ST.GALLER STADT-TICKER: Meldungen vom 17. April bis 2. Mai

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Samstag, 2. Mai - 22:10 Uhr

Auf dem Gallusplatz gegen die Luftfahrt-Hilfe: Klimajugend ruft am Sonntag zu Schilder-Protesten auf

(ok) Eine grosse Aktion soll es werden, eine «richtig grosse Aktion». Am Samstagabend kursiert im Whatsapp-Kanal der Ostschweizer Klimastreikenden eine Mobilisierungsnachricht. Dass die vom Bundesrat in Aussicht gestellte Unterstützung der Flugbranche nicht an Klimaschutz-Bedingungen geknüpft ist, löst bei der Klimajugend Unmut aus. Dagegen soll protestiert werden, heisst es in der Nachricht, und zwar bereits morgen Sonntag in der St.Galler Innenstadt.

«Flugticketabgabe jetzt!», fordern Klimastreikende in der St.Galler Innenstadt vor Ausbruch der Coronapandemie.

«Flugticketabgabe jetzt!», fordern Klimastreikende in der St.Galler Innenstadt vor Ausbruch der Coronapandemie.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo

Die Klimastreikenden rufen dazu auf, am Sonntag zwischen 12 und 14 Uhr Schilder an den Gallusplatz zu bringen. Daraus werde letztlich eine Aktion kreiert. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt – auch nicht bei der Stadtpolizei St.Gallen. Sprecher Dionys Widmer wies am Samstagabend auf Anfrage aufs Versammlungsverbot hin: «Es gilt die Verordnung des Bundesrates.»

Freitag, 1. Mai - 13:58 Uhr

OBA abgesagt – alternative Variante in kleinem Rahmen wird geprüft

(pd/chs) Veranstaltungen mit über 1'000 Personen sind bis Ende August verboten. Dieses Verbot betrifft auch die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung (OBA), die vom 27. bis 30. August stattgefunden hätte. Wie es in einer Mitteilung heisst, wurden Verschiebedaten und alternative Lösungen in Rücksprache mit Partnern und Ausstellern geprüft. «Man ist aber zum Schluss gekommen, dass die damit verbundene Unsicherheit sowie das finanzielle Risiko für alle Beteiligten zu gross sei», so der Wortlaut der Mitteilung.

Die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung ist eine wichtige Orientierungshilfe für Jugendliche in der Berufswahl.

Die Ostschweizer Bildungs-Ausstellung ist eine wichtige Orientierungshilfe für Jugendliche in der Berufswahl.

Adriana Ortiz Cardozo

Den Veranstaltern der OBA sei die Lage für Schülerinnen und Schüler sowie Verbände und Lehrbetriebe in solch unsicheren Zeiten bewusst. Aus diesem Grund werde in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Gewerbeverband und dem Amt für Berufsbildung eine alternative Variante der OBA in kleinerem Rahmen und im Spätherbst geprüft. «Es liegt den Organisatoren am Herzen, Schulklassen und Ausstellern der OBA eine Möglichkeit zu bieten, sich persönlich über Berufswahlmöglichkeiten auszutauschen.»

Für Aussteller, die sich bereits für die OBA 2020 angemeldet haben, entstünden seitens OBA keinerlei Kosten. Die nächste Ostschweizer Bildungs-Ausstellung in den Olma Messen St.Gallen findet vom 2. bis 5. September 2021 statt.

Freitag, 1. Mai – 13:09 Uhr

Unfall nach Disput – Polizei sucht Zeugen

(stapo/lex) Auf der Linsebühlstrasse ist es am Donnerstagmorgen, 30. April, gegen 10.15 Uhr zu einer Kollision zwischen einem Velofahrer und einer Autofahrerin gekommen. Der Velofahrer verletzte sich dabei leicht an der Hand.

Bevor es zum Unfall an der Linsebühlstrasse kam, sollen sich die Parteien gestritten haben.

Bevor es zum Unfall an der Linsebühlstrasse kam, sollen sich die Parteien gestritten haben.

Stapo SG

Wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, soll es vor dem Unfall im Bereich des Spisertorkreisels zu einem Disput gekommen sein. «Aufgrund unterschiedlicher Aussagen der Beteiligten konnte der Unfallhergang noch nicht geklärt werden», heisst es. Die Polizei sucht daher Zeugen.

Hinweise nimmt die Stadtpolizei St.Gallen unter der Telefonnummer 071-224-60-00 entgegen.

Freitag, 1. Mai - 12:47 Uhr

St.Galler Fest kann im August nicht stattfinden: Unklar, ob Verschiebung möglich ist - Termin für 2021 bereits angesetzt

(pd/vre) Auch das St.Galler Fest fällt wegen des Coronavirus ins Wasser: Die Organisatoren haben am Freitag mitgeteilt, dass der Anlass diesen August nicht stattfinden kann. Die Weisung des Bundes bezüglich einem Stopp für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis Ende August liessen für diesen Monat keinen Spielraum.

Fassanstich zum St.Galler Fest 2019 mit Stadträtin Sonja Lüthi und ganz viel Publikum.

Fassanstich zum St.Galler Fest 2019 mit Stadträtin Sonja Lüthi und ganz viel Publikum.

Bild: Michel Canonica (16.8.2019)

Ob sich für das Stadtfest, an dem regelmässig gegen 150'000 Personen an zwei Tagen und Nächten in der St.Galler Altstadt feiern, noch ein Verschiebedatum finden lässt ist offen. Sobald diese Frage geklärt ist, will das OK wieder informieren. Jedenfalls freuen sich die Organisatoren des Grossanlasses «aber schon jetzt riesig auf die nächstjährige Ausgabe»: Sie ist für den 20. und 21. August 2021 angesetzt.

Freitag, 1. Mai - 12:33 Uhr

Grüne kritisieren Stil von Parlamentspräsident Beat Rütsche:

(pd/vre) Am vergangenen Dienstag hat das Präsidium des St.Galler Stadtparlaments vier neu eingereichten Vorstössen mit Fragen und Forderungen zur Bewältigung der Coronakrise die Dringlichkeit - und damit die Beantwortung schon an der nächsten Sitzung vom 19. Mai - verweigert. Nachdem die SP bereits harsche Kritik an dem Entscheid geübt hat (nächste Meldung), melden sich jetzt auch die Grünen und Jungen Grünen zu Wort.

Beat Rütsche (CVP) präsidiert in diesem Jahr das St.Galler Stadtparlament.

Beat Rütsche (CVP) präsidiert in diesem Jahr das St.Galler Stadtparlament.

Bild: Urs Bucher (14.1.2020)

Auch wenn sie anderer Meinung über die Rolle des Parlaments in der Krisenbewältigung sei als die Bürgerlichen, akzeptiere die Fraktion den demokratisch gefällten Entscheid gegen die Dringlichkeit der Vorstösse. Allerdings nehmen die Grünen «mit grosser Irritation» zur Kenntnis, wie Parlamentspräsident Beat Rütsche die Entscheidungen kommuniziert. Er hatte etwa im St.Galler Tagblatt einen SP-Vorstoss für Hilfsgelder für Härtefälle und für Sans-Papier als «Hauruck-Übung» bezeichnet.

Nach Ansicht von Grünen und Jungen Grünen ist es Aufgabe des Ratspräsidenten, die parlamentarische Arbeit zu moderieren. Es liege weder in seiner Kompetenz, einzelne Entscheidungen zu kommentieren, noch gar von seiner persönlichen abweichende politische Haltungen aus zu kritisieren. Dass er dies im «St.Galler Tagblatt» als Parteimitglied der CVP tue, hinterlasse - gerade auch mit Blick auf die Wahlen vom Herbst - «einen schalen Beigeschmack».

Freitag, 1. Mai - 12:11 Uhr

Krach um Dringlichkeit für Corona-Vorstösse im Stadtparlament: SP übt scharfe Kritik an Kritikern von CVP, FDP und Grünliberalen

(pd/vre) An der Sitzung des Stadtparlaments vom vergangenen Dienstag sind aus den Fraktionen von SP/Juso/PFG, von Grünen und Jungen Grünen sowie der SVP vier Vorstösse mit Fragen und Forderungen zur Bewältigung der Coronakrise eingegangen. Das Ratspräsidium hat ihnen die verlangte Dringlichkeit verweigert, womit der Stadtrat Antworten nicht schon an der Parlamentssitzung vom 19. Mai vorlegen muss, sondern sich damit Zeit lassen kann.

Wegen der Coronakrise tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag ausnahmsweise in der Kreuzbleiche-Sporthalle. Am Dienstag nicht für dringlich erklärte Corona-Vorstösse lösen jetzt eine Kontroverse aus.

Wegen der Coronakrise tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag ausnahmsweise in der Kreuzbleiche-Sporthalle. Am Dienstag nicht für dringlich erklärte Corona-Vorstösse lösen jetzt eine Kontroverse aus.

Bild: Ralph Ribi (28.4.2020)

In einer Mitteilung vom Freitag kritisiert die SP der Stadt St.Gallen die Verweigerung der Dringlichkeit für die Corona-Vorstösse scharf. CVP, FDP und Grünliberale hätten «den demokratischen Kompass verloren». Die drei Parteien hatten schon vor der Parlamentssitzung vom Dienstag dazu aufgerufen, Stadtrat und Verwaltung in der herrschenden schwierigen Situation nicht mit parteipolitisch und wahlkämpferisch motivierten Fragen zusätzlich zu beschäftigen.

Die SP widerspricht dieser Auffassung in ihrer Mitteilung jetzt scharf: Es gehöre zu den Aufgaben des Stadtparlaments, sich um die Bewältigung der Coronakrise und sich dabei stellender Probleme mitzuwirken. Die Bürgerlichen hätten dazu aufgerufen, auf dem Weg in die Normalität den Zusammenhalt aufrecht zu erhalten. Nun zeige sich aber, dass das nur schöne Worte ohne Inhalt gewesen seien, «die jeden sozialen und demokratischen Kompass vermissen lassen».

Ins Visier der SP-Mitteilung gerät auch Parlamentspräsident Beat Rütsche. Der CVP-Mann hatte die Forderung nach einem Coronafonds für Hilfe in Härtefällen als «Hauruck-Übung» bezeichnet. Es sei unglaublich wie der Ratspräsident, der von Amtes wegen das ganze Parlament zu vertreten habe, legitime Vorstösse für Menschen in Not und finanziellen Schwierigkeiten «diffamiere», schreibt die SP. Das sei Ausdruck «sozialer Kälte, wie sie im Zeichen eines menschenfeindlichen Neoliberalismus in den Teppichetagen kultiviert wurde, wo nur der eigene Vorteil zählt».

Freitag, 1. Mai - 10:13 Uhr

Stadtbüelbeck Gossau unterstützt Walter-Zoo mit Zopfaktion

(pd/chs) Der Walter-Zoo wird in dieser schwierigen Zeit durch viele Zoofans und Zoofreunde unterstützt – unter anderem auch von der Gossauerin Michaela Huber und einer Zopfaktion des Stadtbüelbeck in Gossau. An vier Samstagen wurden bis jetzt rund 2’200 Zöpfe ausgeliefert. Dabei kamen über 11'000 Franken für den Walter-Zoo zusammen. Nebst den vier Franken, die der Stadtbüelbeck pro Zopf dem Zoo zusichert, kamen viele Spenden dazu.

Mit dem Kauf eines Zopfs den Zoo unterstützen.

Mit dem Kauf eines Zopfs den Zoo unterstützen.

Bild: PD

Die Zopfaktion des Stadtbüelbeck geht jetzt in die letzte Runde. Der Gossauer Beck backt 500-Gramm-Zöpfe und verkauft diese für acht Franken – inklusive Heimlieferung. Am 9. Mai, der Samstag vor dem Muttertag, werden nochmals Sonntagszöpfe durch freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Zoomitarbeiter verteilt.

An die folgenden Postleitzahlen werden Zöpfe ausgeliefert: 9000, 9007, 9008, 9010, 9011, 9012, 9014, 9015, 9016, 9030, 9032, 9100, 9112, 9200, 9203, 9204, 9205, 9212, 9230, 9240, 9242, 9244, 9245, 9246, 9323, 9326, 9400, 9403, 9404, 9422, 9423. Zöpfe können auch bestellt und beim Stadtbüelbeck an der Herisauerstrasse 48 in Gossau abgeholt werden. Bestellungen samt Lieferadresse und Zahl der Zöpfe per E-Mail bis 7. Mai, 18 Uhr, an stabuebe@gmail.com. Die Zöpfe werden im Laufe des Samstags geliefert; bezahlt werden sie mit Geld im Couvert im Briefkasten.

Freitag, 1. Mai - 07:09 Uhr

Wunschkonzert und Livestreams: Wie Theater und Sinfonieorchester St.Gallen online auf ihr Publikum zugehen

(pd/chs) Weil der Vorhang weiter geschlossen und das Bühnenlicht ausgeschaltet bleiben müssen, gehen Theater und Sinfonieorchester St.Gallen ab nächster Woche online aufs Publikum zu. Wie es in einer Mitteilung des Theaters heisst, erfüllen die Mitglieder des Musiktheater-Ensembles in Audio- und Videobeiträgen auf der Website Musikwünsche, Schauspielerinnen und Schauspieler bieten mit Hörspielen Kopftheater, Orchestermusikerinnen und -musiker stellen ihre Instrumente vor. Und auf Facebook kann man Theater und Sinfonieorchester Fragen stellen.

Unter dem Titel Wunschkonzert dreht das Ensemble des Musiktheaters den Spiess für einmal um: Während üblicherweise das Programm einer Saison vorgegeben sei, bestimme nun das Publikum, was es hören möchte. Unter wunschkonzert@theatersg.ch können Wünsche für Passagen aus Opern, Operetten und klassischen Musicals übermittelt werden. Das Musiktheater-Ensemble interpretiert die Wunschstücke, die dann als Videos auf der Webseite des Theaters St.Gallen aufgeschaltet werden.

Statt Stücke auf der Bühne zu zeigen, produziert das Ensemble des Theaters St.Gallen Hörspiele.

Statt Stücke auf der Bühne zu zeigen, produziert das Ensemble des Theaters St.Gallen Hörspiele.

Bild: PD

Ausgehend von der Frage, wie Theater unter den aktuellen Umständen möglich ist, produziert die Sparte Schauspiel eine Reihe von Hörspielen und Hörstücken. Auf das Streamen von inszenierten Stücken werde gemäss Mitteilung bewusst verzichtet. Stattdessen würden die Schauspielerinnen und Schauspieler das Publikum einladen, sich ihre eigenen Bilder zu machen: Das Theater soll im Kopf der Hörerinnen und Hörer stattfinden.

Die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters stellen in Videos für ihre jüngsten Zuhörer unter dem Titel «OrchestTour» alle ihre Instrumente vor und zeigen, wie man durch Streichen, Zupfen, Schlagen oder Blasen Saiten, Holz und Blech zum Schwingen und Klingen bringt.

In der Videoreihe «Sommerträume» kommen alle Sparten zusammen. Jeweils zu zweit thematisieren Künstlerinnen und Künstler in einer Fortsetzungsreihe die Sehnsüchte und Träume eines Sommers. Wie es in der Mitteilung heisst, werden im «Sofa-Talk» Mitglieder des Theaters und des Sinfonieorchesters zu ihrer Arbeit und ihrem Leben befragt. Das Publikum ist via Livestream dabei und kann über Facebook Fragen stellen.

Zum Internetauftritt von Konzert und Theater St.Gallen.

Donnerstag, 30. April - 17:41 Uhr

Kunstmuseum digital: Zeichnungsworkshop per Videokonferenz

(pd/evw) Das Kunstmuseum St.Gallen will trotz vorübergehender Schliessung für eine kunstreiche Zeit sorgen. Das Repertoire an digitalen Angeboten werde stetig erweitert, heisst es dazu in einer Mitteilung. Und die Angebote sollen gemäss Mitteilung nach Wiedereröffnung des Hauses im Netz stehen bleiben, damit das Museum weiterhin auch von zu Hause aus erlebbar bleibt.

Zeichnen per Videokonferenz: Immer am Dienstag findet der digitale Zeichnungsworkshop des Kunstmuseums St.Gallen statt. Moderiert wird er immer durch lokale Kunstschaffende.

Zeichnen per Videokonferenz: Immer am Dienstag findet der digitale Zeichnungsworkshop des Kunstmuseums St.Gallen statt. Moderiert wird er immer durch lokale Kunstschaffende.

Bild: PD

Ein spezielles Angebot wird kommende Woche weitergeführt. Es ist der Zeichnungsworkshop, den Lika Nüssli im April gestartet hat. Sie tat dies von ihrer Wohnung in Belgrad aus, wo sie sich aktuell aufgrund eines Stipendiums aufhält. Der Workshop wird immer am Dienstag, 17 bis 18 Uhr, durchgeführt. Interessierte erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung per Mail unter kunstverein@kunstmuseumsg.ch.

Digitaler Zeichnungsworkshop:

  • 5. Mai: Milva Stutz, Künstlerin
  • 12. Mai: Arion Gastpar, Künstlerin
  • 19. Mai: Hannah Raschle, Künstlerin
  • 26. Mai: Julia Marti, Zeichnerin und Grafikerin

Die digitalen Angebote des Kunstmuseums St.Gallen sind auf der Webseite oder in den Social-Media-Kanälen (Instagram, Facebook, Youtube, Twitter) zu finden.

Donnerstag, 30. April - 17:44 Uhr

TCS St.Gallen öffnet seine Prüfhallen: Zuerst werden die in der Coronakrise aufgelaufenen Pendenzen abgearbeitet

(pd/vre) Am nächsten Montag nehmen die drei Service-Center des TCS St.Gallen ihre Arbeit wieder auf. Nachdem das Strassenverkehrsamt ab diesem Datum wieder Aufgebote für die amtliche Motorfahrzeugkontrolle verschickt, startet auch der TCS seine Kontrolltätigkeit in den Service-Centern in St.Gallen, Sevelen und Eschenbach wieder. Dabei sind die Sicherheits- und Hygienebestimmungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu beachten.

Das TCS-Service-Center an der Zürcher Strasse in Winkeln nimmt am Montag seine Kontroll- und Testtätigkeit wieder auf.

Das TCS-Service-Center an der Zürcher Strasse in Winkeln nimmt am Montag seine Kontroll- und Testtätigkeit wieder auf.

Bild: PD

Vorerst werden gemäss Mitteilung Kontrollen nachgeholt, die aufgrund der Corona-Einschränkungen verschoben werden mussten. Sobald die Aufgebote des Strassenverkehrsamtes bei ihnen eintreffen, haben die angeschriebenen Automobilisten die Möglichkeit, beim TCS telefonisch einen Termin zu reservieren. In St.Gallen (071'313'75'00) sind kurzfristige Prüftermine möglich. Neben amtlichen Kontrollen führt der TCS auf telefonische Voranmeldung auch wieder Occasionstests durch.

Donnerstag, 30. April - 17:23 Uhr

FC Winkeln muss sein Grümpelturnier absagen

(pd/vre) Nicht nur bekannte Grossanlässe, auch Veranstaltungen von Vereinnen fallen der Coronapandemie zum Opfer: So muss sich auch der FC Winkeln den aktuellen Gegebenheiten beugen. Sein Grümpelturnier vom 19. bis 21. Juni wird gemäss Mitteilung abgesagt. Die 67. Ausgabe der Plauschveranstaltung findet erst 2021 statt, und zwar wie üblich eine Woche vor dem St. Galler Open-Air-Festival.

Grümpelturniere wie jenes des FC Winkeln sind für viele Vereine eine wichtige Quelle für Einnahmen, sie fördern aber auch den Zusammenhalt und machen das Vereinsleben attraktiver.

Grümpelturniere wie jenes des FC Winkeln sind für viele Vereine eine wichtige Quelle für Einnahmen, sie fördern aber auch den Zusammenhalt und machen das Vereinsleben attraktiver.

Bild: Michel Canonica

Der FC Winkeln bedauert in seiner Mitteilung diesen Schritt ausserordentlich. Das Traditionsturnier sei nämlich nicht nur eine wichtige Einnahmequelle für den Verein, es fördere gleichzeitig den Zusammenhalt und sei ein attraktiver Programmpunkt im Vereinsleben.

Donnerstag, 30. April - 17:00 Uhr

Karl Schimke am Rotmöntler Konzertgottesdienst: Vater, Musiker, Musikpädagoge, Sprecher des Sinfonieorchesters und Politik

(pd/vre) Am nächsten «Konzertgottesdienst in Coronazeiten» ist am Sonntag, 10.30 Uhr, Karl Schimke zu Gast in der evangelischen Kirche Rotmonten. Schimke ist Solo-Tubist des Sinfonieorchesters St. Gallen. Er ist aber auch Vater einer Tochter, die zufälligerweise genau an diesem Sonntag konfirmiert worden wäre, wenn die Feier nicht wegen des Coronvirus hätte abgesagt werden müssen.

Karl Schimke tritt am Sonntag, ab 10.30 Uhr, im nächsten Konzertgottesdienst in der evangelischen Kirche Rotmonten auf.

Karl Schimke tritt am Sonntag, ab 10.30 Uhr, im nächsten Konzertgottesdienst in der evangelischen Kirche Rotmonten auf.

Bild: Urs Bucher (7.12.2015)

Jetzt wird der US-Amerikaner halt selber aktiv - zuerst als Musiker im konzertanten Teil des Gottesdienstes, danach steht er Matthias Flückiger Rede und Antwort. Wahrscheinlich ist er in diesem Gespräch nicht nur als Musiker und Vater, sondern auch als Musikpädagoge, Stadtparlamentarier und als Sprecher des Sinfonieorchesters gefragt.

Der Gottesdienstteil wird sich am Sonntag übrigens mit Leonardo da Vinci, seinem berühmten Abendmahl und dem Problem der Menschlichkeit beschäftigen. Der Todestag des Universalgenies ist der 2. Mai. Zu sehen und zu hören sind der Konzertgottesdienst und das folgende Gespräch wie immer über die Homepage der Kirchgemeinde Tablat oder direkt unter https://absolutelyclassical.lpages.co/konzert-gottesdienste/.

Donnerstag, 30. April - 16:30 Uhr

Bewaffnete Maskierte überfallen einen Tankstellenshop an der Zürcher Strasse: Mit ein paar hundert Franken zu Fuss geflüchtet

(kapo/vre) Zwei maskierte und bewaffnete Räuber haben am Mittwoch einen Tankstellenshop an der Zürcher Strasse in St.Gallen überfallen. Sie erbeuteten mehrere hundert Franken Bargeld und flüchteten damit zu Fuss in Richtung Winkeln. Die Fahndung nach den zwei Unbekannten durch die Kantons- und Stadtpolizei verlief bisher ohne Erfolg.

Zwei etwa 20-jährige, ungefähr 180 bis 185 Zentimeter grosse, schlanke Männer betraten gegen 22 Uhr den Tankstellenshop. Einer bedrohte die Verkäuferin gemäss Mitteilung der Polizei mit einer Faustfeuerwaffe. Die Räuber verlangten Bargeld, das sie bekamen. Beide waren mit einer schwarzen Jacke bekleidet. Der eine trug eine schwarze, der andere eine beige Hose. Sie waren Wollmützen maskiert.

Donnerstag, 30. April - 16:00 Uhr
Ist wegen des Coronavirus so derzeit unmöglich: Teils tanzendes Publikum am New-Orleans-Festival in der St.Galler Altstadt.

Ist wegen des Coronavirus so derzeit unmöglich: Teils tanzendes Publikum am New-Orleans-Festival in der St.Galler Altstadt.

Bild: Urs Bucher (18.6.2019)

New-Orleans-Festival sucht einen Ausweichtermin

(pd/vre) Dem bundesrätlichen Anti-Corona-Verdikt, dass Anlässe mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bis Ende August verboten sind, fällt auch das Festival «New Orleans meets St.Gallen» zum Opfer. Es hätte ursprünglich am 23. Juni in der Altstadt durchgeführt werden sollen. Ob eine Verschiebung in den Herbst möglich ist, sei noch offen, schreiben die Organisatoren um Bruno Bischof am Donnerstag in einer Mitteilung. Sobald darüber Klarheit herrscht, werde wieder informiert.

Donnerstag, 30. April - 15:55 Uhr

Nachtarbeiten an der Torstrasse: Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen, öffentlicher Verkehr verkehrt planmässig

(sk/vre) Am Montagabend sowie in der Nacht auf kommenden Dienstag führt das städtische Strasseninspektorat an der Torstrasse vom Platztor bis zur Schwertgasse Unterhaltsarbeiten durch. Gearbeitet wird ab 19 bis 4 Uhr. Da für die Arbeiten am Deckbelag trockene Witterung nötig ist, fällt gemäss Mitteilung der endgültige Entscheid über die Durchführung erst am Montagmorgen. Bei schlechtem Wetter werden die Arbeiten um eine Nacht verschoben.

Im gesamten Korridor der Instandstellungsarbeiten ist nach Angaben der Verantwortlichen mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Linien 3 und 6 (Heiligkreuz) sowie 4 (Wittenbach), aber auch die Postauto-Linie 200 (Arbon) sollten trotz der Arbeiten fahrplanmässig unterwegs sein.

Donnerstag, 30. April - 15:44 Uhr

IT-Unternehmen Abraxas im Geschäftsjahr 2019 wieder auf Erfolgskurs: Schwarze Zahlen und 13,1 Millionen besser als 2018

(pd/vre) Das Informatikunternehmen Abraxas mit Sitz in St.Gallen hat sein Ergebnis im vergangenen Geschäftsjahr erheblich verbessert. Unter dem Strich resultierte gemäss Mitteilung ein Gewinn von knapp 2,4 Millionen Franken, was 13,1 Millionen besser ist als 2018. Ende 2019 beschäftigte die Abraxas-Gruppe 824 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit Dienstleistungen und Handelswaren nahm sie netto 203,6 Millionen ein.

Der St.Galler Sitz der Abraxas befindet sich im Geschäftshaus St.Leonhard, das im Volksmund wegen der Fassadengestaltung «Sankt Leopard» heisst.

Der St.Galler Sitz der Abraxas befindet sich im Geschäftshaus St.Leonhard, das im Volksmund wegen der Fassadengestaltung «Sankt Leopard» heisst.

