ST.GALLER STADT-TICKER: Ein kulturelles Schaufenster zur Coronakrise +++ Rorschach sperrt übers Wochenende Parkplätze am See +++ Corona-Probleme von Kulturschaffenden

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

Aktualisiert
Hören
Drucken
Teilen

Feedback: stadtredaktion@tagblatt.ch

Freitag, 3. April - 15:05 Uhr

Das April-Schaufenster des Bazar-Bizarr im Linsebühl: Grundrechte trotz Coronakrise im Auge behalten

(vre) Der Basar-Bizarr im St.Galler Linsebühl ist bekannt für seine künstlerisch gestalteten Schaufenster. Dabei werden von Betreiberin Anita Sonnabend oder geladenen Künstlerinnen und Künstlern immer wieder aktuelle Themen auf- und auch aufs Korn genommen.

Das Corona-Schaufenster des Bazar-Bizarr an der Linsebühlstrasse 76.

Das Corona-Schaufenster des Bazar-Bizarr an der Linsebühlstrasse 76.

Bild: Anita Sonnabend/PD

Für den April präsentiert Sonnabend eine kritische Sicht auf die Coronakrise - mit helm- und schutzmaskenbewehrtem Kopf, WC-Papier, Distanzmarkierung sowie der Aufforderung: «Halten wir nichtsdestocoronatrotz die Fühler weit ausgestreckt und behalten wir unsere Grundrechte über die Hamsterkäufe hinaus guuuut im Auge!»

Freitag, 3. April - 14:25 Uhr

Massnahme gegen überbordenden Ausflugsverkehr an den See: Rorschach sperrt übers Wochenende öffentliche Parkplätze

(pd/vre) Das Wochenende wird sonnig und warm. Und auch wenn man nicht sollte: Der Bodensee lockt. Als kleine Entscheidungshilfe für all jene, die dieser Verlockung zu schnell erliegen würden, hat die Stadt Rorschach am Freitag bekanntgegeben, dass sie ihre öffentlichen Parkplätze beim Seerestaurant und beim Strandbad ab Freitagabend sperrt.

So können sich gemäss Mitteilung Einheimische auf der Seepromenade weiterhin bewegen, grosse Ansammlungen von Ausflüglern aus der ganzen Region hofft man aber zu vermeiden. Die Behörden würden die Entwicklung der Situation am Samstag im Auge behalten, hiess es auf Anfrage. Sollte die Parkplatzsperrung zu wenig wirksam sein, behalten sie sich für Sonntag die Schliessung der Seepromenade vor.

Die Stadt Rorschach sperrt mit Rücksicht auf die Coronapandemie übers kommende, schöne Wochenende öffentliche Parkplätze am See.

Die Stadt Rorschach sperrt mit Rücksicht auf die Coronapandemie übers kommende, schöne Wochenende öffentliche Parkplätze am See.

Bild: Rudolf Hirtl

Die Stadt Rorschach begründet die Massnahmen in einer Mitteilung damit, dass am Samstag vor einer Woche die Empfehlung des Bundesrats, mit Rücksicht auf die Coronapandemie möglichst zu Hause zu bleiben, von vielen Ausflüglern in den Wind geschlagen wurde. Viele zog es an den Bodensee und nach Rorschach. Die öffentlichen Parkplätze waren gut besetzt und auf der Seepromenade waren so viele Personen unterwegs, dass das Distanzhalten nicht mehr überall gewährleistet war.

Grosse Menschenansammlungen erhöhten aber das Risiko der Übertragung des Coronavirus auf andere Personen, schreibt die Stadt Rorschach. Eine Massnahme zur Eindämmung der Krankheit sei es, Distanz zu halten. So könnten die  Übertragungsketten unterbrochen werden. Daher empfehle der Bundesrat immer noch, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Freitag, 3. April - 14:04 Uhr

Informationen für Kulturschaffende: IG Kultur Ost organisiert am Montag das zweite digitale Corona-Forum

(pd/vre) Seit der Bundesrat zahlreiche Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie beschlossen hat, steht das kulturelle Leben still. Für Kulturschaffende und Institutionen stellen sich arbeitsrechtliche und finanzielle Fragen, die oft existenziell sind. Die IG Kultur Ost hat deshalb vor Wochenfrist einen virtuellen Informationsaustausch lanciert.

Das zweite digitale Forum findet nun am kommenden Montag, 20 Uhr, statt. Informationen zum Anlass wie auch eine Anmeldemöglichkeit fürs virtuelle Meeting finden sich im Internet. An der Veranstaltung geht es um die inzwischen konkretisierten Unterstützungsmassnahmen von Bund und Kanton für Kulturschaffende in der Coronakrise.

Dass alle Kulturlokale - im Bild die Lokremise hinter dem Hauptbahnhof - bis mindestens 19. April geschlossen bleiben müssen, hat Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der meisten Kulturschaffenden.

Dass alle Kulturlokale - im Bild die Lokremise hinter dem Hauptbahnhof - bis mindestens 19. April geschlossen bleiben müssen, hat Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der meisten Kulturschaffenden.

Bild: Reto Voneschen

Themen sind etwa, wie es um Kosten und Gagen bei verschobenen Anlässen steht, welche Stelle für welche Situation zuständig ist oder wie Gesuche eingereicht werden können. Als Auskunftspersonen nehmen am zweiten digitalen Forum der IG Kultur Ost Katrin Meier (Leiterin Amt für Kultur des Kantons St.Gallen) und Etrit Hasler (Suisseculture sociale) teil. Fragen können vorweg per Mail gestellt werden.

Zur IG Kultur Ost im Internet.

Freitag, 3. April - 12:12 Uhr

Corona-Regeln durchsetzen: Kantonspolizei musste von Donnerstag auf Freitag wieder 40 Mal ausrücken

(kapo/vre) In der Zeit zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen hatte sich Kantonspolizei St.Gallen mit 40 Fällen in Zusammenhang mit der Coronakrise zu beschäftigen. Dazu kamen quer durch den ganzen Kanton sechs Interventionen im zwischenmenschlichen Bereich. Weiter wurde ein Einbruch registriert.

Bei der Mehrheit der Coronafälle ging es wie schon in den Tagen zuvor um Gruppen im öffentlichen Raum. Immer wieder wurde den betreffenden Personen die aktuelle Lage und die daraus resultierenden Massnahmen erklärt. Grösstenteils, so schreibt die Kantonspolizei in ihrer Tagesbilanz, hätten sich die Betroffenen einsichtig gezeigt und den Ort selbständig verlassen. Wo dies nicht der Fall war, seien die Treffen aufgelöst und die Personen nach Hause geschickt worden.

Jugendliche treffen sich zum Feierabendbier in einem Park. Ob solch liebgewordener Gewohnheiten fällt vielen in dieser Altersgruppe derzeit wohl auch das Einhalten der Anti-Corona-Massnahmen schwer.

Jugendliche treffen sich zum Feierabendbier in einem Park. Ob solch liebgewordener Gewohnheiten fällt vielen in dieser Altersgruppe derzeit wohl auch das Einhalten der Anti-Corona-Massnahmen schwer.

