof. Vor die Bäume soll ein Neubau für die Tagesbetreuung auf den Rand der Grünfläche gestellt werden.

Die Spiel- und Sportwiese neben der Turnhalle der Schulanlage Boppartshof. Vor die Bäume soll ein Neubau für die Tagesbetreuung auf den Rand der Grünfläche gestellt werden.

Bild: Donato Caspari (17.6.2022)

Die Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, ab 19 Uhr, in der Aula der Primarschule Boppartshof statt. Türöffnung ist um 18.45 Uhr. Zuerst stellen die Stadträte Markus Buschor (Planung und Bau) und Mathias Gabathuler (Schule und Freizeit) das Neubauprojekt vor. Danach diskutieren auf dem Podium Gegner und Befürworter des gewählten Standorts aus dem Quartier.

Die Gegnerschaft wird durch Quartiervereinspräsident Stevan Dronjak und SVP-Stadtparlamentarier Donat Kuratli vertreten. Für die Befürworter sprechen Mitte-Stadtparlamentarier Ivo Liechti und Quartierbewohner Raphael Isenrich. Moderiert wird das Gespräch durch die «Tagblatt»-Redaktorinnen Julia Nehmiz und Marlen Hämmerli. (woo/vre)

Betrunkener stellt sich auf Strasse und stoppt Autos

Am Samstagabend haben es Stadtpolizisten auf der Zürcher Strasse im Lachen-Quartier mit einem aggressiven und renitenten Betrunkenen zu tun bekommen. Ein Atemlufttest zeigte beim 29-jährigen Schweizer einen Wert von 1,7 Promille. Er wurde durch die Stadtpolizei gebüsst und für 30 Tage weggewiesen. Zudem wird durch die Kantonspolizei abgeklärt, inwieweit er für Sachbeschädigungen in Frage kommt und belangt werden kann. Eine Autofahrerin stellte Strafantrag, da der 29-Jährige ihr Fahrzeug beschädigt haben soll.

Symbpolbild: Stapo SG

Am Samstag, 21.30 Uhr, erhielt die Stadtpolizei die Meldung, dass ein Mann auf Höhe des Hauses Zürcher Strasse 51 auf der Fahrbahn stehe und Fahrzeuge an der Durchfahrt hindere. Ebenso habe er Fahrzeuge beschädigt und Baustellenabschrankungen umgeworfen. Eine Patrouille stellte auf der Anfahrt einen Mann fest, auf den die Beschreibung passte. Wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, war der Mann bei der folgenden Kontrolle unkooperativ, weshalb er in Handfesseln gelegt und auf den Polizeiposten gebracht werden musste. (stapo/lex)

Andwil: Bei Selbstunfall verletzt

Am Samstag, kurz vor 5.15 Uhr, hat ein 35-jähriger Autofahrer in Andwil einen Selbstunfall verursacht. Wie die St.Galler Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, war der Mann mit seinem 44-jährigen Beifahrer von Gossau in Richtung Andwil unterwegs. Höhe Einmündung Augartenstrasse verlor es aus bislang unbekannten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er fuhr gegen den Randstein und durchbrach im Anschluss einen Holzzaun. Das Auto prallte dann gegen einen Stein, kippte auf die linke Seite, rammte eine Hausmauer und kam schliesslich auf der Seite liegend zum Stillstand.

Auf der St.Margrethenstrasse in Antwil hat ein 35-Jähriger einen Selbstunfall verursacht. Fahrer und Beifahrer wurden beim Unfall verletzt. Es entstand Sachschaden von über zehntausend Franken.

Auf der St.Margrethenstrasse in Antwil hat ein 35-Jähriger einen Selbstunfall verursacht. Fahrer und Beifahrer wurden beim Unfall verletzt. Es entstand Sachschaden von über zehntausend Franken.

Bild: Kantonspolizei SG (25.6.2022)

Der Fahrer sowie Beifahrer wurden laut Polizei durch den Rettungsdienst mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Strasse gesperrt werden. Durch die örtliche Feuerwehr wurde eine Umleitung signalisiert. Nebst mehreren Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen standen auchdie Feuerwehr Gossau, zwei Rettungswagen und ein Notarzt im Einsatz. (kapo/lex)

St.Gallen: Brand in Mehrfamilienhaus

Aus bislang unbekannten Gründen ist es am Samstag, kurz vor 5.30 Uhr, im Keller einer Wohnüberbauung an der Wolfgangstrasse in St.Gallen zu einem Brand gekommen. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt, wurden alle Bewohner der Überbauung evakuiert. Beim Vorfall wurde niemand verletzt. Es entstand jedoch hoher Sachschaden.

Der Brand ist im Keller einer Wohnüberbauung an der Wolfgangstrasse in St.Gallen  ausgebrochen. Es entstand Schaden von 100’000 Franken.

Der Brand ist im Keller einer Wohnüberbauung an der Wolfgangstrasse in St.Gallen  ausgebrochen. Es entstand Schaden von 100’000 Franken.

Bild: Kantonspolizei SG (25.6.2022)

Nebst mehreren Patrouillen der Kantons- und der Stadtpolizei St.Gallen standen der Rettungsdienst, ein Einsatzleiter Sanität, zwei Notärzte sowie die Berufsfeuerwehr St.Gallen im Einsatz. Im Anschluss an die Löscharbeiten konnten die Bewohner der Überbauung wieder zurück in ihre Wohnungen. Was zum Brand geführt hat, ist laut Polizei noch unklar. Spezialisten des Kompetenzzentrums Forensik der Kapo wurden mit der Ermittlung der Brandursache beauftragt. (kapo/lex)

Freibäder. Blick auf den Mannenweier über St.Gallen. Am Wochenende wird der Weiher viele Wasserratten und Sonnenhungrige anziehen.

Freibäder. Blick auf den Mannenweier über St.Gallen. Am Wochenende wird der Weiher viele Wasserratten und Sonnenhungrige anziehen.

Bild: Reto Martin (17.6.2022)

Der Sommer ist zurück - wenigstens für zwei Tage

Badwassertemperaturen Stadt und Region St.Gallen - Stand: 25. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld24
Freibad Rotmonten22,5
Familien- und Frauenbad Dreilinden22
Mannenweier23
Schwimmbad Arbon
See23
Becken24
Schwimmbad Waldstatt24,9

Start zu den 17. St.Galler Festspielen: Opernpremiere auf dem Klosterplatz findet statt

Am Freitagabend fällt der Startschuss zu den 17. St.Galler Festspielen mit der Opernpremiere auf dem Klosterplatz. Am späten Nachmittag sah es zwar noch nicht so aus, als ob auf der Freiluftbühne wirklich hätte gespielt werden können: Ab 16 Uhr regnete es in Stadt und Region ausgiebig. Gemäss Wettertelefon und Festspiel-Internetauftritt wagen die Verantwortlichen es trotzdem: Die Opernpremiere bleibt angesagt. Gemäss Wetterprognose verziehe sich der Regen nämlich bis zum Abend.

Szene aus den Proben zu «Giovanna d'Arco» von Giuseppe Verdi. Sie hat heute Freitag auf dem St.Galler Klosterplatz Premiere.

Szene aus den Proben zu «Giovanna d'Arco» von Giuseppe Verdi. Sie hat heute Freitag auf dem St.Galler Klosterplatz Premiere.

Bild: Eddy Risch/KEY (20.6.2022)

Start der ersten Aufführung der Oper «Giovanna d’Arco» von Giuseppe Verdi ist heute Freitag, 20.30 Uhr. Die Internet-Wetterfrösche gehen tatsächlich davon aus, dass sich die Regenwolken über dem St.Galler Stiftsbezirk zwischen 20 und 21 Uhr verziehen. Es ist also denkbar, dass die Opernpremiere etwas feucht startet, bevor es ganz trocken wird. Ein Trost haben die Verantwortlichen: Für die zweite Vorstellung vom Samstagabend sind ideale Wetterbedingungen angesagt: Es soll trocken und warm werden.

Wie’s dann weitergeht mit dem Wetter und damit den Aufführungen der Festspieloper vom Dienstag, 28. Juni, sowie vom Freitag, 1. Juli, Samstag, 2. Juli, Mittwoch, 6. Juli, und Freitag, 8. Juli, ist offen. Die längerfristige Wetterprognose deutet darauf hin, dass es am Abend des 28. Juni gewittrig werden könnte, während für 1. und 2. Juli eher trockenes Wetter angesagt ist. Aber eben: Die Langfristprognose ist nicht wirklich zuverlässig. Ob gespielt wird oder nicht entscheidet sich daher kurzfristig. (vre)

Ob die Oper auf dem Klosterplatz stattfinden kann, kommuniziert das Theater St.Gallen jeweils am späten Nachmittag des Aufführungstages im Internet (Rubrik «Aktuelles») und übers Wettertelefon 071’242’06’05.

Am Montag findet der St.Galler Firmenlauf statt: Zwischen Olma und Heiligkreuz ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen

Am kommenden Montag findet im Osten der Stadt St.Gallen der Firmenlauf B2RUN statt. Im Gebiet zwischen dem Olma-Areal und dem Heiligkreuz müssen deswegen von 18.30 bis 20.15 Uhr einzelne Strassen gesperrt werden. Dadurch kommt es zu Verkehrsbehinderungen. In einer Mitteilung ruft die Stadtpolizei alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Der Firmenlauf gehört inzwischen zu den traditionellen Stadtsanktgaller Sportanlässen. Am kommenden Montag findet er wieder statt.

Der Firmenlauf gehört inzwischen zu den traditionellen Stadtsanktgaller Sportanlässen. Am kommenden Montag findet er wieder statt.

Bild: Tagblatt-Archiv (4.7.2011)

Am diesjährigen St.Galler Firmenlauf nehmen rund 3’000 Läuferinnen und Läufer teil. Start und Ziel des Wettkampfs ist das Olma-Gelände. Die Rennstrecke führt dann durch das Quartier Heiligkreuz. Dort müssen von 18.30 bis 20.15 Uhr Strassen gesperrt werden. Dies betrifft insbesondere die Gerhalden- sowie die Sonnenhaldenstrasse im Bereich der Langgasse. Die Polizei empfiehlt, am Montagabend von und nach Rotmonten über das Stadtzentrum und den Blumenbergplatz zu fahren. Umleitungen werden signalisiert. (stapo/vre)

Ärger über fehlende Sitzbänke auf dem Freudenberg: st.Galler Stadtregierung verspricht Besserung

Die Stadt St.Gallen will den Unterhalt ihrer Sitzbänke im öffentlichen Raum optimieren. Unterhaltsarbeiten an Sitzgelegenheiten, die in den Wintermonaten saniert werden müssen, sollen künftig gestaffelt erfolgen. Für besonders stark frequentierte Orte oder für den Fall, dass an einem Ort gleichzeitig viele Bänklein saniert werden müssen, soll zudem eine geringe Zahl Ersatzbänke an Lager gehalten werden, um beschädigte Sitzgelegenheiten direkt austauschen zu können. Ebenfalls vergrössert werden soll die Zahl der eingelagerten Ersatzteile.

Auf dem Freudenberg fehlten den ganzen Winter über viele Sitzbänke. Dies sehr zum Ärger vieler Spaziergängerinnen und Spaziergänger.

Auf dem Freudenberg fehlten den ganzen Winter über viele Sitzbänke. Dies sehr zum Ärger vieler Spaziergängerinnen und Spaziergänger.

Bild: Beat Rütsche

Diese Massnahmen kündigt die Stadtregierung in ihrer Antwort auf eine Einfache Anfrage von Beat Rütsche (Die Mitte) und Thomas Giger (SVP) an. Die Stadtparlamentarier hatten im Vorstoss kritisiert, dass die Sitzgelegenheiten auf dem Freudenberg im vergangenen, über lange Phasen schneearmen Winter monatelang gefehlt hätten. Das habe viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger an diesem beliebten Aussichtspunkt verärgert. Was unnötig sei, wenn man den Unterhalt der Bänke optimiere.

Im öffentlichen Raum der Stadt St.Gallen stehen gemäss stadträtlicher Antwort auf den Vorstoss rund 1’000 Sitzbänke sowie 200 Tisch-Bank-Kombinationen. Dieses Mobiliar muss aufgrund der Abnutzung, des Wetters und von Vandalenakten regelmässig gepflegt werden. Das geschieht soweit möglich vor Ort. Sind Bänke zu stark beschädigt, werden sie ausgetauscht. Kleinere Schäden und Abnützungsspuren werden im Winter behoben. Jedes Jahr werden rund 300 Bänke demontiert und im Werkhof von Stadtgrün saniert.

Im vergangenen Winter auf dem Freudenberg vermutlich durch Spaziergänger provisorisch hergerichtete Sitzgelegenheit.

Im vergangenen Winter auf dem Freudenberg vermutlich durch Spaziergänger provisorisch hergerichtete Sitzgelegenheit.

Bild: Beat Rütsche

Für diese Unterhaltsarbeiten demontiert Stadtgrün die Sitzbänke jeweils zwischen Mitte und Ende November. Dabei wird gemäss Stadtrat darauf geachtet, dass nicht alle Sitzgelegenheiten an einem Ort aufs Mal abgebaut werden, sondern immer ein Teil stehen bleibt. Die Bänke werden zuerst gereinigt, dann müssen sie zwei Wochen trocknen, danach findet die Generalüberholung statt gefolgt von einer zweiten Trocknungsperiode von zwei Wochen. Die Sanierung einer Sitzbank nimmt insgesamt rund sechs Wochen in Anspruch.

Die unterhaltsbedürftigen Sitzbänke können im Werkhof nicht alle aufs Mal saniert werden. Arbeiten an einer einzelnen Bank können sich daher um mehrere Wochen verzögern. Der Stadtrat sieht hier Optimierungspotenzial, damit sich die Situation auf dem Freudenberg mit vielen fehlenden Bänken nicht wiederholt. Künftig sollen die Bänke gestaffelt im November und Dezember demontiert und nach der Sanierung möglichst rasch wieder aufgestellt werden. (vre)

45-Jähriger greift Polizisten an: Pfefferspray eingesetzt

Am frühen Freitagmorgen hat es eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen am Hauptbahnhof mit einem renitenten Mann zu tun bekommen. Um 1.26 Uhr war die Polizei alarmiert worden, dass ein Mann in einem Zug nach St.Gallen Personen belästige und bedrohe. Am Bahnhof wurde er durch zwei Polizisten angehalten und kontrolliert. Der 45-Jährige wollte gemäss Mitteilung der  Stadtpolizei weder stehen bleiben noch sich ausweisen. Zudem verhielt er sich äusserst aggressiv.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag musste die Polizei an den Bahnhof St.Gallen ausrücken, wegen eines Mannes, der sie daraufhin mit Faustschlägen traktierte.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag musste die Polizei an den Bahnhof St.Gallen ausrücken, wegen eines Mannes, der sie daraufhin mit Faustschlägen traktierte.

Bild: Getty Images

Als der Mann dann die Polizisten mit Faustschlägen angriff, wurde er in den Schwitzkasten genommen und auf den Boden gelegt. Er wehrte sich weiter vehement, weshalb Pfefferspray eingesetzt werden musste. Auch auf dem Polizeiposten verhielt er sich später renitent. Der 45-Jährige wurde schliesslich wegen Fremdgefährdung in Gewahrsam genommen und musste die Nacht auf dem Polizeiposten verbringen.

