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Der kleinste Zirkus der Schweiz gastiert im Stadtpark

Minicirc ist seit 21 Jahren auf Tournee. Die neuste Kreation ist ab Mittwoch in St.Gallen zu sehen.
Miguel Lo Bartolo
Stephan Dietrich und Irmi Friedler in der Denkerpose. (Bild: PD)

Stephan Dietrich und Irmi Friedler in der Denkerpose. (Bild: PD)

Unaufhörlich reist Stephan Dietrich mit seiner Partnerin Irmi Fiedler durch die Schweiz. Die beiden Artisten bilden zusammen mit ihrer tierischen Begleitung – ein dressiertes Schwein und fünf Hühner – die gesamte Zirkusbande des Minicirc. Bereits zum fünften Mal gastiert der kleinste Zirkus der Schweiz in St.Gallen. Bis zu 60 Leute können im Zirkuszelt untergebracht werden.

Seit Mai dieses Jahres präsentiert das Artistenpaar seine neue Show «Wo drückt der Schuh». Dietrich und Fiedler spielen in den vier kleinen Geschichten ihres Programmes verschiedene Rollen. «Mehrere Rollen in einer kurzen Zeitspanne authentisch zu vermitteln, ist eine der grössten Herausforderungen», sagt Dietrich. Bislang habe er aber nur positive Rückmeldungen erhalten.

Zu alt für akrobatische Darbietungen

Wider Erwarten stehen weder halsbrecherische Trapez- oder Seilakrobatik noch klassische zirzensische Darbietungen wie Jonglage oder Einradartistik auf dem Programm. Stattdessen zieht der Minicirc sein Publikum mit theatralischen und publikumsnahen Aufführungen in seinen Bann.

«Für Zirkusakrobatik bin ich inzwischen zu alt.»

Dennoch habe Dietrich versucht, einige bekannte Zirkuselemente beizubehalten. So wird beispielsweise ein Clown im Programm integriert. «Wir sind bislang auch ohne akrobatische Einlagen gut angekommen. Das Publikum schätzt die familiäre Atmosphäre.» Dass der mittlerweile 61-Jährige die Clownschuhe noch nicht an den Nagel gehängt hat, liegt an seiner grossen Leidenschaft für die Zirkuswelt.

Die Zirkusszene im Wandel

Minicirc ist bei weitem nicht der einzige Zirkus, der die Unterhaltungsform neu erfindet. In Mélanie Mosers Dokumentarfilm «Entstaubte Magie – Streiflichter durch die CH-Zirkusszene» wird aufgezeigt, wie sich die Unterhaltungsform verändert hat. Die Filmschaffende will auf diese Veränderungen aufmerksam machen und «das Verständnis für die lebendige Kunstform fördern». Damit solle den Artisten die Aufmerksamkeit zukommen, die ihnen zustünde.

Auch auf Minicirc wird in der Dokumentation eingegangen. Deshalb wird am Mittwoch um 20 Uhr das Zirkuszelt im Stadtpark zum Kinosaal. Zuvor findet die Premierenvorstellung von «Wo drückt der Schuh» um 15 Uhr statt. Der Minicirc ist bis Sonntag, 22. September, in der Stadt und führt täglich auf. Reservationen sind erwünscht, das Programm ist hier abrufbar.

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