ST.GALLER STADT-TICKER
Kritische Fragen zum Bettelverbot +++ Gewerbe reagiert enttäuscht +++ Autobahn in der Nacht gesperrt +++ Wer soll die E-ID verwalten? +++ Fussballverbände begrüssen Stärkung des Frauenteams

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen und der Umgebung: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Mittwoch, 24. Februar - 16:56 Uhr

Einfache Anfrage im Stadtparlament: Verstösst das allgemeine Bettelverbot im St.Galler Polizeireglement gegen die Menschenrechte?

(vre) Auch im Polizeireglement der Stadt St.Gallen ist ein generelles Bettelverbot verankert. Und dieses wird auch durchgesetzt: Für 2019 weist der Geschäftsbericht der Stadt 60 Wegweisungen oder Fernhaltungen aufgrund von Verstössen gegen das Bettelverbot aus. Nach einem Urteil des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte erkundigt sich jetzt SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler in einer Anfrage, ob das allgemeine Bettelverbot in der heutigen Form überhaupt zulässig ist.

Hasler bezieht sich dabei auf einen Fall aus dem Kanton Genf. Dort wurde eine nicht in der Schweiz wohnhafte Bettlerin wegen Verstössen gegen das allgemeine Bettelverbot verurteilt. Weil sie die verhängte Busse nicht bezahlen konnte, wurde diese in eine Gefängnisstrafe umgewandelt. Und dies verstösst gemäss Gerichtshof für Menschenrechte gegen Artikel 8 der europäischen Menschenrechtskonvention.

Bettlerin vor einem Einkaufszentrum in der Schweiz. Über das heute an vielen Orten geltende allgemeine Bettelverbot wird nach einem Gerichtsurteil derzeit quer durch die Schweiz diskutiert.

Bettlerin vor einem Einkaufszentrum in der Schweiz. Über das heute an vielen Orten geltende allgemeine Bettelverbot wird nach einem Gerichtsurteil derzeit quer durch die Schweiz diskutiert.

Symbolbild: Michael Ehrler (29.5.2008)

Das Urteil hat unter anderem in Basel heftige politische Diskussionen ausgelöst. Peter Albrecht, Professor im Ruhestand, kam dabei in einem Interview zum Schluss, dass ein allgemeines Bettelverbot, das auf den Einzelfall keine Rücksicht nimmt, nicht zulässig ist. Dies im Gegensatz zu spezifischeren Verboten beispielsweise wegen aggressivem und bandenmässigem Betteln.

Etrit Hasler erkundigt sich beim Stadtrat, wie sich die Situation nach dem Urteil des Gerichtshofs für Menschenrechte in St.Gallen präsentiert. Insbesondere interessiert ihn, ob bei der Durchsetzung des Bettelverbots neben Wegweisungen und Fernhaltungen auch Bussen ausgesprochen werden. Zudem will er wissen, wie das Bettelverbot nach dem Urteil gehandhabt wird, ob seine Durchsetzung allenfalls ausgesetzt ist, und ob geprüft wird, das Bettelverbot zu streichen oder mindestens anzupassen.

Mittwoch, 24. Februar - 15:48 Uhr

Reaktion auf Corona-Entscheide des Bundesrats: Gewerbeverband des Kantons St.Gallen fordert weiterhin verbindlichen Fahrplan

(pd/vre) Heute Mittwoch hat der Bundesrat kommuniziert, wie es mit dem Anti-Corona-Lockdown weitergehen soll. Noch während der Medienkonferenz in Bern hat sich der Kantonale Gewerbeverband (KGV) St.Gallen per E-Mail gegenüber seiner Mitgliedschaft zu den beschlossenen Massnahmen vernehmen lassen. Der KGV zeigt sich dabei enttäuscht, dass die Forderungen nach rascheren Öffnungsschritten durch die Wirtschaft und die Kantone (darunter auch St.Gallen) nicht berücksichtigt wurden.

Das dürfte angesichts des anhaltend schönen Wetters viele enttäuschen: Die Aussenbereiche von Restaurants bleiben bis mindestens 22. März zu.

Das dürfte angesichts des anhaltend schönen Wetters viele enttäuschen: Die Aussenbereiche von Restaurants bleiben bis mindestens 22. März zu.

Bild: Urs Bucher
(2.4.2020)

Die meisten Forderungen habe der Bundesrat leider nicht aufgenommen, heisst es in der KGV-Stellungnahme. Die Landesregierung reagiere nach wie vor «sehr zögerlich». Erstaunlich sei der Umstand, dass auf eine Öffnung der Restaurantterrassen bereits ab dem 1. März verzichtet werde, obwohl dies von einer knappen Mehrheit der Kantone gefordert worden sei. Man kann sich da schon fragen, wofür der Bundesrat die Kantone überhaupt konsultiere, kritisiert der KGV.

Ein Lichtblick für den Gewerbeverband ist, dass der Bundesrat die nächste Öffnung - einschliesslich der Innenbereiche von Restaurants - bereits auf den 22. März, statt wie ursprünglich erst auf den 1. April in Aussicht gestellt hat. «Konkrete Perspektiven» seien für die vom Lockdown betroffenen Branchen nach wie vor unabdingbar. Der Gewerbeverband des Kantons St.Gallen gibt sich jetzt aber für den 22. März optimistisch: Er sei zuversichtlich, dass weitere grosse Öffnungsschritte erfolgen könnten, heisst es im E-Mail.

Lockdown

Die wichtigsten Beschlüsse des Bundesrats

(pd/vre) Der Bundesrat hat heute Mittwoch verschiedene Beschlüsse bezüglich dem derzeit geltenden Lockdown gefasst. Die wichtigsten sind:

Öffnen können ab 1. März Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken, die Aussenbereiche von Zoos, botanischen Gärten sowie Sport- und Freizeitanlagen. Es bestehen nach wie vor Kapazitätsbeschränkungen. Geschlossen bleiben weiterhin Restaurants, Bars, Discos und Tanzlokale, Kulturbetriebe (drinnen), Sportanlagen (drinnen) sowie Freizeitbetriebe (drinnen).

Im Freien sind private Veranstaltungen mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt. Zudem können Jugendliche unter 20 Jahren (bis Jahrgang 2001) wieder den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten nachgehen.

Weitere am 18. Dezember und am 13. Januar  beschlossene nationale Massnahmen werden um einen Monat, bis Ende März, verlängert. Darunter sind die Pflicht zum Home Office und der Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Mittwoch, 24. Februar - 14:35 Uhr

Bauarbeiten für den Olma-Deckel: Auch im März muss die Stadtautobahn an einigen Nächten gesperrt werden

Blick auf die Baustelle für den Olma-Deckel sowie die Autobahnausfahrt St.Fiden am Ostende des Rosenbergtunnels.

Blick auf die Baustelle für den Olma-Deckel sowie die Autobahnausfahrt St.Fiden am Ostende des Rosenbergtunnels.

Bild: Ralph Ribi
(19.2.2021)

(pd/vre) Derzeit sind die Olma-Messen am Ostende des Rosenbergs daran ihr Areal durch einen rund 180 Meter langen Deckel über der Autobahn zu verlängern. Für März sind Arbeiten an der Mittelwand zwischen den beiden Fahrbahnen der A1 geplant. Dafür sind auch in den kommenden Wochen wieder nächtliche Sperrungen nötig.

Zuerst eine lange, dann eine kurze Umleitung

  • Für Bohrpfahlarbeiten wird die Autobahn zwischen den Zubringern Kreuzbleiche und St.Fiden in Fahrtrichtung St.Margrethen in den Nächten vom 28. Februar bis 5. März, jeweils 22 bis 5 Uhr, gesperrt. Der Verkehr wird auf dem lokalen Strassennetz durch die Stadt geführt. Umleitungen sind signalisiert.
  • Für den Abtransport der Bohrpfahlgeräte und des Aushubmaterials wird die Stadtautobahn beim Zubringer St.Fiden in Fahrtrichtung St.Margrethen in den Nächten vom 7. bis 9. März, vom 18. auf den 19. März sowie vom 24. auf den 25. März, jeweils 22 bis 5 Uhr, gesperrt. Je nach Baufortschritt sind weitere Sperrungen in den Reservenächten vom 9, bis 11. März, jeweils 22 bis 5 Uhr, möglich. Der Verkehr wird über die Ausfahrt St.Fiden ab- und über die Einfahrt St.Fiden gleich wieder auf die Autobahn geleitet. Die Umleitung wird signalisiert.
Mittwoch, 24. Februar - 14:15 Uhr

Auch links der Mitte sind die Meinungen zur E-ID geteilt: Edith Graf-Litscher (SP) und Kurt Egger (Grüne) diskutieren bei TVO

(pd/vre) Am 7. März entscheidet das Schweizer Stimmvolk über die Einführung einer E-ID. Gretchenfrage zwischen Befürwortern und Gegnern ist dabei, wer dieses System betreiben soll: der Bund oder private Unternehmen? Am Mittwochabend diskutieren beim Ostschweizer Regionalfernsehen TVO die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher und ihr grüner Nationalratskollege Kurt Egger über diese Frage. Erstausstrahlung der Sendung ist um 18.30 Uhr; danach wird sie stündlich wiederholt. Zu sehen ist die «Zur Sache»-Diskussion auch im Internet.

Mittwoch, 24. Februar - 13:49 Uhr

Sonnenuntergang wie im Bilderbuch - dank Staub aus der Sahara

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte am Dienstag den Sonnenuntergang über dem Fürstenland vom Sonnenberg bei Abtwil aus

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte am Dienstag den Sonnenuntergang über dem Fürstenland vom Sonnenberg bei Abtwil aus

Mittwoch, 24. Februar - 10:41 Uhr

Nachfolgerin gewählt: Tanja Scartazzini wird neue Leiterin Amt für Kultur

(sk/lex) Die St.Galler Regierung hat Tanja Scartazzini zur neuen Leiterin des Amts für Kultur gewählt, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Juristin und Kunstexpertin leite derzeit die Fachstelle Kunstsammlung im Hochbauamt des Kantons Zürich und werde die Nachfolge der bisherigen Amtsleiterin Katrin Meier im Sommer 2021 antreten. Katrin Meier behält ihre Funktion noch bis Ende März und tritt danach ein neues Amt an: Sie wurde im Dezember 2020 zur Präsidentin der Ortsbürgergemeinde St.Gallen gewählt.

