ST.GALLER STADT-TICKER
«De schnellscht Gossauer» abgesagt +++ Lob für «Stägestadt» +++ Rauch an der Winkelriedstrasse +++ Ein Wochenende für die Badi

Stets aktuell informiert über die Geschehnisse in der Stadt St.Gallen und der Umgebung: In unserem Stadt-Ticker finden Sie einen bunten Mix an News und unterhaltsamen Geschichten.

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Donnerstag, 17. Juni - 18:33 Uhr

«De schnellscht Gossauer» findet nicht statt: Coronaregeln können nicht eingehalten werden und sind zu teuer

(pd/vre) Die 37. Austragung des Sportwettkampfs «De schnellscht Gossauer» hätte am 5. September stattfinden sollen. Das OK des Turnvereins Gossau hat nun aber gemäss Mitteilung vom Donnerstag entschieden, den Traditionsanlass für dieses Jahr abzusagen. Die wegen der Coronapandemie geltenden Schutzvorschriften könnten teilweise nicht eingehalten werden, teilweise seien sie aber auch mit zu hohen Kosten verbunden, begründet das OK:

«Die aktuelle Situation lässt es nicht zu, den geselligen Anlass stimmig umzusetzen.»

Das Organisationskomitee bedauere diesen Entscheid, heisst es in der Mitteilung weiter. Es freue sich jetzt schon darauf, den beliebten Anlass im kommenden Jahr unter hoffentlich besseren Bedingungen wieder durchführen zu können.

Donnerstag, 17. Juni - 18:15 Uhr

Projekt Stägestadt ausgezeichnet – und das Programm für den nächsten Stägetag steht auch schon

(pd/vre) Die «Stägestadt» hat diesen Frühling beim Wettbewerb «Flâneur d'Or – Fussverkehrspreis Infrastruktur» gepunktet. Das St.Galler Projekt wurde mit einer Erwähnung geehrt. Insgesamt waren 43 Projekte für den Wettbewerb 2020 eingereicht worden. Vergeben wurden ein Hauptpreis, sieben Auszeichnungen und zwei Erwähnungen. Eine der Letzteren ging eben an die «Stägestadt».

Einer der Austragungsorte des alljährlichen Stägestadt-Tages ist die Gesstreppe am Dreilindenhang. Hier finden etwa auch musikalische und literarische Darbietungen statt.

Einer der Austragungsorte des alljährlichen Stägestadt-Tages ist die Gesstreppe am Dreilindenhang. Hier finden etwa auch musikalische und literarische Darbietungen statt.

Bild: Ralph Ribi
(18.7.2019)

Sie wurde von der Jury unter den Stichworten Kreativität, Privatinitiative und Übertragbarkeit auf andere Ortschaften gelobt. Das Projekt Stägestadt sei «eine originelle Verbindung von Zufussgehen mit Bewegungsförderung, Kunst, Kultur und vielem mehr». Nicht in die Kränze kam angesichts der grossen Konkurrenz beim «Flâneur d’Or» ein anderes Projekt aus St.Gallen: die Neugestaltung der mittleren und nördlichen Altstadt.

Stägestadt-Tag

Programm ist bereits komplett

(pd/vre) Hauptanlass des Projektes Stägestadt ist der Stägestadt-Tag. Zum vierten Mal findet er voraussichtlich diesen Herbst, am 5. September, statt. Das Programm sei komplett, heisst es dazu im aktuellen Newsletter. Man dürfe sich freuen - auf Musikalisches (etwa auf Femi Luna und Joshua Broger), auf Literarisches (unter anderem mit Bruno Riedl und Ralph Weibel) und auf Modisches (mit einer Kleiderpräsentation). Neben den Darbietungen auf der Gesstreppe am Dreilindenhang ist ein Ausdauerlauf, eine Treppenführung und ein Familienprogramm geplant. Das detaillierte Programm findet sich im nächsten «Stägestadt»-Newsletter, der Mitte August erscheinen soll.

Das Projekt Stägestadt erinnert an die Tatsache, dass St.Gallen eine richtige Stägestadt ist: Rund 13’000 Stufen zählen die öffentlichen Treppen, die die Talsohle mit den Anhöhen links und rechts verbinden. Das Projekt will Einheimischen wie Touristinnen und Touristen diese Treppen als unauffällige Wahrzeichen der Stadt näher bringen. Sie sollen dazu verleitet werden, sie zu erkunden und auch sportlich zu nutzen.

Donnerstag, 17. Juni - 17:45 Uhr

Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung: Mit dem Gross-Ventilator den Rauch aus Treppenhaus und Wohnung geblasen

Rauch über einem Mehrfamilienhaus an der Winkelriedstrasse.

Rauch über einem Mehrfamilienhaus an der Winkelriedstrasse.

Leserbild

(chs) Am Donnerstag, kurz nach 16 Uhr, ist die Berufsfeuerwehr St.Gallen an die Winkelriedstrasse am westlichen Rosenberg ausgerückt. Grund für den Alarm war starke Rauchentwicklung in der Küche einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses.

Die Feuerwehr mit ihrem grossen Ventilator an der Winkelriedstrasse.

Die Feuerwehr mit ihrem grossen Ventilator an der Winkelriedstrasse.

Leserbild

«Im Bereich der Küche war ein Feuer mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen», sagt Stapo-Mediensprecher Dionys Widmer. Die Aufgabe der Feuerwehr habe nach dem Löschen denn auch vor allem darin bestanden, diesen Rauch mittels eines mobilen Gross-Ventilators aus dem Treppenhaus und der Wohnung zu blasen.

Bewohnerinnen und Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten während des Lösch- und Entrauchungseinsatzes in ihren Wohnungen bleiben. In der Wohnung, in welcher der Mottbrand ausgebrochen war, hatten sich zur Zeit des Einsatzes keine Personen befunden. Hingegen musste eine Person, die im Treppenhaus Reinigungen ausführte, auf eine Rauchgasvergiftung untersucht werden. Die Winkelriedstrasse war während der Zeit des Einsatzes gesperrt. Die Kantonspolizei führt die Ermittlungen zur Brandursache.

Donnerstag, 17. Juni - 17.30 Uhr

Am Wochenende wird's schön und heiss: Ab in die Badi!

(vre) Die Wetterfrösche im Internet sind sich über die Entwicklung der kommenden fünf Tage ziemlich einig: Bis und mit Sonntag ist mit sonnigem und heissem Wetter zu rechnen. In der Nacht von Freitag und Samstag sowie vom späten Sonntagnachmittag an ist allerdings mit Gewittern zu rechnen. Die Höchsttemperaturen liegen von Donnerstag bis Sonntag zwischen 27 und 29 Grad Celsius.

Die neue Woche allerdings soll in Stadt und Region St.Gallen unbeständig und regnerisch starten. Am Montag rechnen die Wetterfrösche im Internet zwar noch mit Höchsttemperaturen von 21 bis 22 Grad, am Dienstag sollen sie zwischen 17 und 19 Grad liegen. An beiden Tagen wird die Sonne häufig von Wolken verdecktn, zudem soll es immer wieder regnen. Also geniessen wir das bevorstehende Sommerwochenende; ein Sprung ins kühle Nass am See oder in einer Badi dürfte fast schon obligatorisch sein. Die Wassertemperaturen stehen dem jedenfalls nicht mehr im Weg:

Wassertemperaturen Freibäder Stadt und Region St.Gallen

Stand: 17. Juni 2021, 17 Uhr
Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld 25
Freibad Rotmonten 24
Familien- und Frauenbad Dreilinden 22
Gemeinschaftsbad Mannenweier 23
Schwimmbad Arbon
Becken 25
See 24,7
Schwimmbad Waldstatt 25,5
Badhütte Rorschach 20,9
Freibad Gossau 24
Donnerstag, 17. Juni - 16:59 Uhr

Eine Erdhöhle als Kinderstube

Leserbild. Ueli Bächtold fotografierte eine Wasseramsel, die ihre Jungen in einer Höhle in einer Felswand über der Sitter bei St.Gallen aufzieht.

Leserbild. Ueli Bächtold fotografierte eine Wasseramsel, die ihre Jungen in einer Höhle in einer Felswand über der Sitter bei St.Gallen aufzieht.

Donnerstag, 17. Juni - 16:30 Uhr

Die grosse Bibliothek in der «Union»: In einer Woche wird das Siegerprojekt vorgestellt - Präsentation ist öffentlich

(SK/vre) Kanton und Stadt St.Gallen wollen im Geschäftshaus Union und auf dem benachbarten Blumenmarkt eine neue Bibliothek bauen. Sie ist provisorisch in der alten Hauptpost am Bahnhofplatz untergebracht. Der Architekturwettbewerb für das neue Bibliotheksgebäude am Marktplatz ist abgeschlossen. Das Resultat wird gerade auch in der Stadt mit Spannung erwartet. Dies, weil es baulich zwischen der neuen Bibliothek und der in Vorbereitung stehenden Neugestaltung des Marktplatzes viele Bezugspunkte gibt.

Das Union-Gebäude soll für die grosse Bibliothek umgebaut und auf den davor liegenden Blumenmarkt ein dazu passender Neubauteil gestellt werden.

Das Union-Gebäude soll für die grosse Bibliothek umgebaut und auf den davor liegenden Blumenmarkt ein dazu passender Neubauteil gestellt werden.

Bild: Urs Bucher
(7.5.2019)

Vorgestellt wird das Siegerprojekt am nächsten Mittwoch, 19 Uhr. Die Präsentation wird live ins Internet übertragen und ist damit öffentlich zugänglich. Via Chat wird es gemäss Mitteilung der Staatskanzlei sogar möglich sein, den Fachleuten direkt Fragen zu stellen. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Anschluss auf der Homepage mit den Infos über die neue Bibliothek aufgeschaltet. Pläne und Modelle der 29 Projekte, die für den Architekturwettbewerb eingereicht wurden, werden vom 24. Juni bis 3. Juli in der Hauptpost ausgestellt.

