Voller Einsatz für den neuen Marktplatz

ST.GALLEN. Zu Beginn des Jahres schaut Stadträtin Patrizia Adam zurück und voraus. Die Vorsteherin der Direktion Bau und Planung spricht über die umstrittene Marktplatz-Abstimmung, das Areal Bahnhof Nord und über ihren persönlichen Vorsatz für 2015.

Janique Weder
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Patrizia Adam, Stadträtin. (Bild: Urs Bucher)

Patrizia Adam, Stadträtin. (Bild: Urs Bucher)

Frau Adam, welches Projekt nehmen Sie im neuen Jahr als erstes an die Hand?

Patrizia Adam: Das entscheide weniger ich als die Agenda. In den nächsten zwei Monaten wird es vor allem um die Marktplatz-Abstimmung gehen.

Die geplante Neugestaltung stösst auch im zweiten Anlauf auf Widerstand. Werden Sie im Vorfeld der Abstimmung einen besonderen Effort leisten müssen?

Adam: Es wird ein paar Veranstaltungen geben, etwas Konkretes hat der Stadtrat noch nicht beschlossen. Ich werde mich aber voll und ganz für den neuen Marktplatz einsetzen, damit wir die Abstimmung gewinnen.

Was steht 2015 sonst noch auf dem Programm?

Adam: Beim Platztor geht es darum, mit der Universität zusammen die nächsten Schritte zu planen. Ein anderes Projekt ist die Weiterentwicklung des Gebiets rund um den Bahnhof St. Fiden. Dafür ist eine Machbarkeitsstudie in Bearbeitung. Wir möchten ausserdem den Perimeter öffnen und nicht nur den Bahnhof, sondern auch die weitere Umgebung einbeziehen.

Auch im Westen der Stadt tut sich etwas…

Adam: Hinsichtlich der Arealentwicklung im Gebiet St.Gallen-West/Gossau-Ost wollen wir dieses Jahr entscheiden, wie's weitergeht. Und dann sind da die Sozialen Dienste, die vom Stadtzentrum an die Haggenstrasse zügeln. Es wird mir dieses Jahr also kaum langweilig werden.

Weitergehen werden die Diskussionen um das Areal Bahnhof Nord. Wo steht die Stadt da?

Adam: In Verhandlungen. Der Kauf des Spanischen Klubhauses und des Nachbargebäudes sind nicht über die Bühne. Die Idee ist aber auch nicht begraben. Sobald Klarheit herrscht, wird die Stadt eine Gesamtplanung an die Hand nehmen.

Viele dieser Projekte sind noch wenig konkret. Gibt es etwas, das Sie 2015 abschliessen können?

Adam: Wir werden den neuen Werkhof des Gartenbauamts eröffnen, und ich gehe davon aus, dass das Inventar der schützenswerten Naturobjekte fertiggestellt wird.

Welche Geschäfte lagen Ihnen im vergangenen Jahr am Herzen?

Adam: Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes. Die Sitzungen mit dem Steuerungsausschuss waren spannend. Auch die Marktplatz-Neugestaltung ist, trotz Referendum, eine wichtige Sache. Ausserdem konnten wir mehrere kleinere Projekte verwirklichen.

Diese wären?

Adam: Beispielsweise die Gemeinschaftsgräber in Bruggen und St.Georgen oder die Trudi-Gerster-Märchenstationen. Und es freut mich, dass wir die Rolltreppen bei der Personenunterführung West nachträglich ins Projekt aufnehmen und einbauen konnten.

Zurück in die Zukunft: Haben Sie sich Vorsätze gefasst?

Adam: Ich möchte versuchen, Berufliches und Privates besser zu trennen. Das Ziel ist, nach dem Feierabend nicht immer nur ans Geschäft zu denken.