ST.GALLER STADT-TICKER
News aus Stadt und Region: 28. November bis 5. Dezember 2022

Was passiert gerade in der Stadt St.Gallen und in ihrer Umgebung? Im Ticker finden Sie aktuelle News aus St.Gallen und den umliegenden Gemeinden. Ob ein Brand, ein Unfall, ein politischer Entscheid oder ein Promi, der Schlagzeilen macht: Hier finden Sie einen bunten Mix aus Nachrichten, Bildern und unterhaltsamen Geschichten aus St.Gallen.

Redaktion
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Nach Unfall am Marktplatz davongefahren – Zeugen gesucht

Hier passierte der Unfall.

Hier passierte der Unfall.

Bild: STAPO SG

Am Sonntag, 27. November, um zirka 04:30 Uhr wurde durch eine unbekannte Autofahrerin oder einen unbekannten Autofahrer eine Verkehrsinsel am Marktplatz vor der «Rondelle» beschädigt. Dies berichtet die Stadtpolizei St.Gallen.

Der laufenden Theorie der Polizei zufolge dürfte die unbekannte Person die Kontrolle über das Fahrzeug verloren haben. Anschliessend entfernte sie sich von der Unfallstelle, ohne den Schaden zu melden. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, weshalb nun Zeugen gesucht werden. Beim Fahrzeug dürfte es sich um einen dunklen 7-er BMW gehandelt haben.

Wer Angaben zur unbekannten Person am Steuer oder dem Fahrzeug machen kann, wird gebeten sich bei der Stadtpolizei St.Gallen zu melden. Hinweise werden unter 071-224-60-00 entgegengenommen. (stapo/elf.)

Fritteusen-Brand auf Balkon an der Boppartshofstrasse

Fettbrände sollte man niemals versuchen mit Wasser zu löschen.

Fettbrände sollte man niemals versuchen mit Wasser zu löschen.

Bild: STAPO SG

In der Nacht auf Montag geriet kurz nach 1 Uhr eine Fritteuse in Brand. Sie stand auf einem Grill auf einem Balkon im ersten Obergeschoss einer Liegenschaft im Quartier Boppartshof, wie die Stadtpolizei St.Gallen berichtet. Das Feuer breitete sich auf dem Balkon aus, wobei die Scheibe eines Fensters zu Bruch ging. Zudem schlug das Feuer auf die Fassade über.

Die Stadtpolizei evakuierte die 22 Personen, welche sich im Haus aufhielten, und die Berufsfeuerwehr St.Gallen hatte den Brand rasch unter Kontrolle. Beim Brand wurden keine Personen verletzt. Am Balkon, an der Fassade und in der betroffenen Wohnung entstand grosser Sachschaden.

Das Feuer breitete sich rasch aus, wobei die Scheiben zu Bruch gingen.

Das Feuer breitete sich rasch aus, wobei die Scheiben zu Bruch gingen.

Bild: STAPO SG

Die Evakuierten konnten für die Dauer des Einsatzes in einem extra aufgebotenen Bus der VBSG untergebracht werden. Abgesehen von den Bewohnern der betroffenen Wohnung konnten später alle wieder zurück in ihre Wohnungen. Während des Einsatzes musste die Boppartshofstrasse gesperrt werden.

Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St.Gallen geht von einem technischen Defekt aus, welcher zum Brand führte. Neben der Stadtpolizei waren die Berufsfeuerwehr, die Rettung, ein Notarzt und die Kantonspolizei im Einsatz. (stapo/elf.)

Wechsel in der Leitung der Shopping-Arena: Bisherige Marketing-Leiterin Fabienne Diez übernimmt am 1. April

Seit der Eröffnung im März 2008 leitete Marc Schäfer die Shopping-Arena. Nun geht er in Pension und gibt seine Aufgabe als Leiter ab. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Marketing-Leiterin der Shopping-Arena Fabienne Diez. Das gibt die Wincasa, die für das Center-Management der Shopping-Arena zuständig ist, in einer Medienmitteilung bekannt.

Fabienne Diez war bisher Marketing-Leiterin der Shopping-Arena. Ab April übernimmt sie die Leitung des Einkaufszentrums.

Fabienne Diez war bisher Marketing-Leiterin der Shopping-Arena. Ab April übernimmt sie die Leitung des Einkaufszentrums.

Bild: Leo Boesinger/PD

«Ich freue mich ungemein über die neue Herausforderung und da ich 15 Jahre lang zusammen mit Marc Schäfer am Erfolg der Shopping-Arena arbeiten durfte, fühle ich mich auf die Aufgabe auch sehr gut vorbereitet», wird die neue Leiterin in der Mitteilung zitiert. Auch die Wincasa zeigt sich erfreut über die interne Nachfolgelösung.

Obwohl Fabienne Diez die Leitung per 1. April übernimmt, steht ihr noch bis zum 30. Juni Marc Schäfer zur Seite. Er sei zwar da, wenn es ihn brauche, sagt er. Er ist aber überzeugt davon, dass sein «Baby» bei seiner Nachfolgerin in guten Händen sei.

Während der vergangenen 15 Jahren hat Fabienne Diez nicht nur Erfahrungen in der Shopping-Arena gesammelt, sondern sich auch laufend weitergebildet; zuletzt mit einem betriebswirtschaftlichen Nachdiplomstudium HF. (pd/arc)

Vier Frauen zu Gast am Stadtgespräch in der Grabenhalle

In der Grabenhalle findet am Donnerstag, 8. Dezember, das fünfte Stadtgespräch statt. Die Talkreihe möchte unterschiedliche Persönlichkeiten der Stadt St.Gallen auf die Bühne bringen und damit verschiedene Lebensrealitäten aufeinanderprallen lassen. Die Ausgabe in dieser Woche könnte insofern interessant werden, weil zwei langjährige Bewohnerinnen der Stadt auf zwei Frauen treffen, die noch nicht so lange in St.Gallen leben.

Das St.Galler Stadtgespräch findet am Donnerstag zum fünften Mal statt. Die bisherigen Ausgaben waren jeweils sehr gut besucht.

Das St.Galler Stadtgespräch findet am Donnerstag zum fünften Mal statt. Die bisherigen Ausgaben waren jeweils sehr gut besucht.

Bild: Michel Canonica

Die Moderatorin Julia Kubik und der Moderator Matthias Fässler erwarten diesen Donnerstag folgende Gäste:

  • Marina Widmer, Trägerin des St.Galler Kulturpreises
  • Melanie Diem, GLP-Stadtparlamentarierin
  • Irina Petrychko, Bankkauffrau und Mutter, die aus der Ukraine nach St.Gallen geflüchtet ist
  • Maren Schreier, Dozentin für Soziale Arbeit an der Fachhochschule OST

Der Anlass, der vom Kulturmagazin Saiten organisiert wird, war bei den bisherigen Ausgaben jeweils sehr gut besucht. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Es wird eine Kollekte erhoben. (pd/arc)

Es weihnachtet: Auch Hydranten machen mit

Momentaufnahme. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstand ist an – zum Teil auch tagsüber. Auf dem Bohl lockt der Weihnachtsmarkt. Und auch im HVM weihnachtet es bereits sehr. Bei der Schmatzinsel werden nun offenbar auch Hydranten in Geschenkpapier gepackt. Selbstverständlich, er soll schliesslich ins Bild passen.

Momentaufnahme. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstand ist an – zum Teil auch tagsüber. Auf dem Bohl lockt der Weihnachtsmarkt. Und auch im HVM weihnachtet es bereits sehr. Bei der Schmatzinsel werden nun offenbar auch Hydranten in Geschenkpapier gepackt. Selbstverständlich, er soll schliesslich ins Bild passen.

Bild: Marlen Hämmerli (5. Dezember 2022)

Vortrag: Besonderheiten der städtischen Pflanzenwelt

Spezielle und seltene Pflanzen sind nicht nur auf Wanderungen anzutreffen, sondern auch auf Spaziergängen in der Stadt. Oft wachsen sie an Orten, wo sie nicht vermutet werden.

Am Mittagstreff im Naturmuseum werden diese Woche seltene Pflanzen und deren Standorte in der Stadt thematisiert.

Am Mittagstreff im Naturmuseum werden diese Woche seltene Pflanzen und deren Standorte in der Stadt thematisiert.

Bild: Urs Bucher
(6. Juli 2017)

Am Mittwoch, 7. Dezember, ist Ursula Tinner vom Botanischen Zirkel St.Gallen zu Gast am Mittagstreff im Naturmuseum und zeigt im Rahmen eines Vortrags auf, an welchen ausgewählten Orten in der Stadt St.Gallen seltene Pflanzen zu finden sind. Die Besucherinnen und Besucher erhalten so einen Einblick in die botanischen Schätze der Gallusstadt, die viele naturnahe Standorte aufweist. Beginn des Mittagtreffs ist um 12.15 Uhr. Es gilt der Museumseintritt. (pd/arc)

Kantonsbibliothek zeigt digitales Angebot und Schätze aus dem Archiv

Die Kantonsbibliothek führt in dieser Woche zwei Anlässe durch. Am Donnerstag, 8. Dezember, präsentiert sie ihre digitalen Angebote. Am Freitag, 9. Dezember, lädt sie hingegen zu einem Rundgang in ihr Archiv.

Die Kantonsbibliothek lädt am Freitag in ihr ansonsten nicht zugängliches Archiv ein.

Die Kantonsbibliothek lädt am Freitag in ihr ansonsten nicht zugängliches Archiv ein.

Bild: Raphael Rohner

Zwischen 17 und 18 Uhr erfahren die Teilnehmenden am Donnerstag in der Bibliothek Hauptpost, was Teil des Streaming-Angebotes der Kantonsbibliothek ist. Es beinhaltet mehrere Millionen Musiktitel und zu tausenden Spiel-, Dokumentations- und Kurzfilme sowie Serien. Am Anlass wird das Angebot vorgestellt, ausserdem werden Tipps zur Benutzung weiter gegeben. Der Anlass kann ohne Voranmeldung besucht werden. Treffpunkt ist beim Leserad im ersten Stock der Bibliothek Hauptpost.

Am Freitag steht dann zwischen 16.15 und 17 Uhr ein Rundgang durch das sonst nicht zugängliche Archiv der Kantonsbibliothek auf dem Programm. Die Teilnehmenden bekommen Sammlungen und Kostbarkeiten präsentiert: Bilder und Fotografien, mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, alte Drucke und Landkarten. Auch für diesen Anlass ist keine Voranmeldung nötig. Treffpunkt ist in der Eingangshalle der Kantonsbibliothek Vadiana an der Notkerstrasse. (pd/arc)

Vortrag: Was passiert, wenn die Nieren nicht mehr funktionieren

Die Nieren werden auch als die Fabrik unseres Körpers bezeichnet. Sie spielen eine grosse Rolle im Austausch von Stoffen, bei der Regulation des Blutdrucks und des Knochenstoffwechsels sowie des Wasserhaushaltes. Aber was passiert, wenn die Nieren erkranken und ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen können? Antworten erhalten Interessierte am Dienstag, 6. Dezember, im Rahmen eines öffentlichen Vortrags im zentralen Hörsaal des Hauses 21 des Kantonsspitals St.Gallen. Beginn ist um 19 Uhr.

Die Nieren werden auch als die Fabrik des menschlichen Körpers bezeichnet.

Die Nieren werden auch als die Fabrik des menschlichen Körpers bezeichnet.

Bild: Fotolia

Aurelia Schnyder, Leitende Ärztin und stellvertretende Klinikleiterin, und Phillipp Boide, Oberarzt mbF der Klinik für Nephrologie und Transplantationsmedizin, werden in ihrem Vortrag verschiedene Nierenersatzverfahren und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Ausserdem beantworten sie Fragen aus dem Publikum. Der Eintritt ist frei. Für einen Besuch des Vortrags ist keine Anmeldung erforderlich. (pd/arc)

«Rotzloch» feiert Premiere im Kinok

Der Dokumentarfilm «Rotzloch» feiert am Dienstag, 6. Dezember, Premiere im Kinok in der Lokremise. An der Premiere werden auch die Regisseurin Maja Tschumi sowie Protagonisten anwesend sein. Der Film wird ab 18 Uhr gezeigt.

"Rotzloch" erzählt aus dem Alltag von vier Asylbewerbern.

"Rotzloch" erzählt aus dem Alltag von vier Asylbewerbern.

Bild: PD

Rotzloch heisst ein Ort am Alpnachersee, dem zu Ob- und Nidwalden gehörenden Seitenarm des Vierwaldstättersees. Im Ort sind Geflüchtete untergebracht, Asylbewerber, vorwiegend junge Männer. Maja Tschumi porträtiert vier von ihnen. Es ist ein Film über ihre Sehnsucht nach Begegnungen, Liebe und Sex, über ihre Ängste und Erwartungen. «Rotzloch» feierte seine Weltpremiere an den Solothurner Filmtagen 2022 vor einem begeisterten Publikum.

Die 1983 in Basel geborene Regisseurin war längere Zeit im Theaterbereich und als Autorin von Kurzfilmen tätig und arbeitete nebenbei als Deutschlehrerin für Asylbewerber. Bei dieser Gelegenheit lernte sie vier im Asylbewerberheim Rotzloch gestrandete Männer kennen und begleitete sie in der Folge über einen längeren Zeitraum durch ihren Alltag. Entstanden ist so ein mutiger Dokumentarfilm – einer, der viel mehr ist als nur ein weiterer Schweizer Beitrag über Geflüchtete, sondern einer, der die Männer ohne ideologische oder moralische Scheuklappen freimütig sprechen lässt. Maja Tschumi sagt über ihren Erstling: «Im Rotzloch begegneten mir andere Männer als von den Behörden beschrieben. Solche, die einen Anspruch haben an sich und das Leben, die noch begehren, die auch im Konflikt sind mit der neuen Welt, in der sie anzukommen versuchen.» Das Gespräch mit der Regisseurin moderiert Saiten-Redaktorin Corinne Riedener. (pd/arc)

Fahrplanwechsel: Das ändert sich auf den St.Galler Buslinien

Im Rahmen des Fahrplanwechsel im öffentlichen Verkehr vom 11. Dezember kommt es auch auf den Stadtsanktgaller Buslinien zu Veränderungen. Neben Fahrzeitenverschiebungen im Minutenbereich erfolgen einige Fahrplanausdünnungen in den Abendstunden und an Samstagen. Ausserdem wird die Gültigkeit des Ferienfahrplans ausgedehnt, heisst es im Communiqué der Stadt.

Auf den Buslinien 1, 2, 5, 6, 7 und 8 wird das Angebot an den Abenden unter der Woche ab dem 11. Dezember eine Stunde früher ausgedünnt.

Auf den Buslinien 1, 2, 5, 6, 7 und 8 wird das Angebot an den Abenden unter der Woche ab dem 11. Dezember eine Stunde früher ausgedünnt.