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, blieben die Polizisten beim Vorfall unverletzt, der Mann zog sich eine Nasenblutung zu. Er wurde wegen Gewalt und Drohung gegen die Einsatzkräfte der Polizei angezeigt und für 30 Tage aus der Stadt St.Gallen weggewiesen. (stapo/aye)

Noch ein Vorstoss zur Ausdünnung von Buslinien: Stadt soll Alternativen zu fixen Buslinien und Fahrplänen prüfen

Dass die Stadt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember das Busangebot in Randzeiten und an Festtagen aus Spargründen ausdünnen will, hat links der Mitte Kritik ausgelöst. Aufgrund einer im Stadtparlament eingereichten grünliberalen Interpellation ist klar, dass das Thema in absehbarer Zeit dort aufs Tapet kommen wird. Einen Beitrag zur Busdebatte leistet jetzt auch die Parlamentsfraktion von FDP und Jungfreisinnigen mit einem Vorstoss für eine alternative Lösung für Kosteneinsparungen beim Stadtbus.

Linienbusse der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) auf dem Bahnhofplatz.

Linienbusse der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) auf dem Bahnhofplatz.

Bild: Michel Canonica
(12.2.2022)

Der FDP/JF-Vorstoss segelt unter dem Stichwort «Nachfrageorientierter ÖV». Feste Busfahrpläne für den ÖV, so lässt die Interpellation durchblicken, sind nicht mehr überall zeitgemäss. Wenn Busse in Randzeiten oder auf Nebenlinien mit tiefer Auslastung unterwegs sind, könne das nämlich bedeuten, dass sie gleich viel Energie pro Fahrgast und Kilometer verbrauchten, wie ein SUV. Dem kann nach Meinung der Freisinnigen mit einem ÖV-System entgegengewirkt werden, das sich an der Nachfrage orientiert.

Es existiert bereits eine grosse Vielfalt an nachfrageorientierten ÖV-Systemen vom Rufbus über Bus on Demand oder Shuttle on Demand bis hin zum sogenannten Ridepooling. Bei Letzterem werden die von verschiedenen Einzelpersonen per App auf dem Smartphone bestellten Busfahrten durch den Computer zu sinnvollen Routen zusammengelegt und ausgelöst. Für FDP und Jungfreisinnige könnte die Kombination von fixen Linien mit dem Ridepooling und verwandten Systemen eine attraktive Alternative zum heutigen städtischen ÖV-System darstellen.

Beispiel für einen von der Postauto AG betriebenen Rufbusversuch.

Beispiel für einen von der Postauto AG betriebenen Rufbusversuch.

Bild: H.P. Baertschi (14.6.2002)

In Zusammenhang mit der geplanten Ausdünnung von Buslinien wollen die freisinnigen Interpellantinnen und Interpellanten vom Stadtrat wissen, ob und welche Abklärungen für ein nachfrageorientiertes Busangebot bereits getätigt wurden und ob dabei auch die Zusammenarbeit mit privaten Anbietern in Betracht gezogen wurde. Weiter soll die Stadtregierung Auskunft geben, ob sie sich beim Kanton schon um Finanzen und Knowhow zumindest für einen Versuchsbetrieb mit einem «Bus on Demand»-System bemüht hat.

Ganz konkret wird die FDP/JF-Interpellation dann, wenn sie sich danach erkundigt, welche Buslinien aus Sicht der Stadt angesichts ungenügender Frequenzen für einen teilweisen oder vollständigen Ersatz durch ein Ridepooling-Modell in Frage kämen. Zudem soll die Stadt ausrechnen, wie gross die Einsparungen durch ein solches Ridepooling aufgrund geringerer Betriebskosten, kleinerer Busse und weniger starker Beanspruchung der Strassen wäre. (vre)

Hund verirrt sich in Rohrleitung: Durch Feuerwehr und Kanalroboter aus misslicher Lage befreit

Feuerwehrleute und andere Helfer am Eingang zum Rohrsystem, in dem am Montag im Bruggwald ein kleiner Hund festsass.

Feuerwehrleute und andere Helfer am Eingang zum Rohrsystem, in dem am Montag im Bruggwald ein kleiner Hund festsass.

Bild: Berufsfeuerwehr SG (20.6.2022)

Einen kleinen Hund aus einer ziemlich misslichen Lage befreit haben bereits am vergangenen Montagabend Feuerwehrleute, der Pikettdienst der Entsorgung und Mitarbeiter einer Spezialfirma im Bruggwald im Osten von St.Gallen. Dort war ein Hund nach 18 Uhr aus unbekannten Gründen in ein rund 50 Zentimeter durchmessendes Rohr einer Entwässerungsleitung gekrochen und fand den Ausgang nicht mehr. Die Rettung des Tiers gestaltete sich aufwendig, wie dem Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr zu entnehmen ist.

Mit dem Kanalroboter auf der Suche nach dem im Untergrund vermissten Vierbeiner.

Mit dem Kanalroboter auf der Suche nach dem im Untergrund vermissten Vierbeiner.

Bild: Berufsfeuerwehr SG (20.6.2022)

Obwohl mehrere Schachtdeckel geöffnet worden waren, konnte der vermisste Hund im Rohrsystem nicht lokalisiert werden. Schliesslich wurde eine auf Arbeiten in Kanälen spezialisierte Firma mit einem Roboter aufgeboten. Dieser wurde ins Rohr gesetzt und auf die Suche nach dem Vierbeiner geschickt. Auf diese Weise habe schliesslich Sichtkontakt zum Hund hergestellt werden können, schreibt die Berufsfeuerwehr. Mit Hilfe des Kanalroboters gelang es dann auch, das Tier zum Eingang des Rohrsystems zu locken.

Wo steckt der vermisste Hund?

Wo steckt der vermisste Hund?

Bild: Berufsfeuerwehr SG (20.6.2022)

Nachdem direkter Sichtkontakt zum Vierbeiner bestand, wurde ihm ein mit einem Seil gesicherter Angehöriger der Berufsfeuerwehr entgegengeschickt. Schliesslich konnte er wohlauf aus dem Rohr befreit werden. Im Einsatz standen neben den Feuerwehrleuten und ihrem Bereitschaftsdienstoffizier auch der Pikettdienst von Entsorgung St.Gallen, Mitarbeiter der auf Kanalarbeiten spezialisierten Privatfirma sowie kurz auch Stadtpolizisten. (fwzssg/vre)

Dramatische Rettungsaktion mit Happy End: Der Hund ist aus dem Rohr befreit und darob sichtlich erleichtert.

Dramatische Rettungsaktion mit Happy End: Der Hund ist aus dem Rohr befreit und darob sichtlich erleichtert.

Bild: Berufsfeuerwehr SG (20.6.2022)

Neues Entsorgungscenter in Winkeln: Provisorium nimmt Betrieb am 1. Juli auf, Neubau wird im Herbst eröffnet

Ab 1. Juli wird das städtische Entsorgungs- und Recyclingangebot im Westen von St.Gallen durch die Schläpfer Altmetall AG betreut. Derzeit wird immer noch an einem neuen Entsorgungszentrum in Winkeln gebaut. Dessen Eröffnung ist für Herbst geplant. Bis dahin wird in einem Provisorium auf dem gleichen Areal an der Letzistrasse entsorgt. Es befindet sich schräg gegenüber dem bisherigen Entsorgungsfachmarkt der Sorec.

Die Baustelle fürs neue Entsorgungscenter an der Letzistrasse hinter dem Bahnhof Winkeln.

Die Baustelle fürs neue Entsorgungscenter an der Letzistrasse hinter dem Bahnhof Winkeln.

Bild: Stadt St.Gallen

Die bauliche Verzögerung beim neuen Entsorgungscenter sind gemäss Mitteilung von Entsorgung St.Gallen durch Engpässe von Lieferanten aufgrund der aktuellen Marktlage entstanden. Nun schritten die Bauarbeiten aber voran. Die künftige Leichtbauhalle mit Abmessungen von 60 auf 25 Metern bietet witterungsgeschützte Sammelstellen für Recyclingmaterial. Dazu kommt eine grössere Zahl an Parkplätzen als bisher.

Die Trennung von Betriebs- und Besucherverkehr im neuen Entsorgungszentrum erhöhe die Sicherheit für die Kundschaft, heisst es in der Mitteilung weiter. Ausserdem sei auf dem Dach des Zentrums eine Fotovoltaikanlage vorgesehen: Sie soll jährlich 240’000 Kilowattstunden Strom produzieren und so den Strombedarf von mehr als 60 Vier-Personen-Haushalten decken.

Das neue Entsorgungscenter entsteht an der Letzistrasse schräg gegenüber dem alten Entsorgungsfachmarkt.

Das neue Entsorgungscenter entsteht an der Letzistrasse schräg gegenüber dem alten Entsorgungsfachmarkt.

Grafik: Stadt St.Gallen

Eine weitere Vereinfachung für alle, die entsorgen wollen, tritt ebenfalls auf den 1. Juli in Kraft: Ab dann gelten für die Entsorgungscentren West (Schläpfer Altmetall AG) und Ost (Max Müller AG) identische Öffnungszeiten. Geöffnet sind sie von Montag bis Freitag, 7.30 bis 11.45 und 13 bis 17.30 Uhr sowie an Samstagen, 8 bis 11.30 Uhr. Am Samstag werden nur Privat- und Kleinlieferanten, aber keine Lastwagen abgefertigt. Am Sonntag und an allgemeinen Feiertagen sind die Entsorgungsanlagen geschlossen. (sk/vre)

Wetter ist gekippt: Der Freitag wird gewittrig, der Samstag und Sonntag könnten aber erneut Badetage werden

Freibäder. Am St.Galler Mannenweier.

Freibäder. Am St.Galler Mannenweier.

Bild: Klaus Stadler (19.6.2022)

In der Nacht auf Freitag kippte auch in Stadt und Region St.Gallen das Wetter. Regen und Wind lösten die hochsommerlichen Verhältnisse ab. Verschiedene Meteo-Plattformen im Internet hatten für die Nacht eine Wetterwarnung herausgegeben: Es bestand die Möglichkeit für «unwetterartige Gewitter». In St.Gallen war zwischen 21 und 2 Uhr mit dem Durchzug zweier Fronten mit starker Blitzaktivität, mit heftigen Niederschlägen, Windböen und allenfalls auch Hagel zu rechnen.

Die Warnung auf der Internetplattform Meteo-Schweiz.

Die Warnung auf der Internetplattform Meteo-Schweiz.

Screenshot: PD

Am Freitag, 6 Uhr bis Mitternacht, soll es bei einigermassen angenehmen Temperaturen von 15 bis 21 Grad Celsius in diesem Stil weitergehen. Immer wieder werden trockene Phasen von durchziehenden nassen und windigen Fronten abgelöst. Der Samstag wird, nachdem sich die Anfangsbewölkung verzogen hat, schön und warm. Dieses Wetter hält sich bei Höchsttemperaturen von 25 bis 26 Grad Celsius bis am späten Sonntagnachmittag. Danach wird's auf den Wochenanfang hin wieder wechselhaft und gewittrig. (vre)

Badwassertemperaturen Stadt und Region St.Gallen

Stand: 23. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld26
Freibad Rotmonten23,8
Familien- und Frauenbad Dreilinden23
Mannenweier23
Schwimmbad Arbon
See25,2
Becken24
Schwimmbad Waldstatt25,8

Zweiter Platz für St.Gallen auf der europäischen Kokain-Rangliste: Untersuchung wirft mehr Fragen auf, als dass sie Antworten liefert

Auch der Stadtrat hat keine Erklärung dafür, wieso gemäss einer im Frühling publizierten Studie St.Gallen zu den europäischen Kokain-Hochburgen gehört. Den Resultaten der Untersuchung nach war der Kokainkonsum während einer Woche in der Region auffällig hoch. Er hat sich gegenüber der gleichen Untersuchung ein Jahr zuvor sogar verdoppelt. Das schreibt die Stadtregierung in ihrer Antwort auf eine Einfache Anfrage der grünen Stadtparlamentarierin Cornelia Federer.

2021 ist die Stadt St.Gallen in der europäischen Kokain-Rangliste gleich hinter dem belgischen Antwerpen auf Platz zwei gelandet.

2021 ist die Stadt St.Gallen in der europäischen Kokain-Rangliste gleich hinter dem belgischen Antwerpen auf Platz zwei gelandet.

Bild: Raphael Rohner (26.1.2022)

Eine Überprüfung der Zahlen ergab zwar inzwischen, dass bei der Erhebung Fehler gemacht wurden. Der korrekte Wert der in der Abwasserreinigung nachgewiesenen Kokainspuren liegt damit ein Drittel tiefer als ursprünglich publiziert. An der Platzierung von St.Gallen gleich hinter der belgischen Hafenstadt Antwerpen auf Platz zwei der europäischen Kokser-Rangliste hat das allerdings nichts geändert.

Abzuwarten bleibt für den Stadtrat, ob der Wert 2021 ein Ausreisser war oder ob es sich um einen stetig steigenden Trend handelt. Er schliesst in der Antwort auf die Einfache Anfrage nicht aus, dass das Resultat durch die Coronapandemie beeinflusst wurde: Im Zeitraum der Untersuchung in den städtischen Kläranlagen waren Bars und Clubs nach einem längeren Shutdown wieder geöffnet. Gleichzeitig wurde der öffentliche Raum stärker zur «Partyzone».

Die gesellschaftliche Akzeptanz und die Verfügbarkeit von Kokain hat in den vergangenen Jahren auch in St.Gallen zugenommen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz und die Verfügbarkeit von Kokain hat in den vergangenen Jahren auch in St.Gallen zugenommen.

 Bild: Raphael Rohner (31.3.2022)

Vieles am Resultat der Kokain-Untersuchung ist gemäss stadträtlicher Antwort auf den Vorstoss unklar. So liefere diese keine vertieften Infos über den Konsum. Man könne aus dem Resultat nicht ableiten, ob es einzelne Personen seien, die sehr viel und sehr regelmässig sehr reines Kokain konsumierten, oder ob es sich um viele Personen handle, die dafür seltener konsumierten. Auch der Reinheitsgrad des Kokains spiele eine Rolle. Dieser sei in den vergangenen Jahren immer höher geworden.

Die Zahl der Personen, die Kokain konsumieren, ist in den vergangenen Jahren in sämtlichen europäischen Städten tendenziell gestiegen. Der Konsum in St.Gallen war dabei gemäss Stadtrat bereits in den vergangenen Jahren vergleichsweise hoch. Man habe sich immer mit Zürich auf den vorderen Plätzen der Kokain-Rangliste abgewechselt. Klar sei aus der Befragung von Konsumenten, dass der Zugang zu Kokain einfach, die Verfügbarkeit gross sei. Und dies bei «moderaten Preisen».

Für die Kokain-Rangliste werden in Kläranlagen von Städten die Abbauprodukte der Droge gemessen und analysiert.

Für die Kokain-Rangliste werden in Kläranlagen von Städten die Abbauprodukte der Droge gemessen und analysiert.

Bild: Ralph Ribi (4.5.2018)

Schweizweit sei die gesellschaftliche Akzeptanz von Kokain gestiegen. Konsumiert werde über alle Schichten und Altersgruppen von jungen Erwachsenen bis hin zum mittleren Alter. Motiv für den Konsum sei neben dem Partyvergnügen Leistungssteigerung und Selbstoptimierung. Studien gingen davon aus, dass 90 bis 95 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten einen unproblematischen, punktuellen Gebrauch mit Koks pflegten. Rund 5 Prozent weisen einen problematischen Konsum auf, rund 1 Prozent gleitet in die Sucht ab.