Symbolbild: Walter Schwager
(1.6.2005)

Ein neues Phänomen, das mit dem schönen Wetter zusammenhängt, waren vom Donnerstag- bis Freitagmorgen Gruppen, die sich auf diversen Sport-, Fussball- und Tennisplätzen trafen. Auch diese Personen wurden weggeschickt, wenn sie sich nicht an die maximale Zahl von fünf Personen sowie an den Mindestabstand hielten. Auffallend war gemäss Kapo, dass meist gegenüber Jugendlichen oder jungen Erwachsenen interveniert werden musste.

Freitag, 3. April - 11:27 Uhr

Zu Zeiten des Coronavirus sind neue Geschäftsideen gefragt: Homeoffice vom Hotelzimmer aus

(vre) Homeoffice - von zu Hause aus arbeiten: Tönt lässig, hat aber seine ganz eigenen Tücken. Etwa, wenn sich der Nachwuchs darüber freut, dass der Papi tagsüber ständig präsent ist. Oder wenn der Hund ständig raus will. Oder die Katze ihr permanentes Streichelmanko auf der PC-Tastatur liegend wett machen muss. Wieso aus dem Problem, das derzeit viele haben, nicht eine Geschäftsidee machen. Voraussetzung ist, dass man viele leere Zimmer hat. Wie beispielsweise Hotels in der Stadt St.Gallen.

Das Hotel Einstein bietet die Möglichkeit an, tageweise Zimmer für 50 Franken als Homeoffice zu mieten.

Das Hotel Einstein bietet die Möglichkeit an, tageweise Zimmer für 50 Franken als Homeoffice zu mieten.

Bild: Urs Bucher (11.6.2018)

Umsetzen tut die Idee bereits das Hotel Einstein. In den Sozialen Medien wirbt es dafür: «Arbeitest du gerade im Homeoffice? Kannst du dich gerade nicht konzentrieren? Wir bieten dir unsere ruhigen Zimmer als Alternative an. Kaffee, Tee, Mineral, WLAN, Parkplatz und der Drucker in der Lobby sind im Preis von 50 Franken pro Tag inbegriffen.» Wer vom Angebot Gebrauch machen will, meldet sich unter info@einstein.ch.

Freitag, 3. April - 11:11 Uhr
Die erste historische Chilbi fand in St.Gallen im Sommer 2017 statt.

Die erste historische Chilbi fand in St.Gallen im Sommer 2017 statt. 

Bild: Jil Lohse (11.6.2017)

Zweite historische Chilbi wird auf Juni 2021 verschoben

(pd/vre) Auch die zweite historische Chilbi in der St.Galler Altstadt fällt der Coronakrise zum Opfer: Die Veranstaltung wird auf Juni 2021 verschoben. Das haben die Organisatoren am Freitag mitgeteilt. Der Entscheid sei in diese Richtung gefallen, weil im Moment noch nicht absehbar sei, wie lange der Corona-Ausnahmezustand dauern werde, für die Veranstaltung aber einiger organisatorischer Vorlauf nötig sei. Die Chilbi mit historischen und nostalgischen Bahnen und Buden soll damit vom 10. bis 13. Juni 2021 in der südlichen St.Galler Altstadt stattfinden.

Freitag, 3. April - 10:47 Uhr

Stadtpolizei unterstützt Gewerbebetriebe in Corona-Notlage: Bewilligung für Lieferservice wird einfach und gratis erteilt

(stapo/vre) Aufgrund des schweizweiten Anti-Corona-Lockdowns müssen auch in der Stadt St.Gallen seit Mitte März viele Unternehmen ganz oder teilweise geschlossen halten. Um wenigstens einen Teil des Umsatzes zu retten, bieten Restaurants und andere Gewerbebetriebe Lieferservices an. Bewilligungen befristet für die Dauer der Coronakrise erteilt die Stadtpolizei gemäss Mitteilung ab sofort einfach und kostenlos.

Auch in der Stadt St.Gallen bieten viele geschlossene Speiserestaurants und Takeaways neuerdings einen Lieferservice an. Im Bild die Werbung für jenen des Restaurants Corso in der Brühlgasse.

Auch in der Stadt St.Gallen bieten viele geschlossene Speiserestaurants und Takeaways neuerdings einen Lieferservice an. Im Bild die Werbung für jenen des Restaurants Corso in der Brühlgasse.

Bild: Ralph Ribi (23.3.2020)

Gesuche sind ausschliesslich per Mail einzureichen (an die Adresse verkehrsbewilligungen.polizei@stadt.sg.ch). Für die Erteilung einer Bewilligung sind nur wenig Angaben nötig: Name des den Lieferdienst betreibenden Unternehmens, kurze Begründung des Gesuchs, Kennzeichen des Fahrzeuges oder der Fahrzeuge, Bezeichnung eines Verantwortlichen seitens Unternehmen und Handynummer.

Voraussetzung für die Bewilligung eines Lieferservices ist, dass die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eingehalten werden. Die Bewilligung ist gemäss Mitteilung auch kein Freipass zur Missachtung von Verkehrsregeln. Diese, insbesondere Fahr- und Halteverbote, sind weiter einzuhalten. Zufahrten für Notfallfahrzeuge müssen freigehalten werden. Und das Abstellen von Autos vor dem Geschäft muss dem Warenumschlag dienen und ist aufs Nötigste zu beschränken.

Freitag, 3. April - 10:05 Uhr

Auch die Kantonspolizei appelliert an die Bevölkerung: Trotz schönem Wetter zu Hause bleiben - der Gesundheit zuliebe

(kapo/vre) Das kommende Wochenende dürfte in Stadt und Kanton St.Gallen zur Nagelprobe für die Einhaltung der Anti-Corona-Massnahmen des Bundes werden. Die Behörden, darunter auch die Stadt- und die Kantonspolizei, erwarten einen Grossandrang in Naherholungsgebieten. Was nicht überraschend ist: Einerseits starten am Samstag im St.Gallischen die Frühlingsferien, anderseits sind viel Sonne und frühlingshafte Temperaturen zu erwarten.

Zu normalen Zeiten wunderbar, fürs kommende Wochenende keine gute Idee, weil das Einhalten des Anti-Corona-Abstands so nicht möglich ist: Sünnelen auf dem Steg im Mannenweier ob St.Gallen.

Zu normalen Zeiten wunderbar, fürs kommende Wochenende keine gute Idee, weil das Einhalten des Anti-Corona-Abstands so nicht möglich ist: Sünnelen auf dem Steg im Mannenweier ob St.Gallen.

Symbolbild: Urs Bucher (7.5.2016)

Am Donnerstag haben Stadtpolizei und Stadtsanktgaller Sportamt auf die geltenden Ausgeh-Einschränkungen aufmerksam gemacht. Am Freitag hat die Kantonspolizei nachgezogen. In ihrer Mitteilung wird festgehalten, dass es  nicht verboten ist, sich draussen zu bewegen. Die Polizei appelliert aber ans Verantwortungsbewusstsein von Spaziergängerinnen und Spaziergänger: Sie sollen sich an die Anti-Corona-Vorschriften halten.

