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St.Galler Stadtverwaltung wird kräftig ausgebaut: Diskussionen programmiert

Die Verwaltung der Stadt St.Gallen wird im kommenden Jahr um knapp 46 Vollzeitstellen aufgestockt. Einen solch grossen Ausbau des Personals gab es in den 2010er-Jahren noch nie. Und er schlägt sich im Budget 2019 nieder.
Daniel Wirth
Tagesbetreuung im alten Schulhaus St.Fiden gestern Nachmittag: Betreuerin Olivia Graf übt mit einer Gruppe Kinder Seilspringen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Tagesbetreuung im alten Schulhaus St.Fiden gestern Nachmittag: Betreuerin Olivia Graf übt mit einer Gruppe Kinder Seilspringen. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Voranschlag 2019 der Stadt St.Gallen sieht bei einem Aufwand von 603 Millionen und einem unveränderten Steuerfuss von 144 Prozentpunkten ein Defizit von neun Millionen Franken vor . Während der Sachaufwand um knapp zwei Millionen auf 96,9 Millionen Franken zurückgeht, steigt der Personalaufwand um 5,2 Millionen auf 264,7 Millionen Franken; das ist ein Anstieg von zwei Prozent im Vergleich mit dem Budget fürs laufende Jahr. Darin einkalkuliert ist eine individuelle Lohnerhöhung von einem Prozent fürs Personal.

Doch es ist nicht diese Lohnerhöhung, die den Personalaufwand im kommenden Jahr in die Höhe treibt; es sind 45,82 neue Vollzeitstellen, die der Stadtrat 2019 schaffen will. Nich in dieser Zahl enthalten ist mehr als ein Dutzend neuer Vollzeitstellen bei den städtischen Verkehrsbetrieben. Sie werden separat ausgewiesen, weil das Budget der Stadtwerke, der Verkehrsbetriebe und des Kehrichtheizkraftwerkes als Sonderrechnung und nicht in der Laufenden Rechnung der Stadt geführt wird.

Bildung mit deutlich mehr Personal

Von den 46 neuen Vollzeitstellen in der Verwaltung fällt der Löwenanteil mit 28 Einheiten auf die Direktion Bildung und Freizeit. Mit dem Schuljahr 2019/20 werden in den Oberstufenschulhäusern der Stadt Mittagstische eingeführt. Das Stadtparlament sagte im Mai dieses Jahres Ja dazu. Für die Umsetzung des Ausbaus rechnet die Direktion Bildung und Freizeit mit 770 Stellenprozenten.

Auch die familienergänzende Betreuung wird mit dem Schuljahr 2019/20 erneut ausgebaut. Hiefür rechnet die Direktion Bildung und Freizeit mit 1100 Stellenprozenten: 400 im Schulhaus Kirchlistrasse, 370 im Schulhaus Hebel, 220 im alten Schulhaus St.Fiden, 110 im Schulhaus Kreuzbühl.

17 weitere neue Stellen werden in der Direktion Soziales und Sicherheit geschaffen, und zwar mit Schwerpunkt im Bereich Soziale Dienste und Stadtpolizei. Die anderen Direktionen werden nicht ausgebaut.

Keine Überqualifikation an den Mittagstischen

Gemäss Stadtrat Markus Buschor, Vorsteher der Direktion Bildung und Freizeit, handelt es sich bei diesen total 18,7 Vollzeitstellen für die Mittagstische und in der Tagesbetreuung von Schulkindern um Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, um Fachangestellte Betreuung und um Frauen, die sich an Kursen die Qualifikation als Betreuerin erlangten. «Wir schauen auf einen guten Mix», sagt Buschor. Es sei nicht das Ziel der Fachstelle Schule und Musik, in der Tagesbetreuung überqualifiziertes teures Personal zu beschäftigen.

Auch zum Ausbau der freiwilligen Schulhausangebote sagte das Parlament Ja und erteilte dem Stadtrat einen verbindlichen Auftrag. Anders sieht das bei 4,4 Stellen aus, die in der Direktion Bildung und Freizeit in der IT neu geschaffen werden. Fünf Stellen, die ab 2019 neu im Stellenplan der Verwaltung aufgeführt werden, sind nicht neu, sondern wurden umgewandelt von Lehr- zu Verwaltungspersonal. «Wir schaffen hier seit einiger Zeit und richtigerweise Transparenz», sagt Buschor. Hier handelt es sich beispielsweise um Handwerker, die Maschinen in den Werkräumen à jour halten oder flicken.

Scheitlin: «Es handelt sich um eine Spitze»

Michael Urech, Leiter der Dienststelle Finanzen, sagte am Montag bei der Präsentation des Budgets 2019, einen solchen Personalausbau habe es in den 2010er-Jahren noch nie gegeben. Und Stadtpräsident Thomas Scheitlin sagte, es handle sich beim Personalausbau im kommenden Jahr um eine Spitze, die so schnell nicht wieder erreicht werde. Allerdings, sagte Scheitlin, mehr Personal bedeute auch mehr Verwaltung beispielsweise in der Personalabteilung.

VBSG stellen neue Chauffeure ein

Die Stadtwerke, die Verkehrsbetriebe (VBSG) und das Kehrichtheizkraftwerk (KHK) führen eine Sonderrechnung mit je einem eigenen Personalaufwand. Bei den Stadtwerken und dem KHK bleibt dieser 2019 im Vergleich mit dem Budget 2018 praktisch unverändert. Ganz anders bei den VBSG: Hier steigt er um satte 3,7 Prozent auf 31,4 Millionen Franken.

Für zusätzliche Chauffeusen und Chauffeure auf der neuen Linie Abtwil-Wittenbach hat die Geschäftsleitung der VBSG im Budget für das kommende Jahr 673'000 Franken eingestellt. Für die Anstellung zweier neuer Werkstatt-Mitarbeiter werden 144'000 Franken im Budget eingestellt. Inklusive einer eingerechneten Lohnerhöhung, einem Anstieg der Sozialkosten als Folge der höheren Lohnsumme und der Beschäftigung von pensionierten Fahrerinnen und Fahrern bei Extra- und Eventfahrten steigt der Personalaufwand der VBSG im kommenden Jahr um 1,12 Millionen Franken. Unternehmensleiter Ralf Eigenmann sagte im April mit Blick auf den Fahrplanwechsel, es würden 19 neue Fahrer benötigt. (dwi)

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