Kaum Einsprachen gegen Antennen

Vier Mobilfunkanlagen in der Stadt St. Gallen sollen neu installiert oder ausgebaut werden. Laut der Baubewilligungsbehörde sind die Einsprachen gegen solche Antennen deutlich zurückgegangen.

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Diese Handyantenne an der Rosenbergstrasse soll ausgebaut werden. (Bild: Tobias Hänni)

Diese Handyantenne an der Rosenbergstrasse soll ausgebaut werden. (Bild: Tobias Hänni)

Das Amt für Baubewilligungen hat kürzlich den Aus- oder Neubau von vier Handyantennen der Swisscom AG bewilligt. Dies geht aus dem aktuellen Bulletin für bewilligte Baugesuche hervor. Grünes Licht gab das Amt für den Ausbau bestehender Anlagen an der Rosenbergstrasse und an der Langgasse sowie für zwei neue Antennen an der Rorschacher Strasse und der Fürstenlandstrasse.

«Haben sich daran gewöhnt»

Dass in solch einem kurzen Zeitraum gleich vier Mobilfunkanlagen bewilligt worden sind, erstaunt. Denn normalerweise weht den Telecomkonzernen beim Ausbau ihres Funknetzes ein rauher Wind entgegen. Anwohner haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit Einsprachen gegen Antennen in ihrem Quartier gewehrt.

«Es gibt eindeutig weniger Widerstand», sagt Ernst Michel, Leiter des Amts für Baubewilligungen. Während es früher Sammeleinsprachen ganzer Quartiere gegen Handyantennen gegeben habe, seien es nun oft nur noch einzelne Einsprecher. Michels Erklärung für die Akzeptanz der Antennen: «Im Vergleich zur Anfangsphase der Handytechnologie haben sich die Leute an sie gewöhnt.»

Einsprachen noch hängig

Dennoch sind auch gegen die kürzlich von der Stadt bewilligten Antennen Einsprachen eingegangen: Gegen den Ausbau der Anlagen an der Rosenbergstrasse und an der Langgasse. «Die Einsprachen wurden von uns abgewiesen, sind an den Kanton weitergezogen worden und dort noch hängig», sagt der Leiter des Amts für Baubewilligungen.

114 Gesuche bewilligt

Wie aus dem letztjährigen Geschäftsbericht der städtischen Verwaltung hervorgeht, wurden 2012 sechs Anlagen in St. Gallen neu erstellt oder ausgebaut. Seit der Liberalisierung des Handymarktes Ende der 1990er-Jahre sind beim städtischen Amt für Baubewilligungen 132 Gesuche für Handyantennen eingereicht worden. 114 davon seien bewilligt worden, heisst es im Geschäftsbericht 2012. (hae)