ST.GALLER STADT-TICKER: Jetzt ist der Nachwuchs auf Wanderschaft +++ Für die SVP nur der erste Schritt +++ Stadt entscheidet nach 24. Juni über Jahrmarkt

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Samstag, 6. Juni - 12:39 Uhr

Am Bildweier sind derzeit viele kleine Kröten unterwegs: Jetzt ist der Nachwuchs auf Wanderschaft

(vre) Daran hat man sich als Städterin oder Städter gewöhnt: Jeden Frühling wandern auch in St.Gallen Hunderte von Fröschen, Kröten und Molchen zum Laichen zu Teichen und Tümpeln. Am Bildweier im Westen der Stadt ist derzeit das Resultat der Laichwanderung dieses Frühlings zu sehen: Rund um den Weiher und auch auf der Bildweiherstrasse sind unzählige kleine Hüpfer unterwegs.

Solche Winzlinge sind derzeit beim Bildweier in Winkeln unterwegs. Es sind kleine Erdkröten.

Solche Winzlinge sind derzeit beim Bildweier in Winkeln unterwegs. Es sind kleine Erdkröten.

Bild: Marlen Hämmerli (5.6.2020)

Christoph Noger, der Verantwortliche des Naturschutzvereins Stadt St.Gallen und Umgebung für die Amphibienrettung an der Kräzern- und Bildweiherstrasse, hat die Tierchen aufgrund des Kurzvideos von «Tagblatt»-Redaktorin Marlen Hämmerli als kleine Erdkröten identifiziert:

Die Laichwanderung bekommen viele Städterinnen und Städter direkt mit. Zum einen durch die Verkehrssignale, die auf die Amphibienrettung aufmerksam machen, zum anderen durch Sichtungen von wandernden Tieren. Was danach im Weiher geschieht, ist nicht mehr so augenfällig und daher einfach zu beobachten. Aus dem Laich, den die Grasfrösche in Ballen und die Erdkröten in langen Schnüren im Wasser ablegen, entstehen die Kaulquappen.

Bei der Erdkröte sind diese einheitlich schwarz gefärbt und werden zuletzt bis zu 40 Millimeter lang. Abhängig vom Ernährungszustand und anderen Umwelteinflüssen kann eine Larve aber auch etwas kleiner bleiben. Nach etwa zweieinhalb bis drei Monaten Wasseraufenthalt durchlaufen die Kaulquappen die Metamorphose zum lungenatmenden, vierbeinigen Landtier. Sie gehen danach oft in grossen Mengen gleichzeitig ans Ufer. Der Volksmund spricht dann wegen der scheinbar plötzlich überall herum wimmelnden Jungkröten von «Froschregen».

Ein Erdkrötenpärchen während der Laichwanderung. Das kleinere Männchen lässt sich oft vom Weibchen zum Weiher tragen. Wenn der Laich abgelegt und befruchtet ist, trennen sich die Tiere und gehen ohne sich um den Nachwuchs zu kümmern wieder getrennte Wege.

Ein Erdkrötenpärchen während der Laichwanderung. Das kleinere Männchen lässt sich oft vom Weibchen zum Weiher tragen. Wenn der Laich abgelegt und befruchtet ist, trennen sich die Tiere und gehen ohne sich um den Nachwuchs zu kümmern wieder getrennte Wege.

Bild: Hanspeter Bärtschi (7.3.2017)

Die Landgänger sind zuerst zwischen sieben und zwölf Millimeter lang. Dies, weil sich die Körperlänge nicht nur durch den zurückgebildeten Ruderschwanz reduziert, sondern bei der Umwandlung auch der Rumpf schrumpft. Die kleinen Hüpfer verteilen sich ausgehend vom Laichgewässer auf die umliegenden Lebensräume. Nach drei bis fünf Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. In freier Natur haben sie eine Lebenserwartung von vermutlich höchstens zehn bis zwölf Jahren; in Gefangenschaft ist eine Erdkröte auch schon 36 Jahre alt geworden.

Samstag, 6. Juni - 9.05 Uhr

SVP begrüsst Liberalisierung der städtischen Ladenöffnungszeiten: Ein richtiger, aber nur der erste Schritt

(pd/vre) Die SVP-Fraktion im St.Galler Stadtparlament begrüsst die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten in der Alt- und Teilen der Innenstadt durch den Stadtrat, «indem er die rechtlichen Möglichkeiten endlich ausnutzt». Die Stadtpartei findet es schade, dass «vorderhand nur Läden, welche einem touristischen Bedürfnis entsprechen und in der Innenstadt liegen», länger öffnen dürfen. Trotzdem sei die Liberalisierung ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Die SVP-Fraktion hofft in ihrer Mitteilung, dass dies ein Anlass ist für einen weiteren Anlauf ist, im ganzen Kanton die Ladenöffnungszeiten zu liberalisieren. Dies nachdem das kantonale Stimmvolk entsprechende Vorlagen 1996, 2003 und 2010 abgelehnt hat. Für die SVP-Fraktion ist ein neuer Anlauf trotzdem nötig: «Die Läden sollen in der ganzen Stadt dann öffnen können, wann sie wollen und eine Nachfrage besteht. Die Läden sollen ihre Öffnungszeiten den Kundenbedürfnissen anpassen können und nicht dem Gesetzgeber.»

Länger und auch am Sonntag shoppen: Vor allem Grossverteiler haben bereits angekündigt, von den längeren Öffnungszeiten in der St.Galler Altstadt und Teilen der westlichen Innenstadt Gebrauch machen zu wollen. Im Bild die bisher geltenden Öffnungszeiten.

Länger und auch am Sonntag shoppen: Vor allem Grossverteiler haben bereits angekündigt, von den längeren Öffnungszeiten in der St.Galler Altstadt und Teilen der westlichen Innenstadt Gebrauch machen zu wollen. Im Bild die bisher geltenden Öffnungszeiten.

Bild: Ralph Ribi (29.5.2020)

Eine liberalere Regelung der Ladenöffnungszeiten sieht die SVP - ganz im Gegensatz zu SP, Grünen, Politischer Frauengruppe und Gewerkschaften - auch als Chance fürs Personal: Damit würden nämlich neue Arbeitsplätze geschaffen und flexiblere Arbeitszeitmodelle möglich, die insbesondere Familien entgegenkämen, hält die SVP in ihrer Mitteilung fest. Zudem sei die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten eine Chance zur erneuten Belebung der St.Galler Innenstadt. Das ziehe die Menschen von der «24-Stunden-Online-Shopping»-Konkurrenz wieder vermehrt dorthin.

Die SVP-Parlamentsfraktion hat weitere Wünsche an die Stadtregierung: So müsse die kaufwillige Kundschaft mit allen Verkehrsmitteln ungehindert in die Stadt kommen und wieder direkt im Stadtzentrum parkieren können. Und: Es gebe noch immer zu viele Gesetze, die verhinderten, statt zu ermöglichen, heisst es in der Mitteilung. Die SVP werde sich dafür einsetzen, dass in der Stadt ein Paradigmenwechsel stattfinde und Rahmenbedingungen geschaffen würden, die Innovationen und Geschäftstätigkeit direkt förderlich seien.

Worum es geht

Längere Ladenöffnungszeiten und Sonntagsverkauf

(vre) Die St.Galler Stadtregierung hat per Vollzugsregelemnt die Ladenöffnungszeiten in einem sogenannten touristischen Perimeter ausgedehnt. Er umfasst die Altstadt und den Grossteil der westlichen Innenstadt. Neu dürfen hier Geschäfte von Montag bis Samstag bis 20 Uhr sowie an öffentlichen Ruhetagen - wie dem Sonntag - von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein. Kommuniziert wurde die Veränderung kurzfristig, nämlich am 28. Mai. Gültig sind die neuen Öffnungszeiten ab 1. Juni, also seit Pfingstmontag.

Über eine Lockerung der Ladenöffnungszeiten für die Altstadt wird in St.Gallen vor dem Hintergrund des Ladensterbens seit längerem diskutiert. Nachdem eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten kantonal dreimal (1996, 2003 und 2010) am Volkswillen gescheitert ist, hielt auch der St.Galler Stadtrat ursprünglich eine grosszügige Lösung für nicht machbar. Als Minimallösung wurde diskutiert, den Abendverkauf am Donnerstag um eine Stunde auf 20 Uhr zu verkürzen, um dafür am Samstag eine Stunde länger bis 18 Uhr offen halten zu können.

Der Stadtrat liess dann aufgrund von Debatten am Forum «Zukunft Innenstadt» die Bedürfnisse des Detailhandels wie auch mögliche Wege zu ihrer Erfüllung klären. In einer Interpellationsantwort skizzierte er dann Anfang 2019 die vorhandenen Optionen - und liess auch schon durchblicken in welche Richtung die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ungefähr gehen könnte.

Freitag, 5. Juni - 18:28 Uhr

Trotz Olma-Absage gibt's für den Herbstjahrmarkt noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Stadt entscheidet erst Ende Juni

(vre) Am Freitag ist die Olma 2020 abgesagt worden. Was heisst das für den parallel zur Messe von der Stadt im Museumsquartier durchgeführten Herbstjahrmarkt? Der Entscheid über seine Durchführung oder Absage ist noch nicht gefallen, wie Roman Kohler, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen, auf Anfrage sagt. Die Stadt habe bezüglich des Jahrmarkts mehr Planungsspielraum als die Olma-Messen für die Olma.

Zum St.Galler Herbstjahrmarkt gehören neben den Marktständen auch Bahnen und Buden der Schausteller. Ob sie diesen Oktober ins Museumsquartier bleibt vorläufig offen.

Zum St.Galler Herbstjahrmarkt gehören neben den Marktständen auch Bahnen und Buden der Schausteller. Ob sie diesen Oktober ins Museumsquartier bleibt vorläufig offen.

Bild: Samuel Schalch (17.10.2016)

Die Stadtpolizei als Bewilligungsinstanz wolle mit dem Entscheid zum Jahrmarkt bis nach dem 24. Juni zuwarten. An diesem Datum sollte sich der Bundesrat dazu äussern, wie es mit Veranstaltungen mit über 1000 Personen nach Ende August weitergehen wird. Sollte sich abzeichnen, dass von den Anti-Corona-Regeln des Bundes her, die Durchführung des Jahrmarktes in irgendeiner Form möglich sein wird, will die Stadtpolizei das Bedürfnis danach unter den Marktfahrern abklären.