Um die Einhaltung der Massnahmen zu prüfen, werden die Stadt- wie die Kantonspolizei ihre Präsenz am Wochenende verstärken. Die Kapo weist insbesondere darauf hin, dass beliebte und regelmässig überlaufene Orte zu meiden sind. Zudem müssen Hygiene- und Abstandsregeln auch auf Gewässern eingehalten werden. Mit dem Einhalten der Regeln könne jede und jeder einen Beitrag zur Gesundheit leisten. Zudem könnten so Bussen und Verzeigungen verhindert werden, schreibt die Kantonspolizei.

Donnerstag, 2. April - 18:33 Uhr

Zweiter Wahlgang in die Kantonsregierung: Gemeinden und Parteien sollen bei der brieflichen Stimmabgabe nicht helfen

(SK/vre) Am 19. April findet der zweite Wahlgang in die St.Galler Kantonsregierung statt. Zu besetzen sind noch zwei Sitze, für die sich drei Kandidierende bewerben, nämlich in alphabetischer Reihenfolge Laura Bucher (SP, St.Margrethen), Michael Götte (SVP, Tübach) und Beat Tinner (FDP, Azmoos). Bei der Wahl bleiben die Urnen aufgrund der Coronakrise geschlossen. Es ist nur briefliche Wahl möglich.

Ist aufgrund der Coronapandemie am 19. April für den zweiten Wahlgang in die Kantonsregierung nicht geöffnet: die Wahlurne im Foyer des St.Galler Rathauses.

Ist aufgrund der Coronapandemie am 19. April für den zweiten Wahlgang in die Kantonsregierung nicht geöffnet: die Wahlurne im Foyer des St.Galler Rathauses.

Bild: Hannes Thalmann

Was tut aber jemand, der sein Wahlcouvert nicht persönlich zum Post- oder amtlichen Briefkasten tragen kann? Dies etwa , weil er oder sie zu einer Risikogruppe gehört. Die Staatskanzlei bittet diese Personen in einer Mitteilung, sich Hilfe für die Stimmabgabe selber zu organisieren, etwa über Angehörige, Bekannte oder Nachbarn. Hilfsangebote findet man im Internetauftritt des Kantons (Stichwort «Freiwillige Hilfe»).

Gemeinden und politischen Parteien ruft die Staatskanzlei auf, vom Einsammeln von Wahlcouverts abzusehen. Dies, weil das aktive Abholen von Stimmcouverts unter Artikel 282bis des Strafgesetzbuches fallen könnte. Er stellt aufgrund der Missbrauchsgefahr das planmässige Sammeln von Wahl- oder Stimmzetteln unter Strafe.

Donnerstag, 2. April - 18:00 Uhr

Auch die IG Museumsquartier sagt die Hauptversammlung ab: Beschluss über ordentliche Traktanden um ein Jahr verschoben

(pd/vre) Es ist ein schlechter Frühling für die Generalversammlungen der St.Galler Quartiervereine. Seit Anfang März mussten alle aufgrund der Coronakrise abgesagt werden. Die letzte Absage ist jene der IG Museumsquartier: Sie verzichtet auf die Durchführung der auf den 12. Mai angesetzten Jahresversammlung. Es sei nicht abschätzbar, wann wieder Normalität einkehre, und wenn dies der Fall sei, habe der Besuch einer HV wohl für viele wenig Priorität, wird der Entscheid begründet.

Der Stadtparkl mit den Museen und links davon das Museumsquartier.

Der Stadtparkl mit den Museen und links davon das Museumsquartier.

Bild: Benjamin Manser und
Michel Canonica (8.3.2018)

Damit bleibt der Vorstand der IG Museumsquartier über vorgesehene Amtsdauer ein Jahr länger im Amt. Jahresbericht 2019, Rechnung 2019 und Revisorenbericht 2019 werden erst an der Hauptversammlung 2021 verabschiedet, so wie die übrigen ordentlichen Geschäfte. Für Dringendes - etwa in Zusammenhang mit dem Kampf um die Freihaltung des Quartierwieslis - würde eine ausserordentliche Versammlung einberufen.

Donnerstag, 2. April - 16:22 Uhr

Mit Rücksicht auf die Coronakrise: Städtische Sportanlagen dürfen auch bei schönem Wetter weiterhin nicht benutzt werden

(pd/vre) Am Vormittag hat die Polizei aufgerufen, am kommenden schönen Wochenende die beliebten und daher überlaufenen Naherholungsgebiete der Stadt zu meiden (STADT-TICKER, heute, 11:08 Uhr). Am Nachmittag doppelt das städtische Sportamt nach: Es macht darauf aufmerksam, dass alle Sportanlagen geschlossen sind und nicht benützt werden dürfen.

Geschlossene Sportanlagen auf der Kreuzbleiche: Mit Rücksicht auf die Coronakrise darf weder im Skaterpark, noch auf den Fussballfeldern oder auf dem Hartplatz neben der alten Turnhalle Sport getrieben werden.

Geschlossene Sportanlagen auf der Kreuzbleiche: Mit Rücksicht auf die Coronakrise darf weder im Skaterpark, noch auf den Fussballfeldern oder auf dem Hartplatz neben der alten Turnhalle Sport getrieben werden.

Bild: Sportamt Stadt St.Gallen

Mit den Corona-Entscheiden des Bundesrates hätten alle Sportanlagen der Stadt geschlossen werden müssen, heisst es. Dies betrifft Turnhallen, Sportanlagen, Fussballfelder, Hallenbäder oder das Eissportzentrum Lerchenfeld. Nicht benützbar sind aber auch Aussenanlagen wie der Skatepark Kreuzbleiche, die Leichtathletikanlage Neudorf oder die Sportplätze an der Volksbadstrasse (gegenüber dem Athletik-Zentrum) und auf der Kreuzbleiche.

Alle diese Anlagen dürften «auch in kleinen und kleinsten Gruppen» nicht genutzt werden. Und: Das Personal der Sportanlagen sei angewiesen, Personen, die sich trotzdem dort aufhielten, von den Anlagen zu schicken, heisst es im Newsletter. Zudem werde die Stadtpolizei die Anlagen regelmässig kontrollieren.

Den Verantwortlichen des Sportamts sei bewusst, dass das schöne Wetter dazu reize, Sportanlagen zu nutzen: «Wir danken dir aber, dass du unsere Bemühungen zum Schutz der Bevölkerung unterstützt», wenden sie sich in ihrem Newsletter direkt an alle Sportlerinnen und Sportler.

Donnerstag, 2. April - 15:27 Uhr

Nach dem wärmsten Winter seit Menschengedenken: Was denken Schweizerinnen und Schweizer über den Klimawandel?

(pd/vre) Dieser Winter war der wärmste seit Messbeginn. Was denkt die Bevölkerung jetzt über den Klimawandel? Wie beurteilt sie das Treiben der Klimajugend? Wie steht es um die Mehrheitsfähigkeit von Massnahmen der Energie- und Verkehrspolitik, mit denen die Temperaturen gedrückt werden könnten? Diesen Fragen geht das jährliche Kundenbarometer erneuerbare Energien der Universität St.Gallen nach.

