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Biberli-Mousse und Mitternachtsmesse: So feiern St.Galler Promis Weihnachten

Das «Tagblatt» hat bekannte St.Gallerinnen und St.Galler gefragt: «Was bedeutet Ihnen Weihnachten?» Für die meisten ist es ganz eindeutig das Fest der Familie. Aber nicht für alle.
Daniel Wirth
Nicht nur für bekannte St.Gallerinnen und St.Gallern, auch für vom «Tagblatt» befragte Passantinnen und Passanten ist Weihnachten das Fest der Familie. Ein beliebter Treffpunkt, um mit der Familie etwas zu unternehmen, ist dabei im Advent immer auch der grosse Christbaum auf dem Klosterplatz. (Bild: Benjamin Manser - 27. November 2016)

Nicht nur für bekannte St.Gallerinnen und St.Gallern, auch für vom «Tagblatt» befragte Passantinnen und Passanten ist Weihnachten das Fest der Familie. Ein beliebter Treffpunkt, um mit der Familie etwas zu unternehmen, ist dabei im Advent immer auch der grosse Christbaum auf dem Klosterplatz. (Bild: Benjamin Manser - 27. November 2016)

Die DJane

Tanja La Croix hat gerade eine Knieoperation hinter sich. Aus diesem Grund darf sie dieses Jahr über die Festtage keine Bookings als DJane annehmen. Das Gute daran: Sie kann dieses Jahr Weihnachten und Silvester bei ihrer Familie in ihrer Heimatstadt St.Gallen verbringen. Tanja La Croix sagt, die Familie bedeute ihr viel. Die Mutter kocht. Am Heiligen Abend gibt es ein Trüffelraclette. Damit alle Hunger haben, gehen die rekonvaleszente DJane und ihre Familie vor dem Essen spazieren. Nach dem Raclette wird vor dem Christbaum gesungen.

DJane Tanja La Croix

DJane Tanja La Croix

Für Tanja La Croix ist Weihnachten das Fest der Liebe. Sie geniesse es, ein paar Tage ohne Ablenkungen mit ihren Liebsten zusammen zu sein. Auf den Alltagsstress verzichtet sie in diesen Tagen gerne. Das gemeinsame Essen ist ihr wichtig: Morgen, am ersten Weihnachtstag, gönnen sich Tanja La Croix und ihre Familie ein Fisch-Fondue. Zum Dessert gibt’s wie jedes Jahr an Weihnachten ein Mousse aus Appenzeller Bärli-Biberli mit blanchierten Birnen.

Der Cheftrainer

An Weihnachten ruht das runde Leder – zumindest in der Schweiz. Der FC St.Gallen ist in der Winterpause und mit ihm Cheftrainer Peter Zeidler. Er fährt an Weihnachten heim, in die Nähe von Aalen in Süddeutschland. Fussballtrainer sind Nomaden des Sports. Umso wichtiger ist Peter Zeidler, Weihnachten zu Hause verbringen zu können, zusammen mit seiner Frau, seinen beiden erwachsenen Töchtern, seinen Eltern und seinen Geschwistern.

FCSG-Cheftrainer Peter Zeidler.

FCSG-Cheftrainer Peter Zeidler.

Am Heiligen Abend werden Peter Zeidler und seine Frau von ihren beiden Töchtern bekocht. «Wir wissen nicht, was es gibt; das ist eine Überraschung», sagt er. Zu Weihnachten gehört für St. Gallens Cheftrainer auch der Gang in die Kirche, wie er dem «Tagblatt» sagt. «Das hat Tradition.» Er feiert das Weihnachtsfest ganz konventionell. Es bedeutet für ihn vor allen Dingen: Familie und Erholung. Erholung kann der Mann, der bald wieder an der Linie steht im Kybunpark, brauchen. Der Fussball ist hektisch, da tun besinnliche Weihnachten gut.

