Wärmer und entspannter

«Mein Bruder und ich sollten die australische Lebensart kennenlernen», sagt Désirée Wappler zu ihrem Umzug nach Australien. Im Jahr 2000 ging sie mit Bruder Jan und ihrer Mutter – einer gebürtigen Australierin – für ein Jahr nach Sydney. Der Vater blieb der Arbeit wegen in St. Gallen.

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Désirée Wappler gefällt ihr Leben in Australien sehr. (Bild: pd)

Désirée Wappler gefällt ihr Leben in Australien sehr. (Bild: pd)

«Mein Bruder und ich sollten die australische Lebensart kennenlernen», sagt Désirée Wappler zu ihrem Umzug nach Australien. Im Jahr 2000 ging sie mit Bruder Jan und ihrer Mutter – einer gebürtigen Australierin – für ein Jahr nach Sydney. Der Vater blieb der Arbeit wegen in St. Gallen. Nach zwölf Monaten kehrte das Trio in die heimischen Gefilde zurück. «Wir merkten aber bald, dass es uns in Australien besser gefiel. Vor allem, wie die Jugendlichen dort zur Highschool gehen.» Man könne länger Kind sein, da die Lektionen später beginnen und früher enden. «Das lässt mehr Zeit für anderes. Das entsprach uns sehr.» Die Familie entschied, dass die Mutter erneut mit den Kindern auf den fernen Kontinent ziehen würde – diesmal längerfristig.

Achteinhalb Jahre lebte die 26-Jährige danach im südaustralischen Adelaide, bevor sie 2011 für ihr Master-Studium nach Europa zurückkehrte. Sie studierte in Dublin und Lissabon und reist nun bald nach Australien zurück. «Ich könnte mir zwar gut vorstellen, ein paar Jahre in der Schweiz zu arbeiten», sagt sie. Eine Familie gründen und sesshaft werden aber will sie in ihrer neuen Heimat. Das Leben dort sei «einfach entspannter». Man könne mehr Zeit draussen verbringen, spontan für einen Spaziergang an den Strand fahren – das sei «schon sehr toll». Zudem schätzt sie auch die Lebensfreude der «Aussies» sehr.

Ihr fehlen der Vater, die Grossmutter – und das Essen. «In der Schweiz kann man unglaublich gut essen», schwärmt Désirée Wappler. Auch die hiesige Effizienz vermisst sie gelegentlich. «Es läuft halt schon alles ziemlich gut in der Schweiz», sagt sie. Und wonach sehnt sie sich in Australien nie? «Nach dem Wetter!» (mst)

Warum eben doch in die Ferne schweifen? In der Rubrik «Aus der Ferne» stellen wir St. Gallerinnen und St. Galler im Ausland vor.