Gegenstand des HSG-Barometers über erneuerbare Energien: Was denkt die Bevölkerung heute über die Klimademonstrationen? Im Bild eine Kundgebung in St.Gallen.

Gegenstand des HSG-Barometers über erneuerbare Energien: Was denkt die Bevölkerung heute über die Klimademonstrationen? Im Bild eine Kundgebung in St.Gallen. 

Bild: Urs Bucher (15.3.2019)

Diesen Freitag, 11 bis 12.15 Uhr, stellt das HSG-Institut für Wirtschaft und Ökologie zusammen mit Raiffeisen und Energie-Schweiz die zehnte Ausgabe dieses Barometers vor. Dies geschieht in Form eines Live-Webinars im Internt. Die Teilnahme daran ist gratis; man muss sich allerdings dafür vorgängig anmelden. Hier geht's zur Registrierung. Im Rahmen der Podiumsdiskussion ist es möglich, direkt Fragen zu stellen.

Am Freitag wird die zehnte Ausgabe der Umfrage über erneuerbare Energien präsentiert. In einem Referat werden die wichtigsten Resultate des Barometers präsentiert. Danach diskutieren HSG-Professor Rolf Wüstenhagen sowie Daniel Büchel (Vize-Direktor Bundesamt für Energie) und Roland Altwegg (Leiter Produktmanagement Raiffeisen Schweiz) über Folgerungen aus der Studie. Moderation: Arthur Honegger (SRF).

Donnerstag, 2. April - 14:59 Uhr

Jugend-Sinfonie-Orchester geht nicht auf Frühlingstournee: Startkonzert in St.Gallen wird um ein Jahr verschoben

(pd/vre) So haben sich die jungen Musikerinnen und Musiker das 50-Jahr-Jubiläum des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters (SJSO) nicht vorgestellt: Erstmals in seiner Geschichte muss aufgrund der Coronakrise das ganze Projekt ausfallen. Weder die Arbeitswoche im Engadin noch die Frühlingstournee durch die Schweiz können stattfinden.

Davon betroffen ist gemäss Mitteilung auch das Startkonzert der Tournee, das am 9. April in der St.Galler Tonhalle hätte stattfinden können. Das nächste Mal zu hören ist das Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester damit in der Gallusstadt im Frühling 2021: Dann soll das Programm 2020 mit der achten Sinfonie von Dvorák und dem dritten Klavierkonzert von Rachmaninov nachgeholt werden.

Donnerstag, 2. April - 14:37 Uhr

Quartierbibliothek St.Georgen ist geschlossen und gleichzeitig weiter in Betrieb: Bücher und andere Medien per Hauslieferdienst

(pd/vre) Auch die Bibliothek St.Georgen ist geschlossen. Sie bietet im Quartier aber einen Hauslieferdienst an. Man kann sich die Bücher und anderen Medien, die einem interessieren, aus dem Katalog im Internet auswählen und bis Donnerstagmittag seine Bestellung per E-Mail unter quartierbibliothek@bluewin.ch aufgeben.

Ein Blick in den elektronischen Katalog der Quartierbibliothek St.Georgen - Abteilung Comics.

Ein Blick in den elektronischen Katalog der Quartierbibliothek St.Georgen - Abteilung Comics.

Screenshot: PD

Pro Medium wird eine Gebühr von einem, pro Lieferung maximal von 15 Franken verrechnet. Am Samstagvormittag wird die Bestellung nach Hause geliefert. Sie wird im Brief-/Milchkasten deponiert, dort allenfalls auch gegen die Rückgaben des jeweiligen Bibliotheksnutzers ausgetauscht.

Donnerstag, 2. April - 14:20 Uhr

Den Sonntagsgottesdienst in der Kathedrale live miterleben - dank Übertragung auf «Tele Ostschweiz»

(pd/vre) In Zeiten des Coronavirus gibt es keine öffentlichen Gottesdienste mehr, aber Palmsonntag, Karwoche und Ostern finden trotzdem statt. In der Kathedrale von St.Gallen werden täglich Gottesdienste (ohne Volk) gefeiert. Neu sind sie nicht mehr nur per Livestream oder als «Konserve» im Internet zu sehen, Sonntagsgottesdienste werden ab sofort auch von «Tele Ostschweiz» (TVO) übertragen.

Der St.Galler Stiftsbezirk mit den markanten Türmen der Kathedrale.

Der St.Galler Stiftsbezirk mit den markanten Türmen der Kathedrale.

Bild: Ralph Ribi (17.3.2020)

Der erste dieser Fernsehgottesdienste ist am kommenden Palmsonntag, 10.30 Uhr, auf TVO zu sehen. Die Messe zelebrieren Bischof Markus Büchel und Dompfarrer Beat Grögli. Musikalisch wird die Feier gestaltet von Domkapellmeister Andreas Gut und Domorganist Willibald Guggenmos. Speziell ist an diesem Sonntag, dass Palmzweige gesegnet werden. Am Bildschirm Mitfeiernde sind gemäss Mitteilung eingeladen, Zweiglein aus dem Garten oder von einer Zimmerpflanze dafür bereit zu halten.

Der Gottesdienst vom Palmsonntag auf TVO wird in Gebärdensprache übersetzt. Weitere Gottesdienste werden an den folgenden Sonntag, immer um 10.30 Uhr, auf «Tele Ostschweiz» ausgestrahlt.

Donnerstag, 2. April - 12:17 Uhr
Auch das Historische und Völkerkundemuseum ist derzeit geschlossen, baut dafür aber seine digitalen Angebote aus.

Auch das Historische und Völkerkundemuseum ist derzeit geschlossen, baut dafür aber seine digitalen Angebote aus.

Bild: HVM/PD

Historisches und Völkerkundemuseum zu Zeiten des Coronavirus: Eine Leseecke, Ausstellungen und Karikaturen im Internet

(pd/vre) Homeoffice und Homeschooling sind Begriffe, die dank der Coronakrise plötzlich allen geläufig sind. Noch nicht offiziell eingeführt ist der Begriff Homemuseum. Die Bemühungen verschiedener Häuser auf dem Platz St.Gallen gehen aber in diese Richtung. Neuerdings verstärkt auch das Historische und Völkerkundemuseum seine digitale Präsenz - soweit das möglich und sinnvoll ist.

Neu findet sich in der Website des Museums unter dem Stichwort «Museum@Home» eine Leseecke. Hier erzählt unter anderem Magd Greta - natürlich begleitet von Huhn Gerda - Geschichten oder singt das Katzenlied «Zvierizit» aus dem Bündner Märchen «Der verwunschene Prinz». In der Rubrik finden sich zudem die Ausstellung «Flucht» als elektronische Installation und eine Galerie mit Karikaturen von Fritz und René Gilsi.

Die äusserst erfolgreiche Ausstellung «Flucht» ist jetzt als elektronische Installation im Internet zugänglich.

Die äusserst erfolgreiche Ausstellung «Flucht» ist jetzt als elektronische Installation im Internet zugänglich.

