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St.Galler Freibäder schliessen trotz Hitze früh – das hat seine Gründe

Die städtischen Freibäder sind diese Woche bis 20 Uhr geöffnet. Im regionalen Vergleich sind das eher restriktive Öffnungszeiten. Doch es gibt Ausweichmöglichkeiten.
Roger Berhalter
Badegäste im Freibad Lerchenfeld: Mit dem Badespass ist hier früher Schluss als in Freibädern in der Region. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 26. Juni 2019)

Badegäste im Freibad Lerchenfeld: Mit dem Badespass ist hier früher Schluss als in Freibädern in der Region. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo - 26. Juni 2019)

Es gibt unter Bademeistern eine Faustregel: Ab dem dritten schönen Tag in Folge kommen die Badegäste. Nicht die Sonnenhungrigen und die Schwimmer; die sind ohnehin da. Die Mehrheit aber geht erst dann in die Badi, wenn es schon seit Tagen schön und heiss ist und eine Abkühlung nottut. So gesehen herrschen in dieser Woche Traumbedingungen für Bademeister. Das Wetter ist durchgehend schön, die Temperaturen sind konstant hoch, weder Wolken noch Gewitter trüben die Aussichten.

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Unter solchen Bedingungen können die stadtsanktgaller Bademeister die Öffnungszeiten jeweils um eine Stunde bis 20 Uhr verlängern. Dies wird einerseits vor Ort über Lautsprecher kommuniziert und anderseits auf der Website der Stadt publiziert. Zumindest im Normalfall.

An einem Sommertag wie gestern aber, der noch dazu mit dem schulfreien Mittwochnachmittag zusammenfällt, dürften die Bademeister anderes zu tun zu haben, als die Website zu aktualisieren. Jedenfalls war online bis zum frühen Abend fälschlicherweise zu lesen, dass in den Freibädern der Stadt die regulären Öffnungszeiten bis 19 Uhr gälten. Erst auf telefonische Nachfrage war zu erfahren, dass die Bäder diese Woche bis 20 Uhr geöffnet sind.

Wassertemperaturen in den Freibädern der Stadt St.Gallen und am Bodensee

Stadt St.Gallen
Freibad Lerchenfeld geschlossen
Freibad Rotmonten geschlossen
Familien- und Frauenbad Dreilinden geschlossen
Mannenweier 18
Region
Badhütte Rorschach 18
Schwimmbad Arbon: See 17
Schwimmbad Arbon: Becken 20

Im Mannenweiher: Baden auf eigene Gefahr

Ein Blick auf die Badis der Region zeigt, dass die meisten während der Hochsaison erst um 20 Uhr schliessen, einige auch später. Die städtischen Badi-Öffnungszeiten bis 19 Uhr sind im Vergleich dazu eher restriktiv. Die Badis Lerchenfeld und Rotmonten sind jeweils von 8 bis 19 Uhr geöffnet (in der Hochsaison zusätzlich einmal pro Woche schon ab 7 Uhr). Das Gemeinschafts- und das Familienbad Dreilinden ist jeweils von 9 bis 19 Uhr in Betrieb.

Warum schliessen die Stadtsanktgaller Badis verhältnismässig früh? Roland Hofer, Leiter Bad- und Eisanlagen bei der Stadtverwaltung, sagt:

«Bei schönem und warmen Badewetter bleiben die St.Galler Freibäder jeweils bis 20 Uhr offen, dies ist diese Woche der Fall.»

Auf Drei Weieren bestehe im Mannenweiher die Möglichkeit, auch nach Ende der offiziellen Öffnungszeiten zu baden. Wenn auch ohne Aufsicht durch das Badmeisterpersonal. Tagsüber seien dort jeweils zwei Bademeister vor Ort, danach bade man auf eigene Gefahr.

Die meisten Badeanstalten der Region müssten Konkurs anmelden, wenn nicht die Gemeinde ihr Defizit decken würde. Würden längere Öffnungszeiten nicht die Einnahmen erhöhen und das Defizit verkleinern?

Hofer stellt dies in Frage, da die Badegäste in der Regel schon vor 19 Uhr in den Freibädern einträfen. «Die Gäste bezahlen den normalen Eintritt und können dann von einer Stunde mehr ‹Badezeit› profitieren.» Zudem seien ab 19 Uhr in den Bädern verhältnismässig wenige Gäste anzutreffen.

Das Wetter entspricht nicht immer der Saison

Viele Badis in der Region unterteilen die Badezeit in Vor-, Haupt- und Spätsaison und passen ihre Öffnungszeiten entsprechend an. In St.Gallen wird auf eine solche Differenzierung verzichtet und lieber aufgrund der Wettervorhersagen kurzfristig entschieden. So kann es sein, dass auch noch Anfang September ein Freibad bis 20 Uhr offen bleibt.

Das Wetter hält sich eben nicht immer an die Saisoneinteilung, was gerade die vergangenen Wochen wieder gezeigt haben. An Ostern, bevor die Badesaison startete, war es schön und warm. Es herrschte beinahe Badewetter. Im Mai hingegen, als die Bäder öffneten, war es ungewöhnlich kalt und nass; die Temperaturen fielen an manchen Tagen bis in den einstelligen Bereich.

Öffnungszeiten online prüfen

Die Öffnungszeiten der städtischen Freibäder sind abrufbar unter www.stadtsg.ch/sport.

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