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Gossauer Stadtrat verzichtet auf einen Stromsparwettbewerb

Flig-Stadtparlamentarier David Mathis will, dass Gossau einen Wettbewerb zum Stromsparen lanciert. Der Stadtrat glaubt jedoch nicht, dass sich viele Bürger daran beteiligen würden.
Perrine Woodtli
In Gossau wird es keinen Stromsparwettbewerb geben. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

In Gossau wird es keinen Stromsparwettbewerb geben. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Jeder Haushalt birgt Einsparpotenzial. Dieser Meinung ist David Mathis. Der Flig-Parlamentarier hat im Januar eine Einfache Anfrage eingereicht, in der er vorschlägt, einen Stromsparwettbewerb nach Rorschacherberger Vorbild in Gossau durchzuführen.

Rorschacherberg hatte versucht, seine Einwohner mit einem Wettbewerb zum Stromsparen zu animieren. 2019 wird der Wettbewerb wiederholt. Unter allen angemeldeten Haushalten, die im laufenden Jahr fünf Prozent weniger Strom als im Vorjahr verbrauchen, verlost die Gemeinde erneut bis zu 3000 Franken.

Der Wettbewerb sei relativ einfach umzusetzen und wäre für die Teilnehmer und die Stadt Gossau spannend, schrieb David Mathis in seinem Vorstoss.

Bereits 2012 einen Wettbewerb durchführt

Er wollte vom Stadtrat deshalb wissen, ob dieser bereit sei, in Gossau ebenfalls einen Stromwettbewerb zu lancieren. Für diesen ist ein solcher Wettbewerb jedoch kein Thema. Der Stadtrat weist auf die Energiesparwoche hin, welche die Stadtwerke Gossau bereits 2012 für die Bevölkerung durchgeführt haben. Unter dem Titel «Wussten Sie, dass …?» wurde ein Energiesparwettbewerb lanciert, mit der Idee, dass die Gossauer zu vorgegebenen und monatlich wechselnden Themen effektive und effiziente Energiespartipps formulieren. Die besten Tipps wurden unter anderem mit einem Bargeldpreis honoriert. «Die Beteiligung der Bevölkerung an dem Wettbewerb war mässig», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort.

Auch am Stromsparwettbewerb der Gemeinde Rorschacherberg habe ebenfalls nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung teilgenommen, heisst es weiter. Beim ersten Versuch meldeten sich von 2700 Haushalten 30 an. Der Gossauer Stadtrat sieht aufgrund der dargelegten Gründe von einem solchen Stromwettbewerb ab.

Stromsparen ist nur ein Teilaspekt

Weiter wollte Mathis erfahren, welche konkreten Massnahmen der Stadtrat in den kommenden zwei bis drei Jahren geplant habe, um den Stromverbrauch in den Haushalten zu reduzieren. In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass Stromsparen ohne Frage dazu beitrage, die Energieziele der Stadt erreichen zu können. Die Stadt, beziehungsweise der Stadtrat verfolge aber einen gesamtheitlichen Ansatz.

Im Kontext von einem effizienten und konsistenten Einsatz von Energie sei Stromsparen nur ein Teilaspekt. So werde der Fokus nicht nur auf die Reduktion des Stromverbrauchs gelegt, auch ein effizienter Einsatz von Wärme und Mobilität werde angestrebt. Der Schwerpunkt werde dabei auf die Substitution von fossilen Brennstoffen gesetzt. Gossau strebe als Vision die Ziele der 2000-Watt- und der 1-Tonne-CO2-Gesellschaft an und versuche, eine möglichst grosse Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferanten zu erreichen.

Mit folgenden Massnahmen sollen diese Ziele erreicht werden: Jährliche Durchführung eines «Energyday» als Teil der schweizweiten Kampagne zum Thema Stromsparen sowie durch verschiedene Fördermassnahmen im Rahmen des Energiefonds, etwa für den Ersatz fossiler Heizungen und die Förderung erneuerbarer Energien. Weiter schreibt der Stadtrat, dass in den letzten Jahren zudem Veranstaltungen für die Gebäudemodernisierung und Mobilität durchgeführt worden sein. (woo)

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