Am Standort Union/Blumenmarkt am St.Galler Marktplatz soll eine neue Bibliothek für den Kanton und die Stadt St.Gallen entstehen. Im März 2020 starteten Kanton und Stadt St.Gallen sowie Helvetia-Versicherungen als Eigentümerin der «Union» den Architekturwettbewerb. Aus 29 Projekten hat die Wettbewerbsjury ausgewählt. Regierungsrätin Laura Bucher, Stadtrat Markus Buschor und Kantonsbaumeister Michael Fischer stellen der Bevölkerung dieses Siegerprojekt in einer Woche im Internet vor.

Donnerstag, 17. Juni - 13:47 Uhr

Pfadi St.Martin will sich ein neues Heim bauen: Im Wolfganghof ist dafür ein Grundstück vorhanden, jetzt wird Geld für den Neubau gesammelt

(pd/vre) Das Pfadiheim an der Kreuzung Haggen-, Ober- und Wolfgangstrasse ist über Bruggen hinaus wegen der hier stattfindenden öffentlichen Quartierveranstaltungen bekannt. Die Pfadi St.Martin wollen die Baracke gemäss Mitteilung in den nächsten Jahren durch einen Neubau auf einem Grundstück am Rand des Schlösslihangs ersetzen. Finanzen dafür werden über ein Crowdfunding gesucht. Es hat die Schwelle von 50'000 Franken bereits um 7'000 Franken überschritten und wird noch 13 Tage fortgesetzt. Ziel ist es, bis Ende der Frist 80'000 Franken zu sammeln.

Die Baracke des heutigen Pfadiheims St.Martin an der Kreuzung Haggen-, Ober- und Wolfgangstrasse in Bruggen.

Die Baracke des heutigen Pfadiheims St.Martin an der Kreuzung Haggen-, Ober- und Wolfgangstrasse in Bruggen.

Bild: PD

Das alte Pfadiheim ist über 40 Jahre alt. Entpsrechend ist sein baulicher Zustand. Der Baurechtsvertrag mit der Stadt am bisherigen Standort läuft zudem aus. Der Heimverein der Pfadi St.Martin arbeitet seit fünf Jahren an der Verwirklichung eines Ersatzes. Eine Machbarkeitsstudie hat aufgezeigt, dass ein Neubau gegenüber dem heutigen Standort auf einer Randparzelle am Schlösslihang erstellt werden kann. Das Areal gehört der Stadt; die Baurechtsverträge sind in Arbeit. Wenn die Finanzen zusammenkommen, soll das neue Pfadiheim im Frühling 2023 bezogen werden.

So soll das neue Pfadiheim St.Martin neben dem Schlösslihang dereinst aussehen.

So soll das neue Pfadiheim St.Martin neben dem Schlösslihang dereinst aussehen.

Bild: PD (1.5.2021)

Die Bauarbeiten starten gemäss Mitteilung allerdings erst, wenn die Finanzierung steht. Und dafür ist die Pfadi St.Martin als ehrenamtliche Jugendorganisation auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung, durch Stiftungen, Verbände und Unternehmen angewiesen. Die Pfadi will mit dem neuen Heim «auch künftig ihre Rolle als wichtiger Bestandteil der Jungendarbeit im Einzugsgebiet der Quartiere Bruggen und Winkeln» spielen. Dieses Ziel anerkennen auch die beiden Landeskirchen: Sie haben bereits Unterstützung zugesagt.

Informationen zum neuen Pfadiheim gibt's auf der Homepage der Pfadi St.Martin. Das Crowdfunding findet ebenfalls im Internet statt.

Donnerstag, 17. Juni - 12:59 Uhr

37 neue Jägerinnen und Jäger: Mit Theorieprüfung Ausbildung beendet

(SK/vre) 74 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten, die Mitte Juni zur St.Galler Jagdprüfung angetreten sind, haben diese bestanden. Das sei ein durchschnittliches Resultat, heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Donnerstag. Coronabedingt musste auf eine Prüfungsfeier ausnahmsweise verzichtet werden. Die 37 erfolgreichen Jungjägerinnen und Jungjäger erhielten den Jagdfähigkeitsausweis direkt nach der Prüfung.

Ein Jäger unterwegs im Stadtsanktgaller Jagdrevier Schaugen-Guggeien.

Ein Jäger unterwegs im Stadtsanktgaller Jagdrevier Schaugen-Guggeien.

Bild: Benjamin Manser (12.10.20217)

Die Ausbildung zur Jägerin oder zum Jäger dauert zwei Jahre. Nach dem Bestehen der Waffenhandhabungs- und Schiessprüfung im Jahr 2019 besuchten die Kandidatinnen und Kandidaten vier obligatorische Kurstage und mehr als 20 freiwillige Abendkurse. Viele von ihnen arbeiteten zusätzlich in Lerngruppen und begleiteten ausserdem erfahrene Jägerinnen und Jäger bei der Arbeit. Die theoretische Jagdprüfung war jetzt gemäss Mitteilung der Schlusspunkt.

Die Coronapandemie hat die Jagdausbildung stark verändert. 2020 wurden wegen des Virus alle Prüfungen und Ausbildungen eingestellt. Fortgesetzt wurden sie im Winter unter veränderten Rahmenbedingungen mehrheitlich online. Mit der theoretischen Jagdprüfung 2021 wurden erstmals Kandidierende geprüft, die die Ausbildung mit dem nationalen Basislehrmittel «Jagen in der Schweiz – Auf dem Weg zur Jagdprüfung» absolviert haben. Damit wird eine einheitliche Ausbildung und Prüfung für Jägerinnen und Jäger über Kantonsgrenzen hinaus angestrebt.

Donnerstag, 17. Juni - 11:16 Uhr

Jetzt geht's um die Teilnahme am Schweizer Cup 2021/22: Der SC Brühl tritt am Freitag in der Cup-Quali gegen Juventus an

(fm/vre) Der SC Brühl ist noch nicht ganz durch mit der Saison 2020/21: In der Cup-Qualifikation muss er zu Hause gegen YF Juventus aus Zürich antreten. Das Spiel findet morgen Freitag, 20.15 Uhr, im Paul-Grüninger-Stadion statt. Dazu sind 300 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.

Heiss war es nicht nur beim letzten Spiel in Cham. Auch gegen YF Juventus dürfte es am Freitagabend heiss und hitzig werden.

Heiss war es nicht nur beim letzten Spiel in Cham. Auch gegen YF Juventus dürfte es am Freitagabend heiss und hitzig werden.

Bild: SCB

Unter die ersten drei der Promotion League hätte es der SC Brühl in der Meisterschaft schaffen müssen, um sich direkt für die erste Cup-Hauptrunde qualifizieren zu können. Es reichte dann aber nur für Platz sieben. Damit gibt es den Zwischengang gegen einen Konkurrenten aus der gleichen Liga. Es ist dies YF Juventus aus Zürich, welches in der Tabelle der Promotion League schlechter platziert ist, weshalb den Brühlern ein Heimspiel zugestanden wurde.

Ein nachdenklicher Heris Stefanachi nach dem Spiel gegen Cham.

Ein nachdenklicher Heris Stefanachi nach dem Spiel gegen Cham.

Bild: SCB

Vor dem Spiel lassen sich kaum Prognosen zu den Siegeschancen anstellen, da der Cup bekanntlich nach eigenen Gesetzmässigkeiten funktioniert. Doch die aktuelle Form der Kronen spricht nicht für sie. Vor zwei Wochen gingen sie gegen die Basler U21 sang- und klanglos mit 0:5 unter, letzten Samstag in Cham gab' sogar eine 0:6-Niederlage. Die Motivation sollte allerdings bei allen Spielern am Freitag stimmen, geht es jetzt doch direkt um die Cup-Teilnahme.

Mit dem Spiel gegen YF Juventus beendet auch Trainer Heris Stefanachi seine Zeit beim SC Brühl. Nach zweieinhalb Jahren in der Ostschweiz wechselt er im Sommer zur U18 der Grasshoppers. Der Zufall will es, dass Stefanachi im November 2018 seinen Einstand bei Brühl gegen Juventus gab. Er ging damals mit einem 2:1-Sieg vom Platz. Stefanachi wird alles daransetzen, beim SC Brühl mit einem Sieg am Freitag in guter Erinnerung zu bleiben. Dazu wäre ihm zu wünschen, dass der eine oder andere verletzte Spieler wieder einsatzbereit ist: Zum nicht gloriosen Saisonende trugen zuletzt 14 Absenzen sicher auch ihren Teil bei.

Donnerstag, 17. Juni - 9:10 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: 14 Neuansteckungen, ein Todesfall

(SK/mas) Der Kanton St.Gallen meldet für die vergangenen 24 Stunden 14 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Insgesamt liegt die Anzahl der laborbestätigten Infektionen innerhalb des Kantons damit bei 42'709. Der Kanton meldet einen weiteren Todesfall. Insgesamt sind 713 Personen im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.
Auf der Intensivstation werden Stand Mittwoch drei Covid-19 Patienten behandelt, zwei davon mit Beatmung. Insgesamt sind 15 Covid-19 Patienten im Spital.

Donnerstag, 17. Juni - 0:53 Uhr

Nach dem Sieg der Squadra Azzurra gegen die Schweiz: Einige hundert italienische Fussballfans feiern in der St.Galler Innenstadt

(vre/sab) Laut, etwas chaotisch und um Mitternacht ziemlich schlagartig endend haben in der Mittwochnacht in der St.Galler Innenstadt italienische Fussballfans den Sieg ihrer Mannschaft gegen die Schweiz gefeiert. Alles in allem waren einige hundert Personen friedlich unterwegs - viele hupend im Auto, einige auf Vespas und erfreulich viele zu Fuss. Im Grün-Weiss-Roten-Freudentaumel waren ganz vereinzelt auch Schweizer Fans in Leibchen der Fussball-Nati und mit der Schweizer Fahne unterwegs.

