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St.Galler Stadtrat soll sich für junge Flüchtlinge einsetzen

Junge Asylsuchende dürfen zwar die Volksschule besuchen, haben sie diese aber abgeschlossen, fehlt es an Anschlusslösungen. Diesem Zustand wollen drei SP-Stadtparlamentarierinnen entgegenwirken.
Seraina Hess
Jugendliche mit dem Ausweis N dürfen die Schule abschliessen, können danach aber keine Lehre beginnen. (Bild: Donato Caspari)

Jugendliche mit dem Ausweis N dürfen die Schule abschliessen, können danach aber keine Lehre beginnen. (Bild: Donato Caspari)

Mindestens elf Jahre lang müssen Kinder in der Schweiz die Schule besuchen. Die Beschulungspflicht gilt auch für Flüchtlinge, die bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit am Unterricht teilnehmen. Was danach kommt, steht allerdings in den Sternen, denn eine Ausbildung dürfen Jugendliche mit Ausweis N nicht absolvieren. Das stört die drei SP-Stadtparlamentarierinnen Gabriela Eberhard, Eva Crottogini und Beatrice Truniger. Sie haben beim Stadtrat deshalb eine Interpellation zum Thema eingereicht – mit der Unterstützung von 40 Mitunterzeichnenden.

Da Kinder und Jugendliche eine neue Sprache rasch lernen, schliessen gemäss Interpellantinnen viele ihre Schulpflicht erfolgreich ab. Die Motivation und Lernbereitschaft sei bei den meisten hoch. Trotz dieser Ausgangslage können sie weder eine Lehrstelle antreten noch einer sonstigen Arbeit nachgehen, solange sie sich im laufenden Asylverfahren befinden.

Vertrödelte Zeit, die sich besser nutzen liesse

«Diese Jugendlichen stehen darum nach der obligatorischen Schulzeit vor dem Nichts und fallen durch die beruflichen Maschennetze», heisst es im schriftlichen Vorstoss. Es bestehe die Gefahr, dass die absehbare Langeweile in ungünstige Verhaltensformen münde: «Wertvolle Zeit für die Integration und Bildung kann nicht genutzt werden und geht verloren.»

Im Wissen um die engen gesetzlichen Auflagen fragen die Parlamentarierinnen den Stadtrat, wie er die Situation zu verbessern gedenke. Sie wollen wissen, wie viele Jugendliche in St. Gallen betroffen sind und was unternommen wird, um den jungen Asylsuchenden ein sinnvolles Anschlussangebot zu ermöglichen. Sie fragen auch, ob der Stadtrat beabsichtigt, sich bei übergeordneten Stellen und Ämtern für die Angelegenheit einzusetzen.

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