Steinach treibt die Sanierung der Bleichestrasse voran

Sie ist eine der Hauptverkehrsadern der Gemeinde Steinach. Und sie ist in die Jahre gekommen: die Bleichestrasse. Vor über 40 Jahren erbaut, sammelt sie seither den Verkehr aus den Quartieren, die sie umgeben. Dazu ist die Bleichestrasse eine wichtige Verbindung zwischen Steinach, Arbon und dem A1-Zubringer. Am 19. April stimmen die Bürgerinnen und Bürger über die Sanierung ab.

Martin Rechsteiner
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Das Gemeindehaus von Steinach.

Das Gemeindehaus von Steinach.

Bild: Martin Rechsteiner

Die Gemeinde Steinach will ein rund 600 Meter langes Stück der Bleichestrasse zwischen der Schulstrasse und dem Kreisel erneuern. Doch nicht nur das: Der Abschnitt soll eine neue Gestaltung erhalten mit Verkehrsberuhigenden Massnahmen, neuer Beleuchtung und grösseren Fokus auf Velos und den Langsamverkehr. Kostenpunkt gesamt: knapp 1,7 Millionen Franken. An der Urnenabstimmung vom 19. April, welche die Bürgerversammlung ersetzt, können die Steinacher Stimmberechtigten über diesen Kredit inklusive dessen Abschreibung innert 35 Jahren befinden.

Gleichzeitig mit der Strasse sollen die Werkleitungen teils erneuert werden. Die Kosten dafür tragen die Werke, im Kreditbegehren der Gemeinde sind sie deshalb nicht enthalten.

Die Randsteine bröseln

«Der Zahn der Zeit hat an der Strasse genagt. An verschiedenen Orten sind zum Beispiel Randsteine lädiert. Deshalb ist ein Kredit für eine baldige Sanierung nötig», sagt Gemeindepräsident Michael Aebisegger. Stimmen die Bürger dem Antrag zu, erfolge voraussichtlich Ende kommendes Jahr der Baustart. Ende 2022/Anfang 2023 sei die Sanierung abgeschlossen und die Strasse für den Verkehr wieder passierbar.

Die Höchstgeschwindigkeit auf der neuen Strasse ist nach wie vor auf 50 Kilometer pro Stunde angesetzt, allerdings sollen insgesamt fünf Rabatten mit Bäumen entlang beider Strassenränder eine schnelle Durchfahrt verhindern. «Das dient der Sicherheit, insbesondere jener der Velofahrer», sagt Aebisegger. Denn sie müssen sich nicht um die Hindernisse schlängeln, sondern können diese am Rand passieren.

Breitere Trottoirs, engere Strasse

Die Mittelinsel auf der Höhe Einfahrt Bifangstrasse soll bleiben, ebenso der Fussgängerstreifen. Hinzu kommen gelbe Bodenmarkierungen für die neue Fahrbahn-Bushaltestelle. Diese soll den Anforderungen von Menschen mit Beeinträchtigung entsprechen. Die Breite der Trottoirs steigt, auf Kosten der Strasse, auf zwei Meter. «Für die Sanierung ist kein Grundstückserwerb erforderlich. Vorübergehende Beanspruchungen werden mit Abschluss der Bauarbeiten wieder instand gestellt», schreibt die Gemeinde im Projektgutachten.