Wenn genügend Marktfahrerinnen und Marktfahrer mitmachen würden, könnte die Durchführung des Jahrmarkts in irgendeiner Form als durchaus noch denkbar sein, sagt Stapo-Sprecher Kohler. Wobei natürlich offen sei, was geschehe, wenn sich die Situation ändern sollte, es beispielsweise im Frühherbst zur von Fachleuten teils befürchteten zweiten Coronawelle kommt.

Die Olma findet 2020 nicht statt +++ Direktorin Christine Bolt: «Es ist nicht schön, als erste Amtshandlung die Olma absagen zu müssen» +++ Durchführung Jahrmarkt noch nicht entschieden

Das Jahr 2020 wird ein Jahr ohne Olma. Die grösste Publikumsmesse der Ostschweiz ist abgesagt, weil sie die Abstandsregeln nicht garantieren kann, wie die Verantwortlichen sagen. Eine Messe dieser Grösse brauche zudem einen planerischen Vorlauf von mehreren Monaten. Dennoch hoffen sie auf eine Alternative.
Freitag, 5. Juni - 15:40 Uhr

Stadtwahlen vom 27. September: Am Montag stellt die SVP ihre Kandidaturen für die Stadtregierung und das Parlament vor

SVP-Fraktionspräsidentin Karin Winter-Dubs.

SVP-Fraktionspräsidentin Karin Winter-Dubs.

Bild: Michel Canonica (22.8.2019)

(vre) Wie von Stadtparteipräsident Donat Kuratli vor anderthalb Monaten angekündigt, informiert die SVP der Stadt St.Gallen am 8. Juni, also am kommenden Montag, über ihre Pläne für die Wahlen vom Herbst. Das Nominationsverfahren für die Stadtrats- und Stadtpräsidiumswahlen wie für die Stadtparlamentswahlen hat die Partei gemäss Einladung zur Medienorientierung bereits durchgeführt. Am Montag werden jetzt die Kandidatinnen und Kandidaten präsentiert.

Mit Spannung erwartet wird natürlich, mit wem die SVP in die Kampfwahlen um Stadtrat und Stadtpräsidium steigen will. In der Gerüchteküche immer wieder zu hören ist in diesem Zusammenhang der Name von Karin Winter-Dubs. Die Fraktionspräsidentin der SVP im Stadtparlament bringt Erfahrung in der politischen Arbeit auf Stadtebene mit. Sie hat zudem den Ruf, teamfähig und pragmatisch zu sein. Ob sie jetzt tatsächlich zu den Exekutivwahlen antritt, zeigt sich am Montag.

Freitag, 5. Juni - 12:44 Uhr

Bauarbeiten am Winkler Stich wegen Regenwetters verschoben: Vollsperrung mit Umleitung über Gossau erst in einer Woche

(pd/vre) Der Winkler Stich, die Appenzeller Strasse von Winkeln nach Herisau, wird dieses Wochenende nicht gesperrt. Die geplanten Belagsarbeiten müssen aufgrund des schlechten Wetters um eine Woche verschoben werden. In den vergangenen zwei Jahren wurde die Strasse im Winkler Stich umfassend saniert und mit einem Fuss- und Veloweg ausgebaut. In diesen Wochen werden die Schlussarbeiten erledigt.

Die Hinweistafel unten am Winkler Stich zeigt die neuen Sperrzeiten zum Einbau des Deckbelags in einer Woche.

Die Hinweistafel unten am Winkler Stich zeigt die neuen Sperrzeiten zum Einbau des Deckbelags in einer Woche.

Bild: Tiefbauamt AR

Zu diesen Abschlussarbeiten gehört der Einbau des Deckbelags auf der Appenzeller- und der Heinrichsbadstrasse, was eine Vollsperrung nötig macht. Die Spüerrung (mit Umleitung des Autoverkehrs über Gossau und dem Ausfall verschiedener Buskurse) war ursprünglich für diesen Samstag, 20 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, vorgesehen. Sie wird jetzt aber aufgrund des Wetters um eine Woche verschoben: Dann ist die Strasse vom Samstag, 13. Juni, 15 Uhr, bis Montag, 15. Juni, 5 Uhr, gesperrt.

Freitag, 5. Juni - 11:44 Uhr

Unterhaltsarbeiten an der SBB-Linie von Gossau via St.Gallen bis Goldach: Gearbeitet wird ab Montag auch in der Nacht

(vre) Die SBB lassen im Juni zwischen Gossau und Goldach verschiedene Unterhaltsarbeiten an den Gleisen durchführen. Gearbeitet wird dabei aus Sicherheitsgründen auch während den Nachtstunden. Dabei kann es zu Lärmbelästigungen für die Nachbarschaft kommen. Die Züge verkehren trotz der Arbeiten in der Regel nach Fahrplan.

Das Schweizer Schienennetz ist eines der am intensivsten befahrenen der Welt. Um es in Schuss zu halten, damit die Züge fahrplanmässig verkehren können, sind ständig Unterhaltsarbeiten nötig.

Das Schweizer Schienennetz ist eines der am intensivsten befahrenen der Welt. Um es in Schuss zu halten, damit die Züge fahrplanmässig verkehren können, sind ständig Unterhaltsarbeiten nötig.

Bild: Michel Canonica (22.5.2015)

Von Montag auf Dienstag wird zwischen Winkeln und St.Gallen gearbeitet. Vom nächsten Montag bis 20. Juni, also während zwei Wochen, sind Arbeiten auf der SBB-Strecke zwischen St.Fiden und Goldach geplant. Vom 18. bis 23. Juni dann wird auch noch an der Strecke zwischen St.Gallen und Gossau gearbeitet.

Freitag, 5. Juni - 11:22 Uhr

Blechsalat auf der Splügenbrücke: Zu früh oder zu spät gefahren?

(stapo/vre) Und schon wieder ist es am Donnerstagmorgen auf der Splügenstrasse bei der Autobahnausfahrt St.Fiden zu einem Unfall gekommen. Dabei stiessen zwei Autos seitlich-frontal zusammen. Die Fahrerinnen blieben unverletzt; es entstand gemäss Mitteilung der Stadtpolizei auch nur mässiger Sachschaden.

Glimpflich abgelaufen ist diese verhängnisvolle Begegnung auf der Splügenstrasse bei der Autobahnausfahrt St.Fiden.

Glimpflich abgelaufen ist diese verhängnisvolle Begegnung auf der Splügenstrasse bei der Autobahnausfahrt St.Fiden.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen (4.6.2020)

Am Donnerstag, kurz vor 11.30 Uhr, fuhr eine 43-Jährige auf der Splügen- Richtung Rorschacher Strasse. Auf Höhe der Autobahnausfahrt St.Fiden hielt sie vor dem roten Lichtsignal an. Sie fuhr nach eigenen Angaben los, als das Lichtsignal auf Grün wechselte. Gleichzeitig kam eine 29-Jährige von der Autobahnausfahrt St.Fiden her und wollte nach links in die Splügenstrasse abbiegen. Nach Angaben dieser Fahrerin war stand das Lichtsignal bei ihrer Durchfahrt auf Gelb.

Freitag, 5. Juni - 10:59 Uhr

Ist St.Gallen wirklich eine Tourismusgemeinde? SP stellt kritische Fragen zu den städtischen Ladenöffnungszeiten im Kantonsrat

(vre) Die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten durch den St.Galler Stadtrat wird offiziell zum Politikum: SP-Kantonsrätin Bettina Surber hat in der Juni-Session des Kantonsparlaments eine Interpellation mit kritischen Fragen zu dieser Massnahme eingereicht. Der Stadtrat beruft sich bei der Liberalisierung auf den Artikel im Gesetz über Ruhetag und Ladenöffnung, der besagt, dass «Tourismusgemeinden» erweiterte Ladenöffnungszeiten einführen können.

Grossverteiler haben bereits angekündigt, die längeren Ladenöffnungszeiten nutzen zu wollen - die Migros etwas im Neumarkt (im Bild die bisherigen Öffnungszeiten).

Grossverteiler haben bereits angekündigt, die längeren Ladenöffnungszeiten nutzen zu wollen - die Migros etwas im Neumarkt (im Bild die bisherigen Öffnungszeiten).

Bild: Ralph Ribi (29.5.2020)

Bettina Surber will nun vom Regierungsrat wissen, ob die Stadt St.Gallen tatsächlich eine Tourismusgemeinde ist und die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten beispielsweise für Bekleidungsgeschäfte, die es in vielen anderen Städten auch gibt, wirklich einem touristischen Bedürfnis entspricht. Weiter soll der Kanton dazu Stellung nehmen, ob die St.Galler Stadtregierung vor der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten genügend Abklärungen vorgenommen hat und ob für den Schritt ein stadträtliches Vollzugsreglement tatsächlich ausreicht.

Daraus, dass sie der Erweiterung der Ladenöffnungszeiten skeptisch gegenüber steht, macht die Urheberin des Vorstosses keinen Hehl. In dessen Begründung stellt sie nämlich fest, dass der Stadtrat die Liberalisierung sehr kurzfristig, ohne Vernehmlassung bei den Verbänden,  ohne demokratischen Prozess und eigentlich unter Umgehung des früheren Volkswillens (kantonale Abstimmungen 1996, 2003 und 2010) durchgeführt hat.

Freitag, 5. Juni - 10:15 Uhr

Auffahrkollision im Feierabendverkehr: Stau zu spät bemerkt, zwei Frauen leicht verletzt

(kapo/vre) Am Donnerstag ist es bei Mörschwil im Feierabendverkehr auf der Autobahn in Richtung Rorschach zu einer Auffahrkollisison mit vier Fahrzeugen gekommen. Zwei Frauen wurden dabei gemäss Mitteilung der Kantonspolizei leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.

Die Situation nach dem Unfall auf der A23 bei Mörschwil.

Die Situation nach dem Unfall auf der A23 bei Mörschwil.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen
(4.6.2020)

Ein 23-jähriger Mann war am Donnerstag, gegen 17 Uhr, mit seinem Auto auf der Überholspur von Meggenhus in Richtung Arbon unterwegs. Bei der Ausfahrt Rorschach wollte er die Autobahn zu verlassen und überquerte dazu die Normalspur. Aus derzeit unbekannten Gründen bemerkte er zu spät, dass sich vor der Ausfahrt bereits ein Stau gebildet hatte. In der Folge prallte sein Auto ins Heck des Autos einer 28-Jährigen.

An den Autos, die in den Auffahrunfall verwickelt waren, entstand teilweise grösserer Sachschaden.

An den Autos, die in den Auffahrunfall verwickelt waren, entstand teilweise grösserer Sachschaden.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen
(4.6.2020)

Dieser Wagen wurde durch die Wucht der Kollision ins davor stehende Auto gestossen und dieses wiederum in ein drittes Fahrzeug. Die 17-jährige Beifahrerin des Unfallverursachers sowie die 28-jährige Autofahrerin erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden mit der Ambulanz ins Spital gefahren.