Wie der steigende Kokainkonsum sich 2021 auf das Nachtleben in der Stadt St.Gallen ausgewirkt hat, lässt sich gemäss Stadtrat nicht schlüssig sagen. Ob auch konkrete Zwischenfälle damit in Zusammenhang stehen, ist unklar. Klar ist gemäss Stadtrat aber, dass Kokain neben erwünschten Wirkungen auch starke Nebenwirkungen haben kann. Es führt zu Enthemmung sowie erhöhter Reizbarkeit und Gewaltbereitschaft. Was klar ist: Der problematische Konsum und die Suchtfälle haben auch in St.Gallen zugenommen. (vre)

Sanierungsvorlage für Trolleybusse der VBSG: Referendumsfrist läuft

Das St.Galler Stadtparlament hat am 14. Juni der Vorlage zur Sanierung von Trolleybussen der städtischen Verkehrsbetriebe (VBSG) für über 2,6 Millionen Franken zugestimmt. Der Beschluss untersteht dem fakultativen Referendum. Das heisst, man kann dazu eine Volksabstimmung verlangen. Wer eine solche wünscht, muss innert dreissig Tagen 1’000 Unterschriften von städtischen Stimmberechtigten auf der Stadtkanzlei deponieren.

Die älteren Gelenktrolleybusse der Verkehrsbetriebe St.Gallen sollen aufgefrischt werden, um bis 2030 im Betrieb bleiben zu können.

Die älteren Gelenktrolleybusse der Verkehrsbetriebe St.Gallen sollen aufgefrischt werden, um bis 2030 im Betrieb bleiben zu können.

Bild: Ralph Ribi (5.1.2021)

Die Referendumsfrist für diese Vorlage, also die Frist in der die Unterschriften beigebracht werden müssen, ist gestartet und läuft jetzt bis 21. Juli. Anzeichen, dass jemand vom fakultativen Referendum Gebrauch machen will, gibt es im Moment keine. Die Vorlage ist im Internet unter www.stadtparlament.stadt.sg.ch zu finden oder kann bei der Stadtkanzlei (071’224’53’25) abgeholt werden. (sk/vre)

Zusammenstoss zwischen Kleinmotorrad und Velo: Ohne Helm wäre der Velofahrer jetzt wohl tot

Am Mittwochabend ist es auf der Lehnstrasse in St.Gallen-Bruggen zu einem schweren Unfall mit einem Kleinmotorrad und einem Velo gekommen. Die Lenkerin des Motorrades hatte den herannahenden Velofahrer zu spät bemerkt, so dass es zu einem Zusammenstoss kam. Der Velofahrer stürzte dabei und zog sich schwere Verletzungen zu.

Vermutlich nur dank seines Helms hat ein Velofahrer an der Lehnstrasse in St.Gallen den Zusammenstoss mit einem Töff schwer verletzt überlebt.

Vermutlich nur dank seines Helms hat ein Velofahrer an der Lehnstrasse in St.Gallen den Zusammenstoss mit einem Töff schwer verletzt überlebt.

Symbolbild: Kapo SG

Am Mittwoch, vor 19 Uhr, fuhr eine 31-Jährige mit ihrem Kleinmotorrad auf der Lehnstrasse. Nach eigenen Angaben wollte sie vor einer Garageneinfahrt wenden. Gleichzeitig fuhr ein 31-jähriger Velofahrer mit unbekanntem Tempo in entgegengesetzte Richtung. Die Frau übersah den Velofahrer und auch dieser konnte nicht rechtzeitig anhalten.

Die beiden Zweiräder stiessen deswegen frontal-seitlich zusammen. Der Velofahrer stürzte und zog sich dabei , trotz seines Velohelms, erhebliche Verletzungen zu. Die Stadtpolizei geht gemäss Mitteilung vom Donnerstag davon aus, dass der 31-Jährige den Zwischenfall ohne seinen Helm nicht überlebt hätte. (stapo/vre)

Zurückgerollt oder aufgefahren? Stadtpolizei sucht Zeugen

Am Mittwochmorgen ist es vor der Lichtsignalanlage auf der südlichen Zufahrtsrampe zur Leonhardsbrücke in St.Gallen zu einem Unfall mit zwei Autos gekommen.  Vor der Liegenschaft St.-Leonhard-Strasse 65 stiessen zwei Autos zusammen. Die Lenkerin und der Lenker sind sich uneins, ob es zum Unfall kam, weil das vordere Fahrzeug zurückgerollt oder das hintere aufgefahren ist. Die Polizei sucht unter 071'224'60'00 nach Personen, die Angaben zum Hergang des Unfalls machen können.

Wer ist schuld? Rollte der gelbe PW rückwärts gegen den Lieferwagen oder fuhr Letzterer auf Ersteren auf? Die Stadtpolizei sucht Zeugen.

Wer ist schuld? Rollte der gelbe PW rückwärts gegen den Lieferwagen oder fuhr Letzterer auf Ersteren auf? Die Stadtpolizei sucht Zeugen.

Bild: Stadtpolizei SG (22.6.2022)

Am Mittwoch, 10.10 Uhr, fuhr gemäss Mitteilung der Stadtpolizei ein gelber Skoda Octavia vor einem grauen Lieferwagen der Marke Ford auf der St.-Leonhard-Strasse in Richtung Brücke. Die Autos hielten dann vor dem Lichtsignal. Als dieses auf grün wechselte, wollte die Lenkerin im Skoda genauso wie der Lenker des Lieferwagens eigentlich losfahren. Was dann genau geschah, ist strittig. Die beiden Autos stiessen jedenfalls zusammen. Verletzt wurde dabei niemand. (stapo/vre)

Familie Kriemler kauft am Multertor nach dem UBS-Gebäude auch noch das Haus «Rösslitor»: Einkaufsstadt St.Gallen stärken

Eine interessante Handänderung gibt’s am St.Galler Multertor. Die Wildegg AG (Familie Kriemler, bekannt vom Modehaus Akris sowie vom Hotel und Kongresszentrum Einstein) hat von den Eigentümern des Warenhauses Globus die Liegenschaft «Rösslitor» erworben. Der Wildegg AG gehört bereits seit sieben Jahren das Geschäftshaus auf der gegenüberliegenden Seite der Multergasse; darin war einst die Textilbörse und zuletzt die Grossbank UBS untergebracht. Neu soll das Warenhaus Globus aus dem Haus «Rösslitor» hierhin wechseln.

Nach dem ehemaligen Textil- und Bankgebäude am Multertor (links) kauft die Wildegg AG der Familie Kriemler das Haus Rösslitor (rechts).

Nach dem ehemaligen Textil- und Bankgebäude am Multertor (links) kauft die Wildegg AG der Familie Kriemler das Haus Rösslitor (rechts).

Bild: Ralph Ribi (4.4.2022)

Die Globus-Eigentümer hätten in Verbindung mit dem neuen Mietvertrag fürs ehemalige Börsen- und Bankgebäude entschieden, das Haus «Rösslitor» zu veräussern, heisst es in einer Mitteilung der Wildegg AG vom Donnerstag. Über den Kaufpreis der Liegenschaft «Rösslitor» und allfällige weitere Bedingungen wurde Stillschweigen vereinbart. Die Wildegg AG will jetzt «zügig» die Vermietung der Neuerwerbung an die Hand nehmen.

Interessant ist diese Handänderung an einen einheimischen Eigentümer nicht zuletzt mit Blick auf die Entwicklung des innerstädtischen Detailhandels. Durch das Ende der Coronapandemie sind die Bedingungen im Einzelhandel wieder besser geworden. Mit den Räumen im Haus «Rösslitor» wollen die neuen Eigentümer komplementäre Produkte und Dienstleistungen zum bisherigen Angebot ansprechen, «die dem Gesamtangebot am Standort dienlich sind». Dadurch soll die Attraktivität der Einkaufsstadt St.Gallen gestärkt werden.

Das Multertor mit dem Broderbrunnen, dem ehemaligen Börsen- und Bankpalast sowie dem Haus Rösslitor ist der Eingang zur wichtigsten Einkaufs- und Flaniermeile in der St.Galler Altstadt.

Das Multertor mit dem Broderbrunnen, dem ehemaligen Börsen- und Bankpalast sowie dem Haus Rösslitor ist der Eingang zur wichtigsten Einkaufs- und Flaniermeile in der St.Galler Altstadt.

Bild: Tobias Garcia (14.6.2021)

Der Ausbau des ehemaligen Börsen- und Bankgebäudes am Multertor wie auch die Vorbereitungen auf den Einzug des Globus schreiten gemäss Mitteilung der Wildegg AG planmässig voran. Ende Juli werde Globus das Baugesuch für den Betrieb des Kaufhauses einreichen. «Der neue Globus» werde die Attraktivität des Standorts steigern, und die ganze Entwicklung am Multertor, auf beiden Seiten am wichtigsten Eingang zur Altstadt, die Attraktivität des Einzelhandels der Stadt St.Gallen «wesentlich erhöhen», schreibt die Wildegg AG in ihrer Mitteilung. (pd/vre)

Jungfreisinnige bauen Vorstand um: Alessio Vaninetti aus Engelburg neu gewählt

Wichtigstes Geschäft an der diesjährigen Hauptversammlung der Jungfreisinnigen des Kantons St.Gallen (JFSG) war am Dienstagabend beim «Startfeld» in St.Gallen die Neubesetzung des Vorstands. Mihajlo Mrakic (Events) und Roger Huber (Generalsekretär) wurden gemäss Mitteilung mit Dank und Applaus verabschiedet. Neu in den Vorstand gewählt wurde Alessio Vaninetti (Engelburg) als Generalsekretär.

Jens Jäger wurde Mitte Juni zum Präsidenten des St.Galler Kantonsrates gewählt. An der HV der Jungfreisinnigen war er jetzt Ehrengast.

Jens Jäger wurde Mitte Juni zum Präsidenten des St.Galler Kantonsrates gewählt. An der HV der Jungfreisinnigen war er jetzt Ehrengast.

Bild: Benjamin Manser (14.6.2022)

Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden am Dienstag die bisherigen Vorstandsmitglieder Joel Mäder (Goldach, Präsident), Oliver Wick (St.Gallen, Vizepräsident), Ladina Locher (St.Gallen, Kommunikation), Lorenzo Friedli (Mörschwil, Kampagnen) und Florian Stettler (Mörschwil, Finanzen). Das bisherige Vorstandsressort «Events» wurde auf Antrag des Vorstands aufgelöst, um die Organisation zu straffen und die Aufgaben effizienter auf die Vorstandsmitglieder verteilen zu können.

Ehrengast an der diesjährigen Hauptversammlung der St.Galler Jungfreisinnigen war der frisch gewählte Kantonsratspräsident Jens Jäger (FDP, Vilters-Wangs). Er überbrachte Grussworte und betonte die Wichtigkeit der Jungfreisinnigen als Nachwuchsorganisation der FDP. Seine eigene Karriere sei ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohne, politisch am Ball zu bleiben und nie aufzugeben, heisst es in der JFSG-Mitteilung. Die Jungpartei schätzten es sehr, dass sich Jäger Zeit für den Nachwuchs nehme und ihn mit seiner Erfahrung unterstütze. (pd/vre)

Einbruch in Café in St.Georgen: 100 Franken gestohlen und für 300 Franken Schaden angerichtet

Der kriminaltechnische Dienste der Kantonspolizei untersucht auch den Einbruch ins Café in St.Georgen.

Der kriminaltechnische Dienste der Kantonspolizei untersucht auch den Einbruch ins Café in St.Georgen.

Symbolbild: Kapo SG

Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen haben Einbrecher ein Café in der St.-Georgen-Strasse in St.Gallen heimgesucht. Die Täter hebelten gemäss Mitteilung der Kantonspolizei die Schiebetüre zum Geschäft auf. Danach durchsuchten sie die Räume und liessen rund 100 Franken in bar mitlaufen. Zudem richteten sie Sachschaden für rund 300 Franken an. (kapo/vre)

Würdigung für ausserordentliche Leistungen: Preise und Medaillen gewonnen

Der St.Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker hat am Mittwoch Gymnasiastinnen und Gymnasiasten gewürdigt, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet haben. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen am Burggraben, Wil und Wattwil wurden vom Regierungsrat und Tina Cassidy, der Leiter des Amtes für Mittelschulen, im Staatskeller des Regierungsgebäudes in St.Gallen empfangen.

Gruppenbild mit Regierungsrat: Stefan Kölliker und die von ihm gewürdigten Jugendlichen auf der St.Galler Festspielbühne.

Gruppenbild mit Regierungsrat: Stefan Kölliker und die von ihm gewürdigten Jugendlichen auf der St.Galler Festspielbühne.

Bild: Kanton St.Gallen (22.6.2022)

Zur Delegation der Kanti am Burggraben gehörten zehn Jugendliche, die für ihre Leistungen gewürdigt wurden: Janne Edel hat den Schweizer Maturaarbeitspreis gewonnen. Basil Furrer und Sarah Stambach haben dank grosser Arbeit mit der Klasse 3fNP beim Mathematikwettbewerb der ETH den ersten Platz erreicht. Die Maturaarbeit von Soraya Schwensow wurde am 56. nationalen Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» mit dem Prädikat «hervorragend» ausgezeichnet.

An der Schweizer Geografie-Olympiade 2021 haben Leonhard Kick eine Gold- sowie Mike Gubler und Leif Posthumus je eine Silbermedaille gewonnen. An der Schweizer Linguistik-Olympiade 2022 hat Marvin Lundgern eine Goldmedaille errungen. An der Schweizer Physik-Olympiade 2022 wiederum gab’s eine Silbermedaille für Olivia Parisi. Und Linus Lüchinger hat an der Schweizer-Informatik-Olympiade 2022 den ersten Platz erreicht. (SK/vre)

Anfang Juli treffen sich in Appenzell Jodlerinnen und Jodler aus der ganzen Nordostschweiz: Grosseinsatz für die Appenzeller Bahnen

Ausnahmezustand dürfte am Wochenende vom 1. bis 3. Juli in Appenzell und auf allen Verkehrswegen dorthin herrschen. Dann findet nämlich im Innerrhoder Hauptort das Nordostschweizerische Jodlerfest (NOSJF) statt. Die Organisatorinnen und Organisatoren rechnen an den drei Tagen mit rund 45’000 Besucherinnen und Besuchern. Wer dannzumal in der Region St.Gallen und Appenzellerland mit dem ÖV oder dem Auto unterwegs ist, tut gut daran, den Ansturm in seine Reisepläne einzukalkulieren.

Das Organisationskomitee des NOSJF empfiehlt Besucherinnen und Besuchern, für An- und Abreise nach Appenzell den öffentlichen Verkehr zu benutzen. Das Festgelände befindet sich dort gleich neben dem Bahnhof. Die Appenzeller Bahnen (AB) jedenfalls bereiten sich auf einen Ansturm vor. Sie setzen gemäss Mitteilung vom Donnerstag zwischen dem 1. und 3. Juli Extrazüge ein und verstärken regulär verkehrende Zugskompositionen.

Eine Komposition der Appenzeller Bahnen (AB).

Eine Komposition der Appenzeller Bahnen (AB).

Bild: AB

Um die Jodelfans transportieren zu können, ist auf der Linie von St.Gallen nach Appenzell am NOSJF-Wochenende zu Stosszeiten ein Viertelstundentakt geplant. Dieser wird am Freitagabend, am Samstag- und Sonntagvormittag sowie am Sonntagnachmittag angeboten. Damit angesichts der zu erwartenden Gästemassen genügend Zeit zum Ein- und Aussteigen bleibt, verkehren die Züge zwischen Gossau, Appenzell und Wasserauen nach einem angepassten Fahrplan. Zwischen Weissbad und Wasserauen fahren Bahnersatzbusse.