Bild: Michel Canonica

Auf den Buslinien 1, 2, 5, 6, 7 und 8 wird das Angebot an den Abenden unter der Woche ab dem 11. Dezember eine Stunde früher ausgedünnt. Die Linien 1 und 2 verkehren somit bereits nach 20 Uhr im 20-Minuten- statt im 12-Minuten-Takt. Wie es in der Mitteilung heisst, ergibt sich auf dem Abschnitt zwischen Erlachstrasse und Neudorf faktisch ein 10-Minuten-Takt, da die Linien alternierend verkehren. Die Linien 5 und 6 verkehren abends ebenfalls eine Stunde früher im 20-Minuten-Takt anstatt wie bisher alle 10 Minuten. Auf den Buslinien 7 und 8 wird ebenfalls eine Stunde früher auf einen 30-Minuten-Takt umgestellt. Auch in diesem Fall verweist die Stadt darauf, dass die Linie alternierend fahren und auf der Strecke zwischen Ahorn und Neudorf faktisch ein 15-Minuten-Takt bestehen wird. Die Linie 9 verkehrt ab kommender Woche neu auch zwischen Hölzli und Sonne ganztags im 20-Minuten-Takt. Der 10-Minuten-Takt bis zur Haltestelle Sonne während der Hauptverkehrszeit am Mittag fällt somit weg. Auf den Linien 1, 2 und 5 besteht künftig an Samstagen neu ein 15-Minuten- anstatt wie bisher ein 12-Minuten-Takt.

Der Fahrplanwechsel vom 11. Dezember bringt jedoch nicht nur eine Ausdünnung mit sich. Die Haltestelle Schibenertor wird aufgehoben. Bereits seit des Fahrplanwechsel im vergangenen Jahr bedienen die Linien 1, 2, 3, 4 und 6 die Haltestelle nicht mehr. Die Massnahme wurde damals ergriffen, um die Fahrzeit auf diesem Abschnitt in Richtung Bahnhof zugunsten der Fahrgäste zu verkürzen. Wie die Stadt schreibt, bestätigen erste Erkenntnisse die verbesserte Fahrplanstabilität. Ab dem 11. Dezember werden nun auch die Linien 7, 8, 12 sowie der Nachtbus N91 nicht mehr an der Haltestelle anhalten.

Eine weitere Änderung betrifft den Ferienfahrplan. Auf den Linien 1, 2, 5, 6, 7 und 8 wird dieser neu auch am Freitag nach Auffahrt sowie an Werktagen zwischen Weihnachten und Neujahr gültig sein. Das gilt bereits für die Feiertage in diesem Jahr.

Bei verschiedenen Buslinien werden gemäss Stadt die Fahrzeiten im Minutenbereich angepasst. Das soll zu mehr Pünktlichkeit führen. Die Stadt weist darauf hin, dass es sich nach dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember lohnt, vor jeder Fahrt den Fahrplan zu überprüfen. Sie verweist ausserdem darauf, dass es sich bei Fahrplanzeiten generell um Richtzeiten handelt. Verschiedene Gründe könnten dazu führen, dass es zu Abweichungen vom Fahrplan kommt. Insbesondere während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend können der rege Fahrgastwechsel oder Baustellen und andere ausserordentliche Situationen dazu führen. (sk/arc)

Martin Widmer übernimmt Kesb-Präsidium

Martin Widmer übernimmt die Leitung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Region St.Gallen. Das gibt die Stadt St.Gallen in einem Communiqué bekannt. Seine neue Stelle tritt Widmer am 1. März 2023 an. Bis dann wird die Kesb Region St.Gallen von den beiden Behördenmitgliedern Mathias Müller und Tobias Rothenberger geführt.

Martin Widmer leitet seit Ende 2012 die damals neu geschaffene Kesb Wil-Uzwil.

Martin Widmer leitet seit Ende 2012 die damals neu geschaffene Kesb Wil-Uzwil.

Bild: Tobias Söldi
(12. März 2019)

Martin Widmer leitet seit Ende 2012 die damals neu geschaffene Kesb Wil-Uzwil mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der 60-jährige Jurist, der auch über einen Master of Advanced Studies in Sozialmanagement verfügt, war vor seiner Tätigkeit als Präsident der Kesb Wil-Uzwil Leiter des damaligen Vormundschaftsamtes der Stadt Wil. Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, hat Widmer während seiner Laufbahn zudem diverse Weiterbildungen im Führungs- und im Sozialbereich sowie im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes absolviert.

Widmers Vorgänger Patrik Terzer geriet im Sommer 2021 in die Schlagzeilen, weil er eine Sozialfirma gegründet hatte. Der Gesamtstadtrat war vorgängig nicht darüber informiert worden. Kaum wurde Terzers Nebenbeschäftigung publik, wurde er krank und viel vier Monate aus.

Das Stadtparlament überwies während Terzers Abwesenheit einen parlamentarischen Vorstoss, mit dem der Stadtrat beauftragt wurde, das Personalreglement zu überarbeiten und die Nebenbeschäftigungen von Angestellten der Stadt klar zu regeln, damit es keinen zweiten «Fall Terzer» mehr geben soll. Der Stadtrat wehrte sich damals nicht einmal gegen den Auftrag. Er sah ein: Das Reglement braucht eine Erneuerung.  Im August 2022 gab Terzer, der ausserdem mit Autos handelte, bekannt, dass er die Stadtverwaltung per Ende des Jahres verlässt. (sk/arc)

Nach «Fall Amcor»: Kanton startet Projekt zum Schutz vor Chemikalien

Die zunehmende Belastung von Chemikalien veranlasste die St.Galler Kantonsregierung zu prüfen, wie die Umwelt künftig besser vor Chemikalien geschützt werden kann. Wie die St.Galler Staatskanzlei mitteilt, sollen damit unter anderem Ereignisse wie die Havarien im Betrieb Amcor in Goldach vor zwei Jahren verhindert werden. Damals gelangte rund zehn Kilogramm Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) mit Löschschaum in den Bodensee. Die Kantonsregierung hat nun den Auftrag zum Projekt «Umweltchemikalien in Gewässern» erteilt.

Vor zwei Jahren gelangte Löschschaum mit der verbotenen und giftigen Chemikalie PFOS vom Goldacher Firmengelände des Verpackungsherstellers Amcor in den Bodensee.

Vor zwei Jahren gelangte Löschschaum mit der verbotenen und giftigen Chemikalie PFOS vom Goldacher Firmengelände des Verpackungsherstellers Amcor in den Bodensee.

Bild: Raphael Rohner

Die Regierung will anhand des Projektes aufzeigen, wie man die Umwelt besser vor Chemikalien schützen kann. Dazu zählt unter anderem, wie eine angemessene Ahndung bei einem Umweltdelikt aussehen sollten. Der Projektausschuss und das Projektteam sind gemäss Kanton durch Mitarbeitende mehrerer Dienststellen besetzt. Die Vielfalt der Beteiligten ergibt sich aus der thematischen Bandbreite, unterschiedlichen Zuständigkeiten und den technisch und politische anspruchsvollen Fragestellungen, heisst es im Communiqué. Die interne Projektleitung obliegt einer Co-Leitung mit je einer Vertreterin des Amtes für Umwelt und einer Vertreterin des Amtes für Wasser und Energie. Unterstützt wird die interne Projektleitung durch ein externes Unternehmen. Das Projekt soll im Sommer 2024 abgeschlossen sein.

Der Kanton untersucht gemäss Mitteilung seit 15 Jahren die St.Galler Fliessgewässer und Abwässer auf PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen), zu denen auch PFOS gehört. Seit 2018 analysiert er PFOS und weitere PFAS Verbindungen an ausgewählten Flüssen verstärkt und untersuchte auch regelmässig den Ablauf von Kläranlagen. Darauf aufbauend ergriff der Kanton erste Massnahmen, damit aus Industriebetrieben weniger PFAS in die Gewässer gelangen.

Anfangs 2021 hat das Amt für Wasser und Energie zusammen mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei ein Untersuchungsprogramm in St.Galler Fliessgewässern, Fischen und kommunalem Abwasser gestartet. In rund drei Viertel der 55 untersuchten Bäche und Flüsse fand man PFOS in relevanten Konzentrationen. Auch in Fischen und im Abwasser lässt sich PFOS nachweisen. Die Untersuchungen bestätigen die weite Verbreitung der problematischen Substanzen in der Umwelt. Im nun gestarteten Projekt stellt der Umgang mit der PFAS-Problematik einen wichtigen Teilaspekt dar.

Der Stoff PFOS ist schwer abbaubar, verbleibt lange in der Umwelt und reichert sich in Tieren und auch im menschlichen Körper an. PFOS gehört zu einer Gruppe von Industriechemikalien, die mehr als 4700 Substanzen umfasst und ist bereits in sehr tiefen Konzentrationen schädlich für Umwelt und Mensch. Die Substanz wurde beispielsweise häufig in Schaumlöschmitteln eingesetzt. In der Schweiz wurde das Inverkehrbringen von PFOS 2011 weitgehend verboten. Der Ausstieg aus der Verwendung ist gemäss Angaben des Kantons inzwischen fast abgeschlossen. (SK/arc)

Tempo 30: Die Grünen sprechen von einem überfälligen Schritt

Das von Kanton und Stadt St. Gallen vorgelegte Gesamtkonzept «Stadttempo» sieht die etappenweise Einführung von Tempo 30 auf dem gesamten städtischen Strassennetz bis 2028 vor. Stadt und Kanton wollen damit der rechtlichen Verpflichtung nach einem verbesserten Lärmschutz gegenüber der Bevölkerung nachkommen. Wie die Grünen Stadt und Region St.Gallen in ihrer Stellungnahme während des Vernehmlassungsverfahren schreiben, bietet Tempo 30 zudem weitere Vorteile.

Stadt und Kanton wollen bis 2028 auf dem gesamten städtischen Strassennetz Tempo 30 einführen.

Stadt und Kanton wollen bis 2028 auf dem gesamten städtischen Strassennetz Tempo 30 einführen.

Symbolbild:
Eveline Beerkircher

Die Partei zeigt sich erfreut über das Konzept von Stadt und Kanton. Das Problem der Lärmbelastung durch den Verkehr werde sorgfältig analysiert und der dazu formulierte Lösungsvorschlag erachten die Grünen als sehr gut. Die Partei verweist auf Entscheide des Bundesgerichts. Dieses hat sich in der Abwägung zwischen Lärmschutz und der durch die Temporeduktion herbeigeführte Freiheitseinschränkung mehrmals klar für den Lärmschutz ausgesprochen. Es verlangt daher von Kantonen und Gemeinden wirksame Massnahmen zur Umsetzung der Lärmschutzverordnung (LSV).

Die Grünen schreiben, dass die seit 1987 geltende LSV vorschreibt, dass die Massnahmen zur Lärmsanierung von Strassen und Schienen im Jahr 2002 abgeschlossen hätte sein müssen. Da der Termin nicht eingehalten wurde, wurde die Frist für Nationalstrassen bis zum 31. März 2015 und für die übrigen Strassen sowie Hauptstrassen bis zum 31. März 2018 erstreckt. Dass Stadt und Kanton nun gemeinsam die Lärmsanierung der Strassen systematisch und flächendeckend prüft, ist für die Partie somit überfällig. Sie verweist darauf, dass es sich dabei nicht um Ideologie, wie Automobilverbände und rechte Parteien häufig monieren, sondern um die Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht handelt.

Mit der Einführung von Tempo 30 wird es laut Partei nicht nur weniger Lärm geben, sondern auch weniger Unfälle und eine geringere Verletzungsgefahr bei Unfällen. Wie die Grünen schreiben, ist die Wahrscheinlichkeit einer tödlichen Verletzung bei Tempo 30 nur halb so gross wie bei Tempo 50. Ausserdem wird bei niedrigerer Geschwindigkeit weniger Energie verbraucht. Und Verbrennungsmotoren stossen weniger Schadstoffe und Treibhausgase aus. Es würde auch Platz frei für Begrünungsmassnahmen zur Anpassung an die Klimakrise, für mögliche ÖV-Trassees, Velospuren oder breite Trottoirs. Strassenräume würden so lebenswerter gestaltet und aufgewertet. Darin sehen die Grünen auch eine mögliche Chance für das lokale Gewerbe, welches sich selbst entschieden gegen die Tempo-30-Pläne ausgesprochen hat.

Wie die Grünen weiter ausführen, würden diese Vorteile im Konzept ausführlich erläutert, jedoch nicht als Entscheidungsgrundlagen einbezogen. Das sei insofern verständlich, da dadurch die aktuell geplanten Massnahmen rechtlich abgesichert sind. Stör- und Verzögerungsmanöver auf dem politischen Parkett seien so kaum mehr möglich. Trotz lobender Worte monieren die Grünen, dass es mit der Einführung von Tempo 30 noch nicht getan sei, um einen zukunftsfähigen und menschengerechten Verkehr in der Stadt zu erreichen. Die Partei kündigt an, dass sie sich auch in Zukunft für eine weitere Ausdehnung des Tempo-30-Regimes und für mehr lebenswerte Tempo-20-Begegnungszonen in den Quartieren einsetzen wird. (pd/arc)

Montagslesen zur Einstimmung auf die Festtage

Vorstandsmitglieder des Vereins ProStadtbibliothek stimmen am heutigen Montag, 5. Dezember, im Raum für Literatur auf die anstehenden Festtage an. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von Tubaklängen. Der Anlass beginnt um 18.30 Uhr.

Es weihnachtet in der Stadt St.Gallen. Heute Abend auch im Raum für Literatur.

Es weihnachtet in der Stadt St.Gallen. Heute Abend auch im Raum für Literatur. 

Bild: Donato Caspari

Eva Crottogini, Richi Küttel und Karl Schimke lesen heute Abend witzige aber auch nachdenkliche Weihnachtsgeschichten vor und gehen unter anderem der Frage nach, ob es den Weihnachtsmann tatsächlich gib. Schimke umrahmt die Lesung mit seiner Tuba. Das Publikum ist eingeladen, sich im Café StGall der Bibliothek Hauptpost bei einem Glas Rotwein oder einer Tasse Tee und Weihnachtsguetzli auf die kommenden festlichen Tage einzustimmen.

Das Montaglesen wird von der Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Verein «ProStadtbibliothek» organisiert. Es gibt eine Kollekte. (sk/arc)

St.Gallen: Erneuter Einbruch in Sportgeschäft

Die Diebe haben Ware im Wert von über 10'000 Franken gestohlen.

Die Diebe haben Ware im Wert von über 10'000 Franken gestohlen.

Symbolbild: Kapo SG

Am frühen Sonntagmorgen, kurz nach 5 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in der Stadt in ein Sportgeschäft an der Favrestrasse eingebrochen, wie die Kantonspolizei St.Gallen berichtet. In dasselbe Geschäft war bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag eingebrochen worden.

Die unbekannte Täterschaft brach eine provisorische Schiebetür auf, welche nach dem ersten Einbruch angebracht worden war. Daraufhin betrat sie das Geschäft und stahl zwei E-Bikes. Im Anschluss ergriff sie die Flucht. Das Deliktsgut beträgt rund 14’000 Franken. Der Sachschaden wird auf mehrere hundert Franken geschätzt. Ob bei beiden Einbrüchen dieselbe Täterschaft am Werk war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (kapo/elf.)

Rorschach: Wegen Kontrolle wurde Unfall aufgeklärt

Mit diesem Schaden fuhr der Mann einfach weiter.

Mit diesem Schaden fuhr der Mann einfach weiter.

Bild: Kapo SG

Am Samstag kontrollierte die Kantonspolizei St.Gallen im Rahmen einer Verkehrskontrolle an der Industriestrasse in Rorschach einen 44-jährigen Autofahrer.

