13 346 Unterschriften fürs Blumenwies

Die IG Hallenbad Blumenwies überreichte gestern im Rathaus eine Rekordzahl von Petitionsunterschriften zugunsten eines 50-Meter-Beckens. Dafür benötigte sie nur sechs Wochen.

Fredi Kurth
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Rolf Wirth zeigt im 11. Stock des Rathauses die Eingangsbestätigung. (Bild: Fredi Kurth)

Rolf Wirth zeigt im 11. Stock des Rathauses die Eingangsbestätigung. (Bild: Fredi Kurth)

Besser hätte das Wetter für eine Aktion zugunsten eines Hallenbads nicht sein können. Doch auch bei sommerlichen Temperaturen hätte die Übergabe der Petition durch die IG Hallenbad Blumenwies Eindruck gemacht. Mit 13 346 Unterschriften übertraf sie die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2002, als sich 7000 St. Galler für eine moderne Kunsteisbahn im Lerchenfeld einsetzten.

«Breit abgestützt»

«Das Ergebnis zeigt, dass nicht einfach ein paar Spinner ein 50-Meter-Becken verlangen, sondern dass das Anliegen breit abgestützt ist», sagte IG-Präsident Rolf Wirth gestern vor dem Rathaus.

Was Hallenbäder mit 50-Meter-Becken betrifft, hört die Schweiz tatsächlich in Winterthur auf. Dort befindet sich die nächstgelegene entsprechende Anlage. Dort tragen jeweils die Wasserballer des Schwimmclubs St. Gallen ihre Indoor-Turniere aus. Im Gegensatz zur kürzlich überreichten Poststellen-Petition, die auf einen bereits gefassten Beschluss der Post reagiert, hat der politische Prozess für die Blumenwies-Erneuerung noch nicht begonnen. Nach Auskunft von Rolf Wirth hat sich aber das Gerücht verbreitet, dass die geplante grössere Wasserfläche dem Sparstift zum Opfer fallen soll. «Damit dies nicht geschieht, haben wir die Initiative ergriffen», sagte Rolf Wirth. «Denn sportliche Infrastrukturen müssen für mehrere Generationen Geltung haben.»

Mitte April hatte auf breiter Ebene die Sammlung der Unterschriften begonnen. Gestern Mittag erschienen Vertreter der IG und des Schwimmclubs sowie schwimmbegeisterte Schulkinder zur Übergabe.

Hineingeschwommen?

Da es sich um keinen offiziellen politischen Akt handelte, durfte der Empfänger, Stadtschreiber Manfred Linke, nicht fotografiert werden. Die Atmosphäre war dennoch entspannt. Der zufällig auftauchende Stadtpräsident Thomas Scheitlin fragte: «So, seid Ihr hineingeschwommen?»

Stadtschreiber Linke nahm erfreut zur Kenntnis, dass auch aus den Aussengemeinden, von denen man allenfalls einen Batzen verlangen könnte, Unterschriften eingegangen sind. Der Stadtrat wird traditionsgemäss eine Antwort auf die Petition geben. «Das Projekt wird auf jeden Fall heiss diskutiert werden», sagte Rolf Wirth.

Rolf Wirth zeigt im 11. Stock des Rathauses die Eingangsbestätigung. (Bild: Fredi Kurth)

Rolf Wirth zeigt im 11. Stock des Rathauses die Eingangsbestätigung. (Bild: Fredi Kurth)