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«Das ist provinziell»: Grünliberale kritisieren die Verkehrsanbindung der künftigen Olma-Halle und fordern einen neuen Weg

Grünliberale kritisieren, der Bahnhof St.Fiden sei bei der Anbindung an die neue Olma-Halle vergessen worden.
Sandro Büchler
Vom Bahnhof St.Fiden links entlang der Gleise und über die Galerie der Autobahnausfahrt soll der vorgeschlagene Weg führen. (Bild: Michel Canonica)

Vom Bahnhof St.Fiden links entlang der Gleise und über die Galerie der Autobahnausfahrt soll der vorgeschlagene Weg führen. (Bild: Michel Canonica)

Der Grünliberale Markus Tofalo versteht die Welt nicht mehr: «Da wird für 122 Millionen eine neue Messehalle gebaut, aber die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr ist provinziell.» Zusammen mit seiner Partei fordert er, dass der Bahnhof St.Fiden zum Messebahnhof wird. Mit einem Fussweg soll er mit der zukünftigen Olma-Halle 1 verbunden werden. 2024 soll die neue Halle fertiggebaut sein.

Ihre Kritik richten die Grünliberalen an den St.Galler Stadtrat. Anlass dazu ist dessen Antwort auf eine Interpellation der Grünliberalen Fraktion im Stadtparlament. Die GLP wollte vom Stadtrat wissen, wie die Besucher in Zukunft zu den Olma-Messen gebracht werden. In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass zu den Veranstaltungen auf dem Olma-Areal mehr als zwei Drittel der Besucher mit dem Öffentlichen Verkehr (63 Prozent), zu Fuss oder mit dem Velo (7 Prozent) anreisen. Weniger als ein Drittel (30 Prozent) reise mit dem Auto an.

Verkehrskonzept gemäss Stadtrat ausreichend

Die bestehende Erschliessung mit den Buslinien 3, 4, 6 und 200 sowie der S-Bahn ist in den Augen des Stadtrats ausreichend. Eine Ausnahme ist die Situation während der Olma. Da seien jeweils Extrabusse nötig. Es sei «wünschenswert», die Attraktivität des Bahnhofs St.Fiden zu steigern.

Diesen bauen die SBB bis 2023 behindertengerecht aus, sagt SBB-Sprecher Martin Meier.

«Die drei Perrons werden dazu erhöht, zwei Rampen bei der Personenunterführung gebaut und die Treppe von Perron 3 und 4 mit einem Lift zur Passerelle ergänzt.»

Geht es nach dem Stadtrat, sollen die Fussgänger weiterhin über den Abstellplatz nördlich der Gleise und weiter via Bach- und Splügenstrasse zum Messegelände gelangen. Rollstuhlfahrer müssten gar einen Bogen über die Kolumbanstrasse machen. Die Stadt will einzig die Machbarkeit eines beidseitigen Trottoirs an der Bachstrasse prüfen.

GLP lanciert die Idee eines neuen Fusswegs

Markus Tofalo, der die Arbeitsgruppe Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung innerhalb der GLP leitet, kritisiert: «Wenn der Weg über schmale Treppen, gefährliche Strassen und Kiesplätzen führt, ist dies alles andere als eine gute Visitenkarte für die Stadt.» Auch die Extrabusse seien nicht für Publikumsaufmärsche von mehr als 5000 Personen ausgelegt, wie sie nach einem Konzert gleichzeitig aus der Halle strömen würden.

«Zu glauben, dass diese Menge mit ein paar Extrabussen zum Hauptbahnhof gefahren werden könnten, ist realitätsfremd.»

Der Stadtrat habe den Bahnhof St.Fiden im Verkehrskonzept gar nicht berücksichtigt.

Tofalo lanciert deshalb die Idee eines Fusswegs. Dieser soll die neue Olma-Halle und den Bahnhof St.Fiden direkt miteinander verbinden. Der Weg soll in der Verlängerung der Unteren Lindentalstrasse starten, also beim Perron 1 entlang der Gleise nach Westen und dann über die Galerie der Autobahnausfahrt zum Olma-Areal führen.

«Klar, das würde etwas kosten», sagt Tofalo. Zu einer Halle dieser Grössenordnung gehöre eine adäquate Erschliessung. Bereits hat er in Eigenregie Visualisierungen erstellt. Mit diesen wollen die Grünliberalen am Dienstag in der Parlamentssitzung für die Idee werben.

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