Die Front des Fahrzeugs wies Schäden auf und der Lenker wurde als fahrunfähig eingestuft. Nach weiteren Abklärungen wurde auch der Grund für die Schäden ermittelt: ein Unfall. Der Mann war an der Parkstrasse in St.Margrethen in einen Zaun gefahren. Dabei wurde die Stossstange abgerissen. Doch anstatt sich um den Schaden zu kümmern, packte der 44-Jährige seine abgebrochene Stossstange in den Kofferraum und fuhr weiter. Bis er in die Kontrolle geriet.  

Die Staatsanwaltschaft ordnete beim Mann die Entnahme einer Blut- und Urinprobe an. Der Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen. Es entstand ein Sachschaden in der Höhe von über tausend Franken. (kapo/elf.)

St.Gallen: E-Bike-Fahrer verletzt sich bei Sturz 

In dieser Strasse stürtzt der Mann.

In dieser Strasse stürtzt der Mann.

Bild: Stapo SG

Am Samstag um 11 Uhr fuhr ein 73-jähriger Mann mit seinem E-Bike auf der Tschudistrasse in St.Gallen in westlicher Richtung, wie die Stadtpolizei St.Gallen berichtet. Höhe der Liegenschaft 43 kam er aus unbekannten Gründen, jedoch ohne Dritteinwirkung, zu Fall. Beim Sturz zog sich der 73-Jährige leichte Verletzungen am Kopf zu. Er wurde mit der Rettung nach dem Spital verbracht. Am E-Bike entstand geringer Sachschaden. (stapo/elf.)

St.Gallen: Einbrüche in Sportgeschäft und zwei Jugendtreffs

Bei beiden Einbrüchen wurden Steine als Werkzeug gebraucht. Ein Zusammenhang wird untersucht.

Bei beiden Einbrüchen wurden Steine als Werkzeug gebraucht. Ein Zusammenhang wird untersucht.

Symbolbild: Kapo SG

In der Nacht von Freitag auf Samstag, kurz vor 4 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Sportgeschäft an der Favrestrasse eingebrochen, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt. Sie brach einen Türflügel im Eingangsbereich gewaltsam auf und betrat das Geschäft. Anschliessend stahl sie zwei hochwertige Mountainbikes und ergriff die Flucht. Das Deliktsgut sowie der Sachschaden belaufen sich insgesamt auf über zehntausend Franken.

Zwei Einbrüche zur gleichen Zeit

Während des Freitages erhielt die Kantonspolizei St.Gallen zwei Meldungen von Einbrüchen in Jugendtreffs an der Heiligkreuzstrasse und der Brauerstrasse. Ob die beiden Delikte zusammenhängen, klärt die Polizei zurzeit ab.

Beim Einbruch an der Heiligkreuzstrasse verschaffte sich die Täterschaft über eine Fenster Zutritt, indem sie mit einem Stein das Glas zerschlug. Anschliessend durchsuchte sie die Räumlichkeiten und stahl einen Computerbildschirm. In der gleichen Zeitspanne wurde auch an der Brauerstrasse in einen Jugendtreff eingebrochen. Auch hier wurde als Tatwerkzeug ein Stein verwendet. Diesmal wurde der Glaseinsatz der Eingangstür eingeschlagen. Im Gebäude wurde eine weitere Tür aufgebrochen und eine Geldkassette samt Geld gestohlen. Das Deliktsgut sowie der Sachschaden belaufen sich insgesamt auf mehrere tausend Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen klärt einen allfälligen Zusammenhang zwischen den beiden Einbrüchen ab. (kapo/elf.)

Fahrverbot im Hölzli missachtet – Lenker bleibt auf kleinem Weg stecken

Gleich oberhalb der Haltestelle «Hölzli» der VBSG-Linie 9 blieb der Fahrer mit seinem Lieferwagen stecken.

Gleich oberhalb der Haltestelle «Hölzli» der VBSG-Linie 9 blieb der Fahrer mit seinem Lieferwagen stecken.

Bild: Stapo

Am Freitagmorgen um 7 Uhr kam es laut Mitteilung der Stadtpolizei St.Gallen auf dem Schorenweg im St.Galler Quartier Hölzli zu einem Selbstunfall. Ein 40-Jähriger befuhr den Weg mit seinem Lieferwagen trotz dem signalisierten Fahrverbot. Aufgrund der engen Verhältnisse auf dem Weg streifte er mit seinem Wagen einen Elektroverteilerkasten und einen Hydranten. Letztendlich konnte der Lenker sein Fahrzeug nicht mehr aus dem Weg heraus manövrieren. Für die Fahrzeugbergung mussten die St.Galler Stadtwerke aufgeboten werden. Um den Lieferwagen wieder auf die Strasse zu bekommen, musste ein Mitarbeiter der St.Galler Stadtwerke den Hydranten entfernen. Es entstand geringer Flur- und Sachschaden. (stapo/elf.)

Gossau: Auf Bahnwagen geklettert und von Stromschlag getroffen

In der Nacht von Freitag auf Samstag, gegen 01:20 Uhr, kletterte ein 18-jähriger Schweizer beim Gelände des Bahnhofs Gossaus auf einen Güterwagen und wurde von einem Stromschlag getroffen, wie die Kantonspolizei St.Gallen in einer Mitteilung vom Samstagmorgen vermeldet. Durch den Schlag der Starkstromleitung wurde der junge Mann weggeschleudert und fing Feuer. Zwei seiner Kollegen leisteten sofort erste Hilfe und mussten ebenso, wie der Schwerverletzte, ins Spital gebracht werden. 

Auf diesen Zug kletterte der junge Mann.

Auf diesen Zug kletterte der junge Mann.

Bild: BRK News

Neben der Kantonspolizei St.Gallen standen auch die Transportpolizei, die Rettungssanitäter, ein Interventionsteam der SBB, sowie die Psychologische erste Hilfe im Einsatz. (kapo/elf.)

Wittenbach: Mutmasslicher Einbrecher auf frischer Tat ertappt

Kurz nach 21 Uhr hat ein 29-jähriger Afghane am Donnerstagabend an der St.Gallerstrasse in Wittenbach mutmasslicherweise versucht, in ein Geschäft einzubrechen. Die St.Galler Kantonspolizei gelang es, den Mann anzuhalten, noch bevor er in das Gebäude eindringen konnte.

Die Polizei konnte den mutmasslichen Einbrecher anhalten, noch bevor er ins Gebäude eindringen konnte.

Die Polizei konnte den mutmasslichen Einbrecher anhalten, noch bevor er ins Gebäude eindringen konnte.

Symbolbild: KAPO SG

Wie aus der Medienmitteilung der Kantonspolizei hervorgeht, hat eine Privatperson beobachtet, wie der 29-Jährige versuchte, über das Flachdach ins Gebäude zu gelangen. Daraufhin alarmierte die Privatperson die Polizei, die den Mann schliesslich anhalten konnte. Der Mann gelangt bei der Staatsanwaltschaft des Kantons zur Anzeige. Es entstand geringer Sachschaden. (kapo/arc)

LC Brühl trifft auf Spitzenteam aus Ungarn

Das Fanionteam des LC Brühl Handball trifft dieses Wochenende in der dritten Runde der EHF European League zweimal auswärts auf das ungarische Spitzenteam Praktiker-Vác.

Malin Altherr und ihre Teamkolleginnen präsentieren sich aktuell in guter Form.

Malin Altherr und ihre Teamkolleginnen präsentieren sich aktuell in guter Form.

Bild: Tobias Garcia
(26. Februar 2022)

Der Sprung in Runde 3 gelang den St.Gallerinnen dank zweier Siege gegen die Tschechinnen aus Pilsen. Es ist das erste Mal seit der Re-Organisation des Wettbewerbs, dass die Brühlerinnen – ja ein Schweizer Frauenteam überhaupt – bis in die letzte Qualifikationsrunde vorstossen konnten. Nach der dritten Runde wird der Wettbewerb, wie bei den Männern, mit einer Gruppenphase (4 Gruppen à 4 Teams) weitergeführt. Für das Team aus Ungarn sind die beiden Spiele gegen den LC Brühl die ersten Auftritte im Europacup in dieser Saison. In den ersten beiden Runden profitierten sie aufgrund der starken Position ihrer heimischen Liga von Freilosen.

Praktiker-Vác zählt in der ungarischen Liga, einer der Top-Ligen im Frauenhandball, zur erweiterten Spitze. In den vergangenen zwei Jahren schafften sie in der European League jeweils den Sprung in die Gruppenphase. In der laufenden Meisterschaft haben die Gegnerinnen lediglich gegen die Champions-League-Teilnehmerinnen von Györ und Ferencváros verloren. Aktuell liegt das Team von Praktiker-Vác auf Rang 6 in der ungarischen 14er-Liga.

Die St.Gallerinnen befinden sich aktuell in guter Form. Obwohl Stammtorhüterin Sladana Dokovic ausfällt, haben die jüngsten Partien gezeigt, dass das Team des LC Brühl auch ohne die Schweizer Nationaltorhüterin bestehen kann. Fabia Schlachte sprang bislang sehr gut für Dokovic in die Bresche. Ansonsten sind mit Ausnahme der Langzeitverletzten Katarina Simova alle Spielerinnen für die beiden Duelle gegen die Ungarinnen einsatzbereit.

Gespielt wird dieses Wochenende zweimal im Vác Város Sportcsarnoka. Sowohl am Samstag, 3. Dezember, wie auch einen Tag später wird die Partie um 14 Uhr angepfiffen. Ob nebst der Ausstrahlung im ungarischen Fernsehen auch ein Stream auf ehfTV angeboten wird, war bei Publizierung noch offen. Ein Update hierzu veröffentlicht der LCB auf seinen Sozialen Kanälen. Sicher kann das Spiel via dem EHF-Livetickerverfolgt werden. (pd/arc)

Verwaltungsgericht: Anwohner und Gewerbetreibende dürfen gegen Verkehrsanordnungen klagen

Das St. Galler Verwaltungsgericht hat sich mit einem Entscheid zur Verkehrsanordnung während der umfassenden Sanierung der Zürcher Strasse geäussert. Der Hauseigentümerverband (HEV) St.Gallen und die Sektion St.Gallen-Appenzell Innerrhoden des Touring Clubs Schweiz (TCS) bezeichnen den Entscheid in einem gemeinsamen Communiqué als wegweisend.

Während der Bauarbeiten gilt auf der Zürcher Strasse Tempo 30.

Während der Bauarbeiten gilt auf der Zürcher Strasse Tempo 30.

Bild: Sandro Büchler

Ein Anwohner hatte gegen die monatelangen Verkehrseinschränkungen auf der Zürcher Strasse geklagt. Nachdem der St.Galler Stadtrat und das kantonale Sicherheits- und Justizdepartement ihm die Legitimation zu einem Rekurs absprechen wollten, hat das Gericht diese nun bejaht und damit die gemäss HEV und TCS unverständliche Praxis aufgehoben.

Der Gerichtsentscheid hat zur Folge, dass künftig Klagen von Personen und Gewerbetreibenden gegen Verkehrsanordnungen, wie beispielsweise Temporeduktionen, im ganzen Kanton möglich sind. Das Verwaltungsgericht argumentiert in seinem Entscheid jedoch, dass die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h, im konkreten Fall wegen der Grossbaustelle Zürcherstrasse, aus Sicherheitsgründen zulässig ist. Sie müsse sich allerdings auf die Dauer der Sanierung beschränken. Dass es in keinerleiweise mit Lärmaspekten argumentiert, erachten die beiden Verbände auch deshalb als bemerkenswert, weil Stadt und Kanton die grossflächige Einführung eines Tempo-30-Regimes alleinig unter dem Aspekt des Lärmschutzes planen.

Die Tatsache, dass die Gutachten für die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit durch eigene Verwaltungsstellen erstellt werden konnten, die der erstinstanzlich verfügenden Behörde direkt unterstellt sind, bleibt für den HEV wie TCS auch nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts unverständlich. Eine Interessenkollision sei bei einer derart direkten Abhängigkeit aus Sicht der Verbände offenkundig. (pd/arc)

Falsche Polizistinnen ergaunern 117'000 Franken

Eine 82-Jährige und eine 94-Jährige haben am Donnerstag, zwischen 13.30 und 16 Uhr, in St.Gallen respektive Rorschach unbekannten Täterinnen, die sich als Polizistinnen ausgaben, Bargeld im Wert von 100’000 und 17’000 Franken übergeben.

Die Kantonspolizei stellt immer wieder Betrugsversuche fest. Am Donnerstag hatte die Täterschaft sowohl in Rorschach als auch in St.Gallen mit ihrer Masche Erfolg.

Die Kantonspolizei stellt immer wieder Betrugsversuche fest. Am Donnerstag hatte die Täterschaft sowohl in Rorschach als auch in St.Gallen mit ihrer Masche Erfolg. 

Symbolbild: KAPO SG

Wie die Kantonspolizei St.Gallen bekannt gibt, erhielten beide Frauen im Vorfeld jeweils einen sogenannten Schockanruf von falschen Polizistinnen. Das Vorgehen war in beiden Fällen identisch. Die unbekannte Täterschaft gab sowohl der 82-Jährigen als auch der 94-Jährigen gegenüber an, dass deren jeweilige Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursachte habe, weshalb nun eine Kaution gezahlt werden müsse. Die Täterschaft forderte die beiden Frauen daraufhin auf, die hohe Geldsumme einer zivilen Polizistin am Hauseingang zu übergeben. Dieser Aufforderung kamen beide Frauen nach. Die Kantonspolizei hat Ermittlungen angeleitet.

Wie die Kantonspolizei in der Medienmitteilung schreibt, werden nach wie vor immer wieder Betrugsversuche von falschen Polizistinnen oder Polizisten festgestellt. Oftmals haben die Betrügerinnen und Betrüger damit Erfolg. Die Kantonspolizei warnt vor solchen Anrufen und rät Folgendes:

  • Die echte Polizei verlangt niemals Geld, Schmuck oder andere Gegenstände zur Aufbewahrung.
  • Ebenso verlangt die Polizei niemals eine Kaution nach einem angeblichen Verkehrsunfall von Angehörigen.
  • Im Verdachtsfall sollen sich Personen bei einer Polizeistation in ihrer Nähe oder beim Notruf 117 melden.
  • Gegenüber fremden Anrufern oder Anruferinnen sollen keine Angaben über persönliche oder finanzielle Verhältnisse gemacht werden.
  • Unbekannten Personen soll niemals Bargeld und Wertsachen übergeben werden.

Ausserdem schreibt die Polizei, dass man Bekannte und Verwandte vor den Betrügerinnen und Betrügern und ihrer Masche warnen soll. (kapo/arc)

Christkind hinterlässt erste Spuren im Kapfwald

Momentaufnahme. Weihnachten nähert sich mit grossen Schritten. Diesen Sonntag ist bereits der zweite Advent. Das ist auch im Kapfwald sichtbar, wie dieses Bild von «Tagblatt»-Abonnent Franz Häusler beweist. Eigentlich fehlt nun nur noch der Schnee. Allzu lange lässt dieser aber vielleicht gar nicht mehr auf sich warten. Gemäss den Angaben von Meteoschweiz könnte es in St.Gallen am Montagnachmittag zu den ersten leichten Schneefällen des Winters kommen.