Bild: Daniel Ammann/PD (16.10.2018)

Die Abraxas Informatik AG ist der grösste Anbieter von IT-Lösungen für die öffentliche Hand in der Schweiz. Das Unternehmen vernetzt gemäss Mitteilung Schweizer Verwaltungen, Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung mit technischen Lösungen und Dienstleistungen im Bereich der Informatik. Die heutige Abraxas ist 2018/19 aus der Fusion der beiden Unternehmen Abraxas und Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) hervorgegangen.

Donnerstag, 30. April - 15:23 Uhr

«Umverkehr» will auch in St.Gallen Stadtklima-Initiativen lancieren: Gesucht vier «Normalbürger» fürs Komitee

(vre) «Umverkehr» bereitet nach dem Muster der Städte-Initiativen erneut Initiativen vor, die sie in Schweizer Städten lancieren will. Geplant ist der Schritt auch in St.Gallen, wie einem Newsletter zu entnehmen ist. Damit der Initiativtext zur politischen Vorprüfung eingereicht werden kann, braucht es fürs Initiativkomitee 15 Mitglieder. «Umverkehr» sucht für St.Gallen noch vier davon. Damit nicht nur Politiker und Fachleute im Gremium sitzen, sollen es Personen aus der breiten Bevölkerung sein.

Der grosse Mammutbaum gegenüber der Reithalle an der Rosenbergstrasse.

Der grosse Mammutbaum gegenüber der Reithalle an der Rosenbergstrasse.

Bild: Michel Canonica (8.3.2011)

Das Paket der sogenannten Stadtklima-Initiativen ist zweiteilig. Die Gute-Luft-Initiative («Initiative für ein gesundes Stadtklima») verlangt den Schutz der Bevölkerung vor der Klimaerwärmung, vor Hitzetagen und Tropennächten. Zur Schaffung von zusätzlichen Grünflächen mit Bäumen verlangt diese Initiative, dass während zehn Jahren jährlich 0,5 Prozent der Strassenfläche in Grünflächen mit Bäumen umgewandelt werden.

Als zweites Volksbegehren gehört zum Stadtklima-Paket die Zukunfts-Initiative («Initiative für eine zukunftsfähige Mobilität»). Sie zielt gemäss «Umverkehr» darauf ab, dem klimafreundlichen Verkehr mehr Platz zu geben und dafür den klimaschädlichen Verkehr zu reduzieren. Geschehen soll dies, indem während 10 Jahren jährlich 0,5 Prozent Strassenfläche in Fuss- und Velowege sowie Bus- und Tramspuren umgebaut werden.

In St.Gallen hatte «Umverkehr» bereits einmal mit einer Initiative Erfolg. Die Städte-Initiative war in St.Gallen 2010 vom Stimmvolk angenommen und 2018 mit Ablehnung der Mobilitätsinitiative von bürgerlicher Seite bestätigt worden. Auf Basis des Volksbegehrens wurde das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung erlassen, das vorgibt, dass der Verkehr nur noch über ÖV und Langsamverkehr zunehmen darf.

Übrigens: Wer sich als Normalbürger fürs Mittun im St.Galler Komitee der Stadtklima-Initiativen interessiert, muss sich sputen. Sie oder er kann sich nur noch bis Montagabend unter 079'647'83'48 bei Umverkehr-Kampagnenleiter Daniel Costantino melden.

Donnerstag, 30. April - 14:14 Uhr

Trotz Regen bleibt die Waldbrandgefahr auch in Stadt und Region St.Gallen gross: Feuerverbot bleibt bestehen

(SK/vre) Trotz vereinzelten Regenfällen bleibt im Kanton St.Gallen das Feuerverbot im Wald und in der Nähe von Wäldern bestehen. Die Trockenheit ist gemäss Mitteilung vom Donnerstag weiterhin erheblich, so dass durch Unachtsamkeit rasch ein Wald- oder Buschbrand ausgelöst werden kann. Aktuelle Infos zur Waldbrandgefahr im St.Gallischen finden sich im Internet.

Es ist nicht das erste Mal in den letzten paar Jahren, dass aufgrund anhaltender Trockenheit Feuer im Freien verboten werden muss.

Es ist nicht das erste Mal in den letzten paar Jahren, dass aufgrund anhaltender Trockenheit Feuer im Freien verboten werden muss.

Bild: Hanspeter Schiess (15.8.2018)

Starke Regenfälle seien vorerst nicht prognostiziert, heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Gemäss Wettervorhersage solle es bereits ab Anfang nächster Woche wieder trocken und warm werden. Deshalb habe sich im Urteil der Spezialisten an der Gefahrensituation nichts geändert.

Im Wald und in der Nähe von Wäldern (Abstand 200 Meter) besteht weiterhin ein absolutes Feuerverbot. Ebenfalls untersagt ist das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern und Raucherwaren. Wobei gemäss Mitteilung das Wegwerfen von Zigarettenstummeln nur schon aus ökologischen Gründen nie angebracht sei. Das allgemeine Feuerverbot betrifft auch die Nutzung offizieller Feuer- und Grillstellen.

Donnerstag, 30. April - 13:47 Uhr

Stadtpolizei gibt Entwarnung: Vermisste meldet sich selber

(stapo/vre) Entwarnung bezüglich einer Vermisstmeldung bei der Stadtpolizei St.Gallen: Ein 54-Jähriger, der am Donnerstag als seit Mittwochnachmittag vermisst gemeldet worden war (STADT-TICKER, 30.4.2020, 11:10 Uhr), hat sich selber gemeldet. Der Mann sei wohlauf. Er habe die Vermisstmeldung gesehen und sich daher mit der Polizei in Verbindung gesetzt.

Donnerstag, 30. April - 13:13 Uhr

Sachbeschädigung in der Dreifaltigkeitskirche im Heiligkreuz: Kantonspolizei bitte um Hinweise auf den Brandstifter

Sachbeschädigung in der Dreifaltigkeitskirche im Heiligkreuz.

Sachbeschädigung in der Dreifaltigkeitskirche im Heiligkreuz.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

(kapo/vre) An drei Tagen im vergangenen Februar ist es in der katholischen Dreifaltigkeitskriche an der Iddastrasse im Heiligkreuz zu Sachbeschädigungen gekommen. Die Kantonspolizei ermittelt in diesem Fall und sucht jetzt Personen, die an den drei Tagen in der Kirche und ihrem Umfeld verdächtige Feststellungen gemacht haben.

Konkret wurden vom Samstag, 8. , bis und mit Montag, 10. Februar, jeweils am Nachmittag Brände gelegt. Dabei wurden Kirchengesangbücher, Opferkerzen und ein Taufbuch angezündet. Der Sachschaden beläuft sich gemäss Mitteilung der Kantonspolizei vom Donnerstag auf mehrere tausend Franken.

Personen, die Hinweise zu den Brandstiftungen machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei unter 058'229'49'49 in Verbindung zu setzen.

Donnerstag, 30. April - 11:10 Uhr

Stadtpolizei sucht Hinweise auf einen Vermissten

(stapo/chs) Seit Mittwochnachmittag wird in St.Gallen ein Mann vermisst. Wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, ist er vermutlich mit seinem schwarzen Auto unterwegs. Trotz polizeilichen Abklärungen konnte der Vermisste bisher nicht aufgefunden werden. Wie die Stadtpolizei schreibt, dürfte der 54-Jährige selbstgefährdet sein.

Die Stadtpolizei St.Gallen bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche. Wer den Vermissten oder auch sein Auto seit Mittwoch, 29. April, gesehen hat, wird gebeten sich mit der Stadtpolizei St.Gallen unter 071'224'60'00 in Verbindung zu setzen.

Donnerstag, 30. April - 10:34 Uhr

Regionaler Führungsstab St.Gallen-Bodensee organisiert weiteren Maskenverkauf

(stm/pd) Der Regionale Führungsstab (RFS) St.Gallen-Bodensee unterstützt Gemeinden im Einzugsgebiet von Gaiserwald bis Rheineck bei der Verteilung von Hygienemasken an Gewerbe und Institutionen, die gemäss den Beschlüssen des Bundesrates vom Mittwoch ihre Dienstleistungen mit speziellen Anti-Corona-Schutzkonzepten ab 11. Mai wieder anbieten dürfen. Das schreibt die Stadt St.Gallen in einer Mitteilung.

Bereits am 23. April hat der Regionale Führungsstab St.Gallen-Bodensee Schutzmasken an Gewerbebetriebe abgegeben.

Bereits am 23. April hat der Regionale Führungsstab St.Gallen-Bodensee Schutzmasken an Gewerbebetriebe abgegeben.

Bild: Nik Roth

Von manchen Gewerbetreibenden und Institutionen wird Schutzmaterial benötigt - wie zum Beispiel chirurgische Mundschutz- oder Hygienemasken. Im Sinne einer Dienstleistung will der RFS, wie schon für die Lockerungen auf den 27. April hin, Masken ab dem Lager der Stadt St.Gallen für 75 Rappen pro Stück anbieten. Er will so den Betroffenen rasch helfen, damit sie ihre Dienstleistungen wieder anbieten könnten.

Die Hygienemasken, so heisst es ausdrücklich in der Mitteilung vom Donnerstag, seien ausschliesslich für Branchen vorgesehen, welche für die Wiederaufnahme ihres Betriebs auf Schutzausrüstung angewiesen seien. Die Verteilung der Masken ist für Ende nächster Woche vorgesehen. Für den Bestellungen berechtigter Betriebe und Institutionen wird eine Website aufgeschaltet. Die Mindestbestellmenge liege bei 50 Stück. Die Verteilung der Masken ist Sache der jeweiligen Standortgemeinde. Es stehen gemäss Mitteilung insgesamt 120'000 Masken zur Verfügung.

Donnerstag, 30. April - 10:29 Uhr

Bahnausbau 2030/35 bringt Verbesserungen für Stadt und Region – aber keinen Viertelstundentakt in Winkeln und Bruggen

(sk/stm) Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am 9. April weitere Informationen zum Bahnausbauschritt 2030 bis2035 kommuniziert. Damit sollen sich diverse Verbesserungen im Bahnnetz für die Stadt St.Gallen und damit auch für die umliegenden Gemeinden ergeben. Das schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Donnerstag. Nicht zufrieden ist der Stadtrat damit, dass der 15-Minuten-Takt in Bruggen und Winkeln auch bis 2035 nicht eingeführt werden soll (nächste Meldung unten).

Geht es nach dem Willen des Bundes, werden am Bahnhof Winkeln (Bild) und Bruggen die Züge auch künftig nicht im Viertelstundentakt fahren.

Geht es nach dem Willen des Bundes, werden am Bahnhof Winkeln (Bild) und Bruggen die Züge auch künftig nicht im Viertelstundentakt fahren.

Bild: Thomas Hary

Zur Realisierung aller Angebotsverbesserungen bis 2035 sind Ausbauten der Infrastruktur nötig. Unter anderem wird der Hauptbahnhof St.Gallen zum Vollknoten ausgebaut. Dafür müssen die Gleisanlagen im östlichen Teil erweitert werden; insbesondere wird das Gleis 7 nach Osten verlängert. Dies wird bauliche Massnahmen - teils eine leichte Verschiebung nach Norden - der Rosenbergstrasse zur Folge haben.

Kurzfristig sind für St.Gallen folgende Verbesserungen vorgesehen:

  • Ab 2021 werden vier S-Bahnen pro Stunde mit Halt in Bruggen (aktuell zwei) verkehren. Die S-Bahnen (S1 und S5) fahren weiterhin mit sechs und 24 Minuten Abstand. Ein 15-Minuten-Takt lässt sich gemäss Urteil der Fachleute ohne Ausbau der Infrastruktur nicht umsetzen, da die Strecke vollständig ausgelastet ist. Die S-Bahnen müssen daher die bestehenden Zeitfenster nutzen.
  • Ebenfalls ab 2021 ist der Fernverkehrszug Zürich–St.Gallen–St.Margrethen–Lindau–München tagsüber alle zwei Stunden unterwegs (aktuell ist er nur drei Mal pro Tag unterwegs).

Langfristig, sprich mit Zeithorizont 2030/2035, ergeben sich folgende Veränderungen:

  • Ganztags verkehren vier Fernverkehrszüge pro Stunde zwischen Zürich und St.Gallen (aktuell einzelne Lücken).
  • Der Fernverkehrszug Zürich–St.Gallen–St.Margrethen verkehrt stündlich weiter nach Lindau und zweistündlich weiter nach München.
  • Im Haggen verkehren vier S-Bahnen pro Stunde im 15-Minuten-Takt (aktuell drei pro Stunde).
  • Von St.Gallen nach Rorschach verkehren vier S-Bahnen pro Stunde (alle 11 und 19 Minuten).
  • Die Haltestelle Gübsensee der SOB kann in den langfristigen Angebotskonzepten mit verhältnismässigen Mitteln nicht mehr bedient werden; sie wird daher abgebrochen.
Donnerstag, 30. April - 10:29 Uhr

Stadtrat begrüsst Verbesserungen im Bahnangebot, kritisiert aber den fehlenden 15-Minuten-Takt in Bruggen und Winkeln

(sk/vre) Der Stadtrat begrüsst die für St.Gallen geplanten Verbesserungen im nationalen Bahnausbauschritt 2030/2035 (siehe oben). Hingegen fehlt ihm bei den langfristigen Ausbauten noch immer der Viertelstundentakt zwischen St.Gallen und Gossau mit Halt in Winkeln und Bruggen. Ein solches Angebot sei für die Positionierung dieses Entwicklungsgebietes als Arbeitsort jedoch zentral. Die St.Galler Stadtregierung fordert deshalb gegenüber Bund und Kanton eine Überarbeitung der Ausbaupläne in dem Sinn, dass der Viertelstundentakt rasch umgesetzt werden kann.

Die definitive Aufhebung der Haltestelle Gübsensee hingegen aktzeptiert der Stadt. Sie sei zwar bedauerlich, aber aus übergeordneter Sicht «im Sinne der Verhältnismässigkeit» nachvollziehbar, heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag. Die Haltestelle habe im Betrieb nur sehr geringe Passagierfrequenzen aufgewiesen. Das Gebiet rund um den Gübsensee sei zudem über das städtische Busnetz mit dem ÖV erreichbar.

Donnerstag, 30. April - 8:25 Uhr
Während Coronakrise: Die Offene Arbeit mit Kindern versorgt die Kinder in der Stadt St.Gallen via Kinderzeitung und Radio mit Bastel- und Spielideen.

Während Coronakrise: Die Offene Arbeit mit Kindern versorgt die Kinder in der Stadt St.Gallen via Kinderzeitung und Radio mit Bastel- und Spielideen.

Symbolbild: Keystone

Kindertreffs bleiben zu, Spiel- und Bastelideen gibt es aber trotzdem – online und live

(stm/pd) Wegen Corona bleiben die Kindertreffs der Offenen Arbeit mit Kindern in der Stadt St.Gallen bis auf weiteres geschlossen. Doch die Mitarbeitenden haben andere Möglichkeiten gefunden, um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben und sie und ihre Eltern zu unterstützen. Und zwar so:

  • Die Offene Arbeit mit Kindern hat eine Kinderzeitung gestaltet mit Rätseln, Anleitungen zum Basteln und Kochen sowie Informationen, Witzen und vielem mehr. Diese Zeitung wurde über die Schulen an alle Primarschulkinder im Einzugsgebiet der Kindertreffs verteilt.
  • Weiter wurde ein Online-Kindertreff eingerichtet. Kindertreffkinder und alle anderen Interessierten können sich anmelden und erhalten per WhatsApp oder E-Mail jede Woche Videos mit Rätseln, Anleitungen zum Spielen oder für das Erlernen neuer Fähigkeiten. Ausserdem können sie sich über WhatsApp und E-Mail auch mit den Mitarbeitenden austauschen. Über 80 Kinder nutzen derzeit dieses Angebot.
  • Seit Ende April sendet nun auch das Radio9000 Beiträge aus der Jugendarbeit, der Bibliothek und der Offenen Arbeit mit Kindern. Mit dem Kinderradio «KiRa Live» ist jeweils am Mittwoch zwischen 14 Uhr und 16 Uhr die Offene Arbeit mit Kindern live auf Sendung – Zeit zum Chatten, Spielen und für Kinder-Musikwünsche.
Mittwoch, 29. April - 19:33 Uhr

Ausgangslage für Stadtratswahlen klärt sich: Martin Würmli steht bei der CVP nicht für eine Kandidatur zur Verfügung

(dwi/vre) Nachdem klar ist, dass Stadtpräsident Thomas Scheitlin (FDP) bei den Wahlen vom Herbst nicht mehr kandidieren wird, ist klar, dass es dabei zu Kampfwahlen kommt. Klar ist auch, dass alle grösseren im Stadtparlament vertretenen Parteien Kandidierende ins Rennen schicken wollen. Nach der Grünen Franziska Ryser (Meldung unten) hat sich am Mittwoch auch ein potenzieller CVP-Kandidat selber aus dem Rennen genommen.

Immer noch gut in der Politszene der Stadt verankert: Martin Würmli auf der Besuchertribüne des St.Galler Kantonsrates. Neben ihm sitzt Stadtparlamentarierin Andrea Hornstein (Politische Frauengruppe, PFG).

Immer noch gut in der Politszene der Stadt verankert: Martin Würmli auf der Besuchertribüne des St.Galler Kantonsrates. Neben ihm sitzt Stadtparlamentarierin Andrea Hornstein (Politische Frauengruppe, PFG).

Bild: Regina Kühne (20.2.2018)

Martin Würmli, der ehemalige Präsident der CVP-Stadtpartei und St.Galler Stadtparlamentarier, steht im Herbst für eine Kandidatur für Stadtrat und Stadtpräsidium nicht zur Verfügung. Der 42-jährige Rechtsanwalt ist heute Stadtschreiber in Zug. Er wird in St.Gallen seit Jahren als möglicher Stadtratskandidat gehandelt, hat jetzt aber seine Partei bereits wissen lassen, dass er diesen Herbst nicht ins Rennen um Exekutivsitze steigen will. Für ihn habe sein Mandat als Verwaltungsrat der Spitalverbunde des Kantons St.Gallen Priorität.

Mittwoch, 29. April - 19:19 Uhr

Ausgangslage für Stadtratswahlen klärt sich: Franziska Ryser (Grüne) will sich auf ihr Mandat in Bern konzentrieren

(pd/vre) Der diesjährige Gigathlon, welcher vom 3. bis 5. Juli in St.Gallen und Rorschach hätte stattfinden sollen, wurde jetzt wegen des Coronavirus ebenfalls abgesagt. An eine Durchführung, so heisst es im Internetauftritt des sportlichen Grossanlasses, sei angesichts des bis Ende August geltenden Verbots für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen nicht zu denken. Und da die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer höchste Priorität habe, hielten sich die Organisatoren natürlich an die geltenden Vorschriften.

Die Grüne Franziska Ryser (Bildmitte) freut sich am 20. Oktober 2019 im St.Galler Pfalzkeller über ihre Wahl in den Nationalrat.

Die Grüne Franziska Ryser (Bildmitte) freut sich am 20. Oktober 2019 im St.Galler Pfalzkeller über ihre Wahl in den Nationalrat.

Bild: Benjamin Manser

Ryser ist im Moment ein kleines Schreckgespenst für viele bürgerliche Parteistrategen. Würde sie sich ernsthaft in den Stadtratswahlkampf werfen, wären ihre Chancen gut, daraus siegreich hervorzugehen und den Bürgerlichen damit ihren letzten Sitz in der Stadtregierung abzuknöpfen. Die Niederlage von Boris Tschirky (CVP) gegen Sonja Lüthi (Grünliberale) im Jahr 2017 lässt grüssen…

So sicher Franziska Ryser nicht antritt, so sicher ist, dass die Grünen jemanden in die Stadtratswahlen schicken werden. Das sagt Markus Mauchle, Co-Präsident der Grünen von Stadt und Region auf Anfrage. Er begründet dies mit den Resultaten bei National- und Kantonsratswahlen in der Stadt St.Gallen. Ihr ausgezeichnetes Abschneiden bestärke die Grünen im Anspruch auf einen Sitz in der städtischen Exekutive. Wen die Partei ins Rennen schickt, klärt derzeit eine Findungskommission.

Mittwoch, 29. April - 19:12 Uhr

Gigathlon St.Gallen-Bodensee ist abgesagt

Bild: PD

(vre) Am Dienstag hat der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin den Rücktritt auf Ende Jahr bekanntgegeben. Damit gibt's am 27. September Kampfwahlen um die Sitze in der Stadtregierung. Die Ausgangslage dafür hat sich gestern personell bereits etwas geklärt. Franziska Ryser (Grüne) tritt diesen Herbst sicher nicht an. Sie hat die grüne Stadtpartei wissen lassen, das sie sich auf ihr Nationalratsmandat konzentrieren will.

Mittwoch, 29. April - 18:14 Uhr

Stadtparlament sagt Ja zum Neubau des Schulhauses Riethüsli: Das letzte Wort hat das Volk - voraussichtlich Ende November

(vre) Am Dienstag hat das St.Galler Stadtparlament dem Neubau der Primarschulanlage im Riethüsli zugestimmt. Zum bewilligten Paket gehört ein Planungskredit von 1,1 sowie ein Baukredit von knapp 50 Millionen Franken. Zur zweiten Position hat das städtische Stimmvolk das letzte Wort. Abgestimmt wird im kommenden Herbst. Zur Verfügung stehen dafür der 27. September oder der 29. November.

Die alten, baulich ziemlich maroden Gebäude der Primarschule Riethüsli sollen durch einen Neubau ersetzt werden. Das Parlament hat dafür am Dienstag grünes Licht gegeben.

Die alten, baulich ziemlich maroden Gebäude der Primarschule Riethüsli sollen durch einen Neubau ersetzt werden. Das Parlament hat dafür am Dienstag grünes Licht gegeben.

Bild: Ralph Ribi (7.3.2020)

Der Urnengang zum Schulhaus Riethüsli wird wohl am zweiten Datum stattfinden. Dies, weil der erste Termin reich mit Geschäften befrachtet ist. Am 27. September finden in St.Gallen Erneuerungswahlen fürs Parlament und den Stadtrat statt. Dazu kommen als städtische Sachvorlagen der dritte Anlauf zur Neugestaltung des Marktplatzes und der Klimaartikel in der Gemeindeordnung. Für den 29. November sind erst die zweiten Wahlgänge für Stadtrat und Stadtpräsidium angesetzt.

Der Stadtrat habe formell noch nicht über den Abstimmungstermin fürs Schulhaus Riethüsli entschieden, sagt Stadtschreiber Manfred Linke auf Nachfrage. Angesichts der Ausgangslage sei es aber wahrscheinlich, dass dieser Urnengang auf den 29. November gelegt werde. Der frühere Termin sei mit Wahlen sowie städtischen und eidgenössischen Vorlagen für die Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler bereits anspruchsvoll genug.

Mittwoch, 29. April - 17:41 Uhr

Evangelische Kirchgemeinde Straubenzell: Keine Gottesdienste und keine Predigt, dafür jeden Sonntag im Mai ein Ständchen

(pd/vre) Evangelisch-Straubenzell hat vor einem Jahr wegen des versuchsweisen Verzichts auf die Sonntagspredigt während des Monats Mai national Aufsehen ausgelöst. Dass in diesem Mai nicht gepredigt wird, ist allerdings nichts Spektakuläres: Wegen der Coronakrise finden ja schweizweit in den Kirchen keine Gottesdienste mit Publikum statt.

Vielenorts wird reglemässig gegen die Coronakrise musiziert: So gibt's auch in St.Gallen Balkonkonzerte. Im Bild spielt Bratschistin Corinna Pestalozzi. Jeden Sonntag im Mai will die evangelische Kirchgemeinde Straubenzell solche Live-Ständchen im Weste der Stadt organisieren.

Vielenorts wird reglemässig gegen die Coronakrise musiziert: So gibt's auch in St.Gallen Balkonkonzerte. Im Bild spielt Bratschistin Corinna Pestalozzi. Jeden Sonntag im Mai will die evangelische Kirchgemeinde Straubenzell solche Live-Ständchen im Weste der Stadt organisieren.

Bild: Urs Bucher (22.3.2020)

Diesen Mai will die Kirchgemeinde «den Kontakt zu den Menschen» mit Musik suchen. Diese Quartiermusik findet jeden Sonntag, 17 bis 19 Uhr, an diversen Orten in der Lachen, in Bruggen, im Haggen und in Winkeln statt. Pro Platz wird eine Viertelstunde gespielt. Wo das sein wird, wird nicht angekündigt. Dies, um gemäss Mitteilung keine den Anti-Corona-Regeln zuwiderlaufenden grossen Menschenansammlungen zu provozieren.

Mittwoch, 29. April - 17:15 Uhr

St.Galler Architekt Max Graf gestorben

(vre) Bereits am 19. April ist der Max-Bill-Schüler und St.Galler Architekt Max Graf gestorben. Das berichtet die NZZ. Graf betrieb ein kleines Architekturbüro in seiner Heimatstadt. Bekannt wurde er durch den Bau des Oberstufenschulhauses im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen. Mit diesem brachte er 1959/60 Max Bills konkrete Moderne ins Appenzellerland.

Max Graf, 1926-2020.

Max Graf, 1926-2020.

Bild: PD

Graf wurde 1926 in St.Gallen geboren. Nach einer Lehre als Eisenbetonzeichner absolvierte er das Hochbau-Technikum in Winterthur. Danach arbeitete er in grossen St.Galler Büros. Durch eine Publikation von Max Bill wurde er auf das Projekt für die Ulmer Hochschule für Gestaltung aufmerksam. 1954 wurde er einer der ersten Schweizer Studierenden an dieser Institution, die als Nachfolgeinstitution des Bauhauses galt.

Als sich Bill 1958 aus Ulm zurückzog, folgte ihm Graf nach Zürich. Grundlage für seine Diplomarbeit war die Ausschreibung fürs Schulhaus in Trogen. Sein Projekt erhielt den Zuschlag. Später realisierte er diverse Schulgebäude und Wohnhäuser. 1996/97 war er am Bau der neuen Turnhalle für die Kanti am Burggraben beteiligt. 1989 erhielt er den Anerkennungspreis der Stadt St.Gallen.