Die Änderungen des Bahnfahrplans haben zwischen Appenzell und Wasserauen wiederum Auswirkungen auf den Postautofahrplan zwischen Weissbad und Brülisau. Das müssen all jene, die an jenem Wochenende in den Alpstein wollen im Auge behalten. Am 2. und 3. Juli fahren die Postautos sieben Minuten früher an der Talstation der Kastenbahn in Brülisau ab; sie treffen dort von Weissbad her zudem acht Minuten später ein. In Weissbad werden die Anschlüsse von und nach Appenzell und Wasserauen gewährleistet.

Zug der Appenzeller Bahnen auf dem St.Galler Bahnhofplatz. Auch hier wird man Anfang Juli den Ansturm aufs Jodlerfest in Appenzell spüren.

Zug der Appenzeller Bahnen auf dem St.Galler Bahnhofplatz. Auch hier wird man Anfang Juli den Ansturm aufs Jodlerfest in Appenzell spüren.

Leserbild: Klaus Stadler (5.10.2019)

Fürs Wochenende des Jodelfests planen die AB auch ein zusätzliches Nachtangebot. In der Nacht von Freitag auf Samstag verkehren beispielsweise die Züge von Appenzell nach Gais, Teufen und St. Gallen bis 23.14 Uhr alle 30 Minuten, anschliessend im Anderthalb-Stunden-Takt bis 3.17 Uhr. Von Samstag auf Sonntag verkehren die Züge zwischen Appenzell und St.Gallen alle 30 Minuten durchgehend bis um 3.17 Uhr. Auch zwischen Appenzell und Gossau wird der Nachtfahrplan vom 1. bis 3. Juli verdichtet und verlängert.

Das Nordostschweizerische Jodlerfest wird fürs Bahnpersonal einen Grosseinsatz bedeuten. Die Schalter im Bahnhof Appenzell sind am 1. und 2. Juli bis 23 Uhr geöffnet. Über das ganze Wochenende stehen zusätzliche Bahnmitarbeiterinnen und Bahnmitarbeiter im Einsatz. Dazu zählen Lokpersonal, Zugbegleiter, Verkaufspersonal, Mitarbeiter der Betriebszentrale, Freiwillige für Pikettdienste beim Rollmaterial und im Elektrodienst sowie Freiwillige zur Kundenlenkung. (pd/vre)

Das gesamte Fahrplanangebot während des NOSJF ist auf der SBB-Mobile-App und im Internet bei sbb.ch verfügbar.

Hauptversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft: Heidi Gstöhl und Claudius Luterbacher aus Vorstand zurückgetreten

Erstmals seit Ausbruch der Coronapandemie Anfang 2020 hat die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons St.Gallen (GGK) am Montag wieder eine Jahresversammlung durchführen können. Auf den Anlass hin haben nach 22 Jahren Heidi Gstöhl und nach zwölf Jahren Claudius Luterbacher ihre Rücktritte aus dem GGK-Vorstand gegeben. Bei beiden erfolgt der Abgang aus beruflichen Gründen.

Johannes Gunzenreiner (rechts) verabschiedet Heidi Gstöhl und Claudius Luterbacher aus dem Vorstand der Gemeinnützigen Gesellschaft.

Johannes Gunzenreiner (rechts) verabschiedet Heidi Gstöhl und Claudius Luterbacher aus dem Vorstand der Gemeinnützigen Gesellschaft.

Bild: GGK SG

Heidi Gstöhl zieht’s zurück in «die alte Heimat»: Sie verlässt das Stadtsanktgaller Amt für Gesellschaftsfragen nach 25 Jahren vor den Sommerferien und tritt am 1. September ihre neue Stelle als Leiterin des Amtes für Soziales im Fürstentum Liechtenstein an. Claudius Luterbacher, langjähriger Kanzler des Bistums, übernimmt per September die Leitung des Amtes für Soziales des Kantons St.Gallen.

Gstöhl und Luterbacher wurden an der Jahresversammlung von GGK-Präsident Johannes Gunzenreiner verabschiedet. Ersetzt werden die beiden vorerst nicht. «Der Vorstand hat entschieden, aktuell keine neuen Vorstandsmitglieder vorzuschlagen», sagte der Präsident dazu am Montagabend. Er sowie die verbleibenden acht Mitglieder des Vorstands führen ihre Ämter und die Geschäfte gemäss Mitteilung weiter. (pd/vre)

Kunststoffabfälle aus dem Haushalt konsequenter wiederverwerten: Stadt St.Gallen will nicht, andere Entsorger springen in die Lücke

In der Stadt St.Gallen wird Mischkunststoff anders als in anderen Abfallregionen nicht separat zum Recycling entgegengenommen. Als Grund dafür wurde in der Vergangenheit die kritische Ökobilanz dieser Art der Wiederverwertung angeführt. Plastik wandert in St.Gallen daher in die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA), die seit einigen Jahren offiziell Kehrichtheizkraftwerk (KHK) genannt wird. Im Sittertobel wird der Mischplastik verbrannt und so als Brennstoff für die Fernwärme genutzt.

In der Stadt St.Gallen werden - im Gegensatz zu den benachbarten Abfallregionen - Mischkunststoffe nicht separat gesammelt. Sie wandern ins Kehrichtheizkraftwerk (KHK) und werden verbrannt.

In der Stadt St.Gallen werden - im Gegensatz zu den benachbarten Abfallregionen - Mischkunststoffe nicht separat gesammelt. Sie wandern ins Kehrichtheizkraftwerk (KHK) und werden verbrannt.

Bild: Benjamin Manser (9.8.2017)

Die Forderung nach konsequenterer Abfallvermeidung in der Stadt ist aus Kreisen der Grünen und seitens einzelner umweltbewusster Konsumentinnen immer wieder zu hören. Anfang Jahr war das wieder einmal im Stadtparlament der Fall - in Zusammenhang mit dem vielleicht etwas unglücklich gewählten Beispiel von Einwegwindeln. Kritisch angemerkt wurde dabei auch, dass das städtische Konzept zur Abfallvermeidung eben wegen der Mischkunststoffe lückenhaft sei.

Jetzt ist die Frage des Recycling von Mischkunststoffen am Beispiel von Verpackungen von Tetra Pak im St.Galler Stadtmelder aufgetaucht. Ein Nutzer der elektronischen Klagemauer der Stadtverwaltung wunderte sich, dass man in Gemeinden rund um St.Gallen solche Verpackungen separat zum Recycling abgeben kann, die Stadt diesen Service aber nicht anbietet. Er fragte nach dem Grund und danach, ob eine Ergänzung des Entsorgungskonzepts geplant sei.

Der «Ökihof» in Zug ist ein Schweizer Pionier in Sachen Plastik- und Kunststoffrecycling.

Der «Ökihof» in Zug ist ein Schweizer Pionier in Sachen Plastik- und Kunststoffrecycling.

Bild: Stefan Kaiser

In der Antwort im Stadtmelder weist Entsorgung St.Gallen darauf hin, dass Getränkeverpackungen wie jene von Tetra Pak neben anderen Materialien auch eine Kunststoffbeschichtung und Aluminium enthalten. Deshalb könne das Material nicht zusammen mit Altkarton recycelt werden. Für die Verwertung müssten die Materialien aufwendig voneinander getrennt werden.

In der Stadt St.Gallen sei zurzeit keine separate Sammlung von Getränkeverpackungen geplant. Deshalb könne man diese weiterhin im Kehrichtsack entsorgen, heisst es im Stadtmelder. Und das löst gleichenorts in der Kommentarspalte Widerspruch aus: Die Stadt sei doch einfach nicht daran interessiert, Verpackungen von Tetra Pak zu rezyklieren. Diese würden nämlich als Brennstoff für die Fernwärme gebraucht, die man teuer verkaufen könne, kritisiert einer.

Das separate Sammeln von Kunststoffen aus Haushalten nimmt langsam zu. Ein System ist der sogenannte «Kuh Bag».

Das separate Sammeln von Kunststoffen aus Haushalten nimmt langsam zu. Ein System ist der sogenannte «Kuh Bag».

Bild: PD

Andere, die die Diskussion um Getränkeverpackungen kommentieren, weisen darauf hin, dass man solche Verpackungen und anderen Mischkunststoff auch als Stadtsanktgallerin oder Stadtsanktgaller dem Recycling zuführen könne. Man könne Verpackungen von Tetra Pak im «Kuh Bag» sammeln, schreibt eine Diskussionsteilnehmerin. Der wird von Ostschweizer Abfallregionen aus der Nachbarschaft der Stadt St.Gallen (A-Region, Region KVA TG, Region ZAB) verwendet.

Der «Kuh Bag» kann an Sammelstellen in Gemeinden rund um die Stadt zurückgegeben werden. Explizit genannt werden im Stadtmelder Wittenbach und Engelburg, in Gossau ist's aber gemäss Internet auch möglich. Wer in der Stadt also Mischkunststoffe separat entsorgen will, muss einen längeren Weg zur Recyclingstelle auf sich nehmen. Was - je nach Länge des Weges und der Art des Verkehrsmittels - den Umweltgedanken wieder ziemlich strapaziert.

Der «Kuh Bag» zum Sammeln und separat Entsorgen von Kunststoffen.

Der «Kuh Bag» zum Sammeln und separat Entsorgen von Kunststoffen.

Bild: PD

Und sogar auf Stadtgebiet sei es trotz «hartnäckiger» Weigerung der städtischen Entsorger möglich, Verpackungen von Tetra Pak direkt separat zum Recycling abzugeben, weiss ein anderer in der Kommentarspalte des Stadtmelders. Da beginnt dann allerdings etwas die Verwirrung um die Entsorgung der Getränkeverpackungen. Der  unter anderem genannte Discounter im Neumarkt nimmt sie nämlich schon seit einigen Jahren offiziell nicht mehr entgegen. (vre)

Im Internet werden Spezialformen des Recycling vorgestellt. Allgemeine Infos - und eine etwas temperamentvolle Landkarte mit Entsorgungsstellen - finden sich bei Swiss Recycling . Infos gibt's zudem beim Verein für Getränkekarton-Recycling.

Skiclub Riethüsli: Gleich drei neue Hüttenwarte für die Ebenalp

Knapp 19 Jahre lang war Jörg «Bischi» Bischof ohne Unterbruch Hüttenwart der Clubhütte des Skiclubs Riethüsli auf der Ebenalp. Winter für Winter hat er die Gäste bewirtet und sich um die Hütte gekümmert. Auf die diesjährige Hauptversammlung hin hat Jörg Bischof sein Amt abgegeben. «Ich blicke auf eine wunderschöne Zeit zurück und bedanke mich herzlich bei meinen Vorstandskollegen für die tolle Zusammenarbeit», sagte der abtretende Hüttenwart.

Hüttenwart Jörg Bischof (rechts) wird von SC Riethüsli-Präsident Paul Steiner verabschiedet.

Hüttenwart Jörg Bischof (rechts) wird von SC Riethüsli-Präsident Paul Steiner verabschiedet.

Bild: Daniel Steiner

Bischof wurde an der Hauptversammlung mit Applaus, einem Geschenk und vielen lobenden Worten verabschiedet. «Jörg Bischof hat massgeblich dazu beigetragen, dass in der Hütte immer alles funktioniert hat und dass sich alle wohlgefühlt haben. Wir danken ihm herzlich für sein unermüdliches Engagement und den jahrelangen Einsatz», sagte unter anderem Paul Steiner, Präsident des Skiclubs Riethüsli.

Der Skiclub Riethüsli hat für die Clubhütte und die Nachfolge von Jürg Bischof gleich drei neue Hüttenwarte gefunden. Es sind dies mit Sandra und Ralph Müntener sowie Daniel Steiner. Die drei haben gemäss Mitteilung eine enge Verbundenheit zur Ebenalp und sind mit den dortigen Örtlichkeiten auch bestens vertraut. Ab Mitte September ist die Hütte des Skiclubs Riethüsli wieder bewirtet. Die neuen Hüttenwarte freuten sich auf zahlreiche Gäste, heisst es in der Mitteilung zur Hauptversammlung. (dst/vre)

Auf Brücke gewendet und Bus gerammt - die Bilder

Die demolierte Frontseite des Busses zeugt von der Heftigkeit des Zusammenpralls mit dem PW, der versucht hatte, hier zu wenden.

Die demolierte Frontseite des Busses zeugt von der Heftigkeit des Zusammenpralls mit dem PW, der versucht hatte, hier zu wenden.

Bild: Stadtpolizei SG (21.6.2022)

Ein ziemlich ungewöhnlicher Unfall hat sich am Dienstagvormittag auf der Leonhardsbrücke ereignet (STADT-TICKER, 21.6.2022, 10:59 Uhr). Ein 51-Jähriger, der auf der Brücke stadteinwärts unterwegs war, wollte vor dem Lichtsignal wenden, übersah einen nahenden Bus und rammte diesen seitlich-frontal. Buspassagiere wurden beim Zusammenstoss unbestimmt verletzt und begaben sich selbständig zur Kontrolle ins Spital. Das Personenauto musste abgeschleppt werden. (stapo/vre)

Die Unfallstelle auf der Leonhardsbrücke von hinten.

Die Unfallstelle auf der Leonhardsbrücke von hinten.

Bild: Stadtpolizei SG (21.6.2022)

Baubewilligung für Pfadiheim ist erteilt: Spatenstich am Schlösslihang in Bruggen ist Ende August

Der Neubau des Pfadiheims der Pfadi St.Martin beim Schlössli Haggen hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Die städtischen Baubehörden haben dem Projekt die Baubewilligung erteilt. Baubeginn wird nach den Sommerferien, Spatenstich mit geladenen Gästen Ende August sein. Auch das ursprünglich angestrebte Finanzierungsziel hat die Pfadi St.Martin «nahezu» erreicht. Allerdings ist die Finanzierung des Neubaus damit nicht zu 100 Prozent gesichert. Dies wegen der Baukostenteuerung.

So soll das neue Pfadiheim der Pfadi St.Martin Bruggen zwischen Oberstrasse und Schlösslihang dereinst aussehen.

So soll das neue Pfadiheim der Pfadi St.Martin Bruggen zwischen Oberstrasse und Schlösslihang dereinst aussehen.

Bild: Pfadi St.Martin

Alles in allem sind die Initiantinnen und Initianten des Pfadiheim-Neubaus vom Stand der Dinge befriedigt, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Die Baubewilligung sei ohne Einsprachen und auch ohne nennenswerte Nachreichung von Dokumenten über die Bühne gegangen. Die minutiöse Planungs- und Vorbereitungsarbeit wie die konstruktive Kooperation mit den städtischen Behörden habe da Früchte getragen.

Das alte Pfadiheim steht gegenüber dem Bauplatz fürs neue an der Oberstrasse beim Schlössli Haggen.

Das alte Pfadiheim steht gegenüber dem Bauplatz fürs neue an der Oberstrasse beim Schlössli Haggen.

Bild: Pfadi St.Martin (17.6.2021)

Jetzt könne am Projekt weitergeplant werden, heisst es in der Mitteilung. Man sei auch zuversichtlich, die letzte finanzielle Hürde in allernächster Zeit überwinden zu können. Das Projektteam habe in den vergangenen fünf Jahren viel erreicht. Dies nicht zuletzt dank vieler Unterstützerinnen und Unterstützer sowie von Personen, «die unsere Begeisterung fürs neue Pfadiheim teilen». (pd/vre)

Richtfest an der Greifenstrasse am westlichen Rosenberg: Alle Eigentumswohnungen sind verkauft, Vermietung ab Frühherbst

In der Überbauung «Solarius» an der Greifenstrasse am westlichen St.Galler Rosenberg entstehen 20 neue Eigentums- und 32 neue Mietwohnungen. Das Bauprojekt hat dieser Tage mit der Fertigstellung des Rohbaus einen wichtigen Meilenstein erreicht: Am 16. Juni konnte die Bauherrschaft für 120 am Bau Beteiligte, Projektpartner, Nachbarn und weitere geladene Gäste das Richtfest ausrichten.