Momentaufnahme. Weihnachten nähert sich mit grossen Schritten. Diesen Sonntag ist bereits der zweite Advent. Das ist auch im Kapfwald sichtbar, wie dieses Bild von «Tagblatt»-Abonnent Franz Häusler beweist. Eigentlich fehlt nun nur noch der Schnee. Allzu lange lässt dieser aber vielleicht gar nicht mehr auf sich warten. Gemäss den Angaben von Meteoschweiz könnte es in St.Gallen am Montagnachmittag zu den ersten leichten Schneefällen des Winters kommen.  

Leserbild: Franz Häusler

Breakdance-Battle im Flon

Im Jugendkulturraum Flon findet am Samstag, 3. Dezember, die zweite Austragung des Anlasses «Giving Back All Style» statt. Beginn ist um 17 Uhr. Die Türe öffnet um 16 Uhr.

Der Anlass fand im vergangenen Jahr erstmals statt.

Der Anlass fand im vergangenen Jahr erstmals statt.

Bild: PD

Der Anlass wurde im vergangenen Jahr von Jut Haituk, Tanzsportleiter der I.B. Dance Company St.Gallen ins Leben gerufen. Der Anlass sollte die Tänzerszene nach der schwierigen Coronazeit unterstützten. Am Samstag treten im Flon Tänzerinnen und Tänzer aus der ganzen Schweiz gegeneinander in Battles an und stellen so ihre Tanzkünste unter Beweis. Die Organisatoren kündigen gute Vibes, offene und inspirierende Tanzeinlagen sowie Einblick in die Hip-Hop-Kultur an. (pd/arc)

Adventskonzert in der Kirche St.Mangen: «Crossover – Weihnachtliche Musik von Barock bis Jazz»

Ab 17 Uhr findet am Sonntag, 4. Dezember, ein Adventskonzert in der Kirche St.Mangen statt. Das Motto lautet: «Crossover – Weihnachtliche Musik von Barock bis Jazz».

Das Konzert in der Kirchen St.Mangen beginnt um 17 Uhr.

Das Konzert in der Kirchen St.Mangen beginnt um 17 Uhr.

Bild: Michel Canonica

Die Sängerin Sara Abrigada, die Kontrabassistin Jojo Kunz und die Organistin Verena Förser werden am Konzert klassische und moderne Werke – darunter bekannte und unbekannte Weihnachtslieder, Arien, Spirituals, Jazz-Songs und Instrumentalstücke – in teils ungewohnter Klanggestalt zum Besten geben. Wie es in der Ankündigung heisst, ist auch das Publikum dazu eigeladen, bei einigen Lieder mitzusingen. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Kollekte gebeten. (pd/arc)

Zwei Autos in Tiefgarage angezündet

In der Tiefgarage unterhalb der Fachhochschule beim Hauptbahnhof haben am Donnerstagabend zwei Autos Feuer gefangen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt, konnte die ausgerückte Feuerwehr das Feuer rasch löschen. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass es sich um Brandstiftung handelt. Eine 41-jährige Frau wurde festgenommen.

Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen.

Die ausgerückte Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen.

Bild: KAPO SG

Der Brandalarm ist kurz vor 21.45 Uhr bei der Kantonalen Notrufzentrale eingegangen, woraufhin sich Einsatzkräfte zur Tiefgarage begaben. Im 4. Untergeschoss trafen sie auf zwei brennende Autos. Der Feuerwehr gelang es in der Folge rasch, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Beide Fahrzeuge wurden durch den Brand stark beschädigt, bei zwei weiteren Autos entstand leichter Schaden.

Gemäss Kantonspolizei könne die entstandene Sachschadensumme derzeit noch nicht beziffert werden. Nebst der zuständigen Feuerwehr standen Patrouillen der Stadtpolizei und der Kantonspolizei sowie Spezialisten des Kompetenzzentrums Forensik der Kantonspolizei im Einsatz.

Die entstandene Schadenssumme kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Die entstandene Schadenssumme kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Bild: KAPO SG

Als Brandursache steht Brandstiftung im Vordergrund. Bereits kurz nach dem Ausbruch des Brandes konnte durch eine Patrouille der Stadtpolizei eine tatverdächtige Deutsche festgenommen werden. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, wurden Fachspezialistinnen und -spezialisten der Kantonspolizei mit Spurenauswertungen sowie den weiteren Ermittlungen beauftragt. (kapo/arc)

Über 200 Stimmen aus Ägypten fordern die Rückführung von Schepenese

Raphael Kühne, Präsident des Administrationsrats des Katholischen Konfessionsteils, hat am Donnerstag in einem Communiqué bemängelt, dass im «Fall Schepenese» weder seitens des ägyptischen Staates noch seitens der Gruppe um Milo Rau irgendein Anliegen formuliert worden sei (siehe STADT-TICKER-Eintrag von Donnerstag, 1. Dezember). Dies ist nun erfolgt – in Form eines Offenen Briefes. Im «Offenen Brief der Ägyptischen Forschungs- und Zivilgesellschaft» melden sich über 200 Stimmen aus Ägypten und fordern die Rückführung der Mumie Schepenese, die seit Jahren in der Stiftsbibliothek in St.Gallen ausgestellt wird.

Die Mumie Schepenese wird seit Jahren in der Stiftsbibliothek ausgestellt. Nun wird ihre Rückführung nach Ägypten gefordert.

Die Mumie Schepenese wird seit Jahren in der Stiftsbibliothek ausgestellt. Nun wird ihre Rückführung nach Ägypten gefordert.

Bild: Gian Ehrenzeller /Keystone

Die Stimmen aus Ägypten zeigen sich in ihrem Schreiben sehr besorgt über die Zurschaustellung der Mumie in der Stiftsbibliothek – sowohl aus ethischer als auch rechtlicher Sicht. Mit dem Offenen Brief unterstreichen sie ihre Forderung einer Rückführung. «Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als den jetzigen, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und unsere Zukunft als Ägypter:innen gemeinsam in die Hand zu nehmen», heisst es im Dokument, das am Donnerstag offiziell in Ägypten publiziert wurde.

Zu den Unterschreibenden gehören unter anderem Ägyptologinnen, Historiker, Wissenschaftlerinnen und Mitarbeitende zahlloser wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen, die sich mit den ägyptischen Altertümern befassen. Darunter befinden sich auch prominente Namen wie beispielsweise jener von Bassem Ibrahim Ibrahim, Generaldirektor der Generalabteilung für archäologische Stätten und Museen vom Ministerium für Tourismus und Altertümer.

In einer Medienmitteilung hebt die Gruppe um Milo Rau hervor, dass in der hauseigenen Publikation der Stiftsbibliothek mit dem Namen «Schepenese» steht, dass die Särge der Mumie aus einer Raubgrabung stammen. Die Ägyptische Forschungs- und Zivilgesellschaft hält die unerlaubte Ausführung der sterblichen Überreste der Frau für illegal und die heutige Art der Zurschaustellung der Schepenese für anstössig und ethisch unhaltbar. Sie verlangt deshalb, dass die Stiftsbibliothek mit einer ägyptischen Arbeitsgruppe zusammenarbeiten soll, um die Mumie zurückzuführen.

Sie schlägt ausserdem vor, das Archiv der Abteibibliothek zu öffnen, um sämtliche rechtsverbindlichen Verträge aus dem Jahr 1820 offenzulegen, die den Erwerb von Schepenese belegen, sowie alle Briefe und Dokumente, die bei der Rückverfolgung ihrer genauen Herkunft helfen könnten. Ausserdem kündigt sie im Offenen Brief an, dass sie dabei sei, die notwendigen Unterlagen für das ägyptische Aussenministerium vorzubereiten, um den offiziellen Antrag für Rückführung zu stellen.

Das Fazit des Offenen Briefes lautet: Wenn die Mumie nicht mit einer legalen Erlaubnis Ägyptens ausgegraben wurde, dann handle es sich um Grabraub und Plünderung. Doch nicht nur die legale Situation gebe Anlass zur genauen Überprüfung. Auch moralisch und kulturell stellten sich viele Fragen. Eine Mumie sei kein Objekt, schreiben die Verfasserinnen und Verfasser des Offenen Briefes. Sie sei ein Subjekt, das mit ihnen verbunden sei. Weiter heisst es: «Indem wir Wissen über unsere Vorfahr:innen und unsere Vergangenheit erlangen, tragen wir dazu bei, die Lebensgrundlagen und die Identität der heutigen Generation zu gestalten und ebnen den Weg für eine freie und gerechte Zukunft.» (pd/arc)

Fachhochschule unterstützt mobile Bibliothek in Libanon

Die Fachhochschule OST hat unlängst einen mehrtägigen Bücherflohmarkt im Fachhochschulzentrum in St.Gallen durchgeführt. Dabei nahm sie 7000 Franken ein. Der Erlös kommt gemäss Mitteilung der ersten mobilen Bibliothek im Community-Center Nour im Süden Libanons zugute. Das Projekt unterstützt die Bildung von syrischen Flüchtlingskindern und libanesischen Jugendlichen. Unterstützt wird das Projekt auch von «Read4Life by CuckooBooks», das von «Swiss4Lebanon» geleitet wird.

Der Erlös aus dem Bücherflohmarkt geht vollumfänglich an die erste mobile Bibliothek im Community-Center Nour im Süden Libanons.

Der Erlös aus dem Bücherflohmarkt geht vollumfänglich an die erste mobile Bibliothek im Community-Center Nour im Süden Libanons.

 Bild: PD

«Das Projekt wird durch Massnahmen zur Leseförderung begleitet: Geplant sind Lesezirkel, gemeinsames Vorlesen und Lesen und darüber hinaus das Entdecken der Wertigkeit eines Buches», wird Barbara Frehner, Initiantin des Bücherflohmarkts an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, im Communiqué zitiert. «CuckooBooks engagiert sich mit seiner Bibliothek im Wissen, dass es nicht nur an Büchern fehlt, aber im Glauben, dass kleine Alltagsfluchten und der Weg in die Bildung gerade hier von grosser Bedeutung sind», führt sie weiter aus. Das Projekt sei deshalb eine durch und durch nachhaltige Sache im Sinne von «biblio2030», einer internationalen Initiative von Bibliotheken zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der UNO. (pd/arc)

Tempo 30: Der VCS frohlockt und nennt das Konzept von Stadt und Kanton einen Meilenstein

Kanton und Stadt möchten in der Stadt St.Gallen grossflächig Tempo 30 einführen. Aktuell läuft das Vernehmlassungsverfahren. Das kantonale und städtische Gewerbe hat in dessen Rahmen bereits verlauten lassen, dass sie überhaupt nichts von den Plänen halten. Ganz anders steht die Sektion St.Gallen-Appenzell des VCS den Plänen gegenüber und nennt sie einen Meilenstein für den Lärmschutz.

Stadt und Kanton möchten in der Stadt St.Gallen grossflächig Tempo 30 einführen und haben im Oktober ein entsprechendes Konzept präsentiert.

Stadt und Kanton möchten in der Stadt St.Gallen grossflächig Tempo 30 einführen und haben im Oktober ein entsprechendes Konzept präsentiert. 

Symbolbild:
Eveline Beerkircher

In der Medienmitteilung schreibt die Organisation, dass die Vorteile eines reduzierten Tempos des motorisierten Verkehrs vielfältig seien. Es führe zu mehr Sicherheit, weniger Lärm und mehr Lebensqualität. Der Nutzen für die Gesamtbevölkerung liege auf der Hand. Ausserdem sei der Schritt für den VCS längst überfällig, weil die Einhaltung der Lärmschutzverordnung dies seit Jahrzehnten gebiete. Der VCS zeigt sich erfreut über das Konzept, da er die Massnahme schon seit langem empfehle.

«Der Lärmschutz ist ein ernst zu nehmendes, behördenverbindliches Thema, mit grossem Handlungsrückstand», heisst es im Schreiben des VCS. Er verweist auf das Bundesgericht, welches die Einführung von Tempo 30 in seiner Rechtsprechung als wirtschaftlich tragbare und wirksame Massnahme zur Bekämpfung von Strassenlärm bestätigt und fordert. Tempo 30 ist gemäss VCS ein effektives Mittel zur Reduktion der Lärmbelastung und bringt weitere positive Effekte mit sich. Deshalb spricht sich die Organisation für eine schnelle Umsetzung mit vorgezogenem Start aus.

«Minime» Verlängerungen der Reisezeit für den motorisierten Individualverkehr und den öffentlichen Verkehr sowie «bescheidene» Mehrkosten für den ÖV würden zum Nebenschauplatz, wenn man die Lärm-, Sicherheits- und Klimaprobleme ernst nehme, heisst es im Schreiben weiter. Ausserdem könnten die verlängerten Reisezeiten dazu führen, dass der Fuss- und der Veloverkehr zunehme. Die heutige Taktdichte im städtischen Busnetz, die in der Regel zu Verspätungen während der Spitzenzeiten führe, erfordert gemäss VCS ohnehin eine Überarbeitung des Busangebotes. Im Konzept von Kanton und Stadt werde festgehalten, dass die Kosten nicht der Einführung von Tempo 30 zugeschoben werden könnten. Das neue Temporegime würde jedoch dazu führen, dass die Überarbeitung zügig angegangen werde.

Mit der Einführung des neuen Temporegimes sei es aus der Sicht des VCS unerlässlich, dass damit eine koordinierte Umsetzung von Begegnungszonen (Tempo 20) einhergehen muss. Dies verhindere ein unerwünschtes Ausweichen in Wohnquartiere definitiv. Ausserdem werde so die Verkehrsbelastung kanalisiert und die Lebensqualität in den Quartieren aufgewertet. Die vorgesehene Umsetzung eines Gesamtkonzeptes für Tempo 30 und 20 sei mit Blick auf die soziale Gerechtigkeit, Einheitlichkeit und kompakter Umsetzungszeit sehr zu befürworten.

Von Kanton und Stadt erwartet die Organisation nun den Mut, die Stadt St.Gallen und den Verkehr aktiv und umweltgerecht zu gestalten. Der Ansatz sei richtig und bringe viele positive Effekte mit sich. Im ersten Schritt würden 20 Prozent der Bevölkerung nachts vom Lärm entlastet. Die Schritte zwei bis vier müssten gleichzeitig angegangen werden, um den durch Einsprachen zu erwartenden Verzögerungen entgegenzuwirken. Der VCS macht in seinem Communiqué weiter darauf aufmerksam, dass St.Gallen den Anschluss an andere grosse Städte nicht verlieren dürfe. Dafür brauche es eine rasche Umsetzung des geplanten Temporegimes. (pd/arc)

Weihnachtsbeleuchtung: Die Sterne in der Innenstadt leuchten, wie und wann sie wollen

Ein aufmerksamer Bürger respektive eine aufmerksame Bürgerin hat am Montag im Stadtmelder bei der Stadt nachgefragt, ob es üblich sei, dass die Weihnachtsbeleuchtung «Aller Stern» am Nachmittag um 15.10 Uhr eingeschaltet sei. Ganz offensichtlich hat die Person dies festgestellt.

«Aller Stern» ist dieses Jahr teilweise auch während des Tages eingeschaltet, wie hier am Donnerstagmorgen, um 10.10 Uhr, in der Turmgasse. Gemäss Angaben der Stadt liegt es am Alter der Weihnachtsbeleuchtung.

«Aller Stern» ist dieses Jahr teilweise auch während des Tages eingeschaltet, wie hier am Donnerstagmorgen, um 10.10 Uhr, in der Turmgasse. Gemäss Angaben der Stadt liegt es am Alter der Weihnachtsbeleuchtung.