Freitag, 5. Juni - 9:58 Uhr

Die aktuelle Liste der Handänderungen und die Stadtentwicklung: Luxemburger Holding kauft Globus-Liegenschaft am Multertor

(vre) Regelmässig publiziert auch die Stadt St.Gallen die sogenannten Handänderungen, also die Grundstücke, die den Eigentümer gewechselt haben. Die Auflistung ist ganz sicher für Immobilienprofis interessant. Aber auch für den Laien gibt's darin immer wieder einmal eine Trouvaille. Sei es, dass man sieht, wo sich ein Arbeitskollege oder Promi niederlässt, sei es, dass es Infos zum Verkauf eines prominenten Gebäudes gibt.

Globus hat sein Gebäude am St.Galler Multertor an eine Holding aus Luxemburg verkauft. Das ist der Auflistung der Handänderungen durch die Stadt zu entnehmen.

Globus hat sein Gebäude am St.Galler Multertor an eine Holding aus Luxemburg verkauft. Das ist der Auflistung der Handänderungen durch die Stadt zu entnehmen.

Bild: Michel Canonica (6.12.2017)

Letzteres ist in der aktuellen Auflistung der Handänderungen der Stadt St.Gallen für die zweite Hälfte des Monats Mai der Fall: Dort sieht man dass eine Holding aus Luxemburg das Geschäftshaus Multergasse 47 erworben hat. Das Haus direkt beim Multertor hat eine lange Geschichte. Heute ist darin das «Kaufhaus Globus» untergebracht.

Und bereits gibt's auch eine politische Reaktion auf diese Handänderung: Marcel Baur, seines Zeichens grünliberaler Stadtparlamentarier, äussert sich mit kritischem Unterton dazu in seinem Blog «#kurzverbloggt». Baur ist dabei nicht grundsätzlich gegen den Verkauf dieser Liegenschaft an eine Holding im Ausland.

Die Liegenschaft Multergasse 47 im Stadtplan.

Die Liegenschaft Multergasse 47 im Stadtplan.

Screenshot: Stadt St.Gallen

Allerdings gibt ihm zu denken, dass beim Eigentümer eines so zentralen Gebäudes kaum ein Bezug zu St.Gallen auszumachen ist. Das Desinteresse der Grundeigentümer an Fragen der Innenstadt-Entwicklung werde so wohl weiter zunehmen, befürchtet er - und verweist als Indiz für diese Entwicklung auf eine Umfrage zur Umgestaltung des Marktplatzes, an der sich 2016 von 50 Grundeigentümer gerade einmal 17 beteiligt hatten.

Donnerstag, 4. Juni - 18:59 Uhr

Am Samstag öffnen auch die Kinos wieder - mit reduzierter Platzzahl und dem Einsammeln der Kontaktdaten

(vre) Nochmals ein Stück Normalität kehrt nach dem Corona-Lockdown am Samstag in der St.Galler Innenstadt ein: Auch die Kinos dürfen wieder öffnen. Das betrifft einmal das Programmkino Kinok in der Lokremise. Das betrifft zum anderen die Popcorn-Kinos der Kitag AG im Scala und im Cinedome.

Das Kinok startet am Samstag, 16.30 Uhr, mit dem filmischen Porträt «Aretha Franklin: Amazing Grace». Das verkürzte Juni-Programm, das ausnahmsweise ein reines Premierenprogramm ist, kann bereits im Internet abgerufen werden. Es ist zudem bereits möglich (und auch ratsam), Tickets online zu reservieren. Um die Abstands- und Hygienemassnahmen einhalten zu können, trifft das Kinok verschiedene Massnahmen.

Am Samstag, 16.30 Uhr, startet das Kinok in der Lokremise mit einem Film über die legendäre US-Sängerin Aretha Franklin.

Am Samstag, 16.30 Uhr, startet das Kinok in der Lokremise mit einem Film über die legendäre US-Sängerin Aretha Franklin. 

Bild: Hanspeter Schiess (27.2.2018)

Zum einen sind die Pausen zwischen den einzelnen Vorstellungen länger als üblich, damit genügend Zeit für einen gemächlicheren Rhythmus beim Füllen und Leeren des Kinosaals bleibt. Um lange Schlangen an der Kasse zu vermeiden und das Einsammeln der Kontaktdaten zu vereinfachen, bittet das Kinok darum, das Online-Reservationssystem zu nutzen. Im Saal bleiben Sitzplätze leer. Zudem wurde die Lüftung neu justiert, damit die Luft im Saal alle fünf Minuten komplett ausgetauscht ist.

Im Cinedome bei Abtwil startet die Kitag mit ihren Angeboten am Samstag um 14, im Scala im Stadtzentrum um 14.15 Uhr, und zwar an beiden Orten mit dem Trickfilm «Trolls World Tour». In den verschiedenen Kinosälen geht's danach Schlag auf Schlag. Immer noch im Programm ist beispielsweise «Platzspitzbaby» im Cinedome 4 um 14.30 sowie im Scala 6 und im Cinedome 8 jeweils um 20.30 Uhr.

Es geht wieder los: Am Donnerstagnachmittag werden die Aushänge am Kinocenter Scala aktualisiert.

Es geht wieder los: Am Donnerstagnachmittag werden die Aushänge am Kinocenter Scala aktualisiert.

Bild: Jonas Bartholdi

Auch die Kitag muss sich an umfangreiche Anti-Corona-Regeln halten. So dürfen sich beispielsweise höchstens 300 Personen gleichzeitig in einem Saal aufhalten, Plätze bleiben leer, beim Ticketkauf müssen alle Besucherinnen und Besucher die Kontaktdaten deponieren. Das Programm der Kitag-Kinos ist seit Donnerstag, 18 Uhr, ebenfalls online. Ebenso besteht natürlich die Möglichkeit, Tickets elektronisch zu kaufen.

Donnerstag, 4. Juni - 18:11 Uhr

Namen & Notizen: Der FC St.Gallen und die Universität St.Gallen verlieren ihr Sprachrohr - Last und Hasenböhler gehen

Daniel Last.

Daniel Last.

Bild: Salvatore Di Nolfi/KEY (23.7.2018)

(mha/vre) Der FC St.Gallen trennt sich nach acht Jahren von seinem Medienchef Daniel Last. Er verlässt den Club auf Ende Juni; diesen Freitag ist sein letzter Arbeitstag. Last war ein Medienprofi und galt als Bindeglied und eine Konstante im FC St.Gallen, oft schaffte er bei komplizierten oder weniger komplizierten Anfragen mit wenigen Worten viel Orientierung. Ab und zu vermittelte er auch zwischen Clubleitung und Journalisten, wenn die Wellen etwas gar hoch gingen.

Vor seinem Abgang hat der FC St.Gallen jetzt seinem Medienchef für die engagierte und kompetente Arbeit während der vergangenen acht Jahre gedankt. Die Clubleitung wünscht ihm in der Mitteilung «für die Zukunft beruflich wie auch privat alles Gute». Bis die Konsequenzen aus der Coronakrise klar sind und die Nachfolge von Last geregelt ist, wird die Medienarbeit des FCSG über die Marketingabteilung koordiniert. Ansprechperson für die Medien ist bis dann deren Leiter, Troy Lüchinger.

Marius Hasenböhler-Backes.

Marius Hasenböhler-Backes.

Bild: Hannes Thalmann (18.12.2019)

Noch länger als Last beim FC St.Gallen hat es an der Universität St.Gallen Marius Hasenböhler-Backes ausgehalten: Der ehemalige Journalist - unter anderem auf der Stadtredaktion des «St.Galler Tagblatt» - leitete 13 Jahre lang die Kommunikationsabteilung der HSG – in guten wie auch in schlechten Zeiten. Nun zieht es Hasenböhler-Backes nach Winterthur. Dort wird er ab 1. Juli die Kommunikationsabteilung des Kantonsspitals führen.

Donnerstag, 4. Juni - 17:09 Uhr

Auffahrunfall wegen Überholmanöver: Beifahrer leicht verletzt, Kantonspolizei sucht Zeugen 

(kapo/vre) Am Donnerstag, 8.30 Uhr, ist es auf der Andwilerstrasse in Gossau zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen. Eine 61-jährige Fahrschülerin und ihr 52-jähriger Fahrlehrer waren in einem Fahrschulauto von Gossau nach Andwil unterwegs. Hinter ihnen fuhr eine 30-jährige Frau. Auf Höhe des Hauses 275 überholte eine Richtung Gossau fahrende Frau in einem eher grossen dunklen Auto einen Velofahrer. Ihr Auto kam dadurch auf die Gegenfahrbahn.

Das stark beschädigte Auto, das am Donnerstag auf der Andwilerstrasse in Gossau auf ein Fahrschulauto aufgefahren ist.

Das stark beschädigte Auto, das am Donnerstag auf der Andwilerstrasse in Gossau auf ein Fahrschulauto aufgefahren ist.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen
(4.6.2020)

Um einer Kollision auszuweichen, musste das Fahrschulauto stark abbremsen. Dadurch prallte das Auto der 30-Jährigen ins Heck des Fahrschulautos. Der 52-Jährige Fahrlehrer zog sich leichte Verletzungen zu, konnte aber selbständig einen Arzt aufsuchen. An den Autos entstand Schaden von über 15'000 Franken. Die Kantonspolizei sucht Zeugen: Personen, die Angaben zum Unfallhergang, zur Autofahrerin im dunklen Auto oder zum überholten Velofahrer machen können, sind gebeten sich beim Polizeistützpunkt Oberbüren unter 058'229'81'00 zu melden.

Donnerstag, 4. Juni - 16:55 Uhr

Publikation einer Umfrage durch den St.Galler Lehrerverband: CVP forderte rasche Verbesserungen an den Stadtschulen

(pd/vre) Die CVP-Stadtpartei nimmt die Resultate einer Umfrage zur Berufszufriedenheit unter den Lehrkräften der St.Galler Stadtschulen «mit Sorge» zur Kenntnis. Die Umfrage des Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (KLV) kommt zum Schluss, dass sich die befragten Lehrkräfte grossmehrheitlich «unzureichend unterstützt und wertgeschätzt» fühlen. Die CVP fordert, «dass die Schuldirektion jetzt möglichst rasch ein Klima des Vertrauens schafft».