Tanja Scartazzini wird ihre neue Aufgabe im August 2021 antreten.

Tanja Scartazzini wird ihre neue Aufgabe im August 2021 antreten.

Bild: PD

Wie die Regierung weiter schreibt, verfügt die neue Leiterin des Amtes für Kultur im Departement des Innern über eine langjährige Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung und gleichzeitig eine ausgeprägte kulturell-künstlerische Ausrichtung. «Tanja Scartazzini ist in Zürich aufgewachsen und hat an der Universität Zürich Rechtswissenschaften studiert (lic.iur). Im Anschluss absolvierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste ein Studium der Visuellen Kommunikation mit Vertiefung Theorie der Gestaltung und Kunst.» Nach beruflichen Stationen im Kunst- und Galeriebereich war sie ab 2004 für die Fachstelle Kunst am Bau im Hochbauamt des Kantons Zürich verantwortlich. Dieser Bereich wurde im Jahr 2018 mit der Fachstelle Kunstsammlung zusammengeführt, deren Leitung Tanja Scartazzini übernahm. Neben ihrem fachlichen Schwerpunkt in der bildenden Kunst verfügt sie dank Erfahrungen in Gremien und Arbeitsgruppen auch über Kompetenzen in anderen Kulturbereichen.

Zur Person

(red) Tanja Scartazzini ist verheiratet, Mutter von zwei Teenagern und lebt derzeit in Winterthur. Sie kennt und schätzt die kulturelle Vielfalt des Kantons St.Gallen, wo sie ihre Vermittlungskompetenzen bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen im Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen, Organisationen, Gemeinden, weiteren Behörden und natürlich mit den Kulturschaffenden einsetzen möchte.

Mittwoch, 24. Februar - 10:20 Uhr

Radfahrer stürzt nach Ausweichmanöver

An der Speicherstrasse in St.Gallen stürzte ein 55-jährige Radfahrer nach einem Unfall und verletzte sich unbestimmt.

An der Speicherstrasse in St.Gallen stürzte ein 55-jährige Radfahrer nach einem Unfall und verletzte sich unbestimmt.

Bilder: Stadtpolizei SG (23.2.2021)

(stapo/lex) An der Speicherstrasse ist es am Dienstag, gegen 17 Uhr, zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Radfahrer gekommen. Ein 50-jähriger Autolenker ist von der Wildeggstrasse in die Speicherstrasse abgebogen und übersah dabei einen 55-jährigen Radfahrer, der die Speicherstrasse hinunterfuhr. Wie die Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, bremste der Autolenker vollständig ab, der Radfahrer konnte ihm noch ausweichen, kam infolge dessen jedoch in die Schienen der Appenzeller Bahn und stürzte.

«Der Radfahrer verletzte sich unbestimmt und wurde ins Spital gebracht. Es entstand ein leichter Sachschaden.»

Mittwoch, 24. Februar - 9:20 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 73 Neuansteckungen und kein Todesfall am Dienstag

(SK/dar) Der Kanton St.Gallen meldet für Dienstag 73 neue laborbestätigt Coronafälle. Damit haben sich seit März des vergangenen Jahres 33'951 Personen im Kanton mit dem Virus infiziert. Für den gestrigen Tag gibt es zudem keinen Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 zu melden. Die Zahl der Coronatoten im Kanton St.Gallen seit März 2020 bleibt damit bei 675 stabil.

Am Dienstag, Mitternacht, waren im Kanton St.Gallen weiterhin 40 Personen wegen Covid-19 hospitalisiert. Acht von ihnen lagen auf einer Intensivstation - sieben mit und eine ohne künstliche Beatmung.

Mittwoch, 24. Februar - 08:17 Uhr

Frauenmannschaft FC St.Gallen-Staad bekommt höheren Stellenwert – Fussballverbände begrüssen Stärkung

Das Frauenteam St.Gallen-Staad tritt künftig unter der Marke FC St.Gallen auf.

Das Frauenteam St.Gallen-Staad tritt künftig unter der Marke FC St.Gallen auf.

Michel Canonica

(pd/lex) Der FC St.Gallen will den Stellenwert des Frauenfussballs im Klub nachhaltig stärken. Basierend auf seiner Strategie 2025 hat der Verwaltungsrat deshalb entschieden, das Fanionteam des FC St.Gallen-Staad per sofort aus dem Nachwuchsförderprogramm Future Champs Ostschweiz (FCO) herauszulösen und in den FC St.Gallen zu integrieren, wie der Club in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Das Team von Cheftrainer Marco Zwyssig werde von den beiden Co-Sportchefinnen Patricia Willi und Sandra Egger geführt und organisatorisch direkt bei FCSG-Sportchef Alain Sutter angegliedert.

«Der Entscheid des Verwaltungsrates ist ein klares Bekenntnis zur Förderung des Frauenfussballs in der Ostschweiz», sagt FCSG-Präsident Matthias Hüppi.

FCSG-Präsident Matthias Hüppi.

FCSG-Präsident Matthias Hüppi.

Tobias Garcia
«Wir sind überzeugt davon, mit diesem Schritt dem FC St.Gallen-Staad eine Positionierung innerhalb des FC St.Gallen zukommen zu lassen, die ihm auch gebührt, und sportlich einen weiteren Schritt nach vorne machen zu können.»

Wie der FCSG weiter schreibt, bleiben die Juniorinnen – wie alle anderen Nachwuchsteams des FC St.Gallen – im FCO. «Die Kooperation mit dem FC Staad, der bei der Förderung des Frauenfussballs in der Ostschweiz eine entscheidende Rolle spielt und mit seinem Engagement das Fortbestehen des Frauen-Spitzenfussballs in der Region überhaupt erst ermöglicht hat, bleibt bestehen.» Die organisatorische Änderung ziehe jedoch Anpassungen beim Auftritt mit sich. Das Frauenteam werde künftig ebenfalls unter der Marke FC St.Gallen auftreten.

Der Entscheid, das Frauenteam zu stärken, löst auch beim Ostschweizer Fussballverband (OFV) grosse Zufriedenheit aus, wie der FC St.Gallen in einer weiteren Mitteilung schreibt. «Das ist ein wichtiges Bekenntnis zur Förderung des Frauenfussballs in der Ostschweiz», sagt OFV-Präsident Stephan Häuselmann.

Der Ostschweizer Fussballverband habe schon seit Jahren die Entwicklung des Frauenfussballs in der Ostschweiz eng begleitet und die Zusammenarbeit zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Staad unterstützt. «Darum sind wir froh, dass die nun beschlossene Stärkung des FC St.Gallen-Staad das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist.»

Auch der Schweizerische Fussballverband (SFV) begrüsst diesen Schritt. Tatjana Haenni, Direktorin Frauenfussball beim SFV sagt:

«Die Neupositionierung FC St.Gallen-Staad und die Eingliederung in die Strukturen des FC St.Gallen unterstreichen die rasante Entwicklung des Elite-Frauenfussballs in der Schweiz und in der Ostschweiz.»

Die gewünschte Professionalisierung im Frauenfussball gehe oft mit einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den Frauen- und Männerabteilungen der Klubs einher. «Ein grosser Dank gilt auch dem FC Staad für seine jahrelange tolle Aufbauarbeit», sagt Tatjana Haenni.

Dienstag, 23. Februar - 22:59 Uhr

Stadtparlament diskutiert über Organisation des Sozialbereichs: Kindes- und Erwachsenenschutz (Kesb) ist heute genügend unabhängig

(mha/vre) Was lange währt, wird endlich gut. Im Fall der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) und der Beistandschaften stimmt das nur zur Hälfte, wenn man den Voten an der gestrigen Sitzung des Stadtparlaments glaubt. Am Ende stimmten die Parlamentarier aber der Abschreibung eines Postulats über die Organisaton des Sozialbereichs in der Stadt St.Gallen aber mit 46 Ja- und 12 Nein-Stimmen zu.

Die Fraktionen waren sich einig, dass der Stadtrat hinreichend dargelegt hatte, inwieweit Kesb und Berufsbeistandschaften unabhängig sind. Einig waren sie sich auch, dass die Kesb zur Genüge unabhängig ist. Seit das Postulat überwiesen wurde, hat sich nämlich etwas Wesentliches geändert: Die Kesb ist nicht mehr administrativ den Sozialen Diensten unterstellt, sondern eine eigenständige Dienststelle der Direktion Soziales und Sicherheit.

Tempi passati: Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) ist heute administrativ nicht mehr den Sozialen Diensten unterstellt.

Tempi passati: Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) ist heute administrativ nicht mehr den Sozialen Diensten unterstellt.

Bild: Lisa Jenny
(16.10.2019)

Unzufrieden zeigten sich die Fraktionen von SP/Juso/PFG, CVP/EVP und Grünen/Jungen Grünen mit der Organisation der Beistandschaften. Diese sind nach wie vor den Sozialen Diensten unterstellt. So sagte Cornelia Federer für die Grünen/Jungen Grünen, eine eigene Dienststelle sei für die Beistandschaften geeigneter, weil der Chef der Sozialen Dienste jetzt zwei Hüte trage. GLP/Junge GLP und FDP/Jungfreisinnige unterstützten die heutige Struktur. Nadine Nieder­hauser (GLP) gab zu bedenken, dass der Nutzen die Kosten einer zusätzlichen Dienststelle nicht aufwiege.

Jürg Brunner (SVP) hielt fest, dass die Organisation des Sozialbereichs Sache des Stadtrats sei. Man werde die Entwicklungen beobachten. Stadträtin Sonja Lüthi versicherte, dass die Berufsbeistandschaften mehr von den Synergien mit den Sozialen Diensten profitierten, als es die Kesb getan habe. Und: «Wenn sie Geld investieren möchten, dann lieber direkt in die Beratungsleistungen der Beistandschaft» als in eine Verwaltungsreorganisation.

