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St.Galler Stadtrat beantragt beim Tarifverbund die Anpassung der Zone 210

Wer per Bus von St.Gallen zur Haltestelle Wiesenbach/Cinedome in Abtwil will, muss zwei Zonen lösen. Daran stört sich neben einem Parlamentarier auch der Stadtrat.
Christina Weder Bruderer
Einer Erweiterung der Zone 210 bis zur Haltestelle Wiesenbach/Cinedome hätte finanzielle Einbussen zur Folge. (Bild: Urs Bucher, 8. Mai 2018)

Einer Erweiterung der Zone 210 bis zur Haltestelle Wiesenbach/Cinedome hätte finanzielle Einbussen zur Folge. (Bild: Urs Bucher, 8. Mai 2018)

Die Bushaltestelle Wiesenbach/Cinedom an der Grenze zu Gaiserwald war schon einmal Gegenstand einer Einfachen Anfrage. Zwei Jahre ist das her. Seither sei nichts passiert, stellt SVP-Stadtparlamentarier Donat Kuratli fest und gelangt in dieser Angelegenheit erneut an den Stadtrat.

Konkret stört sich Kuratli daran, dass die Bushaltestelle Wiesenbach/Cinedom von der Stadt aus nicht mit einem Ein-Zonen-Billett erreichbar ist. Wer zu den Fachmärkten auf Stadtgebiet beim Interio-Kreisel gelangen will, muss ein Zwei-Zonen-Billett lösen.

Haltestelle befindet sich auf Gaiserwalder Boden

Der Grund dafür ist, dass sich die Haltestelle Wiesenbach/Cinedom auf Gaiserwalder Boden befindet. Kuratli plädiert dafür, die Situation für die St. Gallerinnen und St. Galler zu verbessern und die Haltestelle der Einfachheit halber der Zone 210 zuzuschlagen. Doch der Stadtrat habe das unterlassen: Das alte Problem sei noch immer ungelöst – trotz Fahrplanwechsel und neuer Linienführung. Nun will Kuratli vom Stadtrat wissen, warum er nichts unternommen habe.

Aus der Antwort des Stadtrats geht hervor, dass ihm die Hände gebunden sind. Denn die Zoneneinteilung liege vollumfänglich in der Kompetenz des Tarifverbunds Ostschweiz. Die Gemeinden hätten kein Mitspracherecht, obschon sie sich massgeblich an den Kosten beteiligten. Im Zuge des Fahrplanwechsels im Dezember 2014 war die alte Tarifzone 210 in eine Kernzone 210 und in eine Ringzone 211 aufgeteilt worden. Damals habe die Stadt immerhin erreicht, dass die ursprünglich kleiner geplante Kernzone aufs ganze Stadtgebiet ausgedehnt worden sei, schreibt der Stadtrat. Die Haltestelle Wiesenbach/Cinedom gehört seither aber zur Tarifzone 211, da sie nicht auf Stadtgebiet liegt.

Stadt würde das Problem der Gemeinde überwälzen

Mit dieser Situation ist auch der Stadtrat nicht ganz glücklich. Er unterstütze eine zweck- und verhältnismässige Lösung, schreibt er. Deshalb werde er beim Tarifverbund einen Antrag auf Anpassung der Tarifzone einreichen. Zudem wolle er die längerfristige Lage der Haltestelle im Rahmen des Projekts «Geissbergstrasse, 2. Etappe» prüfen. Mit der Umsetzung dieser zweiten Etappe sei allerdings nicht vor 2022 zu rechnen. Würde die Haltestelle Wiesenbach/Cinedom in die Zone 210 integriert, hätte das zur Folge, dass innerhalb der Gemeinde Gaiserwald zwei Zonen gelöst werden müssten. «Die Stadt würde damit das Problem der Gemeinde Gasierwald überwälzen», schreibt der Stadtrat. Um das zu vermeiden, müsste die Zonengrenze direkt auf die Haltestelle gelegt werden, was wiederum finanzielle Einbussen zur Folge hätte. Der Tarifverbundrat stehe einem solchen Schritt deshalb zurückhaltend gegenüber. Das Tiefbauamt geht von einem geschätzten Einnahmeverlust von 100000 Franken pro Jahr aus, wenn die Ein- und Aussteigenden nach St. Gallen nur noch eine Zone lösen müssten.

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