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St.Galler Posträuber muss 44 Monate ins Gefängnis

Im April 2014 hatten Räuber die Post im Riethüsli ausgeraubt. Einer der Täter ist vom Kreisgericht St. Gallen nun zu einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten verurteilt worden.
Claudia Schmid
Die ehemalige Poststelle im Riethüsli schloss 2014. (Bild: Urs Bucher)

Die ehemalige Poststelle im Riethüsli schloss 2014. (Bild: Urs Bucher)

Der Beschuldigte war zwischen November 2012 und Januar 2013 sowie März und April 2014 mit drei Mittätern in wechselnder Besetzung auf Einbruchstour durch die ganze Schweiz unterwegs. Zwölf Straftaten gehen auf das Konto der Einbrecher. Die gesamte Deliktssumme wurde auf über 410000 Franken beziffert, der Sachschaden auf rund 230000 Franken.

Die Täter hatten es auf verschiedene Objekte abgesehen: von Einfamilienhäusern über Firmen, Tankstellen und Geldautomaten bis zum Postgebäude im Riethüsli. Acht der zwölf Einbrüche fanden in der Ostschweiz statt: drei in der Stadt St. Gallen und je einer in Tübach, Wil, St. Margrethen, Lustmühle und Gais. Der letzte Einbruch betraf die Post Riethüsli. Dort erbeuteten die drei Täter an einem Wochenende im April 2014 Bargeld im Wert von rund 365000 Franken und richteten einen Sachschaden von 40000 Franken an.

In Auslieferungshaft in Spanien

Laut Anklageschrift kundschafteten sie zunächst den Tatort aus und beschafften sich Werkzeuge. Am Sonntag gegen 22 Uhr machten sie sich ans Werk. Ein Täter stand draussen Schmiere. Die beiden anderen setzten die Alarmanlage ausser Betrieb und brachen den Tresor auf. Die Beute teilten sich die drei Männer auf. Danach fuhr der 34-jährige kosovarische Staatsangehörige nach Spanien.

Die drei Mittäter des Beschuldigten sind bereits vor mehreren Monaten rechtskräftig verurteilt worden. Er selber wurde im Februar 2017 in Spanien in Auslieferungshaft gesetzt. Anfangs dieses Jahres wurde er in den Kanton St. Gallen überstellt, wo er sich nun im vorzeitigen Strafvollzug befindet.

Der Mann, der zeitweise unter falschem Namen und falscher Nationalität unterwegs gewesen ist, war an der Verhandlung am Kreisgericht St. Gallen geständig. Er habe kein Geld gehabt, weil er beim Kartenspiel viel verloren habe, begründete er die Einbrüche. Auch die Beute aus dem Postraub habe er innert sechs Monaten beim Glücksspiel und bei Besuchen in Bordellen in Spanien verprasst.

Gerichtsverfahren unter grosser Polizeipräsenz

Der Staatsanwalt beantragte im abgekürzten Verfahren Schuldsprüche wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, qualifizierter Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Der Beschuldigte sei zu einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten zu verurteilen und zu verpflichten, die von ihm anerkannten Zivilansprüche der Geschädigten zu bezahlen. Der Mann habe die Taten begangen, um seinen Lebensunterhalt in der Schweiz und in Spanien zu bestreiten, erklärte der Staatsanwalt. Er habe sich illegal in der Schweiz aufgehalten und über kein legales und regelmässiges Erwerbseinkommen verfügt.

Das Kreisgericht erhob die Anträge der Staatsanwaltschaft zum Urteil. Die Verfahrenskosten betragen 45000 Franken. Diese hat der Beschuldigte zu übernehmen. Das Verfahren fand unter grosser Polizeipräsenz statt.

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