Hauptaussage der Studie ist gemäss CVP-Mitteilung, dass das Verhältnis zwischen Lehrerschaft und Dienststelle «Schule und Musik» (ehemals Schulamt) erheblich getrübt ist. Daneben zeigt die Umfrage auch, dass eine Mehrheit der Lehrerschaft mit den Rahmenbedingungen für die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern unzufrieden ist. Als Belastung empfinden knapp zwei Drittel der Befragten den Anteil an administrativen Aufgaben in ihrem Beruf.

Sehr viele Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt St.Gallen geben gerne Schule. Wenn etwas stört sind es Rahmenbedingungen - wie das Verhältnis zur Arbeitgeberin Stadt.

Sehr viele Lehrerinnen und Lehrer in der Stadt St.Gallen geben gerne Schule. Wenn etwas stört sind es Rahmenbedingungen - wie das Verhältnis zur Arbeitgeberin Stadt.

Bild: Patrick Lüthy (14.5.2020)

Die CVP der Stadt St.Gallen begrüsst in ihrer Mitteilung, dass die Studie differenziert auf die Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer eingegangen ist. Sie liefere so Grundlagen für einen Veränderungsprozess. Die Chance für einen Neustart sei mit dem personellen Wechsel an der Spitze des Schulamtes gegeben. Die CVP fordert erneut, dass die Situation der Lehrerschaft verbessert wird. Die Umfrage lege nahe, dass es vor allem Verbesserungen im Verhältnis von Schulamt und Lehrerschaft braucht.

Um was es geht

Schulstreit als Auslöser für Umfrage

(ghi/vre) Die Fronten zwischen Teilen der Stadtsanktgaller Lehrerschaft und der Spitze der Schuldirektion sind schon lange verhärtet. Ein Indiz dafür ist, dass der Kantonale Lehrerinnen- und Lehrerverband (KLV) sich in den vergangenen Jahren mit einer ständig steigenden Zahl von Beschwerden seiner Mitglieder aus der Stadt konfrontiert sah. Diese Zahl lag «deutlich höher» als aus anderen Schulgemeinden.

Die formal ungenügende Entlassung von Lehrern brachte das Fass zum Überlaufen. Der Streit zwischen städtischer Lehrervertretung und Dienststelle Schule und Musik (ehemals Schulamt) eskalierte. Im Rahmen des Streits zitierten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt immer wieder aus sehr positiv ausgefallenen Umfragen zur Zufriedenheit der St.Galler Lehrerschaft von 2010 und 2016.

Der Schulstreit gipfelte Ende 2019 in der Kündigung von Marlis Angehrn, der Leitern des Schulamts. Bereits im Herbst 2019 hatte der KLV beschlossen, eine eigene Umfrage zur Berufszufriedenheit seiner städtischen Mitglieder durchzuführen. 254 dieser Mitglieder haben den Fragebogen im November 2019 vollständig ausgefüllt, 24 Fragebogen wurden teilweise ausgefüllt retourniert. Das entspricht einer Rücklaufquote von 40 Prozent. Am Mittwoch wurden die Resultate der Umfrage präsentiert

Donnerstag, 4. Juni - 16:16 Uhr
Das Velo der 37-Jährigen, die am Mittwoch bei der östlichen Einfahrt ins Klosterviertel gestürzt ist und sich Gesichtsverletzungen zugezogen hat.

Das Velo der 37-Jährigen, die am Mittwoch bei der östlichen Einfahrt ins Klosterviertel gestürzt ist und sich Gesichtsverletzungen zugezogen hat.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen
(3.6.2020)

Selbstunfall: Velofahrerin stürzte und verletzte sich im Gesicht

(stapo/vre) Bei einem Selbstunfall auf feuchter Fahrbahn am Eingang zur südlichen Altstadt hat sich eine Velofahrerin am Mittwoch Verletzungen im Gesicht zugezogen. Die 37-Jährige fuhr die St.-Georgen-Strasse hinunter und wollte zum Gallusplatz. Bei der Überfahrt vom Asphalt aufs Kopfsteinplaster bei der Talstation der Mühleggbahn kam sie aus noch ungeklärten Gründen zu Fall. Sie musste danach gemäss Mitteilung der Stadtpolizei St.Gallen zur Behandlung ihrer Verletzungen ins Spital transportiert werden.

Die Unfallstelle mit dem Übergang vom Asphalt aufs Kopfsteinpflaster.

Die Unfallstelle mit dem Übergang vom Asphalt aufs Kopfsteinpflaster.

Bild: Sandro Büchler
Donnerstag, 4. Juni - 16:01 Uhr

Patrouillen der Stadtpolizei gehen gegen Drogendelikte vor: In fünf Fällen verbotene Substanzen beschlagnahmt 

(stapo/vre) In fünf voneinander unabhängigen Fällen mit acht Personen hat die Stadtpolizei St.Gallen am Mittwoch verschiedene illegale Drogen eingezogen. Dabei handelte es sich vorwiegend um Kleinmengen an Heroin, aber auch um andere Opioide oder um Haschisch. Die beteiligten Frauen und Männer waren zwischen 16 und 45 Jahre alt. Sie wurden gemäss Polizeimeldung weggewiesen und angezeigt.

Donnerstag, 4. Mai - 15:55 Uhr

Beim Einparkieren rückwärts gegen ein anderes Auto gefahren: Überraschungen bei der Unfallaufnahme

(stapo/vre) Ein Bagatellunfall mit eher ungewöhnlichem Endresultat hat die Stadtpolizei am Mittwochnachmittag beschäftigt. Ausgesprochenes Künstlerpech hatte dabei ein 22-Jähriger, dessen Auto an der Schützengasse von einer rückwärts einparkierenden 50-Jährigen gerammt worden war. Bei der Unfallaufnahme gab's gemäss Mitteilung der Stadtpolizei nämlich ein paar kleine Überraschungen.

Die 50-Jährige wollte rückwärts einparkieren und rammte dabei das nahe aufgeschlossene Auto eines 22-Jährigen.

Die 50-Jährige wollte rückwärts einparkieren und rammte dabei das nahe aufgeschlossene Auto eines 22-Jährigen.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen
(3.6.2020)

So stellte sich heraus, dass die Kontrollschilder des 22-Jährigen auf ein anderes Auto eingelöst sind. Das am Unfall beteiligte Fahrzeug hingegen ist nicht eingelöst. Zudem wies es auch einen technischen Defekt auf. Die Stadtpolizei setzte das Auto ausser Betrieb und liess es gemäss Mitteilung abschleppen. Verletzt wurde beim Zwischenfall niemand. Es entstand auch nur kleiner Sachschaden.

Donnerstag, 4. Juni - 15:20 Uhr

Der häufigste Brutvogel der Schweiz ist ein Frühaufsteher: Auch in St.Gallen ziehen derzeit Hausrotschwänze ihre Jungen gross 

(vre) Der Hausrotschwanz ist die häufigste Brutvogelart der Schweiz. Er ist auch in den Quartieren der Stadt St.Gallen häufig anzutreffen. Trotzdem kennen ihn viele nicht: Der zierliche Vogel mit den roten Schwanzfedern lebt ein unauffälliges Leben und fällt viel weniger auf, als die ständig zeternden Amseln oder die nervöse Spatzenhorde.

Derzeit ziehen die Hausrotschwänze auch in der Stadt St.Gallen ihre Jungen gross. Aus einem Nest im Klosterviertel ist diese Woche der Nachwuchs ausgezogen. Was beim Weibchen natürlich Nervosität ausgelöst hat, wie der kurze Video von Sandro Büchler zeigt:

Ursprünglich war der Hausrotschwanz ein reiner Felsenbewohner. Als Kulturfolger profitierte er von der zunehmenden Verstädterung und der Ausdehnung der Siedlungen. Vermutlich im 18. und 19. Jahrhundert drang er in Schweizer Städte und Dörfer vor. Hier ersetzen ihm Gebäude und andere Bauten die felsige Bergwelt. Sein Gesang setzt meist lange vor Sonnenaufgang ein und ist der Auftakt fürs Vogelkonzert.

Donnerstag, 4. Juni - 14:47 Uhr

SC Brühl steigt mit «schmalerem» Kader in die Saison 2020/21: Fünf neue Spieler, am Montag startet das Team wieder ins Training

(pd/vre) Am Montag startet die erste Mannschaft des SC Brühl wieder ins Training und damit in die Vorbereitung der neuen Saison. Mit dabei sind fünf neue Spieler. Einer von ihnen ist Christian Leite als Torhüter. Der 34-Jährige kommt vom FC Rapperswil-Jona, spielte vorher schon bei Winterthur und Thun und bringt die Erfahrung aus rund 150 Spielen in der Challenge-League mit.

Christian Leite, der neue Torhüter des SC Brühl.

Christian Leite, der neue Torhüter des SC Brühl.

Bild: SCB

Die anderen vier Neuzugänge sind gemäss Mitteilung allesamt sehr jung, zwischen 20 und 22 Jahre alt, und entsprechen damit dem Anspruch des Trainers Heris Stefanachi, der «mit jungen und hungrigen Spielern» in die Saison starten will: Petar Pavlovic kommt vom FC Gossau, Fabio Capone spielte bisher beim FC Wettswil-Bonstetten, Simon Affentranger war beim FC Kreuzlingen und Yanik Keller kommt aus der U21 des FC St.Gallen.

Damit hat der SC Brühl bis jetzt zehn Abgänge und fünf Neuzugänge. Für Sportchef Roger Jäger ist aber klar, dass der Club mit einem schmaleren Kader in die Saison 2020/21 steigen wird: «Wir hatten im letzten Jahr 27 Spieler im Team, das ist zu viel: Wir wollen in dieser Saison etwa 22 Spieler», sagt Jäger. Ebenfalls klar ist, dass mindestens zwei Plätze für eigene Junioren reserviert sind. Am Montag werden beim Trainingsstart auch noch weitere Testspieler im Paul-Grüninger-Stadion dabei sein.

Donnerstag, 4. Juni - 14:19 Uhr

CVP nominiert Trudy Cozzio einstimmig als Stadtratskandidatin

(pd/vre) Die CVP-Stadtpartei steigt im Herbst mit Trudy Cozzio in den Stadtratswahlkampf. Am Mittwochabend wurde sie im Rahmen einer Videokonferenz, an der gemäss Mitteilung mehr als vierzig CVP-Mitglieder teilnahmen, einstimmig als Kandidatin nominiert. Sie soll für die CVP einen der 2016 und 2017 verlorenen Sitze in der Stadtregierung zurückholen. Cozzio kandidiert nur für den Stadtrat, nicht fürs Stadtpräsidium.