Blick über die Baustelle an der Greifenstrasse. Im Hintergrund ist der Turm der Fachhochschule zwischen den Bäumen zu erkennen.

Blick über die Baustelle an der Greifenstrasse. Im Hintergrund ist der Turm der Fachhochschule zwischen den Bäumen zu erkennen.

Bild: PD

Bauherr Patrick Gschwend zeigte sich gemäss Mitteilung am Anlass befriedigt. «Wir freuen uns, dass wir mit dem Richtfest die letzte Bauphase starten können.» Und auch Vermarkter Florian Meier von der Meier & Partner Immobilien AG war bester Laune. «Alle 20 Eigentumswohnungen sind schon lange vor dem Richtfest verkauft worden», wird er in der Mitteilung zitiert. Er sieht diesen Erfolg als Beleg für die hohe Attraktivität des Projekts. «Solarius» ermögliche das Wohnen «in einer grünen Stadtoase» und in moderner Architektur.

Auf dem Grundstück an der Greifenstrasse werden mit dem Projekt «Solarius» insgesamt vier dreigeschossige Terrassenhäuser erstellt. Dabei entstehen neben 20 Eigentums- auch 32 Mietwohnungen mit 2,5 bis 5,5 Zimmern. Sie weisen je eine Fläche von 60 bis 160 Quadratmeter auf. Die Vermietung in den Neubauten wird gemäss Mitteilung im Frühherbst offiziell starten. Bezugsbereit sollen die Wohnungen per 1. März 2023 sein.

Handwerker am Richtfest für die neue Überbauung «Solarius» an der Greifenstrasse.

Handwerker am Richtfest für die neue Überbauung «Solarius» an der Greifenstrasse.

Bild: PD

Das Wohnbauprojekt an der Greifenstrasse hat eine Vorgeschichte. Für die Neubauten wurden nämlich vier bestehende Häuser abgebrochen. Für den Erhalt eines der Gebäude hatte der Heimatschutz auf dem Rechtsweg gekämpft: Es handelte sich um die Villa Recife, die aber nicht im Inventar schutzwürdiger Bauten der Stadt auftauchte und daher abgebrochen werden durfte. Der WWF intervenierte zudem wegen der Umgebungsgestaltung. Hier ging es vor allem um den Erhalt grosser Bäume, die fürs Projekt hätten gefällt werden sollen. (pd/vre)

Informationen zur Wohnüberbauung Solarius gibt’s im Internet.

Jugendwettbewerb: Über 443 Bilder aus der Stadt St.Gallen beurteilt und zwölf Preise verteilt

Der diesjährige Raiffeisen-Jugendwettbewerb war der Frage «Was ist Schönheit?» gewidmet. Aus der Stadt St.Gallen gingen 443 Zeichnungen ein. Sie wurden von einer neutralen Fachjury beurteilt. Je vier Gewinnerinnen und Gewinner in drei Alterskategorien wurden mit Preisen ausgezeichnet. Am Dienstag fand die Preisverleihung bei der Raiffeisenbank St.Gallen statt. Die zwölf Ausgezeichneten konnten gemäss Mitteilung eine Kino-Geschenkkarte für 100 Franken und ein Geschenkpaket vom Gabentisch in Empfang nehmen.

Alle zwölf Preisträgerinnen und Preisträger des 52. Raiffeisen-Jugendwettbewerbs aus der Stadt St.Gallen.

Alle zwölf Preisträgerinnen und Preisträger des 52. Raiffeisen-Jugendwettbewerbs aus der Stadt St.Gallen.

Bild: PD (21.6.2022)

Mit dem Jugendwettbewerb will Raiffeisen Kinder und Jugendliche regelmässig dazu animieren, sich kreativ mit gesellschaftlichen Fragen zu beschäftigen. Der internationale Kreativwettbewerb ist mit rund einer Million Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Jahr einer der grössten seiner Art. Er findet Jahr für Jahr in sechs Ländern statt – in Deutschland, Frankreich, Italien (Südtirol), Luxemburg, Österreich und der Schweiz.

Der 52. Raiffeisen-Jugendwettbewerb wollte Teilnehmerinnen und Teilnehmer altersgerecht dazu animieren, sich über Schönheit Gedanken zu machen. Schönheit ist subjektiv. Und nicht nur das: Was als schön gilt, hat immer auch etwas mit der Gesellschaft und der Zeit zu tun, in der man lebt. Es sei daher wichtig, sich nicht zu sehr von den Schönheitsidealen anderer dominieren zu lassen, sondern seinen eigenen Geschmack zu finden und jenen anderer Personen respektieren zu lernen.

Joline Lambeau präsentiert an der Preisverleihung des Raiffeisen-Jugendwettbewerbs ihr prämiertes Bild.

Joline Lambeau präsentiert an der Preisverleihung des Raiffeisen-Jugendwettbewerbs ihr prämiertes Bild.

Bild: PD (21.6.2022)

Neben Einzelpersonen konnten am Raiffeisen-Jugendwettbewerb auch wieder ganze Schulklassen mit Gruppenarbeiten teilnehmen. Die St.Galler Jury hat daher auch einen Klassenpreis vergeben. Die 500 Franken für die Klassenkasse gehen an die Klasse 1b der Talentschule Oberstufe Centrum Bürgli von Lehrer Benjamin Hanimann. Einzelpreise gingen an folgende Schülerinnen und Schüler:

  • 1. bis 3. Klasse: Marie Kirschmeier, Adelina Klein, Alisha Barbolin und Elin Sutter.
  • 4. und 5. Klasse: Evalena Widmer, Noe Eberle, Greta Gässlein und Joline Lambeau.
  • Ab 6. Klasse: Liza Lukyanova, Lorna Guggenheimer, Aliza Ramani und Andrej Nelica. (pd/vre)

Reges Interesse am Vorprojekt für Marktplatz und Bohl: 280 Stellungnahmen bei der Stadt eingegangen

Im Mitwirkungsverfahren für die Neugestaltung von Marktplatz und Bohl sind von Mitte Mai bis Mitte Juni per Internet rund 280 Stellungnahmen eingegangen. Das Interesse am Vorprojekt war damit ausserordentlich rege. Die Stadt trägt jetzt die Stellungnahmen zusammen und wertet sie aus. Der Mitwirkungsbericht soll bis kommenden Herbst vorliegen. Ob und inwieweit es aufgrund des Mitwirkungsverfahrens zu Projektanpassungen kommen wird, ist derzeit völlig offen.

Der St.Galler Marktplatz wird durch den öffentlichen Verkehr geprägt. Hier soll links eine neue ÖV-Haltekante Richtung Bahnhof entstehen.

Der St.Galler Marktplatz wird durch den öffentlichen Verkehr geprägt. Hier soll links eine neue ÖV-Haltekante Richtung Bahnhof entstehen.

Bild: Reto Martin (10.6.2022)

Gesichtet und bearbeitet werden die Stellungnahmen zum «neuen» Marktplatz in den vier Kapiteln Platzgestaltung, Verkehr, Hochbau und Markt. Im August 2022 sollen die Rückmeldungen in den fürs Projekt verantwortlichen städtischen Direktionen Planung und Bau sowie Soziales und Sicherheit ausgewertet werden. Bis Herbst soll der Mitwirkungsbericht vorliegen, auf dessen Basis die Stadtregierung über das weitere Vorgehen informieren will.

Der Planungs- und Entscheidungsprozess zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl in St.Gallen ist eine bereits längere Leidensgeschichte. 2011 und 2015 lehnte das städtische Stimmvolk zwei detaillierte Vorlagen dafür ab. Am 27. September 2020 nahm der dritte Anlauf die Abstimmungshürde: Diesmal wurde nicht übers konkrete Projekt entschieden, sondern über eine grobe Projektskizze und einen Rahmenkredit von rund 27,7 Millionen Franken. Das Ja dazu fiel deutlich aus.

Das umstrittenste Element im Mitwirkungsverfahren war wohl der geplante neue Marktpavillon mitten auf dem Platz.

Das umstrittenste Element im Mitwirkungsverfahren war wohl der geplante neue Marktpavillon mitten auf dem Platz.

Bild: Stadt St.Gallen

Der weitere Fahrplan zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl sieht gemäss Mitteilung der Stadt vor, dass nach Auswertung der Rückmeldungen möglichst innert Jahresfrist das Bauprojekt ausgearbeitet und das Auflageverfahren dafür durchgeführt wird. Dass es bei Letzterem Einsprachen geben wird, ist bei einem Projekt dieser Grösse wahrscheinlich. Ob und für wie lange die damit nötigen Rechtsverfahren die Verwirklichung des Vorhabens verzögern werden, ist nicht absehbar.

Im Idealfall sieht der Fahrplan der Stadt jedenfalls vor, von Sommer bis Herbst 2023 die Ausschreibung der Bauarbeiten vorzunehmen. Sie könnten damit Anfang 2024 in Angriff genommen werden. Da Sanierung und Neugestaltung der zentralen Freifläche in der St.Galler Altstadt rund zwei Jahren dauern soll, dürfte der neue Marktplatz und Bohl Ende 2025 oder eher Anfang 2026 eingeweiht werden können. (sk/vre)

In der Mitwirkung hat sich der Heimatschutz für den Erhalt der alten Marktrondelle stark gemacht. Der Zug dafür dürfte wohl abgefahren sein.

In der Mitwirkung hat sich der Heimatschutz für den Erhalt der alten Marktrondelle stark gemacht. Der Zug dafür dürfte wohl abgefahren sein.

Bild: Benjamin Manser (7.3.2015)

Demutstrasse lebt: Anwohnerinnen und Anwohner protestieren gegen den Durchgangsverkehr

Unter dem Titel «Demutstrasse lebt» wird am kommenden Freitag in St.Georgen demonstriert. Anwohnerinnen und Anwohner wollen von 16.30 bis 18 Uhr an der Demutstrasse auf Höhe der Liegenschaften 18 und 20 ein Zeichen gegen den Durchgangsverkehr vor ihren Wohnungen setzen. Treffpunkt ist gemäss einem Flyer am Freitag, 16 Uhr, auf dem Garagenvorplatz der Demutstrasse 12/14.

Der Durchgangsverkehr auf der Demutstrasse nervt Anwohnerinnen und Anwohner schon länger. Jetzt gibt's eine Kundgebung dagegen.

Der Durchgangsverkehr auf der Demutstrasse nervt Anwohnerinnen und Anwohner schon länger. Jetzt gibt's eine Kundgebung dagegen.

Bild: Reto Voneschen

Die Aktion an der Demutstrasse ist polizeilich bewilligt. Sie findet bei jedem Wetter statt und soll alle Generationen mobilisieren. Sie soll zudem «friedlich und freundlich» verlaufen, wie es im Flugblatt der Anwohnerinnen und Anwohner heisst. Darin werden alle jene zum Mitmachen aufgerufen, die sich für die Lebensqualität entlang der Demutstrasse einsetzen wollen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen Transparente, Schilder und Banner gestalten und mitbringen.

Die Demutstrasse wird von Pendlerinnen und Pendlern oft als «Schleichweg» benutzt. Über die Verbindung zwischen St.Georgen und dem Riethüsli lassen sich Nadelöhre auf dem städtischen Strassennetz zwischen Teufen oder Speicher/Trogen und dem St.Galler Stadtzentrum umfahren. Eine Anwohnergruppe fordert seit längerem Massnahmen gegen die ihrer Meinung nach überbordende Blechlawine. Bisher sind diese Forderungen bei Stadt und Kanton allerdings auf keine offenen Ohren gestossen. (pd/vre)

18-Jährigen angefahren und Beine eingeklemmt

Am Dienstagabend ist es auf dem Parkplatz beim Bahnhof in Goldach zu einem Unfall mit einem Auto und einem Fussgänger gekommen. Ein 18-jähriger Mann wurde dabei gemäss Mitteilung der Kantonspolizei unbestimmt an den Beinen verletzt. Er musste vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden.

Die Beine eines 18-Jährigen wurden am Dienstagabend beim Bahnhof in Goldach zwischen Auto und Stange eingeklemmt.

Die Beine eines 18-Jährigen wurden am Dienstagabend beim Bahnhof in Goldach zwischen Auto und Stange eingeklemmt.

Bild: Kantonspolizei SG (21.6.2022)

Ein 19-Jähriger wollte am Dienstag, gegen 22.55 Uhr, mit seinem Auto rückwärts aus einem Parkfeld beim Bahnhof Goldach fahren. Wegen eines Manövrierfehlers rollte das Auto beim Losfahren aber nach vorne und fuhr dem 18-Jährigen gegen die Beine. Diese wurden gemäss Polizeimeldung zwischen einer Stange, welche das Parkfeld begrenzt, und der Autofront eingeklemmt. (kapo/vre)

Velodemo für Kinder und Familien: Am Samstag rollt wieder eine «Kidical Mass» durch St.Gallen

Die «Critical Mass» (auf Deutsch «Kritische Masse») ist eine Velokundgebung mit Wurzeln in den USA. Dabei sind Velofahrerinnen und Velofahrer als Gruppe unterwegs, um so auf ihre verkehrspolitischen Anliegen aufmerksam zu machen. Die «Kidical Mass» ist das Pendant dazu für Familien mit Kindern. Beide Formen der Velodemo finden auch in der Stadt St.Gallen regelmässig statt: Die «Critical Mass» macht sich jeden letzten Freitag im Monat auf die Räder, die «Kidical Mass» findet viermal übers Jahr verteilt statt.

An der ersten St.Galler «Kidical Mass» rollen Kinder und ihre Eltern durch die Stadt St.Gallen.

An der ersten St.Galler «Kidical Mass» rollen Kinder und ihre Eltern durch die Stadt St.Gallen.

Bild: Reto Voneschen (21.8.2021)

Die nächste «Kidical Mass» rollt diesen Samstag, 14 bis 17 Uhr, durch die Stadt. Treffpunkt dafür ist auf dem Gallusplatz. Von dort fahren die Kinder und ihre Familien in gemütlichem Tempo, mit Musikbegleitung und einem Zwischenhalt fünf Kilometer durch die St.Galler Innenstadt zum Areal Bach. Dort wartet ein Zvieri und das Bibliobike der St.Galler Stadtbibliothek auf die grossen und kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Zur «Kidical Mass» sind alle Kinder willkommen – sei es auf dem Laufrad, im Cargovelo, im Veloanhänger oder mit dem eigenen Zweirad. Die Velodemo wird von der Stadtpolizei sowie von Mitgliedern der für den Anlass verantwortlich zeichnenden Organisation «Vélorution» begleitet; sie sorgen für die Verkehrssicherheit und einen guten Verlauf. Mitbringen sollte man etwas zu trinken und zu knabbern sowie ein eigenen Becher für den Zvieri.

Selbsterklärend: Plakat an einem Velo an der ersten «Kidical Mass» in der Stadt St.Gallen vom Sommer 2021.

Selbsterklärend: Plakat an einem Velo an der ersten «Kidical Mass» in der Stadt St.Gallen vom Sommer 2021.