Mittwoch, 29. April - 16:15 Uhr

Stadtratswahlkampf kommt rasch in Fahrt: Am Freitag stellt die FDP den Kandidaten vor, der ihren Sitz verteidigen soll

Der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin tritt auf Ende Jahr zurück.

Der St.Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin tritt auf Ende Jahr zurück.

Bild: Ralph Ribi (28.4.2020)

(vre) Am Dienstagnachmittag hat Stadtpräsident Thomas Scheitlin bekanntgegeben, dass er nicht mehr zu den Erneuerungswahlen im Herbst antreten, also auf Ende Jahr zurücktreten wird. Bereits diesen Freitag stellt der Vorstand der FDP-Stadtpartei den Kandidaten vor, der für sie den Scheitlin-Sitz am 27. September verteidigen soll. Wer es sein wird, wurde am Mittwoch noch nicht bekannt.

Bei der Kandidatur handelt es sich um den Vorschlag der Parteileitung an die Mitgliederversammlung. Diese findet allerdings mit Rücksicht auf die Coronakrise nicht im gewohnten Rahmen statt: Der Nominationsvorschlag wird den FDP-Mitgliedern vielmehr zur schriftlichen Abstimmung vorgelegt. Sie entscheiden innert zehn Tagen über die Kandidatur.

Auch die Pressekonferenz vom Freitag wird mit Rücksicht auf die Anti-Corona-Massnahmen von Bund und Kanton in einem speziellen Rahmen durchgeführt: Zugelassen sind maximal zehn Medienschaffende und dies auch nur gegen Anmeldung. Und die Angemeldeten müssen sich dann frühzeitig am Ort der Orientierung einfinden, um rechtzeitig durch die Eingangskontrolle zu kommen.

Mittwoch, 29. April - 15:29 Uhr

Gewerblertreff vom 6. Mai abgesagt

(pd/evw) Wegen der Massnahmen des Bundes und der Kantone gegen das Coronavirus sagt das Gewerbe der Stadt St.Gallen seinen Gewerblertreff ab. Der Anlass hätte eigentlich am 6. Mai, 17.30 Uhr, stattfinden sollen. Vorerst wurde das Treffen auf den 12. August, 17.30 Uhr, verschoben.

Mittwoch, 29. April - 15.27 Uhr

Eine überraschende Sichtung im Bahnhof Rorschach: Wieso ein Zug der BLS derzeit im St.Gallischen unterwegs ist

(vre) Wer dieser Tage in einem Bahnhof am Bodensee oder im Rheintal wartet, kann mit Glück eine überraschende Entdeckung machen: Da ist ein moderner Zug unterwegs, der sicher nicht in die Ostschweiz, sondern ins Bernbiet und Oberwallis gehört. Am vergangenen Freitag, nach 13 Uhr, wartete die silbern-hellgrüne Komposition der BLS im Bahnhof Rorschach die Durchfahrt des Interregio von Chur nach St.Gallen ab.

Der erste sechsteilige Zug des Typs «Kiss» von Stadler-Rail für die BLS wartet auf einer Testfahrt im Bahnhof Rorschach einen entgegenkommenden Zug ab.

Der erste sechsteilige Zug des Typs «Kiss» von Stadler-Rail für die BLS wartet auf einer Testfahrt im Bahnhof Rorschach einen entgegenkommenden Zug ab.

Bild: Reto Voneschen (24.4.2020)

Zum überraschenden Anblick, der Eisenbahnfans in Aufregung versetzen dürfte, kommen wir, weil in der Ostschweiz einer der erfolgreichsten Produzenten von Rollmaterial für Eisenbahnen zu Hause ist. Der «Mutz 038», so der Rufname des BLS-Zugs, wurde von der Stadler Rail AG mit Sitz in Bussnang TG hergestellt. Es handelt sich um den ersten Sechsteiler des Typs «Kiss» der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS). Der Vierteiler des gleichen Typs verkehrt schon länger bei dieser Privatbahn.

Der Zug absolviert nach Angaben der Stadler-Rail-Medienstelle derzeit seine Zulassungsfahrten. Dabei ist er ab und zu auch Richtung Rheintal unterwegs. Der «Kiss» ist nach Angaben von Stadler-Rail im Internet ein doppelstöckiger Regionalzug. Die Abkürzung steht für «Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug». Kompositionen des Typs sind seit 2010 von Westeuropa bis zum Ural und bald auch in den USA unterwegs.

Mittwoch, 29. April - 14:28 Uhr

Unfall auf der Stadtautobahn: Nach «Spielchen» zwischen zwei PW-Lenkern stösst einer mit einem Lastwagen zusammen

(kapo/vre) Am Dienstag, kurz nach 17 Uhr, ist auf der Stadtautobahn bei Meggenhus ein Auto gegen einen Lastwagen geprallt. Die Kantonspolizei nimmt gemäss einer Mitteilung an, dass beim Unfall eine Rolle gespielt hat, dass sich zuvor zwei PW-Lenker provoziert haben. Verletzt wurde niemand. Es entstand Schaden von rund 15'000 Franken. Und die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

Ein 45-jähriger Mann war am späten Dienstagnachmittag mit seinem dunklen VW-Passat mit St.Galler Kennzeichen auf der Stadtautobahn von der Einfahrt Kreuzbleiche in Richtung St.Margrethen unterwegs. In der Folge kam es zu Provokationen zwischen ihm und einem 33-jährigen Mann, der mit einem grauen Skoda Fabia mit St.Galler Kennzeichen unterwegs war. Das führte bei der Verzweigung Meggenhus unterhalb Mörschwil zum Zusammenstoss des VW-Passat mit einem Lastwagen.

Die Kantonspolizei St.Gallen sucht jetzt Zeugen. Personen, die Angaben zur Fahrweise der beiden Autos, sowie den Provokationen zwischen den beiden Lenkern machen können, werden in der Mitteilung vom Mittwoch gebeten, sich beim Polizeistützpunkt Thal unter 058'229'80'00 zu melden.

Mittwoch, 29. April - 12:22 Uhr

Stadt St.Gallen in dynamischen Bildern: Freestyler waren mit ihrer Video-Drohne unterwegs

(vre) Die Bilder der Stadt St.Gallen, die ein Video von Triple-F-Productions im Internet zeigen, sind ungewöhnlich. Die Freestyle-Drohnenpiloten sind kürzlich während zwei Tagen in der Stadt geflogen. Und ihre Manöver mit einer Spezialdrohne haben es tatsächlich in sich: In so dynamischen, teils leicht schwindelerregenden Bildern hat man bekannte und weniger bekannte Landmarken der Gallusstadt wohl noch nie öffentlich gesehen.

Die St.-Leonhard-Kirch in ungewohnter Perspektive von oben. Im Video wird einem ob der Flugmanöver rund um Stadtsanktgaller Landmarken zeitweise ziemlich schwindlig.

Die St.-Leonhard-Kirch in ungewohnter Perspektive von oben. Im Video wird einem ob der Flugmanöver rund um Stadtsanktgaller Landmarken zeitweise ziemlich schwindlig.

Bild: Triple-F-Productions St.Gallen

Es sei schon lange ihr Wunsch gewesen, ihre Heimatstadt St.Gallen «mit einem Video zu ehren», schreiben die Verantwortlichen von Triple-F-Productions. Dank der Coronapandemie seien viele Städte derzeit praktisch ausgestorben. Diese Chance habe man genutzt, um in der sonst zu stark belebten Stadt St.Gallen mit eigenhändig gebauten FPV-Quadrocoptern zu fliegen.

Der zweitägige Dreh, so heisst es im Text zum Video, sei die kleinere Sache gewesen. Die grosse Arbeit aber war der Schnitt des Filmmaterials. Ebenfalls nicht ganz einfach sei es gewesen, einen passenden Soundtrack zu finden und auf die Bilder abzustimmen. Nach mehreren Anläufen war dann irgendwann aber doch die für die Macher perfekte Kombination von Musik und Bild gefunden. Das Resultat ist online zu bestaunen und kann dort auch kommentiert werden.

Mittwoch, 29. April - 11:15 Uhr

Die Immo-Messe findet definitiv nicht statt: Reguläre Durchführung auch am Verschiebedatum nicht möglich

(pd/nat) Die Olma-Messen St.Gallen haben entschieden, die Immo-Messe Schweiz 2020 definitiv nicht durchzuführen, wie sie in einer Medienmitteilung bekanntgeben. Die Immo-Messe hätte ursprünglich vom 20. bis 22. März stattfinden sollen. Aufgrund der Coronakrise wurde der Anlass jedoch auf den 28. bis 30. August verschoben.

Die nächste Immo-Messe findet in St.Gallen erst 2021 statt.

Die nächste Immo-Messe findet in St.Gallen erst 2021 statt.

Bild: Benjamin Manser (16.3.2018)

Nun haben die Veranstalter die Lage neu beurteilt und entschieden, dass die Messe auch am Ersatzdatum nicht stattfinden wird. «Eine zwischenzeitliche Neubeurteilung der Situation hat ergeben, dass eine zufriedenstellende Durchführung nicht gewährleistet werden kann», heisst es. Die nächste Immo-Messe findet daher in St.Gallen erst vom 26. bis 28. März 2021 statt.

Mittwoch, 29. April - 10:45 Uhr

Stadt St.Gallen vergibt Werkbeiträge an lokale Kunstschaffende: Finanzieller Zustupf für interessantes Kulturprojekte

(sk/vre) Die Stadt St.Gallen vergibt in diesem Jahr acht Werkbeiträge in Höhe von je 10’000 Franken. Damit soll lokal verankerten Künstlerinnen und Künstlern die Entwicklung und Realisierung von interessanten Projekten ermöglicht werden.

Vor dem Vergabeentscheid wurden gemäss Mitteilung 35 Bewerbungen beurteilt. Davon stammten 24 aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, vier aus der Musik, drei aus dem Bereich Tanz und Theater und zwei aus dem Bereich Literatur. Zwei Eingaben waren interdisziplinär.

Basil Kehl (rechts) und Lukas Senn sind zusammen die bekannte St.Galler Band Dachs. Für sein Soloprojekt Wassily erhält Kehl dieses Jahr einen Werkbeitrag der Stadt.

Basil Kehl (rechts) und Lukas Senn sind zusammen die bekannte St.Galler Band Dachs. Für sein Soloprojekt Wassily erhält Kehl dieses Jahr einen Werkbeitrag der Stadt.

Bild: Benjamin Manser (13.12.2019)

Die städtischen Werkbeiträge 2020 gehen an

  • Bildende Kunst: Asi Föcker, Machina Imaginis (Kollektiv aus Jonathan Owadja, Marie Malou und Marcel Siegwart), Raphael Reichert, Stefan Rohner.
  • Angewandte Kunst: Clemens Waibel.
  • Musik: Wassily (Soloprojekt Basil Kehl), Benjamin Ryser (für ein Projekt zusammen mit Dorothy Wong Ka Chung).
  • Interdisziplinär: Florian Vetsch/Christoph Keller.
Mittwoch, 29. April - 8:13 Uhr

Waffenplatz Herisau-Gossau: Naturstrasse wird asphaltiert, dazu gibt's einen neuen Fussweg, Weiher und ein Amphibienleitwerk

(nat) Auf dem Waffenplatz Herisau-Gossau werden Teile des Weg- und Strassennetzes ausgebaut und saniert. Ein entsprechendes Gesuch wurde eingereicht. Demnach sollen drei Weiher sowie ein neuer Fussweg an der Wissholzstrasse entstehen. Zusätzlich soll die heutige Naturstrasse Brülisauer asphaltiert werden. Erstellt werden zudem die Leitwände und Durchlässe für ein Amphibienleitwerk im Wissholz.

Teile des Waffenplatzes Herisau-Gossau, namentlich das Breitfeld, sind ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Dem wird durch Aufwertung von Lebensräumen und Schutzmassnahmen für die Tiere Rechnung getragen. Im Bild ein Wasserfrosch in einem Teich im Breitfeld.

Teile des Waffenplatzes Herisau-Gossau, namentlich das Breitfeld, sind ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Dem wird durch Aufwertung von Lebensräumen und Schutzmassnahmen für die Tiere Rechnung getragen. Im Bild ein Wasserfrosch in einem Teich im Breitfeld.

Bild: Reto Voneschen (14.4.2020)

Die Unterlagen für das militärische Plangenehmigungsverfahren können gemäss Ausschreibung ab heute bis 28. Mai während der Öffnungszeiten bei folgenden Stellen eingesehen werden:
- Amt für Baubewilligungen, Neugasse 3, Büro 232, 9004 St.Gallen
- Stadtverwaltung Gossau, Bahnhofstrasse 25, 9201 Gossau.

Dienstag, 28. April - 21:45 Uhr

Von Ersatzwahlen über ein Rückhaltebecken bis zur Solidarität: Die Beschlüsse des Stadtparlaments vom Dienstag

(dag/mha/vre) Das Stadtparlament hat an der 44. Sitzung der Legislatur 2017 bis 2020 zehn Sachgeschäfte, drei Interpellationen und ein Postulat behandelt. Getagt wurde wegen des Coronavirus in der Sporthalle Kreuzbleiche.

Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der eine Stunde vor Beginn der Parlamentssitzung seinen Rücktritt auf Ende Jahr erklärt hat, vor der Parlamentssitzung in der Kreuzbleiche-Halle im Fokus der Medien.
10 Bilder
Die Sitzungen des Stadtparlaments werden durch die Stadtpolizei bewacht. In der Bildmitte FDP-Stadtparlamentarier Marcel Rotach, selber Kantonspolizist, im Gespräch mit den Beamten.
Andreas Hobi (Grüne, links im Bild) und hinten mit Glimmstengel Marcel Baur (GLP) und Etrit Hasler (SP).
Die aufgelockerte Sitzordnung in der Sporthalle Kreuzbleiche.
An der Wand die elektronische Abstimmungsanlage. Stadtschreiber Manfred Linke (hinterste Reihe rechts aussen) gibt gerade einen Kommentar zum Resultat ab.
CVP/EVP-Fraktionspräsident Patrik Angehrn gibt an einem von zwei Rednerpulten ein Votum ab. Links von ihm Stadtrat Peter Jans, Stadträtin Sonja Lüthi und Stadtpräsident Thomas Scheitlin.

Stadtpräsident Thomas Scheitlin, der eine Stunde vor Beginn der Parlamentssitzung seinen Rücktritt auf Ende Jahr erklärt hat, vor der Parlamentssitzung in der Kreuzbleiche-Halle im Fokus der Medien.

Bild: Ralph Ribi

Folgende Beschlüsse wurden gefasst:

  • Ersatzwahlen. Philipp Schönbächler (GLP) wurde in den Stiftungsrat der Stiftung für Arbeit, Elisabeth Stadelmann-Meier (FDP) in den Verwaltungsrat der Cityparking AG gewählt.
  • Tagesbetreuung. Mit 56 Ja und zwei Enthaltungen wurden 192'000 Franken für eine provisorische Tagesbetreuung im Riethüsli genehmigt. Dazu kommt ein Nachtragskredit für 2020 von 144000 Franken. Fakultatives Referendum. Siehe separaten Text.
  • Schulhausbau. Das Parlament stimmte dem Neubau des Primarschulhauses Riethüsli zu. 47,8 Millionen kosten die Neubauten: obligatorisches Referendum mit Volksabstimmung im Herbst. Der Planungskredit umfasst 1,1 Millionen: fakultatives Referendum. Siehe separaten Text.
  • Rückhaltebecken. Das Stadtparlament hiess das Projekt für ein Regenrückhaltebecken im ehemaligen Kinosaal des Rex gut. Siehe Meldung unten.
  • ÖV-Wendeplätze. Die Buswendeplätze im Neudorf und im Heiligkreuz können saniert und ausgebaut werden. Fakultatives Referendum. Ausführlichere Meldung unten.
  • Teufener Strasse. Das Parlament bewilligte 2,6 Millionen Franken für Instandstellung und Neugestaltung der Teufener Strasse von der David- bis zur Oberstrasse. Fakultatives Referendum.
  • Firmenabos. Mit 49 Ja, sieben Nein bei zwei Enthaltungen genehmigte das Parlament die Einführung von Ostwind-Firmenabos für die Verwaltung. Es hiess damit Kosten von jährlich 500'000 Franken gut. Fakultatives Referendum.
  • Forschung. Die Stadt verlängert die Partnerschaft mit dem «HSG Smart Government Lab» und unterstützt dessen Forschungen bis 2024 mit jährlich 30000 Franken.
  • Schottergärten. Gegen den Antrag des Stadtrats erklärte das Parlament das Postulat «Keine Schottergärten in der Stadt St.Gallen» von Doris Königer, Guido Berlinger und Marlene Bodenmann (alle SP) knapp erheblich. Der Stadtrat muss also über das Thema Bericht erstatten. Siehe separate Meldung unten.
  • Eiszauber. Peter Olibet (SP) ist mit der stadträtlichen Antwort auf seine Interpellation «‹Eiszauber› auf der Kreuzbleiche II» nicht zur Gänze zufrieden. Diskussion.
  • Globalbudget. Jürg Brunner taxiert die Antwort des Stadtrats auf die Interpellation «Globalbudget» von René Neuweiler und ihm selber (beide SVP) als «sehr gut». Es gebe im Bereich der Budgetierung aber sehr wohl Reformbedarf.
  • Solidarität. Jenny Heeb (SP) und Christian Huber (Junge Grüne) zeigten sich zufrieden mit der Antwort des Stadtrats auf die Interpellation «Städte der Solidarität».
Dienstag, 28. April - 21.30 Uhr

Postulat gegen Schottergärten überwiesen: Natur in privaten Gärten fördern - Stadtrat muss Bericht schreiben

(dag/vre) Der Stadtrat muss dem Parlament in einem Bericht erläutern, wie er sich für mehr Biodiversität in privaten Gärten einsetzen will. Der Rat hat am Dienstag ein entsprechendes Postulat von Doris Königer, Guido Berlinger-Bolt und Marlene Bodenmann (alle SP) mit 30 zu 28 Stimmen und gegen den Willen der Stadtregierung erheblich erklärt – mit abgeändertem Wortlaut.

Schottergarten: Die knappe Mehrheit des St.Galler Stadtparlaments wollte gestern mit Überweisung eines Postulats ein Zeichen gegen solche Steinwüsten im Siedlungsgebiet setzen.

Schottergarten: Die knappe Mehrheit des St.Galler Stadtparlaments wollte gestern mit Überweisung eines Postulats ein Zeichen gegen solche Steinwüsten im Siedlungsgebiet setzen.

Bild: Bruno Kissling

Konkret lautet der Auftrag an die Stadt nun, zu prüfen, wie der ökologische Ausgleich umgesetzt werden kann und zum Beispiel Schottergärten verhindert werden können, um der Klimaerwärmung lokal entgegenzutreten und die Biodiversität in der Stadt zu fördern. Doris Königer (SP) sagte ebenso wie Christian Huber von der Fraktion der Grünen und Jungen Grünen, es brauche eine Handhabe gegen Steinwüsten rund um Häuser.

Auf weniger Gegenliebe stiess der Vorstoss rechts der Mitte: René Neuweiler von der SVP-Fraktion sprach von «unnötiger Law-and-Order-Politik» und einem Eingriff in die Freiheit der Hauseigentümer. Baudirektorin Maria Pappa betonte, dass ein Bericht keinen Mehrwert schaffe, weil die Stadt bereits heute bei grösseren Bauprojekte mit Sondernutzungsplänen auf Biodiversität achte. Für Vorschriften bei Projekten in Regelbauweise fehle hingegen die rechtliche Grundlage.

Dienstag, 28. April - 21:11 Uhr

Stadtparlament begrüsst innovative und kostenneutrale Lösung: Grosser Saal des alten Kino Rex wird zum Regenrückhaltebecken

(vre) Das Stadtparlament hat am Dienstag die unkonventionelle Idee, den grossen Saal im alten Kino Rex am Blumenbergplatz als Rückhaltebecken bei Starkregen zu verwenden einhellig gutgeheissen. Der Kredit dafür von 580'000 Franken wurde mit 58 Ja, ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen.

Im Saal des alten Kino Rex kann ein Regenrückhaltebecken eingebaut werden. Das Gewölbe wird fürs Neubauprojekt, dem das alte Kino weichen soll, nicht gebraucht. Statt es aufzufüllen und zu versiegeln wird es nun als Entlastungsbecken für Starkregen eingesetzt.

Im Saal des alten Kino Rex kann ein Regenrückhaltebecken eingebaut werden. Das Gewölbe wird fürs Neubauprojekt, dem das alte Kino weichen soll, nicht gebraucht. Statt es aufzufüllen und zu versiegeln wird es nun als Entlastungsbecken für Starkregen eingesetzt.

Bild: Reto Voneschen (29.4.2020)

Es ist in einem Wahljahr selten, doch auch das gibt's: Eine stadträtliche Vorlage stösst im Stadtparlament nur auf Lob und Zustimmung und nicht eine einzige kritische Stimme. Der Idee, statt eines Kanalisationsausbaus vom Knottergässlein bis zum Schibenertor für 550'000 Franken, den nicht mehr benötigten Saal im Kino Rex für 580'000 Franken zum Rückhaltebecken für Regenwasser auszubauen, ist genau das passiert.

Von rechts bis links wurde die innovative und umweltfreundliche Idee gelobt. Donat Kuratli, der Präsident der Werkkommission, brachte die folgende Debatte bereits im ersten Votum auf den Punkt: Preiswürdige Ideen seien in der Stadt St.Gallen nicht alltäglich, diese Vorlage sei jedoch so eine Idee. Die Kosten fielen auf jeden Fall an, daher sei es richtig, sich für einen innovativen Ansatz zu entscheiden. Das Projekt sei eine einmalige Chance, die genutzt werden sollte, sagte Kuratli.

Dienstag, 28. April - 20:55 Uhr

Das Stadtparlament heisst zwei Kredite für ÖV-Bauprojekte gut: Mehr Platz für mehr Busse

(mha/vre) Der Buswendeplatz Neudorf kann für 710'000 Franken neu gestaltet und saniert werden. Der Buswendeplatz Heiligkreuz wird für 819'000 Franken ausgebaut. Der Kredit fürs Neudorf wurde am Dienstag im Stadtparlament mit 52 Ja, bei sechs Nein und einer Enthaltung genehmigt. Jener fürs Heiligkreuz wurde mit 51 Ja, bei drei Nein und drei Enthaltungen gutgeheissen. Kritik hatte es an beiden Vorlagen gegeben.

Der Buswendeplatz im Neudorf kann saniert und neu gestaltet werden.

Der Buswendeplatz im Neudorf kann saniert und neu gestaltet werden.

Bild: Benjamin Manser (31.3.2020)

Die SVP stellte sich gegen die Neugestaltung des Buswendeplatzes Neudorf. «Man will hier etwas bauen und sanieren, ohne zu wissen, ob die Ausbauten jemals genützt werden», begründete Donat Kuratli die Ablehnung. Die Vorlage sieht eine zusätzliche Haltekante vor. Diese wird benötigt, sollte der ÖV dereinst wie geplant ausgebaut werden. Zudem sollen hier andere Buslinien bei Strassensperrungen halten können.

Der Buswendeplatz Heiligkreuz muss ausgebaut werden. Die Haltekante mit einer Länge von 40 Metern ist in Einzelfällen schon heute zu kurz. Ab Sommer 2021, wenn E-Busse auf den Linien 3, 4 und 6 verkehren, wird die Haltekante definitiv zu kurz sein. Die Stadt hat den Ausbau vorgezogen, weil das Pflegeheim Heiligkreuz derzeit am Wendeplatz neu baut und Synergien genutzt werden können. Kritik kam hier von der CVP/EVP-Fraktion, die das Geschäft als nicht wirklich dringlich einstufte.

Der Buswendeplatz im Heiligkreuz.

Der Buswendeplatz im Heiligkreuz.

Bild: Reto Voneschen (24.4.2020)

Diskutiert wurde in Zusammenhang mit der Vorlage für den Buswendeplatz Heiligkreuz auch die Erhaltung einer Platane. Ihr Schutz vor den Bauarbeiten kostet 20'000 Franken. Die SP/Juso/PFG-Fraktion wie auch jene von Grünen und Jungen Grünen unterstützen diesen Schritt. Grosse Bäume seien gerade angesichts des Klimawandels für die Lebensqualität im Siedlungsgebiet wichtig, hiess es etwa.

Dienstag, 28. April - 20:10 Uhr

Geburtstag zu Zeiten des Coronavirus: «Bitte drei Mal hupen!»

(vre) Trotz ersten Lockerungsschritten bei den Anti-Corona-Massnahmen: Wir sind noch lange nicht wieder dort, wo wir Mitte März aufgehört haben. So sind etwa simple Dinge, wie einen runden Geburtstag zu feiern, immer noch ziemlich kompliziert bis unmöglich. Gut, wenn man darob seinen Humor nicht verliert und Klippen mit Ideenreichtum zu umschiffen weiss.

Geburtstagswünsche am Dienstagnachmittag an einer Strasse in Abtwil.

Geburtstagswünsche am Dienstagnachmittag an einer Strasse in Abtwil.

Bild: Leserreporterin

Wie jene, die in einem Wohngebiet in Abtwil vermutlich wegen der Anti-Corona-Regeln auf die Geburtstagsparty von Christoph verzichten müssen, dem Geburtstagskind aber trotzdem eine Freude machen wollten. Bleibt mit Rücksicht auf die Nachtruhe der Nachbarn zu hoffen, dass sich die Gratulationshuperei nicht zu weit in den Abend hinein zieht. Aber eine Party zum runden Geburtstag kann ja auch schön laut werden...

Dienstag, 28. April - 18:00 Uhr

Zwei Kollisionen auf der St.Galler Stadtautobahn

(evw) Kurz nach 17 Uhr und nochmals um 17.20 Uhr ist es auf der St.Galler Stadtautobahn in Richtung Rheineck zu zwei Auffahrkollisionen gekommen. Laut FM1Today ereigneten sich beide Kollisionen zwischen dem Rosenbergtunnel und der Verzweigung Meggenhus. Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, sagt gegenüber FM1Today, dass niemand verletzt wurde.