Dienstag, 23. Februar - 22:50 Uhr

Zusatzkredit für Sanierung und Umbau des alten Schulhäuschens Rotmonten: Parlament weist sich wegen Mehrkosten selbst zurecht

(mha) Das alte Schulhaus an der Kirchlistrasse 2 in Rotmonten ist für die Tagesbetreuung umgebaut worden. Das Stadtparlament hat 2017 einen Kredit von knapp 3,1 Millionen Franken gesprochen, nachdem es zwei Jahre zuvor eine Vorlage über 3,8 Millionen Franken aus Kostengründen zurückgewiesen hatte. Gestern nun musste das Stadtparlament über einen Zusatzkredit befinden, den es schliesslich mit 51 Ja bei 9 Nein genehmigte.

Der Umbau ist knapp 350'000 Franken teurer, als veranschlagt. Schuld sind gemäss Vorlage unvorhersehbare Aufwendungen. Dabei kostete beispielsweise der Ersatz von morschen Holzschwellen und verrosteten Metallträgern 144'000 Franken. Eine Photovoltaikanlage, die das Parlament gefordert habe, aber wenig wirtschaftlich sei, kostete 105'000 Franken.

Das alte Schulhäuschen an der Kirchlistrasse 2 ist für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde saniert und umgebaut worden.

Das alte Schulhäuschen an der Kirchlistrasse 2 ist für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde saniert und umgebaut worden.

Bild: Urs Bucher
(176.6.2019)

Die SVP stellte sich am Dienstag im Parlament als einzige Fraktion gegen die Vorlage. René Neuweiler sprach von einem Schildbürgerstreich. Der Stadtrat habe gegen das Finanzreglement verstossen. Diesem Vorwurf widersprach Baudirektor Markus Buschor vehement.

Zu diskutieren gab vor allem die Photovoltaikanlage und die Frage, wer sie denn nun eigentlich gefordert hatte. Dabei nahmen sich einige Parlamentsmitglieder an der eigenen Nase. Nach einigem Hin und Her war aber klar, dass ungenügende Kommunikation aller Beteiligten zu einem Missverständnis geführt hatte. Das Parlament hatte den Kredit 2017 in der Annahme genehmigt, die Anlage sei darin enthalten.

Dienstag, 23. Februar - 22:40 Uhr

Das hat das St.Galler Stadtparlament am Dienstag diskutiert: Von der Coronaberatung über den WWF-Lauf bis zur Hausaufgabenhilfe

Coronabedingt tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag erneut in der Olma-Halle 2.1. Im Bild Parlamentspräsidentin Alexandra Akeret.

Coronabedingt tagte das St.Galler Stadtparlament am Dienstag erneut in der Olma-Halle 2.1. Im Bild Parlamentspräsidentin Alexandra Akeret.

Bild: Benjamin Manser
(12.1.2021)

(ghi/mha/vre) Am Dienstag hat sich das St.Galler Stadtparlament zu seiner zweiten Sitzung der Amtsdauer 2021 bis 2024 in der Olma-Halle 2.1 getroffen. Dabei hat es drei Sachgeschäfte und neun Vorstösse beraten. Vier Traktanden waren noch nicht behandlungsreif und wurden verschoben. Fünf Interpellationsantworten des Stadtrats konnten mangels Zeit nicht mehr beraten werden. Sie werden für die nächste Sitzung in exakt einem Monat erneut traktandiert.

  • Corona. Die Interpellanten zeigen sich mit der Antwort des Stadtrates zufrieden. Die von ihnen per dringlicher Interpellation verlangte Corona-Beratungsstelle wurde bereits geschaffen. Keine Diskussion.
  • Grundstücke. Mit 57 Ja bei einer Enthaltung stimmte das Parlament der Vorlage zu. Die Stadt kann damit zwei Grundstücke in Guggeien im Baurecht abgeben. Bei vier weiteren Grundstücken an der Kesselhaldenstrasse wird der Baurechtsvertrag vorzeitig verlängert.
  • Kindergarten. An der Kesselhaldenstrasse 64 kann der Kindergarten energetisch saniert werden. Das Stadtparlament hat den Verpflichtungskredit über 484000 Franken mit 56 Ja einstimmig genehmigt.
  • Kirchlistrasse 1. Mit 51 Ja- und neun Nein-Stimmen hat das Parlament einem Nachtragskredit zugestimmt. Der Umbau der Kirchlistrasse 2 für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde ist knapp 350000 Franken teurer gekommen, als 2017 veranschlagt.
  • Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Der Postulatsbericht zur organisatorischen Eingliederung der Kesb und den Beistandschaften wird als erledigt abgeschrieben. Nach einiger Diskussion stimmt das Parlament dem Antrag des Stadtrats zu, mit 45 Ja bei zwölf Nein ohne Enthaltung.
  • Geothermie. Das Stadtparlament hat das Postulat zur Zukunft des Bohrlochs im Sittertobel und der Geothermie allgemein einstimmig für erheblich erklärt. Der Stadtrat wird über das Thema Bericht erstatten.
  • WWF-Lauf. Der Interpellant zeigte sich mit der Antwort des Stadtrats unzufrieden und wünschte Diskussion. Bei dieser kam es dann zu einem überraschend heftigen verbalen Schlagabtausch zwischen links und rechts, zwischen SVP und SP. Stadtrat Mathias Gabathuler, der die Wogen glätten wollte, fühlte sich angesichts dieser Konstellation wie weiland Odysseus zwischen den Meeresungeheuern Skylla und Charybdis.
  • Zielkonflikt. Die Interpellanten zeigten sich nur teilweise befriedigt von der stadträtlichen Antwort über die Vereinbarkeit von Dachbegrünungen und Solaranlagen. Sie wünschten Diskussion. Dabei gab’s unter anderem Ideen, wie man die beiden grünen Anliegen unter einen Hut bringen könnte.
  • Pendler. Die Interpellanten waren unzufrieden mit den Antworten des Stadtrats zur Frage,ob der Pendlerverkehr im Tal der Demut nicht überhand nehme.
  • Aufgabenhilfe. Die Interpellantinnen zeigten sich nicht zufrieden mit der Antwort des Stadtrats. In der Diskussion kritisierten sie die Kündigung der Verträge für die Hausaufgabenhilfe. Das Angebot sei wichtig.
  • Gesundheitsberufe. Die Interpellanten waren zufrieden mit der stadträtlichen Antwort. Es wurde aber trotzdem engagiert über den drohenden Auszug des Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe (BZGS) nach Rorschach diskutiert.
Dienstag, 23. Februar - 16:45 Uhr

Mit Holzregal im Kofferraum unterwegs: Autolenkerin wegen ungenügender Sicherung der Ladung angezeigt

(stapo/vre) Am Montagabend ist einer Patrouille der Stadtpolizei ein Personenauto aufgefallen, bei welchem ein weit aus dem Kofferraum ragendes Holzregal offensichtlich mit Gummispannern nur ungenügend gesichert war. Das Auto wurde gemäss Polizeimeldung angehalten und die 55-jährige Lenkerin auf die Gefährlichkeit ihres Tuns aufmerksam gemacht. Die Schweizerin muss mit einer Anzeige rechnen.

Ungenügend gesicherte Ladung: Das am Montagabend gestoppte Auto mit dem Holzregal, das durch Gummispanner ungenügend gesichert war.

Ungenügend gesicherte Ladung: Das am Montagabend gestoppte Auto mit dem Holzregal, das durch Gummispanner ungenügend gesichert war.

Bild: Stadtpolizei SG
(22.2.2021)

In ihrer Mitteilung macht die Stadtpolizei darauf aufmerksam, dass Ladungen so gesichert sein müssen, dass durch sie niemand gefährdet wird - sie als nicht auf die Strasse fallen können. Ausserdem müssen überhängende Ladungen bei Tag und Nacht auffällig gekennzeichnet sein. Zudem dürfen sie die Beleuchtung und das Kontrollschild nicht verdecken. Auch die Sicht nach vorne, den beiden vorderen Seitenscheiben und auf die Seitenspiegeln muss immer frei sein. Es darf also auch nichts auf dem Beifahrersitz transportiert werden, dass die Sicht zur Seite verdeckt.

Dienstag, 23. Februar - 16:30 Uhr

Arbeitsunfall am Unteren Graben: Arbeiter wird von Betonträger eingeklemmt und verletzt

Dieser Betonträger auf einer Baustelle am Unteren Graben brach am Dienstag und klemmte das Bein eines Arbeiters ein.

Dieser Betonträger auf einer Baustelle am Unteren Graben brach am Dienstag und klemmte das Bein eines Arbeiters ein.

Bild: Stadtpolizei SG
(23.2.2021)

(stapo/vre) Am Dienstag, kurz vor 9 Uhr, ist es am Unteren Graben in St.Gallen zu einem Arbeitsunfall gekommen. Ein 44-jähriger Portugiese war mit Eisenarbeiten beschäftigt, als ein Betonträger brach. Der Mann bemerkte dies zu spät, so dass der Träger ihm aufs Bein fiel. Der Arbeiter wurde gemäss Mitteilung der Stadtpolizei unbestimmt verletzt und von der Sanität in die Notfallaufnahme gebracht.

Dienstag, 23. Februar - 16:20 Uhr

Stadtpolizei sucht Zeugen: Vor Polizeikontrolle geflüchtet und mit Nobelkarosse in der Stützmauer gelandet

(stapo/vre) Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat am Dienstagmorgen Angehörige der Stadt- und Kantonspolizei St.Gallen beschäftigt. Auf der Flucht vor einer Kontrolle hatte der Fahrer eines Mercedes die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war an der Zwinglistrasse gegen eine Stützmauer gedonnert. Verletzt wurde niemand, es entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei aber hoher Sachschaden.

Vor der Flucht vor einer Polizeikontrolle donnerte der schwarze Mercedes am frühen Dienstagmorgen in die Stützmauer an der Zwinligstrasse.

Vor der Flucht vor einer Polizeikontrolle donnerte der schwarze Mercedes am frühen Dienstagmorgen in die Stützmauer an der Zwinligstrasse.

