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Überraschende Zahlen: Der Verkehr im St.Galler Rosenbergtunnel hat zum ersten Mal nicht weiter zugenommen

Erstmals seit Eröffnung der St.Galler Stadtautobahn 1987 hat der Verkehr im Rosenbergtunnel nicht zugenommen. Rund um die Anschlüsse war er teils gar rückläufig.
David Gadze
(Bild: Inforgrafik/jbr)

(Bild: Inforgrafik/jbr)

38'300 Fahrzeuge. So viele fuhren 1988, im ersten vollen Jahr nach der Eröffnung der St.Galler Stadtautobahn, täglich durch den Rosenbergtunnel. Seither hat sich die Verkehrsmenge mehr als verdoppelt. 2017 passierten 80'400 Fahrzeuge den Rosenbergtunnel. Das Überraschende daran: Das sind genau gleich viele wie 2016. Auf dem Sitterviadukt betrug die Zunahme 0,1 Prozent (79'500 Fahrzeuge pro Tag, plus 100), im Schorentunnel nahm der Verkehr gar um 0,5 Prozent ab auf 37'500 Fahrzeuge pro Tag (minus 200). Bei der Harzbüchelgalerie blieb die Menge konstant bei 73'600 Fahrzeugen täglich.

Der Rosenbergtunnel in St. Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Der Rosenbergtunnel in St. Gallen. (Bild: Benjamin Manser)

Es ist das erste Mal seit der Eröffnung der Stadtautobahn Mitte 1987, dass die Verkehrsmenge im Rosenbergtunnel stagniert. Einzige Ausnahme war das Jahr 2004, als aufgrund von Bauarbeiten östlich und westlich des Tunnels ein leichter Rückgang zu verzeichnen war (siehe Grafik). Diese Entwicklung ist auch für das städtische Tiefbauamt der Stadt St. Gallen überraschend. Denn während der Verkehr auf den städtischen Strassen in den vergangenen Jahren nur noch leicht zugenommen hat, ist er auf der Stadtautobahn kontinuierlich mit 1 bis 2 Prozent gestiegen. «Uns ist nicht mit Bestimmtheit klar, warum er nun stagniert hat», sagt Christian Hasler, Leiter Verkehr beim städtischen Tiefbauamt. Möglicherweise hätten die Vorarbeiten für die Sanierung der Stadtautobahn in den kommenden Jahren eine Rolle gespielt.

Tiefstwert bei der St.-Leonhard-Brücke

Interessanterweise hat sich der Verkehr nicht auf die städtischen Strassen verlagert. Im Gegenteil: An den Zählstellen rund um die Autobahnausfahrten Winkeln, St.Fiden und Neudorf war der Verkehr sogar leicht rückläufig. Das betrifft auch die Strassen rund um die Kreuzbleiche. Auch an der Rosenbergstrasse, bei den Zählstellen vor dem Josefshaus und vor der Villa Wiesental, ist der Verkehr zurückgegangen, ebenso an der St.-Leonhard-Brücke, wo er von 27400 Fahrzeugen pro Tag im Jahr 2015 – das entspricht der langjährigen Menge – um knapp zehn Prozent auf 25'000 Fahrzeuge sank. Das sind so wenige wie nie seit 1990.

Auch an den vier Zählstellen am Knoten Teufener Strasse/Oberstrasse/Wassergasse blieb die Verkehrsmenge im Vergleich zum Vorjahr im Grossen und Ganzen konstant. An der Langgasse war sie unverändert, am Platztor nahm sie ganz leicht zu. Eine Verlagerung auf den öV hat es jedenfalls nicht gegeben: Die VBSG verzeichneten 2017 etwa gleich viele Passagiere wie 2016. «Die Leute sind offenbar weniger in die Stadt gekommen als vorher.»

Die Staus nehmen zu

Konträr zur Stagnation der Verkehrsmenge stehen allerdings die Staumeldungen. Zwar hat das Tiefbauamt keine genauen Zahlen ermittelt. Doch die Meldungen hätten sich gehäuft, sagt Hasler. In den Spitzenstunden seien also tendenziell mehr Leute unterwegs, während der Freizeitverkehr gesunken sei. Die Entlastungswirkung durch die Eröffnung der Stadtautobahn sei immer noch messbar, schreibt die Stadt in den Verkehrsdaten.

So ist die Fahrzeugmenge an der Rorschacher Strasse heute rund 50 Prozent tiefer als 1986 und knapp 20 Prozent tiefer als 1987. An der Zürcher Strasse in Bruggen hat sich die Verkehrsmenge im Vergleich zu 1986 nahezu halbiert, seit 1987 hat sie aber um fast 20 Prozent zugenommen.

Hinweis

www.stadtsg.ch/verkehrsdaten

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