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Drei Neue für die Gossauer Stadtwerke: Nach überraschenden Abgängen ist die Geschäftsleitung wieder komplett

Erst wurde die Geschäftsleitung auf drei Mitglieder verschlankt, jetzt sind’s plötzlich wieder vier.
Melissa Müller

Die Gossauer Stadtwerke haben turbulente Zeiten hinter sich. Nach mehreren Abgängen ist die Geschäftsleitung nun wieder komplett. Seit dem 1.Oktober ist sie vierköpfig: Am 1.September trat der neue Geschäftsführer Patrik Schönenberger sein Amt an. Sein Stellvertreter Urs Peter leitet wie bis anhin die Abteilung «Zentrale Dienste». Am 1.Oktober sind zwei Neue dazu gekommen: Michael Ammann ist für die Abteilung «Netze» zuständig, Cornelia Büchi für «Markt und Energie».

Im März 2018 hatte der Stadtrat die Geschäftsleitung im Rahmen einer Reorganisation von vier auf drei Abteilungen verkleinert. «Mit einer schlankeren Geschäftsführung können die Stadtwerke schneller und schlagkräftiger agieren», sagte damals Claudia Martin, die Vorsteherin des Departementes Versorgung und Sicherheit. Die Abteilungen «Netze und Infrastruktur» und «Netzdienste» wurden zusammengelegt.

Zu viele Aufgaben für einen Chef

Warum wird die Geschäftsleitung nun also wieder von drei auf vier Mitglieder aufgestockt? «Der Geschäftsführer der Stadtwerke hat vor einem Jahr auch die eigene Abteilung ‹Markt und Energie› geführt», erklärt Claudia Martin. «Wir haben gemerkt, dass dies zu umfassend ist.» Der Chef könne nebst der operativen Führung nicht auch noch eine solch thematisch breite Abteilung leiten.

Um wieder auf vier Mitglieder aufzustocken, habe man keine neue Stelle schaffen müssen: Der Projektleiter Netze, Adrian Koch, hatte gekündigt. Im Wissen einer möglichen Veränderung hat der Stadtrat seine Stelle nicht sofort neu besetzt – und stattdessen Cornelia Büchi als Leiterin der Abteilung «Markt und Energie» eingestellt.

Ein Ur-Gossauer übernimmt das Ruder

Claudia Martin legte Wert darauf, zuerst einen Geschäftsführer einzustellen und dann die restlichen Positionen zu besetzen. Dies, nachdem Geschäftsführer Peter Guler nach drei Monaten abgesprungen war. Sein Nachfolger ist der 50-jährige Ur-Gossauer Patrik Schönenberger. Der Elektroingenieur ETH mit Schwerpunkt Nachrichten- und Kommunikationstechnik ist seit gut einem Monat im Amt. «Er ist motiviert und voller Tatendrang», sagt Claudia Martin. Schönenberger habe in seiner ersten Arbeitswoche bereits beim Stadtapéro die Gossauer Wasserversorgung präsentiert. «Wir haben ihn nicht geschont.»

Urs Peter ist bereits seit fünf Jahren Mitglied der Geschäftsleitung. Der 60-jährige Leiter der Zentralen Dienste hatte die Geschäfte der Stadtwerke interimistisch übernommen, als Guler gekündigt hatte.

Neu im Kader ist seit diesem Monat der 40-jährige Michael Ammann. Der Herisauer Elektro­ingenieur leitet die Abteilung Netze. Zuvor arbeitete er bei der Firma Bühler in Uzwil.

«Wir haben lange gebraucht, um diese Stelle besetzen zu können, denn solche Fachkräfte sind in der Ostschweiz rar.»

Auf eine Stellenausschreibung hin bewarb sich kein einziger Kandidat, der die Ansprüche erfüllt hätte. Erst als man eine Personalvermittlungsagentur mit der Suche beauftragte, wurde man fündig.

Eine Frau ist das neue ­Gesicht der Stadtwerke
gegen aussen

Die vierte im Bunde heisst Cornelia Büchi. Die 58-Jährige kommt aus dem Bereich Marketing und Verkauf und sei «in der Strombranche gut vernetzt», wie Claudia Martin sagt.

«Es freut mich, dass wir neu auch eine Frau in der Geschäftsleitung haben.»

Cornelia Büchi werde die Stadtwerke gegen aussen vertreten, etwa als Ansprechperson für das Gewerbe.

In kurzer Zeit haben die Gossauer Stadtwerke nun also drei neue Kaderleute erhalten. Kann das gut gehen? «Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich das gewohnt, sie haben in den letzten fünf Jahren viele personelle Veränderungen mitmachen müssen», sagt die Stadträtin. Erst verabschiedete sich Leiter Markus Baer nach nur zweieinhalb Jahren im Frühjahr 2018. Sein Nachfolger warf das Handtuch noch in der Probezeit. Zudem war die Stelle des Leiters Netze lange unbesetzt. «Jetzt sind wir personell so aufgestellt, dass wir wieder Stabilität und Vertrauen gewinnen können», sagt Claudia Martin, welche die Stadtwerke im Januar 2018 von Stadträtin Gaby Krapf übernommen hat.

Externe Berater helfen in der Übergangszeit

Bis die Geschäftsleitung wieder komplettiert werden konnte, wurden die Stadtwerke ein Jahr lang durch ein Interim-Management geführt. Die externen Berater Markus Schwendimann und Gerardo Zampelli stiessen zur Geschäftsleitung. Sie kommen von der Firma IBG Engineering St.Gallen, einem Unternehmen, das auf die Beratung von Elektrizitätswerken spezialisiert ist. «Dank dieser Übergangslösung konnten wir uns Zeit lassen für die Rekrutierung», sagt Claudia Martin. Ein sorgfältiges Auswählen beim Besetzen der Chefpositionen war ihr wichtig. «Eine Feuerwehrübung hätten wir uns nicht leisten können.» Die beiden externen Berater unterstützen die Gossauer Stadtwerke noch bis Ende Oktober und arbeiten die drei Neuen in ihr Amt ein.

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