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Nach dem Flade-Losentscheid: Stadtrat beantwortet Fragen

Entscheidend für die Chancen in der Bildung sei nicht primär die Schule, sondern die soziale Herkunft. Das antwortet der Stadtrat auf einen Vorstoss.
Die Flade führt drei Schulhäuser: darunter die Maitle-Flade. Bisher mussten Nicht-Kaholiken Schulgeld zahlen. Das hat sich auf diesen Sommer geändert. Nun steht die Flade allen offen. (Bild: Urs Bucher)

Die Flade führt drei Schulhäuser: darunter die Maitle-Flade. Bisher mussten Nicht-Kaholiken Schulgeld zahlen. Das hat sich auf diesen Sommer geändert. Nun steht die Flade allen offen. (Bild: Urs Bucher)

  • Die Katholische Sekundarschule Flade steht ab diesem Sommer allen Schülerinnen und Schülern offen und führt neu auch eine Realschule.
  • Weil sich zu viele Schülerinnen und Schüler für die Flade anmeldeten, entschied das Los. Das enttäusche und verärgerte Eltern wie Jugendliche.
  • Daraufhin hat ein Stadtparlamentarier dem Stadtrat Fragen zur Chancengleichheit gestellt. Der Stadtrat hat nun geantwortet.

(dwi) FDP-Stadtparlamentarier Remo Daguati reichte eine Einfache Anfrage ein mit dem Titel «Wie steht es um die Chancengleichheit in den Sekundarschulen?». Er tat dies vor dem Hintergrund, dass die katholische Kantonssekundarschule, die Flade, ab dem Schuljahr 2019/2020 allen Oberstufenschülern der Stadt offen steht.

Die Stadt und der katholische Konfessionsteil hatten 2016 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Für die Aufnahme städtischer Schülerinnen und Schüler an der Flade besteht pro Schuljahr eine Obergrenze von 30 Prozent. Werden mehr Kinder angemeldet, entscheidet das Los; das war in diesem Frühling der Fall und es kam zu Enttäuschungen und zu Frust.

Die 30-Prozent-Marke ist gemäss Stadtrat unantastbar

Daguati will vom Stadtrat wissen, wie die städtischen Sekundarschulen im städtischen, kantonalen und nationalen Vergleich bezüglich der Unterrichtsqualität und dem Erreichen der Lernziele abschneiden – und konkret: ob es bei der Schulqualität Unterschiede zwischen der Flade und den städtischen Schulen gebe. Ein Ranking einzelner Schulen gebe es nicht, so der Stadtrat.

Der FDP-Politiker will auch in Erfahrung bringen, ob zwischen den städtischen Sekundarschulen und der Flade Chancengleichheit bestehe, was den Übertritt in eine weiterführende Schule angeht. Chancengleichheit sei ein Orientierungspunkt, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. Die Bildungschancen seien auch nicht primär davon abhängig, welche Schule ein Kind besuche, sondern entscheidend seien in erster Linie die soziale Herkunft, insbesondere die ökonomischen Möglichkeiten und das Bildungsniveau der Eltern. Mit der neuen Oberstufen-Vereinbarung könnten heute bestehende Ungleichheiten zumindest auf ein vertretbares Mass reduziert werden.

Daguati stellt dem Stadtrat auch die Frage, ob das nicht ausgeschöpfte Flade-Kontingent umliegender Gemeinden für Kinder aus der Stadt genutzt werden könne. Der Stadtrat schreibt: An den 30 Prozent werde auch wegen der Planungssicherheit nicht gerüttelt.

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