Bild: Julia Nehmiz
(1. Dezember 2022)

In ihrem Eintrag vermerkt die Person ausserdem, dass dies aus ihrer Sicht nicht den aktuellen Vorgaben in Sachen Stromsparen entspreche. Die Stadt liess sich gut einen Tag Zeit und reagierte am Mittwoch im Stadtmelder auf die Bemerkung. Sie teilte mit, dass die Weihnachtsbeleuchtung bereits 13 Jahre alt sei. Und dass es gemäss St.Galler Stadtwerke deshalb vorkomme, dass die Verbindung zwischen den Sternen und dem Signal zum Schalten unterbrochen werde.

Die Stadt schreibt weiter, dass es nicht üblich sei, dass die Sterne bereits um 15.10 Uhr leuchteten. Ausserdem versichert sie im Stadtmelder, dass ein Mitarbeiter der Stadtwerke sich der Sache angenommen habe und die Störung beseitige.

Am Donnerstagmittag, um 12.21 Uhr, leuchtet ein Stern in der Neugasse. Die Störung ist offenbar noch nicht behoben.

Am Donnerstagmittag, um 12.21 Uhr, leuchtet ein Stern in der Neugasse. Die Störung ist offenbar noch nicht behoben. 

Bild: Julia Nehmiz
(1. Dezember 2022)

Ein Spaziergangs in der Innenstadt am Donnerstagmittag zeigt, dass die Störung noch nicht behoben wurde. Ein Stern in der Neugasse tanzt um 12.21 Uhr aus der Reihe und leuchtet munter vor sich hin. Offenbar leuchten die Sterne weiterhin, wie und wann sie wollen.

Die eingeschaltete Beleuchtung am helllichten Tag veranlasste am Donnerstag einen weiteren User respektive eine weitere Userin dazu, im Stadtmelder einen Eintrag zu publizieren. Die Person habe während eines kurzen Spaziergangs zur Mittagszeit gesehen, dass auch in der Zeughausgasse und Spisergasse die Sterne zum Teil leuchteten. Die Person nennt die eingeschaltete Beleuchtung in ihrem Beitrag sinnlos. Ausserdem schreibt sie, dass es mit dem Energiesparen in St.Gallen doch nicht so gut bestellt sei.(arc)

Naturmuseum lädt auf Social Media zum Mitraten ein

Der Online-Adventskalender des Naturmuseums St.Gallen stellt dieses Jahr die Stadttiere aus der Sonderausstellung des Hauses «Wildes St.Gallen» in den Fokus. Das Museum postet täglich ein Bilderrätsel auf seinem Instagram- und Facebook-Profil und lädt seine Follower und Followerin dazu ein, mitzuraten, um welchen tierischen Stadtbewohner es sich handelt. Auf die Person, die als erste die richtige Antwort nennt, wartet von Dienstag bis Sonntag – jeweils ab 10 Uhr – eine kleine Überraschung an der Museumskasse.

Am heutigen 1. Dezember postete das Naturmuseum ein Bild des eher unbekannten Bärtierchens, auch Wasserbär genannt. Die winzigen Lebewesen sind richtige Überlebenskünstler und kommen weltweit vor. An Land halten sie sich bevorzug in Mooskissen auf. Um zu überleben, benötigen sie einen dünnen Wasserfilm. Trocknet das Moos aus, lassen sie sich ebenfalls austrocknen. Zurück bleibt ein kleiner, faltiger Klumpen, der Jahre überdauern kann. Erst ein Wassertropfen erweckt ihn wieder zum Leben.

Bärtierchen sind ausserdem sehr resistent: Sie überleben kochendes Wasser, extreme Minustemperaturen, starke Strahlung und auch eine Reise ins Weltall, schreibt das Museum auf seiner Website. (pd/arc)

Auftakt zu den «Orient Express Filmtagen» im Kinok

Die «Orient Express Filmtage» sind dieses Jahr zum ersten Mal zu Gast im Kinok in der Lokremise und führen mit Thrill, Poesie und dokumentarischem Blick in die Türkei, in kurdische Gebiete, ach Griechenland und auch in die Ostukraine. Leiter Aydin Sevinc eröffnet das Festival am Freitag, 2. Dezember, 20 Uhr.

Zum Auftakt des Festivals wird am Freitag der Film «The Four Walls» gezeigt.

Zum Auftakt des Festivals wird am Freitag der Film «The Four Walls» gezeigt.

Bild: PD

Zum Auftakt wird am Freitag im Kinok «The Four Walls» des im Iran geborenen Kurden Bahman Ghobadi gezeigt. Er erzählt vom kurdischen Musiker Boran, der in Istanbul arbeitet. Jahrelang hat er gespart, um für seine Frau und seinen Sohn eine Wohnung mit Meerblick zu kaufen. Als es ihm endlich gelingt, holt er seine Familie nach Istanbul. Doch auf der Fahrt ereignet sich ein schrecklicher Autounfall, bei dem seine Frau und der gemeinsame Sohn ums Leben kommen. Bahman Ghobadi erzählt in «The Four Walls» von einer ungewöhnlichen Trauerarbeit mit politischen Dimensionen. Denn vor dem Haus von Boran wird ein Neubau errichtet, der den Blick aufs Meer verstellt. Im Gedenken an die Verstorbenen nimmt er den Kampf gegen eine kafkaeske Bürokratie und eine korrupte Bauwirtschaft auf.

Das Festival baut Brücken zwischen den Ländern, zwischen Orient und Okzident, inspiriert zum kulturellen Austausch und regt zur Reflexion über Freiheit, Heimat und Zugehörigkeit an. Insgesamt werden sieben im Rahmen der «Orient Express Filmtage» zu sehen sein; sie nehmen versehrte Landschaften in den Blick, lassen uns in Familiengefüge eintauchen, die in Zeiten von Krieg und globaler Migration von Kraft und Wille nach Veränderung geprägt sind – und spenden so Hoffnung auf ein besseres Morgen.

An der Eröffnung sind auch die Regisseure Marco Jörger, Tokay Yotimo und Konstantin Rosshoff anwesend, die ihren Kurzfilm «Dude» vorstellen. Nach der Vorstellung gibt’s einen Apéro an der Kinok-Bar. (pd/arc)

«Militärkantine»: Nachschlag anstatt Foodwaste

Das Restaurant Militärkantine setzt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, neudeutsch Foodwaste, ein.

Das Restaurant Militärkantine setzt bewusst auf nicht überladen bemessene Portionen.

Das Restaurant Militärkantine setzt bewusst auf nicht überladen bemessene Portionen. 

Bild: Tobias Garcia
(15. April 2021)

Wie die «Militärkantine» in ihrem Newsletter schreibt, sind die Portionen im Restaurant bewusst nicht überladen bemessen. Statt Augen und Magen zu überfordern und Ungegessenes zurücknehmen und entsorgen zu müssen, bietet das Restaurant den Gästen lieber einen Nachschlag an. Wer noch mag, soll beim Personal einfach nach mehr Essen fragen. Mit dieser Philosophie landen weniger Essensabfälle in der Biokompostanlage. (pd/arc)

Kerzenziehen auf dem Bahnhofplatz 

Seit Samstag hat das Kerzenziehzelt des Christlichen Vereins junger Menschen St.Gallen auf dem Bahnhofplatz geöffnet. Bis Mittwoch, 21. Dezember, können Gross und Klein an den Nachmittagen und an den Wochenende Kerzenziehen. Unter der Woche ist das Zelt zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Am Samstag können jeweils zwischen 10 und 17 Uhr Kerzen gezogen werden. Und sonntags läuft die Kerzenproduktion zwischen 11 und 17 Uhr.

Seit dem 26. November können am Hauptbahnhof Kerzen aus Bienenwachs gezogen werden.

Seit dem 26. November können am Hauptbahnhof Kerzen aus Bienenwachs gezogen werden.

Bild: PD

Helferinnen und Helfer geben vor Ort Tipps und zeigen verschiedene Möglichkeiten, wie man die Kerzen aus Bienenwachs kreativ verzieren kann. Für Leute, die nicht genügend Zeit haben, steht ein Depot zur Verfügung. So können Kerzen auch über mehrere Tage gezogen werden. Wer gar keine Zeit hat, eine eigene Kerze herzustellen, kann sich im Zelt aber auch einfach ein fertiges Exemplar kaufen. Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendarbeit zugute. 

Während des Advents nehmen sich viele Leute vor, etwas zur Ruhe zu kommen und aus dem Alltag auszubrechen. Das Ziehen von Kerzen ist eine Tätigkeit, die das Leben entschleunigt und eine gewisse Musse verlangt. Denn während des Prozesses muss der Wachs immer wieder an der Luft getrocknet und abgekühlt werden. (pd/arc)

Motorradfahrer kippt auf die Fahrbahn um

Auf der Zürcher Strasse ist am Mittwochabend ein mutmasslich alkoholisierter Motorradfahrer auf die Fahrbahn umgekippt. Wie die Stadtpolizei mitteilt, bliebt der Mann unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird als gering eingestuft.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend auf der Zürcher Strasse.

Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend auf der Zürcher Strasse.

Bild: STAPO SG

Der 37-Jähre musste wegen einer Verkehrskontrolle bis zum Stillstand abbremsen. Als er dann stillstand, kippte er auf die rechte Seite auf die Fahrbahn. Anwesende halfen ihm danach aufzustehen und nahmen dabei Alkoholgeruch wahr. Trotz der Anweisung, nicht mehr weiterzufahren, setzte er seine Fahrt fort. An seinem Wohnort ausserhalb der Stadt St.Gallen wurde er schliesslich von der Kantonspolizei angehalten.

Der Mann sagte gemäss Mitteilung aus, dass er erst zu Hause Alkohol getrunken hatte. Durch die Staatsanwaltschaft wurde aufgrund dessen eine Blutprobe verfügt. Ausserdem musste der Mann seinen Führerausweis vorläufig abgeben. (stapo/arc)

Streit um Schepenese: Katholischer Konfessionsteil und Stiftsbibliothek reagieren verärgert auf Interpellation im St.Galler Stadtparlament

Mit einer Kunstaktion im Rahmen seiner Auszeichnung mit dem st.gallischen Kulturpreis forderte Theaterregisseur Milo Rau Mitte November die Rückführung von Schepenese nach Ägypten.

Mit einer Kunstaktion im Rahmen seiner Auszeichnung mit dem st.gallischen Kulturpreis forderte Theaterregisseur Milo Rau Mitte November die Rückführung von Schepenese nach Ägypten. 

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Der Kulturstreit um die Mumie Schepenese ist um eine Episode reicher. Nachdem SP-Stadtparlamentarier Peter Olibet am Dienstag den St.Galler Stadtrat in einer Interpellation um eine Stellungnahme bezüglich der geforderten Rückführung der Mumie bat, kommt die Stellungnahme am Donnerstagmorgen vom Katholischen Konfessionsteils des Kantons und der Stiftsbibliothek selbst. Und sie fällt geharnischt aus. 

«In aller Deutlichkeit» weise man die im parlamentarischen Vorstoss geäusserte Kritik zurück, lässt man in einer Mitteilung verlauten. Die Interpellation enthalte «diverse Unsachlichkeiten», ausserdem hätten die Vorstösser im Vorfeld nicht das Gespräch mit den heutigen Besitzern der Mumie, also den Katholiken und der Stiftsbibliothek, gesucht.

Stiftsbibliothekar Cornel Dora.

Stiftsbibliothekar Cornel Dora.

Bild: Belinda Schmid

Was hat den Stiftsbezirk derart in Rage versetzt? Da wäre einerseits die in der Interpellation geäusserte Behauptung, die Stiftsbibliothek sei kein Museum und es fehle entsprechend auch eine kontextuelle Einordnung der Mumie. Stiftsbibliothekar Cornel Dora dazu: 

«Die Stiftsbibliothek ist selbstverständlich ein Museum, sogar das meistbesuchte in der Ostschweiz.»

Was die Einordnung betreffe, so liege eine «mustergültige Aufarbeitung» vor, die 1998 mit dem Titel «Schepenese – Die ägyptische Mumie der Stiftsbibliothek St.Gallen» in Buchform publiziert worden und bis heute im Shop erhältlich sei. Dabei sei die Frage der Provenienz aufgearbeitet worden – man habe die Särge sowie die Mumie selbst untersucht. Als Folge davon sei gemäss Stiftsbibliothekar Dora die Präsentation der Mumie neu gestaltet und die Mumie besser vom Publikum abgetrennt worden.

Weiter halten der Katholische Konfessionsteil und die Stiftsbibliothek in ihrer gemeinsamen Mitteilung fest, dass «aus Gründen der Würde nie mit der Mumie für einen Besuch des Museums geworben wird.» Es sei daher abwegig zu behaupten, dass die Stiftsbibliothek mit Schepenese Geld verdiene.

«Administrationsrat verschliesst sich keinesfalls»

Raphael Kühne, Präsident des Administrationsrats des Konfessionsteils.

Raphael Kühne, Präsident des Administrationsrats des Konfessionsteils.

Bild: Michel Canonica

Dass SP-Parlamentarier Olibet in seiner Interpellation von einer Verweigerungshaltung und bisheriger Nichtkooperation der Besitzerschaft der Mumie schreibt, stösst den Katholiken ebenfalls sauer auf.  Raphael Kühne, Präsident des Administrationsrats des Konfessionsteils hält im Communiqué dagegen: Der Administrationsrat verschliesse sich keinesfalls einer seriösen, wissenschaftlich und differenziert geführten Bearbeitung des Themas.

Mit dem ab 2023 in Kraft tretenden Kulturgüterdekret hat man auch eine gute Grundlage dazu. Und weiter: «An den Katholischen Konfessionsteil ist weder seitens des ägyptischen Staates noch seitens der Gruppe um Milo Rau irgendein Anliegen formuliert worden.» (ghi)

Rathausunterführung: PaoPao plant Eröffnung im Februar und kündigt eine grosse Feier mit internationalem DJ an

Im September ist die Interdiscount-Filiale aus der Rathausunterführung am St.Galler Hauptbahnhof ausgezogen. Wenige Tage später bestätigten die SBB gegenüber dieser Zeitung, dass anstelle des Elektronikfachgeschäfts das Bubble-Tea-Konzept PaoPao auf der Gewerbefläche einzieht. Mittlerweile kündigt das Unternehmen seinen Einzug im Schaufenster an. Ein Datum ist allerdings nicht vermerkt. 

Das Bubble-Tea-Konzept PaoPao kündigt seit kurzem seinen Einzug im Schaufenster des Geschäfts in der Rathausunterführung an.

Das Bubble-Tea-Konzept PaoPao kündigt seit kurzem seinen Einzug im Schaufenster des Geschäfts in der Rathausunterführung an.

Bild: Arcangelo Balsamo (28. November 2022)

Dass kein Datum angegeben ist, hat seinen Grund. Wie das Unternehmen auf Anfrage schreibt, stehe das Eröffnungsdatum noch nicht fest – aus behördlichen und baulichen Gründen. Die Verantwortlichen planen jedoch, das Geschäft im Februar zu eröffnen. «Wir sind zuversichtlich, da wir gut im Zeitplan sind», schreibt das Unternehmen. Weiter kündigt das Unternehmen an, dass es zur Eröffnung eine grosse Feier gebe – unter anderem mit einem internationalen DJ und geladenen Gästen. 