Gefeiert wurde der Sieg der Squadra Azzurra in der Mittwochnacht im Auto,...
14 Bilder
...auf der Vespa und...
...erfreulich zahlreich auch zu Fuss.
Motorisierter Fahnenwald auf der Poststrasse.
Der Nachwuchs im Trikot der Squadra Azzurra im Public Viewing auf der Terrasse des «News».
Hand in Hand und mit den italienischen Farben auf der Poststrasse. Kurzzeitig kam der Verkehr im Bahnhofsquartier nur noch stockend vorwärts. Davon betroffen waren auch Busse und Postautos.
Langsamer trifft am Schibenertor auf motorisierten Fanverkehr.
Motorisierter Fahnenkorso auf dem Oberen Graben.
Am Schibenertor wird die Abzweigung zum Marktplatz geschlossen, damit der ÖV hier ungestört rollen kann.
Fans jubeln auf der Fussgängerinsel vor der «Union» am Schibenertor.
Posieren für den Fotografen.
Sogar die Fahrzeuge sind italienisch: links eine Vespa, rechts die italienische Automarke schlechthin.
Italienische Freude pur über das verdiente 3:0 gegen die Schweiz.
Die laue Sommernacht macht's möglich: Fanjubel im Cabrio.

Gefeiert wurde der Sieg der Squadra Azzurra in der Mittwochnacht im Auto,...

Bild: Reto Voneschen (16.6.2021)

Der Beginn des Freudenfestes im Stadtzentrum war eher verhalten. Am Schibenertor zogen nach Spielschluss nur ein knappes Dutzend Autos hupend und in einigen wenigen Fällen mit italienischen Flaggen geschmückt, ihre Runden. Erst nach und nach gesellten sich weitere Fahrzeuge und auch Fans zu Fuss dazu. Nach 23 Uhr begann der Verkehr auf dem Rundkurs Schibenertor, Bahnhofstrasse, Schützengasse, Broderbrunnen und Oberer Graben zu stocken. Im Stau blieben kurzzeitig auch ein Zug der Appenzeller Bahnen und diverse Busse und Postautos stecken.

Der Hupkorso endete kurz nach Mitternacht ziemlich schlagartig. Die Fans zu Fuss liefen auseinander, die Zahl der kreisenden Autos nahm ab, weil immer mehr davon hupend Richtung ihrer Wohnquartiere verschwanden. Im Bahnhofsquartier ging's zwar zwischen Spielende und Mitternacht laut und etwas hektisch zu und her, die Stimmung blieb aber friedlich. Die Stadtpolizei war am Mittwochabend in der Innenstadt stark präsent. Unter anderem sperrte sie nach einiger Zeit die Zufahrt zum Marktplatz, damit der ÖV dort rollen konnte. Neben dem Auflösen einiger kleinerer Staus hatte sie kaum Arbeit mit den feiernden Fans.

Mittwoch, 16. Juni - 19:39 Uhr

Noch ein Wechsel im St.Galler Stadtparlament: Andrea Scheck geht, Miriam Rizvi rutscht auf der Juso-Liste nach

(pd/vre) Die Amtsdauer 2021 bis 2024 des St.Galler Stadtparlaments ist noch kein halbes Jahr alt und schon hagelt es vorzeitige Rücktritte. Nach zwei SP-Männern, zwei CVP-Frauen und einem FDP-Mann gibt nun auch Andrea Scheck ihren Rücktritt aus dem Parlament nach der Rechnungssitzung vom 6. Juli bekannt. Sie möchte sich künftig auf das Kantonalpräsidium der SP konzentrieren. Für sie rückt Klimaaktivistin Miriam Rizvi ins Parlament nach.

Andrea Scheck tritt im Juli aus dem Stadtparlament zurück.

Andrea Scheck tritt im Juli aus dem Stadtparlament zurück.

Bild: PD/Ueli Baechtold

Andrea Scheck ist derzeit die einzige Kandidatin fürs Präsidium der SP des Kantons St.Gallen. Ihre Wahl zur Nachfolgerin von Max Lemmenmeier am Parteitag von Ende Juni ist unbestritten. Um eine Doppelbelastung und einen Interessenkonflikt zwischen Stadt- und Kantonalpartei zu vermeiden, aber auch um den Weg «für die jüngere Generation frei zu machen», legt die 28-Jährige ihr Stadtparlamentsmandat im Juli nieder.

Für Andrea Scheck nimmt Miriam Rizvi für dieJuso im Parlament Einsitz.

Für Andrea Scheck nimmt Miriam Rizvi für dieJuso im Parlament Einsitz.

Bild: PD

Scheck war gemäss Mitteilung vom Mittwoch m Sommer 2016 als Ersatz für Monika Simmler auf den Juso-Sitz in der städtischen Legislative nachgerutscht. Ihre Schwerpunkte lagen bei Gleichstellungsfragen und dem Kampf gegen die Klimakrise. Vor allem ihr Vorstoss für die Gratisabgabe von Menstruationsartikeln durch die Stadt trugen ihr viel mediale Aufmerksamkeit ein.

Mit der Parlamentssitzung vom 24. August rückt für Andrea Scheck Miriam Rizvi als erstes Ersatzmitglied auf der Juso-Liste vom vergangenen Herbst nach. Die 20-jährige Schülerin ist in der Klimabewegung engagiert und vertritt dort seit Jahren die Anliegen der Jugendlichen. Sie will im Parlament «die konsequente linke und laute Linie der Juso» weiterführen.

Mittwoch, 16. Juni - 17:10 Uhr

Werbeaktion für die National Summer Games 2022 in St.Gallen

(pd/mbu) 15 Velofahrerinnen und Velofahrer mit einer geistigen Beeinträchtigung fahren zwischen dem 18. und 26. Juni von Villars sur Ollon nach St.Gallen. Sie machen mit dieser Aktion auf die National Summer Games von Special Olympics aufmerksam, die Mitte 2022 in St.Gallen stattfinden, wie die Organisatoren in einer Mitteilung schreiben.

Die National Games sind die jeweils grösste Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. In einem Jahr werden in der Gallusstadt 1800 Athletinnen und Athleten erwartet, die in 14 Sportarten Wettkämpfe bestreiten. Mit dem Motto «St.Gallen mit allen» wollen sich die Veranstalter für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft und im Sport einsetzen.

Die Sportlerinnen und Sportler vor ihrer Tour de Suisse.

Die Sportlerinnen und Sportler vor ihrer Tour de Suisse.

Bild: PD

Am Ort der letzten National Winter Games – Villars sur Ollon – starten Velofahrerinnen und Velofahrer ihre Promotour für die nächsten Summer Games. Unterwegs treffen sie Athletinnen und Athleten von anderen Sportgruppen sowie Institutionen und animieren sie, am Sportevent dabei zu sein. Die Strecke führt der Rhone und dem Rhein entlang, vorbei an vielen Seen und mitten durch die Alpen, von Villars sur Ollon bis nach St.Gallen.

Insgesamt werden die Sportlerinnen und Sportler 485 Kilometer zurücklegen, 7882 Höhenmeter überwinden und rund 55 Stunden auf dem Sattel verbringen. Kurz vor der grossen Reise seien alle 15 Athletinnen und Athleten Feuer und Flamme für das Vorhaben, heisst es in der Mitteilung weiter. «Alle freuen sich darauf, Neues zu entdecken, durch die schöne Natur zu fahren und unterwegs für die Special Olympics National Games aufmerksam zu machen, die in einem Jahr in ihrer Heimat stattfinden.»

Mittwoch, 16. Juni - 16:12 Uhr

ARA St.Gallen-Hofen gewinnt Infrawatt-Innovationspreis 2021

(pd/woo) Der Verein Infrawatt, der sich für die Energienutzung aus Abwasser, Abfall, Abwärme und Trinkwasser einsetzt, hat die Abwasserreinigungsanlage (ARA) St.Gallen-Hofen für die Umsetzung ihrer Energiestrategie ausgezeichnet. Die Übergabe des Infrawatt-Innovationspreises fand am Dienstag in Bern statt.

Der Innovationspreis wurde in Bern übergeben.

Der Innovationspreis wurde in Bern übergeben.

Bild: PD

Die ARA St.Gallen-Hofen in Wittenbach war die erste mechanisch-biologische Kläranlage der Schweiz, wie es in einer Mitteilung der Stadt St.Gallen heisst. Schon 1917 sei, neben einer guten Reinigung der Abwässer, auch auf die Energie geachtet worden. Ebenso sei bereits früh ein Abwasserkraftwerk installiert worden. Längerfristiges Ziel war es gemäss Mitteilung jedoch, die ARA ohne das Kraftwerk energieautark zu machen und die Reinigungsleistung zu verbessern, ohne zusätzliche Biologiebecken (graue Energie) zu erstellen.

Im ersten Schritt wurden energieeffiziente neue Blockheizkraftwerke mit einer Wärmepumpe realisiert. Als zweites wurde im Zuge der Sanierung der Biologie die Lufterzeugung mit modernen Turboverdichtern ausgerüstet, was die Energieeffizienz verbesserte, heisst es weiter. Im dritten Schritt wurde mit der ETH und weiteren Ingenieur-Unternehmen eine dynamische Regelung der Biologieprozesse erarbeitet, was die Sauerstoffbelüftung verbesserte und damit den Stromverbrauch minimierte.

Zudem konnten die Lachgasemissionen auf einen Fünftel reduziert werden. Mit all diesen Massnahmen habe der Eigendeckungsgrad des Strom von 70 auf über 130 Prozent gesteigert werden können.

Die ARA St.Gallen-Hofen in Wittenbach.

Die ARA St.Gallen-Hofen in Wittenbach.