Die Aufräumarbeiten stehen noch am Anfang, die Überholspur ist gesperrt. Auf dem Streckenabschnitt müssen die Autofahrer mit Wartezeiten von bis zu rund 50 Minuten rechnen.

Dienstag, 28. April - 15:19 Uhr

Gewerkschaftsbund St.Gallen gibt sich kämpferisch zum 1. Mai: «Solidarität. Jetzt erst recht!»

(pd/evw) «Der 1. Mai ist der internationale Tag der Solidarität mit den Arbeitnehmenden aller Länder», schreibt der Gewerkschaftsbund St.Gallen in einer Medienmitteilung. Besonders in Zeiten der Coronakrise sei die Solidarität und somit der 1. Mai besonders wichtig. Nach dem Motto «Solidarität. Jetzt erst recht», setze sich der St.Galler Gewerkschaftsbund weiterhin für sichere Arbeitsbedingungen, gute Löhne in allen Berufen und genügende Absicherung für Personen in prekären Arbeits- und Erwerbsverhältnissen ein.

In Zeiten von Corona sei Solidarität besonders wichtig. Daher auch der Slogan «Solidarität. Jetzt erst recht!»

In Zeiten von Corona sei Solidarität besonders wichtig. Daher auch der Slogan «Solidarität. Jetzt erst recht!»

Bild: PD

An diesem 1. Mai gehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gemäss dem Communiqué wegen der Coronakrise für einmal nicht auf die Strasse, sondern vereinigen sich auf andere Weise: «Die Solidarität bekunden wir mit roten Tüchern, die wir aus Fenstern und von Balkonen hängen, mit überdimensionierten 1.- Mai-Bändeln und 1.-Mai-Plakaten, mit Video-Statements in den Sozialen Medien. Die Coronakrise wollen wir als Chance nutzen, die Solidarität zu verstärken und die Wirtschaft zu verändern!»

Weiter heisst es in der Medienmitteilung, dass die Krise gemeinsam gemeistert und solidarisch finanziert werden müsse. Mehr Informationen zum 1. Mai finden sich hier.

Dienstag, 28. April - 15:00 Uhr

Nationalrat Nicolo Paganini ist neuer Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes

(pd/evw) Die Generalversammlung des Schweizer Brauerei-Verbandes (SBV) hat am 28. April den St.Galler CVP-Nationalrat Nicolo Paganini einstimmig zum neuen Ppräsidenten gewählt, heisst es in einer Medienmitteilung des SBV. Damit löse Paganini an der Spitze dieser über 140-jährigen Branchenorganisation alt Nationalrat Markus Zemp ab, der den Verband über zwölf Jahren sehr erfolgreich geführt habe.

Der St.Galler CVP-Nationalrat Nicolo Paganini ist neuer Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes.

Der St.Galler CVP-Nationalrat Nicolo Paganini ist neuer Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes.

Bild: Nik Roth

Für die Wahl von Paganini war es laut Mitteilung entscheidend, dass er schon zahlreiche Erfahrungen in Berufs- und Branchenverbänden sammeln konnte. Unter anderem sei er von 2011 bis Ende März 2020 Direktor der Genossenschaft Olma-Messen St.Gallen gewesen. Seit diesem Jahr amtet er als Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes. Paganini verfüge als Nationalrat über gute Verbindungen und kenne sich als Schweizer Bier-Sommelier bestens mit Bier und der Braubranche aus.

Dienstag, 28. April - 14:30 Uhr

SVP reagiert auf Corona-Stellungnahme von CVP, FDP und GLP: Zusammenstehen, um die Krise gemeinsam zu meistern

(pd/vre) Die SVP-Fraktion im St.Galler Stadtparlament reagiert kurz vor der Parlamentssitzung vom Dienstagnachmittag auf eine Mitteilung von CVP, FDP und Grünliberalen zur Bewältigung der Coronakrise. Die Stadt St.Gallen stehe dabei vor grossen finanz- wie gesellschaftspolitischen Aufgaben, geht die SVP-Fraktion mit den drei anderen Parteien einig. Da man die Krise nur gemeinsam meistern könne, will sie auch Hand für überparteiliche Lösungen bieten.

Heute Nachmittag tagt das St.Galler Stadtparlament in der Sporthalle Kreuzbleiche. Dabei werden sicher weitere Vorstösse zur Bewältigung der Coronakrise eingereicht. Die SVP äussert sich zu diesen im Vorfeld.

Heute Nachmittag tagt das St.Galler Stadtparlament in der Sporthalle Kreuzbleiche. Dabei werden sicher weitere Vorstösse zur Bewältigung der Coronakrise eingereicht. Die SVP äussert sich zu diesen im Vorfeld.

Bild: Reto Voneschen (28.4.2020)

Einen «selbstauferlegten Maulkorb, wie das andere bürgerliche Parteien fordern», lehnt die SVP hingegen ab. Die Fraktion ist im Gegenteil davon überzeugt, dass alle Akteure der Politik aktiv werden und sich «um die wichtigen und richtigen Probleme» von Stadt und Wählerschaft kümmern müssen. Das Parlament dürfe «kein Schönwetterparlament sein», das sich ausschliesslich um die Höhe von Randsteinen bei ÖV-Haltestellen kümmere, hält die SVP-Fraktion in ihrer Mitteilung fest.

Wichtig sei, dass man sich jetzt auf die Kernaufgaben der Stadt konzentriere und versuche, gemeinsam die Herausforderungen zu meistern. Aus diesem Grund werden viele Mitglieder der SVP-Fraktion sinnvolle Vorstösse von links bis rechts unterstützen, welche versuchen, die aktuellen Probleme konstruktiv in Angriff zu nehmen. Natürlich hofft die SVP-Fraktion im Gegenzug, dass Vorstösse ihrer Mitglieder ebenfalls überparteilich unterstützt werden.

Dienstag, 28. April - 13:53 Uhr

Erste St.Galler Bratwurst- und Bürlitage: Eine Premiere in ganz speziellen Zeiten

(pd/vre) Am 1. und 2. Mai finden die ersten Bratwurst- und Bürlitage statt. Die Aktion wird gemäss Mitteilung der Sortenorganisation «St.Galler Bratwurst» durch eine historische Partnerschaft mit dem Bäcker- und Confiseurverband möglich. Mit der Aktion wollen Bratwurst- und Bürlimacher den Stolz auf ihr traditionsreiches Handwerk wecken. In der Coronakrise sind die Tage jetzt auch als Dankeschön der Metzgereien und Bäckereien an ihre neuen Kundinnen und Kunden gedacht.

Bratwurst-Herstellung bei der Metzgerei Bechinger in St.Georgen.

Bratwurst-Herstellung bei der Metzgerei Bechinger in St.Georgen.

Bild: Raphael Rohner (3.3.2019)

Die Bratwurst- und Bürlitage funktioneren ganz einfach: Wer bei einer der 33 Metzgereien der Sortenorganisation «St. Galler Bratwurst» vier Bratwürste kauft, erhält dazu einen Gutschein für vier St.Galler Handbürli. Der Gutschein lässt sich bis spätestens 30. Mai in mehr als 80 Bäckereien von Altstätten bis Zuzwil einlösen. Alle teilnehmenden Betriebe sind aufgelistet auf sg-bratwurst.ch und www.sg.obc.ch.

Dienstag, 28. April - 12:25 Uhr

Die grosse Umleitung an der St.Leonhard-Strasse fordert viele Autofahrerinnen und Autofahrer

(vre) Seit Montag wird auf dem Verkehrsknoten St.Leonhard- und Gäbrisstrasse gebaut. Die Hauptachse ist damit für Privatautos zwischen Leonhardspärklein und Restaurant Tibits in beide Fahrtrichtungen nicht mehr passierbar. Das städtische Tiefbauamt hat eine Umfahrung über die Kessler-, David- und Kornhausstrasse eingerichtet.

Die St.Leonhard-Strasse mit Blick stadteinwärts. Auf Höhe des Leonhardspärklein ist bereits die künftige Verkehrsfürhung auf den Boden gemalt.
12 Bilder
Umleitung: Am ende des Leonhardspärkleins wird der Verkehr in die Kesslerstrasse umgeleitet. Geradeaus geht's aufgrund der Bauarbeiten am Verkehrsknoten Gäbris-/St.Leonhard-Strasse bis im Juni nur noch für Busse und Postautos.
Kreuzung Kessler- und Vadianstrasse: Hier kreuzt die Umleitung den Veloweg.
Einmündung Kessler- und Davidstrasse: Hier führt die Umleitung nach links hinter den Neumarkt.
Die vielen von links her einbiegenden Autos sind für jene, die auf der Davidstrasse unterwegs sind ungewöhnlich,...
...was der Stadtpolizei bewusst ist, wie man der Signalisation auf der Davidstrasse stadteinwärts ansieht.
Der Knoten David-, Kornhaus-, Gartenstrasse, Schochengasse und Teufener Strasse verunsichert offensichtliche viele Autofahrerinnen und Autofahrer, die erstmals seit Signalisation der Umleitung hier unterwegs sind.
Jene, die hier in die Kornhausstrasse einbiegen und Richtung St.Leonhard-Strasse fahren, tun etwas, was in normalen Zeiten seit Jahrzehnten verboten ist.
Zweispurige Verkehrsführung auf der Kornhausstrasse Höhe Vadianstrasse.
Der Knoten Kornhaus- und St.Leonhard-Strasse.
Hier führt die Umleitung Richtung Broderbrunnen.
Der Plan der grossen Umleitung an der St.Leonhard-Strasse. Sie ist seit Montag signalisiert und voraussichtlich bis Mitte Juni in Betrieb.

Die St.Leonhard-Strasse mit Blick stadteinwärts. Auf Höhe des Leonhardspärklein ist bereits die künftige Verkehrsfürhung auf den Boden gemalt.

Bilder: Reto Voneschen (28.4.2020)

Der Verkehr wird seit Montag umgeleitet. Und die neue Verkehrsführung fordert viele Autofahrerinnen und Autofahrer, die erstmals den Bogen um die Neumärkte machen. Das zeigt ein Augenschein am Dienstagmorgen. Ein neuralgischer Punkt ist die Kreuzung Kessler- und Vadianstrasse: Hier kreuzen sich die Umleitung und der Veloweg, was auch den Velofahrern eine Verhaltensanpassung abfordern dürfte.

Unsicher waren sich auch viele Autofahrerinnen und Autofahrer auf dem grossen Knoten David-, Kornhaus-, Gartenstrasse, Schochengasse und Teufener Strasse hinter dem Neumarkt. Hier dürfen jene, die wieder nach links zur St.Leonhard-Strasse wollen (oder auch jene, die via Schochengasse vom Riethüsli her in die Stadt wollen) etwas tun, was seit vielen Jahren den Bussen vorbehalten ist: Sie dürfen die Kornhausstrasse hinunter fahren.

Die Umleitung für die St.Leonhard-Strasse über die Kessler-, David- und Kornhausstrasse.

Die Umleitung für die St.Leonhard-Strasse über die Kessler-, David- und Kornhausstrasse.

Illustration: Tiefbauamt Stadt SG

Klar ist: Das Befahren der Umleitung mit einigen neuralgischen Punkten braucht eine Angewöhnungszeit. Erfreulich war am Montagmorgen, dass alle während einer Stunde beobachteten Autofahrerinnen und Autofahrer sich entsprechend vorsichtig verhielten. Dessen ist sich auch die Stadtpolizei bewusst.

Neue Verkehrssignalisationen seien immer gewöhnungsbedürftig. Das sei eine alte Erfahrung, sagt Polizeisprecher Dionys Widmer auf Anfrage. Die Polizei behalte die Situation auf der Umleitung für die St.Leonhard-Strasse daher in den nächsten Tagen auch im Auge. Und falls sich zeige, dass etwas nicht funktioniere, stehe man auch für Anpassungen bereit.

Dienstag, 28. April - 10:05 Uhr

Baustelle am Schibenertor: Mit Rücksicht auf den Verkehr wird teilweise auch in der Nacht gelocht

(sk/vre) Ab Donnerstag wird auch am Schibenertor gegraben. Tiefbauarbeiten führen hier die St.Galler Stadtwerke durch. Sie dauern rund einen Monat. Um Einschränkungen für den Verkehr möglichst gering zu halten, wird in zwei Bauphasen für Strassenquerungen auch in der Nacht gearbeitet. Die Arbeiten sind Teil des Sanierungsprojekts der Gleichrichteranlagen der Verkehrsbetriebe.

Bis voraussichtlich Ende Mai verlegen die Stadtwerke im Bereich der Kreuzung Oberer Graben, Unterer Graben, Bahnhofstrasse, Blumenberg- und Marktplatz Kabelschutzrohre. Anschliessend werden darin gemäss Mitteilung Stromleitungen für das VBSG-Fahrleitungsnetz eingezogen. Bei den Tiefbauarbeiten sind zwei Strassenquerungen nötig.

Am Schibenertor wird ab Donnerstag gebaut. Vom 4. bis 9. Mai sowie vom 18. bis 20. Mai werden in den Nachstunden Strassenquerungen gegraben.

Am Schibenertor wird ab Donnerstag gebaut. Vom 4. bis 9. Mai sowie vom 18. bis 20. Mai werden in den Nachstunden Strassenquerungen gegraben.

Bild: Urs Bucher (19.6.2017)

Die Nachtarbeiten beim Blumenbergplatz zwischen dem Unteren Graben und der Bahnhofstrasse 2 erfolgen vom, 4. bis 9. Mai, täglich zwischen 19 und 5 Uhr. Der Strassenabschnitt ist während dieser Zeiten für den Individualverkehr gesperrt; der öffentliche Verkehr fährt auf der üblichen Route.

Für die Querung beim Union-Gebäude finden die Nachtarbeiten vom 18. bis 20. Mai, ebenfalls täglich zwischen 19 und 5 Uhr statt. Auch hier ist eine Vollsperrung für den Individualverkehr nötig, während der öffentliche Verkehr über die mittlere Spur zum Marktplatz gelangt. Je nach dem nächtlichen Baufortschritt regeln tagsüber Verkehrskadetten den Verkehr.

Montag, 27. April - 18:17 Uhr

Livestream der Erfreulichen Uni des Kulturzentrums Palace: Flüchtlingselend in der Ägäis und was man dagegen tun kann

(pd/vre) Morgen Dienstag, 20.15 Uhr, widmet sich die Erfreuliche Uni des Kulturzentums Palace der Flüchtlingskrise in der Ägäis. Aufgrund der Coronakrise wird die «Vorlesung» unter dem Titel «Humanitärer Notstand und politische Ohnmacht» mit einer Liveschaltung zur Insel Lesbos in einem Livestream auf Youtube verbreitet.

Das übervolle Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos: Von hier berichten Freiwillige der Organisation Aid hoc am Dienstagabend im Livestream der Erfreulichen Uni des Kulturzentrums Palace.

Das übervolle Flüchtlingscamp Moria auf der griechischen Insel Lesbos: Von hier berichten Freiwillige der Organisation Aid hoc am Dienstagabend im Livestream der Erfreulichen Uni des Kulturzentrums Palace.

Bild: Aggelos Barai/AP (6.4.2020)

Thema des Anlasses ist die Verschärfung der Lage in den griechischen Flüchtlingscamps an der europäischen Aussengrenze. Den Geflüchteten auf der griechischen Ägäis-Insel Lesbos mangelt es beispielsweise an elementarsten Gütern wie Wasser, Obdach und medizinischer Versorgung. Lager wie jenes von Moria werfen für die Macherinnen und Macher der Erfreulichen Uni ein Schlaglicht auf die gescheiterte EU-Migrationspolitik, für die die Schweiz als Dublin-Staat mitverantwortlich ist.

Im Rahmen des Anlasses vom Dienstagabend berichten auch Vertreter von Hilfsorganisationen über die Situation und ihre Arbeit in den Flüchtlingscamps. Jonas Härter und Daniela Grüdel sind derzeit für Aid hoc auf Lesbos aktiv. Per Fernschaltung berichten sie am Dienstagabend von der Situation vor Ort. An der Diskussion nimmt die Genfer Ständerätin Lisa Mazzone von den Grünen teil. Das Gespräch wird moderiert von Kaspar Surber (Redaktor WOZ).

Montag, 27. April - 17:57 Uhr

Livia Angehrn kommt zum UHC Waldkirch-St.Gallen zurück: Starkes Torhüter-Trio für die nächste Saison des NLB-Teams

(pd/vre) Nach zwei Spielzeiten in der NLA kehrt Goalie Livia Angehrn zum Unihockey-Club (UHC) Waldkirch-St.Gallen zurück. Mit Angehrn sowie den bisherigen Torhüterinnen Nicole Sieber und Charlotte Johnsrud kann das NLB-Frauenteam von Waldkirch-St.Gallen mit einem starken Torhüterinnen-Trio in die kommende Saison starten.

Livia Angehrn 2018 im Tor des Unihockey-Clubs Waldkirch-St.Gallen.

Livia Angehrn 2018 im Tor des Unihockey-Clubs Waldkirch-St.Gallen.

Bild: Niklaus Schmid/PD

Livia Angehrn hat den UHC Waldkirch-St.Gallen 2018 nach dem Abstieg von der NLA in die NLB verlassen. Sie wechselte zuerst zu den Red Ants Rychenberg-Winterthur, danach zu Meisterkandidat Piranha Chur. Hier war sie aufgrund einer Verletzung von Stammtorhüterin Jill Münger ab Dezember die Nummer 1. Statt um den Titel zu spielen, musste die 24-Jährige den vorzeitigen Saisonabbruch zur Kenntnis nehmen.

Auf die nächste Saison kehrt Angehrn zum UHC Waldkirch-St.Gallen zurück. Grund dafür waren die langen Trainingswege nach Chur als auch nach Winterthur. «Das habe Kraft gekostet», sagt die Oberstufenlehrerin, die in der Region St. Gallen arbeitet. Obwohl sie die Zeit in der NLA sehr genossen habe, sei für sie der Zeitpunkt richtig, zurückzukehren. Sie hoffe, mit ihren Erfahrungen zum künftigen Erfolg des Teams beitragen zu können, wird Livia Angehrn in einer Mitteilung zitiert.

Montag, 27. April - 17:37 Uhr

Gemeinsame Mitteilung von CVP, FDP und Grünliberalen zur Coronakrise: «Parteipolitik muss jetzt hinten anstehen»

(pd/vre) SVP, SP und Grüne haben sich bereits in den vergangenen Wochen und Tagen auf städtischer Ebene mit Forderungen zur Coronakrise zu Wort gemeldet. CVP, FDP und Grünliberale tun das jetzt am Dienstag mit einem gemeinsamen Communiqué. Sie mahnen zu Zurückhaltung «mit parteipolitischen Forderungen». Aktionismus sei der falsche Weg und habe, weil im Herbst Wahlen seien, auch «einen faden Beigeschmack».

CVP, FDP und Grünliberale der Stadt St.Gallen stellen sich hinter «die pragmatischen Massnahmen», welche der Stadtrat bisher beschlossen und kommuniziert hat. Sie umfassten Lösungen zur Existenzsicherung für viele in Not geratene Menschen, zur Unterstützung des Gewerbes sowie für die Weiterexistenz der lokalen Kulturinstitutionen. Damit könne den von der Krise Betroffenen rasch und effektiv geholfen werden, schreiben die drei Stadtparteien.

Die aktuelle Zeit fordere die gesamte Bevölkerung, die Wirtschaft und die Verwaltung enorm, heisst es in der Mitteilung weiter. Die letzten Wochen hätten gezeigt, «dass wir mit Zusammenhalt und Solidarität diese Krise meistern werden». Es sei nun wichtig, bei den bevorstehenden Schritten zurück in Richtung Normalität, den Zusammenhalt aufrechtzuerhalten und nicht in parteipolitischen Aktionismus auf Gemeindeebene zu verfallen.

Zusätzliche Forderungen, wie sie die Grünen gestellt hätten, seien nicht zielführend, schreiben CVP, FDP und GLP. Die Verwaltung stehe unter Druck, Gesellschaft und Wirtschaft zu unterstützen. Nach dem Stillstand sei es für Verwaltung und Politik wichtig, aus Fehlern zu lernen und die Weichen so zu stellen, dass man für künftige Krisen gewappnet sei. Dafür brauche es jetzt Zusammenhalt und keine Forderungen, die das System unnötig belasteten, schreiben CVP, FDP und Grünliberale.

Montag, 27. April - 17:10 Uhr

Das Stadtparlament tagt in der Sporthalle Kreuzbleiche - ohne Publikum, dafür mit Livestream und Liveticker

(sk/vre) Coronavirus hin oder her, das politische Leben muss weitergehen: Daher tagt morgen Dienstag das St.Galler Stadtparlament. Allerdings wird's keine Sitzung wie gewohnt: Um die Distanzregel einhalten zu können, tagt das Parlament in der Sporthalle Kreuzbleiche. Auch Publikum ist nicht zugelassen. Dafür wird die Sitzung in Bild und Ton live auf Youtube übertragen. Wie üblich gibt's auch einen Liveticker zum Mitlesen.

Die Sporthalle Kreuzbleiche: Hier tagt am Dienstagnachmittag erstmals in seiner Geschichte das St.Galler Stadtparlament.

Die Sporthalle Kreuzbleiche: Hier tagt am Dienstagnachmittag erstmals in seiner Geschichte das St.Galler Stadtparlament.

Bild: Hanspeter Schiess

Beginn der Parlamentssitzung ist wie üblich um 16 Uhr. Die Sitzung ist «open ended», das heisst alle Traktanden werden abgearbeitet. Der grösste Brocken der ursprünglich traktandierten 15 Geschäfte, die Anschubfinanzierung der neuen Spitex St.Gallen AG ist allerdings noch nicht behandlungsreif und wird daher verschoben. Grösster Brocken ist damit der Neubau des Schulhauses Riethüsli (Traktandum 4). Quasi dazu gehört eine Übergangslösung für die Tagesbetreuung in diesem Quartier (Traktandum 3).

  1. Ersatzwahl Stiftungsrat Stiftung für Arbeit.
  2. Ersatzwahl Verwaltungsrat City Parking St.Gallen AG.
  3. Übergangslösung Tagesbetreuung Riethüsli.
  4. Neubau Primarschulhaus Riethüsli: Planungs- und Ausführungskredit.
  5. Regenrückhaltebecken im ehemaligen Kino Rex.
  6. Neugestaltung Buswendeplatz Neudorf.
  7. Ausbau Buswendeplatz Heiligkreuz.
  8. Instandstellung und Neugestaltung Teufener Strasse von der David- bis zur Oberstrasse.
  9. Gründung und Anschubfinanzierung Spitex St.Gallen AG. Verschoben.
  10. Mobilitätsmanagement Stadtverwaltung: Einführung Firmenabos.
  11. Verlängerung Partnerschaft Stadt/HSG-Smart-Government-Lab.
  12. Postulat «Keine Schottergärten in der Stadt St.Gallen»: Frage der Erheblicherklärung.
  13. Interpellation «Eiszauber II».
  14. Interpellation «Globalbudget: Ist die Zeit reif, dass die Stadt anders rechnet und rapportiert?».
  15. Interpellation «Städte der Solidarität – ist St.Gallen dabei?».
Montag, 27. April - 16:29 Uhr

Pusteblume in der Abendsonne

Leserbild. Robert Scherrer fotografierte den Löwenzahn im Abendlicht.

Leserbild. Robert Scherrer fotografierte den Löwenzahn im Abendlicht.

Montag, 27. April - 15:15 Uhr

Ein Exot, der sicher nicht in den Gübsensee gehört: Spaziergänger fischt exotische Schildkröte aus dem Wasser

(vre) Reaktionsschnell reagiert hat am vergangenen Freitag am Gübsensee «Tagblatt»-Leser Andreas Dudli. Auf einem Spaziergang rund um den Stausee im Westen der Stadt entdeckte er im flachen Wasser am Nordufer eine Schildkröte. Kurzerhand schob er das Tier mit einem Stock näher ans Ufer und fischte es dann heraus.

Ein Anruf bei der Stadtpolizei habe dann Klarheit gebracht, berichtet der erfolgreiche Schildkröten-Fischer der Redaktion von «Tagblatt online» in einer Mail. Die exotische Wasserschildkröte, die definitiv nicht in den Gübsensee gehört, war kurz zuvor bereits einmal gesichtet und gemeldet worden. Eine Polizeipatrouille holte das Panzertier auf dem Gübsensee-Parkplatz ab und brachte es in eine Reptilien-Auffangstation.

Beim Spazieren bot sich Andreas Dudli am Freitagabend dieses Bild: Im flachen Wasser hockte eine Schildkröte.
5 Bilder
Andreas Dudli mit der gefangenen Gelbwangen-Schildkröte.
Die eingefangene Schildkröte vor der Übergabe an die Stadtpolizei. Das Tier war - allenfalls aufgrund der tiefen Wassertemperatur - ziemlich lethargisch. Zudem blättert der Panzer.
Eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte beim Sünnelen. Ihren Namen hat das Tier von den gelben Streifen im Gesicht und dem auffälligen gelben Bauch.
Der aktuelle Fang der Gelbwangen-Schmuckschildkröte weckt Erinnerungen: 2013/14 sorgte diese Chinesische Weichschildkröte am Gübsensee für Aufregung. Nach einer ersten Sichtung im September 2013 konnte sie Ende April 2014 eingefangen und ebenfalls einem Spezialisten übergeben werden.

Beim Spazieren bot sich Andreas Dudli am Freitagabend dieses Bild: Im flachen Wasser hockte eine Schildkröte.

Bilder: Andreas Dudli (23.4.2020)

Sprecher Dionys Widmer bestätigte auf Anfrage, dass Angehörige der Stadtpolizei am frühen Freitagabend die Schildkröte am Gübsensee in Empfang genommen und - wie in solchen Fällen üblich - einem Spezialisten übergeben haben. Provisorisch identifiziert wurde das eingefangene Tier als Gelbwangen-Schildkröte. Der aktuelle Fang erinnert an eine andere exotische Schildkröte, eine chinesische Weichschildköte, die im April 2014 im Gübsensee gefangen wurde.