Ein Ausschnitt aus der Videokonferenz der CVP zur Nomination der Stadtratskandidatur von Trudy Cozzio sowie der Kandidaturen für die Stadtparlamentswahlen.

Ein Ausschnitt aus der Videokonferenz der CVP zur Nomination der Stadtratskandidatur von Trudy Cozzio sowie der Kandidaturen für die Stadtparlamentswahlen.

Bild: CVP (3.6.2020)
Trudy Cozzio, Stadtratskandidatin der CVP für den 27. September.

Trudy Cozzio, Stadtratskandidatin der CVP für den 27. September.

Bild: Nik Roth (2.6.2020)

Trudy Cozzio betreibe ihre Politik «mit Leidenschaft, mit Herz und mit Erfahrung», heisst es in der CVP-Mitteilung zur Nomination. Die Stadtpartei freue sich, mit dieser «profilierten Kandidatin» in den Wahlkampf ziehen zu dürfen. Stadtparteipräsident Raphael Widmer zeigte sich im Gespräch dann auch überzeugt, mit Trudy Cozzio einen Sitz im Stadtrat zurückgewinnen zu können.

An der Nominationsversammlung vom Mittwochabend legte Trudy Cozzio den CVP-Mitgliedern dar, dass sie sich für eine lebenswerte Stadt, für eine lebendige Innenstadt, für eine engere überregionale Zusammenarbeit sowie für einen starken Bildungsstandort St.Gallen einsetzen werde. Sie will «eine bürgerlich-soziale Politik» in den Stadtrat tragen und so «als Brückenbauerin zwischen jung und alt sowie links und rechts wirken».

Kandidaturen

Vier sind nominiert, drei bis vier stehen noch aus

(vre) Mit Trudy Cozzio (CVP) sind vier Kandidierende für die Stadtratswahlen vom Herbst nominiert. Zu Kampfwahlen kommt es, nachdem Stadtpräsident Thomas Scheitlin (FDP) seinen Rücktritt auf Ende Jahr bekanntgegeben hat. Seinen Sitz im Stadtrat und das Stadtpräsidium für die FDP verteidigen soll Mathias Gabathuler. Die SP schickt ihre beiden Bisherigen Maria Pappa und Peter Jans ins Rennen um Stadtratssitze; Pappa tritt gleichzeitig fürs Stadtpräsidium an.

Erneut antreten werden auch die Bisherigen Markus Buschor (parteilos) und Sonja Lüthi (Grünliberale). Buschor will sich am Freitag in einer Woche erklären; gespannt darf man sein, ob auch er das vakante Stadtpräsidium anstreben will. Über die Kandidatur von Lüthi wird in der Woche nach dem 15. Juni informiert; auch bei ihr gibt es Spekulationen, dass sie sich fürs Stadtpräsidium interessieren könnte.

Eine Kandidatur für die Exekutivwahlen im Herbst bereitet im weiteren auch die SVP vor. Sie will die Kandidatin oder den Kandidaten am nächsten Montag an einer Medienorientierung präsentieren. Im Gespräch mit potenziellen Kandidierenden sind zudem die Grünen. Sie planen eine Nominationsversammlung fürs Stadtparlament für den 13. Juni. Spätestens dann dürfte über den Stand der Dinge mit der Stadtratskandidatur informiert werden.

Donnerstag, 4. Juni - 11:43 Uhr

Naturmuseum St.Gallen erwacht aus dem Corona-Winterschlaf: Ab 9. Juni kräht der Hahn, ab 10. Juni gibt's Veranstaltungen

­(pd/vre) Geöffnet ist das Naturmuseum seit 11. Mai. Mit dem nächsten Lockerungsschritt bei den Anti-Corona-Regeln vom Samstag zieht nun nochmals ein Stück mehr Normalität ein. Nicht nur sind alle Bereiche zugänglich, jetzt sind auch wieder Veranstaltungen möglich – allerdings mit einer Beschränkung auf 50 Personen pro Anlass sowie unter Angabe der Kontaktdaten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Erste Anlässe gibt's am 10. Juni, das Vortragsprogramm startet am 17. Juni mit einem Anlass zum Vogel des Jahres, dem Neuntöter.

Der Neuntöter ist der Vogel des Jahres 2020. Das Naturmuseum widmet ihm am 17. Juni einen Vortrag.

Der Neuntöter ist der Vogel des Jahres 2020. Das Naturmuseum widmet ihm am 17. Juni einen Vortrag.

Bild: PD

In die bis 9. August verlängerte Sonderausstellung «Allerlei rund ums Ei» zieht ab 9. Juni Leben ein: Besucherinnen und Besucher erwarten gemäss Newsletter des Naturmuseums munteres Gegacker und das Krähen eines Hahns. Hühner, Wachteln und Kaninchen bewohnen bis 5. Juli ihre Gehege. Ebenfalls bis 5. Juli können in den Brutkästen schlüpfende Küken beobachtet werden.

Am kommenden Mittwoch spürt eine Führung im Pärklein neben dem Naturmuseum den dort in Steinplatten eingelassenen Zitaten nach.

Am kommenden Mittwoch spürt eine Führung im Pärklein neben dem Naturmuseum den dort in Steinplatten eingelassenen Zitaten nach.

Bild: Urs Bucher (15.5.2018)

Zu den ersten öffentlichen Anlässen lädt das Naturmuseum am 10. Juni ein. Auf dem Programm steht von 13.45 bis 16.30 Uhr das Jugendlabor «Was lebt im Boden?» für Kinder ab der dritten Primarklasse (Eintritt acht Franken/Anmeldung info@naturmuseumsg.ch). Am Mittwoch, 18 Uhr, führen Museumsdirektor Toni Bürgin und Hansjörg Frick von der Pfarrei St.Maria-Neudorf durch das Pärklein neben dem Museum. Sie spüren den Zitaten nach, die dort in den Boden eingelassen sind.

Details zum Programm des Naturmuseums St.Gallen gibt's im Internet.

Donnerstag, 4. Juni - 10:50 Uhr

Politische Frauengruppe kritisiert längere Ladenöffnungszeiten: «Vorwiegend auf Kosten von Frauen im Niedriglohnbereich»

(pd/vre) Auch die Politische Frauengruppe (PFG) übt jetzt Kritik an der Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten in der Alt- und in Teilen der Innenstadt. Der Weg, den der Stadtrat dafür gehe, sei undemokratisch, heisst es in einer Mitteilung. Die PFG zeigt sich «schockiert» über die neuen Ladenöffnungszeiten und «konsterniert» über die sehr kurzfristige Einführung. Sie will diesen unnötigen Liberalisierungsschritt bekämpfen.

Das Ganze sei ein klarer Fehlentscheid des Stadtrates. Gerade noch sei Pflegepersonal und Angestellten von Lebensmittelläden applaudiert worden. Zudem seien ihre Berufe in einem bisher nicht da gewesenen Ausmass  als «systemrelevant» anerkannt worden. Dieser symbolischen Aufwertung traditioneller Frauenberufe sollten nach Meinung der PFG politische Anstrengungen in die gleiche Richtung folgen.

Auch die Geschäfte im Neumarkt dürfen seit Pfingstmontag länger offen halten. Wer genau wie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, ist noch nicht ganz klar.

Auch die Geschäfte im Neumarkt dürfen seit Pfingstmontag länger offen halten. Wer genau wie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, ist noch nicht ganz klar.

Bild: Ralph Ribi (29.5.2020)

Mit der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten gehe der St.Galler Stadtrat genau in die entgegengesetzte Richtung. Er beglücke das Verkaufspersonal mit einer massiven Flexibilisierung der Arbeitszeit - unter der Woche bis 20, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Es sei allgemein bekannt, dass im Detailhandel tiefe Löhne gezahlt würden, die Angestellten aber auf ihre Arbeitsplätze angewiesen seien. Umso stossender sei, was der Stadtrat dem Personal nun unter Verweis auf die angebliche Förderung des Tourismus zumute, kritisiert die PFG.

Die Politische Frauengruppe zeigt sich empört über die Mogelpackung unter dem Stichwort «Tourismusförderung». Dem Tourismus bringe dieser Liberalisierungsschritt nämlich rein gar nichts. Weder das Einkaufen in Grossverteilern, noch in Läden mit inzwischen praktisch identischem Sortiment in allen grösseren Städten sei attraktiv für Reisende aus anderen Landesteilen oder dem Ausland. Und die Perlen unter den Fachgeschäften seien auch in St.Gallen rar, heisst es in der Mitteilung.

Und mit den erweiterten Ladenöffnungszeiten könnte es nach Meinung der Politischen Frauengruppe für diese Perlen noch schwieriger werden: Mit der Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten könnte sich ihrer Meinung nach die Innenstadt zu einem sonntäglichen Einkaufszentrum für die Agglo entwickeln. Das ziehe zusätzlichen Autoverkehr an, konkurrenziere Geschäfte in den umliegenden Gemeinden und sei auch keine vernünftige Vision für die Innenstadt. Oder wolle der Stadtrat, dass diese sich zu einer zweiten Shopping-Arena entwickle?

Mittwoch, 3. Juni - 18:18 Uhr

Liberalisierung Ladenöffnungszeiten: Grünliberalen begrüssen den Mut des Stadtrats und seine «kreativen Lösungen»

(pd/vre) Die Grünliberalen der Stadt St.Gallen sind positiv überrascht über den Entscheid des Stadtrats, durch die Schaffung einer Tourismuszone die Ladenöffnungszeiten in der Altstadt und Teilen der westlichen Innenstadt auszudehnen. Damit reagiere der Stadtrat unkompliziert auf eine Forderung des innerstädtischen Gewerbes, heisst es in einer Mitteilung der Partei: Nun liege es an den Geschäften, die neuen Möglichkeiten gewinnbringend zu nutzen.

Vor dem Hintergrund des Ladensterbens wird in St.Gallen seit zwei, drei Jahren über eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten diskutiert. Auf 1. Juni hat der Stadtrat eine Liberalisierung verfügt, die beim Gewerbe auf Zustimmung stösst, von Gewerkschaften und linksgrünen Parteien aber strikt bekämpft wird.

Vor dem Hintergrund des Ladensterbens wird in St.Gallen seit zwei, drei Jahren über eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten diskutiert. Auf 1. Juni hat der Stadtrat eine Liberalisierung verfügt, die beim Gewerbe auf Zustimmung stösst, von Gewerkschaften und linksgrünen Parteien aber strikt bekämpft wird.