Bild: PD
Mittwoch, 16. Juni - 15:57 Uhr

Talentschule Gestaltung präsentiert Werke des letzten Schuljahres

(pd/woo) Die Schülerinnen und Schüler der Talentschule St.Gallen haben auch im vergangenen Schuljahr wieder gezeichnet, gemalt, geklebt, gedruckt, gesprüht, mit Ton und anderen Materialien gearbeitet und sich mit der Foto- und Videokamera sowie mit dem Computer vertraut gemacht. Auch mit Pizzaschachteln und Büchern wurde experimentiert, wie es in einer Mitteilung heisst. Ein weiterer Höhepunkt sei die Anwendung von Giessverfahren mit Schokolade gewesen.

Die Talentschule lädt zu einer Ausstellung ein.

Die Talentschule lädt zu einer Ausstellung ein.

Bild: PD

Am Samstag, 19. Juni, lädt die Schule nun zu einem Tag der offenen Tür ein, um die Werke zu zeigen. Die Eröffnung der Ausstellung findet von 10 bis 14 Uhr im Schulhaus Bürgli statt mit Begrüssungsworten von Monika Dorner, Abteilungsleiterin Schulen Centrum-Ost und Talentschule.

Vor Ort haben die kleinen und grossen Besucherinnen und Besucher zudem die Möglichkeit, auch selbst auszuprobieren und zu gestalten. Die Ausstellung in der Eingangshalle des Schulhauses Bürgli ist danach vom 21. Juni bis 2. Juli, jeweils Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr, frei zugänglich.

Mittwoch, 16. Juni - 15:31 Uhr

Historisches und Völkerkundemuseum lädt zum Jubiläumswochenende: Flohzirkus und Schokokuss-Wurfmaschine zum 100. Geburtstag

(pd/woo) Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen (HVM) feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag: Am Wochenende, 19. und 20. Juni, lädt das Museum nun zum Geburtstagsfest. Das Veranstaltungsprogramm ist abwechslungsreich und bunt. Die Palette reicht vom Kasperlitheater bis zum Flohzirkus, von Überraschungsführungen bis zum Wiener Café. Der Eintritt ist gemäss Mitteilung gratis.

Das Programm im Detail:

Samstag, 19. Juni

  • 11 Uhr: Führung in der Ausstellung «Klimt und Freunde» für Erwachsene
  • 13 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr: Kasperlitheater Bubu
  • 14 Uhr: Überraschungsführung im Haus für die ganze Familie
  • 15.30 Uhr: Schokokuss-Wurfmaschine im Innenhof
Seit 100 Jahren im Stadtpark: Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen.

Seit 100 Jahren im Stadtpark: Das Historische und Völkerkundemuseum St.Gallen.

Bild: PD

Sonntag, 20. Juni

  • 11 Uhr: Überraschungsführung im Haus für die ganze Familie
  • 13.30 Uhr und 15 Uhr: Flohzirkus mit Floh Hannibal und Flohzirkusdirektor Werner Amport
  • 14.30 Uhr: Führung in der Ausstellung «Klimt und Freunde» für Erwachsene
  • 15.30 Uhr: Schokokuss-Wurfmaschine im Innenhof

Durchgehend gibt es gemäss Programm ein Wiener Café, Grill, Nostalgie-Karussell (nur am Sonntag), diverse Grossspiele für die ganze Familie, Riesen-Seifenblasen, Ballonfiguren (nur am Sonntag), Rundgänge für Gross und Klein, Gesichtsbemalung für Kinder (jeweils 14 bis 16 Uhr) und Live-Musik.

Mittwoch, 16. Juni - 9:59 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: Trotz Lockerungsschritten entspannt sich die Lage weiter

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet für Dienstag 26 neue laborbestätigte Coronafälle. Die Gesamtzahl der Ansteckungen seit März 2020 liegt jetzt bei 42'695. Auch am Dienstag wurden keine weiteren Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 bleibt daher bei 712 stabil.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 15. Juni, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Dienstag, 15. Juni, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Am Dienstag, um Mitternacht, lagen im Kanton St.Gallen 15 Patientinnen und Patienten in Zusammenhang mit Covid-19 in einem Spital. Drei davon waren auf der Intensivstation - eine Person ohne und zwei Personen mit künstlicher Beatmung. Bis Dienstagabend waren gemäss den kantonalen Angaben im Internet 108'333 Personen einmal und 115'768 Personen zweimal geimpft worden; das Total der Geimpften lag damit bei 224'101.

Auch die Inzidenzwerte für den Kanton St.Gallen sind derzeit tief: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dientagabend bei 32, die 14-Tage-Inzidenz bei 91 (und damit erstmals seit längerer Zeit unter 100). Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der Fälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen jeweils hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Mittwoch, 16. Juni - 9:40 Uhr

Schnellste öffentliche Ladestation der Stadt für Elektroautos im Parkhaus des Kantonsspitals: Bis 30 Mal schneller «tanken» als zu Hause

(sk/vre) Das Kantonsspital betreibt neuerdings im Deck B0 in seinem Parkhaus «Böschenmühle» an der Steinachstrasse die derzeit schnellste Ladestation für Elektroautos in der Stadt St.Gallen. Betrieben wird sie von den Stadtwerken. An der Station mit zwei Anschlüssen können Elektroautos bis zu 30 Mal schneller «betankt» werden als an einer Heimladestation.

Die derzeit schnellste Ladestation für Elektroautosder Stadt St.Gallen im Parkhaus «Böschenmühle» des Kantonsspitals.

Die derzeit schnellste Ladestation für Elektroautosder Stadt St.Gallen im Parkhaus «Böschenmühle» des Kantonsspitals.

Bild: PD

Der Parkplatz mit der Schnellladestation ist gegen Entrichtung der Parkiergebühr öffentlich zugänglich. Der Strombezug ist kostenpflichtig und wird via Kreditkarte, Smartphone oder RFID abgerechnet. Damit besteht gemäss Mitteilung der Stadt nun auch im Osten von St.Gallen die Möglichkeit, Elektroautos zeitsparend zu betanken. An der neuen Station dauert der Ladevorgang für eine Reichweite von mindestens 150 Kilometern nur gerade eine Viertelstunde. Voraussetzung: Das Auto muss technisch für ein so schnelles Laden ausgestattet sein.

Die Stadtwerke betreiben in St.Gallen mittlerweile 60 öffentliche Ladepunkte für Elektroautos an 22 Standorten. An fünf Standorten befinden sich Schnellladestationen (Empa Lerchenfeldstrasse, Helvetia-Versicherung Dufourstrasse, TCS Zürcher Strasse, Gaiserbahnhof und neu Kantonsspital Steinachstrasse). Alle Ladepunkte sind Teil von «Ost-mobil»; der Anbieter verfügt schweizweit über rund 5'200 und europaweit über rund 60'000 Ladepunkte für Elektroautos.

Mittwoch, 16. Juni - 8.48 Uhr

Wechsel in der CVP/EVP-Fraktion des Stadtparlamentes: Helen Thoma tritt zurück, Louis Stählin rutscht nach

CVP-Stadtparlamentarierin Helen Thoma tritt Ende Juli zurück.

CVP-Stadtparlamentarierin Helen Thoma tritt Ende Juli zurück.

Bild: PD/Foto Lautenschlager

(pd/vre) Ein Zeckenbiss löst innerhalb der Fraktion von CVP und EVP im St.Galler Stadtparlament eine personelle Rochade aus: Helen Thoma (CVP) tritt per Ende Juli aufgrund anhaltender gesundheitlicher Probleme zurück. Für sie rutscht Louis Stähelin (CVP) nach. Er sass von Herbst 2019 bis Ende 2020 bereits im Stadtparlament, schaffte aber im Herbst 2020 die Wiederwahl nicht.

Louis Stähelin sitzt ab August wieder im St.Galler Stadtparlament.

Louis Stähelin sitzt ab August wieder im St.Galler Stadtparlament.

Bild: PD/Foto Lautenschlager

Grund für den Rücktritt von Helen Thoma ist gemäss Mitteilung der CVP/EVP-Fraktion ein Zeckenbiss und die damit einhergehende Übertragung des Borreliose-Bakteriums. Thoma sass rund zweieinhalb Jahr im Parlament und in dessen Werkkommission. Die Fraktion wünscht ihr in der Mitteilung baldige und nachhaltige Genesung.

Nachfolger von Thoma wird der 42-jährige Louis Stähelin. Er ist diplomierter Ingenieur ETH und als Projektleiter tätig. Er ist zudem langjähriges Mitglied des Vorstands der CVP-Stadtpartei.

Mittwoch, 16. Juni - 8:18 Uhr

Neuer Vorstoss im Stadtparlament packt heisses Eisen an: Mit Gewinnen aus Um- und Aufzonungen neue öffentliche Freiflächen schaffen

(vre) Die Fraktionen links der Mitte im St.Galler Stadtparlament spüren offenbar so etwas wie einen politischen Frühling: Nachdem am Dienstag eine Motion für ein Reglement für mehr Transparenz bei der Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskämpfen gegen bürgerlichen Widerstand überwiesen wurde, packen sie mit einer neu eingereichten Motion noch ein politisch heisses Eisen an. Die Fraktionen von SP/Juso/PFG, von Grünen/Jungen Grünen und von Grünliberalen/Jungen Grünliberalen fordern die Gewinnabschöpfung bei Um- und Aufzonungen. Das ist ein Anliegen, das von bürgerlicher Seite mit Sicherheit heftig bekämpft wird.

Ob eine Wiese landwirtschaftlich genutzt oder ob darauf gebaut werden kann, hat entscheidenden Einfluss auf ihren Wert.

Ob eine Wiese landwirtschaftlich genutzt oder ob darauf gebaut werden kann, hat entscheidenden Einfluss auf ihren Wert.