Bild: Reto Voneschen (21.8.2021)

Weitere «Kidical Mass»-Kundgebungen sind für den 24. September mit Bastelprogramm zum Veloschmücken und für den 19. November als Räbeliechtli-Veloumzug in Vorbereitung. Die nächste «Critical Mass», also die Velodemo für Erwachsene, findet diesen Freitag und damit am Vorabend der «Kidical Mass» statt. Treffpunkt dafür ist um 18.30 Uhr auf dem Gallusplatz. Für Veloanliegen durch die Stadt gefahren wird, wenn sich genügend, nämlich mindestens zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfinden. (pd/vre)

Informationen über «Critical Mass» und «Kidical Mass» finden sich im Internet.

Finissage im Historischen und Völkerkundemuseum: Nochmals einen Blick auf die schönsten Stücke der Sammlung werfen

Am kommenden Sonntag endet die Ausstellung «Entdeckungen – Highlights der Sammlung» im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen. Die Schau vereint aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums des Museumsbaus im Stadtpark schöne und seltene Stücke aus der Sammlung. Zu einigen besonders bemerkenswerten Stücken führt am Sonntag, ab 11 Uhr, die letzte Führung mit Kuratorin Monika Mähr in dieser Ausstellung.

2021 hat das Historische und Völkerkundemuseum seine ersten 100 Jahre im Stadtpark mit einer speziellen Fassadengestaltung gefeiert.

2021 hat das Historische und Völkerkundemuseum seine ersten 100 Jahre im Stadtpark mit einer speziellen Fassadengestaltung gefeiert. 

Bild: HVM

Gegründet wurde die Sammlung des heutigen Historischen und Völkerkundemuseums 1862. Erstes Stück war ein Grabfund aus der Zeit von Gallus. 1921 dann wurde der Neubau des Museums für Geschichte und Völkerkunde im Stadtpark eröffnet. Dieses Jubiläum war im vergangenen Jahr Anlass, um im Depot nach überraschenden Sammlungsstücken zu suchen. Die Jubiläumsausstellung zeigt noch bis Sonntag eine bunte Auswahl an Entdeckungen, an einmaligen Kulturgütern mit überraschenden Geschichten. (pd/vre)

Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot retten: SOS Méditerranée will Lokalgruppe in St.Gallen gründen

Die Organisation SOS Méditerranée engagiert sich aktiv gegen das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer. Zum einen rettet sie mit dem Schiff «Ocean Viking» seit Juli 2019 Flüchtlinge aus Seenot. Zum anderen macht sie mit Aktionen auf das humanitäre Drama im Mittelmeer aufmerksam, dem seit 2014 schätzungsweise rund 24’000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Jetzt will SOS Méditerranée auch in St.Gallen eine Lokalgruppe gründen. Eine Info-Veranstaltung findet am Freitag statt.

Aus Seenot gerettete Flüchtlinge Anfang Jahr auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking».

Aus Seenot gerettete Flüchtlinge Anfang Jahr auf dem Rettungsschiff «Ocean Viking».

Bild: Claire Juchat (18.2.2022)

Dazu lädt die Flüchtlingsorganisation am Freitag, 18 bis 19.30 Uhr, alle Interessierten ins Pfarreiheim Dom an der Gallusstrasse 34 ein. Informiert wird dort gemäss Mitteilung darüber, wie man sich auch in der Stadt St.Gallen aktiv für die Seenotrettung im Mittelmeer engagieren kann. Gesucht werden Freiwillige, die bereit sind, sich an der Organisation von Aktionen, Veranstaltungen und dem Sammeln von Spenden zu engagieren.

Die Organisation SOS Méditerranée wird schweizweit bereits von Gruppen mit insgesamt über 150 Freiwilligen unterstützt. Alle, die sich für mehr Menschlichkeit in der Flüchtlingspolitik und für die Seenotrettung einsetzen wollten, seien willkommen, heisst es in der Ankündigung der Veranstaltung vom Freitag. Zur Organisation von Veranstaltungen von Foto-Ausstellungen über Soli-Events bis hin zu Informationsabenden gebe es viel Freiraum und sei auch viel Kreativität gefragt. (pd/vre)

Neue Tankstelle mit Shop für Bruggen: Eröffnung an der Fürstenlandstrasse 175 ist ab Donnerstag

An der Fürstenlandstrasse 175 in Bruggen wurde vor einem Jahr die alte Tankstelle mit Shop abgebrochen. Am Donnerstag eröffnet hier ein Neubau. Neben der Tankstelle ist darin gemäss Mitteilung ein «Spar Express»-Shop untergebracht. Er ist an sieben Tagen die Woche geöffnet. Der neue Shop wird Tim Gjoshi geführt. Dieser Spar-Partner betreibt bereits seit mehreren Jahren einen Tankstellenshop an der Langgasse im Osten der Stadt St.Gallen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen «Spar Express»-Shops in Bruggen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen «Spar Express»-Shops in Bruggen.

Bild: PD

Geöffnet ist der neue «Spar Express»-Shop an der Fürstenlandstrasse von Montag bis Samstag, 6 bis 22 Uhr, sowie an Sonntagen, 7 bis 21 Uhr. Im Sortiment finden sich auch frische Früchte und Gemüse, Milch, Molkereiprodukte, Käse und Fleisch sowie frische Blumensträusse, Rosen, Gestecke und süsse Mitbringsel. Dazu gibt’s eine Café-Bar in Selbstbedienung mit rund zwanzig Sitzplätzen drinnen und draussen. Hier gibt’s auch hausgemachte Sandwiches, warme Snacks sowie Müesli, Salate oder Smoothies.

Zur Neueröffnung des «Spar Express»-Shops an der Fürstenlandstrasse 175 werden verschiedene Gutscheine abgegeben. So kann an einem beliebigen Tag bis 24. Juli mit 10 Prozent Rabatt eingekauft werden. Ebenso können bis zu diesem Datum Treibstoff-Gutscheine mit fünf Rappen Vergünstigung pro Liter eingelöst werden. Am Sonntag kann man gar einen Gutschein mit einer Reduktion um zehn Rappen pro Liter einlösen. Zudem gibt’s Kaffee mit Gipfeli für zwei Franken und 10-Prozent-Gutscheine für Glacés. (pd/vre)

St.Galler Coronasituation: Zahl der Neuansteckungen nimmt wieder deutlich zu, Situation in Spitälern bleibt aber entspannt

Der Anteil positiver Resultate bei den Coronatests ist auch im Kanton St.Gallen wieder im Steigen begriffen.

Der Anteil positiver Resultate bei den Coronatests ist auch im Kanton St.Gallen wieder im Steigen begriffen.

Bild: Reto Voneschen (12.2.2022)

Der Kanton meldet auf seiner Website für die Periode vom 14. bis 20. Juni 858 neue laborbestätigte Coronafälle. Seit 10. Mai hat sich damit die wöchentliche Zunahme neuer Fälle wieder verdoppelt. Seit März 2020 wurden im St.Gallischen insgesamt 215’779 Coronainfektionen nachgewiesen.

Entwicklung der Coronafallzahlen seit 10. Mai

  • 10.-16. Mai: 420
    17.-23. Mai: 301
    24.-30. Mai: 270
    31. Mai-6. Juni: 280
    7.-13. Juni: 622
    14.-20. Juni: 858

Zwischen dem 14. und 20. Juni wurde erneut kein Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten steht weiter bei 860. Diesen Montagabend lagen neun Personen wegen einer SARS-CoV2-Infektion in einem St.Galler Spital. Am Montag vor einer Woche waren es nur drei.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 20. Juni, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 20. Juni, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Die Sieben-Tage-Inzidenz stand am 20. Juni bei 159, die 14-Tage-Inzidenz bei 286. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle in sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Entsprechend der Zunahme der Zahl neuer Fälle zwischen dem 14. und 20. Juni sind auch die Inzidenzwerte wieder deutlich gestiegen.

Entwicklung der Inzidenz vom 9. Mai bis 20. Juni

  • 7-Tage-Inzidenz
    9. Mai - 108
    16. Mai - 80
    23. Mai - 55
    30. Mai - 51
    6. Juni - 52
    13. Juni - 118
    20. Juni - 159
  • 14-Tage-Inzidenz
    9. Mai - 242
    16. Mai - 189
    23. Mai - 139
    30. Mai - 108
    6. Juni - 105
    13. Juni - 173
    20. Juni - 286

Seit Anfang Mai meldet der Kanton St.Gallen seine Coronazahlen nur noch einmal wöchentlich, und zwar am Dienstagnachmittag. Auf den Wochenrhythmus umgestellt wurde aufgrund der entspannten Pandemielage. Sie rechtfertige den relativ grossen Aufwand für die tägliche Meldung nicht mehr, heisst es. Und auch die neusten Zahlen weisen darauf hin, dass die Coronalage sich in den vergangenen sechs  Wochen entspannt und jetzt auf tiefem Niveau stabilisiert hat. (SK/vre)

Auch die Kirchlistrasse erhält einen neuen Deckbelag: Arbeiten in drei Etappen vom 24. bis 30. Juni

Blick von der Sonnenhaldenstrasse die Kirchlistrasse hinauf. Am rechten Bildrand das alte Schulhäuschen Rotmonten.

Blick von der Sonnenhaldenstrasse die Kirchlistrasse hinauf. Am rechten Bildrand das alte Schulhäuschen Rotmonten.

Bild: Stadt St.Gallen

Auf der Kirchlistrasse in Rotmonten werden ab dem Wochenende Bauarbeiten ausgeführt. Dabei wird ein neuer Deckbelag eingebaut. Die Kirchlistrasse ist deshalb vom 24. bis 30. Juni abschnittsweise ganz oder teilweise für den Verkehr gesperrt. Die Trottoirs sind davon nicht betroffen und bleiben jederzeit begehbar. Die Arbeiten erfolgen in drei Etappen:

  • Freitag, 24. Juni, 7 Uhr, bis Samstag, 25. Juni, 6 Uhr: Kirchlistrasse im Abschnitt Sonnhalden- bis Tanneichenstrasse. Die Fahrbahn wird in diesem Abschnitt für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt via Ludwigstrasse.
  • Montag, 27. Juni, 7 Uhr, bis Dienstag, 28. Juni, 6 Uhr: Nordseite der Kirchlistrasse von der Tanneichen- bis zur Sandrainstrasse. Die Fahrbahn wird halbseitig gesperrt. Die Verkehrsregelung erfolgt durch Baustellenlichtsignale.
  • Mittwoch, 29. Juni, 7 Uhr, bis Donnerstag, 30. Juni, 6 Uhr: Südseite der Kirchlistrasse von der Tanneichenstrasse bis zur Kirchlistrasse 46. Die Fahrbahn wird halbseitig gesperrt. Die Verkehrsregelung erfolgt durch die Baustellenlichtsignale.

Die Arbeiten am Deckbelag können gemäss Mitteilung des städtischen Tiefbauamtes nur bei trockenem Wetter ausgeführt werden. Der definitive Entscheid über die Durchführung wird am Donnerstagmittag gefällt. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wird der Belagseinbau auf den nächstmöglichen Arbeitstag verschoben. Über die Durchführung der Arbeiten wird auf Infotafeln direkt vor Ort informiert. (sk/vre)

Nach zwei Jahren Coronapause: Winkler Grümpelturnier findet am Wochenende im Gründenmoos statt

Vom 24. bis 26. Juni findet auf dem Gründenmoos in St.Gallen das Grümpelturnier des FC Winkeln mit über 90 angemeldeten Teams statt. Die drei Tage warten mit einem umfangreichen sportlichen und gesellschaftlichen Programm auf. Nicht zuletzt wird am Sonntag, ab 11 Uhr, im Festzelt gejasst. Dabei geht’s gemäss Mitteilung um den Titel des Winkler Jasskönigs oder der Winkler Jasskönigin. Am Freitag- und am Samstagabend ist Party im Festzelt angesagt.

Im Gründenmoos wird am Wochenende beim Winkler Grümpelturnier wieder ein grosses Fussballfest gefeiert.

Im Gründenmoos wird am Wochenende beim Winkler Grümpelturnier wieder ein grosses Fussballfest gefeiert.

Bild: Michel Canonica (22.6.2014)

Der Fussball rollt am Winkler Grümpelturnier am Freitag, ab 18 Uhr. Dann treten die Beizen-Mannschaften im Pizza-Cup gegeneinander an, während die Firmenteams um die Firmen-Trophy spielen. Ergänzend zum klassischen Grümpelturnier tschutten am Samstag, ab 11.30 Uhr, die G-Junioren. Ab 16 Uhr reiht sich Derby an Derby, wenn sich im Dörfer-Cup benachbarte Dörfer und Quartiere messen. Am Sonntag, 10.15 Uhr, starten die Spiele des Familien-Cup und des Winkler-Cup sowie das F-Junioren-Turnier. (pd/vre)

Mehr Infos zum Winkler Grümpelturnier gibt’s im Internet.

Der Parkplatz vor der Grabenhalle wird wieder zur Tanzfläche: Parkplatzfest beschliesst Saison 2021/22

Auf dem Parkplatz vor der Grabenhalle stehen diesen Samstag für einmal keine Autos. Nach zwei Jahren Pause findet hier nämlich wieder ein Parkplatzfest von Grabenhalle und Kulturzentrum Palace statt. Die Idee der Veranstaltung: Den Platz einen Tag lang mit Kultur beleben, statt ihn als Abstellplatz mit Autos vollzustellen. Essen bieten diesmal am Parkplatzfest die Restaurants Habibi und Schwarzer Engel an. Für kleine Besucherinnen und Besucher gibt’s eine Bastelecke. Start ist am Samstag, 15 Uhr - bei Regen unter Dach.

Der Parkplatz vor der Grabenhalle. Hier findet am Samstag das Parkplatzfest von Grabenhalle und Palace statt - bei Regen im Zelt.

Der Parkplatz vor der Grabenhalle. Hier findet am Samstag das Parkplatzfest von Grabenhalle und Palace statt - bei Regen im Zelt.

Bild: Julia Nehmiz

Getanzt wird am diesjährigen Parkplatzfest zu Musik aus der Region, aber auch zu Rap der Hamburgerin Mariybu. Neben ihr werden The Harbs (SG), Karl Kave & Durian (SG) sowie Claude Wave aus Deutschland auftreten. Später legt die Winterthurer DJane Zunami in der Grabenhalle auf. Detaillierte Infos zum Parkplatzfest und seinem Programm gibt’s im Internet bei palace.sg oder grabenhalle.ch.

Verschiedene Gruppen setzten sich für die Aufhebung der Parkplätze vor der Grabenhalle ein. Der öffentliche Raum soll belebt und kreativer genutzt werden. Mit dem Bau des Parkhauses «UG25» am Unteren Graben werden die Parkplätze zwischen Grabenhalle und Palace in absehbarer Zeit dauerhaft aufgehoben. Der Verein Platzpark – initiiert durch Grabenhalle und Palace – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Stadt St. Gallen Ideen für eine Umnutzung. (pd/vre)

Auto stösst auf der St.-Leonhard-Brücke mit einem Bus zusammen: Busspur auf der Brücke für Wendemanöver benutzt

Am Dienstag, gegen 9.15 Uhr, ist es auf der St.-Leonhard-Brücke in St.Gallen zum Zusammenstoss zwischen einem Personenwagen und einem Bus gekommen. Ein Autofahrer war auf der St.-Leonhard-Strasse in Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Nach Angaben der Stadtpolizei handelte es sich um eine nicht ortskundige Person.

Die St.-Leonahrd-Strasse unmittelbar vor der gleichnamigen Brücke: Ein nicht-ortskundiger Autofahrer wollte am Dienstag hier die Busspur zum Wenden benutzen und stiess prompt mit einem Bus zusammen.