Gelbwangen-Schildkröte

Beliebt bei privaten Halterinnen und Haltern

(vre) Die Gelbwangen-Schildkröte oder Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta) ist gemäss Wikipedia eine sehr bekannte Schildkröten-Unterart und gilt in weiten Teilen der Welt als «die typische Wasserschildkröte», da sie in grosser Zahl im Zoohandel anzutreffen sind. Diese Tiere stammen oft aus US-Zuchtfarmen.

Aufgrund von Importbeschränkungen hat die Gelbwangen-Schildkröte in Europa ihre Verwandte, die vormals beliebte Rotwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta elegans), etwas vom Markt verdrängt. Die Gelbbauch-Schildkröte stammt aus ruhigen Gewässern der USA zwischen Südost-Virginia und dem nördlichen Florida. Sie kommt aufgrund ausgesetzter Tiere heute auch in Zentraleuropa vor. Ob sich die Tiere hier vermehren können, ist noch nicht erforscht.

Montag, 27. April - 14:40 Uhr

Coronasegen vom Grossacker-Kirchturm: Matthias Wenk mit Bauhelm und Volle

(pd/vre) Am Sonntagabend hat Matthias Wenk die Reihe der St.Galler Segensrufe zur Coronazeit fortgesetzt. Der bekannte katholische Seelsorger, der früher auch schon als Bauarbeiter tätig war, stieg dafür ausgerüstet mit Bauhelm und Volle - dem hölzernen Trichter, mit dem traditionellerweise der Alpsegen gerufen wird - auf den derzeit wegen Sanierungsarbeiten eingerüsteten Grossacker-Kirchturm in St.Fiden.

Der «St.Galler Stadtsäge», den Wenk gerufen hat, steht in der Tradition des Alpsegens. Gestartet wurde die Reihe der Segensrufe am Ostermontag von Pfarrerin Marilene Hess vor dem Kloster Notkersegg. Am 19. April rief Alois «Wisi» Ebneter den Segen vom Dach der ökumenischen Halden-Kirche. Dritter im Bund war jetzt Matthias Wenk vom Turm im Grossacker:

Die Segensrufe werden jeweils von Andreas Schwendener aufgezeichnet. Er stellt sie auf seinem Youtube-Kanal zur Verfügung.

Montag, 27. April - 12:35 Uhr

Pläne für neue Olma-Halle 1 liegen ab Mittwoch öffentlich auf

(vre) In den kommenden Jahren wird sich am östlichen Ende des St.Galler Messeareals einiges verändern. Zum einen wird hier die Stadtautobahn überdeckt. Zum anderen wird die heutige Olma-Halle 1 abgebrochen und durch einen Neubau auf dem Autobahndeckel ersetzt. Die Vorarbeiten am Deckel sind bereits 2019 gestartet. Ebenfalls bereits begonnen haben die Abbrucharbeiten an der alten Olma-Halle.

Die alte Olma-Halle 1 Mitte April. Die Abbrucharbeiten im Inneren haben bereits begonnen.
15 Bilder
Strassenbaustelle am Schellenweg. Hinten in der Baugrube die Betonpfosten, auf denen der Deckel über die Stadtautobahn liegen wird. Ganz hinten die alte Halle 1.
Die alte Olma-Halle 1 wird derzeit für den Abbruch vorbereitet.
Vor dem Abbruch haben sich offenbar noch Graffitikünstler an der Wand der Olma-Halle 1 ausgetobt.
Die alte Olma-Halle 1 von Osten her.
Die Fenster im ehemaligen Bürogeschoss fehlen bereits.
Ein Blick dem Splügenweg, der ehemaligen Fussgänger- und Veloverbindung, entlang in Richtung Olma-Areal. Links die Deckelbaustelle, rechts die Fassade der alten Olma-Halle 1.
Der Ostteil der alten Halle 1 wird abgebrochen.
Verbindung gekappt: Die Fussgängerpasserelle zwischen der alten Halle rechts und dem restlichen Olma-Areal ist bereits abgebrochen.
Über die Passerelle gelangten Tausende von Messebesuchern trockenen Fusses von einer Halle in die nächste.
Einer der Eingangs- und Anlieferungsbereiche der alten Halle 1.
Der Pneukran rechts hält den grossen Dachbalken aus Stahl. Der Pneukran links verhindert mit «einem Vorhang», dass Trümmer auf die Autobahn fallen. Und...
...der gelbe Bagger in der Mitte reisst Stück umd Stück aus der alten Hallenkonstruktion.
Die Situation am östlichen Ende des Olma-Areals vor dem Beginn der Bauarbeiten für den Deckel über die Autobahn und die neue Halle 1.
Noch ein Bild für Nostalgiker aus dem Jahr 1981: Die Olma-Halle 1 im Bau. Vorne die Piste, auf der heute die 1987 eröffnete Stadtautobahn verläuft.

Die alte Olma-Halle 1 Mitte April. Die Abbrucharbeiten im Inneren haben bereits begonnen.

Bild: Reto Voneschen (17.4.2020)

Jetzt macht das Grossprojekt einen weiteren Schritt im Rechtsverfahren: Ab Mittwoch liegt das Baugesuch für die neue Olma-Halle 1 öffentlich auf. Die Auflage- und Einsprachefrist dauert vom 29. April bis 28. Mai. Die Pläne können bei der städtischen Baudokumentation eingesehen werden. Ebenfalls abrufbar sollen sie ab Mittwoch im Internet sein. Parallel legt die Stadt die zum Projekt gehörigen Strassenprojekte, Teilstrassenpläne und Verkehrsanordnungen auf. Die Auflagefrist für letztere läuft bis 11. Mai; Anlaufstelle dafür ist zudem die Stadtpolizei.

Die neue Olma-Halle 1 kostet soll 122 Millionen kosten und Kapazitäten für 10'000 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig haben. Der Neubau wird 150 Meter lang, 62 Meter breit, 14 Meter hoch mit vier Metern Deckenkonstruktion. Mit 9'000 Quadratmetern Fläche soll die grösste stützenfreie Messe- und Eventhalle der Deutschschweiz entstehen. 2021/22 wird der Autobahndeckel, 2023/24 die neue Halle gebaut.

Montag, 27. April - 11:35 Uhr

Pippo Pollina kommt nicht nach St.Gallen: Als Trostpflaster gibt's einen Livestram

(pd/vre) Am 14. Mai hätte das «Theater Jetzt» mit einem weiteren Anlass in der Militärkantine sein 25-Jahr-Jubiläum feiern wollen. Die Coronakrise macht diesem «L’altro concerto» einen Strich durch die Rechnung: Pippo Pollina kann nicht live in St.Gallen auftreten. Als kleines Trostpflaster gibt's am 16. Mai, 20 Uhr, einen Livestream mit dem italienische Liedermacher und Musiker. Das kommt auch all jenen zugute, die keine Karten mehr fürs ausverkaufte Konzert bekommen haben.

Der italienische Liedermacher und Musiker Pippo Pollina.

Der italienische Liedermacher und Musiker Pippo Pollina.

Bild: PD (5.1.2018)

Pippo Pollina wird am 16. Mai unplugged in seinem Studio in Zürich spielen. Zum Streaming lädt seine Agentur das Publikum ein, Liedwünsche per Mail an info@pippopollina.com zu schicken. Das Meistgewünschte wird dann von ihm gespielt. Hier gibt's auf Anfrage auch Infos über den Livestream von Mitte Mai. Und wer Pippo Pollina wieder einmal live erleben will, muss gar nicht lange warten: Auf seiner Tournee 2021 mit dem Palermo Acoustic Quintet soll er am 14. Januar in der St.Galler Tonhalle gastieren.

Infos zum «Theater Jetzt» gibt's hier.
Infos über Pippo Pollina und seine Tour 2021 gibt's hier.

Montag, 27. April - 10:55 Uhr

Rotmöntler Flügel-Festival geht nun ebenfalls online: Am 10. Mai ist die «Cello Rhapsody» im Livestream zu sehen und zu hören

(pd/vre) Das Flügel-Festival Rotmonten hat am 3. März entschieden, die «Cello Rhapsody» vom 26. April auf den 10. Mai zu verschieben. Obwohl es auch dann aller Voraussicht nach nicht mit Publikum stattfinden kann, will es jetzt am Durchführungstermin festhalten. Der Anlass geht einfach online: Dies sei möglich, weil man mit den wöchentlichen Online-Konzert-Gottesdiensten genügend technische Erfahrung im Livestreamen gesammelt habe, heisst es in einer Mitteilung.

Während der Coronakrise bringen Kirchen ihre Gottesdienste per Livestream in die guten Stuben. Die evangelische Kirche Rotmonten hat mit den Online-Konzert-Gottesdiensten viel Knowhow in diesem Bereich aufgebaut.

Während der Coronakrise bringen Kirchen ihre Gottesdienste per Livestream in die guten Stuben. Die evangelische Kirche Rotmonten hat mit den Online-Konzert-Gottesdiensten viel Knowhow in diesem Bereich aufgebaut.

Bild: Ralph Ribi (5.4.2020)

Am 10. Mai, ab 17 Uhr, spielen im Rahmen des Flügel-Festivals Rotmonten Fernando Gomes am Cello und Claire Pasquier am Flügel. Moderiert wird der Anlass wie üblich durch Matthias Flückiger. Detaillierte Informationen zum Konzert gibt es hier, eine Erinnerung an den Livestream kann man sich hier einrichten.

Das Flügel-Festival in Rotmonten gibt es seit 2016. Bisher haben über 3000 die Konzertreihe um den Sauter-Konzertflügel besucht. Normalerweise finden die Konzerte in der evangelischen Kirche Rotmonten statt; jetzt muss wegen der Coronakrise ins Internet ausgewichen werden.

Montag, 27. April - 10:30 Uhr

Handballturnier für Schülerinnen und Schüler verschoben: Gesucht ist ein neuer Durchführungstermin im Herbst

(pd/vre) Das aufs Wochenende vom 12. und 13. Juni angesetzte 55. Fides-Handballturnier für den Nachwuchs aus der Volksschule kann wegen der Coronapandemie nicht am vorgesehenen Termin durchgeführt werden. «Wir bedauern das sehr, aber die Gesundheit geht natürlich vor», wird Thomas Corradini in einer Medienmitteilung zitiert. Der OK-Präsident des Fides-Turniers hofft, dass der Anlass im September nachgeholt werden kann. Allenfalls auch in einer etwas anderen als der traditionellen Form.

Das Fides-Turnier ist eines der grössten Handballturniere der Schweiz. Daran nehmen jeweils Schülerinnen und Schüler von der 1. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe teil.

Das Fides-Turnier ist eines der grössten Handballturniere der Schweiz. Daran nehmen jeweils Schülerinnen und Schüler von der 1. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe teil.

Bild: Coralie Wenger

Das alljährlich in St.Gallen durchgeführte Fides-Schülerturnier ist eines der Aushängeschilder des SV Fides. Es ist mit jeweils über 130 Teams eines der grössten Handballturniere der Schweiz. Daran nehmen Schülerinnen und Schüler von der 1. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe aus Stadt und Region teil. Gekürt werden die Königinnen und Könige des Schulhandballs jeweils im Areal des Halden-Schulhauses im Osten der Stadt St.Gallen.

Montag, 27. April - 9:59 Uhr

Kunstmuseum St.Gallen bietet erstmals eine Live-Video-Führung: In der guten Stube mit der Kuratorin die Ausstellung anschauen

(vre) Heute Montag, 18 Uhr, führt Kuratorin Nadia Veronese durch die aktuelle Ausstellung von Siobhán Hapaska in der Lokremise. Aufgrund der Coronakrise tut sie das natürlich vor Ort ohne Publikum. Dieses kann ihren Ausführungen aber digital über Live-Video folgen. Während des Rundganges besteht auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Wer am Rundgang per Video-Call teilnehmen will, muss sich bis heute Montag, 16 Uhr, per Mail dazu anmelden - und zwar unter der E-Mail-Adresse kunstvermittlung@kunstmuseumsg.ch. Nach der Anmeldung werden einem die Zugangsdaten für den Video-Call zugestellt. Die Kuratorinnenführung findet in deutscher Sprache statt.

Blick in die Ausstellung von Siobhán Hapaska in der St.Galler Lokremise.

Blick in die Ausstellung von Siobhán Hapaska in der St.Galler Lokremise.

Bild: Stefan Rohner/PD

Die Künstlerin Siobhán Hapaska wurde 1963 in Belfast geboren. Heute lebt und arbeitet sie in London und Rotterdam. In ihren Plastiken finden sich politische, soziale und weltanschauliche Aspekte, es widerspiegeln sich aber auch Versatzstücke aus Technologie und Natur. Die Arbeiten der aktuellen Werkgruppe mit Titeln wie «Touch» und «Love» sind aus einem Betongewebe gestaltet, das für Notunterkünfte eingesetzt wird.

Zu den Details der Ausstellung im Internet.

Sonntag, 26. April - 13:15 Uhr

Vier Jugendliche legen sich mit einer Polizeipatrouille an: Polizisten beschimpft, bedroht und tätlich angegriffen

(stapo/vre) Zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall ist es am Samstag beim Hauptbahnhof St.Gallen bei einem Anti-Corona-Einsatz einer Patrouille der Stadtpolizei gekommen. Bei einer Personenkontrolle wurden die Polizisten von Jugendlichen beschimpft, bedroht und angegriffen. Zwei Jugendliche wurden vorübergehend festgenommen. Sie und zwei weitere werden gemäss Polizeimeldung zur Anzeige gebracht.

Am Samstag, 22.45 Uhr, suchte eine Patrouille der Stadtpolizei St.Gallen beim Hauptbahnhof das Gespräch mit fünf Jugendlichen, welche den Mindestabstand von zwei Metern zueinander nicht einhielten. Die Kontrollierten zeigten sich dabei sehr unkooperativ und uneinsichtig. Dadurch eskalierte die Situation.

Polizeibeamte kontrollieren einen Jugendlichen. Am Samstagabend ist am St.Galler Hauptbahnhof eine solche Kontrolle aus dem Ruder gelaufen: Zwei Polizisten wurden von Jugendlichen beschimpft, bedroht und angegriffen.

Polizeibeamte kontrollieren einen Jugendlichen. Am Samstagabend ist am St.Galler Hauptbahnhof eine solche Kontrolle aus dem Ruder gelaufen: Zwei Polizisten wurden von Jugendlichen beschimpft, bedroht und angegriffen.

Gestelltes Symbolbild:
Martin Heimann

Unter anderem wollten sich die Jugendlichen nicht an die Weisungen der Polizei halten. Daraufhin sollte einer von ihnen durch einen Polizisten etwas zur Seite geführt werden. Dagegen wehrte sich der 13-Jährige derart heftig, dass sowohl er wie auch der Polizist zu Boden gingen. Trotz der Aufforderung Abstand zu halten, versuchte daraufhin ein 17-Jähriger, den am Boden liegenden Polizisten gegen den Kopf zu treten. Dies wurde durch einen Sicherheitsmitarbeiter des ÖV verhindert.

Als dann die angeforderte Verstärkung der Polizei eintraf, flüchteten zwei der Jugendlichen. Da ihre Personalien bereits zu Beginn der Kontrolle erhoben worden waren, konnten sie kurze Zeit später ausfindig und dingfest gemacht werden. Während des Vorfalls wurden die beiden Stadtpolizisten massiv beschimpft und auch mit dem Tod bedroht. Verletzt wurde beim Zwischenfall niemand.

Der Jugendstaatsanwalt verfügte die Einvernahme von vier am Zwischenfall beteiligten Jugendlichen, zwei Schweizern und zwei Libanesen. Da die Eltern des 13- und des 17-Jährigen nicht sofort zur Einvernahme erscheinen konnten, wurde für die beiden die vorläufige Festnahme angeordnet. Alle in den Zwischenfalls involvierten Jugendlichen werden durch die Stadtpolizei angezeigt.

Sonntag, 26. April - 11:20 Uhr

St.Gallen von oben

Einen Vorgeschmack auf kommende Woche lieferte das Wetter am Samstagabend. Die vereinzelten Regengrüsse hatten aber auch ihr Gutes, denn sie wuschen Staub und Pollen aus der Luft. Chris Oswald nutzte die klar Sicht und fotografierte von oben - mit den Resten eines Regenbogens in Richtung See.

Einen Vorgeschmack auf kommende Woche lieferte das Wetter am Samstagabend. Die vereinzelten Regengrüsse hatten aber auch ihr Gutes, denn sie wuschen Staub und Pollen aus der Luft. Chris Oswald nutzte die klar Sicht und fotografierte von oben - mit den Resten eines Regenbogens in Richtung See.

Bild: Chrispix.ch
Sonntag, 26. April - 07:23 Uhr

VBSG kehren schon bald zum normalen Fahrplan zurück

(dag) Nach den Lockerungen der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie kehrt nun immerhin im öffentlichen Verkehr Normalität ein – zumindest was den Fahrplan betrifft. Die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) führen am Montag, 4. Mai, wieder den normalen Fahrplan ein. Das gilt sowohl für den «St.Gallerbus» in St.Gallen als auch für den «Seebus» in der Region Rorschach.

Bald herrscht im St.Galler ÖV-Netz wieder das gewohnte Bustreiben.

Bald herrscht im St.Galler ÖV-Netz wieder das gewohnte Bustreiben.

Bild: Ralph Ribi

Seit Ausbruch der Coronakrise sind die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr drastisch eingebrochen, auch bei den VBSG. Die finanziellen Folgen sind noch nicht abzuschätzen. Durch die Wiedereinführung des normalen Fahrplans werden die Ausgaben steigen, während die Einnahmen erst langsam zunehmen dürften. Doch wenn ab dem 11. Mai die Schulen den Unterricht wieder aufnehmen, dürften auch die Passagierzahlen wieder zulegen.

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Freitag, 24. April - 17:40 Uhr

Sportstadt St.Gallen: Bald soll wieder trainiert werden können

(vre) Die Stadt St.Gallen bereitet sich darauf vor, schrittweise die Beschränkungen für ihre Sportanlagen aufzuheben. Das ist einem Newsletter vom Freitagnachmittag zu entnehmen. Lockerungen soll es zuerst für Elite-, danach für Vereinssportler geben. Die Pläne der städtischen Sportverantwortlichen stehen unter dem Vorbehalt der Vorgaben, die der Bundesrat am 29. April kommunizieren will.

Geplant ist gemäss Newsletter, dass Elitesportlerinnen und Elitesportler auf Stadtsanktgaller Sportanlagen ab dem 1. Mai wieder trainieren können. Dies allerdings höchstens in Gruppen mit maximal fünf Personen. Zudem muss für die Sportart, die betrieben werden soll, ein vom Bund abgenommenes Schutzkonzept vorliegen.

Wenn alles klappt, ist dieses Bild trainierender Sprinterinnen ab 1. Mai wieder möglich: Die Stadt möchte den Trainingsbetrieb für Elitesportler ab dem 1. Mai auf ihren Anlagen unter Auflagen wieder gestatten.

Wenn alles klappt, ist dieses Bild trainierender Sprinterinnen ab 1. Mai wieder möglich: Die Stadt möchte den Trainingsbetrieb für Elitesportler ab dem 1. Mai auf ihren Anlagen unter Auflagen wieder gestatten.

Bild: Urs Bucher
(Athletik-Zentrum, 18.12.2019)

Die gleichen Vorgaben wie für den Elitesport gelten für den Vereins- und Freizeitsport, der seinen Trainingsbetrieb frühestens am 11. Mai wieder aufnehmen soll. Private Gruppen oder Gruppen und Vereine, die nicht zu einem Verband gehören, dürfen Sportanlagen gemäss Bundesamt für Sport und Swiss Olympic noch nicht benutzen. Frei- und Hallenbäder bleiben für Private bis auf weiteres geschlossen.

Bei jeder allfälligen Lockerung des Anti-Corona-Regimes im Bereich der Sportanlagen gilt gemäss städtischem Newsletter im Moment der Grundsatz: «Ohne Schutzkonzept kein Sport!» Jeder Sportverband muss für seine Sportarten ein Schutzkonzept erstellen. Dieses wird von den Bundesämtern für Sport und für Gesundheit abgenommen. Publiziert werden sie unter www.swissolympic.ch/coronavirus.

Zu den Detailinformationen für Sportlerinnen und Sportler geht es hier.

Freitag, 24. April - 17:24 Uhr

Bildungsangebot, Mieten erlassen, Infos in allen Sprachen: Forderungen der Grünen zur Bewältigung der Coronakrise

(pd/chs) Die Grünen der Stadt St.Gallen haben sich an ihrer letzten Sitzung mit den Folgen der Corona-Krise auseinandergesetzt. Wie sie in einer Medienmitteilung festhalten, sehen sie in verschiedenen Bereichen Handlungsbedarf:

  • Gewerbliche Mieten erlassen: Die Stadt St.Gallen stehe in der Pflicht, die betroffenen Gewerbetreibenden zu unterstützen. Die Grünen fordern, dass die Stadt als verantwortungsvolle Vermieterin den Gewerbetreibenden die Mietkosten für die Zeit, in der die Geschäfte zwangsgeschlossen wurden, zu mindestens zwei Drittel erlässt. «Zudem soll eine Stundung des Mietzinses für die kommenden Monate möglich sein.»
  • Bildungs-Gap schliessen: Viele Kinder hätten nur wenig vom Heimunterricht profitieren können. Die Grünen fordern Massnahmen, um die Chancen der benachteiligten Schülerinnen und Schüler zu verbessern. «Die Sicherstellung der individuellen Betreuung von Schülern und die Abmilderung von Bildungslücken soll mit dem Einsatz von kurzfristigen Unterrichtsassistenzen oder zusätzlichem Nachhilfeunterricht während einer Zeit von drei bis vier Monaten entschärft werden.»
  • Bildungsangebot während der Sommerferien: Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, unter didaktischer Betreuung einen Teil des Stoffes zu repetieren.
  • Weiterbildungsangebote für die Lehrpersonen und Schulleitungen: Um die Erfahrungen, welche die Schulen im Fernunterricht gemacht haben, zu nutzen und den Unterricht mit digitalen Tools weiterzuentwickeln, soll ein Angebot ausgearbeitet werden.
  • Finanzfolgen: Die Grünen werden am kommenden Dienstag im Stadtparlament eine Prognose der Finanzentwicklung fordern. «Die Refinanzierung der Corona-Folgen muss sorgfältig in den laufenden Budgetprozess miteinbezogen werden.» Ist eine Neubeurteilung der geplanten Projekte notwendig, fordern die Grünen eine klare Priorisierung zugunsten des ökologischen und klimatischen Mehrwertes.
  • Informationen in allen Sprachen: Die Stadt hat zu Beginn des Lockdowns einen Brief an alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt geschickt hat. Allerdings sei dieser Brief ausschliesslich in Deutsch versandt worden. Die Grünen fordern die Stadt deshalb auf, ihr Kommunikationskonzept so zu überarbeiten, dass alle Bewohner in ihrer Muttersprache rasch und zielgerichtet informiert werden.
Freitag, 24. April - 16:40 Uhr

Sich trotz Coronavirus an der frischen Luft bewegen: Es muss nicht immer der Bodensee sein

(vre) Am Montag erfolgen die ersten Schritte zur Lockerung der Regeln gegen die zu rasche Ausbreitung des Coronavirus. Weiterhin gültig sind allerdings unter anderem allgemeinen Hygiene-Empfehlungen oder Abstandsregeln und Vorschriften zur Grösse von Gruppen im öffentlichen Raum. Kantons- und Stadtpolizei werden die Einhaltung weiter im Auge behalten.

Sich an der frischen Luft zu bewegen, war in der Schweiz bisher während der Coronakrise gestattet. Allerdings haben die Behörden aufgerufen, dies zurückhaltend zu tun und dabei vor allem bekannte und regelmässig überlaufene Naherholungsgebiete zu meiden. Damit sich keine grossen Menschenansammlungen bilden können, bleiben dieses Wochenende an einigen Orten am Bodensee grosse Parkplätze wieder geschlossen.

Ein Bonus bei einer Velotour auf dem Thurgauer Seerücken: Für eine ausgewachsene Blustfahrt reicht es nicht mehr. Hier und dort stehen aber immer noch Apfelbäume im Vollblust auf blühenden Wiesen.

Ein Bonus bei einer Velotour auf dem Thurgauer Seerücken: Für eine ausgewachsene Blustfahrt reicht es nicht mehr. Hier und dort stehen aber immer noch Apfelbäume im Vollblust auf blühenden Wiesen.

Bild: Reto Voneschen
(Watt/Roggwil, 24.4.2020)

Wie ein Selbstversuch am Freitag bestätigt, muss aber sowieso nicht immer der See das Ausflugsziel sein. Die Region zwischen St.Gallen und Bodensee sowie der westliche anschliessende Seerücken bieten viel Auslauf im Grünen. Die Gegend ist ideal für Touren mit dem Velo oder zu Fuss. Wobei man sich für eine Rückreise nach St.Gallen mit dem ÖV vorher über reduzierte Fahrpläne und beschränkte Velotransporte informieren muss.

Freitag, 24. April - 10:49 Uhr

VBSG passen Angebot an Lockerungen der Massnahmen an, BAG empfiehlt Tragen einer Hygienemaske zu Stosszeiten

(pd/nat) Ab Montag, 4. Mai, gilt beim St.Gallerbus sowie beim Seebus wieder der Normalfahrplan. Die Bevölkerung ist gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) dennoch dazu aufgerufen, weiterhin auf nicht dringend nötige Fahrten zu verzichten.

Ab Montag, 4. Mai, kehren die VBSG zum Normalfahrplan zurück.

Ab Montag, 4. Mai, kehren die VBSG zum Normalfahrplan zurück.

Bild: Ralph Ribi

Die Informations- und Verkaufsstelle der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) im Rathaus öffnet ab Montag, 11. Mai, wieder zu den gewohnten Zeiten von 8 Uhr bis 18.30 Uhr. Um das Abstandhalten in der Verkaufsstelle zu gewährleisten und Wartezeiten zu vermeiden, werden die Kunden gebeten, ihre Billette möglichst elektronisch zu lösen.