Symbolbild: Ralph Ribi (Laderen, 30.5.2006)

Werden Grundstücke neu der Bauzone zugeschlagen oder wird mit einer Aufzonung eine dichtere Bebauung ermöglicht, steigt der Wert des betroffenen Landes. Dabei kann es durchaus um grosse Beträge gehen, wie Beispiele einzelner Bauernfamilien zeigen, die durch den Verkauf von Bauland in den 1970er- und 1980er-Jahren zu Millionären wurden. Das Raumplanungsgesetz des Bundes von 2013 verlangt bei Neu-, Um- und Aufzonungen den sogenannten Mehrwertausgleich, also die mindestens teilweise Abschöpfung dabei entstehender Gewinne. Der Kanton St.Gallen hat das Instrument in seinem neuen Planungs- und Baugesetz nur für neue Einzonungen vorgesehen. Er stellt es den Gemeinden frei, weitergehende Lösungen einzuführen.

Und genau das wollen die Fraktionen von links der Mitte im St.Galler Stadtparlament. Sie fordern mit ihrer Motion den Stadtrat auf, Rechtsgrundlagen für die Gewinnabschöpfung zu schaffen und zusammen mit der Totalrevision der Bauordnung nach 2027 in Kraft zu setzen. Den Motionärinnen und Motionären schwebt dabei das Beispiel von Basel-Stadt vor: Dort wird das Instrument seit 1977 angewendet. Die Einnahmen aus der Gewinnabschöpfung bei Ein-, Um- und Aufzonungen wandert dort in einen Grünfonds, aus dem Projekte zur Schaffung oder Aufwertung öffentlicher Freiflächen finanziert werden.

Mit grösseren Neueinzonungen ist in der Stadt St.Gallen im Moment nicht mehr zu rechnen. Damit die Stadt baulich verdichtet werden kann und Grundstücke intensiver genutzt werden können, dürfte es aber viele kleinere Um- und Aufzonungen brauchen.

Mit grösseren Neueinzonungen ist in der Stadt St.Gallen im Moment nicht mehr zu rechnen. Damit die Stadt baulich verdichtet werden kann und Grundstücke intensiver genutzt werden können, dürfte es aber viele kleinere Um- und Aufzonungen brauchen.

Bild: Ralph Ribi
(Steinachstrasse, 19.5.2021)

Auch was die Höhe der Gewinnabschöpfung anbelangt, haben die drei Parlamentsfraktionen, die hinter der am Dienstag neu eingereichten Motion stehen, klare Vorstellungen: Die Stadt soll mindestens 50 Prozent des Mehrwerts eines Grundstücks durch Um- oder Aufzonung kassieren. Dabei soll für Landeigentümer ein Freibetrag von 20'000 Franken gelten. Der neue Vorstoss liegt jetzt beim Stadtrat. Er wird im nächsten Schritt eine schriftliche Stellungnahme zum Anliegen ans Parlament abgeben. Dieses diskutiert dann Vorstoss und Stellungnahme und entscheidet dann, ob es der Stadtregierung den Auftrag erteilen will oder nicht. Eine heftige Debatte ist programmiert.

Dienstag, 15. Juni - 22:15 Uhr

Das hat das Stadtparlament diskutiert: Eindolung, Transparenz, Chancen für Frauen bei der Polizei und Spitex-Probleme

Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstagnachmittag die sechste Sitzung der Amtszeit 2021 bis 2024 in der Olma-Halle 2.1 durchgeführt. Dabei wurde eine Wahl vorgenommen. Weiter wurden ein Sachgeschäft und vier Vorstösse diskutiert.

Das St.Galler Stadtparlament tagte wegen der Coronapandemie am Dienstag erneut in der Olma-Halle 2.1.

Das St.Galler Stadtparlament tagte wegen der Coronapandemie am Dienstag erneut in der Olma-Halle 2.1.

Bild: Arthur Gamsa (15.6.2021)
  • Wahl. Das Parlament hat Rebecca Cozzio (CVP) anstelle von Barbara Hächler (CVP) in die Bildungskommission gewählt.
  • Bach. Für den Ersatz der Eindolung des Heiligkreuzbachs an der Waldstrasse wurde ein Kredit von 550000 Franken gutgeheissen. Vom zweiten Teil des Projekts, der von Wittenbach erarbeitet wurde, nahm das Parlament Kenntnis. Das städtische Projekt wird nur ausgeführt, wenn auch Wittenbach Ja zu seinem Teilprojekt sagt.
  • Transparenz. Die Motion zur Schaffung eines Reglements, das Transparenz in der Finanzierung von kommunalen Wahl- und Abstimmungskämpfen schaffen soll, wurde mit 35 Ja zu 25 Nein überwiesen. Der Stadtrat muss jetzt dem Parlament den Entwurf eines solchen Reglements vorlegen.
  • Polizistinnen. In der Diskussion der stadträtlichen Antwort auf die Interpellation über die Chancen von Frauen bei der Stadtpolizei wurde der Akzent von links auf mehr Anstrengungen zur Erhöhung des Frauenanteils vor allem in Führungspositionen gesetzt. Bei den Bürgerlichen sah man die Stadtpolizei bei Gleichstellungsfragen mehrheitlich auf vorbildlichem Kurs. Die Interpellantinnen Jacqueline Gasser-Beck (GLP), Magdalena Fässler (GLP) und Veronika Meyer (Grüne) zeigten sich insgesamt befriedigt.
  • Spitex. Das Parlament hat die Gelegenheit ergriffen und anhand der stadträtlichen Antwort auf die Interpellation «Wie steht es um die neue Spitex St. Gallen AG» von Maja Dörig (SP) ausführlich über Probleme bei der Einheitsspitex diskutiert.
  • Baurecht. Ivo Liechti (CVP) und Stefan Keller (FDP) zeigten sich nicht befriedigt von den Antworten des Stadtrats auf die Interpellation «Sondernutzungsplan – ein gutes Instrument für eine qualitative Entwicklung». Sie fanden, der Stadtrat mache es Investoren durch zusätzliche Auflagen zu schwer. Das löste eine kurze Debatte mit Widerspruch von links her aus.
Dienstag, 15. Juni - 22:00 Uhr

Stadtparlament überweist Motion: Mehr Transparenz bei der Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskämpfen

(vre) Wer zahlt wie viel für Wahlkämpfe und Abstimmungskampagnen, die die St.Galler Stadtparteien führen? Wer hat ein Interesse daran, dass der Ausgang einer Wahl oder Abstimmung in die eine oder andere Richtung geht? Diese Fragen beschäftigen nicht mehr nur Fachleute. Auch politisch Interessierte wollen zunehmend wissen, wer über die Parteifinanzierung in welche Richtung Einfluss nimmt. Die St.Galler Stadtregierung muss jetzt sogar ein Reglement erarbeiten, das Parteien und politische Gruppen verpflichtet, Auskunft über ihre Finanzierung zu geben.

Die entsprechende Motion der Fraktionen von SP/Juso/PFG, von Grünen/Jungen Grünen sowie von Grünliberalen/Jungen Grünliberalen wurde vom Stadtparlament mit 35 Ja gegen 25 Nein erheblich erklärt. Dies in der Version der Geschäftsprüfungskommission. Die Motionäre wollten dem Stadtrat einen detaillierten Auftrag für das Transparenz-Reglement erteilen. Dieser wollte den Vorstoss entgegennehmen, aber in einer offeneren Form. Die Kommission engte diese offene Form wieder etwas ein: Richtschnur fürs St.Galler Reglement soll die Transparenzlösung der Stadt Bern sein.

Ein Blick in die Sitzung des St.Galler Stadtparlaments am Dienstag in der Olma-Halle 2.1.

Ein Blick in die Sitzung des St.Galler Stadtparlaments am Dienstag in der Olma-Halle 2.1.

Bild: Arthur Gamsa
(15.6.2021)

Bekämpft wurde ein Transparenz-Reglement von den Fraktionen von CVP/EVP, FDP/Jungfreisinnigen und SVP. Patrik Angehrn (CVP), Felix Keller (FDP) und René Neuweiler (SVP) signalisierten Verständnis fürs Anliegen, monierten aber, dass das Reglement der falsche Weg sei. Damit werde ein zahnloses Bürokratiemonster kreiert. Die Gegner der Motion seien bereit, über Wege zu diskutieren, wie man das Anliegen vernünftig verwirklichen könne. Dieses Angebot, kritisierte Keller, sei von den Befürwortern abgelehnt worden. Neuweiler sprach von einem Vorstoss, der aus Neid, Neugier und Missgunst entstanden sei. Er habe zum Ziel, das Finanzierungskonzept mit Spenden der Bürgerlichen schlechtzureden.

Als Sprecher ihrer Fraktionen wehrten sich Dani Kehl (SP), Clemens Müller (Grüne) und Christoph Wettach (Grünliberale) gegen diese bürgerliche Kritik. Es sei höchste Zeit, auch in der städtischen Politik Klarheit über die Finanzierung von Wahl- und Abstimmungskämpfen zu schaffen. Das Thema interessiere viele Stimmberechtigte. Das sehe man auch daran, dass die Frage der Transparenz derzeit national, in den Kantonen, aber auch in verschiedenen Städten diskutiert werde. Dort, wo das Volk mitentscheiden könne, fielen Abstimmungen darüber klar aus. Transparenz in Fragen der Parteifinanzierung, so brachte es Kehl auf den Punkt, schaffe Vertrauen in die Politik.

Dienstag, 15. Juni - 17:33 Uhr

Biodiversität im eigenen Garten und in der Küche

(pd/woo) Die blühende Natur lädt derzeit zum Gärtnern und Geniessen ein. Ein Vortrag, ein Kochkurs und ein Spaziergang sollen nun zeigen, wie ein vielfältiger Balkon oder Kleingarten entsteht, wie Wildkräuter in der Küche verwendet werden und was Stadtbäume alles leisten, wie die Stadt St.Gallen mitteilt.

