Alt Stadtpräsident Heinz Christen gestorben

ST.GALLEN. Der Sozialdemokrat Heinz Christen, St.Galler Stadtpräsident von 1981 bis 2004, ist heute im Alter von 69 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

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Heinz Christen im Sommer 2009. (Bild: Ralph Ribi/Archiv)

Heinz Christen im Sommer 2009. (Bild: Ralph Ribi/Archiv)

Als langjähriger Kantonsrat für die SP, Präsident des Städteverbandes, der Olma-Messen, der Kellerbühne, der St.Galler Museen und Ehrenföbü war Heinz Christen weit über die politische Bühne und die Kantonshauptstadt hinaus bekannt und beliebt.

Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
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Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)
Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Heinz Christen, alt Stadtpräsident von St.Gallen. (Bild: Tagblatt/Archiv)



1962 kam der Rechtsanwalt Christen von Olten nach St.Gallen. 1974 wurde der Sozialdemokrat in den Stadtrat gewählt. Bis Ende 1980 leitete er die Technischen Betriebe und war nach seiner Wahl zum Stadtpräsidenten (1981) für die städtischen Finanzen zuständig. Von 1972 bis 1982 gehörte er zudem dem Kantonsrat an. 2004 trat Christen als Stadtpräsident zurück - «aus Altersgründen», wie der damals 62-Jährige sagte.

«Heinz Christen war eine markante Figur im öffentlichen Leben der Stadt St.Gallen», schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Er präsentierte als Vorstand der Finanzverwaltung immer wieder ausgewogene Budgets und Rechnungsabschlüsse. Das kulturelle Engagement der Stadt wurde unter seinem Präsidium sukzessive ausgebaut. Nebst dem Theater und den Museen förderte er auch kleinere Einrichtungen wie die Grabenhalle, Kunsthalle, Kinok, Museum im Lagerhaus und die Frauenbibliothek Wyborada. In seiner Amtszeit wurde auch die Stelle eines Kulturbeauftragten geschafften (1983).

Als «Markstein in seiner Amtszeit» bezeichnet die Stadt den Entscheid der eidgenössischen Räte, das Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen anzusiedeln. Die Kantonshauptstadt habe sich unter Christen überzeugt und vehement für den Gerichtsstandort engagiert. (rr)