Bubble-Tea ist ein taiwanesisches Getränk auf der Basis von gesüsstem grünem oder schwarzem Tee, das meist mit Milch und Fruchtsirup versetzt ist. Ausserdem werden dem Getränk Kügelchen zugesetzt, die beim Zerbeissen platzen.

2023 wird es zu einer weiteren Änderung in der Ratshausunterführung kommen. Die Migros hat – ebenfalls im September – angekündigt, dass sie den im Juni endenden Vertrag mit den SBB nicht verlängert und ihr Take-Away-Angebot somit aus der Unterführung auszieht. Auch hier steht bereits fest, wer die Gewerbefläche übernimmt; und zwar die Tenz GmbH. Das Food-Unternehmen aus Zürich produziert und verkauft tibetische Teigtaschen, sogenannte Momos. (arc)

Hoher Sachschaden: Zwei Autos kollidieren seitlich-frontal auf der Rorschacher Strasse

Kurz nach 22.30 Uhr hat sich am Dienstag eine Kollision zwischen zwei Autos ereignet. Wie die Stadtpolizei in einer Medienmitteilung bekannt gibt, entstand an beiden Fahrzeugen hoher Sach- bis Totalschaden.

Bilder: STAPO SG

An einem der beiden Fahrzeuge entstand hoher Sachschaden, am anderen Totalschaden.

Bilder: STAPO SG

Ein 70-Jähriger war mit seinem Auto auf der Rorschacher Strasse stadteinwärts unterwegs, als ein 23-Jähriger mit seinem Fahrzeug von der Lukasstrasse her die Rorschacher Strasse überqueren wollte. Weil er gemäss Stadtpolizei dabei den Vortritt missachtete kam es zur seitlich-frontalen Kollision der beiden Autos. Verletzt wurde niemand. An einem der Personenwagen entstand ein hoher Sachschaden, am anderen Totalschaden. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Der 23-Jährige wurde anschliessend von der Polizei als fahrunfähig eingestuft. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, wurde daraufhin eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Wegen des Unfalls kam es während mehr als einer Stunde zu Verkehrsbehinderungen. (stapo/arc)

Zivilstandsamt: Kundenschalter bleibt geschlossen

Der Kundenschalter des Zivilstandsamts im Rathaus der Stadt St.Gallen bleibt bis und mit Freitag, 2. Dezember, geschlossen. Das gibt die Stadt auf ihrer Website bekannt.

Der Kundenschalter des Zivilstandsamt bleibt aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle bis und mit 2. Dezember geschlossen.

Der Kundenschalter des Zivilstandsamt bleibt aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle bis und mit 2. Dezember geschlossen.

Bild: Benjamin Manser

Grund für die vorübergehende Schliessung sind krankheitsbedingte Ausfälle. Die Mitarbeitenden des Zivilstandsamts nehmen Anliegen jedoch weiter per Telefon (071 224 52 48) oder E-Mail (za@stadt.sg.ch) entgegen. Auch Terminvereinbarungen sind weiterhin möglich. Die Stadt weist ausserdem darauf hin, dass sich diverse Dienstleistungen des Zivilstandsamtes auch online erledigen lassen. (sk/arc)

Autofahrer übersieht Rollstuhlfahrerin auf Fussgängerstreifen

Auf der Rorschacher Strasse hat sich am Dienstag eine Kollision zwischen einem Auto und einer Rollstuhlfahrerin ereignet. Wie die Stadtpolizei mitteilt, musste die Frau zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.

Die 25-jährige Rollstuhlfahrerin wurde während dem Überqueren der Strasse vom Autofahrer übersehen.

Die 25-jährige Rollstuhlfahrerin wurde während dem Überqueren der Strasse vom Autofahrer übersehen. 

Bild: STAPO SG

Die 25-Jährige beabsichtige um 10.30 Uhr auf einem Fussgängerstreifen die Rorschacher Strasse zu überqueren. Ein 34-jähriger Autofahrer übersah die Frau und kollidierte mit ihr, heisst es in der Mitteilung der Stadtpolizei. Durch die Kollision fiel die Frau aus dem Rollstuhl zu Boden und zog sich eher leichte Verletzungen zu. Die Rettung brachte sie für eine Kontrolle ins Spital. Am Rollstuhl sowie am Personenwagen entstand Sachschaden. (stapo/arc)

Kalender des Seifenmuseums zeigt Werbeplakate aus vergangenen Zeiten

Das Seifenmuseum hat auf Instagram seinen Kalender für das Jahr 2023 präsentiert. Er zeigt Werbeplakate aus der Sammlung des Museums, welche die Betrachterinnen und Betrachter zurück in vergangene Zeiten versetzt. 

Im Januar werden die Besitzerinnen und Besitzer des Kalenders beispielsweise daran erinnert, dass mit dem Gebrauch einer Sunlight-Seife noch jeder Stoff wieder neu, schneeweiss und duftig wird. Das Produkt sei aber auch einfach prima und so erfrischend, meint hingegen ein Mann in einer Badewanne, der das Monatsblatt im Juni ziert. Und auf dem Juli-Blatt heisst es, dass man alles, was auf der Haut aufliegt, gefälligst mit Seti waschen sollte. 

Der Kalender wurde komplett in der Schweiz produziert und ist sowohl online als auch im Shop des Museums erhältlich. (pd/arc)

Friedenswochen: Musikalisch-literarische Feier, Stille und Meditationen

Zum Auftakt der 40. Friedenswochen St.Gallen laden die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Tablat-St.Gallen, die Katholische Kirche St.Gallen Ost und der Arbeitskreis Friedenswochen St.Gallen am Sonntag, 4. Dezember, 17 Uhr, in die Kirche Grossacker zu einer musikalisch-literarischen Feier ein. Hanna Rohner und Andrea Weinhold werden Lesungen zum Besten geben und dabei von Esther Uhland, Klavier; Joshua Uhland, Violine; und Cohen Herzig, Gesang; begleitet. Der Eintritt ist frei. Es wird eine Kollekte für «Combatants for Peace», eine Friedensorganisation in Israel/Palästina, erhoben.

Die Friedenswochen St.Gallen finden dieses Jahr zum 40. Mal statt.

Die Friedenswochen St.Gallen finden dieses Jahr zum 40. Mal statt.

Symbolbild: Focke Strangmann/EPA

Die Veranstaltungsreihe wird am 8. Dezember fortgesetzt. Dann lädt die Gruppe St.Gallen von Amnesty International in den «Schwarzen Engel» zu einem Briefmarathon. Ab 17.30 Uhr werden Briefe unterschrieben und verschickt, um Menschrechtsverteidigerinnen und -verteidiger zu unterstützen.

Am Folgetag, 9. Dezember, berichtet Arno Tanner im Festsaal Katharinen über die Herausforderungen der Hilfsorganisationen auf Lesbos. Ausserdem gibt Sylvie Urich von der Anlaufstelle Sans-Papier St.Gallen einen Einblick in die Lebenswelt von Sans-Papiers. Der Anlass beginnt um 19.30 Uhr. Veranstalter ist der Cabi-Antirassismus-Treff.

Ebenfalls am 9. Dezember steht in der Ökumenischen Kirche Halden die Meditationsnacht auf dem Programm. Nach einem schlichten Gottesdienst, wird es ab 20 Uhr still in der Kirche. Interessierte können jeweils zu jeder vollen Stunde kommen oder gehen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Gestaltet wird die Meditationsnacht von Matthias Wenk, Andrea Weinhold sowie Margrit und Charlie Wenk-Schlegel.

Im Rahmen der Friedenswochen finden am 6., 13. und 20. Dezember ausserdem Adventsmeditationen mit dem Titel «Der Weltfriede beginnt in dir» statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Die Leitung haben Margrit und Charlie Wenk-Schlegel inne. (pd/arc)

Weitere Informationen gibt’s im Internet.

Wer wird St.Galler Kanti-Slam-Champion?

Verschiedene Klassen haben in den vergangenen Wochen in den St.Galler Kantonsschulen Texte geschrieben und deren Vortrag eingeübt. In der Folge wurden in Klassen und Schulen Poetry-Slams durchgeführt, an welchen die Vertreterinnen und Vertreter ermittelt wurden, die am Donnerstag, 1. Dezember, am kantonalen Final im Jugendkulturraum Flon an der Davidstrasse antreten dürfen. Der Anlass beginnt um 19 Uhr. Türöffnung ist um 18.30 Uhr.

Die Schülerinnen und Schüler treten am Final mit selbstgeschriebenen Texten an. Wer die Bühne als Gewinnerin oder Gewinner verlässt, entscheidet das Publikum.

Die Schülerinnen und Schüler treten am Final mit selbstgeschriebenen Texten an. Wer die Bühne als Gewinnerin oder Gewinner verlässt, entscheidet das Publikum.

Bild: PD

Ein Poetry-Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, bei dem die Teilnehmenden mit selbstgeschriebenen Texten antreten. Das Publikum bestimmt am Ende, wer die Bühne als Gewinnerin oder Gewinner verlässt. Im Rahmen des Projektes Slam@School wurden an den Kantonsschulen Workshops durchgeführt. In diesen übten sich die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von sogenannten Spoken-Word-Künstlerinnen und -Künstlern im kreativen Schreiben und Vortragen. Wesentliche Bestandteile waren die individuelle Betreuung, Gruppenarbeiten, das gegenseitige Präsentieren und Zuhören sowie Feedback gegen.

In der Mitteilung der Projektverantwortlichen heisst es, dass Slam@School den Jugendlichen auf kreative und spielerische Art und Weise einen neuen Zugang zur eigenen Sprache eröffnet und sie in ihren Schreib- und Präsentationskompetenzen stärkt. Durch das Wettbewerbsformat werden zudem Teamgeist und Selbstvertrauen gefördert. Diese Kompetenzen sollen den Jugendlichen nachhaltig in den unterschiedlichsten Lebenssituationen helfen. Das Projekt wird bereits seit Jahren erfolgreich im Kanton Bern durchgeführt und findet dieses Jahr erstmals im Kanton St.Gallen statt.

Am Final treten am Donnerstag Schülerinnen und Schüler aus den Kantonsschulen Sargans, Wattwil, Wil, Gossau und St.Gallen gegeneinander an. Der Anlass ist öffentlich. (pd/arc)

Auch in der Sendung «Zur Sache» von TVO wird heute Abend über die Rettung der Olma-Messen diskutiert

Die Diskussionssendung «Zur Sache» des Ostschweizer Regionalfernsehens widmet sich am heutigen Mittwoch der Rettung der Olma-Messen. Sowohl Kantonsrat als auch Stadtparlament haben sich in dieser Woche – wenn auch zähneknirschend – für die Umwandlung der von ihnen gesprochenen Darlehen in Eigenkapital ausgesprochen. Der Entscheid des Stadtparlaments ist definitiv. Jener des Kantonsrats – der ebenfalls positiv sein dürfte – fällt im Februar. 

Christine Bolt und Thomas Scheitlin von den Olma-Messen verfolgten die Novembersession des St. Galler Kantonsrates.

Christine Bolt und Thomas Scheitlin von den Olma-Messen verfolgten die Novembersession des St. Galler Kantonsrates. 

Bild: Benjamin Manser (28. November 2022)

Moderator Stefan Schmid, Chefredaktor des «St.Galler Tagblatts», erwartet in der heutigen Sendung folgende Gäste:

  • Martin Seiler, Kantonsrat SP
  • Patrick Angehrn, Stadtparlamentarier Mitte und Fraktionschef Mitte/EVP
  • Felix Keller, Stadtparlamentarier FDP und Fraktionschef FDP/JF
  • Christoph Gull, Kantonsrat SVP und Fraktionschef SVP

Erstausstrahlung ist heute Mittwoch, 18.30 Uhr. Danach wird die Sendung stündlich wiederholt. Das Gespräch ist ab dem frühen Abend auch im Internetauftritt von TVO zu finden. (pd/arc)

Vorstoss: Stadt soll Position beziehen im Fall Schepenese

Am 17. November lancierten die Ägyptologin Monica Hanna, der Regisseur Milo Rau, der Theologe Ralf Bossart und die Filmemacherin Rabelle Erian gemeinsam mit 100 Erstunterzeichnenden die «St.Galler Erklärung für Schepenese». Ihre Forderung: Die in der Stiftsbibliothek ausgestellte Mumie soll nach Ägypten zurückkehren. Dafür wird unter anderem die Einsetzung einer Arbeitsgruppe gefordert, die eine mögliche Rückführung überprüft.

Die «St.Galler Erklärung für Schepenese» verlangt, dass die in der Stiftsbibliothek ausgestellte Mumie nach Ägypten zurückkehrt.

Die «St.Galler Erklärung für Schepenese» verlangt, dass die in der Stiftsbibliothek ausgestellte Mumie nach Ägypten zurückkehrt.

Bild: Arthur Gamsa

SP-Stadtparlamentarier Peter Olibet (SP) hat nun eine schriftliche Interpellation eingereicht, die von zwanzig – grossmehrheitlich aus dem linken Lager stammenden – Mitgliedern des Parlaments unterzeichnet worden ist. In der Interpellation heisst es, dass die Kritik an der Ausstellung der Schepenese nicht neu sei. Mehrere Versuche, sie anders oder gar nicht mehr in der Stiftsbibliothek auszustellen, seien belegt und scheiterten unter anderem auch an der Nichtkooperation des Katholischen Konfessionsteils, mit welchem Stadt und Kanton für den Stiftsbezirk eine Kooperationsvereinbarung unterhält. Gemäss Interpellation gleicht die Reaktion auf die neu lancierte Kritik der St.Galler Erklärung einer Verweigerungshaltung.

Die Unterzeichnenden befürchten einen Reputationsschaden für die Stadt St.Gallen, falls an den Ausstellungspraktiken und dem Besitzanspruch festgehalten wird. Ausserdem widerspreche dies dem Anspruch, dass St.Gallen als fortschrittliche Kulturstadt wahrgenommen werden soll.

Die Interpellation verlangt vom Stadtrat eine Stellungnahme, wie sich dieser zur «St.Galler Erklärung für Schepenese» positioniert, sowie zum Ort als auch der Art der Präsentation der Mumie. Ausserdem soll die Stadt darlegen, inwiefern sie sich vorstellt, federführend bei der Einsetzung der Arbeitsgruppe zu sein, welche die Rückführung von Schepenese prüft.

Ausserdem wird nachgefragt, inwiefern sich die Stadt St.Gallen als Förderin von St.Gallen-Bodensee-Tourismus in der Pflicht sieht, einen drohenden Reputationsschaden abzuwenden, der durch das Festhalten an der Zurschaustellung von Schepenese in der Stiftsbibliothek entstehen könnte. Auch soll die Stadt Stellung nehmen bezüglich der Schritte, welche sie erwägt, um bei den Behörden des Katholischen Konfessionsteils auf eine Änderung der gegenwärtigen Ausstellungspraxis hinzuwirken. Abschliessend erkundigen sich die Unterzeichnenden nach den Möglichkeiten, welche die Stadt auf politischer und institutioneller Ebene hat, um als Geldgeberin eine Anpassung der gegenwärtigen Praxis anzustreben. (arc)

Theater: Die Zauberflöte kehrt zurück auf den Spielplan

Die Zauberflöte von Wolfang Amadeus Mozart gilt als meistgespielte Oper der Welt – und vermochte in der vergangenen Spielzeit des Theater St.Gallen dennoch zu überraschen. Am Donnerstag, 1. Dezember, kehrt sie nun zurück auf den Spielplan des Hauses und wird in den kommenden zwei Monaten im Theater-Provisorium aufgeführt.

