Leuchtende Kugel und schräge Bühne

Am Wettbewerb für die Sanierung des Waaghauses haben zahlreiche Architekturbüros mitgemacht. Beim Hochbauamt gingen über 60 Vorschläge ein. Die zehn besten Beiträge werden noch bis Anfang Juli im Waaghaussaal ausgestellt.

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«Ausgewogen», «Licht und Schatten» oder «Kassiopeia»: So unterschiedlich die Namen der eingereichten Projektideen, so vielfältig waren die Herangehensweisen der Architekturbüros an die Waaghaus-Sanierung. Eine geschwungene Bühne, filigrane Holzgeflechte an der Decke oder eine grosse Leuchtkugel im Erdgeschoss – die 61 Büros versuchten dem Gebäude ihren architektonischen Stempel aufzudrücken. Die Wettbewerbsjury durfte sich zahlreiche originelle Sanierungsvorschläge zu Gemüte führen.

«Aus all diesen Ideen eine engere Auswahl zu treffen, war eine schwierige Aufgabe», sagte Stadtbaumeister Erol Doguoglu am Mittwochabend bei der Eröffnung der Ausstellung der Vorschläge im Waaghaussaal. In mehreren Runden seien die eingereichten Ideen bewertet und die Zahl der in Frage kommenden Vorschläge verringert worden.

Wissen über Waaghaus wichtig

Ein enger Bezug zum Waaghaus schien dabei von Vorteil zu sein. Vier der zehn Büros, die schliesslich zum Projektwettbewerb eingeladen wurden, sind aus der Stadt. Von den fünf prämierten Vorschlägen deren drei. Neben dem Siegerprojekt «AOI» das drittplazierte Projekt «Ausgewogen» der Klaiber Partnership AG sowie «Toccata» von Vitaminoffice Architekten auf Platz vier. «Das zeigt, dass die Auseinandersetzung mit der Stadt und ihren öffentlichen Räumen wichtig war, um die gestellte Aufgabe zu meistern», sagte Doguoglu.

Ausstellung zeigt die Top Ten

Die zehn besten Beiträge werden ab Montag und noch bis am 8. Juli im Waaghaussaal gezeigt. Der Saal ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Am Donnerstag ist die Ausstellung von 17 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. (hae)