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Stadtpräsident Thomas Scheitlin zur HEV-Studie: «Die Erkenntnisse sind dem St.Galler Stadtrat längst bekannt»

Der Hauseigentümerverband (HEV) der Stadt St. Gallen wartet mit einer Studie zum Wohnstandort auf. Bei deren Präsentation hielten sich Präsident Christoph Solenthalter und Geschäftsführer Remo Daguati nicht mit Kritik am Stadtrat zurück. Stadtpräsident Thomas Scheitlin lobt die umfassende Studie zwar, lässt die Kritik aber nicht gelten.
Daniel Wirth
«Es wäre unangebracht, die Studie zu ignorieren», sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Daniel Ammann)

«Es wäre unangebracht, die Studie zu ignorieren», sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Daniel Ammann)

Thomas Scheitlin, die HEV-Spitze moniert, es sei nicht Sache der Verbände, Studien erarbeiten zu lassen, das sei Aufgabe der Politik.

Eines vorweg: Die Studie der Fahrländer Partner AG ist eine sehr gute Studie. Sie bestätigt die Erkenntnisse, die der Stadtrat bereits hatte und die er in seine Strategie 2030 und seine Ziele für die Legislatur 2017–2020 einfliessen liess und Massnahmen in die Wege leitete und noch leiten wird.

Was konkret hat der Stadtrat getan, um die Abwanderung zu stoppen?

Die Direktion Planung und Bau hat eine Wohnraumstrategie mit Massnahmen in Auftrag gegeben. Wir wissen, dass junge Familien die Stadt verlassen, um sich in der Agglomeration den Traum eines Einfamilienhauses zu erfüllen. Wir wissen auch, dass es in der Stadt an modernen Formen von Wohnraum fehlt, die gefragt sind. Analysen sind das eine, gefordert sind Massnahmen.

Nach der Ablehnung der Mobilitäts-Initiative ist für den HEV klar: der ÖV, speziell die S-Bahn, muss ausgebaut werden. Sehen Sie das auch so?

Das sehe ich gleich. Den Vorwurf, die Vertreter der Stadt hätten im Kantonsrat zu wenig getan für den Bahnausbau der Stadt, weise ich jedoch zurück. Wir haben den Vollknoten St. Gallen erreicht. Stadtratskollegin Sonja Lüthi und ich haben im Kantonsrat einen Vorstoss zum Thema S-Bahn eingereicht. Wir setzen uns bei jeder Gelegenheit für eine bessere Anbindung der Stadtbahnhöfe ein.

Die Studie des HEV zeigt auch, dass es in der Stadt viele Bushaltestellen gibt, aber vergleichsweise wenige mit einem Takt unter fünf Minuten.

Nochmals: Die Erkenntnisse sind bekannt, Massnahmen sind gefragt. Das Stadtparlament hat die Anschaffung neuer Busse und den Ausbau des Fahrleitungsnetzes für 37,5 Millionen Franken bewilligt. Damit erreichen wir ab 2019 auf den Verbindungen von Osten nach Westen eine Verdichtung des Taktes. Vorausgesetzt, auch die Stimmberechtigten genehmigen den Kredit.

Sie loben die Studie, die der HEV hat erarbeiten lassen. Fliessen deren Erkenntnisse in die politische Arbeit von Stadtrat und Verwaltung ein?

Selbstverständlich werden wir die Studie konsultieren. Es wäre unangebracht, die Studie zu ignorieren. Aber wie gesagt: Vieles ist bereits auf dem Karren. Stadtrat und Verwaltung reagieren auf gesellschaftlich und wirtschaftliche Entwicklungen. Mit «IT St. Gallen rockt!» oder dem Innovationsnetzwerk «Startfeld» etwa haben wir mitgeholfen, wertschöpfende Arbeitsplätze zu schaffen.

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