Bild: Ralph Ribi (2.3.2018)

Den im «Forum Innenstadt» geäusserten Wunsch nach einer Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten, habe der Stadtrat «auf eine einfallsreiche Weise aufgenommen und unbürokratisch, aber mit Augenmass, umgesetzt», schreiben die Grünliberalen. Durch den Verzicht auf eine maximale Ausreizung des gesetzlich Möglichen werde sichergestellt, dass die Stadt nicht zur 24-Stunden-Shoppingzone verkomme und die Zusatzbelastung fürs Personal im Rahmen gehalten werden könne.

Die Grünliberalen hegen allerdings Zweifel daran, dass die neu gewonnene Freiheit wirklich in der Innenstadt ankommt. Eine Mehrheit der Geschäfte nutzten die heute bestehenden Öffnungszeiten schon nicht aus. Warum sich das nun ändern solle, sei nicht nachvollziehbar. Ein Ausdehnung der Öffnungszeiten bedeute in erster Linie steigende Personalkosten. So sehr sie Liberalisierungsschritte begrüssen, an den grossen Effekt der Massnahme «glauben die Grünliberalen nicht richtig».

Mittwoch, 3. Juni - 17:15 Uhr

Stadt St.Gallen veröffentlicht Schutzvorschriften für Bäder: Beschränkung der Gästezahl und Ampelsystem am Eingang

(pd/vre) Das Positive voraus: Am Samstag können die Freibäder der Stadt St.Gallen in die Sommersaison starten. Der Bäderbus Dreilinden ist bei Badewetter im Einsatz. Ebenfalls wieder offen ist das Hallenbad und die Sauna Blumenwies. Das Volksbad öffnet gemäss Mitteilung des Sportamtes am Montag wieder. Alle Becken sowie Rutschen und Sprunganlagen können genutzt werden.

In den Bädern gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Zudem sollen die Badegäste gemäss Newsletter darauf achten, keine grossen Gruppen zu bilden. Dazu kommen einige spezielle Vorschriften, die bis auf Widerruf gültig sind. Mühe bereiten dürfte an Hitzetagen vielen Wasserratten unter den Städterinnen und Städtern, dass es pro Bad eine maximale Gästezahl und damit ein Ampelsystem am Eingang gibt.

Die Badi Rotmonten. Wegen der Coron-Pandemie gilt es auch hier diesen Sommer, Abstand voneinander zu halten.

Die Badi Rotmonten. Wegen der Coron-Pandemie gilt es auch hier diesen Sommer, Abstand voneinander zu halten.

Bild: Ralph Ribi (21.6.2017)

Pro Person braucht es in einem Bad eine Fläche von zehn Quadratmetern. Um sicherzustellen, dass die maximal zulässige Gästezahl eingehalten wird, gibt es eine Zählung am Eingang. Sobald die maximal zulässige Personenzahl erreicht ist, stellt das Ampelsystem auf rot. Erst wenn jemand das Bad verlässt, darf wieder jemand eintreten. Die Stadt wird ab 6. Juni im Internet melden, wie die Situation in den Bädern ist. 

In den Freibädern gibt es vorerst keine Badezeitbeschränkung. Der Aufenthalt in den Hallenbädern Blumenwies und Volksbad hingegen wird auf 90 Minuten pro Person beschränkt. Damit will die Stadt möglichst vielen Personen das Schwimmen ermöglichen. In allen Bädern gelten die üblichen Öffnungszeiten; in den Freibädern können sie bei schönem Wetter verlängert werden. Alle aktuellen Öffnungszeiten und die Wassertemperaturen der Freibäder finden sich ab 6. Juni im Internet.

Mittwoch, 3. Juni - 16:08 Uhr

IG öffentlicher Verkehr: Jost Rüegg übernimmt Präsidium, Resolution für Bahnausbau zwischen St.Gallen und Wil

(pd/vre) Der grüne Thurgauer Kantonsrat Jost Rüegg übernimmt das Präsidium der IG öffentlicher Verkehr (IGöV) Ostschweiz. Er tritt die Nachfolge von Beat Tinner an, der die IGöV während zehn Jahren präsidierte und jetzt für die FDP in die St.Galler Kantonsregierung gewählt wurde. Die Übergabe des Präsidiums nutzte Rüegg, um seinem Vorgänger und frisch gewählten St.Galler Volkswirtschaftsdirektor im Bahnhof St.Fiden eine Resolution zu überreichen.

Der alte und der neue Präsident der IG öffentlicher Verkehr Ostschweiz: Beat Tinner (links) und Jost Rüegg.

Der alte und der neue Präsident der IG öffentlicher Verkehr Ostschweiz: Beat Tinner (links) und Jost Rüegg.

Bild: Ralph Dietsche (3.6.2020) 

Darin fordert die IGöV den Ausbau der Bahninfrastruktur zwischen St.Gallen, Gossau und Wil. Das Projekt dafür müsse rechtzeitig für den Bahnausbauschritt 2040 beim Bundesamt für Verkehr eingereicht werden, verlangt die IGöV vom Kanton St.Gallen. Der Ausbau sei dringend nötig, weil das Angebot des öffentlichen Verkehrs in den vergangenen Jahrzehnten massiv ausgebaut worden sei.

Das Schienennetz stosse jetzt an seine Kapazitätsgrenzen, wird der neue IGöV-Präsident Jost Rüegg in einer Mitteilung zitiert. Auf der Strecke zwischen St.Gallen und Wil gebe es derzeit kaum lösbare Konflikte bei der Fahrplangestaltung. Dazu komme, dass die Anschlüsse in Wil absolut unbefriedigend seien. Als Vertreter der Region Wil im Ostschweizer IGöV-Vorstand wurden bei den Erneuerungswahlen Sarah Hug und Kurt Hollenstein gewählt. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Urs K. Scheller.

Mittwoch, 3. Juni - 15:12 Uhr 

Noch eine Grossveranstaltung wegen der Coronakrise abgesagt: In diesem Herbst gibt's keine Museumsnacht

(pd/vre) Das Organisationskomitee der St.Galler Museumsnacht hat sich «schweren Herzens» dazu entschieden, den diesjährigen Anlass abzusagen. Er hätte am 5. September stattfinden sollen. Die Unsicherheit, wie schnell es mit der Normalisierung der Situation vorangeht, war den Verantwortlichen zu gross.

Höhepunkt der Museumsnacht St.Gallen ist seit ihren Anfängen der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei Sittertal.

Höhepunkt der Museumsnacht St.Gallen ist seit ihren Anfängen der Mitternachtsguss in der Kunstgiesserei Sittertal.

Bild: Michel Canonica (10.9.2017)

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bleiben bis Ende August verboten bleiben. In den vergangenen Jahren hat die Museumsnacht jeweils um die 5000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Ob der Anlass Anfang September möglich wäre, bleibe daher zu lange ungewiss, heisst es in einer Mitteilung.

Die Vorarbeiten für die diesjährige Museumsnacht soll nun für 2021 genutzt werden: Dann findet die Museumsnacht St.Gallen voraussichtlich am 11. September, 18 bis 1 Uhr, statt. Und zwar unter dem Titel «Schätze St.Gallens».

Mittwoch, 3. Juni - 14:55 Uhr

Das St.Galler Stadtparlament tagt das nächste Mal am 16. Juni - in der Sporthalle Kreuzbleiche, aber neu wieder vor Publikum

(sk/vre) Die Unterlagen zur nächsten Stadtparlamentssitzung sind online. Die Sitzung findet am 16. Juni, ab 16 Uhr, statt. Um die geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundes einhalten zu können, tagt das Parlament nicht im Waaghaus, sondern zum dritten Mal in der Sporthalle Kreuzbleiche. Publikum ist dabei unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder zugelassen. Entsprechend wird auf einen Live-Übertragung der Sitzung im Internet verzichtet.

Am 16. Juni tagt das St.Galler Stadtparlament bereits zum dritten Mal in der Sporthalle Kreuzbleiche. Erstmals seit dem Anti-Corona-Lockdown ist dabei Publikum wieder zugelassen.

Am 16. Juni tagt das St.Galler Stadtparlament bereits zum dritten Mal in der Sporthalle Kreuzbleiche. Erstmals seit dem Anti-Corona-Lockdown ist dabei Publikum wieder zugelassen.

Bild: Ralph Ribi (28.4.2020)

Traktandiert sind für die 46. Sitzung der Amtszeit 2017 bis 2020 alles in allem 13 Geschäfte. Grössere Brocken sind der Erlass eines Reglements über die Nutzung von Schul-, Sport- und Freizeitanlagen, die Erneuerung der Rauchgasreinigung der Kehrichtverbrennung sowie der Erlass eines neuen Partizipationsreglements. Zum Entscheid stehen weiter Rahmenkredite für die Periode 2021 bis 2021 an - und zwar für Kanal-, Werkleitungs- und Strassensanierungen, für den Bau von Fotovoltaikanlagen sowie für Energiedienstleistungsanlagen und Nahwärmeverbunde.

Mittwoch, 3. Juni - 12:12 Uhr

Wegen Belagsarbeiten: Ende Juni ist die Lindenstrasse zwischen Kantonsspital und Splügenspange ein Wochenende lang gesperrt

(sk/vre) Eigentlich hätte die Lindenstrasse von der Spital- bis zur Splügenstrasse am kommenden Wochenende wegen Belagsarbeiten gesperrt sein sollen. Aufgrund der schlechten Wetterprognose hat das städtische Tiefbauamt diese Arbeiten aber aufs Wochenende vom 19. bis 22. Juni verschoben.

Die Lindenstrasse zwischen der Splügen- und Spitalstrasse.

Die Lindenstrasse zwischen der Splügen- und Spitalstrasse.

Bild: Tiefbauamt Stadt St.Gallen

Gesperrt ist die Strasse von Freitag, 19. Juni, 7 Uhr, bis Montag, 22. Juni, etwa 6 Uhr. Die Zufahrt zum Kantonsspital ist über die Steinachstrasse gewährleistet; die Trottoirs bleiben durchgehend begehbar. Die Busse der VBSG-Linie 11 werden via Rorschacher- und Frohbergstrasse umgeleitet. Die Bushaltestelle «Spitalstrasse» wird während der Sperrung nicht bedient. Dafür hält die Linie 11 an der Haltestelle «Kantonsspital» an der Rorschacher Strasse.

Die Belagsarbeiten können gemäss Mitteilung des Tiefbauamtes nur bei trockenem Wetter ausgeführt werden. Der definitive Entscheid zur Durchführung fällt am Tag vor dem Baubeginn, also am 18. Juni. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen werden die Belagsarbeiten um eine Woche verschoben.

Mittwoch, 3. Juni - 11:39 Uhr
Die weiträumigen Aussenanlagen des Botanischen Gartens wurden vom Personal auch während des Anti-Corona-Lockdowns «in Schuss» gehalten.

