Mehr Wasser für Schwimmer

ST.GALLEN. Derzeit fehlen den St.Galler Sportschwimmern rund 650 Quadratmeter Indoor-Wasserfläche. Geht es nach Stadtrat und Parlament, ändert sich das bald.

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Bald mehr Platz für Schwimmer. (Bild: Reto Martin)

Bald mehr Platz für Schwimmer. (Bild: Reto Martin)

Lob über Lob, von rechts bis links: das erntete der Stadtrat an der gestrigen Aufräumsitzung des Stadtparlaments für seinen Postulatsbericht zur städtischen Hallenbad-Planung. Das Postulat «Mehr Platz in städtischen Hallenbädern» wurde vom Parlament einstimmig als erledigt abgeschrieben.

Zu wenig Platz für Schwimmer

Bereits vor anderthalb Jahren hatte Stadtparlamentarier Rolf Wirth (FDP) im Vorstoss den Bau eines weiteren Hallenbads für Schwimmsportler gefordert.

Die Sportler zeigten sich damals nicht erfreut darüber, dass die Stadt zuerst das Volksbad zu einem «Erholungs- und Gesundheitsbad» umbauen wollte, bevor die Bedürfnisse der Schwimmer berücksichtigt werden sollten. Dies – und die Tatsache, dass der Stadt nach den Normen des Bundesamtes für Sport 650 Quadratmeter an Indoor-Wasserfläche fehlen – hat wohl zur Überarbeitung des Bäderkonzepts geführt.

Im Hallenbad Blumenwies ist nun in den kommenden Jahren der Bau eines 50-Meter-Sportschwimmbeckens, eines Aussenbeckens sowie die Neugestaltung des Eingangsbereichs und eine Erweiterung der Saunalandschaft vorgesehen. Die Kosten für den Aus- und Umbau des «Blumenwies» würden sich gemäss Postulatsbericht auf mindestens 25 Millionen Franken belaufen. Übers Projekt muss, wenn es vorliegt, also das Volk in letzter Instanz entscheiden.

«Schlüssig» und «sinnvoll»

Ein 50-Meter-Becken werde von vielen Schwimmern vermisst, deshalb begrüsse ihre Fraktion das Konzept, sagte Franziska Wenk für Grüne, Grünliberale und Junge Grüne. Allerdings sei wichtig, dass bei der Planung ökologische Werte berücksichtigt würden, also etwa ein Flachdach zur Gewinnung von Solarenergie genutzt werde. Für einen «ökologisch sinnvollen» Umbau votierte auch Susanne Gmünder für die CVP/EVP-Fraktion.

Das «schlüssige» Bäderkonzept, wie es Rolf Wirth genannt hatte, wurde auch von den andern Fraktionen begrüsst. Es sei «sehr sinnvoll», sagte Jennifer Deuel namens der FDP. Sie freue sich auf konkrete Vorlagen. Genauso wie Stadträtin Barbara Eberhard: den Ausbau des Blumenwies der Sanierung des Volksbades vorzuziehen sei sicher richtig. (mke)