Die Inszenierung der Zauberflöte begeisterte in der vergangenen Spielzeit das Publikum und die Kritik.

Die Inszenierung der Zauberflöte begeisterte in der vergangenen Spielzeit das Publikum und die Kritik.

Bild: PD

Tag gegen Nacht, Weiss gegen Schwarz, Männer gegen Frauen, Zivilisation gegen Natur, Macht gegen Ohnmacht: Die Zauberflöte scheint durchzogen von einer klaren Werteordnung. Doch lernt man das Märchen besser kennen, entpuppt sich das Werk als viel komplexer und rätselhafter. Das Stück präsentiert sich zugleicht als zauberhaftes Märchen, Wiener Vorstadttheater und feierliches Mysterienspiel.

Guta Rau hat in der Spielzeit 2021/22 mit neuen Dialogen und einem humor- und fantasievollen Zugriff einen überraschenden Blick auf den Mozart-Klassiker ermöglicht und begeisterte damit das Publikum und die Kritik. Nun kehrt die pfiffige und witzige Inszenierung zurück auf den Spielplan des Theater St.Gallen. (pd/arc)

Coronasituation im Kanton St.Gallen: Zahl der bestätigten Neuansteckungen erneut gesunken

Der Kanton St.Gallen meldet auf seiner Website 645 neue laborbestätigte Coronafälle für die Periode vom 22. bis 28. November. Das entspricht einem erneuten Rückgang zur Vorwoche, als der Kanton 732 bestätigte Fälle vermeldete. Seit März 2020 wurden im Kanton St.Gallen nunmehr 241'816 Coronainfektionen nachgewiesen.

Ein Labor-Mitarbeiter verarbeitet Corona-Proben in einem Labor.

Ein Labor-Mitarbeiter verarbeitet Corona-Proben in einem Labor. 

Bild: Michael Buholzer/Keystone

Im Gegensatz zur Vorwoche, als ein Coronatoter vermeldet wurde, wurde in den vergangenen sieben Tagen kein neuer Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der Coronatoten im Kanton St.Gallen liegt somit weiter bei 874.

Eine leichter Anstieg wird hingegen bei der Zahl der Betten, die in den Spitälern des Kantons von einer Coronapatienten oder einem Coronapatienten belegt werden, registriert. Am Montagabend waren 20 Personen wegen einer SARS-CoV2-Infektion in einem St.Galler Spital. Davon befand sich aber niemand auf der Intensivstation. In der vergangenen Woche waren es noch 18 Personen. Bereits damals befand sich niemand aufgrund einer Covid-Erkrankung auf einer Intensivstation. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz stand am 28. November bei 113, die 14-Tage-Inzidenz bei 248. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl neuer Coronafälle in sieben und 14 Tagen der Vergleichbarkeit wegen hochgerechnet auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Seit Anfang Mai meldet der Kanton St.Gallen seine Coronazahlen nur noch einmal wöchentlich, und zwar am Dienstagnachmittag. Auf den Wochenrhythmus umgestellt wurde aufgrund der Entspannung in der Pandemielage gegenüber Winter und Frühling. Sie rechtfertige den grossen Aufwand für die tägliche Meldung nicht mehr, hiess es. (SK/arc)

Alle Jahre wieder: Adventskalendergeschichten in der Stadtbibliothek Katharinen

Die Adventskalendergeschichten in der Stadtbibliothek Katharinen gehören seit vielen Jahren zur Weihnachtszeit; so auch in diesem Jahr. Von Donnerstag, 1. Dezember, bis Freitag, 23. Dezember, lädt die Bibliothek Kinder und Erwachsene zum Öffnen eines Geschichtentürchens ein. Erzählt werden die weihnachtlichen Geschichten von den verschiedensprachigen Erzählerinnen der Stadtbibliothek Katharinen.

Am 6. Dezember erzählt Lukas Bollhalder vom Figurentheater St.Gallen die holländische Nikolausgeschichte «Jans Segelboot».

Am 6. Dezember erzählt Lukas Bollhalder vom Figurentheater St.Gallen die holländische Nikolausgeschichte «Jans Segelboot».

Bild: PD

Eine besondere Geschichte kündigt die Stadt in ihrer Mitteilung für den 6. Dezember an. Dann spielt Lukas Bollhalder vom Figurentheater St.Gallen eine holländische Nikolausgeschichte. «Jans Segelboot» erzählt vom kleinen Jan, der sich sehnlich ein grosses Segelboot wünscht. Wer aber vom Heiligen Nikolaus ein Geschenk bekommen will, muss blitzsaubere Schuhe haben. Doch am Vortag passiert dem kleinen Buben ein Missgeschick. Ob Jans Wunsch trotzdem in Erfüllung geht, erfahren Kinder und Eltern am Samichlaustag in der Bibliothek.

Am 21. Dezember findet ausserdem die letzte Märchenstunde mit Kathrin Raschle statt. Sie erzählte während über 20 Jahre in der Stadtbibliothek Katharinen (früher Freihandbibliothek) Märchen für Kinder, lange gemeinsam mit Kathrin Arter. In den vergangenen Jahren wurden ihre frei vorgetragenen Märchen von ihrem Mann Walter Raschle musikalisch umrahmt. (sk/arc)

Weitere Informationen zu den einzelnen Adventskalendergeschichten gibt es online. Der Eintritt ist kostenlos.

Keine Verkehrsunfälle seit zehn Tagen – oder zumindest fast

Am Samstag, 19. November, hat die Stadtpolizei eine Medienmitteilung per E-Mail versandt, dass es am Freitag, 18. November, zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Zug der Appenzeller Bahnen auf einem Bahnübergang an der Speicherstrasse gekommen ist. Seither haben die Behörden kein Communiqué mehr verschickt, um einen Verkehrsunfall, einen Brand oder andere Vorfälle zu melden.

In den vergangenen zehn Tagen hat die Stadtpolizei keine Vorkommnisse registriert, die sie aktiv kommunizieren musste.

In den vergangenen zehn Tagen hat die Stadtpolizei keine Vorkommnisse registriert, die sie aktiv kommunizieren musste.

Symbolbild: STAPO SG

Ist es seither wirklich zu keinem einzigen Unfall oder Brand gekommen in der Stadt St.Gallen? Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei, sagt auf Anfrage, dass es durchaus zu Vorfällen gekommen sei. «Aktiv kommunizieren wir aber nur solche, bei denen grösserer Sachschaden entsteht, oder bei denen sich Personen Verletzungen zuziehen», so Widmer. Ausserdem sei entscheidend, ob es nach einem Unfall zu grösseren Verkehrsbehinderungen kommt. Das sei in den vergangenen zehn Tagen nie der Fall gewesen.

Gemäss Widmer sei es im besagten Zeitraum zu acht Verkehrsunfällen in der Stadt St.Gallen gekommen. Zwei davon waren Parkschäden, bei welchen der Verursacher respektive die Verursacherin im Anschluss das Weite suchte. Solche Fälle würden gemäss Widmer bei der Stadtpolizei wie Verkehrsunfälle behandelt, werden aber jeweils nicht mittels einer Medienmitteilung kommuniziert. Bei den restlichen sechs Fällen entstand kein grösserer Sachschaden. «Und wenn jemand nach einem Verkehrsunfall eine Schramme an einem Finger – oder etwas Vergleichbares – hat, dann melden wir das ebenfalls nicht aktiv», erklärt Widmer.

Dass es aktuell kaum zu Vorfällen auf den Stadtsanktgaller Strassen kommt, hänge auch vom Wetter ab, bestätigt Widmer. «Sobald es das erste Mal schneit, kommt es zu mehr Verkehrsunfällen. Auch wenn dann viele Verkehrsteilnehmende besonders vorsichtig fahren.» Noch heikler sei die Situation, wenn die Strassen vereist sind, das aber nicht von Auge erkennbar sei. Weil es dieses Jahr noch nicht häufig dazu kam, gab es auch keine entsprechende Meldungen, sagt Widmer.

Zum Vergleich: Im Zeitraum zwischen dem 19. und dem 29. November 2021 meldete die Stadtpolizei unter anderem vier Verkehrsunfälle. Einer davon ereignete sich, weil ein Autofahrer beim Bremsen ins Rutschen geriet, weil er noch Sommerpneus montiert hatte. Wie das Bild zur Meldung zeigt, lag damals Schnee.

Am 26. November 2021 geriet ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug ins Rutschen, weil er noch Sommerpneus montiert hatte.

Am 26. November 2021 geriet ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug ins Rutschen, weil er noch Sommerpneus montiert hatte.

Bild: STAPO SG

Ein Blick auf die Website der Stadtpolizei, wo alle Medienmitteilungen aufgeführt werden, zeigt, dass es sich in der vergangenen Woche um die erste seit Beginn des Jahres handelte, in der die Stadtpolizei keine Vorkommnisse mit einem Communiqué kommunizieren musste. Gut möglich, dass es die einzige bleibt in diesem Jahr. (arc)

Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde neu auf dem Audioguide

Acht Inhalte zur Stadtgeschichte sind neu auch auf dem St.Galler Audioguide zu hören, die vom Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde zusammengestellt worden sind. Wie aus der Medienmitteilung der Ortsbürgergemeinde hervorgeht, ergänzen die Inhalte die bestehenden Rundgänge durch den Stiftsbezirk und die Stadt St.Gallen.

Der Audioguide bietet Gästen die Möglichkeit, über vier Stunden lang die Stadt und den Stiftsbezirk zu erkunden.

Der Audioguide bietet Gästen die Möglichkeit, über vier Stunden lang die Stadt und den Stiftsbezirk zu erkunden.

Bild: Urs Bucher

Ausgangspunkt für Ergänzungen sind die Bestände des Stadtarchivs der Ortsbürgergemeinde, die viele Geschichten aus der Stadt überliefern. Eine davon ist beispielsweise, dass die Steinach nicht nur Ort war, wo Gallus in die Dornen fiel, sondern dass sie später auch als Hinrichtungsplatz für eine Kindsmörderin diente.

Der St.Galler Audioguide ist durch die Wechselausstellungen in der Stiftsbibliothek als Rundgang entstanden. Gemäss Mitteilung wird er stetig ausgebaut und bietet Gästen die Möglichkeit, über vier Stunden lang die Stadt und den Stiftsbezirk zu erkunden. Der Audioguide wird pro Jahr über 8000 Mal vermietet und leistet damit einen grossen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte der Stadt und des Klosters St.Gallen. Er kann bei der Stiftsbibliothek oder bei St.Gallen-Bodensee-Tourismus ausgeliehen werden. (pd/arc)

Lions Club sammelt auf dem Bärenplatz: Verkaufsaktion «mit Nützlichem und Hübschem» aus dem Weisstannental

Der Lions Club St.Gallen verkauft am kommenden Samstag, 3. Dezember, auf dem Bärenplatz Produkte aus dem Weisstannental. Seifen, Kräuter, Tees und «allerlei anderes Nützliche und Hübsche», wie es in einer Mitteilung heisst, eigneten sich sehr gut als Weihnachtsgeschenke. Der Erlös der Aktion kommt vollumfänglich der Stiftung «Erlebnis Weisstannental» zugute, die sich mit viel Engagement der Entvölkerung des Tals im Süden des Kantons entgegenstemmt.

Der Lions Club St.Gallen unterstütz das Weisstannental seit 2019.

Der Lions Club St.Gallen unterstütz das Weisstannental seit 2019.

Bild: Urs Bucher

Der Lions Club St.Gallen unterstützt das Weisstannental seit 2019; es handelt sich dabei um eine langfristige und nachhaltige aufgegleiste Hilfsaktion. Diese beschränkt sich nicht nur auf finanzielle Hilfe, sondern auch auf tatkräftige Mitarbeit im Weisstannental im Kräutergarten oder in der Teeabfüllerei. Auf dem Bärenplatz präsent ist der Lions Club am Samstag von 9 bis 17 Uhr. (pd/dwi)

Vortrag: Wie die Parteien im Kalten Krieg Stimmen fingen

In der Nachkriegszeit galten Schweizer Wahlkämpfe lange als Nichtereignisse mit minimalen Konsequenzen für die Zusammenarbeit der Parteien im Parlament und im Bundesrat. In ihrer Forschung hinterfragt Zoé Kergomard von der Universität Zürich diese Sichtweise. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat aus historischer Sicht» des Historischen Vereins Kanton St.Gallen und der Universität St.Gallen wird sich Kergomard am Mittwoch, 30. November, der Thematik widmen. Der Anlass im Raum der Literatur in der Hauptpost beginnt um 18.15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag findet im Raum für Literatur im 3. Obergeschoss der Hauptpost statt.

Der Vortrag findet im Raum für Literatur im 3. Obergeschoss der Hauptpost statt.

Bild: Hanspeter Schiess

Kergormards Forschungen zeigen, dass Wahlkämpfe damals keineswegs leere Rituale waren: In ihnen manifestierte sich vielmehr eine besondere Spannung zwischen der Abbildung bestehender Kräfteverhältnisse und der Schaffung neuer politischer Handlungsmöglichkeiten. Die gesellschaftlichen Veränderungen dieser Zeit – wie die Einführung des Frauenstimmrechts – und die Professionalisierung der politischen Kommunikation waren nur einige der Herausforderungen, denen sich die Parteien stellen mussten. (pd/arc)

Waldkirch: In fahrunfähigem Zustand verunfallt und geflüchtet

Ein 23-jähriger Autofahrer ist am Dienstag im Loch in Waldkirch verunfallt. Wie die Kantonspolizei St.Gallen in der Medienmitteilung schreibt, entfernte er sich anschliessend von der Unfallstelle. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.

Am Auto entstand Totalschaden.

Am Auto entstand Totalschaden.

Bild: KAPO

Der Autofahrer war auf der Bischofszellerstrasse von Arnegg in Richtung Hauptwil unterwegs, als er in der Linkskurve, Höhe Loch, geradeaus und während 160 Metern über die angrenzende Wiese fuhr. Das Auto hob in der Folge ab und landete unterhalb einer Steinmauer auf einem Kiesplatz. Wie es weiter heisst, prallte das Auto dort gegen einen abgestellten Anhänger sowie ein Metalltor, bevor es eine weitere kleine Steinmauer hinunterstürzte und dort zum Stillstand kam. Der 23-Jährige liess sein Fahrzeug daraufhin zurück und verliess die Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

Der Mann fuhr in der Linkskurve geradeaus und geriet auf die angrenzende Wiese.

Der Mann fuhr in der Linkskurve geradeaus und geriet auf die angrenzende Wiese.

Bild: KAPO SG

Kurze Zeit später konnte eine Patrouille der Kantonspolizei den Mann anhalten. Wie sich herausstellte, war der Mann fahrunfähig. Die Staatsanwaltschaft des Kantons verfügte eine Blut- und Urinprobe. Seinen Führerschein musste der Mann auf der Stelle abgeben. An seinem Auto entstand Totalschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken. Der restliche Sachschaden kann aktuell noch nicht beziffert werden, heisst es in der Mitteilung abschliessend. (kapo/arc)

Konzert und musikalische Adventsreise am Bahnhof

Im Musiksaal hoch über den Gleisen des Bahnhofs St.Gallen tritt am Mittwoch, 30. November, die Band No Limits – Goran Kovacevic Collective auf. Die Formation besteht aus vier Musikern aus verschiedenen Kulturen, die einen Bogen zwischen den Genres und Epochen spannen; von Klassik, Jazz, Avantgarde und Balkan bis zu Tango Nuevo und freier Improvisation. Tür- und Baröffnung sind um 20 Uhr. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr. Es gibt keinen Vorverkauf, Tickets können vor Ort im Musikzentrum bezogen werden. Der Anlass wird von der Klubschule Migros Ostschweiz organisiert.