Da bald wieder mehr Geschäfte, Schulen und Institutionen öffnen, wird es im öffentlichen Verkehr zu Situationen kommen, in denen der gebotene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – vor allem in den Hauptverkehrszeiten. Das BAG empfiehlt in solchen Fällen das Tragen einer Hygienemaske. Zum Schutz des Fahrpersonals bleiben in den Bussen die vordersten Türen weiterhin geschlossen und die vorderen Sitzreihen abgesperrt.

Freitag, 24. April - 08:57 Uhr

22 Corona-Einsätze für die Kantonspolizei: Regeln werden im öffentlichen Raum mehrheitlich eingehalten

(kapo/nat) Von Donnerstag- bis Freitagmorgen ist die Kantonspolizei St.Gallen 22 Mal im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgerückt. Die Einsätze betrafen Meldungen zu Gruppenbildungen von meist jugendlichen Personen, die sich in zu grosser Anzahl oder mit zu wenig Abstand im Freien trafen. Auf Patrouille im öffentlichen Raum haben die Polizistinnen und Polizisten festgestellt, dass die Regeln in den meisten Fällen nach wie vor eingehalten werden.

Die Kantonspolizei verzeichnet zudem vier Einbrüche. «Die Zahl der Einbrüche ist nach wie vor auf einem erfreulich tiefen Niveau», heisst es in einer Medienmitteilung. Ebenfalls musste vier Mal im zwischenmenschlichen Bereich interveniert werden.

Donnerstag, 23. April - 18:05 Uhr

St.Galler Freibäder bereiten sich auf den Sommer vor: Ob die Badesaison am 9. Mai wirklich starten kann, ist noch offen

(vre) Das sonnig-warme Wetter soll bis in die nächste Woche hinein anhalten. Was in Gesprächen über eben dieses Wetter jeweils ziemlich rasch zur Frage führt, wann denn eigentlich die Saison in den städtischen Freibädern startet. Eröffnungstermin wäre eigentlich der 9. Mai, funkt das Coronavirus aber auch da dazwischen?

Badefreuden am St.Galler Mannenweier.

Badefreuden am St.Galler Mannenweier.

Bild: PD

Die Auskunft von Roland Hofer, dem Chef der Bad- und Eisanlagen der Stadt St.Gallen, deutet genau darauf hin. Gemäss aktuellen Informationen von Seiten der Bundesstellen dürfen Bäderanlagen frühestens ab Montag, 8. Juni, geöffnet werden. Dies könne sich allerdings noch ändern, sagt Roland Hofer. Grundsätzlich sind die städtischen Freibäder ab 9. Mai, dem ursprünglich als Saisonstart gedachten Samstag, betriebsbereit.

Die Stadt St.Gallen betreibt vier Sommerbäder. Es sind dies die Freibäder Lerchenfeld und Rotmonten sowie die sehr beliebten Naturbäder am Chrüzweier (Frauenbad und Familienbad Dreilinden) sowie am Mannenweier (Gemeinschaftsbad Dreilinden).

Donnerstag, 23. April - 17:39 Uhr

St.Gallen historisch: Gemüsegärten und Wiesen anstelle des heutigen Hauptbahnhofs

(vre) Ab und zu stolpert man im Internet auch über historische Ansichten seiner Stadt. So geschehen bei der hier gezeigten Abbildung der Stadt St.Gallen von Westen her. Es handelt sich um eine kolorierte Lithografie von 1827, die der Zeichner Carl Heinzmann für den Verlag Johannes Velten in Karlsruhe anfertigte. Das war dank Stadtarchivar Thomas Ryser schnell herausgefunden. Das Bild ist im 1964 erschienen Buch «St.Galler Stiche» von Dora Fanny Rittmeyer und Hermann Strehler beschrieben.

St.Gallen 1827 vom Bahnhof her. Gut zu erkennen die Kirchtürme (von rechts Kathedrale, St.Laurenzen und St. Mangen) und der Turm des Schibenertors in der Verlängerung der (heutigen Rosenberg-)Strasse mit einem Reiter.

St.Gallen 1827 vom Bahnhof her. Gut zu erkennen die Kirchtürme (von rechts Kathedrale, St.Laurenzen und St. Mangen) und der Turm des Schibenertors in der Verlängerung der (heutigen Rosenberg-)Strasse mit einem Reiter.

Illustration: Stadtarchive St.Gallen

Von wo aus hat Carl Heinzmann vor gut 190 Jahren aber gezeichnet? Was genau ist auf dem Bild zu sehen? Um das herauszufinden hat sich Oliver Ittensohn, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs, länger über seine historischen Quellen gebeugt. Er kommt zum Schluss, dass Heinzmann seinerzeit am Rand der Landstrasse im Gebiet der heutigen Rosenbergstrasse 40 sass.

Das Gebäude links ist seiner Meinung nach eine Ecke des damals dort stehenden Hauses. Heute befindet sich hier der Zugang zur Rathaus-Unterführung des Hauptbahnhofs. Tisch, Brunnen sowie der Garten dahinter befinden sich dort, wo heute der Bahnhof und die Gleisfelder Richtung Osten liegen. Die Häuser, die vor dem Multertor stehen - darunter eine markante Scheune mit rot-weissem Riegel - stehen auf der Webersbleiche (auf der sich heute der Manor befindet).

Die Situation, die Zeichner Carl Heinzmann vor gut 190 Jahren im westlichen Vorfeld der St.Galler Stadtmauern angetroffen hat auf dem Zuber-Plan von 1828. Der Pfeil gibt die generelle Blickrichtung an; angeschrieben sind einige markante Bauten.

Die Situation, die Zeichner Carl Heinzmann vor gut 190 Jahren im westlichen Vorfeld der St.Galler Stadtmauern angetroffen hat auf dem Zuber-Plan von 1828. Der Pfeil gibt die generelle Blickrichtung an; angeschrieben sind einige markante Bauten.

Illustration: Stadt St.Gallen
Donnerstag, 23. April - 16:15 Uhr

Der spezielle Reiz der gähnenden Leere: SRF1 zeigt am Montag ein filmisches Zeitdokument mit Bildern auch aus St.Gallen

(pd/vre) Überall wird derzeit über die Aufhebung des Anti-Corona-Lockdowns diskutiert und auch gestritten. Für nächsten Montag sind erste Lockerungsschritte angekündigt. Gerade rechtzeitig strahlt das Schweizer Fernsehen am Montag, 22.55 Uhr, auf SRF1 ein Zeitdokument zum nationalen Lockdown aus, nämlich den Film «Stille Schweiz».

Spezielle Stimmung in der Kathedrale St.Gallen: Bischof Markus Büchel zelebrierte den Ostergottesdienst in der wegen der Coronakrise menschenleeren Kirche.

Spezielle Stimmung in der Kathedrale St.Gallen: Bischof Markus Büchel zelebrierte den Ostergottesdienst in der wegen der Coronakrise menschenleeren Kirche.

Bild: Gian Ehrenzeller/KEY

Realisiert hat den Dokumentarstreifen der Journalist Matthias Lüscher. Er wandert 60 Minuten lang durch menschenleere Schweizer Städte - über den Bundesplatz, zur Kapellbrücke, zur Bergstation Gornergrat bei Zermatt oder über die Lausanner Seepromenade. Zu sehen sein werden aber auch Bilder aus St.Gallen: von gähnender Leere in Stiftsbibliothek, Altstadt und Kathedrale sowie im Kybunpark und im roten Bleicheli.

Donnerstag, 23. April - 15:50 Uhr

Kanton lockert Coronavirus-Lockdown: Erste Schalter der Verwaltung sind ab Montag wieder geöffnet

(SK/vre) Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt sowie das Migrationsamt des Kantons St.Gallen bieten ab Montag Dienstleistungen in reduziertem Umfang wieder am Schalter an. Geöffnet ist dafür die Verkehrszulassung in St.Gallen sowie in den Prüfstellen Mels und Kaltbrunn. Ebenfalls offen ist die Ausweisstelle des Migrationsamtes; für ihren Besuch muss vorher elektronisch ein Termin abgemacht werden.

Das kantonale Verwaltungszentrum an der Ecke Oberer Graben/ Frongartenstrasse in St.Gallen. Die Ausweisstelle des Migrationsamtes befindet sich im historischen Gebäude, die Schalter des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts im modernen Anbau rechts dahinter.

Das kantonale Verwaltungszentrum an der Ecke Oberer Graben/ Frongartenstrasse in St.Gallen. Die Ausweisstelle des Migrationsamtes befindet sich im historischen Gebäude, die Schalter des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts im modernen Anbau rechts dahinter.

Bild: Hanspeter Schiess (10.9.2013)

Offen sind diese Schalter gemäss Mitteilung vom Donnerstag zu den normalen Betriebszeiten. Um die Abstandsvorschriften einhalten zu können, ist aber nur ein Teil von ihnen bedient. Details finden Interessierte im Internet auf www.stva.sg.ch und auf www.migrationsamt.sg.ch.

Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt führt auch wieder periodische Fahrzeug- und Schiffsprüfungen durch und versendet dafür ab sofort wieder Aufgebote. Für die Prüfungen hat es ein Schutzkonzept ausgearbeitet, um die Gesundheit von Angestellten und Kundschaft nicht zu gefährden. Verzichtet wird weiterhin auf Theorieprüfungen, praktische Führer- und Schiffsführerprüfungen sowie Kontrollfahrten.

Seine Dienstleistungen bietet das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt weiter auch per Post an. Damit lassen sich Wartezeiten vermeiden, die wegen der reduzierten Schalterkapazität entstehen können. Per Post angeboten werden das Annullieren von Fahrzeugausweisen, das Deponieren von Kontrollschildern sowie ihre Wiederinverkehrsetzung, Fahrzeugwechsel und das Ausstellen von Ersatzfahrzeugausweisen.

Donnerstag, 23. April - 14:50 Uhr

Sanierung der Frauenbadi ist weit fortgeschritten: Jetzt muss das Puzzle wieder zusammengesetzt werden

(vre) Seit Herbst lässt das Hochbauamt der Stadt St.Gallen die Frauenbadhütte am Chrüzweier sanieren. Erneuert werden mussten das Fundament und das Stahlgerüst, auf welchem der Holzbau ruht. Dafür hat das Stadtparlament rund 1,6 Millionen Franken bewilligt. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten, sie sollen Ende Mai abgeschlossen sein.

Die klassische Ansicht der St.Galler Frauenbadi, wie sie immer wieder in Büchern, Kalendern oder Tourismusbroschüren zu sehen ist.
17 Bilder
Die klassische Ansicht der Frauenbadi im Chrüzweier wie sie sich derzeit präsentiert: Der Weiher ist teilweise abgelassen, die teilweise demontierte Badhütte steht auf dem Trockenen.
So deutlich zu erkennen: Die neuen Fundamente, die neuen Stahlträger und die neuen Holzteile der Frauenbadi.
Der eingezäunte Nichtschwimmerteil des Chrüzweiers (links im Bild) liegt derzeit trocken.
Die Badhütte vom Spazierweg entlang des Chrüzweiers aus.
Details des neuen Fundaments sowie...
...der erneuerten Tragkonstruktion.
Zum Vergleich: So präsentiert sich das Innere der Frauenbadi im «Normalzustand» (mit Blick von der anderen Seite des Gebäudes her).
Ein Blick in den südlichen Garderobenflügel der Frauenbadi.
Das Glockentürmchen wird derzeit vom Baukran weit überragt.
Der Projektbeschrieb.
So wird die Frauenbadhütte saniert.
Die nach aussen hin noch vollständig abgeschlossen Frauenbadi auf einer Ansichtskarte, die im Juni 1902 gelaufen ist. Im Hintergrund ist dort, wo sich heute die Liegewiese befindet zwischen den Bäumen der Nellusweier auszumachen.
Badefreuden einst: Der Bubenweier mit Blick nach Osten. Am Ende des Weihers ist auf der Ansichtskarte vor 1905 die erste Mädchenbadanstalt und dahinter zwischen den Bäumen die Frauenbadi zu sehen.
Auch schon ein historisches Bild: Dreilinden von oben. Links unten zwischen den Bäumen die Frauenbadi, rechts davon Gebäude und Liegewiese des Familienbads und vorne am unteren Bildrand die Minigolfanlage.

Die klassische Ansicht der St.Galler Frauenbadi, wie sie immer wieder in Büchern, Kalendern oder Tourismusbroschüren zu sehen ist.

Bild: Reto Voneschen (12.9.2019)

Damit ist die Baustelle nach Angaben von Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner etwa zwei Wochen in Verzug. Stolpersteine sei einmal der frühe Kälteeinbruch im vergangenen Jahr gewesen. Zum anderen sei man unter der Badhütte auf erheblich mehr Schlamm gestossen als erwartet. Ihn habe man beseitigen müssen, um an die Fundamente zu gelangen.

Derzeit läuft es auf der Baustelle rund um die Frauenbadi rund. Der Baumeister hat die letzten Arbeiten an den Betonfundamenten abgeschlossen. Das gilt auch für den Stahlbau. Der Holzbau komme gut voran. Und noch seien von der Baustelle am Chrüzweier auch keine Corona-Ausfälle gemeldet worden, sagt Hansueli Rechsteiner.

Donnerstag, 23. April - 11:40 Uhr
Der Knoten St.Leonhard- und Gäbrisstrasse wird ab kommenden Montag umgebaut. Im Bild die Situation am Anfang der Arbeiten für die Sanierung der St.Leonhardstrasse vom Gaiserbahnhof bis zur Leonhardsbrücke.

Der Knoten St.Leonhard- und Gäbrisstrasse wird ab kommenden Montag umgebaut. Im Bild die Situation am Anfang der Arbeiten für die Sanierung der St.Leonhardstrasse vom Gaiserbahnhof bis zur Leonhardsbrücke.

Bild: Reto Voneschen (16.9.2019)

Grossräumige Umfahrung: Ab Montag ist die St.Leonhard-Strasse zwischen Kornhausstrasse und Leonhardspärklein gesperrt

(sk/vre) Ab kommenden Montag wird der Verkehrsknoten St.Leonhard-und Gäbrisstrasse instand gestellt. Hier sind gemäss Mitteilung des städtischen Tiefbauamts aufwendige Arbeiten für die westliche ÖV-Zufahrt zum Bahnhofplatz nötig. Der motorisierte Individualverkehr muss voraussichtlich bis Mitte Juni grossräumig umgeleitet werden. Davon nicht betroffen sind Busse und Postautos.

Die Umfahrung der Baustelle St.Leonhard-/Gäbrisstrasse vom kommenden Montag bis etwa Mitte Juni.

Die Umfahrung der Baustelle St.Leonhard-/Gäbrisstrasse vom kommenden Montag bis etwa Mitte Juni.

Illustration: Tiefbauamt Stadt SG

Für private Motorfahrzeuge ist eine Umleitung über die Kessler-, David- und Kornhausstrasse vorgesehen. Um einen flüssigen Verkehrsablauf zu gewährleisten, werden Vortrittsregeln angepasst. Unter anderem wird die Einbahnstrasse auf der Kornhausstrasse zwischen St.Leonhard- und Davidstrasse (bei Neumarkt/Bleicheli) vorübergehend aufgehoben. An neuralgischen Punkten wird der Verkehr von der Securitas geregelt.

Donnerstag, 23. April - 10:35 Uhr

Wolliges Idyll auf der Weide

Leserbild. Franz Häusler fotografierte die Schafe beim Ruggisberg unterhalb von Wittenbach.

Leserbild. Franz Häusler fotografierte die Schafe beim Ruggisberg unterhalb von Wittenbach.

Donnerstag, 23. April - 9:47 Uhr

Wegen der Coronakrise: Generalstreik fürs Klima verschoben - St.Galler Komitee ruft dazu auf, am 15. Mai vom Balkon zu lärmen

(pd/vre) Aufgrund der aktuellen Lage mit dem Coronavirus kann der nationale «Generalstreik fürs Klima» nicht wie geplant Mitte Mai stattfinden. Das gilt gemäss einer Mitteilung des Klimakollektivs Ostschweiz auch für den Standort St.Gallen. Der «Strike for Future» wird auf einen Termin verschoben, an dem grosse Menschenansammlungen wieder erlaubt sind.

Das Klimakollektiv Ostschweiz will den 15. Mai aber trotz Pandemie nicht ohne ein Zeichen gegen den Klimawandel vorübergehen lassen. Es ruft daher dazu auf, an diesem Tag Transparente, Fahnen und Plakate aus dem Fenster zu hängen und wie geplant um 11.59 Uhr eine Minute lang aus dem Fenster oder vom Balkon zu lärmen.

Der Generalstreik fürs Klima vom 15. Mai ist wegen des Coronvirus verschoben. Für diesen Tag ruft das Klimakollektiv Ostschweiz daher dazu auf, um 11.59 Uhr aus dem Fenster oder vom Balkon fürs Klima zu lärmen.

Der Generalstreik fürs Klima vom 15. Mai ist wegen des Coronvirus verschoben. Für diesen Tag ruft das Klimakollektiv Ostschweiz daher dazu auf, um 11.59 Uhr aus dem Fenster oder vom Balkon fürs Klima zu lärmen.

Bild: Urs Bucher (15.3.2019)

In seiner Mitteilung nimmt das Klimakollektiv auch Stellung zur aktuellen Coronakrise. Die dabei von weiten Bevölkerungskreisen gezeigte Solidarität sei Anlass zur Hoffnung: Das zeige, wie die Gesellschaft Krisen gemeinsam und mit kreativen Mitteln bewältigen könne. Zudem stehe man über Altersgrenzen zusammen, wenn sich Junge einschränkten, um Risikogruppen vor dem Virus schützen zu helfen.

Die «Generationensolidarität» ist fürs Klimakollektiv Ostschweiz auch bei der Bekämpfung der «Klimakrise» zentral. Die Coronapandemie zeige zudem, wie rasch und grosszügig die Politik Finanzen zur Bewältigung einer Notsituation sprechen könne, schreibt das Kollektiv: «Wir wünschen uns nach der Coronakrise die gleiche Grosszügigkeit des Bundes, wenn es um die Bewältigung der Klimakrise geht.»

Donnerstag, 23. April - 9:01 Uhr

16 Corona-Einsätze für die Kantonspolizei: Jugendliche treffen sich in zu grossen Gruppen und halten Abstand nicht ein

(kapo/nat) Von Mittwoch- bis Donnerstagmorgen ist die Kantonspolizei St.Gallen 16 Mal im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgerückt. Anlass zum Einschreiten gaben hauptsächlich Gruppen mit Jugendlichen, die sich in zu grossen Gruppen und ohne Einhaltung der Abstände im Freien trafen. Im selben Zeitraum wurde ein Einbruch registriert. Im zwischenmenschlichen Bereich mussten die Polizistinnen und Polizisten einmal intervenieren.

Mittwoch, 22. April - 18:25 Uhr
Der Gasgrill kann bei fehlerhafter Bedienung zur Gefahr werden. Die Kantonspolizei St.Gallen warnt vor allem vor falschen Anschlüssen.

Der Gasgrill kann bei fehlerhafter Bedienung zur Gefahr werden. Die Kantonspolizei St.Gallen warnt vor allem vor falschen Anschlüssen.

Bild: PD

Kantonspolizei warnt vor Gefahren beim Gasgrill: Falsche Anschlüsse können Explosionen auslösen

(kapo/vre) In Zusammenhang mit einem Unfall vom Dienstag in Thal warnt die Kantonspolizei St.Gallen jetzt in einem Newsletter vor Gefahren, die man beim Betrieb eines Gasgrills kennen sollte. Sogar zu Explosionen führen können Anschlüsse, die nicht zum Grill passen. Aus diesem Grund ist es am Dienstagvormittag in Thal zum Brand eines Gartenhäuschens gekommen: Schuld war ein Unkrautbrenner, der nicht mit der Gasflasche kompatibel war.

Druckregler aus der Schweiz und aus dem Ausland: Letztere sind oft nicht mit Schweizer Gasflaschen kompatibel.

Druckregler aus der Schweiz und aus dem Ausland: Letztere sind oft nicht mit Schweizer Gasflaschen kompatibel.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

Probleme mit den Anschlüssen gibt's beim Gasgrill meist, wenn die verwendete Gasflasche nicht mit dem Druckregler kompatibel ist. So passen gemäss Kantonspolizei viele ausländische Druckregler, darunter die meisten aus Deutschland, nicht zu Schweizer Flaschen. Bei einer undichten Verbindung treten Gase aus, die durch Feuer oder einen Funken zu Explosionen führen können.

Um den Gasgrill sicher betreiben zu können, sind neben dem richtigen Anschluss weitere Punkte im Umgang mit dem Gas zu beachten. Gasflaschen sollten am besten draussen oder in gut belüfteten Räumen gelagert werden und nie direkt an der Sonne stehen. Bei Gasflaschen, die nicht gerade in Gebrauch sind, sollte der Sperrhahn immer zu sein. Auch bei vermeintlich leeren Behältern.

Mittwoch, 22. April - 17:59 Uhr

Stadt bietet Alternative zu Wochen- und Bauernmärkten: Marktbetrieb light am Freitag und Samstag auf fünf Plätzen

(stapo/vre) Aufgrund der Anti-Corona-Massnahmen des Bundes sind seit Mitte März in St.Gallen nur noch die Stände des ständigen Marktes auf dem Marktplatz geöffnet. Wochen- und Bauernmärkte können nicht mehr durchgeführt werden. Das ändert sich jetzt ab diesem Wochenende.

In «normalen» Zeiten ist der St.Galler Bauernmarkt vom Freitagvormittag ein beliebter Treffpunkt (Bild). Einzelne seiner Anbieterinnen und Anbieter kommen ab diesem Wochenende trotz Coronavirus ins Stadtzentrum.

In «normalen» Zeiten ist der St.Galler Bauernmarkt vom Freitagvormittag ein beliebter Treffpunkt (Bild). Einzelne seiner Anbieterinnen und Anbieter kommen ab diesem Wochenende trotz Coronavirus ins Stadtzentrum.

Bild: Coralie Wenger

Jeweils am Freitag, 8 bis 12 Uhr, und am Samstag, 9 bis 13 Uhr, verkaufen einzelne Teilnehmer der Wochen- und Bauernmärkte vorerst bis 11. Mai auf Plätzen in der Innenstadt ihre Produkte. Pro Platz und Tag ist dabei ein Stand zugelassen, damit die Anti-Corona-Regeln eingehalten werden können. Dies gilt insbesondere für jene über den Mindestabstand von zwei Metern zwischen Personen.

Auf fünf Plätzen sind gemäss Übersichtsplan der Stadtpolizei sieben Anbieter zu finden:

Mittwoch, 22. April - 17:05 Uhr

Der Himmel steht in Flammen

Leserbild. Hanspeter Nufer fotografierte das beeindruckende Morgenrot am Dienstag, 6.15 Uhr, bei Goldach am Bodensee.

Leserbild. Hanspeter Nufer fotografierte das beeindruckende Morgenrot am Dienstag, 6.15 Uhr, bei Goldach am Bodensee.

Mittwoch, 22. April - 16:40 Uhr

Nachbarn protestieren gegen eine Baumfällung in St.Georgen: Grosse Bäume wichtig für die Lebensqualität in der Stadt

(vre) Auf einem Grundstück zwischen Weiherweid- und Demutstrasse in St.Georgen ist am Mittwoch unter dem Protest der Nachbarschaft eine Hagenbuche gefällt worden. Sie muss einem Neubauprojekt weichen. Nachbarn hatten bereits im Vorfeld versucht, den stattlichen Baum mit Rechtsmitteln zu retten. Sie waren aber mit ihren Argumenten nicht durchgedrungen.

Die Hagenbuche auf der Wiese hinter dem Haus Demutstrasse 16 wurde am Mittwoch gefällt. Das Haus muss ebenfalls einem Neubau weichen.

Die Hagenbuche auf der Wiese hinter dem Haus Demutstrasse 16 wurde am Mittwoch gefällt. Das Haus muss ebenfalls einem Neubau weichen.

Bilder via Angela Müller/FM1Today

Vor und während der Fällaktion protestierten Nachbarinnen und Nachbarn am Mittwoch nochmals mit Plakaten gegen diesen Schritt. Unter anderem wurde die Fällung als «Baummord» bezeichnet. Gesunde grosse Bäume wie in diesem Fall dürften mit Rücksicht auf die Stadtnatur und die Lebensqualität der Anwohner nicht leichtfertig umgehauen, sondern müssten erhalten und wirklich geschützt werden, hiess es etwa.

Protestplakate gegen die Baumfällung in St.Georgen.

Protestplakate gegen die Baumfällung in St.Georgen.

Weichen muss die Hagenbuche nach Angaben des städtischen Amtes für Baubewilligungen einem Neubauprojekt anstelle des heutigen Hauses Demutstrasse 16. Bereits der dafür 2019 erlassene Sondernutzungsplan sieht die Entfernung des Baums und eine Ersatzpflanzung vor. Gegen das Fällgesuch ging Anfang Jahr keine Einsprache ein, das geschah erst aufs Baugesuch für den Neubau hin.

Diese Einsprache hatte dann aufgrund der mit dem Sondernutzungsplan vorliegenden klaren Rechtsgrundlage keine Chancen mehr. Sie wurde von der Stadt abgewiesen. Insofern ist der Fall der Hagenbuche von der Weiherweidstrasse eine Art Klassiker: Wer sich als Nachbar gegen ein Bauprojekt oder Teile davon wehren will, muss dies rechtzeitig in den oft langen und komplexen Verfahren tun.

Mittwoch, 22. April - 15:15 Uhr

Marius & die Jagdkapelle verschieben Plattentaufe auf 2021: Diesen Freitag erscheint das neue Album «Worscht»

(vre) Darauf haben viele grosse und kleine Kinder gewartet: Diesen Freitag erscheint das neue Album von Marius & die Jagdkapelle. Unter dem Titel «Worscht» singen und rappen die Verschreckjäger um den St.Galler Ehren-Födlebürger Marius Tschirky darauf «meischtens wild und mengmol schnusig» über Würste und andere, gewohnt aberwitzige Dinge aus der Kinderwelt.

Marius & die Jagdkapelle: Das neue Album «Worscht» erscheint am Freitag.

Marius & die Jagdkapelle: Das neue Album «Worscht» erscheint am Freitag.