Bild: HVM/PD

Die Ausstellung «Flucht» wurde von Oktober 2016 bis Januar 2020 in verschiedenen Schweizer Museen gezeigt, zuletzt im Historischen und Völkerkundemuseum in St.Gallen. Sie wurde von insgesamt rund 100'000 Besucherinnen und Besucher, darunter mehr als 1‘800 Schulklassen gesehen. Nun steht die Schau als digital zur Verfügung. Sie ist über die HVM-Rubrik «Museum@Home», aber auch direkt zugänglich und lädt zum virtuellen Rundgang ein.

Donnerstag, 2. April - 11:08 Uhr

Vor einem schönen Wochenende: Stadtpolizei ruft dazu auf, die Anti-Corona-Regeln weiter einzuhalten

(stapo/vre) Die Wetterprognosen fürs kommende Wochenende könnten besser nicht sein: Angesagt sind blauer Himmel, viel Sonnenschein und frühlingshaft warme Temperaturen. Das könnte für jene zum Problem werden, die den Auftrag haben, die Anti-Corona-Ausgehbeschränkungen des Bundesrates durchzusetzen. Erfahrungsgemäss ist das bei nasskaltem Wetter viel einfacher als an einem schönen Frühlingstag.

Es ist immer noch erlaubt, sich draussen zu bewegen. Um die Ausgehvorschriften des Bundesrats einhalten zu können, sollte man am kommenden schönen Wochenende aber regelmässig überlaufene Naherholungsgebiete wie die Drei Weieren (Bild) meiden.

Es ist immer noch erlaubt, sich draussen zu bewegen. Um die Ausgehvorschriften des Bundesrats einhalten zu können, sollte man am kommenden schönen Wochenende aber regelmässig überlaufene Naherholungsgebiete wie die Drei Weieren (Bild) meiden.

Bild: Benjamin Manser (24.2.2020)

Die Stadtpolizei St.Gallen ist sich der Problematik offensichtlich bewusst. Sie ruft die Bevölkerung in einer Mitteilung vom Donnerstag auf, am kommenden Wochenende die bekannten, beliebten und daher immer überlaufenen Naherholungsgebiete zu meiden. Zudem weist sie darauf hin, dass die Benutzung von Schul- und Sportanlagen aktuell verboten ist.

Es sei erlaubt, sich draussen zu bewegen, hält die Polizei in der Mitteilung fest. Gemäss bundesrätlicher Vorgaben dürfen Gruppen aber maximal aus fünf Personen bestehen. Zudem ist zwei Meter Abstand zu anderen Personen einzuhalten. Die Polizei wird am Wochenende an sensiblen Orten präsent sein und die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren. Sie dankt der Bevölkerung für die Mithilfe sowie die Beachtung der Regeln - wird bei Bedarf aber auch zum Bussenblock greifen.

Donnerstag, 2. April - 10:18 Uhr

Kantonspolizei im Anti-Corona-Einsatz: Gruppen zerstreut, drei Imbisse, einen Laden und einen Gewerbebetrieb kontrolliert

(kapo/vre) Von Mittwoch- bis Donnerstagmorgen hatte die Kantonspolizei St.Gallen insgesamt 31 Einsätze im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Anti-Corona-Massnahmen zu leisten. Im zwischenmenschlichen Bereich musste dabei quer durch den Kanton vier Mal interveniert werden. Zudem wurde gemäss Mitteilung ein Einbruch registriert.

Hauptaufgabe der Patrouillen der Kantonspolizei war auch von Mittwoch auf Donnerstag die Durchsetzung des Verbots von grösseren Treffen im öffentlichen Raum. Bei 14 Einsätzen mussten kleinere Gruppen nochmals sensibilisiert, teilweise weggewiesen werden. In zwei Fällen wurden Jugendliche gebüsst, die sich nicht an die Vorgaben hielten, wie der Kommunikationsdienst der Kapo schreibt. 

Die Kantonspolizei ist derzeit quer durch den Kanton St.Gallen mit der Durchsetzung der Anti-Corona-Vorschriften des Bundes stark ausgelastet.

Die Kantonspolizei ist derzeit quer durch den Kanton St.Gallen mit der Durchsetzung der Anti-Corona-Vorschriften des Bundes stark ausgelastet.

Bild: Kantonspolizei St.Gallen

Aufgrund von Hinweisen wurden von Mittwoch auf Donnerstag drei Imbisslokale kontrolliert. Bei zweien war alles in Ordnung, in einem Fall befanden sich Personen im Lokal, die weggewiesen wurden. Weiter wurde ein Verkaufsgeschäft überprüft, bei dem alles in Ordnung war. Auch bei der Kontrolle eines Betriebs, bei dem angeblich die Hygienemassnahmen nicht eingehalten wurden, konnte nichts beanstandet werden: Die Regeln wurden im Gegenteil vorbildlich eingehalten, wie die Kapo schreibt. 

Donnerstag, 2. April - 9:59 Uhr

Stadt St.Gallen senkt Mietzinse

(sk/vre) Der St.Galler Stadtrat hat beschlossen, die Mieten der städtischen Liegenschaften an den reduzierten Referenzzinssatz des Bundes anzupassen. Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat diesen kürzlich auf 1,25 Prozent reduziert. St.Gallen zieht per 1. August nach und passt die Mietzinse für städtische Liegenschaften an.

Die Stadt senke «von sich aus und generell» die Mietzinse. Alle Mieterinnen und Mieter von städtischen Liegenschaften würden bis spätestens Ende April 2020 schriftlich darüber informiert, heisst es in einer Mitteilung. Ausgenommen von der Reduktion sind «besondere Fälle» - insbesondere Mietverhältnisse mit ungenügendem Ertrag oder solche mit zu tiefen Mieten.

Donnerstag, 2. April - 9:42 Uhr

Neuer Standort für Auswilderungsgehege des Vogelspitals: Baugesuch für Brauerstrasse 71/73 liegt öffentlich auf

Die Auswilderungsgehege der Wildvogelpflegestation im Park neben dem Naturmuseum müssen verlegt werden.

Die Auswilderungsgehege der Wildvogelpflegestation im Park neben dem Naturmuseum müssen verlegt werden.

Bild: Hanspeter Schiess (1.10.2018)

(sk/vre) Die Stadt hat eine Lösung für die Auswilderungsgehege der Wildvogelpflegestation gefunden: Sie sollen aus dem Pärklein neben dem Naturmuseum auf die städtische Liegenschaft an der Brauerstrasse 71/73 verlegt werden. Das Baugesuch liegt derzeit öffentlichen auf. Der Kanton hat bestätigt, dass die Anlage dort betrieben werden kann. Die Gehege können frühestens nach den Sommerferien in Betrieb genommen werden.

Die Situation im Dreieck Naturmuseum, Brauerstrasse 71/73 und Botanischer Garten.

Die Situation im Dreieck Naturmuseum, Brauerstrasse 71/73 und Botanischer Garten.

Plan: Stadt St.Gallen

Die St.Galler Wildvogelpflegestation befindet sich im Naturmuseum. Die Aussengehege wurden im Pärklein daneben aufgestellt. Verschärfte Auflagen führten dann überraschend dazu, dass es dafür vom Kanton keine Betriebsbewilligung gab. Auswilderungsgehge seien in einem Publikumspark nicht möglich, hiess es als Begründung: Weil dort die Ruhe für die Vögel fehle.

