Matriarchatskongress: St.Gallen hält an Beitrag fest

ST.GALLEN. Die Stadt St.Gallen zahlt einen Beitrag von 5000 Franken an den Matriarchatskongress, der vom 12. bis 15. Mai in St.Gallen stattfindet. Sie überprüfte die Zahlung, weil Kritik an den Organisatorinnen um Heide Göttner-Abendroth laut geworden war.

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In der Kantonsbibliothek Vadiana wird die erste wissenschaftliche Matriarchatsbibliothek errichtet. (Bild: Trix Niederau)

In der Kantonsbibliothek Vadiana wird die erste wissenschaftliche Matriarchatsbibliothek errichtet. (Bild: Trix Niederau)

Der Sektenspezialist Georg Otto Schmid, Leiter der evangelischen Sekten-Informationsstelle relinfo.ch, hatte in der «NZZ am Sonntag» verlauten lassen, die Feministinnengruppe rücke für ihn in die Nähe einer fundamentalisch-religiösen Bewegung. Göttner-Abendroth wies die erhobenen Vorwürfe im gleichen Beitrag als «absurd» zurück.

Laut Madeleine Herzog, Leiterin des städtischen Amts für Kultur hat die Stadt aus Anlass des «NZZ am Sonntag»-Artikels geprüft, den Beitrag von 5000 Franken an den Kongress zu widerrufen. Der Stadtrat hat am Montag nun entschieden, den Beitrag zu zahlen.

Die Pressestelle des Matriarchatskongresses teilte am Dienstag mit, gegen Kongressleiterin Heide Göttner-Abendroth sei von einer ehemaligen Mitarbeiterin eine Diffamierungskampagne gefahren worden, und das nicht zum ersten Mal. Zum 3. internationalen Matriarchatskongress werden rund 400 bis 600 Teilnehmende erwartet.
Im Rahmen des Kongresses wird in der Kantonsblibliothek Vadiana die erste wissenschaftliche Matriarchatsbibliothek mit vorerst 1200 Büchern errichtet. Das teilten die Organisatorinnen im März mit. In der Mitteilung hiess es, Göttner-Abendroth entwerfe auf sozialer und spiritueller Ebene die Vision einer neuen Gesellschaft. (sda)