Bild: Stadtpolizei SG
(23.2.2021)

Der schwarze Mercedes war einer Patrouille der Stadtpolizei am Dienstag, 2.20 Uhr, aufgefallen. Als die Polizisten ihren Streifenwagen wendeten, um das Auto zu kontrollieren, beschleunigte dessen Fahrer und entzog sich der Kontrolle. Danach verloren die Polizisten das Auto aus den Augen. Rund dreissig Minuten später fand es aber eine Patrouille der Kantonspolizei.

Die Polizisten waren auf einen Selbstunfall an der Zwinglistrasse aufmerksam geworden. Es stellte sich dann heraus, dass es sich beim verunfallten Fahrzeug um das Auto handelte, welches die Stadtpolizisten zuvor hatten kontrollieren wollen. Der Wagen ware aus noch unklaren Gründen frontal gegen eine Stützmauer geprallt.

Der ausgelöste Airbag auf der Fahrerseite des Wagens zeugt von der Heftigkeit des Zusammenstosses mit der Stützmauer.

Der ausgelöste Airbag auf der Fahrerseite des Wagens zeugt von der Heftigkeit des Zusammenstosses mit der Stützmauer.

Bild: Stadtpolizei SG
(23.2.2021)

Die Stadtpolizei sucht jetzt Personen, denen der schwarze Mercedes am frühen Dienstagmorgen aufgefallen ist oder die Angaben zum Unfall machen können. Hinweise nimmt die Stadtpolizei St.Gallen unter Telefon 071'224'60'00 entgegen.

Dienstag, 23. Februar - 15:45 Uhr

Zusatzkredit für eine Vorlage mit Vorgeschichte: Umnutzung des Schulhäuschens Rotmonten für Tagesbetreuung kostet mehr

(vre) Heute Dienstag, ab 16 Uhr, tagt das St.Galler Stadtparlament. Dabei beschäftigt es sich auch mit einem Zusatzkredit für ein Projekt, das in der Vergangenheit wegen seiner Kosten schon einmal politischen Wirbel ausgelöst hatte. Jetzt geht es um 347'451 Franken, die die Sanierung und Umnutzung des alten Schulhäuschens an der Kirchlistrasse 2 für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde mehr kostet, als geplant. Das könnte angesichts der Vorgeschichte Diskussionen auslösen.

Das alte Schulhäuschen an der Kirchlistrasse 2 wurde eine lange von der HSG als Institutsstandort genutzt. Jetzt wurde es für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde hergerichtet.

Das alte Schulhäuschen an der Kirchlistrasse 2 wurde eine lange von der HSG als Institutsstandort genutzt. Jetzt wurde es für die Tagesbetreuung Rotmonten-Gerhalde hergerichtet.

Bild: Urs Bucher
(17.6.2019)

Im August 2015 hatte sich das Stadtparlament erstmals mit dem Umbau des Hauses Kirchlistrasse 2 für die Tagesbetreuung befasst. Damals wurde die Vorlage nach einer hitzigen Debatte zur Überarbeitung an den Stadtrat zurückgewiesen. Die Begründung: Das Projekt sei mit 3,8 Millionen Franken zu teuer, das müsse auch günstiger gehen. Im September 2017 wurde dem Parlament dann eine abgespeckte Variante der Umbaupläne serviert. Diese Vorlage für knapp 3,1 Millionen Franken fand dann eine Mehrheit. Das Projekt wurde inzwischen auch umgesetzt.

Schuld am Zusatzkredit, den das Parlament heute zu verabschieden hat, sind gemäss Vorlage des Stadtrats nicht absehbare Mehraufwendungen. 144'000 Franken Mehrkosten gab's wegen des Ersatzes von morschen Holzschwellen und stark korrodierter Metallträgern. Die Absenkung des Untergeschosses auf ein einheitliches Niveau schlug mit 143'000 Franken Mehrkosten zu Buche. 105'000 Franken kostete eine vom Parlament gewünschte Photovoltaikanlage. Dazu kamen 71'451 Franken für kleinere Mehrausgaben (Treppenersatz, neuer Boden, zusätzliche Malerarbeiten).

St.Galler Stadtparlament

Sitzung live im Internet mitverfolgen

(vre) Das 63-köpfige St.Galler Stadtparlament tagt heute Dienstag, 16 bis etwa 20 Uhr, in der Olma-Halle 2.1. Die Sitzungen können derzeit aufgrund der Coronakrise nicht im Parlamentssaal im Waaghaus durchgeführt werden. 

Die Parlamentssitzung ist wie üblich öffentlich. Publikum ist dazu zugelassen. Für Besucherinnen und Besucher wie für Parlamentsmitglieder gilt allerdings eine konsequente Maskenpflicht. Nur Votantinnen und Votanten sind davon ausgenommen.

Die Sitzung kann auch quasi aus dem Home Office live mitverfolgt werden: Die Stadtkanzlei bietet einen Liveticker auf Twitter an. Versuchsweise betreibt zudem heute Dienstag «Tagblatt online» einen redaktionellen Liveticker.

Dienstag, 23. Februar - 14:55 Uhr

Ein tiefgefrorener Hydrant

Momentaufnahme. Während das Wetter tagsüber frühlingshaft mild ist, fiel das Thermometer in den vergangenen Nächten immer noch unter den Gefrierpunkt. Wie kalt es dort ist, wo tagsüber die Sonne nicht hinreicht, davon zeugt auch der tiefgefrorene Hydrant an der Mühlenstrasse.

Momentaufnahme. Während das Wetter tagsüber frühlingshaft mild ist, fiel das Thermometer in den vergangenen Nächten immer noch unter den Gefrierpunkt. Wie kalt es dort ist, wo tagsüber die Sonne nicht hinreicht, davon zeugt auch der tiefgefrorene Hydrant an der Mühlenstrasse.

Bild: Franz Häusler
Dienstag, 23. Februar - 11:59 Uhr

Heilige und Gauner im Weissen Haus: Öffentliche Vorlesungsreihe über markante US-Präsidenten an der Universität St.Gallen

(pd/vre) Nach der Präsidentschaft von Donald Trump drängt sich das Thema richtiggehend auf: Der 45. Präsident der USA war bei weitem nicht der einzige, der im eigenen Land und in der Weltöffentlichkeit polarisiert hat. In einer öffentlichen Vorlesungsreihe der Universität St.Gallen stellt Claudia Franziska Brühwiler vom 1. bis 22. März legendäre, einflussreiche, beliebte und gehasste US-Präsidenten vor. Die Vorträge finden online immer am Montag, 18.15 Uhr statt.

John F. Kennedy (links) ist bis heute einer der beliebtesten US-Präsidenten, während Richard Nixon als «crook» (Gauner) gilt, der nur durch den Rücktritt eine Amtsenthebung vermeiden konnte.

John F. Kennedy (links) ist bis heute einer der beliebtesten US-Präsidenten, während Richard Nixon als «crook» (Gauner) gilt, der nur durch den Rücktritt eine Amtsenthebung vermeiden konnte.

Bild: Keystone/AP
(26.9.1960)

Das Amt des US-Präsidenten wurde von den unterschiedlichsten Charakteren bekleidet: Neben den legendären Gründervätern wie George Washington, John Adams und Thomas Jefferson finden sich in der Galerie der einflussreichsten Präsidenten auch Haudegen wie Andrew Jackson oder Theodore Roosevelt. Doch nicht nur jene, die zu Heiligen stilisiert wurden, haben in der Vergangenheit die amerikanische Demokratie geprägt, sondern auch «crooks» wie Richard Nixon oder der skandalumwitterte William Harding.

Öffentliches HSG-Programm

Vorlesungen finden diesen Frühling nur online statt

(pd/vre) Anmelden zu den neuen öffentlichen Vorlesungen der Universität St.Gallen kann man sich im Internet. Dort ist auch eine Übersicht über die verschiedenen Vortragsreihen aufgeschaltet; zudem findet man im Internetauftritt der HSG ein PDF der Broschüre des öffentlichen Programms.

Wer sich für die Teilnahme an den öffentlichen Vorlesungen im Frühling 2021 registriert hat, erhält automatisch Zugang zu den Links der einzelnen Veranstaltungen. Sie finden alle via Zoom statt. Bei Problemen hilft eine eigene HSG-Hotline unter 071'224'23'34 von Montag bis Freitag, 9 bis 11 Uhr, weiter.

Das Frühlingssemester der Universität St.Gallen dauert in diesem Jahr vom 22. Februar bis am 28. Mai. Die öffentlichen Vorlesungsreihen sind alle mehrteilig (drei bis sechs Abende), dauern in der Regel aber höchstens ein halbes Semester.

Dienstag, 23. Februar - 11:45 Uhr

Zu zweit durch die Stromschnellen

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte das Stockentenpaar am Wochenende an der Sitter.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte das Stockentenpaar am Wochenende an der Sitter.

Dienstag, 23. Februar - 11:11 Uhr

Mikroplastik vom Tschuttiplatz: Schneeräumung auf Kunstrasen setzt Kunststoffgranulat frei - der Stadt ist die Problematik bewusst

(vre) Eine Meldung zum Thema Mikroplastik, die den Laien überrascht: Der Winterdienst auf Kunstrasenplätzen setzt Kunststoffgranulat frei, das zwar zum grossen Teil eingesammelt und wieder verwendet wird, in kleinen Mengen aber in der Umwelt landet. Das und was man dagegen tun kann, erläutern die Verantwortlichen der Sportinfrastruktur im Stadtmelder, der digitalen Klagemauer der Verwaltung. Auslöser ist eine Frage über grünlich verfärbten Schnee neben den Fussballplätzen im Gründenmoos.

Grüner Schnee im Gründenmoos: Dafür verantwortlich ist Granulat von Kunstrasenfeldern. Es wird nach der Schneeschmelze eingesammelt. Darum wird der Schnee auch nicht ins Tüfentobel abtransportiert.

