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St.Galler Pflasterstein-Krieg beendet: Doch eine gebundene Pflästerung für die Metzgergasse

Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstag entschieden: Die Metzgergasse erhält eine gebundene Pflästerung mit einbetonierten Steinen. Ein Versuch der Grünen, das Geschäft nochmals zu kehren, misslang recht deutlich. Wenn jetzt niemand Unterschriften für eine Volksabstimmung sammelt, dürfte der Streit beendet sein.
Reto Voneschen
Die Metzgergasse erhält anstelle der Asphalt-Fahrbahn eine gebundene Pflästerung, wie es sich das Gewerbe gewünscht hat. Das Stadtparlament hat am Dienstag die entsprechende Vorlage gutgeheissen. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 9. Mai 2019)

Die Metzgergasse erhält anstelle der Asphalt-Fahrbahn eine gebundene Pflästerung, wie es sich das Gewerbe gewünscht hat. Das Stadtparlament hat am Dienstag die entsprechende Vorlage gutgeheissen. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 9. Mai 2019)

Es ist entschieden: Die Metzgergasse bekommt eine gebundene Pflästerung. Dabei werden die Steine einbetoniert. Die ursprünglich vom Stadtrat verfügte, von der Gasse aber abgelehnte und vom Stadtparlament am 11. Juni daher zurückgewiesene Vorlage mit einer ungebundenen Pflästerung (mit Sand statt Beton) ist damit vom Tisch.

Nach Rückweisung der Vorlage mit ungebundener Pflästerung hatte der Stadtrat dem Parlament eine solche für eine gebundene Pflästerung zugehen lassen. Die Liegenschaften- und Baukommission (LBK) empfahl dem Rat mit sieben Ja, zwei Nein und zwei Enthaltungen, sie anzunehmen. Im Parlament kam es gestern Dienstag wieder zu einem verbalen Schlagabtausch.

Warnung vor einem Schildbürgerstreich

Nachdem die Grünliberalen sich nach flammenden Voten zum ökologischen Wert der ungebundenen Pflästerung noch während der Sitzung von der Enthaltung zur Ablehnung durchgerungen hatten, schien der Entscheid in der Schwebe. So kam es zu einer heftigen Diskussion, in der auch eindringlich vor einem Nein zur nachgebesserten Vorlage gewarnt wurde: Nach dem Entscheid vom Juni wäre das ein Schildbürgerstreich. Damit würde sich das Parlament blamieren.

Die Debatte verlief ähnlich wie vor den Ferien: Grüne, Junge Grüne sowie Teile der SP/Juso/PFG-Fraktion kritisierten, dass mit der gebundenen Pflästerung aus Rücksicht auf Gewerbe und Autos die Ökologie über Bord geworfen werde. Der Rest der SP/Juso/PFG-Fraktion hielt den Kompromiss zwischen Verwaltung und Gassengesellschaft vertretbar. Andernfalls drohten Rechtsverfahren und lange Blockaden.

Der Kompromiss zur Metzgergassen-Pflästerung besagt, dass alle Gassen in der nördlichen Altstadt ungebunden gepflästert werden. Die Ausnahme ist die Metzgergasse.

Mehrheit für den Kompromiss

CVP/EVP und FDP wollten diesen Kompromiss zwischen Verwaltung und Gassengesellschaft ebenfalls honorieren. Die SVP bezweifelte ganz grundsätzlich die ökologischen Vorteile ungebundener Pflästerungen. Das trug ihr das Angebot von grüner Seite ein, mit Fachliteratur beliefert zu werden, die das Gegenteil zeige. Am Schluss hiess das Parlament die gebundene Pflästerung der Metzgergasse mit 33 Ja, 21 Nein, vier Enthaltungen und fünf Absenzen gut.

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