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St.Galler Kläranlagen reinigen 18,9 Milliarden Liter Abwasser

Die beiden Abwasserreinigungsanlagen der Stadt, Au und Hofen, haben die gesetzlichen Anforderungen im Jahresmittel erfüllt. Doch in den Wintermonaten wurden einige Richtwerte überschritten.
Christoph Renn
Die ARA Hofen ist die älteste Kläranlage der Schweiz.

Die ARA Hofen ist die älteste Kläranlage der Schweiz.

Wer in der Stadt auf die WC-Spülung drückt, der leitet sein Abwasser in eine der beiden Kläranlagen Au und Hofen. Auch WC-Papier sowie Ölreste landen in den grossen Reinigungsbecken. Hinzu kommt unerwünschter Abfall wie Zigarettenstummel und Wattestäbchen, die ebenfalls den Weg in die Kläranlagen finden. Alle Abfälle werden in den Kläranlagen herausgefiltert.

Beide Anlagen haben gemäss Geschäftsbericht der Entsorgung St. Gallen 2017 die gesetzlichen Anforderungen an die Reinigungsleistungen mit wenigen Ausnahmen erfüllt. Dies, obwohl auf dem Gelände der ARA Hofen die dritte Sanierungsetappe realisiert wurde. Deshalb zieht Marco Sonderegger, Leiter Entsorgung St. Gallen, ein positives Fazit: «Es war ein gutes Jahr ohne besondere Ereignisse.»

Das städtische Abwasser wird in Zukunft sogar noch besser gereinigt. Mit der revidierten Gewässerschutzverordnung, die Anfang 2016 in Kraft trat, erhält die Elimination von Mikroverunreinigungen eine zentrale Bedeutung. «Im vergangenen Jahr waren wir stark mit der Projektierung der neuen Anlage beschäftigt», sagt Sonderegger. In diesem Jahr starten die Bauarbeiten.

ARA Hofen hat nicht alle Richtlinien eingehalten

Die beiden Kläranlagen der Stadt haben zwar die meisten gesetzlichen Anforderungen erfüllt, doch wurden einige Richtwerte überschritten. So konnte die ARA Hofen gemäss Geschäftsbericht bis auf drei Parameter alle Richtlinien einhalten. Zu Überschreitungen kam es hauptsächlich bei Regenwetter. «Es gibt natürlich saisonale Unterschiede», sagt Sonderegger. Beispielsweise beim Abbau von Nitrit. «Bei tiefen Temperaturen arbeiten die Bakterien weniger effizient.» Deshalb hat die ARA Hofen den Richtwert im Jahresdurchschnitt zwar eingehalten, jedoch kam es zu mehr als den erlaubten Überschreitungen im Abfluss.

Die Abflusskonzentration sowie der Phosphorabbau bei Trockenwetter konnte in der ARA Hofen erreicht werden, jedoch kam es bei Regenwetter zu einer schlechteren Reinigungsleistung. Obwohl nicht sämtliche Anforderungen erfüllt wurden, zeigt sich Sonderegger zufrieden: «Die Abweichungen halten sich in Grenzen.» Bei der ARA Au hingegen konnten dieses Jahr alle Grenzwerte erfüllt werden. Noch im Jahr 2016 verzeichnete sie eine ungenügende Reinigungsleistung, was den Abbau von biochemischem Sauerstoff angeht.

Das Abwasser passt in 157 Millionen Badewannen

Die beiden Kläranlagen reinigten im vergangenen Jahr rund 18,9 Millionen Kubikmeter Wasser. Dies entspricht einer Wassermenge, die in rund 157 Millionen Badewannen passen würde oder in 7552 Schwimmbecken mit einer Länge von 50 Metern. Dabei wurden 62 Tonnen Phosphor entfernt, 1950 Tonnen Kohlenstoff abgebaut und 430 Tonnen Stickstoff aus organischen Stickstoffverbindungen in ungefährliches Nitrat umgewandelt. Teile des Kanalsystems müssen erneuert werden Neben dem normalen Betrieb ist die Erneuerung des Kanalsystems eine Daueraufgabe. Von insgesamt sieben Entlastungsbauwerken im Quartier Lachen erfüllen nur zwei die Anforderungen des Gewässerschutzes. Sie springen teilweise zu schnell und zu häufig an. Diese Situation wird mit der Umsetzung des generellen Entwässerungsplanes (GEP) bereinigt.

Auch auf den Abwasserreinigungsanlagen selbst wurde gebaut. So erhielt die ARA Hofen im vergangenen Jahr ein neues Blockheizkraftwerk. Dieses erzeugt jährlich rund 1,8 Millionen Kilowattstunden Strom und circa 2,5 Millionen Kilowattstunden Wärme.

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