Die bestehenden Auswilderungsgehege – ein grosses für Greifvögel, ein kleines für Kleinvögel – sollen nun vom Park neben dem Naturmuseum an die Brauerstrasse 71/73 versetzt werden. Der Standort befinde sich auf stadteigenem Boden und biete bauliche Voraussetzungen für einen langfristigen Betrieb, begründet die Stadt in einer Mitteilung. Die Gehege seien so nahe genug beim Naturmuseum, aber vom Publikumsverkehr klar abgetrennt. 

Donnerstag, 2. April - 9:02 Uhr

Trotz der kalten Nächte: In den Gärten von Stadt und Region blühen erste Tulpen

Leserbild. Walter Schmidt fotografierte die blühende Tulpe dieser Tage in einer geschützten Ecke eines Vorgartens in Wittenbach.

Leserbild. Walter Schmidt fotografierte die blühende Tulpe dieser Tage in einer geschützten Ecke eines Vorgartens in Wittenbach.

Donnerstag, 2. April - 8:54 Uhr

Der Detailhandel und die Coronakrise: Gewinner, Verlierer und praktische Tipps für eine schwierige Lage

(pd/vre) Die Universität St.Gallen bietet während der Corona-Auszeit im Internet gratis sogenannte Webinare an. Eine dieser interaktiven Internet-Vorlesungen ist heute Donnerstag einem hochaktuellen Thema gewidmet: Von 14 bis 15 Uhr erläutern Praktiker und Angehörige des HSG-Forschungszentrums für Handelsmanagement die Folgen der Coronakrise für den Schweizer Detailhandel.

Im Webinar von heute Donnerstag präsentiert Professor Thomas Rudolph, Direktor des Forschungszentrums für Handelsmanagement, zunächst die Ergebnisse einer Ad-Hoc-Erhebung zu den Folgen der Coronakrise bei Schweizer Handelsunternehmen. Weitere Einschätzungen zur Lage kommen von verschiedenen Praktikern. Zudem gibt's Tipps wie Detailhändler auf die besonderen Umstände reagieren können.

Der vom Bundesrat verordnete Lockdown zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus trifft vor allem auch Non-Food-Läden derzeit hart. Im Bild ein geschlossenes Geschäft an der St.Galler Multergasse.

Der vom Bundesrat verordnete Lockdown zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus trifft vor allem auch Non-Food-Läden derzeit hart. Im Bild ein geschlossenes Geschäft an der St.Galler Multergasse.

Bild: Benjamin Manser (17.3.2020)

Und die Lage ist tatsächlich speziell: Der Lebensmittelhandel versetzt derzeit täglich erfolgreich Berge, um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Und erzielt dabei teilweise Spitzenumsätze. Der Non-Food-Handel hingegen ist vom Corona-Lockdown schwer getroffen. Gleichzeitig boomt der Online-Handel dermassen, dass die Post ob all der Päckli an die Grenze ihrer Belastbarkeit gerät.

Zur kostenlosen Teilnahme am Webinar muss man sich im Internet anmelden. Zur Anmeldung und zu weiteren Informationen geht es hier.

Mittwoch, 1. April - 18:27 Uhr

Eine Heizung für die Aprikosen

Leserbild. Alex Brander fotografierte am Dienstag beim Einnachten die Kerzen, mit denen die Bauern im Weiler Näppenschwil bei Mörschwil die Aprikosenblüten vor der Kälte schützen.

Leserbild. Alex Brander fotografierte am Dienstag beim Einnachten die Kerzen, mit denen die Bauern im Weiler Näppenschwil bei Mörschwil die Aprikosenblüten vor der Kälte schützen.

Mittwoch, 1. April - 17:55 Uhr

Die St.Galler Pensionskasse überrascht ihre Mieter mit einem Tulpenstrauss: «Davon haben alle etwas!»

(vre/dag) Am Mittwoch hat die St.Galler Pensionskasse (SGPK) ihre gut 700 Mieterinnen und Mieter in der Stadt St.Gallen mit je einem Strauss Tulpen überrascht. Die Hauswarte der Liegenschaften deponierten die Sträusse in Milchkästen und vor Wohnungstüren. Die Durchführung der Aktion, die man nicht an die grosse Glocke haben hängen wollen, bestätigte Philipp Zünd, Leiter Immobilienanlagen bei der SGPK.

Überraschung vor der Wohnungstür: Am Mittwoch beschenkte die St.Galler Pensionskasse ihre Mieterinnen und Mieter in der Stadt mit einem Strauss Tulpen. Vor einer Woche hat das auch ein anderer grosser Vermieter der Stadt, die Max Pfister Baubüro AG, getan.

Überraschung vor der Wohnungstür: Am Mittwoch beschenkte die St.Galler Pensionskasse ihre Mieterinnen und Mieter in der Stadt mit einem Strauss Tulpen. Vor einer Woche hat das auch ein anderer grosser Vermieter der Stadt, die Max Pfister Baubüro AG, getan.

Symbolbild: Urs Bucher (24.3.2020)

Schön sei für ihn, dass von der Aktion alle Beteiligten etwas hätten: Ein Gärtner sei seine pflückbereiten Tulpen losgeworden, die er aufgrund des Corona-Lockdowns nicht verkaufen könne. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten Arbeit gehabt. Und vielen Mieterinnen und Mietern habe man mit den Blumen offensichtlich eine Freude machen können, sagte Philipp Zünd.

Bei der SGPK und ihren Mitarbeitern sind verschiedenste positive Reaktionen auf die Tulpenaktion eingegangen. Ein langjähriger Mieter habe beispielsweise mit Freude festgestellt, «so etwas ist mir in den vierzig Jahren, die ich Wohnungen miete, noch nie passiert». Es sei schön, dass sich viele Leute über die Geste freuen könnten, zeigte sich im Gespräch Philipp Zünd befriedigt. Die Idee sei gewesen, ein positives Zeichen in einer schwierigen Zeit zu setzen.

Mittwoch, 1. April - 16:20 Uhr

Keenan-Ahrends-Trio bei Kleinaberfein: Abgesagtes Konzert im Internet hören und für die Musiker spenden

(vre) Am vergangenen Sonntag hätte das Keenan-Ahrends-Trio aus Südafrika bei Kleinaberfein in St.Gallen auftreten sollen. Das Konzert ist, wie unzählige andere öffentliche Anlässe auch, der Coronakrise zum Opfer gefallen: Es musste abgesagt werden. In diesem Zusammenhang hat Konzertorganisator Richard Butz einen ungewöhnlichen Spendenaufruf lanciert.

Standbild aus dem Youtube-Video mit dem Konzert, das das Keenan-Ahrends-Trio in Südafrika speziell fürs St.Galler Publikum aufgezeichnet hat.

Standbild aus dem Youtube-Video mit dem Konzert, das das Keenan-Ahrends-Trio in Südafrika speziell fürs St.Galler Publikum aufgezeichnet hat.