Bild: PD

Die Albumtaufe hätte eigentlich am 3. Mai im Palace in St.Gallen über die Bühne gehen sollen. Der Termin fällt jetzt aber den Massnahmen gegen den Coronavirus zum Opfer. Getauft wird trotzdem - und ein neues Datum steht schon fest: Die Taufe von «Worscht» findet am 24. Januar 2021, ab 14 Uhr, im Palace statt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit - oder können auch bis Ende Mai zurückgegeben werden.

Infos zur Plattentaufe von «Worscht» im Internet.
Infos zum neuen Album von Marius & die Jagdkapelle im Internet.
Infos zur Ticketrückgabe per E-Mail.

Mittwoch, 22. April - 14:50 Uhr

Vom Ausnahmezustand direkt in die Saisonpause: Palace sagt alle verbleibenden Konzerte bis Ende Mai ab

(vre) Das St.Galler Kulturzentrum Palace zieht seine Konsequenzen aus den Vorgaben des Bundesrats zur allmählichen Lockerung der Anti-Corona-Massnahmen. Nachdem Kulturhäuser frühestens im Juni wieder öffnen sollen, geht das Palace gemäss Newsletter jetzt direkt von der Ausnahmesituation in die Saisonpause über. Alle Konzerte von Ende April bis Ende Mai sind abgesagt.

Jeans for Jesus: Aufgrund der Coronakrise treten die «Babyboom-Superstars» statt am 3. April erst am 16. Oktober im Palace in St.Gallen auf.

Jeans for Jesus: Aufgrund der Coronakrise treten die «Babyboom-Superstars» statt am 3. April erst am 16. Oktober im Palace in St.Gallen auf.

Bild: Matthias Günter/PD

Den Palace-Verantwortlichen bleibe damit «die grosse und vorerst stabile Hoffnung auf einen Neustart im Herbst», heisst es im Newsletter vom Mittwoch. Im online bereits aufgeschalteten Programm für die Zeit nach dem Coronavirus figuriert für den 16. Oktober als erster Anlass das Konzert mit Jeans for Jesus, das Anfang April dem Coronavirus zum Opfer gefallen ist.

Über Ersatztermine für die abgesagten Konzerte wie auch über die Rückvergütung von Tickets aus dem Vorverkauf informiert das Palace in seinem Internetauftritt.

Mittwoch, 22. April - 12:18 Uhr

Zigarettenstummel auf dem Kinderspielplatz: Kritik an Rauchern in den Sozialen Medien, viele sind für ein allgemeines Rauchverbot

(vre) Das Thema ist auch in der Stadt St.Gallen in den vergangenen Jahren verschiedentlich diskutiert worden: Auf Kinderspielplätzen wird geraucht und deshalb bleiben dort oft Zigarettenstummel liegen. Auf Facebook sorgt derzeit das Bild eines Users aus St.Gallen zu diesem Thema für Furore: Der Vater eines Kleinkinds besuchte einen Spielplatz an der Oberstrasse und sammelte innert fünf Minuten Dutzende Stummel ein.

Diese Zigarettenstummel sammelte ein St.Galler Vater am Wochenende auf einem Kinderspielplatz an der Oberstrasse.

Diese Zigarettenstummel sammelte ein St.Galler Vater am Wochenende auf einem Kinderspielplatz an der Oberstrasse.

Bild: Facebook (19.4.2020)

Der Kommentar des Vaters: «Ich bin kein Bünzli. Aber bei solchen Bildern könnte ich kotzen.» Er bleibt damit nicht allein: Die Kommentare anderer Userinnen und User haben die gleiche Stossrichtung. Raucherinnen und Raucher müssten sich ob solcher Bilder, auf die man nicht nur auf Spielplätzen, sondern auch an anderen Stellen im Stadtbild treffe, nicht wundern, wenn man ihnen wenig Sympathie entgegenbringe.

«Danke, dass Sie hier nicht rauchen»: Info-Tafel im Waldaupärkli in der Lachen.

«Danke, dass Sie hier nicht rauchen»: Info-Tafel im Waldaupärkli in der Lachen.

Bild: Reto Voneschen (22.4.2020)

Diskutiert wird auf Facebook auch über mögliche Strategien gegen die für Kleinkinder nicht risikolosen Zigarettenstummel. Die Palette der Ideen reicht von regelmässig durch die Quartiere aufräumen lassen über pädagogische Gespräche mit den Verursachern der Verschmutzung bis hin zu Verboten und Bussen. Man habe ja schliesslich die Möglichkeit, für Littering - also das Liegenlassen von Abfällen - Bussen zu verteilen.

Natürlich stehen auch Ideen für ein allgemeines Rauchverbot auf Spielplätzen im Raum. Ein solches existiert in St.Gallen nicht. Die Stadt ist - wie Luzern, aber anders als Chur - gegen eine Verbotslösung. Sie sei fast nicht durchsetzbar. In St.Gallen wird auf Überzeugungsarbeit gesetzt. Seit einem Streit über Zigarettenstummel im Waldaupärkli in der Lachen wirbt seit einem Jahr eine Info-Tafel dafür, dort nicht zu rauchen.

Mittwoch, 22. April - 9:59 Uhr

Coronakrise trifft auch Circus Knie: Noch ist offen, ob der Nationalzirkus überhaupt in St.Gallen gastiert

(pd/vre) Der Lockdown gegen das Coronavirus trifft auch die diesjährige Tournee des Circus Knie. Von März bis November hätte er sein Zelt wieder an 36 verschiedenen Spielorten in der ganzen Schweiz aufstellen und 300 Vorstellungen geben sollen. In St.Gallen wäre das Ende April, Anfang Mai der Fall gewesen. Wegen der Corona-Pandemie musste der Start der Tournee aber immer wieder verschoben werden.

Ob der Circus Knie sein Zelt in diesem Jahr überhaupt noch auf dem Spelteriniplatz in St.Gallen aufbauen kann, ist derzeit völlig offen.

Ob der Circus Knie sein Zelt in diesem Jahr überhaupt noch auf dem Spelteriniplatz in St.Gallen aufbauen kann, ist derzeit völlig offen.

Bild: Adriana Ortiz Cardozo
(23.4.2019)

Im Moment ist unklar, wann die Knie-Tournee 2020 starten kann. Die Verantwortlichen gehen gemäss Mitteilung von einer auf etwa fünf Monate verkürzten Tournee aus. Sobald klar ist, wann gestartet werden kann, soll sie komplett neu geplant werden. Über die Gastspielorte wird informiert, sobald alle Eckpunkte geklärt sind. Bis dahin pausiert auch der Knie-Vorverkauf. Schon gekaufte Tickets können zurückgegeben werden.

Zu den Detailinformationen für die Rückgabe von Knie-Tickets.

Mittwoch, 22. April - 9:22 Uhr

Kantonspolizei leistet 16 Anti-Corona-Einsätze: Einzelne Gastrobetriebe angezeigt

(kapo/vre) Von Dienstag- bis Mittwochmorgen sind Angehörige der Kantonspolizei St.Gallen insgesamt 16 Mal im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgerückt. Dies in erster Linie wegen Meldungen über zu grosse Personengruppen oder innerhalb von Gruppen nicht eingehaltenen Mindestabständen.

Die Polizeipatrouillen stellten dabei gemäss Mitteilung vom Mittwoch fest, dass zumindest die Abstände in den meisten Fällen eingehalten waren. Zu grosse Gruppen seien fürs Problem «sensibilisiert» worden, schreibt die Kapo. Weiter gab's von Dienstag- bis Mittwochmorgen auch Hinweise, dass in Gastrobetrieben Vorschriften nicht eingehalten würden. Hier stellte die Kapo quer durch den Kanton vereinzelte Verstösse fest, die dann jeweils auch eine Anzeige zur Folge hatten.

Von Dienstag- bis Mittwochmorgen wurde im Kanton St.Gallen im weiteren ein Einbruch registriert. Zudem leisteten Polizistinnen und Polizisten in zwei Fällen «Interventionen im zwischenmenschlichen Bereich», das heisst, sie schlichteten Streitigkeiten.

Mittwoch, 22. April - 8:55 Uhr

Städtisches Abstimmungsbüchlein für 27. September ist im Netz: Entschieden wird über den Marktplatz und den Klimaartikel

(vre) Wenn's vor dem nächsten Abstimmungstermin, dem 27. September, zu den beiden Stadtsanktgaller Vorlagen keinen zünftigen Wahlkampf gibt, liegt's ganz sicher nicht an der Stadtkanzlei. Sie hat nämlich bereits jetzt das Abstimmungsbüchlein zur Vorlage für die Neugestaltung von Marktplatz und Bohl sowie zur Vorlage für einen Klimaartikel in der Gemeindeordnung im Internetauftritt der Stadt aufgeschaltet.

Das Stimmvolk der Stadt St.Gallen entscheidet am 27. September über den dritten Anlauf zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl (im Bild eine Visualisierung des Projektes). Im Internet ist das Abstimmungsbüchlein dazu bereits jetzt zu finden.

Das Stimmvolk der Stadt St.Gallen entscheidet am 27. September über den dritten Anlauf zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl (im Bild eine Visualisierung des Projektes). Im Internet ist das Abstimmungsbüchlein dazu bereits jetzt zu finden.

Illustration: Stadtplanung St.Gallen (24.1.2019)

Das ist rekordverdächtig früh, hat aber einen einfachen Grund: Das Stimmvolk der Stadt St.Gallen hätte über die beiden Vorlagen eigentlich am 17. Mai entscheiden sollen; auf diesen Termin hin wurde auch das Abstimmungsbüchlein produziert. Da wegen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein regulärer Abstimmungskampf nicht möglich gewesen wäre, hat der Stadtrat entschieden, die Abstimmungen in den Herbst, eben auf den 27. September, zu verschieben.

Neben den Entscheiden über diese zwei Sachvorlagen stehen in der Stadt an dem Termin auch noch die Erneuerungswahlen fürs Stadtparlament und für die Stadtregierung an. Dabei könnte es zu Kampfwahlen um die Nachfolge von Stadtpräsident Thomas Scheitlin kommen. Von ihm wird aufgrund von Amts- und Lebensalter eigentlich angenommen, dass er sich nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen will.

Hier geht's
- zum städtischen Abstimmungsbüchlein für den 27. September.
- zu den Fristen für die St.Galler Stadtwahlen vom 27. September.

Mittwoch, 22. April - 8:27 Uhr

In zwei Mai-Nächten wird an der SBB-Linie in Winkeln gearbeitet

(pd/vre) In der Nacht vom 3. auf den 4. sowie vom 17. auf den 18. Mai könnte es in Winkeln entlang der SBB-Linie nach Zürich zeitweise etwas lauter als üblich zu und her gehen: In diesen beiden Nächten führen die SBB nämlich an ihren Gleisen Unterhaltsarbeiten durch und dabei ist Lärm unvermeidlich. Die Massnahmen seien aber nötig, damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich verkehren könnten, heisst es in einer Mitteilung der Bahn.

Dienstag, 21. April - 17:33 Uhr

Stadtrat beantwortet Fragen: Wieso die Schutzelemente gegen Terroristen vor Ende des Weihnachtsmarktes abgebaut wurden

(mha/vre) Zieht ein Anlass viele Publikum an, stellt die Stadt mobile Sperren als Schutz gegen allfällige Anschläge auf. So auch im Advent 2019, um Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarkts zu schützen. Doch der Weihnachtsmarkt war an Heiligabend noch nicht zu Ende, da wurden die Schutzelemente bereits abgebaut. Grund dafür war das geringe Besucheraufkommen an dem Tag. Das geht aus der Antwort des Stadtrats auf einen Vorstoss im Stadtparlament hervor.

SVP-Stadtparlamentarier René Neuweiler hatte die Einfache Anfrage unter dem Titel «Feiern Terroristen in St.Gallen am 24. Dezember auch Weihnachten?» eingereicht. Die Titelfrage beantwortete der Stadtrat jetzt verständlicherweise nicht. Nüchtern hält er fest: «Aufgrund der Umstände wurde es nicht als notwendig angesehen, die Elemente bis zum offiziellen Ende des Weihnachtsmarktes stehen zu lassen.»

Die mobilen Sperren der Stadtpolizei St.Gallen zum Schutz von Grossanlässen vor Anschlägen. Im Bild sind die Elemente auf der Sonnenstrasse im Einsatz für den Circus Knie.

Die mobilen Sperren der Stadtpolizei St.Gallen zum Schutz von Grossanlässen vor Anschlägen. Im Bild sind die Elemente auf der Sonnenstrasse im Einsatz für den Circus Knie.

Bild: Reto Voneschen (27.4.2019)

Die Elemente sollen grössere Menschenmengen schützen. Sie müssen gemäss Stadtrat so lange stehen bleiben, «wie es der Schutzzweck gebietet». René Neuweiler hatte in der Anfrage vorgeschlagen, den Schutz des Weihnachtsmarkts jeweils erst nach den Feiertagen abzubauen. Das ist gemäss Stadtrat aber nicht möglich, weil sie den Abbau des Marktes und die Aufräumarbeiten behindern könnten.

Weiter hält der Stadtrat fest, dass die Stadt bestrebt ist, den öffentlichen Raum für Anlässe nicht länger als nötig zu beanspruchen. Dazu komme die Öffentlichkeitswirkung der zu lange stehen gelassenen Schutzelemente: Es sei weder zielführend, wenn Schutzmassnahmen zu Alarmismus führten, noch wenn der tatsächlichen Gefahrenlage nicht Rechnung getragen werde.

Dienstag, 21. April - 16:46 Uhr

Beliebte Eier-Ausstellung im Sommer statt im Frühling: Naturmuseum will im Juni mit «Allerlei rund ums Ei» starten

(mha) Im Frühling ziehen jeweils Bibeli und Hühner ins Naturmuseum ein. Denn jedes Jahr zu Ostern findet die Ausstellung «Allerlei rund ums Ei» statt. Noch im Januar befürchteten die Ausstellungsmacher, dieses Jahr auf lebende Küken verzichten zu müssen. Die Vogelgrippe drohte. Dann breitete sich das Coronavirus in der ganzen Welt aus, das Museum musste schliessen und die Ausstellung fiel ganz aus.

Die Ausstellung «Allerlei rund ums Ei» ist ein Besuchermagnet, vor allem die Bibeli faszinieren Kinder.

Die Ausstellung «Allerlei rund ums Ei» ist ein Besuchermagnet, vor allem die Bibeli faszinieren Kinder.

Bild: Sabrina Stübi

Inzwischen hat der Bundesrats einen Plan zur Lockerung der Massnahmen vorgelegt. Am 8. Juni dürfen Museen wieder öffnen, wenn denn alles nach Plan verläuft. Aufgrund dessen hat das Naturmuseum beschlossen, Ostern in den Sommer zu verlegen: Es will die Eier-Ausstellung nachholen, teilt Museumsdirektor Toni Bürgin auf Anfrage mit. Bis Anfang Juli mit lebenden Tieren, danach bis Anfang August ohne.

Dienstag, 21. April - 15:59 Uhr

Baum gepflanzt und Petition übergeben: 2314 Unterschriften für den Erhalt des Familiengartens Ruckhalde

(vre) Am Dienstag haben die Verantwortlichen des Familiengartens Ruckhalde der St.Galler Stadtkanzlei zuhanden des Stadtrats eine Petition mit 2314 Unterschriften für den Erhalt ihrer Anlage übergeben. Zuvor war im Beisein von Medienvertretern neben dem Vereinshaus am Ruckhaldeweg ein Apfelbaum als Symbol der Zukunft gepflanzt worden.

Die Gärtnerinnen und Gärtner fordern mit der Petition den Erhalt «ihres grünen Paradieses». Die Gartenanlage sei ein lebendiges Netzwerk, das alle soziale Schichten und Generationen des Quartiers miteinander verbinde. Man dürfe es daher nicht zerschlagen, forderten Gisela Bertoldo und Kathrin Rieser vom Familiengartenverein Ruckhalde. Neben der geplanten Überbauung müsse Platz für den Familiengarten bleiben.

Gisela Bertoldo (rechts) und Kathrin Rieser vom Familiengarten Ruckhalde pflanzen einen Apfelbaum. Im Vordergrund der Korb mit den 2314 Petitionsunterschriften.
16 Bilder
Die Info-Tafel macht auf das Anliegen des Familiengartenvereins Ruckhalde aufmerksam: Er will ernsthaft in die Planung am Hang involviert werden, damit die Gärten erhalten bleiben.
Die Info-Tafel am Apfelbaum.
Ob der neu gepflanzte Baum diesen Sommer bereits Früchte trägt? An den Blüten soll's nicht liegen...
Gisela Bertoldo im Interview mit «Tele Ostschweiz».
Die Couverts mit den Unterschriftenbogen werden zur Übergabe vorbereitet.
Im ehemaligen Garten des Schulhauses Tschudiwies steht heute das Vereinshaus des Familiengartens Ruckhalde.
Der Familiengarten Ruckhalde am gleichnamigen Hang zwischen Oberstrasse und Riethüsli. Rechts das Nordportal des Ruckhaldetunnels der Appenzeller Bahnen.
Ein historisches Bild: Die Ruckhalde mit der Baustelle für den Bahntunnel und der noch oberirdisch geführten Bahnlinie in Richtung Teufen und Gais. Dem Tunnelbau fiel eine erste Tranche Familiengärten zum Opfer.
Das Mosaik der Beete im Familiengarten Ruckhalde.
Eine Impression aus dem Familiengarten Ruckhalde. Dahinter ist ein Zug der Appenzeller Bahnen zu erkennen. Die Bahnlinie wurde seither unter die Erde verlegt.
Gemüsebeete im Familiengarten Ruckhalde.
Blick aus dem Garten auf die Kirche St.Otmar und über die Kreuzbleiche zum Bundesverwaltungsgericht und der Wohnüberbauung Chrüzacker.
Wenn's im Familiengarten Ruckhalde blüht.
Blick in einen Garten an der Ruckhalde.
Exotisches im Familiengarten: Artischocken an der Ruckhalde.

Gisela Bertoldo (rechts) und Kathrin Rieser vom Familiengarten Ruckhalde pflanzen einen Apfelbaum. Im Vordergrund der Korb mit den 2314 Petitionsunterschriften.

Bild: Reto Voneschen (21.4.2020)

Wie wertvoll die Familiengärten seien, zeige sich gerade in der aktuellen Coronakrise. Entsprechend sei auch das Interesse an einem eigenen Pflanzblätz gross: Im Moment gebe es für die Ruckhalde eine Warteliste mit nicht weniger als zwanzig Interessentinnen und Interessenten, betonte Gisela Bertoldo, die Präsidentin des Familiengartenvereins Ruckhalde.

Vom Stadtrat erwarten die Verantwortlichen des Familiengartenvereins als Reaktion auf die Petition ein deutliches Zeichen und klare Aussagen für den Erhalt des Gartens. Es brauche eine nachhaltige Planung für die Menschen und die Natur im Quartier. Die bisherigen Beschwichtigungen, die etwas nach Hinhaltetaktik aussähen, genügten nicht mehr, hiess es vor der Übergabe der Petition an die Stadtkanzlei.

Dienstag, 21. April - 13:07 Uhr

Gottesdienste in Kirchen und Sälen frühestens nach dem 8. Juni: Vorgespräche zum Start des Gottesdienstbetriebs laufen

(pd/vre) Genau wie das Bistum St.Gallen geht auch die Evangelisch-reformierte Kirche im Kanton St.Gallen davon aus, dass wegen der Coronakrise bis mindestens 8. Juni keine Gottesdienste in Kirchen und anderen Sälen möglich sind. Entsprechend hat die Kirchenleitung heute Dienstag mit einem Rundschreiben die Kirchgemeinden informiert.

Die südliche St.Galler Altstadt mit der Kathedrale und der Stadtkirche St.Laurenzen. Auch hier finden derzeit keine Gottesdienste statt. Bistum und evangelische Kantonalkirche hoffen, dass sich das nach dem 8. Juni ändert.

Die südliche St.Galler Altstadt mit der Kathedrale und der Stadtkirche St.Laurenzen. Auch hier finden derzeit keine Gottesdienste statt. Bistum und evangelische Kantonalkirche hoffen, dass sich das nach dem 8. Juni ändert.

Bild: Urs Bucher (6.11.2017)

Gottesdienste auch nur im kleinen Kreis sind demnach im Moment nicht möglich. Die Kirchenleitung geht davon aus, dass erst mit der Lockerung des Versammlungsverbotes wieder Gottesdienste mit der Gemeinde gefeiert werden können. Der Bundesrat habe für den 8. Juni eine entsprechende Lockerung in Aussicht gestellt. Ob dies dann wirklich der Fall sein, werde am 27. Mai kommuniziert, heisst es im Rundschreiben.

Erklärtes Ziel ist es, möglichst rasch nach der nötigen Lockerung wieder Gottesdienste durchführen zu können. Die Evangelische Kirche Schweiz (EKS) berät gemäss Rundschreiben bereits jetzt zusammen mit den Präsidien der Landes- und Kantonalkirchen, wie man mögliche Vorgaben des Bundes bezüglich der Gottesdienste rasch umzusetzen kann.

Die evangelisch-reformierte Kantonalkirche gibt im Rundschreiben auch verschiedene Empfehlungen ab: Konfirmationen sollen als «Grossanlässe» bis nach den Sommerferien verschoben werden. Bei Sommerlagern für Kinder und Jugendliche wird empfohlen jene im Ausland abzusagen, bei jenen im Inland aber noch zuzuwarten. Wenn die Öffnung der Schulen ab 11. Mai wie geplant laufe, sei es vielleicht auch möglich, im Sommer Lager durchzuführen.

Dienstag, 21. April - 11:43 Uhr

Wenn Katze und Krähe miteinander diskutieren

Leserbild. Der Schnappschuss einer Katze, die offenbar angeregt mit einer Krähe diskutiert, ist Ingrid Zürcher am Wochenende im Tüfentobel gelungen.

Leserbild. Der Schnappschuss einer Katze, die offenbar angeregt mit einer Krähe diskutiert, ist Ingrid Zürcher am Wochenende im Tüfentobel gelungen.

Dienstag, 21. April - 9:59 Uhr

Der Saal des alten Kino Rex soll doch nicht aufgefüllt werden: Regenwasser sammeln, wo früher Filme gezeigt wurden

(vre) St.Gallen soll auch zum Schwamm werden. Was im ersten Moment etwas kurios tönt, ist ein mit Blick auf den Klimawandel interessantes Konzept der städtischen Entsorger (siehe Kasten). Und es wartet gleich auch mit einem originellen Projekt auf: Entsorgung St.Gallen will den grossen Saal im alten Kino Rex nicht mit Schutt auffüllen, sondern in ein Rückhaltebecken für Regenwasser verwandeln.

Das alte Kino Rex soll abgebrochen und durch Wohnhäuser ersetzt werden. Der alte Kinosaal soll dabei in ein Rückhaltebecken für Regenwasser verwandelt werden.

Das alte Kino Rex soll abgebrochen und durch Wohnhäuser ersetzt werden. Der alte Kinosaal soll dabei in ein Rückhaltebecken für Regenwasser verwandelt werden.

Bild: Benjamin Manser (8.3.2019)

Die HRS Real Estate AG plant auf der Liegenschaft Zwinglistrasse 2 und 4 Neubauten mit Wohnungen. Das Gebäude des alten Kino Rex soll dafür abgebrochen werden. Die ursprüngliche Planung sah vor, den grossen, fürs Neubauprojekt nicht benötigten Kinosaal mit Aushub zu füllen und zu verschliessen. Das wird aber nicht geschehen, sofern das Stadtparlament dem Projekt eines Regenrückhaltebeckens im Saalgewölbe zustimmt.

Das Rückhaltebecken im alten Kinosaal soll die Kanalisation im Gebiet Knottergässlein bis Schibenertor bei Regen entlasten. Der Saal soll in drei wasserdichte Kammern aufgeteilt werden, die insgesamt etwa 450 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Mit dieser Massnahmen, die rund 580'000 Franken kostet, kann sich die Stadt Ausbauten der Kanalisation sparen, die Investitionen von rund 550'000 Franken erfordert hätten.

Schwammstadt

Mehrere Fliegen auf einen Streich

Mit dem Konzept der «Sponge City» soll der durch die Versiegelung der Böden gestörte natürliche Wasserhaushalt der Stadt ausgeglichen werden. Regenwasser wird dabei nicht sofort nach dem Fallen abgeleitet, sondern in Rückhaltebecken gesammelt, später abgeleitet oder anderweitig genutzt. So wird das Risiko von Überflutungen bei Starkregen minimiert. Das gesammelte Wasser kann zudem bei künftigem Bedarf zum Kühlen sogenannter städtischer Hitze-Inseln (Stichwort «Urban Heating») eingesetzt werden.

Dienstag, 21. April - 8:45 Uhr

Nur elf Corona-Einsätze für die Kantonspolizei: Polizist beim Schlichten von Nachbarschaftsstreit angespuckt

(kapo/vre) Von Montag- bis Dienstagmorgen hat die Kantonspolizei St.Gallen nur elf Einsätze in Zusammenhang mit den Anti-Corona-Regeln geleistet. Damit sei es in diesen 24 Stunden ruhig gewesen, zieht die Kapo in einer Mitteilung Bilanz. Allerdings: Beim Schlichten eines Streits unter Nachbarn in Rorschacherberg wurde einem Polizisten ins Gesicht gespuckt. Der Spucker wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Die elf Anti-Corona-Einsätze quer durch den ganzen Kanton betrafen hauptsächlich Meldungen von zu grossen Personengruppen oder nicht eingehaltenen Abständen. Bei rund der Hälfte der Meldungen konnten gemäss Mitteilung keine Verstösse festgestellt werden. Neben den Anti-Corona-Einsätzen griffen Kantonspolizisten bei drei Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich ein. Weiter wurde von Montag- bis Dienstagmorgen ein Einbruch gemeldet.

Dienstag, 21. April - 8:37 Uhr

Ab diesem Donnerstag bietet auch die Frauenbibliothek Wyborada einen unbedienten Abholservice an

(pd/vre) Dank des Coronavirus bleiben die Bibliotheken noch mindestens bis zum 8. Juni geschlossen. Das Literaturhaus und die Frauenbibliothek Wyborada in St.Gallen bietet daher ab sofort ebenfalls einen Abholservice an. Mitglieder können Bücher und andere Medien der Fachbibliothek im Online-Katalog bestellen und sie dann immer am Donnerstag, 15 bis 18 Uhr, an der Davidstrasse 42 abholen. Dabei werden jeweils Bestellungen bis Donnerstagmittag berücksichtigt.