Die St.-Leonahrd-Strasse unmittelbar vor der gleichnamigen Brücke: Ein nicht-ortskundiger Autofahrer wollte am Dienstag hier die Busspur zum Wenden benutzen und stiess prompt mit einem Bus zusammen.

Bild: Urs Jaudas

Auf der St.-Leonhard-Brücke entschied er sich, zu wenden. Dafür wollte er die parallel zu seiner Fahrspur verlaufende Busspur nutzen. Bei diesem riskanten Manöver übersah der Autofahrer dann einen Bus, welcher in dieselbe Richtung auf der Busspur unterwegs war. Die beiden Fahrzeuge stiessen in der Folge zusammen.

Zwei Buspassagiere stürzten beim Unfall und zogen sich leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst musste nach Angaben der Stadtpolizei deswegen aber nicht aufgeboten werden. Als Folge des doch eher skurrilen Unfalls kam es auf der St.-Leonhard-Brücke während einiger Zeit zu Verkehrsbehinderungen. Inzwischen sollte die Strasse aber wieder frei sein, wie Polizeisprecher Dionys Widmer sagt. aye)

Letzte Sondierbohrung für Liebegg-Tunnel: Arbeiten starten am Mittwoch auf der Teufener Strasse

Um den Untergrund für den Strassentunnel von der A1 via Güterbahnhof in die Liebegg zu untersuchen, haben in den vergangenen Monaten in St.Gallen Sondierbohrungen stattgefunden. Mit einer solchen Bohrung an der Verzweigung der Teufener- mit der Fellenbergstrasse sollen sie jetzt abgeschlossen werden. Die Arbeiten dafür starten am Mittwoch und dauern rund zwei Wochen. Im Quartier zwischen Oberstrasse und Riethüsli wird man’s mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen: In den vergangenen Wochen hatte es vereinzelt Klagen wegen Staub- und Lärmbelästigung durch die Bohrungen gegeben.

Ab Mittwoch wird auf der Teufener Strasse gebohrt.

Ab Mittwoch wird auf der Teufener Strasse gebohrt.

Bild: Stadt St.Gallen

Bei den am Mittwoch startenden Arbeiten bohren Fachleute auf der Teufener Strasse rund 60 Meter in die Tiefe. Die Platzverhältnisse auf der stark frequentierten Hauptstrasse sind gemäss Mitteilung des kantonalen Tiefbauamtes beschränkt. Die aktuellen Bohrungen finden daher - in Absprache zwischen Kanton, Stadt und Stadtpolizei - auf dem nicht befahrenen Mittelstreifen der Teufener Strasse statt. Damit soll der Verkehrsfluss durch die Sondierbohrung möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Kurzzeitige Einschränkungen bei der Ein- und Ausfahrt der Fellenbergstrasse sind gemäss Mitteilung allerdings nicht auszuschliessen. Die Einschränkungen würden so kurz wie möglich gehalten, schreibt das kantonale Tiefbauamt. Die Bohrarbeiten erfolgen am Tag. Aufgrund der Verfügbarkeit der nötigen Geräte kann gemäss Mitteilung mit den letzten Bohrungen für den Liebegg-Tunnel nicht bis in die Sommerferien hinein zugewartet werden. (SK/vre)

St.Galler Jagdprüfung: Nur 67 Prozent waren diesmal erfolgreich - Immer mehr Jägerinnen und Jäger aus der Stadt

Ein Jäger und sein Hund unterwegs im Stadtsanktgaller Jagdrevier Schaugen-Guggeien.

Ein Jäger und sein Hund unterwegs im Stadtsanktgaller Jagdrevier Schaugen-Guggeien.

Bild: Benjamin Manser (12.10.2017)

74 oder 67 Prozent der angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten bestanden vergangene Woche die St.Galler Jagdprüfung. In einer Mitteilung vom Dienstag macht das kantonale Amt für Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) auf einige Besonderheiten der Jagdprüfung in diesem Jahr aufmerksam. So sind beispielsweise die «urbanen» Jäger auf dem Vormarsch: Immer mehr Personen ohne Bezug zur Jagd oder aus Stadt und Agglomeration entscheiden sich auch im St.Gallen für das naturverbundene Jagdhobby.

Zur aktuellen Jagdprüfung sind die Jahrgänge 2020 und 2021 miteinander angetreten. Dies wegen der Coronapandemie, wegen der die zweijährige Ausbildung zum Teil nur online oder auch nur unter Einhaltung restriktiver Auflagen im Schulzimmer oder im Wald durchgeführt werden konnte. Dies sei eine Herausforderung für alle Beteiligten gewesen, schreib das ANJF. Ob die aussergewöhnlich tiefe Erfolgsquote damit zusammenhängt, sei noch nicht anlysiert.

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 2020 und 2021 der St.Galler Jagdprüfung.

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 2020 und 2021 der St.Galler Jagdprüfung.

Bild: PD

Am letzten Samstag konnten die erfolgreichen Jungjägerinnen und Jungjäger nach bestandener Prüfung ihre Ausbildung zusammen mit geladenen Gästen ausklingen lassen. Nach zweijähriger Pause gab es gemäss Mitteilung des Kantons im Rahmen der Prüfungsfeier wieder «Speis und Trank» mit musikalischer Begleitung durch die Jagdhornbläsergruppe Hubertus. (SK/vre)

Freibäder. Die Badi Bergholz in Wil.

Freibäder. Die Badi Bergholz in Wil.

Bild: Raphael Rohner (17.5.2022)

Badwassertemperaturen Stadt und Region St.Gallen

Stand: 21. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld26
Freibad Rotmonten24,5
Familien- und Frauenbad Dreilinden23
Mannenweier24
Schwimmbad Arbon
See23,3
Becken25
Schwimmbad Waldstatt25,8

Mitwirkungsverfahren zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl: 2’966 Unterschriften gegen den Marktpavillon

Die Händlerinnen und Händler der verschiedenen Märkte auf dem St.Galler Marktplatz wehren sich gegen das Vorprojekt zur Umgestaltung der zentralen Freifläche in der Altstadt. Insbesondere halten sie den geplanten Marktpavillon für ungeeignet. Das ist aus Stellungnahmen im Rahmend des Mitwirkungsverfahrens für dieses Projekt bereits bekannt. Die Märktlerinnen und Märktler haben auch Unterschriften für eine andere Lösung gesammelt. 2’966 sind zusammengekommen; 1’715 stammen von Personen mit Wohnsitz in St.Gallen.

Das Vorprojekt der Stadt für den neuen Marktplatz. Gut erkennbar der geplante Marktpavillon.

Das Vorprojekt der Stadt für den neuen Marktplatz. Gut erkennbar der geplante Marktpavillon.

Bild: Stadt St.Gallen (29.3.2022)

In einer Mitteilung vom Dienstag rekapituliert die IG Marktplatz St.Gallen ihre Argumente. In der IG haben sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ständigen Markts, der Wochenmärkte und des Bauernmarkts zusammengeschlossen. Sie schlagen der Stadt eine «kostengünstigere» Lösung mit kleinerem, an den Westrand des Marktplatzes verschobenem Pavillon vor. Der ständige Markt soll in neuen Markthäuschen untergebracht werden. Die anderen Märkte sollen an einem Stück daneben platziert werden können.

Von ihren Vorschlägen erhoffen sich Marktfahrerinnen und Marktfahrer einen «kostengünstigeren, nachhaltigeren und überlebensfähigeren Markt». Dass ein Dialog über diese Fragen mit der Stadt zustande komme, sei für die Händlerinnen und Händler des ständigen Marktes existenziell, heisst es im Mitwirkungsbeitrag. Die Mieten, die mit dem geplanten Marktpavillon erhoben werden müssten, seien für sie nicht erschwinglich. Ganz abgesehen davon, dass die heutige Marktstimmung in einem Pavillon nur schwer werde aufkommen können.

Der Alternativvorschlag der Marktfahrerinnen und Marktfahrer mit kleinem Pavillon, Markthäuschen und Marktständen.

Der Alternativvorschlag der Marktfahrerinnen und Marktfahrer mit kleinem Pavillon, Markthäuschen und Marktständen.

Plan: IG Marktplatz SG

Die IG Marktplatz zeigt sich ernüchtert, dass vom Stadtrat Signale gesendet worden seien, keine Diskussion mehr über den Pavillon führen zu wollen. «Wenn das wirklich so ist, wäre (…) das Mitwirkungsverfahren eine Alibiübung, Stimmbürgerinnen und Stimmbürger würden hinters Licht geführt», heisst es in der Mitteilung. In den partizipativen Foren von 2018 sei «von offenen und flexibel nutzbaren Plätzen» gesprochen worden; vor der Abstimmung sei versichert worden, man könne in der Realisierungsphase über alle Punkte reden. Die IG hofft nun, dass man jetzt «offen und konstruktiv miteinander arbeiten können». (pd/vre)

Vorschlag für ein Bauprovisorium für den Tages-, den Wochen- und den Bauernmarkt in der südlichen Altstadt.

Vorschlag für ein Bauprovisorium für den Tages-, den Wochen- und den Bauernmarkt in der südlichen Altstadt.

Plan: IG Marktplatz SG

Provisorium

Märkte in der Bauphase auf den Gallusplatz?

Die Bauarbeiten für die Umgestaltung von Marktplatz und Bohl können im Idealfall im kommenden Jahr starten. Die Bauzeit wird auf rund zwei Jahre veranschlagt. Das heisst, die normalerweise auf dem Marktplatz stehenden Märkte haben eine längere Übergangszeit zu überstehen. Im Mitwirkungsbeitrag der IG Marktplatz St.Gallen taucht nun ein Vorschlag auf, wie man die Bauphase überbrücken könnte.

Märktlerinnen und Märktler schlagen vor, alle Märkte in dieser Zeit geschlossen auf dem Gallusplatz und der Gallusstrasse Richtung Laurenzenkirche durchzuführen. Auf einer Skizze werden die Platzverhältnisse dafür aufgezeigt: Nach Rechnung der IG Marktplatz sollte der Raum in der südlichen Altstadt für ein Marktprovisorium ausreichend sein. Der ständige Markt würde auf dem Gallusplatz rund um den Brunnen aufgestellt, Wochen- und Bauernmärkte im Anschluss daran auf dem Gallusplatz und auf Freiflächen östlich daran anschliessend.

Ein Provisorium während der Bauphase auf dem Marktplatz sei nötig, um langfristig ein vielfältiges und attraktives Angebot auf den Märkten aufrechterhalten zu können, schreibt die IG Marktplatz. Die Märkte müssten auch in dieser Zeit als Einheit stattfinden. Die Kundschaft müsse dort zuverlässig das gewohnte Sortiment finden, sonst sei absehbar, dass sie abwanderten. Der Gallusplatz erfülle die Anforderungen fürs Provisorium bezüglich Platz, Erreichbarkeit und Attraktivität, heisst es im Mitwirkungsbeitrag der Märkte weiter. (pd/vre)

Ab heute Abend schickt das Trogenerbähnli den Ersatzbus auf die Piste

Wer in den nächsten Tagen am Abend mit der Bahn von St.Gallen nach Speicher oder Trogen fahren will, tut gut daran, den Fahrplan zu studieren. Von heute Dienstag bis und mit Donnerstag, jeweils ab 19.30 Uhr, verkehrt nämlich das Trogenerbähnli aufgrund von Bauarbeiten nicht selber. Es schickt am Abend jeweils einen Bahnersatzbus auf die Piste.

Die Appenzeller Bahnen informieren an ihren Haltestellen mit Info-Tafeln über die Bauarbeiten von heute Dienstag bis Donnerstagnacht.

Die Appenzeller Bahnen informieren an ihren Haltestellen mit Info-Tafeln über die Bauarbeiten von heute Dienstag bis Donnerstagnacht.

Bild: Reto Voneschen (Notkersegg, 19.6.2022)

Für heute Dienstag gilt zusätzlich: Die Haltestelle am St.Galler Marktplatz wird ab 19.30 Uhr auch vom Ersatzbus nicht bedient. Und die Anschlüsse am Hauptbahnhof können auch nicht garantiert werden. Die Appenzeller Bahnen empfehlen daher, heute Abend zwischen St.Gallen und Trogen unbedingt genügend Reisezeit einzuberechnen. Bis und mit Donnerstag gilt zusätzlich in den Bahnersatzbussen, dass Velos nicht mitfahren dürfen. (vre)

Wegen Bauarbeiten: Ab Sonntagmorgen ist ein Abschnitt der Rehetobelstrasse während 24 Stunden gesperrt

Am kommenden Sonntag wird zwischen Flurhof- und Oberhaldenstrasse der Deckbelag der Rehetobelstrasse erneuert. Dafür muss der Abschnitt von Sonntag, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, für jeglichen Verkehr gesperrt werden. Während dieser 24 Stunden wird der Verkehr grossräumig umgeleitet. Für Fussgängerinnen und Fussgänger bleiben die Trottoirs jederzeit offen und begehbar.

Bei trockener Witterung wird am kommenden Sonntag ein Abschnitt der Rehetobelstrasse (Bild beim Grütli) mit einem neuen Deckbelag versehen.

Bei trockener Witterung wird am kommenden Sonntag ein Abschnitt der Rehetobelstrasse (Bild beim Grütli) mit einem neuen Deckbelag versehen.

Bild: Stadt St.Gallen

Während der Sperrung werden die VBSG-Linien 7 und 8 (Neudorf) in zwei Bereiche aufgeteilt. Einerseits verkehren die Busse ab Wendeplatz «Stocken» und ab «Hinterberg» bis zur Bushaltestelle «St.Fiden» und von dort aus direkt via Rorschacher Strasse ins «Neudorf» und wieder zurück zum «Hauptbahnhof». Anderseits verkehrt ab Wendeplatz «Neudorf» via Gallusmarkt eine separate Buslinie in Richtung Achslen. Die Haltestellen «Flurhof», «Hagenbuch», «Bruggwiesen», «Grütli», «Halden» und «Krontal» werden am Sonntag nicht bedient. Die Postautolinie 121 (von Engelburg nach Heiden) wird via Rorschacher- und Tablatstrasse geführt.

Die Arbeiten am Deckbelag schliessen die Sanierung der Rehetobelstrasse zwischen Flurhof- und Oberhaldenstrasse ab. Sie können allerdings nur bei trockenem Wetter ausgeführt werden. Der definitive Entscheid über ihre Ausführung wird am Freitagmittag gefällt. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen wird der Belagseinbau auf Sonntag, 10. Juli 2022, verschoben. Die Stadt informiert mit Infotafeln direkt an der Rehetobelstrasse darüber, was geplant ist. (sk/vre)

SP kritisiert Strassenbauprojekt des Kantons auf St.Galler Stadtgebiet: Tempo 30 statt teure Lärmschutzwände

Der Kanton St.Gallen plant, an der Feldlistrasse eine Lärmschutzwand zu erstellen. Das Bauwerk unmittelbar vor dem Punkt, an dem die Hauptstrasse Richtung Engelburg ins Sittertobel abfällt, soll 3,5 Meter hoch und 155 Meter lang werden. Es wird rund 1,5 Millionen Franken kosten. Das Vorhaben des kantonalen Umwelt- und Baudepartements steht bis 7. Juli im Mitwirkungsverfahren.

Eine Lärmschutzwand steht in St.Gallen unter anderem bereits an der Zürcher Strasse in Winkeln.

Eine Lärmschutzwand steht in St.Gallen unter anderem bereits an der Zürcher Strasse in Winkeln. 