Auf Terrassen und Balkonen oder in Gärten können Lebensräume für viele verschiedene Pflanzen und Tiere geschaffen werden. Und auch Gemüse, Kräuter, Obst oder Beeren gedeihen auf kleiner Fläche, heisst es weiter in der Mitteilung. Informationen und Tipps zur Biodiversität im Kleingarten gibt’s von Valentin Zürcher am 24. Juni, 19 Uhr, im Botanischen Garten.

Interessierte erhalten an einem Anlass unter anderem Tipps für Biodiversität.

Interessierte erhalten an einem Anlass unter anderem Tipps für Biodiversität.

PD

Am 28. Juni, 18 Uhr, findet ein Kochkurs mit Martina Rocco statt. Sie zeigt, wie bekannte und unbekannte Wildkräuter kreativ in der Küche verwendet werden können. Auf dem Baumspaziergang am 29. Juni, 17.30 Uhr, führt dann Marianna Buser Interessierte in die Welt der Laub- und Nadelbäume und lädt am Schluss zu einem «Baum-Apéro» ein.

Weitere Informationen zu den Anlässen und Anmeldung unter www.stadtsg.ch/klimaverrueckt oder umwelt.energie@stadt.sg.ch

Dienstag, 15. Juni - 17:26 Uhr

Das erste Schweizer «Fotogame» findet auch in St.Gallen statt

(pd/mbu) Am 21. August 2021 veranstaltet die Fotografieplattform Gridon das erste «Swiss Photogame», bei dem die Teilnehmenden Aufgaben fotografisch umsetzen müssen. Der Event, den die Veranstalter in einer Mitteilung auch «Fotomarathon» nennen, findet in verschiedenen Städten und Orten der Schweiz in jeweils drei Kategorien statt: Streetphotography, Landschaftsfotografie sowie Architektur und Stadtlandschaften. Startpunkt in der Stadt St.Gallen ist Foto Lautenschlager.

Mitmachen beim Anlass könnten alle Personen, die begeistert seien von der Fotografie, schreiben die Veranstalter. Egal ob mit Handy, Analogkamera oder einer professionellen Ausrüstung. Die Teilnehmenden entscheiden bei der Anmeldung, in welcher Kategorie und an welchem Ort sie teilnehmen möchten. Am Veranstaltungstag bekommen sie dann die Aufgaben. Bis am Folgetag um 23.59 Uhr müssen die Bilder abgegeben werden, die dann durch eine Jury bewertet werden. Pro Kategorie gibt es diverse Preise zu gewinnen. Der Hauptgewinn über alle drei Kategorien hinweg, wird durch die Instagram-Community von Gridon ermittelt.

Die Anmeldung für das Fotogame kostet 28 Franken. Darin enthalten ist nicht nur die Startgebühr, sondern auch ein Goodie-Bag mit Trinkflasche, einer SDHC-Speicherkarte und einem Gutschein von 20 Franken der Bookfactory. Gridon liege viel daran, heisst es in der Mitteilung weiter, allen fotobegeisterten Menschen einen kreativen Outdoor-Event zu bieten.

Dienstag, 15. Juni - 17:01 Uhr

Geschichtsprofessorin über das feministische «Wir»

(pd/woo) Im Historischen und Völkerkundemuseum in St.Gallen findet am Donnerstag, 20 Uhr, ein Vortrag statt zum Thema «Wie im 19. Jahrhundert ein feministisches ‹Wir› entstand». Referentin ist Caroline Arni, Geschichtsprofessorin an der Universität Basel. Veranstaltet wird der Anlass vom Archiv für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte.

Eine Gruppe von Frauen gründete in Paris im Umfeld der frühsozialistischen Bewegung 1832 eine Zeitschrift mit dem Titel «La femme libre», heisst es in der Mitteilung. Diese Frauen gelten in der Forschung als erste organisierte Frauenbewegung — und sie waren Arbeiterinnen. Sie schufen gemäss Mitteilung ein feministisches «Wir», das nicht - wie es oft missverstanden wird - eine gemeinsame Identität aller Frauen behauptet, sondern die konkreten Lebenssituationen von Frauen zum Ausgangspunkt von Politik macht.

Wer sich für den Vortrag interessiert, kann sich unter archiv@frauenarchivostschweiz.ch anmelden.

Dienstag, 15. Juni - 16:06 Uhr

Blütenpracht im Kaltbrunner Riet entdecken

(pd/woo) Das Kaltbrunner Riet beherbergt eine ganze Reihe an besonderen Pflanzen, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Am Sonntag, 20. Juni, 9.30 bis 11.30 Uhr, haben Interessierte nun die Gelegenheit dazu. Dann lädt Pro Natura St.Gallen-Appenzell zu einer Exkursion mit Norbert Schnyder ein.

An dieser erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Wissenswertes über die Lebensweise und Besonderheiten der an das Riet angepassten Pflanzenarten, wie es in einer Mitteilung heisst. Sie können zudem mit Feldstecher ausgerüstet auch die violett leuchtenden Sumpfgladiolen blühen sehen, die in der Schweiz nur noch an wenigen Orten vorkommen.

Treffpunkt ist gemäss Mitteilung der Infopavillon im Kaltbrunner Riet. Informationen zur Anreise gibt es unter www.pronatura-sg.ch/kbr. Die Exkursion ist kostenlos und findet bei jeder Witterung statt. Die Teilnehmenden sollen - falls vorhanden - Feldstecher und Lupe mitnehmen, heisst es weiter.

Dienstag, 15. Juni - 14:39 Uhr

Franziska Ryser und Mike Egger kreuzen die Klingen: Wie weiter mit der Schweizer Klimapolitik?

(pd/vre) Am vergangenen Sonntag hat eine Mehrheit des Schweizer Stimmvolks das CO2-Gesetz versenkt. Wie es jetzt mit der Klimapolitik auf Bundesebene weitergehen soll, ist offen. Morgen Mittwoch lässt das Ostschweizer Regionalfernsehen TVO eine nationale Politikerin und einen nationalen Politiker aus dem Kanton St.Gallen miteinander diskutieren, die diese Fortsetzung massgeblich mitgestalten wollen.

Die grüne Nationalrätin Franziska Ryser und SVP-Nationalrat Mike Egger in einer früheren Sendung des Ostschweizer Regionalfernsehens TVO.

Die grüne Nationalrätin Franziska Ryser und SVP-Nationalrat Mike Egger in einer früheren Sendung des Ostschweizer Regionalfernsehens TVO.

Bild: Christina Brunner
(19.12.2019)

In der Sendung «Zur Sache» treffen die grüne Nationalrätin Franziska Ryser und SVP-Nationalrat Mike Egger aufeinander. Sie vertreten beide eine jüngere Generation, sind gleichzeitig aber auch eine Vertreterin der Stadt und ein Vertreter des Landes. Moderiert wird die Sendung von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid.

Die Erstausstrahlung der Diskussion über die Klimapolitik nach dem Nein zum CO2-Gesetz erfolgt am Mittwoch, 18.30 Uhr. Danach wird die Sendung um 19.30, 20.30 und 22.30 Uhr wiederholt. Zu sehen ist sie natürlich ab Mittwochabend auch im Internetauftritt von TVO.

Dienstag, 15. Juni - 14:21 Uhr

Von Fischen und Menschen im Kinok: Mit der Regisseurin über ihren Debütfilm diskutieren

(pd/vre) Heute Dienstag, 20 Uhr, ist Regisseurin und Drehbuchautorin Stefanie Klemm zu Gast im Kinok in der Lokremise. Dies, weil das St.Galler Studiokino derzeit ihren Debütfilm «Von Fischen und Menschen» im Programm hat. Das Gespräch mit der Regisseurin führt Andreas Stock. Noch sind Eintrittskarten zur Vorstellung von heute Abend im Vorverkauf im Internet erhältlich.

Sarah Spale, die Kommissarin aus der Krimiserie «Wilder» spielt eine Hauptrolle im Filmdrama «Von Fischen und Menschen».

Sarah Spale, die Kommissarin aus der Krimiserie «Wilder» spielt eine Hauptrolle im Filmdrama «Von Fischen und Menschen».

Bild: PD

«Von Fischen und Menschen» erzählt eine archaisch anmutende Geschichte über Schuld, Trauer, Rache und Vergebung. Stefanie Klemm lotet dabei zusammen mit ihren Hauptdarstellern Sarah Spale und Matthias Britschgi die Tiefen menschlicher Nöte aus. Die stimmungsvollen Jura-Aufnahmen des polnischen Kameramanns Kacper Czubak, die teils angespannte Atmosphäre und Sarah Spale erinnern mitunter an die beliebte SRF-Krimiserie «Wilder». Ein Krimi ist der Film aber keinesfalls, sondern eher ein psychologisches Dama.

Dienstag, 15. Juni - 14:01 Uhr

Ein Sommerbote

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte den Schwalbenschwanz auf einer Tuschnelke im Familiengarten Feldli in St.Gallen.

Leserbild. Ingrid Zürcher fotografierte den Schwalbenschwanz auf einer Tuschnelke im Familiengarten Feldli in St.Gallen.

Dienstag, 15. Juni - 12:30 Uhr

Stromausfall wegen Arbeitsunfall an der Fürstenlandstrasse

(stapo/mas) Am Dienstagmorgen ist es an der Fürstenlandstrasse in St.Gallen zu einem Arbeitsunfall mit Strom gekommen, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei heisst. Ein Mann führte in einem Unterwerk an der Verzweigung Fürstenland- und Ahornstrasse Arbeiten an der Stromversorgung aus. Dabei kam es um 11 Uhr zum Unfall. Der Mann wurde dabei verletzt und musste durch die Rettungssanität ins Spital gebracht werden. Er war gemäss Polizeimeldung jederzeit ansprechbar.

Aufgrund des Unfall ist es in der Nachbarschaft des Unterwerks zu einem Stromausfall gekommen. Vom Stromausfall betroffen waren rund 160 Hausanschlüsse. Seit 12:24 ist die Stromversorgung wieder sichergestellt. Der Hergang des Zwischenfalls wird jetzt durch die Stadtpolizei St.Gallen geklärt.