Screenshot: Kleinaberfein (1.4.2020)

Das abgesagte Konzert wurde nämlich inzwischen in Südafrika gespielt und ist jetzt als Live-Video auf Youtube zu sehen und zu hören. Alle, die es sich anhören, bietet Kleinaberfein um einen Beitrag von mindestens zehn Franken. Die Spenden will Richard Butz dann vollumfänglich den Angehörigen des Trios weitergeben. Dies sind Keenan Ahrends (Gitarre), Romy Brauteseth (Kontrabass) und Sphelelo Mazubiko (Drums).

Bezahlen kann man per Brief an Richard Butz, Postfach 22, 9004 St.Gallen oder aufs Postkonto 61-657832-8 des Fördervereins Kleinaberfein.

Mittwoch, 1. April - 15:09 Uhr

Medien, Kommunikation und Soziologie: Zwei neue Professorinnen für die Universität St.Gallen

(pd/vre) Seit heute Mittwoch hat die Universität St.Gallen zwei neue Professorinnen. Veronica Vivi Barassi ist neu Ordentliche Professorin für Medien- und Kommunikationswissenschaften. Paula Bialski ist gemäss Mitteilung der HSG neue Assoziierte Professorin für Soziologie der Digitalisierung.

Neue HSG-Professorinnen: Veronica Vivi Barassi (links) und Paula Bialski.

Neue HSG-Professorinnen: Veronica Vivi Barassi (links) und Paula Bialski.

Bilder: HSG/PD

Veronica Vivi Barassi, geboren 1981, ist italienische Staatsbürgerin. Sie absolvierte ihr Studium von 2001 bis 2004 an der University of London. Dort doktorierte sie 2010. Ihre Schwerpunkte in der Forschung liegen gemäss HSG-Mitteilung bei der digitalen Transformation von neuen Gesellschaftsformen und von staatlichem, wissenschaftlichem, unternehmerischem und individuellem Handeln.

Paula Bialski, geboren 1982, ist polnische und kanadische Staatsbürgerin. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium von 2001 bis 2004 an der University of Guelph in Ontario. 2004 bis 2007 studierte sie an der Universität Warschau auf der Masterstufe Soziologie. 2012 doktorierte sie an der Lancaster University. Bialski bewegt sich mit ihrer Forschung zwischen Soziologie, Medienwissenschaften und Technologieforschung.

Mittwoch, 1. April - 14:44 Uhr

40'000 Franken für weltweite Nothilfe in der Coronakrise: Kanton St.Gallen unterstützt Rotes Kreuz und Terre des Hommes

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen unterstützt das Schweizerische Rote Kreuz und Terre des Hommes Schweiz mit je 20'000 Franken aus dem Lotteriefonds. Die Beiträge sind gemäss Mitteilung vom Mittwoch für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Geld fliesst in Projekte in in Nepal, Laos, Vietnam, Kirgistan, El Salvador, Libanon, Simbabwe, Tansania und Mosambik.

Verteilung von Hilfsgütern durch das Rote Kreuz in Mosambik.

Verteilung von Hilfsgütern durch das Rote Kreuz in Mosambik.

Bild: SRK/PD

Die Coronakrise habe inzwischen die ganze Welt ergriffen. Je schlechter ausgebaut das öffentliche Gesundheitssystem eines Landes sei, umso schwerwiegendere Auswirkungen seien von der Pandemie zu erwarten, wird in der Mitteilung die Spende begründet. Das Schweizerische Rote Kreuz und Terre des Hommes Schweiz engagieren sich in verschiedenen Ländern im Kampf gegen die weitere rasche Ausbreitung des Coronavirus.

Die Organisationen führen Informations- und Präventionskampagnen durch. Zudem werden Seifen verteilt und wird der Zugang zu sauberem Wasser sichergestellt. Beides als Grundlagen für die Umsetzung von Hygienemassnahmen. Das Schweizerische Rote Kreuz bildet zudem Freiwillige aus und beschafft Schutzausrüstungen.

Mittwoch, 1. April - 14:04 Uhr

«Bike to work» vom Frühsommer auf den Herbst verschoben: Anmeldungen sind weiterhin möglich

(pd/vre) Pro Velo Schweiz geht davon aus, dass der Alltag weiter vom Coronavirus und den Massnahmen zu seiner Eindämmung geprägt sein wird. Deshalb hat der Verkehrsverband entschieden, «Bike to work» auf den Herbst zu verschieben. An der grössten nationalen Velo- und Gesundheitsaktion nahmen in den vergangenen Jahren immer auch viele St.Galler Unternehmen teil.

Die «Bike to work»-Challenge 2020 findet damit statt im Mai und Juni neu im September und Oktober statt. Die Verschiebung betrifft schweizweit über 75'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus rund 2'400 Betrieben. Das Anmeldeportal bleibt nach wie vor offen und Unternehmen können sich weiterhin anmelden.

In Berlin wird von den Behörden aktiv fürs Velofahren als Mittel gegen die Verbreitung des Coronavirus geworben.

In Berlin wird von den Behörden aktiv fürs Velofahren als Mittel gegen die Verbreitung des Coronavirus geworben.

Bild: Alexander Becher/EPA
(27.3.2020)

Pro Velo macht auch darauf aufmerksam, dass derzeit unter Einhaltung der Empfehlungen des Bundes Velo gefahren werden darf. Dabei sollte man volle Velowege meiden sowie nur alleine oder mit Personen aus dem engen Umfeld unterwegs sein. Velo fahren helfe beim Social Distancing, indem damit der öffentliche Verkehr entlastet und das Risiko gesenkt werde, den Virus zu verbreiten, heisst es in der Pro-Velo-Mitteilung.

Mittwoch, 1. April - 13:38 Uhr

Blumenwiese auf dem Lindeli: Für eine grössere Naturvielfalt, aber auch fürs Auge der Spaziergänger

Der Wiesenstreifen unter der schwarzen Folie soll schon diesen Sommer bunt blühen.

Der Wiesenstreifen unter der schwarzen Folie soll schon diesen Sommer bunt blühen.

Bild: Marlen Hämmerli (31.3.2020)

(mha/vre) Das Lindeli, der Aussichtspunkt zwischen Wolfganghof und Bruggen, soll blumiger werden. Stadtgrün, das ehemalige Gartenbauamt, ist daran, dort eine Blumenwiese anzulegen. Dafür wurde im vergangenen Herbst ein Streifen am Hang mechanisch bearbeitet und mit einer schwarzen Folie abgedeckt. Darunter stirbt nun über den Winter die bisherige, artenarme Wiese ab, wie eine Info-Tafel vor Ort erklärt.

Eine Info-Tafel erklärt, wie es bald einmal auf dem Lindeli aussehen soll.

Eine Info-Tafel erklärt, wie es bald einmal auf dem Lindeli aussehen soll.

Bild: Marlen Hämmerli (31.3.2020)

Diesen Frühling nun wird die Folie entfernt und eine Mischung mit einheimischem Blumensamen ausgebracht. Daraus soll sich in den nächsten Jahren eine Blumenwiese entwickeln. Das dauert seine Zeit, weil sich die Pflanzengesellschaft «einpendeln» muss. Verschiedene Arten blühen auch erst im zweiten Jahr nach der Ansaat, andere, denen die Lage nicht passt, verschwinden rasch wieder.

