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St.Galler Pensionskasse lanciert Architekturwettbewerb für Wiesli im Museumsquartier

Über 40 Jahre nutzten Bewohner die Wiese im Museumsquartier. Nun soll sie überbaut werden, dazu lanciert die Besitzerin, die St.Galler Pensionskasse einen Architekturwettbewerb.
Marlen Hämmerli
Die linke Hälfte der Wiese soll überbaut und dadurch eine Baulücke geschlossen werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser)

Die linke Hälfte der Wiese soll überbaut und dadurch eine Baulücke geschlossen werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser)

Nun gilt es Ernst: Die St.Galler Pensionskasse lanciert für eine Wiese im Museumsquartier einen Architekturwettbewerb. Das teilt sie am Donnerstagmorgen mit. Gleichzeitig ist nun klar, dass die IG Museumsquartier definitiv eine Volksinitiative ausarbeitet, um das Bauprojekt der Pensionskasse zu verhindern.

Die IG Museumsquartier hat den Steuerungsausschuss einstimmig damit beauftragt, eine Initiative auszuarbeiten. Das teilt der Präsident des Ausschusses, Reto Schmid, auf Anfrage mit. Er gehe davon aus, dass der Initiativtext im Herbst zur Vorprüfung der Stadtkanzlei eingereicht werde.

Für die Quartierbewohner ist das Wiesli ein Dorfplatz

Vor zwei Jahren waren die Pläne der St.Galler Pensionskasse bekannt worden: Sie möchte die Wiese an der Hadwigstrasse, hinter der Kanti am Brühl, überbauen. Dagegen regte sich schnell Widerstand.

Das Wiesli, wie es die Quartierbewohnerinnen und -bewohner nennen, ist ein eigentlicher Dorfplatz. Von Frühling bis Herbst treffen sich auf der Grünfläche an der Hadwigstrasse Familien und Pensionäre zu Grillabenden, Festen und Putzaktionen. Kinder tollen auf dem Spielplatz oder spielen Fussball. Seit über 40 Jahren stellt die Besitzerin, die Pensionskasse, den Bewohnern die Wiese gratis zur Verfügung.

Gespräche endeten ohne Lösung

Aufgrund des Protests aus dem Quartier trafen sich die Verantwortlichen zu Gesprächen. Über ein Jahr dauerten die Verhandlungen zwischen Stadt, Pensionskasse und IG. Die Gespräche endeten ohne Lösung.

Zwar erklärte sich die Pensionskasse bereit, das Grundstück zum Marktpreis zu verkaufen. Doch für die IG Museumsquartier war der Preis zu hoch. Sie hätten einen Immobilienexperten um eine Schätzung gebeten, sagte Reto Schmid Ende Juni. Die Pensionskasse habe aber einen «massiv höheren Betrag» verlangt.

Anders sieht das Philipp Zünd, Leiter Immobilienanlagen bei der Pensionskasse. «Jeder Fachmann kann ihn nachvollziehen. Die Lage ist gut und die baurechtliche Situation wertet das Grundstück auf.»

Die Häuser im Museumsquartier basieren auf einem Überbauungsplan von 1874. Dieser sah einen Anbau ans Schulgebäude vor. Das Gebäude wurde jedoch nie realisiert. Der Neubau, den die Pensionskasse plant, soll nun einen Teil der Baulücke schliessen.

Im Museumsquartier zu bauen, ist heikel

Das Ortsbild des Museumsquartiers ist geschützt. Der Sachverständigenrat der Stadt steht dem Bauvorhaben aber positiv gegenüber. Die Pensionskasse führe jetzt aber einen Architekturwettberwerb durch, «damit ein passendes und hochwertiges Gebäude geplant werden kann», heisst es in der Mitteilung. Dabei würden klare Bedingungen gestellt bezüglich Kriterien wie Nachhaltigkeit, Wohnungsangebot oder Umgebung.

Die Pensionskasse hat zur Teilnahme verschiedene Architekturbüros mit Sitz in der Stadt St.Gallen eingeladen. Der Architekturwettbewerb startet im Herbst, Anfang nächstes Jahr kürt die Pensionskasse das Siegerprojekt.

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