Dienstag, 15. Juni - 12:12 Uhr

Pro Bahn Ostschweiz setzt sich für Bushaltestellen in der Stadt ein: «Schibenertor» nicht aufheben, «Kolosseumstrasse» umtaufen

(pd/vre) Teil der Erarbeitung jeden neuen ÖV-Fahrplans ist ein Vernehmlassungsverfahren. Daran hat sich Pro Bahn Ostschweiz auch in diesem Jahr beteiligt. Die Lobby der ÖV-Passagiere setzt sich dabei für Verbesserungen und gegen Verschlechterungen in Stadt und Region St.Gallen ein. Unter anderem wehrt sich Pro Bahn Ostschweiz gegen die Aufhebung der Bushaltestelle «Schibenertor» vor der Migros-Bank an der St.Galler Bahnhofstrasse und regt die Umbenennung der Bushaltestelle «Kolosseumstrasse» in «Espenmoos» an.

Pro Bahn Ostschweiz spricht sich gegen die Aufhebung der Bushaltestelle an der Bahnhofstrasse beim Schibenertor aus.

Pro Bahn Ostschweiz spricht sich gegen die Aufhebung der Bushaltestelle an der Bahnhofstrasse beim Schibenertor aus.

Bild: Reto Voneschen (4.6.2021)

Die Haltestelle Schibenertor müsse im heutigen Umfang weiter bedient werden, fordert Pro Bahn Ostschweiz im Vernehmlassungsverfahren. Diese Haltestelle erfülle eine wichtige Umsteigefunktion zu den Bussen Richtung Röteli, Hochschule und Rotmonten. Für gehbehinderte Fussgängerinnen und Fussgänger brauche es weiter eine Möglichkeit, vom Marktplatz mit dem ÖV zum Schibenertor zu fahren. In Fusswegdistanz von dieser Haltestelle befänden sich zudem die südliche Altstadt, diverse Banken sowie die Warenhäuser Manor und Globus.

Im Nordosten der Stadt St.Gallen soll die Bushaltestelle Kolosseumstrasse in Fahrtrichtung Heiligkreuz in etwa zwei Jahren weiter nach Norden an die Heiligkreuzstrasse verlegt werden. Sie wird damit aber weiterhin die nächstgelegene Haltestelle zum Sportplatz Espenmoos bleiben. Überdies wird sie sich dann in der Nähe der Espenmoosstrasse befinden. Aus diesem Grund regt Pro Bahn Ostschweiz in der Vernehmlassung an, die Haltestelle in «Sportanlage Espenmoos» oder einfach «Espenmoos» umzutaufen.

Der Zug zwischen Zürich und München sollte nach Meinung von Pro Bahn Ostschweiz im «kundenfreundlichen» Zwei-Stunden-Takt verkehren.

Der Zug zwischen Zürich und München sollte nach Meinung von Pro Bahn Ostschweiz im «kundenfreundlichen» Zwei-Stunden-Takt verkehren.

Benjamin Manser
(8.3.2016)

Auch für den Eisenbahnfahrplan hat Pro Bahn Schweiz Anregungen, die Stadt und Region St.Gallen direkt betreffen:

  • Pro Bahn Ostschweiz fordert, dass die Taktlücke beim Eurocity von Zürich nach München geschlossen wird, damit ein kundenfreundlicher Zwei-Stunden-Takt entsteht.
  • Zwischen den zwei Stunden soll ab nächstem Fahrplanwechsel am Wochenende die S7 von Romanshorn über St.Margrethen bis nach Lindau-Insel verkehren. Pro Bahn Schweiz fordert, dass diese S7 auch unter der Woche bis Lindau verkehrt.
  • Zudem verlangt Pro Bahn Schweiz einen zusätzlichen Halt in Mörschwil: Die S 5 weise zwischen St.Gallen und St.Margrethen die gleiche Fahrzeit wie die S 4 auf. Es sei nicht einzusehen, warum der eine Zug in Mörschwil halte, der andere aber nicht. Beide S-Bahnen sollten nach Meinung von Pro Bahn Ostschweiz in Mörschwil halten.
Dienstag, 15. Juni - 11:20 Uhr

Polizeihund fasst Flüchtigen in Mörschwil

(kapo/mas) Am Montagabend hat die Kantonspolizei St.Gallen einen 39-jährigen Schweizer festgenommen. Dieser wird verdächtigt, kurz zuvor einen Diebstahl an einem unverschlossenen Auto versucht zu haben, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei. Eine Anwohnerin habe den Mann beobachtet. Als sie ihn angesprochen habe, sei er geflüchtet.

Der Polizeihund «Don vom wilden Holz» konnte in Mörschwil einen flüchtenden Dieb stellen.

Der Polizeihund «Don vom wilden Holz» konnte in Mörschwil einen flüchtenden Dieb stellen.

Bild: Kantonspolizei SG

Im Zuge der Fahndung konnte der zweijährige Polizeihund «Don vom wilden Holz» den 39-Jährigen in einem Versteck im Wald aufstöbern. Er wurde festgenommen. Der Schweizer wird verdächtigt, für mehrere Diebstähle aus Fahrzeugen in der Region verantwortlich zu sein, heisst es in der Mitteilung weiter. Er wird bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Kantonspolizei tätigt jetzt weitere Ermittlungen.

Dienstag, 15. Juni - 9:07 Uhr

Coronasituation im Kanton St.Gallen: Trotz Lockerungsschritten entspannt sich die Lage weiter

(SK/sae) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet für Mittwoch 34 (Di: 53) laborbestätigte neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Neuansteckungen seit März 2020 liegt jetzt bei 42'550. Zu weiteren Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19 ist es gestern Mittwoch nicht gekommen. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 bleibt daher bei 711 stabil.

(SK/vre) Der Kanton St.Gallen meldet im Internet für Montag 33 laborbestätigte neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Ansteckungen seit März 2020 liegt jetzt bei 42'669. Auch am Montag wurden keine weiteren Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 registriert. Die Zahl der St.Galler Coronatoten seit Frühling 2020 bleibt daher bei 712 stabil.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 14. Juni, um Mitternacht.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Entwicklung der Coronapandemie im Kanton St.Gallen mit Stand am Montag, 14. Juni, um Mitternacht.

Tabelle: Fachstelle Statistik Kanton SG

Am Montag, um Mitternacht, lagen im Kanton St.Gallen 15 Patientinnen und Patienten in Zusammenhang mit Covid-19 in einem Spital. Das sind so wenige wie schon lange nicht mehr. Bis Sonntagabend waren gemäss den kantonalen Angaben im Internet 109'981 Personen einmal und 110'898 Personen zweimal geimpft worden; das Total der Geimpften lag damit bei 220'879.

Auch die Inzidenzwerte für den Kanton St.Gallen bleiben rückläufig: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montagabend bei 32, die 14-Tage-Inzidenz bei 102. Die Inzidenz bezeichnet die Zahl der Fälle in den vergangenen sieben und 14 Tagen jeweils hochgerechnet auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Dienstag, 15. Juni - 8:30 Uhr

Ohne Coronapandemie wäre heute Kinderfest

(vre) Das Kinderfest ist einer der ganz wichtigen Traditionsanlässe der Stadt St.Gallen. Vielleicht weniger für die Kinder, ganz sicher aber für alle älteren St.Gallerinnen und St.Galler. Es ist ein Tag, an dem in der Stadt alles still und Kinder, weisse Kleidchen sowie Bratwürste im Zentrum stehen. Letztmals fand das Kinderfest 2018 statt. Damit wäre 2021 wieder ein Festjahr. Wäre - wenn nicht die Coronapandemie dazwischen gefunkt hätte. Mit Rücksicht auf den Ausnahmezustand (und die Stadtkasse) hat die Stadtregierung das Fest schon im Frühling 2020 abgesagt.

Erinnerungen ans Kinderfest 2018 helfen vielleicht, die lange Wartezeit bis zum Kinderfest 2024 zu überbrücken. Hier die schönsten Bilder
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(Bild: Hanspeter Schiess)
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Letzte Vorbereitungen, bevor der Kinderfest Umzug durch die Strassen zieht.(Bild: Michel Canonica)
Die Ruhe vor dem Sturm. (Bild: Michel Canonica)
Viel Qualm und Rauch: Die Böllerschüsse ab der Falkenburg wecken die Stadt St. Gallen am Morgen des Kinderfestes.(Bild: Michel Canonica)
Die Kanone wird geladen. (Bild: Michel Canonica)
Die traditionellen Böllerschüsse bei Sonnenaufgang ab der Falkenburg sind der Startschuss fürs Kinderfest 2018.(Bild: Michel Canonica)

Erinnerungen ans Kinderfest 2018 helfen vielleicht, die lange Wartezeit bis zum Kinderfest 2024 zu überbrücken. Hier die schönsten Bilder

Bild: Hanspeter Schiess

Würde das Kinderfest in diesem Jahr durchgeführt, wäre der erste Termin dafür der 26. Mai gewesen. Das Wetter hätte Ende Mai und Anfang Juni zu einigen Verschiebungen geführt, was ja auch eine Spezialität des Anlasses ist - ganz nach dem Motto: «'S isch! S'isch nöd!» Im Gegensatz zu 2018 wären die Entscheide, die dafür hätten gefällt werden müssen, diesmal leicht gefallen angesichts des herrschenden Dauerregens. Heute Dienstag aber wäre es wohl soweit: Das Wetter verspricht sommerlich warm und schön zu werden, der Festplatz auf dem Rosenberg ist trocken genug.

Immer der erste Höhepunkt des Kinderfests: Der Umzug vom Vormittag (im Bild auf dem Bohl).

Immer der erste Höhepunkt des Kinderfests: Der Umzug vom Vormittag (im Bild auf dem Bohl).

