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St.Gallen: Streik und Podium fürs Klima

Das Kollektiv Klimastreik Ostschweiz macht immer wieder auf Probleme in der Klimapolitik aufmerksam. Am Freitag sollen nach einem Streik Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft Red und Antwort stehen.
Jessy Nzuki
Das Transparent hat eine Busse zur Folge. (Bild: pd)

Das Transparent hat eine Busse zur Folge. (Bild: pd)

Nach drei Klimastreiks, einer Demonstration und einem offenen Brief geht das Kollektiv Klimastreik Ostschweiz nun einen Schritt weiter und veranstaltet einen Aktionstag. Am Freitag, 13 Uhr, ziehen die Teilnehmer für einen Klimastreik vom Vadian-Denkmal aus durch die Stadt. Auf 19.45 Uhr lädt das Kollektiv zudem zu einer Podiumsdiskussion in die Grabenhalle ein. Thema sind die aktuelle Klimapolitik und die Klimastreik-Bewegung. Die Veranstalter wollen verschiedene Perspektiven auf die Klimathematik beleuchten. «Die Redner locken vielleicht auch Leute an, die der Klimadebatte bisher skeptisch gegenüberstanden», sagt Dominic Truxius vom Kollektiv Klimastreik Ostschweiz.

Politgruppe und Kollektiv arbeiten zusammen

Am Podium nehmen unter anderem Bettina Dyttrich, Journalistin der WoZ, sowie die Schüler Mateo Rothenberger und Miriam Rizvi von der Kantonsschule am Burggraben teil. Der Klimawissenschaftler Hanspeter Schmid wird Inputs geben, aber auch analysieren, ob die Forderungen des Kollektivs durchsetzbar sind. Aus der Politik soll die St. Galler Kantonsratpräsidentin Imelda Stadler (FDP) den Teilnehmern Red und Antwort stehen. Noch nicht geklärt ist, ob Balthasar Glättli, der grüne Zürcher Nationalrat, teilnimmt. Corinne Riedener, Journalistin des Ostschweizer Kulturmagazins Saiten, moderiert die Debatte. Nach der Diskussion will das Kollektiv seine bisherigen Erfolge feiern. Die Musik dazu liefern die drei St. Galler Bands Projekt ET, The Harbs und Dachs sowie DJ Kutschenstreik – der Name sei Zufall.

Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Politgruppe Grabenhalle entstanden. Die Gruppe verstehe die Grabenhalle als einen politischen Ort und möchte Debatten wie jener um das Klima Raum geben. Die Diskussion um eine nachhaltige Klimapolitik sei aktuell – deshalb kam es zur Veranstaltung, erklärt die Gruppe. Sie solidarisiert mit dem Kollektiv, wie sie in einer Mitteilung schreibt, und unterstützt dessen Forderungen vollumfänglich.

Streiks, Vorträge und illegale Banneraktion

«Wir werden mindestens einmal pro Monat während der Schulzeit streiken», sagt Dominic Truxius vom Kollektiv. Die Konsequenzen in Form unentschuldigter Absenzen seien für die Kantonsschüler kein Grund, mit den Streiks aufzuhören.

Mit der Polizei sei das Kollektiv bei bisherigen Aktionen nicht aneinander geraten, ergänzt Truxius. Dennoch müssen die Schüler jetzt aufgrund einer Anzeige mit einer Busse rechnen. Um den Aktionstag anzukünden, haben sie vergangenen Dienstagabend ein Transparent an der Brücke auf der Kreuzbleiche aufgehängt: «Klimastreik diesen Freitag», war zu lesen. Ohne eine Bewilligung ist eine solche Plakataktion illegal, bestätigt Stadtpolizei-Mediensprecher Dionys Widmer auf Anfrage.

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