Grüner Schnee im Gründenmoos: Dafür verantwortlich ist Granulat von Kunstrasenfeldern. Es wird nach der Schneeschmelze eingesammelt. Darum wird der Schnee auch nicht ins Tüfentobel abtransportiert.

Bild: Stadtmelder SG
(22.2.2021)

Fussball sei schon seit einiger Zeit eine Ganzjahressportart. Das betreffe vor allem den Trainingsbetrieb, der nur noch über die Weihnachtstage während rund drei Wochen ruhe, wird in der Antwort festgestellt. Damit trainiert werden könne, müssten die Kunstrasenfelder regelmässig von Schnee geräumt werden. Je nach Schneehöhe geschehe dies mit einem Pflug oder einer Schneeschleuder. Dabei werde das grünliche Granulat freigesetzt, das jetzt im Gründenmoos in Schneehaufen sichtbar ist.

Der geräumte Schnee wird wegen der Granulatproblematik bewusst auf befestigten Flächen gelagert. Er wird nicht abtransportiert, sondern bleibt liegen, damit er an Ort und Stelle schmilzt. Nach der Schneeschmelze wird das zurückbleibende Granulat eingesammelt, gereinigt und nach Möglichkeit wieder verwendet. «Ein geringer Verlust» könne dabei nicht vermieden werden, heisst es im Stadtmelder.

Schweizweit werden Kunstrasenfelder regelmässig mit Pflügen und Schleudern von Schnee befreit. Im Bild auf dem Trainingsplatz des FC Luzern.

Schweizweit werden Kunstrasenfelder regelmässig mit Pflügen und Schleudern von Schnee befreit. Im Bild auf dem Trainingsplatz des FC Luzern.

Bild: Martin Meienberger /Freshfocus (27.1.2021)

Die Verantwortlichen der städtischen Sportinfrastruktur seien sich der Problematik von Mikroplastik bewusst. Daher werde Granulat verwendet, das auf verschiedene Aspekte wie Schwermetall und Auswaschung geprüft sei. Zudem werde von Mitte Dezember bis Ende Februar ausschliesslich auf den beiden Kunstrasenfeldern im Gründenmoos trainiert und gespielt. Die übrigen Kunstrasenfelder werden nicht vom Schnee geräumt, womit dort auch kein Granulat freigesetzt wird.

Zudem bemüht sich die Stadt auch sogenannte unverfüllte Kunstrasenfelder zu erstellen, die ohne Granulat auskommen. So soll in der ersten Jahreshälfte das Kunstrasenfeld bei den Turnhallen in der Halden ersetzt werden. Dabei wird gemäss Stadtmelder ein unverfüllter Kunstrasentyp verlegt.

Dienstag, 23. Februar - 10:10 Uhr

Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe: Thomas Kuster wird neuer Rektor am

(SK/vre) Thomas Kuster heisst der neue Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe (BZGS) in St.Gallen. Er hat sein Amt gemäss Mitteilung der Staatskanzlei bereits am 1. Februar angetreten. Kuster folgt auf Andreas Weh, der eine neue berufliche Herausforderung angenommen hat.

Thomas Kuster, neuer Rektor des BZGS in St.Gallen.

Thomas Kuster, neuer Rektor des BZGS in St.Gallen.

Bild: PD

Thomas Kuster hat nach einer Berufslehre als Kaufmann einen Abschluss als Betriebsökonom und einen Executive MBA der Fachhochschule St.Gallen erworben. Er ergänzte seine fachliche Ausbildung mit berufspädagogischen Inhalten. Kuster arbeitete zuletzt beim BZ Buchs als Leiter Weiterbildung und Mitglied der Schulleitung. In dieser Funktion hat er sich fundierte Kenntnisse der Berufsbildung angeeignet.

Dass er viel Erfahrung und Fachwissen in diesem Bereich mitbringe sei heute eine wichtige Voraussetzung für eine Leitungsfunktion in der Berufsbildung. Dies, weil der Bereich im Kanton St.Gallen vor grossen Herausforderungen und Reformprojekten stehen. Dazu gehört die - wegen der Opposition dagegen bis auf weiteres vertagte - Diskussion, ob das BZSG von der St.Galler Lindenstrasse nach Rorschach umziehen soll.

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe bildet rund 2'700 Lernende und Studierende aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Hauswirtschaft aus. Dies auf den Stufen Grundbildung, Höhere Fachschule und in Höhere Berufsbildung.

Dienstag, 23. Februar - 9:59 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 60 Neuansteckungen und ein Todesfall

(SK/dar) Der Kanton St.Gallen meldet für Montag 60 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März des vergangenen Jahres 33'878 Personen im Kanton mit dem Virus infiziert. Im Verlaufe des gestrigen Tages ist zudem eine Person in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Coronatoten im Kanton St.Gallen liegt damit seit März 2020 bei 675.

Die Coronafälle im Kanton St.Gallen insgesamt und aufgeteilt auf die acht Wahlkreise.

Die Coronafälle im Kanton St.Gallen insgesamt und aufgeteilt auf die acht Wahlkreise.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Am Montag, Mitternacht, waren im Kanton St.Gallen 40 Personen wegen Covid-19 hospitalisiert. Zehn von ihnen lagen auf einer Intensivstation - neun mit und eine ohne künstliche Beatmung.

Montag, 22. Februar - 17:31 Uhr

20,9 Prozent haben abgestimmt: Stadt erwartet für den 7. März eine Stimmbeteiligung um die 45 Prozent

(vre) Bis Montagmittag haben 9'318 Stimmberechtigte oder 20,9 Prozent in der Stadt St.Gallen brieflich gestimmt und gewählt. Für jene, die das noch nicht gemacht haben, bleiben bis zum 7. März noch knapp zwei Wochen Zeit dafür. Da diese Frist relativ lang ist, sind Prognosen über die zu erwartende Stimmbeteiligung noch relativ ungenau. Stephan Wenger, langjähriger Sekretär des Stimm- und Wahlbüros der Stadt St.Gallen, geht von einem Wert um die 45 Prozent aus.

Brieflich abstimmen kann man in St.Gallen per Post oder auch direkt in den Briefkasten beim Haupteingang des Rathauses am Bahnhofplatz.

Brieflich abstimmen kann man in St.Gallen per Post oder auch direkt in den Briefkasten beim Haupteingang des Rathauses am Bahnhofplatz.

Bild: Luca Ghiselli
(19.9.2018)

Beim letzten Urnengang vom 29. November 2020 lag die Stimmbeteiligung zwei Wochen vor dem Urnengang bei 22,5 und am Abstimmungssonntag selber bei 51,7 Prozent. Rechnet man das auf die aktuellen Abstimmungen um, resultiert ein Wert von rund 48 Prozent, was Wenger angesichts der Brisanz der Vorlagen zu hoch dünkt. Beim Urnengang vom 9. Februar 2020 hatten zwei Wochen dem Urnengang 28,8 Prozent brieflich gestimmt; am Abstimmungssonntag lag die Beteiligung bi 43,7 Prozent. Was Stephan Wenger diesmal angesichts der Vorlage fürs Burkaverbot zu tief dünkt.

7. März 2021

Eidgenössische Vorlagen und Kreisgerichtswahlen

(vre) Klar ist, worüber das Stimmvolk am 7. März in der Stadt St.Gallen zu entscheiden hat: Auf eidgenössischer Ebene sind das die Vorlagen fürs Verhüllungsverbot, für die E-ID und für ein Freihandelsabkommen mit Indonesien.

Im Wahlkreis St.Gallen-Gossau kommt der zweite Wahlgang für zwei der 14 Sitze für nebenamtlichen Richterinnen und Richter am Kreisgericht St.Gallen dazu. Darum bewerben sich die bisherige Alexandra Scheiwiller (SVP, Waldkirch), Susanne Hoare-Widmer (Grüne, St.Gallen) und Roland Uhler (Schweizer Demokraten, St.Gallen).

Montag, 22. Februar - 15:22 Uhr

Grünliberale fordern Aktionsplan: Mit Engagement und Prävention gegen Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender

(vre) In der Februarsession des Kantonsrates sind vergangene Woche zwei Vorstösse zur Hasskriminalität eingegangen. Die Junge Mitte (ehemals Jung-CVP) will sogenannte «Hate crimes» in der jährlichen Polizeistatistik sichtbar machen (STADT-TICKER, 19.2.2021, 10:55) . Die Grünliberalen fordern in einer zweiten Motion, einen eigentlichen Aktionsplan gegen die Diskriminierung von Menschen, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Norm abweicht.

Für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, queere, intersexuelle oder asexuelle St.Gallerinnen und St.Galler sei Diskriminierung immer noch Alltag. Erschreckend sei, wie häufig es zu psychischer, verbaler, körperlicher oder auch sexueller Gewalt gegen sie komme, begründen die Grünliberalen in einer Mitteilung ihren Vorstoss. Der Hass von Täterinnen und Tätern richte sich gegen das Anderssein ihrer Opfer. Die Gesellschaft dürfe aber solche Angriffe gegen Freiheit und Würde von Minderheiten nicht akzeptieren.

Eine Regenbogenfahne über der Kuppel des Bundeshauses: Derzeit sind im Bund und in den Kantonen Bemühungen im Gang, Lesben, Schwule und Bisexuelle besser vor Hass und Diskriminierung zu schützen.

Eine Regenbogenfahne über der Kuppel des Bundeshauses: Derzeit sind im Bund und in den Kantonen Bemühungen im Gang, Lesben, Schwule und Bisexuelle besser vor Hass und Diskriminierung zu schützen.

Bild: Peter Klaunzer/KEY
(9.2.2020)

Die grünliberale Motion im Kantonsrat verlangt daher (wie der Vorstoss der Jungen Mitte), dass Hasskriminalität statistisch erfasst wird. Zweiten soll der Kanton Angehörige der Strafverfolgungsbehörden schulen und für «Hate crimes» sensibilisieren. Dritten fordern die Grünliberalen die Intensivierung von Aufklärung und Prävention. Für sie kommt dabei der Volksschule eine zentrale Rolle zu.