Die Pfarrerin

Weihnachten bedeutet für sie Spannung. Das meint die evangelisch-reformierte Pfarrerin Kathrin Bolt nicht negativ. Es sei die Spannung der Weihnachtsgeschichte, die ein armes, neugeborenes Baby in den Vordergrund stelle und «König» nenne, während die Könige unserer Welt mehr und mehr zu machtsüchtigen Herrschern würden. Es sei auch die Spannung zwischen der Freude, den Kindern Geschenke zu machen und dem Bewusstsein, dass unser Konsum jenseitig überborde. «Und dann die Spannung einer arbeitsintensiven Zeit, in der ich am liebsten Stille und Kerzen geniessen möchte», sagt Kathrin Bolt.

Pfarrerin Kathrin Bolt.

Pfarrerin Kathrin Bolt.

An Heiligabend hält sie einen Familiengottesdienst, am 25. Dezember den Weihnachtsgottesdienst. Kathrin Bolt feiert Heiligabend traditionell mit ihrer Kleinfamilie, mit Christbaum, Geschenken und Singen. Bei der Familie ihres Mannes gibt es am 25. Fondue Chinoise. Am Stephanstag feiert sie mit ihrer Mutter und ihren drei Schwestern, da fehlt dann auch ein Glas Prosecco nicht.

Der Parlamentspräsident

Er arbeitet am 25. und 26. Dezember in seinem Kaffeehaus. Doch das kommt Gallus Hufenus nicht ungelegen, wie er sagt. Er tue sich etwas schwer mit solchen Daten und von der Gesellschaft «verordnetem» Benehmen. Um einen Besuch bei den Eltern seines Partners komme er dann aber wohl doch nicht herum. «Bei seiner Familie hält man halt zusammen wie Pech und Schwefel - was ich zwar streng, aber auch heimelig finde», sagt der Präsident des Stadtparlaments. Was es zu essen gebe, sei eine Überraschung.

Gallus Hufenus, Präsident des St.Galler Stadtparlaments 2018.

Gallus Hufenus, Präsident des St.Galler Stadtparlaments 2018.

Es könne sein, dass es ihn am Heiligen Abend doch in die Kathedrale ziehe. «Bei all dieser von mir geschilderten Nüchternheit: Wenn dann effektiv Weihnachten in der Luft liegt, packt es mich doch ein wenig.» Denn eine andere Seite in ihm möge Rituale, Zeremonien sowie etwas Spektakel, und er lasse sich von solchen festlichen Stimmungen berühren. Das habe mit seiner Passion für Geschichte und Kulturen zu tun. «Da lässt mich die Architektur, die Stimmung in der Kathedrale nicht kalt.»

Die Museumsdirektorin

Das Textilmuseum hat an Weihnachten geschlossen. Das ermöglicht Barbara Karl, der Direktorin des Museums, in ihrer Heimat Österreich zu feiern. Die Kunsthistorikerin verbringt die Weihnachtsfeiertage mit ihrer Familie, wie sie dem «Tagblatt» verraten hat. Das sei ihr sehr wichtig, sagt Barbara Karl, die seit Anfang 2017 für das Textilmuseum St.Gallen arbeitet. Und das Zusammenkommen der Familie sei schön.

Barbara Karl, Direktorin Textilmuseum St.Gallen.

Barbara Karl, Direktorin Textilmuseum St.Gallen.

Weihnachten ist für die Museumsdirektorin vor allen Dingen eins: das Fest der Familie. Es werde zusammen gegessen, zusammen getrunken, zusammen gelacht und es würden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Und was kommt bei Familie Karl an Weihnachten in Österreich auf den Tisch? Fondue Chinoise wie bei vielen Schweizer Familien? Das sei eine Überraschung der Mutter, sagt Barbara Karl. Es dürfte ihr nicht das Wichtigste sein, was es zu essen gibt. Das Wichtigste scheint für Barbara Karl an Weihnachten die Familie, die Begegnung mir ihren Liebsten.

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