Die weiträumigen Aussenanlagen des Botanischen Gartens wurden vom Personal auch während des Anti-Corona-Lockdowns «in Schuss» gehalten.

Bild: Botanischer Garten SG

Mit Führungen und Jahresausstellung: Botanischer Garten St.Gallen startet am Sonntag in die Sommersaison 2020

(vre) Nach elf Wochen Anti-Corona-Schliessung darf der Botanische Garten St.Gallen am kommenden Wochenende doch noch in den Sommer 2020 starten. Allerdings wird aus dem für Sonntag vorgesehenen grossen Fest zum 75-jährigen Bestehen des Gartens im Stephanshorn aufgrund der weither bestehenden Restriktionen wegen der Coronakrise nichts.

Der «Grüne Pavillon» beherbergt den neuen Vortragsraum des Botanischen Gartens. Am Sonntag werden seine Besonderheiten dem Publikum auf Kurzführungen erklärt.

Der «Grüne Pavillon» beherbergt den neuen Vortragsraum des Botanischen Gartens. Am Sonntag werden seine Besonderheiten dem Publikum auf Kurzführungen erklärt.

Bild: Botanischer Garten SG

Die Vernissage der Jahresausstellung, die feierliche Eröffnung des neuen Vortragsraums, die Festwirtschaft und der Workshops «Windrädchen aus Naturmaterialien» können nicht stattfinden. Als Ersatz gibt's am Sonntag aber ein Programm mit fünf Führungen - darunter in den neu gebauten «Grünen Pavillon», den neuen Vortragsraum. Ebenfalls zugänglich ist die Jahresausstellung «Pflanzen – unsere Lebensgrundlage» in der Orangerie.

Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens St.Gallen

Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens St.Gallen

Bild: Urs Bucher (28.5.2019)

Das Team des Botanischen Gartens hat die Anlagen trotz Lockdown wie üblich gepflegt. Entsprechend präsentieren sie sich gemäss Gartenleiter Hanspeter Schumacher in erfreulich gutem Zustand. Die Sonderpflanzung in der Abteilung «Wechselthemen» ist gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Arten der Schweiz gewidmet. Verteilt über den Garten finden Besucherinnen und Besucher zudem Windobjekte von Thomas Marbacher. 

Am kommenden Sonntag werden folgende Führungen angeboten:

  • 11.15 und 15.15 Uhr
    Kurzführung zum «Grünen Pavillon»
  • 10.15, 13.15 und 15.15 Uhr
    Führung durch die Ausstellung «Pflanzen – unsere Lebensgrundlage»
Mittwoch, 3. Juni - 11:11 Uhr

Botanischer Zirkel St.Gallen ist wieder unterwegs: Die erste Exkursion seit dem Anti-Corona-Lockdown führt ins Moor

(pd/vre) Auch beim Botanischen Zirkel St.Gallen hält im Juni die Normalität wieder Einzug. In diesem Fall heisst das, dass der Zirkel wieder auf Exkursion geht. Erstmals tut er das seit dem Anti-Corona-Lockdown im März am 27. Juni. Der Ausflug mit den Botanikerinnen Ursula Tinner und Gisela Bauert führt auf dem Summerigchopf bei Wildhaus. Dazu sind nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste willkommen.

Das Gebiet um den Summerigchopf ist bekannt für verschiedene Flach- und Hochmoore von nationaler und regionaler Bedeutung.

Das Gebiet um den Summerigchopf ist bekannt für verschiedene Flach- und Hochmoore von nationaler und regionaler Bedeutung.

Bild: PD

Treffpunkt zur Exkursion ist um 8.20 Uhr bei der Postauto-Haltestelle in Wildhaus-Dorf. Von dort geht's mit Privatautos über den Schönenboden zum Ausgangspunkt der botanischen Wanderung. Zu sehen bekommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon beim Aufstieg durch den Bergwald botanische Besonderheiten. Rund um den Summerigchopf geht's dann um die Pflanzen in Flach- und Hochmooren. Begegnen kann man dabei dem Sumpf-Läusekraut, dem Sumpf-Stendelwurz oder dem Scheiden-Wollgras.

Die reine Wanderzeit bei der ersten Exkursion des Botanischen Zirkels seit dem Anti-Corona-Lockdown beträgt rund zwei Stunden. Trinken und Essen führt jeder Teilnehmer im Rucksack mit. Auskünfte (auch bei unsicherer Witterung am Exkursionstag) gibt's am Vorabend der Exkursion, 18 bis 19 Uhr, bei Ursula Tinner unter 071'385'27'10.

Mittwoch, 3. Juni - 10:41 Uhr

Unterhaltsarbeiten an SBB-Gleisen von St.Fiden bis Goldach: Voraussichtlich wird in zehn Nächten gearbeitet

(pd/vre) Derzeit führen die SBB schweizweit Unterhaltsarbeiten an ihrem Schienennetz durch. Diese seien nötig, damit die Züge auch künftig sicher und pünktlich ans Ziel kämen, heisst es in einer Mitteilung der Bahn. Aus Sicherheits- und Fahrplangründen müssten solche Arbeiten teils in der Nacht erledigt werden. Solche Nachteinsätze sind zwischen St.Fiden und Goldach vom 8. bis 20. Juni geplant.

In den Nächten vom 8. bis 20. Juni muss bei den SBB-Unterhaltsarbeiten zwischen St.Fiden und Goldach auch geschweisst werden.

In den Nächten vom 8. bis 20. Juni muss bei den SBB-Unterhaltsarbeiten zwischen St.Fiden und Goldach auch geschweisst werden. 

Bild: Hanspeter Bärtschi (Langenthal, 20.10.2016)

In den Nachtstunden gearbeitet wird voraussichtlich vom Montag, 8. Juni, bis Samstag, 23. Juni, sowie vom Montag, 15. Juni, bis Samstag, 20. Juni. Dies jeweils von 22.30 bis 5.30 Uhr. Geplant ist einerseits das Spülen der Gleisentwässerung, anderseits werden Schienen ausgewechselt, wofür auch Schweissarbeiten nötig sind. Die Züge sind trotz der Bauarbeiten gemäss Fahrplan unterwegs.

Details zu den Nachtarbeiten gibt's im Internet.

Mittwoch, 3. Juni - 9:59 Uhr

Velo-Unfall in Muolen: Randstein touchiert, gestürzt und verletzt mit dem Helikopter ins Spital geflogen

Mit diesem Velo ist am Dienstagnachmittag in Muolen ein 74-Jähriger gestürzt und hat sich dabei Verletzungen zugezogen.

Mit diesem Velo ist am Dienstagnachmittag in Muolen ein 74-Jähriger gestürzt und hat sich dabei Verletzungen zugezogen.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen
(2.6.2020)

(kapo/vre) Am Dienstag, kurz nach 15 Uhr, ist ein 74-Jähriger auf der Dorfstrasse in Muolen mit seinem Velo gestürzt. Ursache dürfte gewesen sein, dass er mit dem vorderen Rad den Trottoirrand gestreift hatte. Beim Sturz zog sich der Senior gemäss Mitteilung der Kantonspolizei unbestimmte Verletzungen zu. Nach der Erstbetreuung durch den Rettungsdienst wurde der Mann per Helikopter ins Spital geflogen werden.

Mittwoch, 3. Juni - 8:55 Uhr
Ballkleider aus der Zeit des Barock und des Rokoko sind üppig und reich verziert.

Ballkleider aus der Zeit des Barock und des Rokoko sind üppig und reich verziert.

Bild: HVM (9.8.2019)

Jubiläumsanlass wegen Coronakrise verschoben: Rauschende Ballnacht im Stadtpark und im Museum findet später statt

(pd/vre) Am 6. Juni hätte der Ball Impérial im Historischen und Völkerkundemuseum stattfinden sollen. Mit der rauschenden Ballnacht in historischer Kulisse und in Roben aus der Zeit des Barock und des Rokoko hätte der St.Galler Kostümverleih Jäger sein 140-jähriges Bestehen feiern wollen. Wegen der Coronakrise muss die Ballnacht mit Lustwandeln im Stadtpark und Ball im Museum auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sobald ein geeigneter Termin gefunden sei, werde dieser kommuniziert, heiss es im Newsletter des Historischen und Völkerkundemuseums.

Details zum Ball Impérial gibt's im Internet.

Mittwoch, 3. Juni - 8:42 Uhr

Historisches und Völkerkundemuseum wieder mit Führungen: Zeitkritik mit Vater und Sohn Gilsi 

(pd/vre) Die Corona-Situation entschärft sich weiter und das Historische und Völkerkundemuseum nähert sich wieder dem Normalbetrieb. Ab 6. Juni sind nämlich auch wieder Veranstaltungen möglich. Das Team des Museums, so heisst es in einem Newsletter, freue sich darüber sehr. Begegnung und Austausch gehörten nämlich einfach zu einem Museum.

Eine der bekanntesten St.Galler Karikaturen von René Gilsi: «Gallus Oil» von 1963 nimmt den fast zwanghaften Drang zu baulichen «Visionen» und «grossen Würfen» in der beginnenden Hochkonjunktur aufs Korn.

Eine der bekanntesten St.Galler Karikaturen von René Gilsi: «Gallus Oil» von 1963 nimmt den fast zwanghaften Drang zu baulichen «Visionen» und «grossen Würfen» in der beginnenden Hochkonjunktur aufs Korn.

Bild: HVM

Weiterhin gültig bleiben die inzwischen vertrauten Abstands- und Hygieneregeln. Zudem werden die Kontaktdaten von Besucherinnen und Besuchern aufgenommen. Nur einer der ursprünglich geplanten Anlässe muss im Juni noch ausfallen. Es handelt sich um den Vortrag «Die iranische Moschee - ein Abbild der Weltordnung» vom 14. Juni); er wird auf den 24. Januar 2021 verschoben.

Die erste Führung im Historischen und Völkerkundemuseum nach dem Corona-Lockdown findet am Sonntag, 11 Uhr, statt. Kuratorin Sabine Hügli-Vass führt dabei durch die Ausstellung von Fritz Gilsi (1878-1961) und René Gilsi (1905-2002). Zentraler Teil der Schau sind die zeitkritischen Karikaturen von Vater und Sohn. Dazu kommen die Druckgrafiken und Gemälde von Vater Fritz. Die Ausstellung dauert bis 28. Juni.

Details zur Ausstellung finden sich im Internet.

Dienstag, 2. Juni - 18:07 Uhr

Brühl organisiert ein Sommercamp für Kinder

Erstmals findet ein grosses Fussballcamp des SC Brühl in den Sommerferien statt.

