Südliche Altstadt bald picobello

Nach der erfolgreichen Sanierung des Gallusplatzes soll auch der Pic-o-Pello-Platz erneuert werden. Dank Einsparungen bei der Neugestaltung der südlichen Altstadt kann das ohne neuen Kredit getan werden.

Sebastian Schneider
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Der Pic-o-Pello-Platz könnte bereits im folgenden Sommer neu gestaltet sein. (Bild: Sebastian Schneider)

Der Pic-o-Pello-Platz könnte bereits im folgenden Sommer neu gestaltet sein. (Bild: Sebastian Schneider)

Das Projekt Neugestaltung der südlichen Altstadt startet in die letzte Etappe, respektive in die Ehrenrunde: Nach der Fertigstellung des Gallusplatzes sollen nun auch der Pic-o-Pello-Platz und die Zeughausgasse saniert werden. Die Gasse zwischen Kloster und Altstadt wird gepflästert, der Pic-o-Pello-Platz neu gestaltet. Stadtrat und Baukommission haben das Projekt bereits gutgeheissen. Geht alles nach Fahrplan könnte laut dem Tiefbauamt der Stadt St. Gallen im Herbst mit den Arbeiten gestartet werden.

Dreiteilung des Platzes

Eigentlich handelt es sich beim Platz vor dem Restaurant Splügen um eine Bauzone (siehe Kasten). Dennoch soll der Pic-o-Pello-Platz vorläufig ein «unterschiedlich nutzbarer Ort, zum Beispiel für kleinere Konzerte», bleiben. Das Tiefbauamt hat den Quartierverein Gallusplatz und den Kunst- und Kulturverein Pic-o-Pello in die Planung einbezogen. Nun liegen Änderungen an der Wallstrasse, die über den Platz führt, öffentlich im Amtshaus auf. Gemäss den dortigen Plänen soll der Pico-o-Pello-Platz in drei Abschnitte unterteilt werden soll.

Der erste Teil betrifft den Teil vor dem Restaurant Splügen: «Diese wird mit einem Podest eingefasst», erklärt Matthias Fuchs, beim Tiefbauamt der Stadt St. Gallen Projektleiter für die Neugestaltung der südlichen Altstadt. Gegen die St. Georgen-Strasse hin ntstehe ein Podest, respektive eine «Betonkante». Zudem würden vor dem Restaurant drei freistehende Bäume gepflanzt.

Über die Mitte des Platzes wird laut Matthias Fuchs weiter die Wallstrasse führen: «Für die Strasse werden wir die gleichen Pflastersteine wie beim Nebensträsschen Auf dem Damm verwenden», sagt er. Die gepflästerte Strasse ist der zweite Abschnitt des neuen Platzes.

Der dritte Teil betrifft das Gebiet gegen Süden hin, wo heute unter anderem Parkplätze zu finden sind. Er soll einen Belag erhalten, der an Kieselsteine erinnert.

Die Neugestaltung soll laut Fuchs eine klare Abgrenzung zwischen Platz und Strassenraum bringen. Dies soll mit einem Versatz von einigen Zentimetern, der durch die «Betonkante» entsteht, unterstrichen werden. Auch die Wallstrasse wird zum einen durch die Pflästerung und zum anderen durch Steinplatten optisch abgegrenzt. Durch die Sanierung werden neun öffentliche Parkplätze aufgehoben. Nur ein Behindertenparkplatz sowie je zwei für Private und Mobility-Autos bleiben damit auf dem Pic-o-Pello Platz erhalten.

Sanierung ohne Mehrausgaben

Eigentlich ist die Neugestaltung der südlichen Altstadt abgeschlossen. Doch von den 13 Millionen für das Gesamtprojekt sind noch so viele Franken übrig geblieben, dass es ohne neues Kreditbegehren ans Stadtparlament um den Pic-o-Pello-Platz und die Zeughausgasse erweitert werden kann. Einsparungen waren vor allem beim Baumaterial möglich. «Wir haben beim Gallusplatz bereits einmal gebrauchte Steine wiederverwenden können und haben weitere <antike> günstig in der Region eingekauft», sagt Matthias Fuchs. Auch seien die Offerten der Bauunternehmen letztlich günstiger ausgefallen als am Anfang angenommen.

Gegen den öffentlich aufliegenden Strassenplan kann bis Ende September Einsprache eingelegt werden. Regt sich kein Widerstand, können die Arbeiten laut Fuchs bereits nächsten Sommer abgeschlossen sein.