Quartiere aus einem anderen Blickwinkel

Die Plattform «Amiona» veranstaltet im kommenden halben Jahr Führungen mit St. Galler Persönlichkeiten. Sie leiten einen Rundgang durch ihre eigenen Quartiere. Der Erlös geht grösstenteils an das Kinderschutzzentrum Schlupfhuus.

Elina Grünert
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Der Rundgang in Winkeln geht auch an der Papiermühle vorbei. (Archivbild: Urs Bucher)

Der Rundgang in Winkeln geht auch an der Papiermühle vorbei. (Archivbild: Urs Bucher)

Die Website «Amiona» der Universität St. Gallen möchte den Kontakt zwischen Stadtbürgerinnen und Stadtbürgern im kleinen Rahmen fördern. Deshalb bietet «Amiona» Anfang 2016 diverse Führungen durch die Quartiere an. Begleitet werden sie jeweils von St. Galler Persönlichkeiten, die ihre Sicht auf die besuchten Orte erzählen. Dabei sind nicht nur ein ehemaliger FCSG-Spieler, sondern auch der Rektor der HSG als Beispiele.

Eigenes Quartier vorstellen

«Die Rundgänge sind aus der Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen und St. Gallen-Bodensee Tourismus entstanden», sagt Mark Schleicher, Projektleiter von «Amiona» St. Gallen. Um das Projekt voranzutreiben, sei die Zusammenarbeit mit den Quartiervereinen sehr wichtig. In den Gesprächen habe Schleicher gemerkt, dass Führungen eine gute Möglichkeit wären, das eigene Quartier anderen Interessierten vorzustellen.

Aus der Sicht eines Obdachlosen

Insgesamt sechs Führungen seien bis jetzt geplant, sagt Schleicher. Pro Monat soll einmal ein Rundgang durchgeführt werden. Begleitet werden diese nebst den Quartierkundigen von Stadtführern von St. Gallen-Bodensee-Tourismus. Der erste Rundgang am 17. Januar führt durch Winkeln. Einen weiteren Quartierrundgang gibt es im Mai durch Heiligkreuz mit dem Quartiervereinspräsidenten. Die Führung im April ist gemäss Schleicher eine besondere. Dann führt ein Obdachloser der Gassenküche durch St. Gallen und zeigt die Stadt aus seinem Blickwinkel. Der Ertrag geht an den Obdachlosen und an die Gassenküche. Bei allen anderen Führungen geht der Erlös der Kollekte an das Kinderschutzzentrum Schlupfhuus.

Hilfe beim Rasenmähen

Ein weiteres Projekt von «Amiona» und den Quartiervereinen ist der Aufbau einer Nachbarschaftshilfe. Über die Plattform sollen kleine informelle Dienste, wie Rasenmähen oder Schneeschaufeln angeboten werden können. So soll der Kontakt weiter gefördert werden.