Erstmals findet ein grosses Fussballcamp des SC Brühl in den Sommerferien statt.

Bild: Kurt Frischknecht/SCB

(pd/nat) Der Fussballclub SC Brühl organisiert in diesen Sommerferien erstmals während zwei Wochen ein Fussballcamp für Kinder aus der Stadt und aus der Region. Eingeladen sind Kinder im Primarschulalter (Jahrgänge 2007 bis 2013). Das Fussballcamp findet in der ersten und in der zweiten Ferienwoche statt, also vom 6. bis 10. und vom 13. bis 17. Juli. Die Kinder werden von Brühler Trainerinnen und Trainern betreut.

Bis zu 200 Kinder können in den zwei Wochen aufgenommen werden. Brühler Kids profitieren von einer Vergünstigung von 100 Franken, da sie so lange nicht trainieren konnten. Weitere Informationen und den Anmeldetalon finden Sie unter www.scbruehl.ch.

Dienstag, 2. Juni – 12:53 Uhr

Kollision mit Taxi auf der Splügenbrücke

Das Taxi traf das korrekt daherkommende Personenauto auf Höhe der Fahrertüre.

Das Taxi traf das korrekt daherkommende Personenauto auf Höhe der Fahrertüre.

Bild: Stadtpolizei St.Gallen (1.6.2020)

(stapo/lex) Ein 35-Jähriger fuhr mit seinem Auto am Pfingstmontag, kurz vor 9.30 Uhr, von der Autobahnausfahrt St.Fiden auf die Splügenbrücke und wollte nach links abbiegen. Zur selben Zeit überfuhr eine 52-jährige Taxifahrerin ein rotes Lichtsignal und kollidierte seitlich mit dem Wagen des 35-Jährigen. Wie die St.Galler Stadtpolizei in einer Mitteilung schreibt, wurde er leicht verletzt, die Taxifahrerin erlitt eine Panikattacke.

Beim Unfall auf der Splügenbrücke entstand an beiden Autos erheblicher Sachschaden.

Beim Unfall auf der Splügenbrücke entstand an beiden Autos erheblicher Sachschaden.  

Bild: Stadtpolizei St.Gallen (1.6.2020)

Die Sanität brachte beide Beteiligten in die Notfallaufnahme des Kantonsspitals. An beiden Fahrzeugen entstand gemäss Polizei erheblicher Sachschaden.

Dienstag, 2. Juni - 12:05 Uhr

Solar-Allmend auf der St.Galler Eishalle: Erste Fotovoltaikanlage beliefert die «Solar Community» der Stadt

(tn) «Die Stadtwerke haben am 2. Juni eine ganz besondere Fotovoltaikanlage in Betrieb genommen», heisst es in einem Communiqué der Stadt St.Gallen. Die Anlage auf dem Dach der Eishalle Lerchenfeld produziert Solarstrom für die «St.Galler Solar Community». Das Angebot richte sich an alle St.Gallerinnen und St.Galler, die kein geeignetes Dach für den Bau einer eigenen Fotovoltaikanlage besitzen und dennoch selbst Solarstrom produzieren möchten. Auf dem Eishallendach seien noch freie Einheiten verfügbar, schreibt die Stadt.

Die neue Anlage besteht aus insgesamt 3’333 «Solar Community»-Einheiten und liefert pro Jahr rund 350'000 Kilowattstunden Solarstrom. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 90 Haushalten. In der Projektierungsphase sind die St.Galler Stadtwerke noch von tieferen Werten ausgegangen, die dank der Beschaffung leistungsfähigerer Module optimiert werden konnten.

Montag, 1. Juni - 17:05 Uhr

Melina Härtsch-Morant löst Susi Noger-Nuber nach 23 Jahren ab

(pd/mha) Der Verein Pflegekinder St.Gallen hat eine neue Präsidentin: Susi Noger-Nuber hat die Leitung per 1. Juni an Melina Härtsch-Morant übergeben. Noger-Nuber präsidierte den Verein 23 Jahre lang. Härtsch-Morant wurde schriftlich gewählt. Da Noger-Nuber ihr Amt nicht an einer Hauptversammlung übergeben konnte, wird das am 12. August an einem Anlass nachgeholt. 

Susi Noger-Nuber, abtretende Präsidentin des Vereins Pflegekinder St.Gallen.

Susi Noger-Nuber, abtretende Präsidentin des Vereins Pflegekinder St.Gallen.

Bild: PD

Die 64-Jährige trat ihr Amt gemäss Mitteilung 1997 an. Damals arbeiteten auf der Fachstelle zwei Mitarbeiterinnen in einer kleinen Wohnung. Der Verein erfüllt einen Leistungsauftrag der Stadt St. Gallen und erbringt Dienstleistungen für Gemeinden im ganzen Kanton. Die Aufgaben umfassen die ausserfamiliäre Kinderbetreuung in Pflege- und Tagesfamilien, Weiterbildungsangebote und Beratungen. 

Montag, 1. Juni - 15:42 Uhr

Kirchen lancieren Aktion zum Gedenken an Flüchtlinge: Briefe schreiben und an Podium online mitdiskutieren

(pd/mha) Jahr für Jahr sterben Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Seit 1993 kamen 38'739 Menschen ums Leben beim Versuch nach Europa zu flüchten. Die meisten ertranken im Mittelmeer, andere erstickten oder wurden erschossen. Das geht aus einer Dokumentation von United against Refugee Deaths hervor. Anlässlich des Flüchtlingstags der Kirchen am 21. Juni rufen die Cityseelsorge der katholischen Kirche St.Gallen und die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Tablat-St.Gallen zur Anteilnahme auf. Die Aktion trägt den Titel «Beim Namen nennen». Beteiligt sind zudem Organisationen aus Bern, Basel, Luzern und Zürich.

Seit gestern Montag und bis zum 30. Juni läuft eine Briefaktion. Ziel ist es, dass für jeden der 38739 Personen ein Brief geschrieben wird. Die Briefe sollen bewusst kurz und allgemein gehalten sein. Sie sollen den Bundesrat auffordern, sich in Absprache mit den europäischen Partnern für Lösungen einzusetzen, heisst es in einer Medienmitteilung. Vorlagen gibt es online. Jede und jeder kann mitschreiben. Die handgeschriebenen Briefe sollen mit einer Kopie gesendet werden an: Chika Uzor, Seelsorger für Flüchtlinge und Migranten, Gallusstrasse 34, PF 1117, 9001 St. Gallen.

Zudem findet am Mittwoch, 17. Juni, 20 Uhr, ein Onlinepodium statt. Folgende Personen werden darüber diskutieren, wie das Sterben auf dem Mittelmeer gestoppt werden kann: Hasan Hawar, der die Flucht selbst erlebt hat, Zürcher SP-Nationalrätin Mattea Meyer, Till Rummenhohl, ehemaliges Rettungsteammitglied von SOS Mediterranee sowie die Sprecherin von United against Refugee Deaths. Das Publikum kann sich gemäss Mitteilung per Mail und Telefon beteiligen.

Montag, 1. Juni - 12:22 Uhr

Autofahrer gebüsst, weil sie über den Gallusplatz gefahren sind

(sab) Die Stadtpolizei hat in der vergangenen Woche neun Autofahrer angehalten, weil sie trotz Fahrverbot über den Gallusplatz gefahren sind. Von Dienstag bis Freitag kontrollierte die Stadtpolizei jeweils am Vormittag an den Zufahrtswegen zum Gallusplatz die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen. «Dabei wurden neun Bussen à 100 Franken ausgestellt, weil die Autofahrer die Gallusstrasse verbotenerweise zur Durchfahrt genutzt hatten.»

Seit sieben Jahren gilt für die südliche Innenstadt ein Fahrverbot.

Seit sieben Jahren gilt für die südliche Innenstadt ein Fahrverbot.

Bild: Sandro Büchler

Anwohner haben laut Widmer in den vergangenen Wochen bei der Polizei reklamiert, dass die Zufahrtswege stark frequentiert würden. «Bei der Kontrolle haben wir festgestellt, dass ein Grossteil der Lenker reinfahren durften.» Viele hätten eine Bewilligung vorweisen können, etwa als Zulieferer oder als Handwerker.

Seit sieben Jahren gilt für die südliche Innenstadt ein Fahrverbot. Nachdem täglich über 1700 Fahrzeuge den «Schleichweg» von der Moosbruggstrasse bei der Talstation der Mühleggbahn zur Gallusstrasse unterhalb des Hotels Einstein nutzen, verhängte die Stadt 2013 ein Fahrverbot. Damit wurde der Gallusplatz vom Durchgangsverkehr befreit, die Zahl der Autos sank.

Montag, 1. Juni - 08:30 Uhr

Sektor A des Waldeggtrails nach Instandstellung wieder passierbar

(sab) Seit Samstag ist der erste Streckenabschnitt des Waldeggtrails – zwischen dem Ausflugsrestaurant Waldegg und St.Georgen – wieder für Biker geöffnet. Dies teilte der Verein Funpark, der den Trail in Eigenregie baut und betreibt, auf Facebook mit. Der Waldeggtrail ist aktuell der einzige legale Biketrail von St.Gallen.

Auf dem Waldegg-Trail können Mountainbiker legal durch den Wald brettern.

Auf dem Waldegg-Trail können Mountainbiker legal durch den Wald brettern.

Bild: Benjamin Manser

Da die Steilwandkurven der Bikestrecke ausgefahren waren, sperrte der Verein im vergangenen Herbst den obersten Sektor und stellte diesen wieder instand. Im Frühling wollte man den kurvigen Abschnitt wieder öffnen. Doch erst machten Sturmschäden und umgestürzte Bäume im Februar einen Strich durch die Rechnung. Später wurden die Aufräumarbeiten wegen den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verunmöglicht.

Am Rande einer Vorstandssitzung sagte Adrian Gerber, Präsident des Vereins Funpark, vergangene Woche: «Erst nach Rücksprache mit allen Beteiligten, also der Stadt St.Gallen, dem Sportamt, der Ortsbürgergemeinde als Besitzerin des Waldes und den Förstern, haben wir uns entschlossen, den Streckenabschnitt wieder zu öffnen.» Viele Biker hätten diesen Schritt lange erwartet.

In den kommenden Monaten macht sich der Verein mit Hochdruck daran, den letzten Streckenabschnitt (Sektor J) im Falkenwald auszubauen. Denn nur wenn auch dieser Abschnitt fertiggestellt wird, erhält der Waldeggtrail auch in Zukunft eine Betriebsbewilligung.