Feindschaft und Aggression gegen LGBTQIA-Menschen betreffe die ganze Gesellschaft. Engagement für diese Minderheit wie Zivilcourage um gegen Übergriffe vorzugehen seien für die Verhinderung von Gewaltakten zentral. Für eine Veränderung der Gesellschaft und die Erhöhung der Akzeptanz von LGBTQIA-Personen wollen die Grünliberalen bei den Schulen ansetzen. Aufklärungsprogramme für Volks- wie weiterführende Schulen müssten gefördert werden, schreiben die Grünliberalen.

Montag, 22. Februar - 14:25 Uhr

Polizei setzt Pfefferspray gegen renitente Jugendliche ein: Polizist ins Gesicht geschlagen, fünf Personen in Gewahrsam genommen

(stapo/vre) Eine Gruppe Jugendlicher hat am frühen Sonntagabend die Stadtpolizei auf Drei Weieren ausgiebig beschäftigt. Eine zur Fahndung ausgeschriebene 16-Jährige und zwei Begleitpersonen verhielten sich gegenüber einer Polizeipatrouille aggressiv. Ein weiteres Mitglied der Gruppe trug Marihuana bei sich, ein anderes ein verbotenes Klappmesser. Schliesslich nahm die Polizei fünf junge Leute vorübergehend in Gewahrsam. Vier von ihnen wurden angezeigt.

Am Sonntag, 18.20 Uhr, stiess eine Fusspatrouille der Stadtpolizei St.Gallen auf Drei Weieren auf eine Gruppe Jugendlicher, die teils hochprozentigen Alkohol konsumierte. Bei der Kontrolle der mehrheitlich Minderjährigen stellte sich heraus, dass eine 16-Jährige zur Fahndung ausgeschrieben war, weil sie sich unerlaubt aus einer Institution entfernt hatte. Die junge Frau wollte sich der Polizeikontrolle entziehen und schlug dabei einen Polizisten ins Gesicht. Darauf wurden ihr Handschellen angelegt.

Dies wollten gemäss Mitteilung der Stadtpolizei vom Montag zwei weitere Jugendliche verhindern. Da sich die zwei jungen Männer nicht beruhigen liessen, immer aufbrausender wurden und die Polizisten heftig angingen, setzten diese schliesslich Pfefferspray ein. Anschliessend wurden auch den beiden jungen Männern Handfesseln angelegt werden. Bei der weiteren Polizeikontrolle kamen Marihuana sowie ein verbotenes Klappmesser zum Vorschein. Drogen und Messer wurden sichergestellt.

Am Sonntagabend haben Stadtpolizisten auf Drei Weieren fünf Jugendliche vorübergehend in Gewahrsam genommen. Drei waren dermassen aggressiv, dass ihnen Handfesseln angelegt wurden.

Am Sonntagabend haben Stadtpolizisten auf Drei Weieren fünf Jugendliche vorübergehend in Gewahrsam genommen. Drei waren dermassen aggressiv, dass ihnen Handfesseln angelegt wurden.

Symbolbild: Kapo SG

Eine weitere Komplikation der Situation trat ein, als die 16-jährige ausgeschriebene Frau aus unbekannten Gründen vor Ort bewusstlos zusammenbrach. Die Sanität brachte sie gemäss Polizeimeldung ins Kantonsspital. Nach einer kurzen medizinischen Begutachtung wurde sie von dort auf den Polizeiposten gefahren. Die vier anderen Jugendlichen waren direkt dorthin gebracht worden und konnten dann von ihren Eltern abgeholt werden.

Die 16-jährige Schweizerin wurde wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte angezeigt. Ein 18-jähriger Schweizer wurde wegen des gleichen Tatbestands sowie wegen Hinderung von Amtshandlungen und dem Besitz von Marihuana angezeigt. Weiter verzeigte die Polizei einen 16-jährigen Österreicher wegen Hinderung von Amtshandlungen sowie eine 15-jährige Italienerin, der das verbotene Messer gehörte.

Montag, 22. Februar - 13:39 Uhr

Bauarbeiten am Buebenweier auf der Zielgeraden: Ab Dienstag soll der Weiher sich wieder mit Wasser füllen

(sk/vre) Seit 14. September wird am Bueben- und am Mannenweier auf Drei Weieren über St.Gallen gearbeitet. Der Damm zwischen den beiden Weihern wie auch der Mannenweier sind deswegen grossräumig abgesperrt. Das Ende der Bauarbeiten ist jetzt aber absehbar. Noch diese Woche sollen die Arbeiten am Grundablass des Buebenweiers abgeschlossen werden.

Der in den vergangenen Monaten erstellte neue Grundablass des Buebenweiers. Die alte Anlage war baufällig und ein Sicherheitsrisiko.

Der in den vergangenen Monaten erstellte neue Grundablass des Buebenweiers. Die alte Anlage war baufällig und ein Sicherheitsrisiko.

Bild: Reto Voneschen
(21.2.2021)

So soll das historische Weiherhüsli bald einmal auf seinen angestammten Platz zurückkehren können. Für die Bauarbeiten musste es versetzt und neben dem Milchhüsli deponiert werden. Bereits ab morgen Dienstag kann zudem wieder Wasser in den Buebenweier eingeleitet werden.

In den vergangenen Monaten wurde der 100 Jahre alte Grundablass des Buebenweiers ersetzt. Dies war gemäss Mitteilung der Stadt nötig, weil die alte Holzleitung samt Schieber in einem schlechten Zustand war. Im wegen dieser Arbeiten ebenfalls teils abgelassenen Mannenweier wurden die Bauten und Stege kontrolliert und wo nötig ausgebessert.

Montag, 22. Februar - 13:20 Uhr

Weltmeisterschaft im Ski-Orientierungslauf: Aufgebote für Eliane und Lukas Deininger aus St.Gallen

Eliane Deininger hat als Juniorin mehrere EM-Staffelmedaillen gewonnen. Jetzt startet sie erstmals als Elite-B-Kadermitglied.

Eliane Deininger hat als Juniorin mehrere EM-Staffelmedaillen gewonnen. Jetzt startet sie erstmals als Elite-B-Kadermitglied.

Bild: Christian Aebersold

(ew/vre) Die Geschwister Deininger wurden an die Weltmeisterschaft im Ski-Orientierungslauf vom 24. bis 28. Februar in Kääriku (Estland) aufgeboten. Es sind die ersten internationalen OL-Wettkämpfe, die seit rund einem Jahr durchgeführt werden können. Eliane Deininger bestreitet nach ihrer erfolgreichen Karriere als Juniorin mit mehreren EM-Staffelmedaillen ihre erste Saison als Elite-B-Kadermitglied. Die Geografiestudentin fühlt sich dank den sehr guten Schneebedingungen in St.Gallen für die WM physisch optimal gerüstet.

Lukas Deiniger bestreitet seine dritte Saison als Elite-B-Läufer.

Lukas Deiniger bestreitet seine dritte Saison als Elite-B-Läufer.

Bild: Christian Aebersold

Auch Lukas Deininger konnte im Juniorenalter schon eine EM-Staffelmedaille gewinnen. Er bestreitet die dritte Saison als Elite-B-Läufer. Der in Schweden studierende Journalistikstudent konnte sich ideal vorbereiten: «Ich hatte Gelegenheit, mit dem estnischen Nationalteam in Finnland wichtige Trainingswochen zu absolvieren.» Er strebt eine Platzierung unter den Top 20 an. Gelegenheiten dazu bieten sich im Sprint, in der Verfolgung sowie auf der Mitteldistanz. Abgeschlossen werden die Titelkämpfe mit einer Sprintstaffel.

Montag, 22. Februar - 12:22 Uhr

Stadtparlament mit langer Traktandenliste: Corona, eine Solaranlage und viele Vorstösse in der Olma-Halle 2.1

(vre) Am Dienstag, 16 bis etwa 20 Uhr, tagt das St.Galler Stadtparlament in der Olma-Halle 2.1. Behandelt werden insgesamt 17 der 21 traktandierten Geschäfte. Gestartet wird mit der Diskussion einer dringlich erklärten Corona-Interpellation. Dann folgen drei kleinerer Sachgeschäfte: Abgabe von Bauland auf Guggeien-Höchst, Sanierung Kindergarten Kesselhaldenstrasse 64 und ein Zusatzkredit für eine Solaranlage aufs Dach des alten, für die Betreuung umgenutzten Schulhauses Rotmonten.

Wegen der Coronapandemie tagt das St.Galler Stadtparlament vorläufig in der Olma-Halle 2.1.

Wegen der Coronapandemie tagt das St.Galler Stadtparlament vorläufig in der Olma-Halle 2.1.

Bild: Ralph Ribi
(25.8.2020)

Weiter beschäftigt sich das Parlament mit einem Postulatsbericht, der Fragen zum Verhältnis von Kesb, Beistandschaft und Sozialamt der Stadt beantwortet. Zwei weitere Postulate harren der Überweisung: Im einen geht's um die Zukunft des Geothermie-Bohrlochs im Sittertobel, im anderen um das Gemeindesportanlagenkonzept (Gesak). Der Stadtrat ist bereit, zu beiden Themen einen Bericht erstellen zu lassen und empfiehlt daher dem Parlament die Überweisung beider Vorstösse.

Weiter diskutiert werden am Dienstagnachmittag zudem die Antworten des Stadtrats auf nicht weniger als zehn Interpellationen. Dabei sind die Themen wie üblich sehr breit gestreut. Sie reichen von SVP-Kritik am WWF-Lauf und an Parkiergebühren über begrünte Dächer und zu viel Pendlerverkehr im Tal der Demut bis hin zu 5G, die Hausaufgabenhilfe und Fragen zum Photovoltaikausbau in der Stadt.

Montag, 22. Februar - 11:43 Uhr

Hinter den Kulissen: Was es für eine nächtliche Reportage vom Roten Platz so alles braucht

(mha/vre) Eben noch chillten am Freitagabend die Mädels und Jungs auf dem Roten Platz. Plötzlich standen ein Video-Journalist (VJ), ein Fotograf, eine Journalistin und zwei «Armleuchter» (Helfer, die mit mobilen Lichtern die Szenerie aufhellen) vor ihnen. Rasch wurde die Stadtlounge in ein Filmset verwandelt. Der VJ erklärte den Jugendlichen, was der ganze Auflauf sollte. Auf dem Programm stand eine Reportage über das Jungsein in St.Gallen zu Zeiten des Coronavirus.