Mit der Blumenwiese will Stadtgrün nicht nur das Auge der Spaziergänger auf dem Lindeli erfreuen; das ist ein willkommener Nebeneffekt. Mit der Massnahme soll vielmehr die Pflanzenvielfalt erhöht werden. Und dank der vielfältigeren Flora soll die künftig extensiv gepflegte, also nur noch zwei- bis dreimal im Jahr gemähte Wiese auch als Lebensraum für mehr Insekten und Spinnen taugen.

Mittwoch, 1. April - 11:55 Uhr

Kantonspolizei zur Corona-Sicherheitslage: Jugendliche gebüsst, Geschäfte kontrolliert und sechs Streitigkeiten geschlichtet

(kapo/vre) Von Dienstag- bis Mittwochmorgen hat die Kantonspolizei St.Gallen wiederum 22 Einsätze in Zusammenhang mit den Anti-Corona-Vorgaben des Bundesrats geleistet. In erster Linie handelte es sich um Kontrollen von Gruppen im öffentlichen Raum und in Geschäften.

In einem Fall wurde gemäss Mitteilung eine Gruppe Jugendlicher gebüsst, weil sie sich nicht an die Regeln halten wollte. Im zwischenmenschlichen Bereich musste von Dienstag auf Mittwoch kantonsweit sechs Mal interveniert werden. Einbrüche waren keine zu verzeichnen.

Blick ins Manor-Kaufhaus auf der St.Galler Webersbleiche am Anfang der Corona-Krise: Non-Food-Bereiche sind abgesperrt, Lebensmittel dürfen im Untergeschoss aber verkauft werden. Nicht in allen Geschäften sind die Verhältnisse so klar wie hier.

Blick ins Manor-Kaufhaus auf der St.Galler Webersbleiche am Anfang der Corona-Krise: Non-Food-Bereiche sind abgesperrt, Lebensmittel dürfen im Untergeschoss aber verkauft werden. Nicht in allen Geschäften sind die Verhältnisse so klar wie hier.

Bild: Reto Voneschen (17.3.2020)

Viermal mussten Kantonspolizisten kleinere Gruppen auf die geltenden Regeln aufmerksam gemacht werden. Kontrollen in Geschäften zeigten gemäss Mitteilung, dass Nachholbedarf bei der Absperrung gewisse Produktekategorien da ist. Ausdrücklich wird in der Mitteilung der Kapo hervorgehoben, dass ihre Angehörigen im Einsatz meist «freundliche Zusammenarbeit» erlebten und vielerorts auch auf Verständnis stiessen. 

Mittwoch, 1. April - 11:33 Uhr

Vogelspital im Naturmuseum St.Gallen: Der Betrieb ist bis Ende 2022 gesichert, jetzt wird ein Betreuer gesucht

(sk/vre) Die Wildvogelpflegestation im Naturmuseum St.Gallen kann definitiv weiter betrieben werden. Die Stiftung, die Trägerin der Einrichtung ist, hat die bis Ende 2022 dafür nötigen Finanzen mit Hilfe von Gönnern, Spenden und Leistungsaufträgen auftreiben können. Die Suche nach Mitteln zur Sicherung der langfristigen Zukunft des Vogelspitals soll anlaufen, sobald die Pflegestation wieder in Betrieb ist.

Christian Müller, der langjährige, inzwischen zurückgetretene Chef der St.Galler Wildvogelpflegestation, mit einem jungen Kauz in den Räumen im Naturmuseum.

Christian Müller, der langjährige, inzwischen zurückgetretene Chef der St.Galler Wildvogelpflegestation, mit einem jungen Kauz in den Räumen im Naturmuseum.

Bild: Michel Canonica (10.5.2017)

Was jetzt noch fehle, sei ein Fachmann oder eine Fachfrau für die Leitung und den Betrieb der Einrichtung, heisst es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch. Die Vogelpflegestation im Naturmuseum pflegt Wildvögel, die im nördlichen Kantonsteil, insbesondere in Stadt und Region St.Gallen, krank oder verletzt aufgefunden werden. Ziel ist, die Tiere nach ihrer Genesung wieder auszuwildern. Weitere Aufgaben der Einrichtung sind Beratung und Information von Öffentlichkeit und Schulen über Vögel.

Dienstag, 31. März - 20:50 Uhr

Am Dienstag auf dem Gallusplatz: Endlich doch noch einen richtigen Schneehaufen gefunden

Momentaufnahme. Diesen Winter sind sie wirklich nicht auf ihre Kosten gekommen, die Schneeräumer der Stadt St.Gallen. Immerhin hat der im Bild am Dienstag auf dem Gallusplatz endlich einen Schneehaufen gefunden, den es sich zu attackieren lohnt.

Momentaufnahme. Diesen Winter sind sie wirklich nicht auf ihre Kosten gekommen, die Schneeräumer der Stadt St.Gallen. Immerhin hat der im Bild am Dienstag auf dem Gallusplatz endlich einen Schneehaufen gefunden, den es sich zu attackieren lohnt. 

Bild: Peter Hummel 
Dienstag, 31. März - 18:13 Uhr

Stadtpolizist erschiesst einen verletzten Dachs nahe dem Klosterbezirk

(sab) Drei Schüsse zerreissen am Dienstag, kurz nach 17 Uhr, die Ruhe in der St.Galler Innenstadt. Abgefeuert hat sie ein Stadtpolizist bei einem ungewöhnlichen Einsatz. Laut Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei, habe eine Passantin der Polizei von einem vermutlich angefahrenen Dachs an der Berneggstrasse – oberhalb des Hotels Einstein – berichtet. Vor Ort fanden die ausgerückten Einsatzkräfte in einem Vorgarten den Dachs.

Das Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei am Dienstagnachmittag an der Berneggstrasse.

Das Einsatzfahrzeug der Stadtpolizei am Dienstagnachmittag an der Berneggstrasse. 

Bild: Sandro Büchler

Der Polizist habe das Tier «angestupft», dieses sei aber nicht geflüchtet. «Das ist laut Fachleuten im Ressort Tierschutz innerhalb der Stadtpolizei kein normales Verhalten bei einem Dachs», sagt Widmer. Laut dem Stapo-Sprecher habe der Dachs keine äusserlich sichtbaren Verletzungen aufgewiesen. Daher vermutet er, dass das Tier innere Verletzungen erlitten habe oder krank gewesen sei und sich deshalb selbst bei Tageslicht nicht versteckt habe. 

In Absprache mit dem Tierschutz habe man das Tier deshalb von seinem Leid erlöst. Der Stadtpolizist tötete den Dachs aus einer Entfernung von rund fünf Metern mit drei Schüssen. Eine Polizistin legte das Tier in einen schwarzen Sack und entsorgte es anschliessend fachgerecht. Laut Dionys Widmer wird die Stadtpolizei pro Jahr zu rund fünf bis zehn Fällen gerufen, bei denen ein krankes oder verletztes Tier von seinem Leid erlöst werden muss. Ein verletzter Dachs in der Innenstadt komme dabei aber nicht häufig vor.