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Kinderpornografie-Verdacht: Mitarbeiter von St.Galler Kindertagesstätte war auch Babysitter

Ein Mitarbeiter einer St.Galler Kindertagesstätte sitzt in Untersuchungshaft. Er soll im Netz Kinderpornografie verbreitet haben. Für ein Fehlverhalten am Arbeitsplatz gibt es bislang keine Hinweise.
Roman Hertler
Prävention spielt auch in Kindertagesstätten eine wichtige Rolle. (Symbolbild: Keystone)

Prävention spielt auch in Kindertagesstätten eine wichtige Rolle. (Symbolbild: Keystone)

Ein Mitarbeiter einer St.Galler Kindertagesstätte soll kinderpornografisches Material im Internet verbreitet haben. Anfang Juli wurde er von der Polizei festgenommen. Seither sitzt der Mann in Untersuchungshaft, wie es in einem Artikel von «20Minuten» heisst. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Fall und wertet die Daten auf den Computern des Mannes aus, wie Mediensprecher Roman Dobler auf Anfrage bestätigt.

Mann bot auch seine Dienste als Babysitter an

Der Mann, der wegen Besitz von kinderpornografischen Materials in U-Haft sitzt, bot auf verschiedenen Online-Plattformen auch seine Dienste als Babysitter an. Wie «20 Minuten» schreibt, habe er sich dabei als «liebevolle und qualifizierte» Betreuung bezeichnet. Dabei habe er sich auf den Plattformen zuerst als Frau ausgegeben, um leichter ein Engagement als Babysitter zu finden. (chs)

Man sei über den Vorfall zutiefst schockiert, heisst es in einem Schreiben von Jacques Hefti, dem Verwaltungspräsidenten der Fiorino AG. Das Unternehmen führt weitere neun Krippen in St.Gallen und Umgebung. Einen Tag nach der Verhaftung des Mitarbeiters wurden alle Eltern, die ihre Kinder in der betreffenden Kita betreuen lassen, sowie die anderen Mitarbeiter informiert. Der Verhaftete wurde fristlos entlassen. Gemäss bisherigen Erkenntnissen liegen keine Hinweise vor, dass Kinder der St.Galler Kita in kinderpornografische Handlungen verwickelt worden sind.

Gemäss Staatsanwaltschaft sei der Verdächtige nicht einschlägig vorbestraft. Untersuchungshaft werde nur bei dringendem Tatverdacht verordnet. Zudem müsse mindestens einer von vier Haftgründen vorliegen: Verdunkelungs-, Flucht-, Fortsetzungs- oder Ausführungsgefahr. Der Verhaftung waren polizeiliche Ermittlungen vorausgegangen.

«Prävention spielt immer eine Rolle»

«Ich hätte ihm das nie zugetraut», sagte eine Hörerin gegenüber «FM1Today». Ihre Kinder werden ebenfalls in einer Krippe der Kette betreut – früher aushilfsweise auch vom mittlerweile Verhafteten. «Ich fand, dass er seine Arbeit mit Freude und guter Sozialkompetenz durchführte. Aber wem sieht man schon an, in welcher Gedankenwelt er lebt?»

Die Aufsicht über die Kindertagesstätte hat das kantonale Amt für Soziales. Nach der Verhaftung des Kita-Mitarbeiters sei man umgehend informiert worden, sagt Roger Zahner, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend beim Sozialamt. «Grundsätzlich machen sich alle Kitas im Rahmen des Bewilligungs- und Aufsichtsverfahrens Gedanken, wie Kindeswohlgefährdungen vermieden und spezielle Situationen gehandhabt werden sollen.» Der Gedanke der Prävention spiele immer eine wichtige Rolle. «Aber eine komplette Sicherheit gibt es natürlich nie.» Selbst mit den besten Vorkehrungen sei es schwierig. Hinweise auf solche Neigungen gebe es meist nur, wenn schon einmal etwas aktenkundig vorgefallen sei, so Zahner weiter. «Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es aus Sicht der Betreuung super ist, wenn Männer und Frauen in Kitas arbeiten und als Bezugspersonen für die Kinder zur Verfügung stehen.»

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