Das «Making of» zur Coronareportage: Vier Jugendliche und vier Medienleute bei Videodreharbeiten im nächtlichen Bleicheli.

Das «Making of» zur Coronareportage: Vier Jugendliche und vier Medienleute bei Videodreharbeiten im nächtlichen Bleicheli.

Bild: Arthur Gamsa
(20.2.2021)

Die vier Jugendlichen – wie auch andere Gruppen an diesem Abend in der St.Galler Innenstadt – fanden die Sache cool. «Endlich läuft wieder einmal etwas. Danke für den Zeitvertreib!» Was die fünf Medienleute produziert haben, ist heute Montag im «St.Galler Tagblatt» auf einer Seite zusammengefasst und in voller Länge samt Video und Bildergalerie bei «Tagblatt online» zu bestaunen.

Montag, 22. Februar - 10:35 Uhr

Pionierprojekt der Appenzeller Bahnen: Bremsenergie der Trogenerbahn fliesst ins Stromnetz der St.Galler Stadtwerke zurück

(pd/vre) Die Appenzeller Bahnen (AB) speisen Frühling 2020 erfolgreich Bremsenergie der Trogenerbahn zurück ins Netz der St.Galler Stadtwerke. Dank der Beschaffung rückspeisefähiger Züge und eines stationären Wechselrichters geben die AB jährlich knapp 270 Megawattstunden Strom zurück ins Netz. Dies auf dem Bahnabschnitt zwischen Trogen und St.Gallen. Das Pionierprojekt wird vom Bund unterstützt.

Eine Zugskomposition des Typs Tango am St.Galler Marktplatz. Dank moderner Technologie kann seine Bremsenergie zwischen der Vögelinsegg und St.Gallen ins Stromnetz zurückgegeben werden.

Eine Zugskomposition des Typs Tango am St.Galler Marktplatz. Dank moderner Technologie kann seine Bremsenergie zwischen der Vögelinsegg und St.Gallen ins Stromnetz zurückgegeben werden.

Bild: AB

Bisher konnte die Bremsenergie der Bahn zwischen Vögelinsegg und St.Gallen nur genutzt werden, wenn gleichzeitig ein Zug tal- und einer bergwärts fuhr. Der Rest der Bremsenergie musste gemäss Mitteilung der AB vernichtet werden. Um die ganze Energie zurückzugewinnen, hat die Bahn die bestehende Anlage mit einem sogenannten Wechselrichter ergänzt. So kann nun Strom aus dem Mittelspannungsnetz der St.Galler Stadtwerke ins Bahnnetz der AB geliefert und gleichzeitig Strom aus überschüssiger Bremsenergie zurück ins Netz gegeben werden.

Mit dem seit April 2020 in Betrieb stehenden System lassen sich erhebliche Stromeinsparungen realisieren. Erste Erfahrungen zeigen, dass von im Monat bezogenen 221 rund 22 Megawattstunden (MWh) zurückgewonnen werden können. 24 MWh entsprechen ungefähr dem Energiebedarf von fünf Einfamilienhäusern während eines Jahres. Pro Jahr rechnen die AB zwischen Trogen und St.Gallen Dank des neuen Systems mit einer Stromeinsparung von 10 bis 15 Prozent.

Montag, 22. Februar - 9:40 Uhr

Der sonnige Sonntag lockte auch viel Volk an den Bodense

Momentaufnahme. Das schöne Wetter vom Wochenende hat viele Ostschweizerinnen und Ostschweizer ins Freie gelockt. Am Sonntag blickte man vom Uferweg in Arbon spazierend in die Weite - oder den ersten Stehpaddlern entgegen. Verpflegungsstände verkauften Bratwurst und Zuckerwatte. Es roch und riecht weiterhin nach Frühling.

Momentaufnahme. Das schöne Wetter vom Wochenende hat viele Ostschweizerinnen und Ostschweizer ins Freie gelockt. Am Sonntag blickte man vom Uferweg in Arbon spazierend in die Weite - oder den ersten Stehpaddlern entgegen. Verpflegungsstände verkauften Bratwurst und Zuckerwatte. Es roch und riecht weiterhin nach Frühling.

Bild: Sandro Büchler (21.2.2021)
Montag, 22. Februar - 9:35 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 89 Neuansteckungen und ein Todesfall übers Wochenende

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet fürs Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) 89 neue laborbestätigte Coronafälle. Damit haben sich seit März des vergangenen Jahres 33'818 Personen im Kanton mit dem Virus infiziert.

Die laborbestätigten Coronafälle im Kanton St.Gallen aufgeteilt auf die acht Wahlkreise.

Die laborbestätigten Coronafälle im Kanton St.Gallen aufgeteilt auf die acht Wahlkreise.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Übers vergangene Wochenende ist zudem eine Person in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Coronatoten im Kanton St.Gallen liegt damit seit März 2020 bei 674.

Am Sonntag, Mitternacht, waren im Kanton St.Gallen 42 Personen wegen Covid-19 hospitalisiert. Acht von ihnen lagen mit künstlicher Beatmung auf einer Intensivstation.

Sonntag, 21. Februar - 15:12 Uhr

Beim Anflug auf Altenrhein abgestürzt: Flugunfall vom Donnerstag weckt Erinnerungen an die Katastrophe der Rheintalflug vor 32 Jahren

(vre) Am Donnerstag ist ein Kleinflugzeug bei Nebel während des Anflugs auf den Flugplatz Altenrhein vor Staad in den Bodensee gestürzt. Der 70-jährige Pilot wurde von einem Berufsfischer gerettet. Das Flugzeug liegt immer noch in einer Tiefe zwischen 80 und 90 Metern auf dem Grund des Sees. Die Vorbereitung für die Bergung sind im Gang. Wann diese durchgeführt werden kann, ist gemäss Kantonspolizei St.Gallen noch offen. Die Untersuchung des Absturzes ist Sache der Bundesbehörden.

Das Wrack der zweimotorigen Passagiermaschine der Rheintalflug wird am 2. März 1989 aus dem Bodensee geborgen.

Das Wrack der zweimotorigen Passagiermaschine der Rheintalflug wird am 2. März 1989 aus dem Bodensee geborgen.

Bild: Keystone

Der Unfall weckt natürlich Erinnerungen an frühere Flugzeugabstürze in den Bodensee. Der spektakulärste und bis heute nicht ganz geklärte Zwischenfall ereignete sich am 23. Februar 1989. Damals stürzte ein zweimotoriges Passagierflugzeug der Rheintalflug in den See. Dabei kamen elf Personen, die zweiköpfige Crew und neun Passagiere, ums Leben. Unter den Opfern war der damalige österreichische Sozialminister Alfred Dallinger.

Der «Flug 102» kam von Wien-Schwechat her und hätte eigentlich in Hohenems landen sollen. Das war wegen Nebels nicht möglich. Daher wich die Maschine letztlich nach Altenrhein aus. Hier geriet sie dann im Landeanflug offenbar in eine Nebelbank, wobei die Piloten gemäss der Schweizer Flugunfalluntersuchung die Orientierung verloren haben und in den See gestürzt sein sollen. Seitens der Rheintalflug wurde ein technischer Defekt am Flugzeug als Ursache vermutet.

Die Bergung der Aero Commander 690D erwies sich damals aufgrund der Wassertiefe und der starken Zerstörung des Wracks als schwierig.

Die Bergung der Aero Commander 690D erwies sich damals aufgrund der Wassertiefe und der starken Zerstörung des Wracks als schwierig.

Bild: Keystone

Zwei Stunden nach dem Unglück wurden erste Wrackteile im See gesichtet. Ein deutsches Forschungs-U-Boot, das zuvor bei der Suche nach einem abgestürzten Helikopter geholfen hatte, fand die Aero Commander 690D in 76 Metern Tiefe auf dem Seegrund. Die Bergung des Wracks mit den Opfern erwies sich als schwierig. Sie wurde zum Medienspektakel und gelang erst eine Woche später, am 2. März 1989.

Abstürze

Seit geflogen wird, stürzen Flugzeuge in den Bodensee

(vre) Immer wieder sind in den vergangenen 100 Jahren Flugzeuge in den Bodensee abgestürzt. Aus der Pionierzeit der Fliegerei sind kaum Fälle überliefert. Klar ist hingegen, dass im zweiten Weltkrieg verschiedentlich Bomber der Alliierten in den See abgestürzt sind. Vor einigen Jahren vor Friedrichshafen das Wrack eines viermotorigen britischen Nachtbombers des Typs «Lancaster» geborgen. Andere Bomberwracks wiederum wurden kurz nach dem Krieg aus dem See gefischt.

Der Pechvogel P-16

Gleich zweimal in den See gestürzt sind Kampfjets des Typs P-16. Die Maschine wurde in den 1950er-Jahren vom Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein (FFA) entwickelt. Der erst Prototyp des als sehr fortschrittlich geltenden Erdkampfflugzeugs stürzte am 31. August 1955 nach einer Störung im Treibstoffsystem in den See. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Es war der erste erfolgreiche Einsatz dieses Rettungsmittels in der Schweiz.

Der Prototyp des P-16 im Flug.

Der Prototyp des P-16 im Flug.

Bild: PD

Am 25. März 1958 stürzte dann auch noch die erste Vorserienmaschine des P-16 wegen Hydraulikproblemen beim Landeanflug auf Altenrhein in den See. Der Pilot konnte sich auch diesmal retten, für den P-16 und damit für die Produktion eines Schweizer Kampfflugzeugs bedeutete der zweite Absturz aber das Aus.

Die Cäsium-Cessna

Ein weiterer spektakulärer Flugzeugabsturz über dem Bodensee ereignete sich am 24. Januar 1994. Eine zweimotorige Cessna 424 war von Prag nach Altenrhein unterwegs, kam dort aber nie an. Das Flugzeug war mit fünf Passagieren, drei Deutschen und zwei Tschechinnen, in den Bodensee gestürzt.