Bild: Michel Canonica
(20.6.2018)

Diese Berechnung des Termins bestätigt der langjährige Beauftragte fürs Kinderfest innerhalb der städtischen Direktion Bildung und Freizeit, Alan Schmid. Bei normalem Gang der Dinge hätte um 8.30 Uhr das frühmorgendliche Treffen der Verantwortlichen auf dem Kinderfestplatz - samt dem üblichen Frühstück - bereits stattgefunden. Im Stadtzentrum wären städtische Angestellte mit Hochdruck daran, die Bänke entlang der Umzugsroute aufzustellen. Und Böllerschüsse von den Anhöhen über der Stadt hätten angezeigt, dass das Fest tatsächlich stattfinden kann. In den Schulhäusern liefe der Countdown für die Besammlung in der Innenstadt...

Mittagessen unter den rot-weissen Sonnendächlein auf dem Kinderfestplatz auf dem Rosenberg.

Mittagessen unter den rot-weissen Sonnendächlein auf dem Kinderfestplatz auf dem Rosenberg.

Bild: Hanspeter Schiess
(20.6.2018)

Aber eben: Das Fest findet in diesem Jahr nicht statt. Der Entscheid des Stadtrates, es abzusagen und erst 2024 das nächste Fest durchzuführen, hat vor gut einem Jahr zu heftigen Protesten, Kritik und einer Petition geführt. Ursache war nicht zuletzt die verunglückte Kommunikation der Stadtregierung, die den Entscheid an einer Medienorientierung über Sparmassnahmen bekanntgab. Dass nicht in erster Linie Sparsamkeit, sondern die Coronapandemie Ursache für die Absage war, ging so in der öffentlichen Wahrnehmung lange unter.

Eine Vorführung auf der Bühne Centrum: Alle Schulhäuser der Stadt wollen auf dem Kinderfestplatz mit einer eigens für diesen Anlass einstudierten Choreografie punkten.

Eine Vorführung auf der Bühne Centrum: Alle Schulhäuser der Stadt wollen auf dem Kinderfestplatz mit einer eigens für diesen Anlass einstudierten Choreografie punkten.

Bild: Hanspeter Schiess (20.6.2018)

Im Nachhinein gesehen, war die stadträtliche Absage für 2021 wohl richtig. Das Kinderfest mit seinen mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie einem Publikum mit bis zu 30'000 Personen wäre derzeit wegen der Anti-Corona-Regeln nicht durchführbar. Die vor einem Jahr heftig diskutierte Frage, ob man es auf 2022 hätte verschieben sollen, ist im Moment schwer zu beantworten; dafür muss man wohl noch ein Jahr warten. Klar ist jetzt schon: Die Vorbereitungen für 2022, die diesen Frühling hätten beginnen müssen, wären derzeit auch nicht ganz einfach zu bewerkstelligen.

Der Kinderfest-Abend gehört den Jugendlichen und den Erwachsenen: Im Bild eines der Platzkonzert auf dem Festplatz auf dem Rosenberg.

Der Kinderfest-Abend gehört den Jugendlichen und den Erwachsenen: Im Bild eines der Platzkonzert auf dem Festplatz auf dem Rosenberg.

Bild: Hanspeter Schiess
(20.6.2018)

Damit bleibt Stadtsanktgallerinnen und Stadtsanktgallern nichts anderes übrig, wieder drei Jahre bis 2024 und das nächste Kinderfest zu warten. Dannzumal wird das Fest 200 Jahre alt. Und das, so versicherte im Umfeld der Absage für 2021 der damalige Bildungsdirektor Markus Buschor vor einem Jahr, werde man dann sicher gebührend feiern. An dieses Versprechen der Stadtregierung werden wir uns in drei Jahren erinnern! Das versprechen wir - und freuen uns schon heute aufs Jubiläumsfest.

Das Kinderfest ist Traditionsanlass mit langer Geschichte. Im Bild die Austragung 1831. (Bilder: Sammlung Reto Voneschen)
35 Bilder
Ein Grusskarte vom St.Galler Jugendfest. Postalisch gelaufen ist sie 1898, und zwar mit einem stenografischen Gruss. Neben den bis heute bekannten Elementen des Festes ist das Schlussmanöver des heute nicht mehr existierenden Kadettenkorps der Kantonsschule am Burggraben abgebildet.
Weniger martialisch kommt die am Jugendfest vom 30. Juli 1901 verschickte Grusskarte daher. Der Umzug mit den Blumenmädchen und die Abendunterhaltung sind hier zentrale Elemente.
Eine frühe Foto-Ansichtskarte des Kinderfest. Das Bild ist um 1900 gelaufen und zeigt ganz in weisse Spitzen gekleidete Blumenmädchen im Anstieg zur Festwiese.
Eine 1903 gelaufene Ansichtskarte mit einer Bubenklasse ganz in weiss.
Gruppenbild auf dem Kinderfestplatz, als Ansichtskarte gelaufen 1903. Neben den Blumenmädchen fällt in der Bildmitte der beschnauzte Lehrer mit Strohhut auf. Rechts haben sich Buben in Kadettenuniformen unters Publikum gemischt.
Eine schöne Studie zur Kinderfestmode auf einer 1909 gelaufenen Ansichtskarte. Man beachte die Blumengirlande, die mitgetragen wird.
Bereitstellung zum Umzug vor 1914: Waisenkinder mit Fähnrich und geschmückten Werkzeugen stellen sich vermutlich im Kantonsschulpark bereit.
Kleine Hellebardenträger auf einer Ansichtskarte vor 1914 auf dem Burggraben.
Tambouren vor 1914 auf dem Burggraben. Links am Strassenrand die Kadettenmusik, dahinter die Abzweigung der Glocken- in Richtung Brühlgasse mit dem Gebäude und dem Biergarten des Restaurants «Zur Harfe».
Gleiche Stelle, anderes Jahr, andere Mitwirkende: Ein Mädchenklasse 1912 auf dem Burggraben.
Ein interessanter Vergleich: Die Tambourengruppe an der gleichen Stelle auf einer älteren Ansichtskarte von 1909.
Die Tambouren vor 1914 im Anstieg auf den Rosenberg.
Der Kinderfest-Umzug um 1913: Die Mädchenklasse samt Blasmusik dahinter kommen aus dem Kantipärklein auf den Burggraben. Am rechten oberen Bildrand ist eine Ecke des Gebäudes der Kantonsschule am Burggraben zu erkennen.
Eine Mädchengruppe ganz in weiss um 1913 auf dem Kinderfestplatz.
Mittagsverpflegung vor 1914.
Aus der gleichen Ansichtskartenserie vor 1914: Mädchen und Buben auf dem Festplatz.
Kadetten-Artillerie auf einer Ansichtskarte vor 1914. Immer wieder heftig diskutierter Schlussakt früher Jugend- und Kinderfeste war das Manöver des Kadettenkorps. Dieses gehörte zur Kantonsschule am Burggraben und erteilte den Söhnen «aus gutem Haus» vormilitärischen Unterricht. Dieser mündete bei vielen Kanti-Absolventen in eine Offizierslaufbahn bei der Schweizer Armee.
Die Kadetten beim Manöver auf einer Ansichtskarte von 1905. Vorne die Infanterie in einer kompakten, dannzumal bereits veralteten Formation. Im Hintergrund vor den Bäumen die Artillerie.
Kinderfestumzug Anfang der 1930er-Jahre: Die Mädchen tragen keine Hüte mehr, sonst hat sich gegenüber der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wenig verändert.
Eine Bubenklasse mit ihren Schulfahnen auf einer kolorierten Ansichtskarte um 1932.
Bühnenvorführung Ende der 1950er- oder Anfang der 1960er-Jahre.
Kinderfest 1961: eine gemischte Schülergruppe.
Ein Sondercouvert zum St.Galler Kinderfest 1968. Damals wurde der Drei-Jahres-Rhythmus bei der Durchführung eingeführt.
Vorführung auf dem Kinderfestplatz Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre.
Kinderfest 1971: Am 24. Juni wurde das Fest schon am Vormittag von einem Gewitter mit Starkregen überrollt. Der Anlass wurde abgebrochen und dann am 6. Juli ohne Nass von oben wiederholt. Im Bild Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Marktplatz. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen/Sammlung Foto Gross)
Eine Ansichtskarte fürs Kinderfest 1977. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen)
Zwischen Tradition und Erneuerung: 1983 lässt sich ein Mädchen im weissen Spitzenkleid seine Kinderfest-Bratwurst schmecken. (Bild: Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen/Sammlung Foto Gross)
Ein Souvenir vom Kinderfest 1990: Damals war es üblich, dass die Post an Grossanlässen ein Automobil-Postbüro stationierte. Am Kinderfest wartet dieses mit einem speziellen Couvert mit dem Logo des jeweiligen Jahres auf. (Bild: Sammlung Reto Voneschen)
Das Areal des Kinderfestes 2002 auf dem Rosenberg aus der Luft. (Bild: Philip Baer)
Kinderfest 2005: Der Umzug auf dem Bohl. Das gediegene Weiss wird zunehmend von bunten Farben verdrängt. Das wird von älteren Kinderfestbesucherinnen und -besuchern in jenen Jahren teils auch lautstark beklagt. (Bild: Ralph Ribi)
Am Umzug des Kinderfests 2008. (Bild: Reto Martin - 27. Mai 2008)
Kinderfest 2012: Schülerinnen und Schüler der Primarschule Oberzil-Krontal am Umzug. (Bild: Urs Bucher - 21. Juni 2012)
Kinderfest vom 12. Juni 2015: Die Darbietung des Primarschulhauses Halden auf der Bühne Ost. (Bild: Donato Caspari)
Kinderfest 2018: Die Festwiese wartet seit 16. Mai auf grosse und kleine Besucher. (Bild: Benjamin Manser - 18. Mai 2018)

Das Kinderfest ist Traditionsanlass mit langer Geschichte. Im Bild die Austragung 1831. (Bilder: Sammlung Reto Voneschen)