No Limits – Goran Kovacevic Collective spannt den Bogen zwischen den Genres und Epochen.

No Limits – Goran Kovacevic Collective spannt den Bogen zwischen den Genres und Epochen.

Bild: PD

Das Konzert am Mittwochabend ist aber nicht der einzige musikalische Anlass, der dieser Tage am Hauptbahnhof St.Gallen über die Bühne geht. Ab Donnerstag, 1. Dezember, nimmt die Musikschule St.Gallen die Passantinnen und Passanten am Bahnhof mit auf eine musikalische Adventsreise. Schülerinnen und Schüler werden bis am Freitag, 23. Dezember, die Bahnhofshalle mit Klängen füllen. Die Kurzkonzerte finden täglich von Montag bis Freitag ab 18 Uhr statt und dauern jeweils zirka eine Viertelstunde.

Mit abwechslungsreichen, stimmungsvollen Bläserklängen, sanften Saitentönen oder klangvollen Chorgesängen, werden die Schülerinnen und Schüler jeglicher Altersstufe die Vielseitigkeit der Musikschule aufzeigen und sorgen für tägliche Farbtupfer und besinnliche Adventsabende. Der Eintritt für die Kurzauftritte ist jeweils kostenlos. (pd/sk/arc)

«Donnschtig-Jass»: Duell zwischen Häggenschwil und Muolen

Die Gemeinden Muolen und Häggenschwil haben bekannt gegeben, dass sie im Sommer 2025 in der TV-Sendung «Donnschtig-Jass» des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) gegeneinander antreten werden. Die Gewinner-Gemeinde wird im Anschluss Austragungsort der darauffolgenden Sendung. Die Teilnahme wurde von SRF provisorisch bestätigt, schreiben die Gemeinden. In Muolen würde der Anlass im Weiler Hueb und in Häggenschwil auf dem Dorfplatz ausgetragen.

Der «Donnschtig-Jass» gastierte 2019 in in Arbon.

Der «Donnschtig-Jass» gastierte 2019 in in Arbon.

Bild: Andrea Stalder

In der Sendung jassen je vier Einwohnerinnen und Einwohner von zwei Gemeinden jeweils im sogenannten Gemeinde-Duell gegeneinander. Diese Jasserinnen und Jasser werden zuvor in einem Ausscheidungsturnier – das nicht im Fernsehen ausgestrahlt wird – in den beiden Gemeinden ermittelt. Für die Sendung «qualifizieren» sich jeweils der Gewinner respektive die Gewinnerin, der oder die Zweitplatzierte, der beste Teilnehmende zwischen zehn und 18 Jahren sowie die beste Frau.

Wie die Gemeinden mitteilen, wird die Bevölkerung informiert, sobald weitere Details bekannt sind. (gk/arc)

Impulsreferat zum Thema Rituale

Vermutlich hat so ziemlich jeder und jede von uns sein respektive ihr ganz persönliches Ritual. Auch im Sport sind sie weit verbreitet. Beispielsweise zieht sich der FCSG- und Ghana-Goalie Lawrence Ati Zigi vor dem Spiel immer zuerst den rechten Stutzen und den rechten Schuh an, ehe er dies auf der linken Seite tut. Doch was bringt das? Und wie können Rituale die Selbstfürsorge stärken? Antworten auf diese Fragen erhalten Interessierte am Mittwoch, 30. November, an einem Anlass der Krebsliga Ostschweiz an der Flurhofstrasse.

Zieht sich vor dem Spiel immer zuerst den rechten Stutzen und den rechten Schuh an: Lawrence Ati Zigi, Goalie des FCSG und der ghanaischen Nationalmannschaft.

Zieht sich vor dem Spiel immer zuerst den rechten Stutzen und den rechten Schuh an: Lawrence Ati Zigi, Goalie des FCSG und der ghanaischen Nationalmannschaft. 

Bild: Julio Cortez/AP

Das einstündige Impulsreferat von Daniela Grella, Coach, Beraterin und Resilienz-Trainerin, beginnt um 18.30 Uhr. Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit unterstützt und motiviert Grella Privatpersonen, Firmen und Sport-Teams. Im Anschluss an das Referat findet ein Austausch statt. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich. (pd/arc)

Adventslesung mit Biss und Musik im «1733»

Der Kulturverein Wartsab lädt am Dienstag, 29. November, zu einer besonderen Lesung ein. Der besondere Adventsanlass findet seit 17 Jahren statt. Heuer von 20 bis 21 Uhr im «1733» in der Goliathgasse.

Marc Rax Oxendine, Urs C. Eigenmann, Margot Bucher und Cornelia Buder bestreiten am Dienstag eine besondere Adventslesung.

Marc Rax Oxendine, Urs C. Eigenmann, Margot Bucher und Cornelia Buder bestreiten am Dienstag eine besondere Adventslesung.

Bild: PD

Am Anlass werden Cornelia Buder und Margot Bucher spezielle Gedichte zum Advent vorlesen. Die beiden Frauen tragen eigene Texte aber auch solche bekannter Schriftsteller vor. Pianist Urs C. Eigenmann und Bassist Marc Ray Oxendine begleiten die beiden Autorinnen dabei musikalisch. Vor dem Beginn des Anlass kann im «1733» gegessen werden. Türöffnung ist um 16 Uhr. Reservationen können per E-Mail (info@1733.ch) oder telefonisch unter 071 250 17 33 vorgenommen werden. (pd/arc)

Ralph Hurni übernimmt Co-Präsidium der Schweizerischen Vereinigung Städtischer Polizeichefs

Ralph Hurni, Kommandant der Stadtpolizei St.Gallen, bekleidet im neuen Amtsjahr gemeinsam mit Roberto Torrente, Kommandant Stadtpolizei Lugano, das Co-Präsidium der Schweizerischen Vereinigung Städtischer Polizeichefs (SVSP). Das geht aus einem Mediencommuniqué der Stadtpolizei St.Gallen hervor.

Ralph Hurni übernimmt das Co-Präsidium der SVSP per sofort für ein Jahr.

Ralph Hurni übernimmt das Co-Präsidium der SVSP per sofort für ein Jahr.

Bild: Ralph Ribi
(19. Juni 2020)

Hurni und Torrente übernehmen das Amt per sofort, weil der bisherige SVSP-Präsident Olivier Botteron, Kommandant der Stadtpolizei Lausanne, per 25. November vorzeitig zurückgetreten ist. Grund für den Rücktritt sind gemäss Mitteilung persönliche Gründe. Botteron bleibt dem Vorstand der SVSP allerdings als Mitglied erhalten. Hurni und Torrente übernehmen das Co-Präsidium interimistisch für ein Jahr. (stapo/arc)

Mörschwil: Zusammenprall zwischen Auto und zwölfjähriger Kickboard-Fahrerin – Mädchen zieht sich schwere Verletzungen zu

Auf der St.Gallerstrasse ist es am Sonntag in Mörschwil zu einem Verkehrsunfall gekommen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt, prallte ein Auto mit einem zwölfjährigen Mädchen zusammen, das auf einem Kickboard unterwegs war. Das Mädchen zog sich dabei schwere Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

Der Unfall ereignete sich auf der St.Gallerstrasse in Mörschwil.

Der Unfall ereignete sich auf der St.Gallerstrasse in Mörschwil.

Bild: KAPO SG

Der 57-jährige Autofahrer war mit seinem Fahrzeug von St.Gallen in Richtung Mörschwiler Zentrum unterwegs. Gleichzeitig beabsichtigte die Zwölfjährige auf Höhe der Bushaltestelle Alberenberg die Strasse mit ihrem Kickboard zu überqueren. In der Folge kam es zum Zusammenprall.

Die St.Gallerstrasse musste für die Dauer der Unfallaufnahme während über einer Stunde gesperrt werden. Am Auto entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken. (kapo/arc)

Vortrag im Kantonsspital: «Endometriose – das oft unentdeckte Chamäleon der Frauenheilkunde»

Im zentralen Hörsaal im Haus 21 des Kantonsspitals wird am Dienstag, 29. November, das Thema «Endometriose – das oft unentdeckte Chamäleon der Frauenheilkunde» im Rahmen eines Vortrags behandelt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich.

Endometriose führt fast immer zu starken Mestruationsschmerzen.

Endometriose führt fast immer zu starken Mestruationsschmerzen.

Symbolbild: Getty

Als Endometriose wird die Ansiedelung von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausserhalb der Gebärmutter bezeichnet. Wie das Kantonsspital schreibt, ist das Beschwerdebild häufig vielfältig. Fast immer aber leiden die Frauen an starken Menstruationsschmerzen, die zum Teil auch auf starke Schmerzmittel nicht ansprechen. Hinzu kommen häufig Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch kann die Endometriose andere Organe, am häufigsten den Darm oder die Harnblase, befallen.

Da eine Endometriose in den meisten Fällen nicht durch gängige Untersuchungen diagnostiziert werden kann, treffen viele Frauen sehr häufig auf Unverständnis, wenn sie von ihrem Leiden berichten und die Beschwerden werden häufig auf psychische Ursachen zurückgeführt. (pd/arc)

Freiwillige erstellen Trockenmauer im Wildpark

Mitglieder der drei städtischen Rotary-Clubs haben zusammen mit Interwheel und Rotarct vor kurzem einen halbtägigen Arbeitseinsatz im Wildpark Peter und Paul geleistet. Entstanden sind unter anderem verschiedene Lesesteinhaufen und eine kleine Trockenmauer.

Einige der Helferinnen und Helfer erstellten eine kleine Trockenmauer.

Einige der Helferinnen und Helfer erstellten eine kleine Trockenmauer.

Bild: Andreas Altherr

Die rund 90 Personen, darunter 20 Kinder, wurden in fünf Gruppen eingeteilt. Eine von ihnen laubte im Gamsgehege, um die Ausbreitung des Leberegels einzudämmen. Eine weitere Gruppe erstellte Lesesteinhaufen und eine kleine Trockenmauer hinter dem Waldkatzen-Gehege. Amphibien, Reptilien und andere Kleintiere finden dort einen geschützten Unterschlupf.

Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, verwendete eine Gruppe Äste, um Überwinterungsplätze für Igel zu bauen. Ausserdem wurden unter kundiger Anleitung Strukturen geschafft und Büsche gepflanzt, um Aufwertungen durchzuführen, die den Singvögeln zugutekommen sollen. Die fünfte Gruppe widmete sich dem Zurückschneiden von Bäumen und Büschen und entfernte eingeschleppte Pflanzen.

Im Rahmen des Anlasses erhielten die Teilnehmenden ausserdem Informationen über den Wildpark Peter und Paul. Zum Abschluss gab’s für die Helferinnen und Helfer eine Bratwurst und Getränke. Wie es in der Mitteilung heisst, ist der Wildpark dank des Einsatzes der Freiwilligen nun gut gerüstet für den Zuzug weiterer Wildtiere. (pd/arc)

Auszeichnung für zwei junge Schreibtalente

Der Internationale Lyceum Club St.Gallen zeichnet am morgigen Dienstag, 29. November, Alice Köppel (Diepoldsau) und Vivianne Sonderegger (Speicher) aus.  Der Anlass findet um 17 Uhr im Historischen und Völkerkundemuseum statt. Die Auszeichnung «Junge Talente» dient der Nachwuchsförderung und ist mit etwa 2500 Franken dotiert. Die beiden Preisträgerinnen werden sich das Preisgeld teilen.

Alice Köppel und Vivianne Sonderegger erhalten die Auszeichnung «Junge Talente».

Alice Köppel und Vivianne Sonderegger erhalten die Auszeichnung «Junge Talente».

Bild: PD

Alice Köppel und Viviane Sonderegger sind aktuell beides Studentinnen. Nach einer Begrüssung durch Cornelia Buob, Leiterin der Sektion Literatur des Internationalen Lyceum Clubs St.Gallen, werden die beiden Preisträgerinnen aus unveröffentlichten Texten lesen. Durch den Abend führt Moderatorin Anya Schutzbach, Leiterin des Literaturhauses St.Gallen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss gibt’s einen kleinen Umtrunk. (pd/arc)

Neue Mitglieder für Kirchenverwaltungsrat gesucht

An der Sitzung des katholischen Kirchgemeindeparlaments im Waaghaus haben die 30 Mitglieder unlängst zwei Bauabrechnungen und das Budget 2023 behandelt und angenommen. Ausserdem stand eine Ersatzwahl in die Geschäftsprüfungskommission auf der Traktandenliste. Für den zurücktretenden Thomas Schubiger wurde Edith Rüttimann aus St.Georgen für den Rest der Amtsdauer bis 2023 gewählt. Die Erneuerungswahlen für die kirchlichen Behörden stehen am 10. September 2023 an.

Die Bauabrechnung zur Innengestaltung und zum Beleuchtungsersatz in der Herz-Jesu-Kirche in St.Fiden. schloss mit Mehrkosten ab.

Die Bauabrechnung zur Innengestaltung und zum Beleuchtungsersatz in der Herz-Jesu-Kirche in St.Fiden. schloss mit Mehrkosten ab.

Bild: Christina Weder (22. Februar 2022)

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, schloss die Bauabrechnung zur Innengestaltung und zum Beleuchtungsersatz in der Herz-Jesu-Kirche St.Fiden mit Mehrkosten ab. Dank höherer Rückvergütungen bewegen sich die Nettokosten jedoch im vorgesehenen Rahmen. Beim Beleuchtungsersatz in der Kirche St.Maria Neudorf konnten hingegen dank energieeffizienter LED-Beleuchtung Minderkosten verbucht werden. Beiden Bauabrechnungen wurden wie beantragt genehmigt.

Das Budget 2023 wurde gemäss Mitteilung erstmals in der vom Katholischen Konfessionsteil verlangten Form erstellt und schliesst ausgeglichen ab. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde den Parlamentsmitgliedern auch die bisherige Darstellung abgegeben. Der Kirchenverwaltungsrat stellte in Aussicht, diese auch künftig noch zu erstellen. Ausserdem sollen künftig zusätzliche Informationen zu Investitionen erwähnt werden. Das Budget wurde nach einer kurzen Diskussion genehmigt.

Im September 2023 werden nebst den Mitgliedern des kantonalen Kollegiums auch die Mitglieder des städtischen Kirchgemeindeparlaments und des Kirchverwaltungsrats für die Amtsdauer 2024 bis 2027 gewählt. Parlamentspräsident Andres Büsser rief an der Sitzung dazu auf, Personen für eine Kandidatur zu motivieren. Kirchenverwaltungsratspräsident Armin Bossart gab bekannt, dass er und die Gremiumsmitglieder Hildegard Dürr, Martina Merz-Staerkle und Walter Wagner nicht für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung stehen. Zur Wiederwahl werden sich voraussichtlich lediglich Sonja Gemeinder und Michael Loher stellen. (pd/arc)

Die Bauvorlagen und das Budget können online eingesehen werden.