Bild: Urs Bucher (15.9.2017)

In ihrem Beitrag dazu stellt die SP der Stadt St.Gallen den Antrag, auf den Bau der Lärmschutzwand und Erleichterungen von Lärmvorschriften für einzelne Häuser an der Strasse zu verzichten. Die SP fordert «als wirksamere Massnahmen zur Lärmsanierung» die Einführung von Tempo 30 auf der Feldlistrasse. Dies von der Stadtgrenze bis zurück zur Verzweigung der Feldli- mit der Zürcher Strasse im Stahl.

Städte wie Lausanne oder Zürich machten gute Erfahrungen mit der Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit an viel befahrenen Strassen, hält die SP in einer Mitteilung fest. Auch in der Stadt St.Gallen könne dadurch auf teure bauliche Massnahmen zur Lärmsanierung verzichtet werden. Das wisse auch das kantonale Baudepartement, das in Zusammenarbeit mit der Stadt daran sei, ein Konzept für ein Temporegime zu erarbeiten. Dieses soll dereinst fürs gesamte Stadtgebiet für lärmbelastete Gemeinde- wie auch Kantonsstrassen gelten.

Die geplante Lärmschutzwand der der Feldlistrasse hinter den Mehrfamilienhäusern Zwyssigstrasse 2 bis 12.

Die geplante Lärmschutzwand der der Feldlistrasse hinter den Mehrfamilienhäusern Zwyssigstrasse 2 bis 12.

Screenshot: Kanton SG

Aus Sicht der städtischen SP ist es «zielführender», dieses Konzept abzuwarten als noch schnell teure Lärmschutzwände hochzuziehen. Liege das Konzept vor, müsse man Schritte gegen zu hohe Lärmbelastungen durch den Verkehr ergreifen, die das Problem an der Quelle angingen. Neben der Staatskasse werde von einem solchen Vorgehen letztlich auch die Anwohnerschaft viel befahrener Strassen profitieren. Ihr bleibe so trotz Lärmreduktion der Anblick wuchtiger Lärmschutzmauern erspart. Umgekehrt dürfe Automobilistinnen  und Automobilisten «problemlos» Tempo 30 auf Hauptstrassen innerorts zugemutet werden. (pd/vre)

Festival Sur Le Lac findet am 12. und 13. August statt: Hälfte der Tickets ist bereits verkauft

Das Sur Le Lac hoch über dem Bodensee in Eggersriet versteht sich als Alternative zu den hochkommerziellen grossen Musikfestivals.

Das Sur Le Lac hoch über dem Bodensee in Eggersriet versteht sich als Alternative zu den hochkommerziellen grossen Musikfestivals.

Bild: Sandro Büchler

Am 12. und 13. August findet die 15. Auflage des Festivals Sur Le Lac in Eggersriet statt. Damit wollen Organisatorinnen und Organisatoren gemäss Mitteilung vom Montag an die erfolgreiche Ausgabe des Anlasses vor einem Jahr anknüpfen. Seit dem Start des Vorverkaufs am 4. April ist die Hälfte der Tickets bereits weg. Zu haben sind weiterhin Zwei- und Eintagespässe (Freitag und Samstag). Gekauft werden können sie übers Internet zum Preis zwischen 50 und 80 Franken.

Auf dem wie üblich vielfältigen Programm des Sur Le Lac figurieren von Elio Ricca und der Pamplona Grup bis hin zu Goat Girl oder Geese Künstlerinnen von der Ost- bis in die Westschweiz, von Nordafrika über die Niederlande und das Vereinigte Königreich bis nach New York. Der kleine, aber feine Anlass hoch über dem Bodensee ist zudem das Ostschweizer Festival mit dem grössten Frauenanteil. (pd/vre)

Pfarrerin Kathrin Bolt verabschiedet sich von «ihrer» Kirchgemeinde Straubenzell: Tapfer Adieu gesagt

Am Sonntag hat Pfarrerin Kathrin Bolt Abschied von der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Straubenzell genommen. Mit einem langen, herzlichen Applaus, Ansprachen und Geschenken sagten ihr die Angehörigen der Kirchgemeinde danke. Einfach so gehen lassen wollten sie sie dann auch nicht: Kirchgemeinde und scheidende Pfarrerin machten sich gemäss Mitteilung gemeinsam zu Fuss von der Kirche Bruggen stadteinwärts auf den Weg. Anfang September tritt Kathrin Bolt dort als erste Frau überhaupt und als Nachfolgerin von Hansruedi Felix die Pfarrstelle in der Stadtkirche St.Laurenzen an.

Kathrin Bolt (Mitte) wird von Arbeitskolleginnen und Kirchgängerinnen in Richtung ihrer neuen Wirkungsstätte im St.Galler Stadtzentrum begleitet.

Kathrin Bolt (Mitte) wird von Arbeitskolleginnen und Kirchgängerinnen in Richtung ihrer neuen Wirkungsstätte im St.Galler Stadtzentrum begleitet.

Bild: Andreas Ackermann (19.6.2022)

«Tuond umb Gotzwillen etwas Dapfers!» Dieses Zitat von Reformator Huldrych Zwingli erhielt Kathrin Bolt, als sie vor knapp 14 Jahren in der reformierten Kirchgemeinde Straubenzell ihre Stelle als Pfarrerin antrat. «Nun muss ich schon ein bisschen tapfer sein», sagte sie am Sonntag beim Abschiedsgottesdienst in der Kirche Bruggen. Adieu sagen falle ihr nämlich schwer. Weil Straubenzell ihre erste Pfarrstelle und immer eine so offene Gemeinde war, dass sie und das ganze Team viel Tapferes – «oder zumindest Ungewöhnliches» - machen durften. So erinnerte sie und auch ihre Vor- und Nachrednerinnen etwa an die Zeit als die Seelsorgerinnen und Seelsorger das Büro mit einem Pop-Up-Café tauschten. Mit diesem zogen sie durch die Quartiere im Westen der Stadt St.Gallen.

Dann war da auch das grosse Theater «Schall und Rauch», bei dem die halbe Gemeinde mittat und die katholische Kollegin den Teufel spielen durfte. Viel Aufsehen erregte auch der Versuch mit Gottesdiensten ohne Predigt. «Sogar in den Medien entbrannte eine Diskussion, ob es sich gehört, die Predigt einfach wegzulassen», erinnerte Rita Dätwyler, Präsidentin der Kirchgemeinde, am Sonntag: «Quasi unerhört so etwas». Ende des letzten Jahres schliesslich wirkte Kathrin Bolt dann auch noch mit der Motorsäge im Kirchgemeindehaus Lachen: Sie halbierte dort die Kanzel. Daraus gab’s einen Tisch und daran eine Gottesdienstreihe mit dem Motto «Weg vom Monolog, hin zum Dialog». (ack/vre)

Töfffahrer aus dem Verkehr gezogen: Fahrunfähig ohne Kontrollschild und Fahrausweis auf dem Bahnhofplatz

In der Nacht auf Sonntag hat die Stadtpolizei St.Gallen einen Töfffahrer an der Poststrasse aus dem Verkehr gezogen. Der 18-Jährige besass weder einen Fahrausweis, noch war sein Zweirad eingelöst. Zudem wurde der junge Mann bei der Kontrolle als fahrunfähig eingestuft. Er wird gemäss Mitteilung der Polizei angezeigt.

Verkehrskontrolle: Aus der Reaktion der Pupille auf Lichteinwirkung können Rückschlüsse auf die Fahrfähigkeit gezogen werden.

Verkehrskontrolle: Aus der Reaktion der Pupille auf Lichteinwirkung können Rückschlüsse auf die Fahrfähigkeit gezogen werden.

Symbolbild: Stapo SG

Am Sonntag, kurz vor 3 Uhr, fuhr ein 18-Jähriger mit einem Motorrad über den Bahnhofplatz, auf dem ein Fahrverbot gilt. Eine Polizeipatrouille wurde auf ihn aufmerksam und hielt den jungen Mann an der Poststrasse an. Der Töff hatte kein Kontrollschild, war nicht eingelöst und besass daher keinen Versicherungsschutz. Aufgrund von Auffälligkeiten stuften die Polizisten den jungen Mann zudem als fahrunfähig ein. Die Staatsanwaltschaft verfügte eine Blut- und Urinprobe. (stapo/vre)

Drei St.Galler Lions Clubs sammeln für sauberes Wasser in Tadschikistan

Verbesserung der Sanitärsysteme in Schulen und Krankenhäusern, Schutz des Grundwassers und vorhandener Ressource, Hilfe zur Selbsthilfe. Dafür engagieren sich die St.Galler Lions am kommenden Samstag mit einer gemeinsamen Sammelaktion auf dem Bärenplatz. Die drei Clubs freuen sich gemäss Mitteilung, wenn sich viele St.Gallerinnen und St.Galler bei Speis und Trank mit einer Spende solidarisch mit den Menschen in Tadschikistan zeigen und sich für das Projekt «Clean Water» engagieren.

Arm, kriegsgeschädigt, grosse Wasserressourcen und trotzdem hat ein grosser Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder zu hygienischen und ökologischen Sanitärsystemen. Als Folge dieser Umstände hat Tadschikistan die zweithöchste Rate an Durchfallerkrankungen und die neunthöchste durchfallbedingte Todesrate weltweit. Betroffen sind vor allem Frauen und Kinder. Das ist die Lage im zentralasiatischen Land.

Mit der Aktion «Clean Water» vom Samstag sammeln die drei Lions-Clubs der Stadt St.Gallen Geld für die Wasserversorgung in Tadschikistan.

Mit der Aktion «Clean Water» vom Samstag sammeln die drei Lions-Clubs der Stadt St.Gallen Geld für die Wasserversorgung in Tadschikistan.

Bild: PD

Das Projekt «Clean Water» der Lions-Clubs Schweiz und Liechtenstein will einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation vieler Menschen in Tadschikistan leisten. Das gesammelte Geld wird zur Finanzierung dezentraler Abwasserreinigungsanlagen für ausgewählte Spitäler und Schulen im ärmsten Land Zentralasiens verwendet. Zudem soll der Schutz des Grundwasser vor Abwasser und der achtsame Umgang der Bevölkerung mit Wasserressourcen gefördert werden.

«Projekte erfolgreich umzusetzen, ist in kriegsgeschädigten, politisch und wirtschaftlich instabilen Ländern nicht einfach. Deshalb spannen die Lions-Clubs Schweiz und Liechtenstein für ‹Clean Water› mit dem weltweit tätigen NGO Borda aus Bremen und dem Projektpartner Equiv vor Ort zusammen», sagt das Team, das den Spendenanlass organisiert. Und weiter: «‹We Serve›, das Motto der Lions weltweit, erscheint uns gerade in der heutigen Zeit angebrachter denn je.» (pd)

Drittes St.Galler Stadtgespräch in der Grabenhalle: Zwei Journalistinnen, ein Rektor und der neue Theaterdirektor

Diesen Donnerstag findet in der Grabenhalle das dritte Stadtgespräch statt. Wie bei den ersten Runden treffen dabei vier Personen mit starkem Bezug zur Stadt St.Gallen aufeinander und erzählen. Befragt werden sie wiederum von Künstlerin Julia Kubik und Historiker Matthias Fässler. Türöffnung ist am Donnerstag, 19.30 Uhr. Die Veranstaltung startet um 20 Uhr. Der Eintritt ist gratis. Nach dem Gespräch findet die Hallenbeiz statt – mit dem üblichen Pingpong-Turnier (eigenen Schläger mitbringen).

Der Historiker Matthias Fässler und Künstlerin Julia Kubik moderieren am Donnerstag das dritte St.Galler Stadtgespräch.

Der Historiker Matthias Fässler und Künstlerin Julia Kubik moderieren am Donnerstag das dritte St.Galler Stadtgespräch.

Bild: Grabenhalle

Die vorgängige Gesprächsrunde ist spannend zusammengesetzt. Auf dem Podium sitzt zum einen Susan Boos. Die St.Gallerin war Journalistin bei der Ostschweizer Arbeiterzeitung (OAZ), ist heute Journalistin bei der WOZ und Autorin verschiedener Sachbücher. Neben ihr sitzt am Donnerstag Jan Henric Bogen, dessen Berufung zum neuen St.Galler Theaterdirektor kürzlich viel Wellen geworfen hat. Dazu kommen Brigitte Schmid-Gugler, die seit ihrem Einstieg bei «Die Ostschweiz» zu den «Urgesteinen» des Stadtsanktgaller Journalismus gehört, und Daniel Seelhofer, Rektor der Ostschweizer Fachhochschule.

Mit den Stadtgesprächen wollen die Grabenhalle und das Kulturmagazin «Saiten» einen aktiven Beitrag zur Überwindung gesellschaftlicher Gräben leisten. Die Veranstaltung bringt Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen des städtischen Lebens miteinander aufs Podium. Das Gespräch mit ihnen soll «ein Abend voller unvorhersehbarer und ungeplanter Begegnungen» sein. Die daran Beteiligten und ihr Publikum sollen dabei einen Blick über den Rand des eigenen Tellers hinaus, über ihre in sich geschlossenen Szenen und Filterblasen tun. (pd/vre)

Nachwuchs auf Peter und Paul: Auch die Steinböcke haben Junge

Einer der jungen Steinböcke des Wildparks Peter und Paul kurz nach der Geburt.

Einer der jungen Steinböcke des Wildparks Peter und Paul kurz nach der Geburt.

Bild: Toni Bürgin

Nach den Wildschweinen im April haben jetzt auch die Steinböcke im Wildpark Peter und Paul Junge. Die Kleinen sind im Alter von wenigen Wochen bereits unerschrockene Kletterer und Bergsteiger. Sie können jetzt dabei beobachtet werden, wie sie über die Steilwände der Steinbockfelsen im Wildpark tollen. (pd/vre)

Zwei der Mütter mit ihren Kitzen auf dem Steinbockfelsen im Wildpark Peter und Paul.
4 Bilder
«Komm schon. Jetzt wird gespielt!»
Tankstelle in der Steilwand.
Das gehört zum Steinbock-Kindergarten: In den Felsen herumtollen und dann auf einem Felsvorsprung ausruhen.

Zwei der Mütter mit ihren Kitzen auf dem Steinbockfelsen im Wildpark Peter und Paul.

Bild: Toni Bürgin
Das Frauen- und Familienbad auf Dreilinden.

Das Frauen- und Familienbad auf Dreilinden.

Bild: Reto Voneschen

Zuerst bewölkt, danach nochmals ein heisser Badetag

Badwassertemperaturen Stadt St.Gallen - Stand: 20. Juni 2022
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld26
Freibad Rotmonten26
Familien- und Frauenbad Dreilinden22
Mannenweier24
Schwimmbad Arbon
See23,3
Becken26

Junge Kiebitze in der Voliere im Stadtpark

Ein junger Kiebitz. In der Voliere im St.Galler Stadtpark sind am vergangenen Freitag gleich drei solche Küken geschlupft.

Ein junger Kiebitz. In der Voliere im St.Galler Stadtpark sind am vergangenen Freitag gleich drei solche Küken geschlupft.

Bild: PD

Ein denkwürdiger Tag war der vergangene Freitag für die Voliere im St.Galler Stadtpark. Nach drei Jahren hat dort wieder einmal ein Kiebitzpärchen erfolgreich gebrütet. Geschlüpft sind Ende der vergangenen Woche drei junge Kiebitze. Es freue die Voliere-Gesellschaft, damit den St.Gallerinnen und St.Gallern diese seltene Vogelart zeigen zu können, schreibt deren Präsident Christian Müller. In der Schweiz gibt es nur noch 140 bis 180 frei lebende Kiebitzpaare. Die Vogelart figuriert auf der roten Liste und gilt als stark gefährdet. (pd/vre)

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