Trinkbecher aus dem Abfalleimer

10 000 Kilometer für Wolf, Luchs und Bär Ausgabe vom 7. September 2013 XL-Becken im Blumenwies? Ausgabe vom 6. September 2013

Jürg A. Hiss, Auwiesenstrasse 39, Postfach 34, 9030 Abtwil
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Tatsächlich haben die Kinder am WWF-Laufe eine grossartige Leistung vollbracht. Hingegen ist es zumindest aus hygienischer Sicht fragwürdig, wenn die WWF-Funktionäre die gebrauchten Trinkbecher aus den Abfalleimern einsammeln, diese in kaltes Wasser tauchen und dann wiederverwenden.

Bedenkliche Situation am Marktplatz

Es ist eine Zumutung, an der Haltestelle am Bohl auf einen Bus oder Zug zu warten. Täglich belästigen und bedrängen dort Drögeler und Alkoholiker viele Bürger. Wir haben genug, uns einfach nur zu ärgern. Es sollte doch möglich sein, dass man in Ruhe gelassen wird. Wir erwarten, dass für mehr Ordnung und Sicherheit gesorgt wird. Die Stadt St. Gallen braucht einen Platz für Randständige. Marktplatz oder der Kantipark sind nicht die richtigen Orte. Wir hoffen auf baldige Besserung der unangenehmen Situation.

Infrastruktur für Jahrzehnte

Stadtbaumeister Erol Doguoglu meint, ein Fünfzig-Meter-Becken im «Blumenwies» wäre dem Breitensport nicht dienlich. Das stimmt so nicht. Ein solches Becken nützt Hobby-Schwimmerinnen und Hobby-Schwimmern sehr wohl. Ein Blick nach Kreuzlingen zeigt, dass im geplanten Fünfzig-Meter-Becken mit wenig Aufwand eine versenkbare Zwischenwand eingebaut wird. Dann kann die eine Hälfte der Wasserfläche zum Beispiel von Aquajoggern, Seniorenschwimmern oder Tauchern genutzt werden, die andere Hälfte fürs Schulschwimmen. Für Schwimmwettkämpfe oder Wasserballspiele würde die Zwischenwand versenkt. So wäre die ganze Wasserfläche für eine beschränkte Zeit für den Leistungssport reserviert. Das ist auch im «Blumenwies» möglich.

Wir von der «IG Hallenbad Blumenwies» unterstützen die Aussage von Marcel Thoma, Leiter des städtischen Sportamtes, dass der Leistungs- und der Breitensport zu kombinieren seien. Sportliche Infrastrukturen sind mit Blick auf Jahrzehnte zu bauen und dürfen nicht aufgrund relativ kurzfristiger Sparpläne beschnitten werden. Dafür setzt sich die IG ein – und mit ihr 13 346 Personen, welche ihre Unterschrift unter unsere Petition geleistet haben. Stellen wir uns vor, dass abends die Hobbyschwimmer sich nicht mehr mit den Ellbogen im Wasser durchkämpfen müssten. Stellen wir uns vor, dass auch die Leistungssportler den dringend notwendigen Platz erhalten. Und stellen wir uns weiter vor, der Stadtrat folgt seinem eigenen Beschluss aus dem Jahre 2010 und baut das Fünfzig-Meter-Becken, aber mit versenkbarer Trennwand.