Hier geht's zum Literaturhaus und zur Bibliothek Wyborada im Internet.

Montag, 20. April - 19:13 Uhr

Weihern Open-Air-Festival «schweren Herzens» abgesagt

(nat) Die diesjährige Ausgabe des Weihern-Open-Air-Festivals findet nicht statt. «Nach langen Gesprächen haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, das Weihern-Open-Air in diesem Jahr auszusetzen», heisst es auf der Website.

Zu grosse Planungsunsicherheit: Das Weihern-Open-Air-Festival findet dieses Jahr nicht statt.

Zu grosse Planungsunsicherheit: Das Weihern-Open-Air-Festival findet dieses Jahr nicht statt.

Bild: Urs Bucher

Durch die Coronakrise gestalte sich die Planung für die im September stattfindende Veranstaltung personell wie auch finanziell sehr schwierig, sagt Mitorganisatorin Melanie Schweizer auf Anfrage. «Wir sind ein kleines Festival mit einem kleinen Polster. Es wäre schade gewesen, jetzt alles zu planen und dann bei einem Veranstaltungsverbot wieder abzusagen.» Der Verein «Weihern-Open-Air-Festival» hoffe sehr auf nächstes Jahr. Definitiv entschieden werde aber erst im Herbst.

Montag, 20. April - 17:40 Uhr

Ehemaliger Präsident von Klangwelt Toggenburg singt vom Dach der ökumenischen Kirche Halden

(pd/mha) Das Evangelisch-reformierte Forum St.Gallen organisiert derzeit wöchentlich einen sogenannten Corona-Segen und schaltet diesen auf Youtube auf. Den ersten hat am Ostermontag Pfarrerin Marilene Hess gesprochen. Den zweiten hat nun Alois Ebneter, früherer Präsident von Klangwelt Toggenburg und aktuell Mitglied im Haldenrat, aufgezeichnet. Dabei stand er auf dem Dach der ökumenischen Kirche Halden:

Montag, 20. April - 17:17 Uhr

Fünf Überbauungspläne werden aufgehoben - Einsprachefrist läuft

(mha) Der Stadtrat hat Ende März mehrere Überbauungspläne aufgehoben. Dies geht aus Meldungen auf der Publikationsplattform des Kantons hervor. Insgesamt wurden fünf Überbauungspläne aus den Jahren 1969 bis 1979 aufgehoben. Es sind dies:

  • Überbauungsplan Wolfgangstrasse
  • Überbauungsplan Haggen-Hinterberg
  • Überbauungsplan Rehetobel- / Tagblatstrasse
  • Überbauungsplan Etzelbünt II
  • Überbauungsplan Geissbüel
Der Überbauungsplan Geissbüelstrasse wurde aufgehoben.

Der Überbauungsplan Geissbüelstrasse wurde aufgehoben.

Bild: Screenshot/Stadt St.Gallen

Die Aufhebung geht auf ein Postulat aus dem Jahr 2010 zurück. Der Stadtrat wurde damit beauftragt, zu prüfen, inwieweit die vor 1980 erlassenen Sondernutzungspläne noch gerechtfertigt sind. Der Stadtrat kam daraufhin zum Schluss, dass 23 Sondernutzungspläne ersatzlos aufgehoben werden können. Die fünf nun aufgehobenen Überbauungspläne gehören dazu.

Gegen die Aufhebung kann bis zum 20. Mai Einsprache erheben werden.

Auslichten des Plandschungels

Der Stadtrat will rund 80 der über 360 geltenden Sondernutzungspläne in St.Gallen aufheben. Das schreibt er in der Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss. Die ersten Sondernutzungspläne sollen schon bald verschwinden.
David Gadze
Montag, 20. April - 14:49 Uhr

Jede und jeder kann Werke einreichen: Museum im Lagerhaus plant Sonderausstellung

(pd/miz/mha) Das Museum im Lagerhaus plant in Zeiten des Corona-Stillstands eine Sonderausstellung: «Kunst im Ausnahmezustand». Dafür ruft das Museum jede und jeden auf, zu Papier und Stift zu greifen. Ziel sei es, die im «Ausnahmezustand» erschaffenen Werke auszustellen, sobald die Normalität wieder Einzug gehalten habe.

Das Museum nennt als einzige Vorgabe für die Kunstwerke, dass das Blatt mindestens A6- (Postkartenformat) bis maximal A3-Format gross sein dürfe. Von der Bleistiftzeichnung bis hin zur geklebten Collage sei alles erlaubt. Anregungen findet man auf der Museumswebsite, zum Beispiel dieses Bild:

Jan-Piet Graf (*1971), Ohne Titel, 2012, Tusche und Filzstift auf Papier.

Jan-Piet Graf (*1971), Ohne Titel, 2012, Tusche und Filzstift auf Papier.

Bild: PD/Museum im Lagerhaus

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auf einem separaten Info-Blatt zwecks Kontaktaufnahme Namen, Anschrift und Mailadresse oder Telefonnummer notieren. Zudem solle man auf dem Blatt einige Gedanken formulieren, die zur Gestaltungsidee inspiriert haben. Die Arbeit kann ungeknickt mitsamt dem Info-Blatt bis 30. April an folgende Adresse gesandt werden: Museum im Lagerhaus, Davidstrasse 44, 9000 St. Gallen.

Die Ausstellungsmacherinnen wollen sich nach Ablauf der Einreichefrist melden. Sie kündigen an, dass sämtliche Werke ausgestellt werde. Die beste Arbeit soll zudem als Motiv auf Postkarten gedruckt werden. Der oder die Kunstschaffende erhalte 50 Exemplare davon als Anerkennung. Pro Teilnehmendem kann nur ein Werk eingereicht werde.

Auch wenn die Corona-Pandemie Ausstellungen und Kulturanlässe verunmöglicht: Ostschweizer Kunstschaffende und Kulturbetriebe bleiben kreativ. In einem Ticker berichtet die «Tagblatt»-Kultur-Redaktion derzeit über Initiativen, Ideen und Angebote:

Montag, 20. April - 13:33 Uhr

Frühlingsputz im öffentlichen Raum

(vre) Coronavirus hin oder her: Es ist Frühling, und erst noch ein wunderschöner. Und das ist traditionell die Jahreszeit, in der man seine Wohnung wieder auf Vordermann bringt. Nicht nur Hausfrauen und Hausmänner erfasst jeweils die Frühlingsputzwut. Auch im öffentlichen Raum wird überall geputzt und auf Hochglanz gebracht.

Ein Mitarbeiter der Stadt reinigt am Montagmorgen die Bank rund um die Linde auf dem Gallusplatz.

Ein Mitarbeiter der Stadt reinigt am Montagmorgen die Bank rund um die Linde auf dem Gallusplatz.

Bild: Sandra Büchler (20.4.2020)

Dieser Tage sind auch in St.Gallen die Putzkolonnen verschiedener städtischer Ämter unterwegs. Auf dem Gallusplatz wurde am Montag beispielsweise eine Angehöriger von Stadtgrün gesichtet, wie er mit dem Hochdruckreiniger Dreck und Salzresten von den Sitzbänken entfernte.

Montag, 20. April - 12:00 Uhr

Blütenpracht in Wiesen und auf Bäumen

Leserbild. Robert Scherrer fotografierte die blühende Wiese mit den ebenso üppig blühenden Obstbäumen am Sonntag bei Engelburg.

Leserbild. Robert Scherrer fotografierte die blühende Wiese mit den ebenso üppig blühenden Obstbäumen am Sonntag bei Engelburg.

Montag, 20. April - 11:44 Uhr

Gottesdienste erst wieder nach dem 8. Juni: Kirchgemeinden und Pfarreien bereiten sich auf längere Pause vor

(vre) Das Bistum St.Gallen geht davon aus, dass frühestens ab 8. Juni Gottesdienste wieder in Kirchen und anderen Sälen möglich sein werden. Dies ist dem fünften Dekret von Bischof Markus Büchel über Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu entnehmen. Es ist eine Reaktion auf die Weisungen, die der Bundesrat am 16. April publik gemacht hat.

Auch in Stadt und Region St.Gallen bleiben die Kirchenbänke wegen des Coronavirus voraussichtlich bis 8. Juni leer. Das Bild stammt aus der Paulus-Kirche in Gossau.

Auch in Stadt und Region St.Gallen bleiben die Kirchenbänke wegen des Coronavirus voraussichtlich bis 8. Juni leer. Das Bild stammt aus der Paulus-Kirche in Gossau.

Bild: Benjamin Manser (3.3.2017)

Darin ist eine Lockerung fürs Veranstaltungs- und Versammlungsverbot frühestens ab 8. Juni vorgesehen. Das bedeutet gemäss Bistum St.Gallen, dass weiterhin an Sonn- und Werktagen keine Gottesdienste gefeiert werden dürfen. Der Bischof von St.Gallen entbindet die Gläubigen daher weiter von der Sonntagspflicht, also der Pflicht zum Besuch der Messe am Samstagabend oder Sonntag.

Eine Erleichterung gibt es gemäss bischöflichem Dekret ab dem 27. April für Begräbnisse: Sie werden «im Familienkreis» und nicht mehr nur «im engsten Familienkreis» durchgeführt. Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Zudem sollen Beerdigungsfeiern nur im Freien abgehalten werden, wobei Ausnahmen möglich sind. Vorläufig nicht durchgeführt werden Tauf- und Erstkommunionfeiern.

Montag, 20. April - 11:11 Uhr

Neue Leitung für Botanischen Garten St.Gallen: Ehepaar Heidi und Ivo Moser übernehmen Anfang 2021 von Hanspeter Schumacher

(sk/vre) Ende Januar 2021 ist es soweit: Hanspeter Schumacher, der Leiter des Botanischen Gartens St.Gallen, tritt nach «35-jährigem Engagement» in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt ein Ehepaar. Heidi und Ivo Moser werden gemäss Mitteilung der Stadtkanzlei vom Montag als Co-Leitung wirken. Sie treten die Stelle am 1. November an.

Seit 35 Jahren für den Botanischen Garten engagiert: Hanspeter Schumacher wird Ende Januar 2021 pensioniert.

Seit 35 Jahren für den Botanischen Garten engagiert: Hanspeter Schumacher wird Ende Januar 2021 pensioniert.

Bild: Michel Canonica (1.2.2017)

Heidi und Ivo Moser sind 44 Jahre alt und haben an der Uni Zürich Botanik studiert. Sie sind zudem ausgebildete Primar- sowie Gymnasiallehrkräfte. Heidi Moser unterrichtet an der Thurgauisch-Schaffhauserischen Maturitätsschule für Erwachsene Biologie und Chemie. Ivo Moser arbeitet seit 2009 fürs Ökobüro Hugentobler in Altstätten.

Heidi und Ivo Moser übernehmen als Co-Leitung die Führung des Botanischen Gartens St.Gallen.

Heidi und Ivo Moser übernehmen als Co-Leitung die Führung des Botanischen Gartens St.Gallen.

Bild: Stadt St.Gallen/PD

Zum Pflichtenheft der neuen Co-Leitung gehören Führung und Weiterentwicklung des Botanischen Gartens, die Betreuung der Pflanzensammlung sowie die Vermittlungstätigkeit mit öffentlichen Führungen und Ausstellungen. Mit einer Co-Leitung könne das breite Aufgabenspektrum «sehr gut abgedeckt werden». Zudem leiste die Stadt «einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Förderung von Frauen in Führungspositionen», heisst es in der Mitteilung.

Montag, 20. April - 10:55 Uhr

Nachtübung beim Bahnhof Bruggen: Am kommenden Wochenende wird die Passerelle Oberstockenweg abgebrochen

(sk/vre) In der Nacht vom kommenden Sonntag auf kommenden Montag wird die Fussgängerpasserelle Oberstockenweg westlich des Bahnhofs Bruggen abgebrochen. Mit Rücksicht auf den Bahnverkehr muss die Demontage in den Nachtstunden erfolgen. Dafür wird die Bahnstrecke während rund dreier Stunden gesperrt. Am Montag wird die Konstruktion gemäss Mitteilung vor Ort zerkleinert und abtransportiert.

Die bestehende Passerelle Oberstockenweg mit Jahrgang 1969 führt westlich des Bahnhofs Bruggen über die SBB-Linie.

Die bestehende Passerelle Oberstockenweg mit Jahrgang 1969 führt westlich des Bahnhofs Bruggen über die SBB-Linie.

Bild: Reto Voneschen (14.4.2020)

Voraussichtlich im Spätsommer beginnt der Bau der neuen Fuss- und Radwegbrücke über die SBB-Linie. Vollendet sein soll die neue und bequemere Passerelle im Sommer 2021. Bis zur Eröffnung dieses Übergangs müssen Fussgängerinnen und Fussgänger die Umleitung über die Lehnstrasse oder die Überführung Rickenweg benutzen.

Situationsplan Abbruch Passerelle Oberstockenweg sowie Umleitungen für Fussgängerinnen und Fussgänger bis Sommer 2021.

Situationsplan Abbruch Passerelle Oberstockenweg sowie Umleitungen für Fussgängerinnen und Fussgänger bis Sommer 2021.

Illustration: Tiefbauamt Stadt SG

Die heutige Passerelle Oberstockenweg hat Baujahr 1969. Sie ist baulich in einem schlechten Zustand und muss daher durch einen Neubau ersetzt werden. Die dafür nötigen Finanzen hat das Stadtparlament im Januar bewilligt. Die Baukosten für die neue Passerelle belaufen sich gemäss damaliger Vorlage auf rund vier Millionen Franken. Dank Beiträgen des Kantons sowie aus dem Aggloprogramm des Bundes muss die Stadtkasse davon nur knapp 926'000 Franken selber tragen.

Montag, 20. April - 10:12 Uhr

Junge Männer und ihre getunten Autos in Zeiten des Coronavirus: Anzeigen wegen unangepasster Fahrweise und zu hohem Tempo

(kapo/vre) Von Sonntag- bis Montagmorgen hat die Kantonspolizei St.Gallen 25 Einsätze im Zusammenhang mit den Massnahmen gegen den Coronavirus geleistet. Sechsmal müssten Polizistinnen und Polizisten bei Konflikten im zwischenmenschlichen Bereich eingreifen. Zudem wurden von Sonntag auf Montag zwei Einbrüche gemeldet.

Am Sonntag stiessen die Polizeipatrouillen hauptsächlich in Parks und bei Grillstellen auf Menschenansammlungen. Diesen Personen wurden gemäss Mitteilung einmal mehr die geltenden Bestimmungen erläutert. In den meisten Fällen sei das auch mit Verständnis aufgenommen worden, schreibt die Kapo. Bei Grillstellen in einzelnen Regionen gilt allerdings ein Feuerverbot, gegen das vereinzelt verstossen wurde.

Junge Männer und ihre schnellen sowie lauten Autos fallen auf den derzeit ruhigen Strassen vielen negativ auf. Entsprechend kritisch wird dieses Verhalten in den Sozialen Medien kommentiert.

Junge Männer und ihre schnellen sowie lauten Autos fallen auf den derzeit ruhigen Strassen vielen negativ auf. Entsprechend kritisch wird dieses Verhalten in den Sozialen Medien kommentiert.

Symbolbild: Sarikurt Melek

Mehrfach gingen von Sonntag- bis Montagmorgen bei der Kantonspolizei Meldungen über Gruppen junger Männer mit getunten Autos ein. An den Orten im Kanton, an denen sie tatsächlich angetroffen wurden, machten Polizeipatrouillen auf die geltenden Vorschriften aufmerksam. In einigen Fällen hätten Anzeigen wegen unangepasster Fahrweise oder zu hoher Geschwindigkeit resultiert, schreibt die Kapo in ihrer Mitteilung.

Montag, 20. April - 9:02 Uhr

Natur findet auch ohne Museum statt

Leserbild. Klaus Stadler fotografierte am Wochenende das geschlossene Naturmuseum und die üppig aufblühende Natur im benachbarten Pärklein.

Leserbild. Klaus Stadler fotografierte am Wochenende das geschlossene Naturmuseum und die üppig aufblühende Natur im benachbarten Pärklein.

Montag, 20. April - 8:58 Uhr

Einfache Anfrage im St.Galler Stadtparlament: Grüne wollen die Wochenmärkte und den Bauernmarkt rasch wieder öffnen

(vre) In Altstätten finden der Wochen- und der Bauernmarkt unter Einhaltung der Anti-Corona-Regeln des Bundes wieder statt. In St.Gallen sind die Wochenmärkte vom Mittwoch und Samstag sowie der Bauernmarkt vom Freitag immer noch sistiert. Das stört die Fraktion von Grünen und Jungen Grünen im Stadtparlament. In einer Einfachen Anfrage erkundigen sie sich beim Stadtrat, ob die Wiederaufnahme der Märkte nicht auch in St.Gallen wieder möglich wäre.

Der ständige Markt ist gesetzlich Lebensmittelläden gleichgestellt und darf zu Zeiten des Coronavirus offen halten. Die Auslagen seiner Stände sind allerdings zur Einhaltung der Distanzregeln «in die Breite» gezogen.

Der ständige Markt ist gesetzlich Lebensmittelläden gleichgestellt und darf zu Zeiten des Coronavirus offen halten. Die Auslagen seiner Stände sind allerdings zur Einhaltung der Distanzregeln «in die Breite» gezogen.

Bild: Reto Voneschen (21.3.2020)

Die Stadt St.Gallen habe genügend Plätze und Gassen zur dezentralen Durchführung von Wochen- und Bauernmärkten, schreiben Grüne und Junge Grüne. Sie regen an, dass man sich Altstätten zum Vorbild nimmt: Dort stehen die Marktstände weit verstreut im historischen Ortskern. So liessen sich grössere Menschenansammlungen vermeiden, heisst es im grünen Vorstoss.

Dass das auch in St.Gallen klappen kann, zeigt für Grüne und Junge Grüne der ständige Markt. Er ist täglich geöffnet, die Auslagen der Marktfahrer sind aber «in die Breite» gezogen, damit Kundinnen und Kunden die Mindestabstände zueinander einhalten können. Wer in diesen Tagen das «Gewusel» zwischen den Gestellreihen der Grossverteiler erlebe, sehne sich geradezu nach einer Alternative dazu und wünsche sich «einen virenfreien Einkauf im Freien», heisst es in der Einfachen Anfrage.

Sonntag, 19. April - 15:15 Uhr

Durchsetzung der Anti-Corona-Massnahmen fordert die Polizei: Kantonspolizei rückt in 48 Stunden 99 Mal aus

(kapo/vre) In der Zeit von Freitag- bis Sonntagmorgen ist die Kantonspolizei St.Gallen 99 Mal wegen Verstössen gegen die Vorschriften in Zusammenhang mit dem Coronavirus ausgerückt. Kontrolliert werden musste fast ausschliesslich an See- und Flussufern, in Parks sowie bei öffentlichen Grillstellen. An einigen Orten trafen Polizeipatrouillen auf kleine Personengruppen; grösstenteils hielten diese gemäss Mitteilung vom Sonntag aber die Regeln ein.

Auf Gebiet der Stadt St.Gallen ist die Stadtpolizei, im Rest des Kantons die Kantonspolizei für die Durchsetzung der Anti-Corona-Regeln zuständig. Die Stapo war auch an diesem Wochenende an beliebten Ausflugszielen der Städterinnen und Städter - wie im Bild am Mannenweier - präsent.

Auf Gebiet der Stadt St.Gallen ist die Stadtpolizei, im Rest des Kantons die Kantonspolizei für die Durchsetzung der Anti-Corona-Regeln zuständig. Die Stapo war auch an diesem Wochenende an beliebten Ausflugszielen der Städterinnen und Städter - wie im Bild am Mannenweier - präsent.

Bild: Raphael Rohner (5.4.2020)

Bei allen Kontrollen wie auch bei kontrollierten Geburtstagpartys erklärten Polizistinnen und Polizisten wiederum, wieso das Abstandhalten untereinander gegen den Coronavirus von zentraler Bedeutung ist. Personen, die sich in abgesperrten Bereichen von Grillstellen und Gewässern aufhielten, wurden an verschiedenen Orten im Kanton gebüsst.

Streit mussten Patrouillen der Kantonspolizei von Freitag- bis Sonntagmorgen in acht Fällen schlichten. Im genannten Zeitfenster wurden zudem gemäss Mitteilung vom Sonntag quer durch den Kanton fünf Einbrüche registriert.

Sonntag, 19. April - 14:40 Uhr

Zweiter Wahlgang in der Stadt St.Gallen: Glanzresultat für Laura Bucher und Schlüsse für die Stadtratswahlen vom Herbst

(vre) Beat Tinner (FDP, 56'028 Stimmen) und Laura Bucher (SP, 54'328) sitzen neu in der St.Galler Kantonsregierung. SVP-Mann Michael Götte (52'696) hat am Sonntag den Sprung dorthin im zweiten Wahlgang erneut, aber nur relativ knapp verpasst. Ein wichtiges Teilresultat für ihre Wahl erzielte Bucher in der Kantonshauptstadt.

In der Stadt St.Gallen lag die SP-Frau mit 10'918 Stimmen klar vor ihren beiden Konkurrenten. Auf Beat Tinner entfielen hier 7'469, auf Michael Götte 5'685 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag in der Stadt bei 37,3 Prozent, was überraschend hoch und sogar ein Prozent mehr ist als im ersten Wahlgang vom 8. März.

In der Kantonshauptstadt ein Spitzenresultat erzielt: Die neu gewählte St.Galler Regierungsrätin Laura Bucher (SP).

In der Kantonshauptstadt ein Spitzenresultat erzielt: Die neu gewählte St.Galler Regierungsrätin Laura Bucher (SP).

Bild: Gian Ehrenzeller/KEY
(19.4.2020)

Abgesehen davon, dass mit dem Wahlresultat vom Sonntag die parteipolitische Zusammensetzung der St.Galler Kantonsregierung unverändert bleibt (2 CVP, 2 FDP, 2 SP, 1 SVP), kann man daraus auch allgemeine Schlüsse für die St.Galler Stadtratswahlen vom Herbst ziehen. Allgemein wird angenommen, dass dabei Stadtpräsident Thomas Scheitlin auf eine erneute Kandidatur verzichten wird.

Das Wahlresultat vom Sonntag in der Stadt lässt den Schluss zu, dass sich die SP für den Versuch, den Präsidentenstuhl von Scheitlin zu erben, gute Chancen ausrechnen darf. Anderseits wurde am Sonntag noch einmal bestätigt, dass es für einen SVP-Mann auch diesen Herbst schwer bis unmöglich sein dürfte, einen Sitz in der Stadtregierung zu erobern.

Samstag, 18. April - 19:40 Uhr

Am Sonntag entscheidet sich der zweite Wahlgang für die St.Galler Kantonsregierung: Wählen kann man bis Sonntagmittag

(vre) Am Sonntag, gegen 15 Uhr, soll das Schlussresultat des zweiten Wahlgangs der St.Galler Regierungswahlen vorliegen. Bereits eine Stunde früher, gegen 14 Uhr, soll dies für die Resultate der Stadt St.Gallen der Fall sein. Um die beiden vakanten Sitze in der Kantonsregierung bewerben sich Laura Bucher (SP, St.Margrethen), Michael Götte (SVP, Tübach) und Beat Tinner (FDP, Azmoos).

Erwartet wird in der Stadt St.Gallen eine überraschend hohe Beteiligung am zweiten Wahlgang. Bis Freitagmittag hatten bereits über 35 Prozent der Wahlberechtigten ihre Unterlagen der Stadtkanzlei retourniert. So könnte bis am Schluss eine Wahlbeteiligung zwischen 40 und 44 Prozent resultieren. Am ersten Wahlgang vom 8. März hatten in der Kantonshauptstadt nur 36,3 Prozent gewählt.

Wählen kann man beim zweiten Wahlgang in die Kantonsregierung nur brieflich. Aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus bleibt die Wahlurne am Sonntagvormittag im Rathaus geschlossen. Das Couvert mit dem Wahlzettel kann man aber bis Sonntagmittag in den Briefkasten rechts vom Haupteingang des Rathauses werfen. Er wird letztmals am Sonntag, 12 Uhr, geleert.

Neben der hohen Wahlbeteiligung fällt aber auch auf: Es ist gar nicht so einfach zu Zeiten des Coronavirus Wahlkampf zu machen. Wie ohne Stand- und Gipfeli-Aktionen sowie Podien ans Wahlvolk herankommen? Für den zweiten Wahlgang in die St.Galler Regierung spielten Plakate dabei eine prominente Rolle. Das zeigt eine kleine Bildersammlung:

An der Tschudistrasse wirbt einer am Gartenhag für SP-Frau Laura Bucher als Regierungsrätin und gleich daneben für ein Ja zur Konzernverantwortungs-Initiative.
9 Bilder
Beat Tinner im Doppel nahe der Kirche St.Otmar.
Michael Götte hat in dreifacher Ausfürhung ein Vordach am Anfang der Zürcher Strasse geentert.
Ein Schattenplätzchen für FDP-Kandidat Beat Tinner in einem blühenden Vorgarten an der Zürcher Strasse.
Das Plakat für SP-Kandidatin Laura Bucher an der Zürcher Strasse im Zentrum des Lachen-Quartiers.
Das derzeitige Hauptanliegen von SVP-Kandidat Michael Götte in der westlichen Bahnhofunterführung in St.Gallen.
Anti-Corona-Massnahmen, die Musikschule und zwei von drei Kandidierenden für die Regierungsratswahl vom Sonntag friedlich auf einem Wiesli beim Interio-Kreisel vereint.
Ein bürgerliches Duo an der Grenze zwischen St.Gallen und Gaiserwald.
Allerdings: Nicht jeder, der einem in der Bahnhofunterführung anlächelt und mit Namen angeschrieben ist, will in die Kantonsregierung. Philip Fässler bewirbt vielmehr für «Culinarium» Appenzeller Fleischspezialitäten.