Die Suche und die Bergung der abgestürzten Maschine dauerte zwei Wochen. In dieser Zeit schossen die Spekulationen ins Kraut. Boulevardmedien überboten sich mit wilden Schlagzeilen. Von Menschen- oder Waffenhandel, dem Schmuggel von radioaktiven Cäsium und einem vorgetäuschten Absturz war die Rede. 

Suche und Bergung (Bild) der 1994 abgestürzten Cessna 425 nahmen zwei Wochen in Anspruch.

Suche und Bergung (Bild) der 1994 abgestürzten Cessna 425 nahmen zwei Wochen in Anspruch.

Bild: Ralph Ribi

Nach der Bergung zeigte sich dann auch: An allen Spekulationen war nichts dran. Der Absturz der Cessna war ein simpler Flugunfall. Von den fünf Opfern des Absturzes wurden zwei nie gefunden. Auch ein Hund, der sich an Bord befunden hatte, blieb verschwunden. Als Ursache für den Absturz ergab die Flugunfalluntersuchung einen Pilotenfehler; Hinweise auf technische Probleme (oder Sabotage) bestätigten sich nicht.

Sonntag, 21. Februar - 13:15 Uhr

ST.GALLEN HISTORISCH: Als die Voliere noch mitten im Stadtpark stand - und aussah wie ein überdimensionierter Vogelkäfig

(vre) Die Voliere im St.Galler Stadtpark soll neu ausgerichtet werden. Die Stadt sucht entsprechende Ideen an einem runden Tisch. Die Voliere-Gesellschaft, die die Anlage betreut, hat daran nicht nur Freude und auch schon öffentlich Kritik geübt. Die Einrichtung hat eine knapp 150 Jahre alte Geschichte. In den Park gestellt wurde die heutige Voliere und ihre Vorgängerbauten, um der Stadtbevölkerung die Vögel näher zu bringen.

Voliere im Stadtpark I

Die Voliere von 1892 mit Blickrichtung von Norden nach Süden.

Die alte Voliere vom ersten botanischen Garten aus gesehen. Dieser lag zwischen Kunstmuseum sowie Historischem und Völkerkundemuseum. (Bild: Sammlung Reto Voneschen)

Voliere im Stadtpark II

Die Voliere von 1892 mit Blickrichtung von Westen nach Osten.

Eine bekannte Ansichten der alten Voliere. Hinten links die Häuser entlang der Museumsstrasse. Rechts fehlt das Gebäude des Historischen und Völkerkundemusuems. (Bild: Sammlung Reto Voneschen)

Ein erster Pavillon, in dem im Stadtpark Vögel gehalten wurden, kam von der Landesausstellung 1883 nach St.Gallen. Der städtische Gewerbeverein kaufte ihn für rund 3'000 Franken. Platziert wurde er neben dem damaligen Weiher am Ostrand des Parks. Das Gewässer war damals noch grösser als heute. Betreut wurde der Pavillon von der 1879 gegründeten «Ornithologischen Gesellschaft». Seit 1970 ist die «Voliere-Gesellschaft» dafür da.

Blickrichtung auf den historischen Ansichten und Standort Voliere heute im Stadtplan von 1907.

Blickrichtung auf den historischen Ansichten und Standort Voliere heute im Stadtplan von 1907.

Screenshot: Stadt St.Gallen

Die alte, achteckige Voliere auf den beiden historischen Bildern wurde 1892 aufgestellt. Sie befand sich gemäss dem Buch «Stadt St.Gallen: Weiher als Lebensräume» von Théo Buff und Rolf Kretzer rund 80 Meter westlich des Weihers mitten im Park. Die heutige Voliere direkt am Weiher wurde 1936 geplant und bis 1938 gebaut. Das alte Gebäude mitten im Park wurde danach abgebrochen.

Sonntag, 21. Februar - 11:40 Uhr

«Farb bekennä»: Rätselhafte Botschaft am Weidezaun auf Drei Weieren

(vre) In den sozialen Medien haben wir uns bereits an sie gewöhnt, die rätselhaften Sprüche zum Thema Coronavirus und Behördenmassnahmen dagegen. Auf was das Transparent, das am Wochenende an einem Weidezaun auf Drei Weieren aufgetaucht ist, Bezug nimmt, bleibt im Gegensatz zu Facebook- und Telegram-Einträgen rätselhaft.

Was die Urheber des Transparents an einem Weidezaun auf Drei Weieren genau von uns wollen, bleibt vorerst einmal etwas rätselhaft.

Was die Urheber des Transparents an einem Weidezaun auf Drei Weieren genau von uns wollen, bleibt vorerst einmal etwas rätselhaft.

Bild: Reto Voneschen
(21.2.2021)

Eine Durchhalteparole für den FC St.Gallen nach der Niederlage gegen Vaduz schliesst die Kennerin von der «Tagblatt»-Sportredaktion aus; die Vereinsfarben sind bekanntlich grün und weiss. Immerhin gibt's im Internet aber das Manuskript für ein Kurztheater mit dem Titel «Farb bekänne», in dem es um FCZ- und FCSG-Fans und die Liebe geht. Aber Werbung dafür dürfte der Spruch auf Drei Weieren doch eher nicht sein.

Also ist das Transparent doch eine Wortmeldung zur Coronapandemie? Es könnte ja auch die Fortsetzung einer Weltschmerz-Aktion vom Sommer des vergangenen Jahres sein:

Der Anfang der vermutlich längsten (politischen?) Parole der Stadt im vergangenen Sommer am Geländer der Gesstreppe.

Der Anfang der vermutlich längsten (politischen?) Parole der Stadt im vergangenen Sommer am Geländer der Gesstreppe.

Bild: Reto Voneschen (3.8.2020)

Im ersten Lockdown hatte eine oder einer der Öffentlichkeit ihren oder seinen Frust mit dem vermutlich längsten Schriftzug der Stadt kund getan. Der Text war mit weisser Farbe aufs Geländer auf der ganzen Länge der oberen Hälfte der Gesstreppe geschrieben worden. Auch er liess viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger ratlos zurück. Nach einer Meldung im «Stadt-Melder», der elektronischen Klagemauer der Verwaltung, hat Stadtgrün (das ehemalige Gartenbauamt) das Geländer gereinigt.

Sonntag, 21. Februar - 11:11 Uhr

Sonniges und mildes Wetter zieht Hunderte in die Naherholungsgebiete

Momentaufnahme. Das frühlingshafte Wetter hat am Samstag und wird auch am Sonntag viele St.Gallerinnen und St.Galler nach draussen ziehen. Auf dem Panoramaweg auf Drei Weieren waren am Sonntag schon vor 10 Uhr viele Joggerinnen sowie Spaziergänger mit und ohne Hund unterwegs.

Momentaufnahme. Das frühlingshafte Wetter hat am Samstag und wird auch am Sonntag viele St.Gallerinnen und St.Galler nach draussen ziehen. Auf dem Panoramaweg auf Drei Weieren waren am Sonntag schon vor 10 Uhr viele Joggerinnen sowie Spaziergänger mit und ohne Hund unterwegs.

Bild: Reto Voneschen
(21.2.2021)
Sonntag, 21. Februar - 10:47 Uhr

Mit einer Startniederlage in die Finalrunde: Handballerinnen des LC Brühl verlieren 30:35 gegen den LK Zug

(pd/vre) Am Samstag ist die erste Mannschaft der Brühler Handballfrauen mit einem Spiel gegen den LK Zug in die Finalrunde der Meisterschaft der obersten Liga gestiegen. Der Start misslang: Die St.Gallerinnen mussten sich mit 30:35 geschlagen geben. Da auch die Spono Eagles gegen den HSC Kreuzlingen patzten, bleibt das Team des LC Brühl mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz der Tabelle. Am kommenden Samstag können die Brühlerinnen die Scharte auswetzen: Sie spielen in der Kreuzbleichehalle in St.Gallen gegen den HSC Kreuzlingen.

Das Spiel der Frauen des LC Brühl gegen den LK Zug vom Samstag stand von Anfang an unter einem unglücklichen Stern. Brühl sah sich schon in der 13. Spielminute mit einem 8:4-Rückstand konfrontiert. Die Absprache in der Verteidigung stimmte nicht und im Angriff patzte die Brühler Equipe im Abschluss oder blieb in der Zuger Verteidigung hängen. Headcoach Nico Andersson sah sich in der 17. Spielminute beim Stand von 11:6 zu einem Time-Out gezwungen. In der Folge konnten die St.Gallerinnen das Resultat etwas korrigieren, der Pausenstand war mit 18:13 aber deutlich.

Kathryn Fudge machte am Samstag gegen den LK Zug ein gutes Spiel. Sie war mit zehn Toren die stärkste Brühler Werferin.

Kathryn Fudge machte am Samstag gegen den LK Zug ein gutes Spiel. Sie war mit zehn Toren die stärkste Brühler Werferin.

Bild: PD

In der zweiten Spielhälfte starteten die Brühlerinnen zu einer Aufholjagd, die sich sehen lassen kann. Zug sah sich gleich mit zwei Zwei-Minuten-Strafen konfrontiert und haderte mit der Deckung der St.Gallerinnen. Der LC Brühl wusste dies auszunutzen und erzielte schnelle Kontertreffer. Zudem wusste Brühls Kathryn Fudge die Situation einer fehlenden Torhüterin auszunutzen und warf den Ball nach Fehlern von Zug mehr als einmal ins leere Zuger Tor. Fudge war auch die beste Brühler Werferin, sie erzielte nicht weniger als zehn Tore.

Bis in die 42. Minute kamen die Brühlerinnen auf 23:22 an die Zugerinnen heran. Der Ausgang der Partie schien wieder offen, doch der LC Brühl verspielte dann die Chance auf den Ausgleich. Fehler wiederum in der Deckung wie auch im Angriff liessen die Zugerinnen erneut davonziehen. So musste sich das Team des LC Brühl in der Zuger Sporthalle schliesslich mit 35:30 geschlagen geben.