BLUMENWIES: Warten auf zwei neue Becken

Seit Jahren fordern Wassersportler der Stadt mehr Platz. Nun scheint die Erweiterung des Hallenbads Blumenwies in Reichweite zu rücken. 2017 soll ein Architekturwettbewerb lanciert werden.

Christina Weder
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Umbaupläne im Hallenbad Blumenwies: Das heutige Schwimmbecken soll einen höhenverstellbaren Boden erhalten. (Bild: Michel Canonica)

Umbaupläne im Hallenbad Blumenwies: Das heutige Schwimmbecken soll einen höhenverstellbaren Boden erhalten. (Bild: Michel Canonica)

Christina Weder

christina.weder@tagblatt.ch

Das Hallenbad Blumenwies stösst platzmässig an seine Grenzen. Eine Erweiterung und Sanierung sind seit Jahren angedacht. Derzeit beschäftigt sich das städtische Sportamt wieder intensiv mit der Thematik. Das bestätigt Roland Hofer, Leiter Bad und Eis, auf Anfrage. Man sei daran, das Raumprogramm für das erweiterte Hallenbad zu erarbeiten, und stehe kurz vor dem Abschluss. Ziel ist, im ersten Halbjahr 2017 beim Stadtparlament den Kredit für einen Architekturwettbewerb einzuholen. Bis ­dahin müsse Klarheit herrschen über das Raumprogramm, die Anzahl und Grösse der Schwimmbecken.

Laut Hofer soll das Hallenbad Blumenwies in ein «modernes, regionales Sport- und Freizeitbad» umgebaut werden. Das aktuelle Projekt sieht zwei zusätzliche Becken vor. Das Blumenwies soll ein Warmwasser-Aussen­becken und ein zusätzliches Schwimmbecken erhalten. Hofer will sich noch nicht dazu äussern, wie gross letzteres sein wird. «Das ist Gegenstand aktueller Abklärungen.»

Doch noch ein 50-Meter-Becken?

In den vergangenen Jahren haben sich die Gemüter wiederholt am Ausmass des neuen Schwimmbeckens erhitzt. 2013 reichte die Interessengemeinschaft Hallenbad Blumenwies eine Petition mit über 13300 Unterschriften ein. Hauptanliegen war ein 50-Meter-Becken, mit dem das Blumenwies zu einem «regionalen Schwimmsportzentrum» werden sollte. Der Stadtrat sprach sich allerdings in seiner Antwort auf die Petition dagegen aus und machte finanzielle Gründe geltend. Er stellte stattdessen ein 33,3 Meter langes Becken in Aussicht.

Das städtische Sportamt ist laut Roland Hofer nun nochmals über die Bücher gegangen. «Wir hatten den Auftrag, das Ausmass nochmals anzuschauen.» Mehr will er aber noch nicht dazu sagen.

Höhenverstellbarer Boden für Lehrschwimmbecken

Geprüft wird ausserdem, ob die geplante Erweiterung des Hallenbads südlich (in Richtung Parkplatz) oder nördlich (zu den Schrebergärten hin) des bestehenden Gebäudes erfolgen wird. Klarere Vorstellungen gibt es zu den bestehenden Becken: Das Lehrschwimmbecken soll erhalten bleiben. Das bestehende 25-Meter-Schwimmbecken soll in ein multifunktionales Becken umgewandelt werden. Laut Hofer ist vorgesehen, dass es einen höhenverstellbaren Hubboden erhält und als zweites Lehrschwimmbecken genutzt werden könnte. Zudem ist ­geplant, die Garderoben, den Duschbereich und die Sauna zu erneuern.

Die Interessengemeinschaft Hallenbad Blumenwies ist in den Planungsprozess einbezogen worden. Man befinde sich in ständigem Austausch, sagt Hofer. Die Erweiterungspläne sollen im ersten Quartal 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Baubeginn frühestens im Sommer 2019

Auf den Architekturwettbewerb werden eine Volksabstimmung und das Baubewilligungsverfahren folgen. «Wenn alles optimal läuft, sollten wir im Frühling 2021 mit dem Erweiterungsbau beginnen können», sagt Hofer.

Der Platzmangel im städtischen Hallenbad wird also noch eine Weile andauern. Hofer ­bezeichnet ihn nach wie vor als «akut». 130000 private Badegäste besuchen jährlich das Bad. Das Schulschwimmen der städ­tischen Schulen könne gerade noch untergebracht werden. Ansässige Privatschulen und Gemeinden aus der Region mussten aber schon abgewiesen werden. «Dabei wären sie gerngesehene Gäste.» Prekär sei die Situation für die Wassersportvereine, die gerne mehr Wasserfläche mieten würden. Nach wie vor fehlen rund 650 Quadratmeter Wasserfläche. Nicht nur im Schwimmbad sind die Platzverhältnisse eng, auch in der Garderobe und auf dem Parkplatz. Zudem stehe die Sanierung der 40jährigen Anlage an. Die Wasseraufbereitung und Haustechnik müssten erneuert werden.